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Cross-Merchandising Verpackungen

In der Welt der Wellpappe-Verpackungen spielt der Begriff Cross-Merchandising eine maßgebliche Rolle. Gemeint ist eine absatzorientierte Anordnung und Verknüpfung von Produkten, die das Zusammenspiel komplementärer Artikel sichtbar macht und so zusätzliche Kaufimpulse setzt. Im Kontext von Wellpappe ist dabei nicht nur die grafische Gestaltung, sondern vor allem die konstruktive Konzeption der Packmittel entscheidend: Von der Wahl der Wellenart über Trays, Einsätze und Displays bis hin zur Druckumsetzung wirken viele Faktoren zusammen, um eine klare, verständliche und verkaufsfördernde Produkterfahrung am Point of Sale oder im Versand bereitzustellen. Ebenso wichtig sind ergonomische Öffnungsmechaniken, präzise Entnahmepfade und eine stimmige Informationshierarchie, damit die Kopplung von Haupt- und Zusatzprodukt unmittelbar verstanden wird und sich sicher handhaben lässt. Ergänzend zahlt eine konsistente Daten- und Codierungslogik auf effiziente Prozesse in Regalservice, Kommissionierung und Fulfillment ein.

Cross-Merchandising mit Kartonagen umfasst sowohl stationäre Präsentationen (z. B. Regal- und Aktionsplatzierungen, regalfertige Verpackungen) als auch versandorientierte Lösungen (Bundles, On-Pack-Lösungen, Sets im E-Commerce). Ziel ist es, sinnvolle Ergänzungen sichtbar zu machen und die Orientierung der Käuferinnen und Käufer zu verbessern, ohne die Verständlichkeit des Hauptprodukts zu beeinträchtigen. Für den E-Commerce kommen Aspekte wie Schutzwirkung, KEP-Maße, Retourenvermeidung und ein nachvollziehbares Unboxing-Erlebnis hinzu; im Handel zählen Planogramm-Konformität, schnelle Zweitplatzierung und effiziente Bestückung der Verkaufsfläche. In Versandprozessen gewinnen Volumengewicht, Verdichtung und wiederverwendbare Einsätze an Bedeutung, um Kosten, Beschädigungsrisiken und Umweltwirkung zu reduzieren.

Definition: Was versteht man unter Cross-Merchandising-Verpackungen?

Cross-Merchandising-Verpackungen sind speziell gestaltete Produktbehältnisse, die den Verkauf von artverwandten oder komplementären Artikeln fördern. Diese Art der Ausführung integriert konstruktive und grafische Elemente, die gezielt auf ergänzende Produkte verweisen oder diese direkt mit aufnehmen. Das kann über integrierte Befestigungen, Einlagen, Zweitnutzen-Komponenten oder On-Pack-Informationen geschehen. Richtig eingesetzt leistet dies einen Beitrag zur Umsatzsteigerung, verbessert die Orientierung am POS und bietet dem Verbraucher einen funktionalen Mehrwert, etwa durch Komplettlösungen „aus einer Hand“. Ergänzend wirken modulare Einsätze, die unterschiedliche Artikelvarianten aufnehmen, sowie variable Drucklösungen für saisonale oder regionale Anpassungen. Zusätzlich erhöhen barrierearme Gestaltungselemente (kontrastreiche Farben, klare Piktogramme, taktile Hinweise) die Zugänglichkeit und reduzieren Fehlbedienungen.

Abzugrenzen ist Cross-Merchandising von reinem Bundling: Während Bundles häufig nur mehrere Einheiten desselben Produkts bündeln, zielt Cross-Merchandising auf die Kombination ergänzender Warengruppen (z. B. Pflegeprodukt + Zubehör, Lebensmittel + Gewürz). In der Ausgestaltung spielen Informationsarchitektur, Lesereihenfolge, Piktogramme, Farbcodes sowie die haptische Führung über Öffnungen, Laschen oder Perforationen eine Rolle. Zusätzlich beeinflussen Sichtfenster, Griffmulden und die Anordnung von Codierungen (z. B. Barcodes) die Nutzbarkeit und die Wahrnehmung der Nutzenargumente. Rechtlich eindeutige Preis- und Mengendarstellungen sowie klar bezeichnete Zugaben vermeiden Missverständnisse und stärken die Transparenz.

