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Bildschirmkarton

Die Suche nach optimalen Verpackungslösungen erfordert den Einsatz geeigneter Materialien. Bildschirmkarton spielt in diesem Kontext für die Wellstar-Packaging GmbH eine zentrale Rolle, da er robust, flexibel einsetzbar und gleichzeitig umweltfreundlich ist. Im praktischen Einsatz dient er der sicheren Handhabung empfindlicher Güter, reduziert Transportschäden und unterstützt durch seine Materialeffizienz einen ressourcenschonenden Warenfluss. Ergänzend ermöglicht die strukturbedingte Polsterwirkung eine wirkungsvolle Energieaufnahme bei Stößen und Vibrationen, was insbesondere bei wiederholtem Umschlag in der Logistikkette relevant ist. Durch die gute Verarbeitbarkeit lässt sich Bildschirmkarton präzise an Produktgeometrien anpassen, wodurch Füllräume minimiert, Packprozesse stabilisiert und Verpackungskosten planbar werden.

Definition: Was versteht man unter Bildschirmkarton?

Als Bildschirmkarton bezeichnet man eine besondere Art von Wellpappe, die speziell für Verpackungszwecke hergestellt wird. Der Name leitet sich von seiner ursprünglichen Funktion ab: Die Verpackung und der Schutz von Bildschirmen. Heute findet der Bildschirmkarton jedoch eine wesentlich breitere Anwendung und wird in vielen Branchen für unterschiedlichste Produkte genutzt. In der Praxis fungiert die Bezeichnung als hilfreicher Sammelbegriff für schutzintensive Versandverpackungen aus Wellpappe mit erhöhter Stoß- und Kantenstabilität.

Fachlich handelt es sich dabei in der Regel um eine qualitätsdefinierte Wellpappen-Konstruktion (ein- oder mehrwellig), die durch Aufbau und Wellenprofil eine erhöhte Stoßdämpfung und Kantenstabilität bietet. Historisch wurde Bildschirmkarton für CRT- und später Flachbildschirme entwickelt; aktuell dient er als Sammelbegriff für stoßabsorbierende, formstabile Kartonqualitäten, die auf die Anforderungen empfindlicher Technik, Glaswaren und anderer bruchgefährdeter Güter zugeschnitten sind. Der Begriff ist kein genormter Standard, hat sich aber als praxisnahe Bezeichnung etabliert. Häufig werden FEFCO-Standardbauarten als Basis genutzt und durch maßgeschneiderte Einsätze ergänzt, um die Fixierung und Lastverteilung am Packgut zu optimieren.

Typisch sind Doppelwellen-Kombinationen (z. B. BC- oder EB-Welle) mit passenden Flächengewichten der Deckenpapiere, die auf Durchstoßfestigkeit, Stauchwiderstand und Stapelfähigkeit ausgelegt sind. Optional kommen funktionsspezifische Innenausstattungen wie Einlagen, Faltpolster, Kanten- und Flächenschutz oder antistatische Einsätze hinzu, sofern die zu verpackenden Produkte elektrostatisch empfindlich sind. Bei komplexen Geometrien werden häufig mehrteilige Zuschnitte mit formschlüssigen Steckmechaniken eingesetzt, um Montagezeiten zu reduzieren und Wiederverwendbarkeit zu ermöglichen.

Eigenschaften und Anwendungen des Bildschirmkartons

Ein großer Vorteil von Bildschirmkarton ist dessen hohe Stabilität. Er ist robust gegenüber physischen Einflüssen und besitzt dennoch ein geringes Gewicht. Diese Kombination macht ihn für den Versand und die Aufbewahrung von Artikeln besonders geeignet. Eine weitere Eigenschaft ist seine Flexibilität. Bildschirmkarton kann problemlos an die Form und Größe des verpackten Gegenstandes angepasst werden, was ihn vor allem für empfindliche Produkte, wie Elektronik- oder Glaswaren, zur idealen Lösung macht. Zusätzlich ermöglicht die bedruckbare Oberfläche eine klare Kennzeichnung, etwa mit Warnsymbolen, Packanweisungen, Barcodes oder variablen Daten für Rückverfolgbarkeit.

