Sofortkontakt
Wellstar-Packaging GmbH
Hubert-Weisser-Straße 2
78199 Bräunlingen
Tel. +49 (0)771 / 9294886-0
E-Mail
info@wellstar-packaging.de
Dokumentenmanagement
Das Dokumentenmanagement, wichtig für den Bereich der Wellpapp-Verpackungen, beinhaltet die systematische Organisation, Steuerung und den kontrollierten Zugriff auf Unternehmensdokumente und Informationen über ihren gesamten Lebenszyklus. Wellpapp-Verpackungen und ihre präzise Koordination benötigen eine optimierte Dokumentenarchivierung und -abwicklung, damit Lieferketten, Qualitätssicherungsprozesse und Produktivitätsziele zuverlässig erreicht werden können. Dazu gehören eine konsistente Versionsverwaltung, nachvollziehbare Freigaben, definierte Verantwortlichkeiten sowie die sichere, revisionsfeste Ablage sämtlicher Unterlagen von der Produktentwicklung bis zum Versand. Durch strukturierte Metadaten, klare Regeln zur Aufbewahrung und einheitliche Benennungen werden Dokumente schneller gefunden, Risiken reduziert und Wissenssilos vermieden. Ergänzend spielen Dokumentenlenkung, eindeutige Identifikatoren (Dokumentennummern), Barcodes oder QR-Codes auf Begleitdokumenten, mobile Zugriffsmöglichkeiten (z. B. in Produktion und Logistik) sowie die Abbildung von Gültigkeitszeiträumen und Zuständigkeiten eine zentrale Rolle. Durchdiegängige Prozessketten vom Konstruktionsentwurf bis zur Belabelung der Ladeeinheiten lassen sich dadurch stabil, transparent und auditfähig steuern.
Definition: Was versteht man unter dem Dokumentenmanagement?
Unter der Kontrolle des Dokumentenmanagements versteht man das Sammeln, Speichern, Klassifizieren, Versionieren und Wiederfinden von Dokumenten und Informationen eines Unternehmens auf effiziente und regelkonforme Weise. Die Technologien des Dokumentenmanagements erweitern die Fähigkeiten der Mitarbeiter und fördern Transparenz sowie Genauigkeit in geschäftlichen Vorgängen. Insbesondere in der Wellpapp-Verpackungsindustrie, wo verschiedene Design-, Konstruktions- und Fertigungsdokumente erforderlich sind, trägt effizientes Dokumentenmanagement dazu bei, projektbezogene Kommunikation zu verbessern und Arbeitsabläufe zu straffen. Im Kern umfasst es die Klassifizierung (z. B. nach Vorgang, Kunde, Artikel), die Indexierung mittels Schlagwörtern, Versionierung und ein Regelwerk für Prüf- und Freigabeprozesse. Ebenso relevant sind Audit-Trails, Zugriffsrechte, Berechtigungskonzepte, Check-in/Check-out-Mechanismen und die revisionssichere Archivierung im Sinne gesetzlicher Vorgaben. Ergänzende Konzepte wie elektronische Akten (eAkten), Aktenpläne und standardisierte Vorlagen sichern die Konsistenz in der täglichen Anwendung.
Abzugrenzen sind angrenzende Disziplinen: Ein DMS fokussiert den Lebenszyklus von Dokumenten, während Enterprise-Content-Management zusätzlich unstrukturierte Inhalte einbindet und Product-Lifecycle-Management produktbezogene Informationen (z. B. Konstruktionsstände) über den gesamten Lebenszyklus integriert. In der Praxis werden diese Systeme häufig über Schnittstellen mit ERP, CAD oder MES verknüpft, damit technische Unterlagen, Arbeitsanweisungen, Prüfprotokolle und Fertigungsdaten konsistent verfügbar sind. Für Zeichnungen und Stücklisten sind etwa klar dokumentierte Abmessungen in technischen Zeichnungen und Stücklisten essenziell, damit Konstruktion, Einkauf und Produktion auf identischen, freigegebenen Daten arbeiten. Darüber hinaus sichern elektronische Signaturen, definierte Rollen und Verantwortlichkeiten sowie regelbasierte Workflows die Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen.
Kernfunktionen und Prozesse im Überblick
- Erfassung und Digitalisierung: Scannen, Import aus E-Mail, OCR-Texterkennung, automatische Klassifizierung nach Dokumententyp.
- Strukturierung und Metadaten: Einheitliche Dateinamen, Indexfelder (Artikelnummer, Kunde, Auftrag), Tagging für schnelle Filter.
- Versionierung und Änderungsdienst: Nachvollziehbare Historie, Vergleich von Ständen, Sperrmechanismen und Freigaben.
