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Bonrollenkarton
Im Bereich der Verpackungen ist der Bedarf an unterschiedlichen Materialien immens. Ein besonderer Vertreter ist der Bonrollenkarton, der eine spezifische Anwendung in der Industrie findet. Er zählt zur Familie der Wellpappenprodukte und lebt den Anspruch der Wellstar-Packaging GmbH, individuelle und hochwertige Kartonlösungen zu bieten. Bonrollenkarton wird als bahn- und rollenfähiges Faserstoffmaterial eingesetzt, das sich durch kontrollierte Biegesteifigkeit, hohe Kantenstabilität sowie saubere Schnittkanten auszeichnet. Durch die Kombination aus Rohpapierqualität, Wellenart (z. B. Feinst- oder Mikrowelle) und geeigneter Oberflächenbehandlung lässt sich das Material für den dauerhaften Wickelbetrieb und eine zuverlässige Weiterverarbeitung optimieren. In der Praxis bedeutet dies, dass der Karton über lange Laufzeiten gleichmäßig abgewickelt werden kann, ohne die Maßhaltigkeit oder die Druckqualität zu verlieren. Darüber hinaus erlaubt die gezielte Abstimmung von Wellenprofil, Leimauftrag und Deckpapier eine Anpassung an unterschiedliche Anforderungsprofile, etwa hinsichtlich Staubarmut, Rillbarkeit oder Abriebfestigkeit.
Definition: Was versteht man unter Bonrollenkarton?
Der Bonrollenkarton ist ein spezieller Kartontyp, der im Regelfall aus Wellpappe besteht. Seine Hauptanwendung findet er in der Herstellung von Bonrollen, die in verschiedenen Branchen genutzt werden. Hierbei zeichnet er sich durch eine hohe Stabilität und eine gute Druckqualität aus. Durch seine bahnfähige Auslegung eignet er sich für kontinuierliche Prozesse, bei denen konstante Zugspannungen und exakte Bahnlaufbedingungen gefordert sind.
Charakteristisch sind eine homogene Materialdicke, ein gleichmäßiges Flächengewicht sowie eine Oberfläche, die Etiketten, Kennzeichnungen oder Rollenaufdrucke klar abbildet. Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Wellenprofile (beispielsweise E- oder F-Welle) und Deckpapiere zum Einsatz, um ein gutes Wickelverhalten, geringe Staubentwicklung und ein definiertes Reiß- bzw. Falzverhalten zu erreichen. Ergänzend werden häufig Oberflächenparameter wie Rauigkeit und Porosität gezielt eingestellt, damit Klebstoffe, Druckfarben oder Etiketten optimal haften.
- Materialbasis: meist ein- bis zweiwellige Qualitäten mit feiner Welle für kleine Wickelradien
- Oberfläche: für Kennzeichnungen geeignet, optional mit optimierter Rauigkeit
- Beständigkeit: ausreichende Kanten- und Flächenstabilität für das Auf- und Abwickeln
- Homogenität: enge Toleranzen bei Dicke und Flächengewicht zur Sicherung der Prozessfähigkeit
Typische Materialparameter
In der Praxis liegen Flächengewichte und Dicken je nach Anforderung im unteren Bereich feiner Wellpappen, um enge Wickelradien zu ermöglichen. Deckpapiere (weiß oder natur) werden so gewählt, dass Druckbild, Kontrast und Barcodelesbarkeit den Spezifikationen am Point of Sale entsprechen. Die Auswahl der Faserrohstoffe (Primär- vs. Recyclingfaser) beeinflusst neben Stabilität und Bedruckbarkeit auch die Planlage und die Staubneigung.
Herstellungsprozess des Bonrollenkartons
Die Produktion eines Bonrollenkartons erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst wird Wellpappe hergestellt, die anschließend zu Rollen verarbeitet wird. Dabei ist die Qualität der verwendeten Rohstoffe entscheidend für das Endprodukt, den Bonrollenkarton. Innovative Produktionsverfahren sorgen dafür, dass der Karton eine gleichbleibende Stärke besitzt und optimal bedruckbar ist. Entscheidend sind eine stabile Bahnführung, präzise Verleimung und ein scharfkantiger, staubarmer Zuschnitt.
Im Detail umfasst der Prozess typischerweise die Papierauswahl (Primär- und Recyclingfasern), die Herstellung der Wellenlage mit kontrollierter Verleimung, das Kaschieren mit Deckpapieren, die Bahnführung mit Dickenprofilkontrolle sowie das Rollenschneiden mit niedrigen Toleranzen. Die Kantenqualität beim Slitten ist für staubarmes Wickeln und einen störungsarmen Betrieb in nachgeschalteten Maschinen wesentlich.