Die stoßdämpfende Wirkung ergibt sich aus dem Wellenprofil der Wellpappe, das Erschütterungen aufnimmt und verteilt. Kanten- und Flächenstabilität unterstützen die Stapel- und Lagerfähigkeit, während geringe Eigenmasse zu einem günstigen Verhältnis von Schutzwirkung und Transportgewicht führt. Die Oberfläche ist in der Regel gut bedruckbar, sodass Kennzeichnungen, Warnhinweise und Handlingssymbole sauber dargestellt werden können. Für temperatursensible Lieferketten kann die Materialauswahl so getroffen werden, dass das Feuchte- und Klimaverhalten der Papiere zur Einsatzumgebung passt.

Für die Auswahl passender Zuschnitte und Faltkonstruktionen sind Produktmaß, Toleranzen und Spielmaße entscheidend. Weiterführend helfen die die vertiefenden Erläuterungen zu präzisen Abmessungen, um Außen- und Innenmaße zielgenau abzustimmen und Hohlräume funktionsgerecht zu planen. In der Auslegungspraxis wird häufig mit Referenzbelastungen gearbeitet, um das Verhältnis von Materialdicke, Wellenkombination und zulässigen Lasten zu definieren.

Typische Einsatzfelder

  • Elektronik: Monitore, Laptops, Peripheriegeräte, Mess- und Steuertechnik
  • Glas und Keramik: Displays, Optiken, Glasplatten, Laborglas
  • Haushalts- und Bürogeräte: Klein- und Einbaugeräte, Drucker, Scanner
  • Kunst, Rahmen und Bildträger: gerahmte Bilder, Poster, Paneele
  • Ersatzteile und Baugruppen: empfindliche Komponenten mit Kanten- oder Flächenschutzbedarf

Technische Merkmale und Kennwerte

  • Wellenarten: E-, B-, C- oder Doppelwelle (z. B. EB, BC) für abgestufte Dämpfung und Steifigkeit
  • Flächengewichte der Deckenpapiere und Wellenpapiere passend zur Zielbelastung
  • Kennwerte wie Kantenstauchwiderstand (ECT) und Stapeldruckverhalten (BCT) als Auslegungskriterien
  • Durchstoß- und Reißfestigkeit zur Absicherung gegen punktuelle Belastungen
  • Feuchteverhalten: je nach Papierqualität und eventuellen Ausrüstungen an das Einsatzklima anpassbar
  • Rill- und Faltfähigkeit: definierte Rilltiefen und -breiten für reproduzierbare Kantenqualität
  • Kompatibilität mit Verschlusstechniken: Klebebänder, Nassklebung, Heftung abhängig von Lastprofil und Prozess

Verarbeitung und Handhabung

  • Formgebung durch Rillen, Nuten, Stanzen und Falten für passgenaue Zuschnitte
  • Innenausstattung mit Einlagen, Stegen und Fixierungen zur Bauteilstabilisierung
  • Kennzeichnung und Markierung mit wasserbasierten Druckfarben für klare Identifikation
  • Kombination mit Füll- und Polsterelementen bei besonders empfindlichen Gütern
  • Integration von ESD-geeigneten Materialien bei elektrostatisch sensiblen Komponenten
  • Prozesssichere Verpackungsschritte durch definierte Packreihenfolge und eindeutige Handhabungssymbole

Herstellung und Umweltverträglichkeit von Bildschirmkartons

Die Produktion von Bildschirmkartons erfolgt überwiegend aus Altpapier, was ein positives Signal im Bereich Nachhaltigkeit setzt. Durch die Wiederverwertung werden wertvolle Ressourcen geschont und gleichzeitig Umweltbelastungen minimiert. Viele Unternehmen legen heute Wert auf eine umweltbewusste Ausrichtung und können durch den Einsatz von Bildschirmkartons ihren Beitrag für eine nachhaltige Wertschöpfungskette leisten. Neben der Materialauswahl spielt die effiziente Fertigungslogistik eine Rolle, um Ausschuss, Verschnitt und Energieeinsatz zu begrenzen.