- Workflow-Management: Prüf- und Freigabeprozesses, Eskalationen, Aufgabenlisten und Fristensteuerung mit definierten Zuständigkeiten.
- Zugriffs- und Rechteverwaltung: Rollenkonzepte, Protokollierung, Schutz sensibler Informationen.
- Rechtskonforme Archivierung: Revisionssicherheit, Aufbewahrungsfristen, Löschkonzepte und Audit-Trail.
- Integration: Anbindung an ERP, CAD, CAM oder MES für konsistente Stammdaten, Zeichnungen, Stücklisten und Begleitpapiere.
- Suche und Retrieval: Volltextsuche, Facettierung, gespeicherte Suchen, Trefferbewertung und Dublettenerkennung.
- Vorlagen- und Bausteinmanagement: Standardisierte Dokumentvorlagen, Textbausteine und Prüflisten zur Vereinheitlichung.
- Mobiler Zugriff: Bereitstellung relevanter Dokumente auf Endgeräten in Produktion, Lager und Versand mit Offline-Funktionalität.
- Signaturen und Freigaben: Elektronische Zeichnungsfreigaben und qualifizierte Signaturen gemäß rechtlichen Anforderungen.
Einsatzgebiete von Dokumentenmanagement-Systemen
Die Implementierung von Dokumentenmanagement-Systemen ist breit gefächert und kann auf verschiedene Geschäftsbereiche angewendet werden. Insbesondere in logistikintensiven Branchen wie der Wellpapp-Verpackungsherstellung sind sie nützlich für die Handhabung von Seefrachtmanifesten, Frachtdokumenten, Zolldeklarationen, Designzeichnungen und technischen Spezifikationen. Gut gemanagte Dokumente und Informationen bilden die Grundlage für agile Geschäftsprozesse, verbessern die Planungs- und Produktionszeiten und vermeiden Nacharbeit sowie Fehler. Hinzu kommen Anwendungsfelder wie Qualitätsmanagement (Prüfpläne, Reklamationsdossiers), Einkauf (Lieferantenfreigaben, Spezifikationsblätter), Vertrieb (Angebote, Lastenhefte), Produktion (Arbeitsanweisungen, Rüstunterlagen, Etikettenvorlagen), Logistik (Versandpapiere, Etikettenlayouts, Palettenschemen) sowie Instandhaltung (Wartungsprotokolle, Maschinenhandbücher). Auch Sicherheitsdatenblätter, Zertifikate, Materialprüfberichte, Herkunftsnachweise und gesetzlich relevante Nachweise werden zentral verwaltet. In der Druckvorstufe unterstützt das DMS die Verwaltung von Druckdaten, Farbprofilfreigaben und Abmusterungsprotokollen, wodurch Medienbrüche reduziert werden.
Typische Dokumentenkategorien
- Konstruktionsunterlagen: Zeichnungen, Layouts für Stanzwerkzeuge, Material- und Klebevorschriften.
- Fertigungsdokumente: Arbeitspläne, Checklisten, Prüfprotokolle, Maschinen-Setup-Parameter.
- Logistikunterlagen: Lieferscheine, Frachtpapiere, Verpackungsanweisungen und Etiketteninformationen.
- Qualitäts- und Compliance-Dokumente: Zertifikate, Normen, Freigaben, Änderungs- und Abweichungsberichte.
- Verpackungsspezifikationen: Datenblätter zu Wellpappsorten, BCT-/ECT-Anforderungen, Paletten- und Lagenpläne.
- Wartungs- und Sicherheitshinweise: Maschinenfreigaben, Unterweisungen, Prüfberichte zu Arbeitssicherheit.
Prozessbeispiele aus der Praxis
- Entwicklung und Freigabe: Erstellung einer Konstruktionszeichnung, Prüfung durch Qualitätssicherung, formale Freigabe, automatische Verteilung des gültigen Stands. Begleitend werden Metadaten (z. B. Artikelnummer, Bauteilvariante) gepflegt, veraltete Versionen gesperrt und Prüfergebnisse im Audit-Trail fixiert.
- Auftragserfüllung: Zugriff der Planung auf freigegebene Arbeitsanweisungen und Etiketten, Verknüpfung mit Artikel- und Auftragsdaten, lückenlose Rückverfolgbarkeit. In der Fertigung werden nur gültige Dokumente an Maschinen bereitgestellt; Änderungen werden über Lesebestätigungen nachvollziehbar kommuniziert.
- Änderungsmanagement: Anstoß einer Änderung, Bewertung der Auswirkungen, geregelter Freigabeprozess, Archivierung des Altstands mit Begründung. Stücklistenänderungen, Werkzeuganpassungen und Etikettenupdates werden synchronisiert, um Inkonsistenzen im Shopfloor zu vermeiden.