  • Konstruktive Merkmale: Einsätze, Trennelemente, Sichtfenster, Aufhänger, Trays, Stecklaschen, Perforationslinien und Rillungen für geführtes Öffnen; definierte Rückhaltemechaniken für Zubehör sowie Kanten- und Flächenschutz im Versand; sinnvoll platzierte Anfasskanten und Sollbruchbereiche für kontrollierte Öffnung.
  • Grafische Merkmale: Hinweise auf ergänzende Anwendungen, reduzierte und klar positionierte Informationen, Farb- und Formkodierung zur schnellen Erfassbarkeit; konsistente Typografie und Piktogramme für eine eindeutige Leseführung; ausreichende Kontrastwerte und whitespace für hohe Lesbarkeit.
  • Funktionale Merkmale: Stapel- und Präsentationsfähigkeit, einfache Entnahme, Schutz der Einzelartikel, wirtschaftlicher Materialeinsatz; schnelle Bestückbarkeit und eindeutige Kennzeichnung für Logistik und Regalservice; Kompatibilität mit SRP/RRP-Vorgaben.
  • Prozessuale Merkmale: Reibungslose Konfektionierung, klare Prüfpunkte in der Qualitätssicherung, eindeutige Packanweisungen und Variantensteuerung für Serienfertigung und Co-Packing; medienbruchfreie Datendurchgängigkeit für Artikelstammdaten und Etikettierung.

Anwendungsbereiche von Cross-Merchandising bei Wellpappe-Verpackungen?

Cross-Merchandising-Verpackungen finden sich in zahlreichen Branchen. Im Einzelhandel (z. B. Lebensmittel, Getränke, Drogerie, Baumärkte) werden sie zur Verknüpfung ergänzender Produkte eingesetzt. Auch die Kosmetikbranche nutzt entsprechende Lösungen, etwa für Sets aus Hauptprodukt und Applikationszubehör. Im Non-Food-Bereich kommen Anwendungen in den Segmenten Elektronikzubehör, Tierbedarf, Bürobedarf oder DIY/Heimwerken vor. Bei der Gestaltung ist der Nutzungskontext entscheidend: Regal- und Aktionsplatzierungen erfordern häufig regalfertige Lösungen (SRP/RRP), während E-Commerce-Sets vorrangig auf sicheren Versand, geringes Beschädigungsrisiko und verständliches Unboxing abzielen. Saisonale Varianten (z. B. Winter- oder Weihnachtseditionen) können als zeitlich begrenzte Impulsverstärker dienen, wenn die inhaltliche Leitidee und die sichtbare Kopplung der Produkte klar herausgearbeitet sind. Für B2B-Umgebungen bieten sich modulare Kits an, die Montagezubehör, Bedienhilfen und Dokumentation in einer strukturierten Einheit zusammenführen. Omnichannel-Modelle (stationär, Versand, Abholung) profitieren von konsistenten Bauprinzipien, die sowohl Planogramme als auch KEP-Vorgaben berücksichtigen.

Beispielhafte Einsatzfälle

  • Lebensmittel: Nudelprodukt mit abgestimmter Gewürzmischung; Heißgetränk mit Probierpackung eines passenden Süßgebäcks; Frühstücksflocken mit Messbecher und Informationskarte zur Portionierung.
  • Drogerie/Kosmetik: Pflegeserie mit ergänzendem Pinsel/Aufsatz; Hauptprodukt plus Reisegröße für unterwegs; Haarfarbe mit Handschuhen und Applikationsflasche in einer geordneten Einlage.
  • Baumarkt/DIY: Werkzeug mit Verbrauchsmaterialien (Ersatzklingen, Schrauben) in einem Trage-Tray mit geordneter Entnahme; Farben-Set mit Abstreifgitter und Rollen in einer stabilen Doppelwellenkonstruktion.
  • Elektronikzubehör: Hauptgerät mit Ladekabel/Halterung in einer geschützten, leicht zu öffnenden Kartonage; Smart-Home-Komponenten inklusive Montagezubehör und Kurzanleitung in getrennten Fächern.
  • E-Commerce: Systematische Sets, die Retouren reduzieren, indem Anwendung und Zubehör klar und sicher verpackt gemeinsam ankommen; On-Pack-Zugaben zur Einführung neuer Ergänzungsartikel mit eindeutiger Kennzeichnung.
  • Tierbedarf: Hauptfutter mit Messbecher oder Probierbeutel eines Ergänzungsfutters in einer einheitlichen Sichtverpackung.
  • Bürobedarf: Aktenordner mit Registertrennblättern und Beschriftungsschild in einem platzsparenden Versandset.
  • Getränke: Mehrkomponenten-Sets wie Sirup plus Soda-Zubehör in einem stabilen Tray mit Spritzschutz und eindeutiger Entnahmereihenfolge.
  • Haushalt/Reinigung: Reinigungsmittel mit passendem Tuch oder Dosierhilfe in einer tropfsicheren, gut belüfteten Wellpapp-Einlage.