Die Fertigung umfasst das Wellenschneiden und -verkleben der Papierbahnen, das Kaschieren der Deckenpapiere sowie das Zuschneiden und Rillen der Bogen. Als Klebstoffe kommen überwiegend stärkehaltige, wasserbasierte Systeme zum Einsatz. Der Recyclinganteil der eingesetzten Papiere ist in der Regel hoch; je nach Anforderung werden unterschiedliche Papierqualitäten kombiniert, um das Verhältnis aus Stabilität, Dämpfung und Gewicht zu steuern. Für erhöhte Feuchtebelastung können hydrophob ausgerüstete Papiere oder konstruktive Maßnahmen wie Abdecklaschen sinnvoll sein.

Nach dem Gebrauch ist Bildschirmkarton sortenrein erfassbar und in etablierten Papierrecyclingkreisläufen wiederverwertbar. Die Wiederverwertung reduziert Rohstoffbedarf und Emissionen, während die Materialeffizienz durch maßgerechte Zuschnitte Verschnitt minimiert. Transportbedingt entsteht zusätzlich ein ökologischer Vorteil durch das niedrige Eigengewicht und die daraus resultierende Masse- und Volumenersparnis. Mehrwegkonzepte lassen sich mit belastbaren Einlagen realisieren, sofern die Rückführung organisiert ist.

  • Hoher Anteil an Sekundärfasern im Rohpapier
  • Wasserbasierte Kleb- und Drucksysteme
  • Mehrfacher Recyclingkreislauf grundsätzlich möglich
  • Ressourcenschonung durch optimierte Zuschnitte und geringe Materialdicken
  • Optionale Feuchte- und Oberflächenbehandlungen für spezialisierte Anwendungen

Vor- und Nachteile von Bildschirmkarton

Der Hauptvorteil von Bildschirmkarton liegt in seinem hervorragenden Schutz vor mechanischen Einflüssen. Darüber hinaus ermöglicht sein geringes Gewicht eine kostengünstigere Lagerung und Versand. Ökologisch gesehen ist seine hohe Recyclebarkeit und der Einsatz von überwiegend Altpapier bei der Herstellung zu erwähnen. Nachteile können entstehen, wenn äußerst schwere oder außergewöhnliche Formen verpackt werden sollen. In solchen Fällen ist möglicherweise ein stabilerer Karton erforderlich. Zudem können hohe Punktlasten oder Klimaschwankungen ohne geeignete Auslegung zu Leistungseinbußen führen, weshalb die Qualitätsspezifikation an das Einsatzprofil angepasst werden sollte.

  • Vorteile
    • Gutes Verhältnis aus Schutzwirkung und Gewicht
    • Anpassbarkeit an Produktgeometrien durch Falt- und Stanztechnik
    • Zuverlässige Kennzeichnungsmöglichkeit zur sicheren Handhabung
    • Recyclingfähigkeit und etablierte Entsorgungswege
    • Skalierbare Konstruktion durch Auswahl von Wellenprofilen und Papierqualitäten
  • Potenzielle Grenzen
    • Sehr hohe Punktlasten oder Masseteile erfordern verstärkte Auslegungen
    • Feuchte- und Klimaeinflüsse können Kennwerte mindern, wenn keine geeignete Qualität gewählt wird
    • Ungewöhnliche Geometrien benötigen zusätzliche Einlagen oder Fixierungen
    • Elektrostatisch sensible Produkte erfordern ggf. spezielle Innenausstattungen
    • Begrenzte Eignung für Dauernässe oder stark abrasive Umgebungen ohne zusätzliche Maßnahmen

Auswahl- und Praxisempfehlungen

  • Produktanalyse: Gewicht, Schwerpunkt, Empfindlichkeit und Kontaktflächen bestimmen
  • Transportweg: Handling, Stapelung, Dauer und klimatische Bedingungen berücksichtigen
  • Maßkonzept: Spielmaße, Toleranzen und Einlagen aufeinander abstimmen
  • Erprobung: Fall-, Stauch- oder Vibrationsprüfungen zur Validierung der Auslegung nutzen
  • Dokumentation: Kennzeichnungen und Hinweise für Lagerung und Handling klar anbringen
  • Verschluss: Klebeband- oder Nassklebetechnik entsprechend der Last- und Prozessanforderungen wählen

Normen, Prüfverfahren und Dimensionierung

Für die technische Bewertung von Bildschirmkarton haben sich Kennwerte und Prüfungen etabliert, die eine reproduzierbare Auslegung erleichtern. Der Kantenstauchwiderstand (ECT) dient als Indikator für die Stapelfähigkeit des Materials, während das Box Compression Testing (BCT) das Verhalten der fertigen Verpackung unter Druck abbildet. Ergänzend werden Fallprüfungen, Schwingtests und Durchstoßversuche genutzt, um Transportbelastungen realitätsnah nachzustellen.