- Qualitätsparameter: Flächengewicht, Dickenprofil, Biegesteifigkeit, Feuchtegehalt
- Weiterverarbeitung: Rollenbildung, Zuschnitt, Rillen, optionale partielle Perforation je nach Anwendung
- Bedruckung: meist Flexodruck; bei hohen Ansprüchen auch Preprint- oder Digitalverfahren
Für reproduzierbare Ergebnisse werden Klima- und Feuchtekonditionen kontrolliert. Eine ausreichende Akklimatisierung vor dem Einsatz reduziert Welligkeit, minimiert Planlageeffekte und stabilisiert das Wickelverhalten.
Prozessdetails und Qualitätssicherung
Die Verleimung der Wellen- und Decklage erfolgt üblicherweise mit stärke- oder dispersionsbasierten Leimen, deren Viskosität und Auftragsmenge den Verbund und die Planlage beeinflussen. Inline-Messsysteme überwachen Feuchte, Dicke und Bahnzug. Beim Rollenschneiden sind scharfe Messer, definierte Spaltmaße und eine konstante Wickelspannung entscheidend, um Teleskopieren, Kernbruch oder ungleichmäßige Wickelkanten zu vermeiden. Prüfpläne mit Stichproben (z. B. Biegesteifigkeit, ECT/FCT, Cobb) sichern die Einhaltung vorgegebener Spezifikationen.
Anwendungsbereiche von Bonrollenkarton
Das Anwendungsspektrum des Bonrollenkartons ist breit gefächert. Insbesondere in der Handelsbranche hat er sich durch seine guten Eigenschaften etabliert. Ob im Supermarkt, beim Friseur oder in der Gastronomie – überall dort, wo Kassenbons auf Rollen benötigt werden, kommt der Bonrollenkarton zum Einsatz. Aber auch in der Industrie, beispielsweise beim Transport und der Verpackung von Waren, wird er aufgrund seiner Stabilität und Flexibilität geschätzt. Darüber hinaus eignet sich Bonrollenkarton als Trägermaterial für Kennzeichnungsetiketten, Prüfsiegel und Chargenhinweise, die prozesssicher abgerollt werden müssen.
Weitere typische Einsatzfelder sind Ticket- und Automatenumfelder (z. B. Parkscheinausgabe), Belegdruck an Servicepoints sowie begleitende Rollenapplikationen in der Logistik. In Verpackungs- und Transportprozessen dient Bonrollenkarton als Schutz- oder Zwischenlage, als Wickelschutz empfindlicher Kanten oder als Trägermaterial für etikettierte Kennzeichnungen und Chargeninformationen.
- Handel und POS: Begleitmaterial für Kassen- und Belegrollen
- Gastronomie und Dienstleistung: robuste, bedruckbare Träger für Rollenkennzeichnung
- Industrie und Logistik: Schutzwickel, Zwischenlagen, Banderolen und Kennzeichnungsrollen
Praxisbeispiele
In der Logistik können schmale Bonrollenkarton-Bahnen als abriebfeste Banderolen für Kleinladungsträger verwendet werden. Im Automatenbereich unterstützen exakt geschnittene Rollen mit geringem Staubanteil den störungsarmen Lauf in Abgabeeinheiten. Für Aktionskennzeichnungen am POS werden vorgedruckte Rollenabschnitte mit Barcodes und Datumsangaben eingesetzt, die sich dank definierter Perforation sauber ablösen lassen.
Vor- und Nachteile von Bonrollenkarton
Bonrollenkarton hat sowohl Vorteile als auch Nachteile. Zu den Vorteilen gehören seine hohe Stabilität und die gute Bedruckbarkeit. Zudem ist er flexibel einsetzbar und kann individuell zugeschnitten werden. Hervorzuheben ist auch seine ökologische Bilanz: Da Bonrollenkarton recycelbar ist, trägt seine Verwendung dazu bei, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schützen. Nachteile ergeben sich im Wesentlichen aus den Eigenschaften des Grundmaterials Wellpappe. So ist der Bonrollenkarton unter anderem nicht wasserfest und kann daher bei Feuchtigkeit seine Form verlieren. Bei zu hoher Luftfeuchte steigt zudem die Gefahr von Welligkeit und Maßänderungen.