Herstellungsprozess von Cross-Merchandising-Wellpappverpackungen?

Die Produktion von Cross-Merchandising-Verpackungen aus Wellpappe folgt einem strukturierten Ablauf. Zu Beginn steht das Briefing mit Zieldefinition (ergänzende Artikel, Einsatzort, Handlinganforderungen, Schutzbedarf). Daran schließt sich die Sortiments- und Zielgruppenanalyse an, um Relevanz und Nutzen der Kombination zu verifizieren. In der Konstruktionsphase werden FEFCO-Bauarten ausgewählt oder angepasst; Einsätze, Ausstanzungen, Perforationen und Öffnungsmechaniken werden auf Stabilität, intuitive Nutzung und Materialeffizienz ausgelegt. Prototypen und Weißmuster prüfen Passform, Haptik und Entnahmelogik, bevor Druckdaten erstellt und Farb-/Materialfreigaben erfolgen. Produktionsseitig folgen Stanzwerkzeugerstellung, Druck (Flexo, Offset-Preprint oder Digitaldruck), Rillen, Stanzen, Kleben, Konfektion und gegebenenfalls Co-Packing der kombinierten Artikel. Abschließend werden die Lösungen hinsichtlich Stapelstabilität, Transportsicherheit und Regalhandhabung getestet. Ergänzende Prüfungen wie Kantenstauchwiderstand (ECT), Box Compression Test (BCT) oder Falltests spiegeln den realen Logistikstress besser wider und erhöhen die Prozesssicherheit. Digitale Freigaben (z. B. verbindliche Farbprofile, Prüfprotokolle) und klare Änderungsstände sichern die Nachverfolgbarkeit.

  1. Briefing und Zielklärung: Einsatzszenario, Schutz- und Präsentationsanforderungen, Packabläufe, Mengen; Definition von Varianten und SKU-Logik; Abgleich mit Händler- und KEP-Spezifikationen.
  2. Konstruktion: Auswahl der Wellenqualität (z. B. E-, B-, C-Welle), Optimierung von Einlegern, Trays und Sichtfenstern; Berücksichtigung von Toleranzen und Wiederverwendbarkeit der Einsätze; frühe CAD-Abstimmung mit Druck- und Stanzlayout.
  3. Prototyping und Tests: Passform, Entnahme, Kennzeichnung, Fall-/Stack-Tests im vorgesehenen Logistikprozess; Validierung der Lesereihenfolge und der Nutzerführung; Dokumentation der Ergebnisse für spätere Requalifizierung.
  4. Druck und Veredelung: Farbkontraste und Piktogramme für schnelle Orientierung; Lacke nur bei Bedarf; gezielte Flächenruhen zur Vermeidung visueller Überladung; Proof-gestützte Farbfreigabe für konsistente Reproduktionen.
  5. Konfektion und Co-Packing: Prozesssichere Befüllung, eindeutige Kennzeichnung, QS-Prüfpläne; klare Packanweisungen und Prüflose für Varianten; ergonomische Taktzeiten und Fehlteil-Prävention einplanen.
  6. Distribution: Packmuster auf Transport- und Regalvorgaben abstimmen, Ladeeinheiten definieren; Handlinghilfen und Anfasskanten für schnelle Bestückung vorsehen; Datenfelder und Barcodes so anordnen, dass Scans in Wareneingang und Regalservice zuverlässig funktionieren.

Planung von Maßen und Logistik

Für eine reibungslose Umsetzung sind Packungsmaße, Tray-Geometrien, Ladeeinheiten und Regalanforderungen frühzeitig zu harmonisieren. Dazu zählt die Abstimmung mit Handelsspezifikationen, Traglastgrenzen und den Toleranzen der verwendeten Wellenqualitäten. Weitere Orientierung bietet eine Betrachtung zu praxisgerechten Abmessungen in der Entwicklung von Packmitteln, um Packungsgrößen, Passungen und Anfasskanten konsistent zu planen. In der Praxis bewährt sich die Ausrichtung an Paletten- und Displayrastermaßen (z. B. 1/1-, 1/2- oder 1/4-Palette), an typischen KEP-Grenzmaßen sowie an internen Kommissionierprozessen, um Umverpackungen, Füllmaterial und Luftanteile zu minimieren. Berücksichtigt werden sollten zudem Volumengewicht und die Stapel- sowie Kippstabilität kompletter Ladeeinheiten.