- Reklamationsfall: Schneller Zugriff auf Prüfprotokolle, Produktionsdokumente und Kommunikationshistorie zur Ursachenanalyse und Korrekturmaßnahme. Berichte werden gebündelt exportiert, um mit Kunden und Lieferanten strukturiert zu kommunizieren und Abstellmaßnahmen zu dokumentieren.
Auswirkungen auf die Wellpapp-Industrie
Die Implementierung eines Dokumentenmanagement-Systems kann zu einer Vielzahl von Vorteilen in der Wellpapp-Industrie führen. Es ermöglicht einen schnellen und sicheren Zugriff auf die notwendigen Produktinformationen, verbessert die Produktivität durch die Verringerung von Fehlern und Doppelarbeiten und bietet eine bessere Übersicht über die gesamte Dokumentationsstruktur. Darüber hinaus können schnelle Such- und Abruffunktionen zur Effizienzsteigerung und einer genaueren Planung von produktiven Ressourcen beitragen. In Fertigung und Logistik sinken Suchzeiten und Medienbrüche, der Anteil Erstfreigaben ohne Nacharbeit steigt, und Freigabezyklen werden nachvollziehbar kürzer. Gleichzeitig unterstützen konsistente Unterlagen die Einhaltung einschlägiger Normen (z. B. im Qualitätsmanagement), erleichtern Audits und reduzieren Risiken durch veraltete Arbeitsstände. Auch die termingerechte Belieferung profitiert, da Etiketten, Packvorschriften und Versandpapiere aktuell und fehlerfrei bereitgestellt werden.
Messbare Kennzahlen
- Durchschnittliche Such- und Abrufzeiten für definierte Dokumententypen.
- Dauer von Prüf- und Freigabeprozessen sowie Anzahl der Schleifen.
- Quote „First Time Right“ bei Produktionsanläufen und Änderungen.
- Anteil digital verfügbarer, aktueller Dokumente versus Altbestände.
- Anzahl von Abweichungen in Audits, verursacht durch Dokumentenfehler.
- Termintreue bei Änderungsumsetzungen gegenüber Produktionsplan.
- Dublettenquote und Anzahl unvollständiger Metadatensätze.
- Reduktionsrate von Nacharbeit, Ausschuss und Fehletikettierungen.
Vor- und Nachteile des Dokumentenmanagements
Die Nutzung eines Dokumentenmanagement-Systems bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Zu den positiven Aspekten gehören: verbesserte Effizienz durch schnellen Zugriff auf benötigte Dokumente, erhöhte Sicherheit durch digitale Speicherung und Zugriffsrechte sowie verbesserte Compliance durch genaue Dokumentenkontrolle. Daneben ermöglicht ein Dokumentenmanagementsystem auch eine bessere Zusammenarbeit, indem es die gemeinsame Nutzung von Dokumenten und Informationen erleichtert. Allerdings können die Einrichtung und Pflege des Systems zeitaufwendig sein und es kann eine angemessene Schulung für die Mitarbeiter erforderlich machen, um das volle Potenzial des Systems auszuschöpfen. Zudem ist die Qualitätssicherung der Metadaten ein kontinuierlicher Aufwand, der Governance, Verantwortlichkeiten und regelmäßige Kontrollen voraussetzt. Eine klare Roadmap für Schnittstellen, Migrations- und Bereinigungsläufe minimiert Integrationsrisiken.
- Vorteile: Einheitliche Datenbasis, weniger Doppelablagen, transparente Historie, definierte Verantwortlichkeiten, geringere Fehlerquote, Unterstützung bei Audits und Rückverfolgbarkeit.
- Nachteile: Einführungsaufwand, notwendiges Change-Management, Schnittstellen- und Migrationsprojekte, laufende Pflege von Metadaten und Regelwerken.
- Risikominimierung: Klare Governance, Schulungskonzepte, Testumgebungen und Notfallpläne reduzieren Implementierungs- und Betriebsrisiken.
Best Practices für Datenqualität und Benennungen
Hohe Datenqualität ist der Kern effizienten Dokumentenmanagements. Ein durchgängiges Benennungsschema (z. B. Präfix für Dokumententyp, Artikelnummer, Revisionsstand, Datum), kontrollierte Vokabulare für Metadaten sowie Pflichtfelder sichern die Vergleichbarkeit. Validierungsregeln verhindern unvollständige Eingaben, während regelmäßige Audits Dubletten und veraltete Stände identifizieren. Empfehlenswert sind außerdem Lesebestätigungen bei kritischen Dokumenten (z. B. Arbeitsanweisungen) und die Kennzeichnung der Gültigkeit über Version, Revisionsindex und Freigabestatus. Für Wellpapp-Verpackungen bewährt sich eine eindeutige Zuordnung zwischen Artikelstamm, Stückliste, Stanzform und Etikettenlayout, um Fehllieferungen und Verwechslungen zu vermeiden.