- Vorteile: definierte Biegesteifigkeit, saubere Kanten, gutes Wickelverhalten, klare Kennzeichnung durch Druck
- Materialeffizienz: bedarfsgerecht zuschneidbar und wiederverwertbar
- Grenzen: feuchte- und klimaanfällig, begrenzte Oberflächenhärte, mögliche Staubbildung an Schnittkanten
- Prozessrisiken: bei falscher Wickelspannung Teleskopieren der Rolle oder Randbrüche
Hinweise zur Risikominimierung
Durch kontrollierte Feuchtezufuhr, geeignete Lagerbedingungen sowie präzisen Schnitt mit regelmäßig gewarteten Werkzeugen lassen sich Staubentwicklung und Kantenbeschädigungen deutlich reduzieren. Schutzbeschichtungen mit niedriger Auftragsmenge können die Abriebfestigkeit verbessern, ohne das Wickelverhalten wesentlich zu beeinträchtigen.
Materialaufbau und Qualitäten
Je nach Einsatz werden Feinstwellen mit unterschiedlichen Deckpapieren kombiniert. Leichte Qualitäten begünstigen enge Wickelradien, während höhere Flächengewichte die Kantenstabilität und die Druckwiedergabe unterstützen. Die Auswahl der Leime beeinflusst die Verbundfestigkeit und das Verhalten bei wechselnder Luftfeuchte. Für anspruchsvolle Druckbilder können gestrichene Deckpapiere zum Einsatz kommen, sofern die Biegesteifigkeit in der Bahn erhalten bleibt.
- Wellenart: E-, F- oder G-Welle für kleine Radien
- Deckpapiere: weiß oder natur für verschiedene Druckanforderungen
- Eigenschaften: kontrollierte Biegesteifigkeit, geringe Rückfederung, stabile Planlage
Rohpapiere und Verbunde
Als Deckschichten werden häufig Testliner oder Kraftliner verwendet, während die Wellenlage aus recycelbasierten Papieren bestehen kann. Der Verbund wird so ausgelegt, dass Rill- und Falzeigenschaften für nachgelagerte Prozesse (z. B. Perforation oder definierte Abrisskanten) erhalten bleiben. Eine gleichmäßige Feuchteverteilung im Verbund senkt das Risiko von Wellenwurf und Kantenverzug.
Technische Kennwerte und Spezifikationen
Für eine störungsarme Verarbeitung sind definierte Toleranzen und eindeutig vereinbarte Messgrößen relevant. Dazu zählen Flächengewicht, Dicke, Feuchte, Biegesteifigkeit (MD/CD), Kantenstauch- und Berstwerte, aber auch Rollengeometrien wie Außendurchmesser, Kerndurchmesser und Bahnbreite.
Besondere Bedeutung haben präzise Abmessungen und toleranzarme Maßführung im Prozess, da bereits geringe Abweichungen die Wickelqualität, die Passerhaltigkeit beim Druck und die Laufeigenschaften in Abroll- oder Spendanlagen beeinflussen können. Ergänzend sind Normbezüge und Prüfmethoden (z. B. ECT/FCT, DIN/EN/ISO-Verfahren, Cobb für Wasseraufnahme, Biegesteifigkeit nach ISO 5628) hilfreich, um Anforderungen messbar zu spezifizieren.
- Rollenparameter: gleichmäßige Wickelspannung, sauberer Wickelkantenverlauf, kerngerade Auflage
- Oberfläche: definierte Rauigkeit für Etikettenhaftung oder direkten Aufdruck
- Kantenqualität: staubarmes Slitten für saubere Laufwege
Typische Toleranzen und Maße
Je nach Anwendungspaket werden Bahnbreiten, Außendurchmesser und Kerndurchmesser (z. B. 30, 40, 50 oder 76 mm) festgelegt. Übliche Breiten- und Dickentoleranzen bewegen sich im engen Bereich, um ein konsistentes Wickel- und Laufverhalten zu gewährleisten. Eine definierte Rundheit sowie parallele Stirnflächen beugen Rattern und ungleichmäßigem Abrollen vor.
Bedruckung und Weiterverarbeitung
Die Bedruckung erfolgt überwiegend im Flexodruck. Für variable Daten und kleinere Losgrößen kommen digitale Verfahren in Betracht. Je nach Prozessschritt sind Rillen, Stanzen oder das Einbringen von Abrisslinien (Perforation) möglich, sofern dies für die spätere Nutzung der Rolle erforderlich ist. Eine präzise Bahnzugregelung und ein stabiler Registerhalt sichern reproduzierbare Druckergebnisse.