Material- und Druckaspekte

  • Materialwahl: Ein- oder Doppelwelle je nach Schutzbedarf; Fasermix für Stabilität und Recyclingfähigkeit; optional hohe Deckenpapierfestigkeit für bessere Kantenstauchwerte; gezielte Kombination von Recycling- und Frischfasern in Kontakt- oder Sichtbereichen.
  • Druckverfahren: Flexodruck für hohe Auflagen und Wirtschaftlichkeit; Offset-Preprint für detailreiche Motive; Digitaldruck für variable Inhalte, z. B. saisonale Varianten oder Testläufe; definierte Farbprofile für konsistente Farbwiedergabe; bevorzugt wasserbasierte, migrationsarme Farben.
  • Kennzeichnung: Eindeutige Produktzuordnung, Barcodes/QR-Codes, nachvollziehbare Lesereihenfolge; klare Trennung von Pflichtangaben und Orientierungselementen; ausreichende Ruheflächen um Codes für hohe Scanraten.
  • Klebetechnik: Geeignete Klebstoffe für starke Verklebungen an Rillungen und Laschen; saubere Leimauftragszonen zur Vermeidung von Produktkontakt; Kennzeichnung von Klebepunkten zur QS-Prüfbarkeit.
  • Fenster und Barrieren: Sichtfenster nur, wenn erforderlich; Materialien bevorzugen, die eine sortenreine Trennung ermöglichen oder als Einleger lösbar sind; bei Bedarf funktionale Barrieren gegen Feuchtigkeit, Fett oder Migration.

Nachhaltigkeits- und Compliance-Aspekte

Cross-Merchandising-Lösungen sollen ressourcenschonend, recyclingfähig und gesetzeskonform sein. Für Lebensmittelkontakt gelten spezifische Vorgaben (z. B. migrationsarme Druckfarben, Barrieren falls erforderlich). Konstruktiv empfiehlt sich materialeffizientes Design ohne unnötige Veredelungen; klare Trennbarkeit unterstützt die Wiederverwertung. Transportwege, Packdichte und Rückführbarkeit sind in der Planung mitzudenken. Zudem ist der Rezyklatanteil der Wellpappe, die Minimierung von Mischmaterialien und eine eindeutige Entsorgungsanleitung zu berücksichtigen; Prüf- und Dokumentationspflichten sollten prozessfest hinterlegt sein. Aktuelle regulatorische Entwicklungen (z. B. EU-weite Verpackungsregulierung und erweiterte Herstellerverantwortung) erfordern belastbare Nachweise zu Materialherkunft, Recyclingfähigkeit und Kennzeichnung.

Vor- und Nachteile von Cross-Merchandising-Verpackungen?

Die Vorteile liegen in der sichtbaren Kopplung ergänzender Produkte, der effizienten Nutzung von Regal- und Aktionsflächen sowie in der potenziellen Erhöhung des Warenkorbwerts. Durch klare Konstruktionen und eindeutige Kennzeichnung kann eine emotionale wie funktionale Verbindung zum Hauptprodukt hergestellt werden, ohne die Orientierung zu stören. Auf der anderen Seite erhöht sich die Komplexität in Entwicklung, Konfektion und Logistik. Es besteht das Risiko von Fehlinterpretationen (Verwechslung zwischen Haupt- und Zusatzartikel), Überladung der Kommunikationsflächen oder Kannibalisierungseffekten innerhalb des Sortiments. Eine präzise Informationshierarchie, prototypische Tests und eine begrenzte Zahl fokussierter Botschaften wirken diesen Risiken entgegen. Zusätzlich sollten wirtschaftliche Kennzahlen und operative Restriktionen (Werkzeugkosten, Rüstzeiten, Co-Packing-Kapazitäten) von Beginn an eingeplant werden; Auswirkungen auf Taktzeiten und OEE sind frühzeitig zu bewerten.

  • Vorteile: Sichtbarer Zusatznutzen, bessere Orientierung, Kombination von Schutz und Präsentation, Potenzial zur Erhöhung der Reichweite verwandter Artikel; Reduktion von Fehlkäufen durch klare Zubehörführung.
  • Nachteile: Höherer Entwicklungsaufwand, Abstimmungsbedarf über Warengruppen hinweg, aufwendigere Qualitätskontrolle, mögliches Missverständnis bei überladener Gestaltung; erhöhte Variantenzahl kann die Lagerhaltung verkomplizieren.
  • Risikominderung: Zielgerichtete Reduktion der Inhalte, konsequente Tests am POS/bei Versand, eindeutige Kennzeichnung, robuste Entnahmelogik; iterative Optimierung anhand messbarer Kriterien und Feedbackschleifen.