In der Dimensionierungspraxis wird zwischen Innenmaß, Außenmaß und Spielmaß unterschieden. Das Innenmaß muss das Packgut inklusive Schutzkomponenten sicher aufnehmen, während das Außenmaß mit Blick auf Palettenraster, Ladeeinheiten und Regalfächer optimiert wird. Spielmaße berücksichtigen Fertigungstoleranzen, Materialkompression und Montagefolgen, sodass die Schutzwirkung unter realen Bedingungen erhalten bleibt. Ein konsistentes Prüfklima und definierte Lagerzeiten vor der Prüfung tragen zu belastbaren Ergebnissen bei.

Lagerung, Klima und Prozesssicherheit

Die Leistungsfähigkeit von Bildschirmkarton hängt vom Feuchtegehalt der Papiere und dem Umgebungsklima ab. Empfohlen werden trockene, gut belüftete Lagerbereiche mit moderaten Temperaturen. Direkte Bodenlagerung und lange Exposition gegenüber hoher Luftfeuchte sollten vermieden werden. Für prozesssichere Abläufe sind standardisierte Packanleitungen, eindeutige Kennzeichnungen sowie regelmäßige Stichprobenprüfungen zweckmäßig. Bei saisonalen Schwankungen können Materialqualitäten und Verschlussmittel entsprechend angepasst werden.

Begriffliche Abgrenzung und verwandte Lösungen

Bildschirmkarton ist von Vollpappe und einfachen Versandkartons abzugrenzen: Während Vollpappe eine homogene Faserstruktur ohne Wellen besitzt und häufig bei kleinformatigen, formstabilen Verpackungen zum Einsatz kommt, nutzt Bildschirmkarton die Wellenstruktur zur gezielten Energieaufnahme. Gegenüber Standardversandkartons zeichnet er sich durch stärkere Papierqualitäten, Doppelwellen und funktionsintegrierte Innenausstattung aus, die auf empfindliche Güter ausgerichtet sind. Verwandte Lösungen sind Rahmen- und Kantenschutzprofile, Faltpolster sowie Inlays aus Wellpappe oder Schaum, die in Kombination eine abgestimmte Schutzverpackung ergeben.

Zusammenfassung:

  • Als Bildschirmkarton wird ein spezielles Verpackungsmaterial verstanden, welches speziell für den Schutz von Bildschirmen und ähnlichen Geräten während des Versands entwickelt wurde.
  • Es handelt sich dabei um eine Form der Wellpappe, die aufgrund ihrer Struktur und Beschaffenheit einen besonders hohen Schutz bietet und gleichzeitig leicht und kosteneffektiv ist.
  • Für Unternehmen, die sich mit dem Versand von empfindlicher Technik befassen, stellt der Bildschirmkarton eine passende Verpackungslösung dar, die sowohl die Produkte schützt als auch das Versandgewicht gering hält.
  • Durch materialeffiziente Konstruktionen, abgestimmte Wellenprofile und geeignete Innenausstattungen lässt sich die Schutzwirkung gezielt an Produkt und Transportweg anpassen.
  • Die überwiegend aus Recyclingfasern hergestellte Qualität unterstützt geschlossene Materialkreisläufe und bietet praxisgerechte Entsorgungs- und Wiederverwertungsoptionen.
  • Technische Kennwerte wie ECT und BCT, unterstützt durch Fall- und Durchstoßprüfungen, liefern belastbare Grundlagen für Auslegung und Qualitätssicherung.
  • Ein durchdachtes Maß- und Verschlusskonzept, abgestimmt auf Klimabedingungen und Logistikumgebung, erhöht Prozesssicherheit und Schutzwirkung im Betrieb.

Veröffentlicht am 26.08.2024
Letzte Überarbeitung am 05.09.2025 um 12:30 Uhr von Manuel Hofacker

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