- Druck: Logos, Kennzahlen, Barcodes, Chargen- und Datumsangaben
- Konfektion: Rollenbreiten nach Bedarf, definierte Zugfestigkeit und Wickelspannung
- Nachbearbeitung: Schutzlacke oder Versiegelungen, wenn erhöhte Abriebfestigkeit gefordert ist
Druckfarben und Funktionalität
Je nach Einsatzgebiet werden wasserbasierte Farben mit schneller Trocknung und guter Abriebfestigkeit verwendet. Für Bereiche mit indirektem Kontakt zu Waren kann die Auswahl migrationsarmer Systeme sinnvoll sein. Laser- oder Nadelperforationen ermöglichen definierte Abrisse, ohne die Bahnfestigkeit im Wickelbetrieb übermäßig zu schwächen.
Lagerung, Klima und Handling
Zur Sicherung der Materialeigenschaften ist eine sachgerechte Lagerung wichtig. Empfohlen werden konstante klimatische Bedingungen mit moderater Temperatur und relativer Luftfeuchte. Rollen sollten vor dem Einsatz akklimatisiert und vor direkter Feuchte geschützt werden. Bei Transport und Lagerung verhindert eine geeignete Palettierung Druckstellen und Kantenbeschädigungen.
- Klima: konstante Bedingungen zur Minimierung von Welligkeit und Maßänderungen
- Handling: stehende oder liegende Lagerung auf geeigneten Unterlagen, Schutz vor Kantenbeschädigung
- Akklimatisierung: ausreichende Ruhezeiten vor Druck oder Konfektion
Empfohlene Praxiswerte
Bewährt haben sich Umgebungsbedingungen von etwa 20 ± 2 °C und 50 ± 5 % relativer Luftfeuchte. Rollen sollten spannungsarm gelagert und entsprechend der First-in-first-out-Logik eingesetzt werden. Schutzhauben und Kantenschoner reduzieren Staub- und Transportschäden.
Ausblick: Zukunft der Bonrollenkartons
Der Bonrollenkarton bleibt ein wichtiger Bestandteil in verschiedenen Geschäftsbereichen. Angesichts der zunehmenden Digitalisierung könnte sich allerdings der Bedarf verändern. Neue Anwendungsfelder können jedoch durch Innovationen und Weiterentwicklungen, beispielsweise in der Herstellungstechnik, geöffnet werden. Perspektivisch sind feinere Wellen, verbesserte Verleimungen und optimierte Oberflächen denkbar, um Druck- und Laufeigenschaften weiter zu stabilisieren.
Mit steigender Bedeutung datengetriebener Prozesse verlagern sich Anforderungen an Kennzeichnung, Variabilität und Prozesssicherheit. Parallel dazu rücken materialeffiziente Qualitäten, optimierte Schnittkanten und verbesserte Feuchteführung in den Fokus, um die Stabilität in automatisierten Anlagen zu erhöhen. Auch die gezielte Auswahl von Faserqualitäten und Leimsystemen kann helfen, Planlage und Abriebverhalten für den Rollenbetrieb weiter zu verbessern.
Zusammenfassung:
- Bonrollenkarton ist ein stabiles Material, das oft zur Herstellung von hochwertigen Verpackungslösungen verwendet wird.
- Als eigenständige Ausprägung innerhalb der Wellpappenprodukte bietet Bonrollenkarton eine gute Bedruckbarkeit und ein definiertes Wickelverhalten für Beleg- und Ticketanwendungen.
- Insbesondere in Bereichen, in denen die Wiederverwendung von Verpackungen eine signifikante Rolle spielt, kann der Einsatz von Bonrollenkarton zur Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz beitragen.
- Begrenzende Faktoren sind vor allem Feuchteempfindlichkeit und Oberflächenabrieb; sachgerechte Lagerung und saubere Schnittkanten reduzieren Risiken im Betrieb.
- Klare Spezifikationen zu Materialstärke, Rollenparametern und Druckanforderungen sichern gleichbleibende Qualität und eine störungsarme Weiterverarbeitung.
- Präzise Maße, enge Toleranzen und zuverlässige Prüfverfahren unterstützen die Prozessfähigkeit in Abroll-, Druck- und Spendeanlagen.
Veröffentlicht am 25.06.2025
Letzte Überarbeitung am 04.11.2025 um 14:05 Uhr von Manuel Hofacker