Erfolgskontrolle

Zur Bewertung eignen sich Kennzahlen wie Beifügungsrate (Attach Rate), Abverkaufsgeschwindigkeit, Flächenleistung, Retourenquote (im Versand), Beschädigungsrate und Feedback aus Markt- oder Usability-Tests. A/B-Vergleiche unterschiedlicher Konstruktionen oder Designs liefern Hinweise auf die wirksamste Ausführung. Ergänzend können Beobachtungen am Regal, Heatmap-Analysen, Zeit-zu-Entnahme-Messungen und Kommissionierfehlerquoten herangezogen werden, um Nutzerführung, Effizienz und Robustheit zu quantifizieren. Eye-Tracking, Planogramm-Compliance-Audits und Variantenanalysen (SKU-Mix) vertiefen die Auswertung.

Typische Fehler und bewährte Vorgehensweisen?

Häufige Fehler sind eine unklare Hierarchie zwischen Haupt- und Zusatzprodukt, unzureichende Fixierung von Kleinteilen sowie zu komplexe Öffnungswege. Bewährt haben sich reduzierte, konsistente Informationsflächen, gut sichtbare Piktogramme, haptisch geführte Öffnungen und eine eindeutige Trennung von Funktionen (Schutz, Präsentation, Information). Konstruktiv empfiehlt sich, die Anzahl unterschiedlicher Einsätze gering zu halten und modulare, wiederholbare Raster zu nutzen. Ebenso zu vermeiden sind ungünstige Barcode- und QR-Code-Positionen an Kanten oder Rundungen, die die Scanbarkeit im Prozess beeinträchtigen.

Checkliste für die Entwicklung?

  • Ziel und Kontext definieren (POS, Versand, Aktionsplatzierung).
  • Artikelkombinationen verifizieren (Relevanz, Nutzen, Größe, Gewicht).
  • Wellenqualität und Bauart auswählen (Stabilität, Materialeffizienz).
  • Nutzerführung festlegen (Lesereihenfolge, Piktogramme, Griffe/Laschen).
  • Maße mit Logistik- und Regalspezifikationen harmonisieren (Ladeeinheiten, Rastermaße).
  • Prototyping und Tests durchführen (ECT/BCT, Falltest, Usability).
  • Druckdaten, Farbräume und Pflichtangaben finalisieren.
  • Konfektionierung und QS standardisieren (Arbeitsanweisungen, Prüfpunkte).
  • Erfolgskriterien definieren und Monitoring aufsetzen (KPIs, Testroutinen).
  • Compliance und Kennzeichnung prüfen (z. B. Lebensmittelkontakt, Entsorgungs- und Recyclinghinweise, EPR-Anforderungen).

Zusammenfassung?

  • Cross-Merchandising-Verpackungen ermöglichen es Unternehmen, mehrere Produkte ineinander zu integrieren, um den Verkauf zu fördern, idealerweise sind sie aus Wellpappe gefertigt, die sich durch hohe Stabilität und Flexibilität auszeichnet. Ergänzend wichtig sind eine klare Informationshierarchie, intuitive Öffnungsmechaniken und ein materialeffizientes Design.
  • Sie bieten die Möglichkeit, verwandte Artikel aus dem Sortiment gleichzeitig zu präsentieren und verleihen der Marktpräsenz Synergieeffekte, was besonders bei Wellpappe-Verpackungen, die leicht modifizierbar sind, von Vorteil ist. In der Praxis bewährt sich die Kombination aus präziser Konstruktion (Einsätze, Trays) und gut lesbarer Kennzeichnung.
  • Durch den Einsatz von Cross-Merchandising-Verpackungen können Unternehmen ihre Produktplatzausnutzung optimieren, um auf sich und ihre Marke aufmerksam zu machen, dabei spielen Verpackungen aus Wellpappe durch ihre guten Druckeigenschaften eine wichtige Rolle. Messgrößen wie Abverkaufsgeschwindigkeit, Beifügungsrate und Retourenquote helfen, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit zu beurteilen.
  • Für eine zuverlässige Umsetzung sind frühzeitige Maßplanung, logistische Abstimmung und iteratives Testen entscheidend; klare Trennbarkeit der Materialien und eine reduzierte, verständliche Informationsführung unterstützen Funktionalität und Recyclingfähigkeit.
  • Nachhaltigkeit und Compliance sind integrale Bestandteile: sortenreine Materialien, migrationsarme Farben und eindeutige Entsorgungshinweise erleichtern Rückführung und Rechtssicherheit.

Veröffentlicht am 08.05.2025
Letzte Überarbeitung am 10.06.2026 um 12:18 Uhr von Julia Kopp

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