Technische Anforderungen und Formate
Für eine robuste Langzeitarchivierung und prozesssichere Nutzung sind geeignete Dateiformate entscheidend. Konstruktionsdaten werden häufig als PDF/A, PDF/X, DXF, DWG oder STEP abgelegt; Bilddaten als TIFF oder PNG. Druck- und Etikettendaten erfordern konsistente Farbprofile sowie eindeutig dokumentierte Druckparameter. Versionskompatibilitäten, eingebettete Schriften und standardisierte Exportprofile reduzieren Fehler bei Übergaben zwischen CAD, Prepress und Produktion. Ergänzend erleichtern checksum-basierte Integritätsprüfungen und automatische Preflight-Kontrollen die Qualitätssicherung im Dokumentenfluss.
Sicherheit, Datenschutz und Compliance
Rechtemodelle mit fein granularen Berechtigungen, Protokollierung aller Zugriffsvorgänge und Verschlüsselung sensibler Inhalte schützen vertrauliche Informationen. Gesetzliche Anforderungen (z. B. handels- und steuerrechtliche Aufbewahrungsfristen, revisionssichere Ablage) sowie Datenschutzvorgaben werden durch technische und organisatorische Maßnahmen abgedeckt. Notfallkonzepte mit regelmäßigen Backups, Wiederanlauftests und klaren Verantwortlichkeiten sichern die Verfügbarkeit. In der Praxis sind außerdem Mandantenfähigkeit, Trennung von Test- und Produktivumgebung sowie robuste Löschkonzepte (inklusive Sperrfristen) maßgeblich.
Typische Fehlerquellen und Gegenmaßnahmen
- Uneinheitliche Benennungen und fehlende Pflichtfelder → Einführung verbindlicher Namens- und Metadatenregeln.
- Manuelle Medienbrüche zwischen CAD, ERP und Shopfloor → Einsatz geprüfter Schnittstellen und automatisierter Übergaben.
- Unklare Verantwortlichkeiten für Freigaben → Rollen, Stellvertreterregelungen und SLAs definieren.
- Veraltete Dokumente im Umlauf → Automatische Sperren, Lesebestätigungen und Sichtbarkeitsregeln etablieren.
- Unzureichende Schulung → Standard-Trainings, Onboarding-Guides und regelmäßige Auffrischungen durchführen.
Zusammenfassung:
- Dokumentenmanagement ist ein zentraler Prozess im Unternehmen, der dabei hilft, Ordnung in die Flut von Informationen zu bringen. Es unterstützt die effektive Verwaltung von verpackungsrelevanten Dokumenten, wie z. B. Spezifikationen und Qualitätszertifikate der Wellpapp-Verpackungen.
- Über ein gut organisiertes Dokumentenmanagementsystem können wichtige Unterlagen wie technische Zeichnungen oder Informationsblätter zu Verpackungsmaterialien unkompliziert abgerufen, bearbeitet und weitergegeben werden. Dies führt zu einer erheblichen Zeiteinsparung in der Wellpapp-Verpackungsbranche.
- Das Dokumentenmanagement ermöglicht es, die Dokumentenhistorie der Wellpapp-Verpackungen nachzuverfolgen. Es bietet somit einen Überblick über bisherige Änderungen und trägt zur transparenten Qualitätssicherung bei.
- Durch strukturierte Metadaten, Versionierung und Freigabeworkflows sinken Suchzeiten, Fehlerquellen werden reduziert und Prozessabläufe werden stabiler.
- Die Integration in bestehende Systeme (z. B. ERP, CAD, MES) stellt sicher, dass alle Beteiligten mit konsistenten, aktuellen Informationen arbeiten.
- Ein durchdachtes Berechtigungs- und Archivkonzept stärkt Informationssicherheit, Nachvollziehbarkeit und die Einhaltung von Aufbewahrungsfristen.
- Für Wellpapp-Verpackungen schafft ein DMS Einheitlichkeit zwischen Stücklisten, Stanzwerkzeugen, Etiketten und Versandpapieren und erhöht damit die Prozesssicherheit entlang der Lieferkette.
- Messbare Kennzahlen wie Suchzeiten, Freigabedauern und Fehlerquoten unterstützen die kontinuierliche Verbesserung im Dokumentenfluss.
Veröffentlicht am 30.05.2025
Letzte Überarbeitung am 05.12.2025 um 12:53 Uhr von Sebastian Würth