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Etikettenschutz

Wenn es um den Schutz von Infoschildern geht, gewinnt der Etikettenschutz im Bereich der Wellpappenverpackungen eine entscheidende Bedeutung. Er ist ein unverzichtbarer Bestandteil, um die relevanten Informationen auf den Verpackungen unbeschädigt und lesbar zu halten, insbesondere in Lager- und Versandabteilungen. Zusätzlich trägt ein konsistenter Etikettenschutz zur Standardisierung von Kennzeichnungsprozessen bei und unterstützt die zuverlässige Datenerfassung durch Scanner entlang der gesamten Lieferkette.

Darüber hinaus unterstützt ein passender Etikettenschutz stabile Prozessabläufe: Kennzeichnungen bleiben auch bei Reibung, Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen oder längerer Lagerdauer zuverlässig erfassbar. Das betrifft sowohl Transport- und Handlingprozesse als auch die interne Nachverfolgung, Wareneingangskontrollen und rechtskonforme Kennzeichnungspflichten. Auch bei wechselnden Substraten, unterschiedlichen Linerqualitäten und variierenden Wellpappenoberflächen bietet ein abgestimmtes Schutzsystem eine gleichbleibende Lesbarkeit.

Praxisrelevant ist dabei nicht nur der Schutz der Druckfläche, sondern ebenso die dauerhafte Haftung des Etiketts auf dem Substrat (z. B. Wellpappeoberfläche) sowie die scannbare Abbildung von 1D-/2D-Codes ohne Spiegelungen oder Kontrastverlust. Zusätzlich sind die Vermeidung von Kantenablösungen (Edge-Lifting), die Resistenz gegen Abrieb auf Rollenbahnen und die Sicherstellung einer störungsfreien automatischen Etikettierung (Print-and-Apply) von Bedeutung.

Definition: Was versteht man unter dem Etikettenschutz?

Unter dem Etikettenschutz versteht man allgemein die Schritte, die ergriffen werden, um die Etiketten vor physischer Beschädigung und Umwelteinflüssen zu schützen. Im Kontext der Wellpappenverpackungen gewährleistet der Etikettenschutz, dass wichtige Informationen wie Lieferdaten, Produktdetails und Barcodes während des gesamten Versandprozesses unversehrt und gut lesbar bleiben. Dazu zählt auch die Absicherung von Gefahrhinweisen, Handlingssymbolen und Retourenlabels gegen optische Beeinträchtigungen.

Zum Etikettenschutz zählen sowohl mechanische Schutzmaßnahmen (z. B. abriebfeste Deckschichten) als auch Maßnahmen gegen klimatische Einflüsse (Feuchte, UV, Temperatur) und chemische Belastungen (Reinigungsmittel, Öle). Ergänzend spielen Klebstoffsysteme, die Oberflächenenergie der Kartonoberfläche sowie geeignete Druck- und Bandqualitäten (Thermotransfer) eine zentrale Rolle für Lesbarkeit und Haltbarkeit. Ebenso relevant sind die Oberflächenrauheit, die Staubbelastung bei der Applikation und die Wahl der Etikettenpapiere oder -folien.

Ziel ist stets, die Informationsfunktion des Etiketts während des gesamten Lebenszyklus der Versand- oder Lagerbewegung sicherzustellen: vom Anbringen über Kommissionierung und Transport bis hin zur Archivierung oder Entsorgung. Dies schließt die Einhaltung definierter Barcode-Qualitätsgrade ebenso ein wie die Möglichkeit einer zuverlässigen Rückverfolgbarkeit über Chargen- oder Seriennummern.

Arten des Etikettenschutzes

Es gibt verschiedene Methoden, um die Etiketten gegen Einflüsse zu schützen. Dazu gehört unter anderem die Verwendung von etikettenschützenden Folien und schützenden Laminaten. Darüber hinaus bieten Unternehmen Harz- und Wachs-Harz-Verbundstoffe an, die die Etiketten vor Abrieb, Feuchtigkeit und UV-Strahlung schützen. Ergänzend kommen transparente Etikettentaschen, schmutzabweisende Oberflächenbehandlungen und antistatische Ausrüstungen zum Einsatz, um Staubanzug und Reibungseffekte zu minimieren.

In der Praxis haben sich mehrere Schutzverfahren etabliert, die je nach Beanspruchung, Oberfläche und erforderlicher Haltbarkeit ausgewählt werden:

  • Transparente Abdeckfolien (selbstklebend): Kristallklare oder matte Folien, die das Etikett nachträglich abdecken. Vorteilhaft für bereits applizierte Etiketten; je nach Folienstärke guter Schutz gegen Abrieb, Spritzwasser und Staub. Varianten mit reduzierter Reflexion verbessern die Scanergebnisse bei ungünstigen Lichtwinkeln.
  • Kalt- und Heißlaminate: Laminatschichten (z. B. PP/PET), die direkt nach dem Druck aufgebracht werden und eine dauerhaft geschlossene Schutzoberfläche bieten. Wahlweise glänzend oder entspiegelnd für bessere Scanbarkeit. Bei erhöhten Temperaturen oder Chemikalienbelastungen sorgen Polyester- oder Polycarbonat-Laminate für zusätzliche Robustheit.
  • Schutzlacke/Topcoats: Transparente Lackierungen erhöhen die Kratz- und Feuchtebeständigkeit bedruckter Etikettenoberflächen; sinnvoll bei industriellen Beanspruchungen und hohen Stückzahlen. Mattierende Topcoats reduzieren Spiegelungen, während UV-stabilisierte Lacke das Ausbleichen von Druckbildern verringern.
  • Optimierte Thermotransferbänder: Wachs, Wachs/Harz oder reines Harz beeinflussen die Beständigkeit der Druckbilder. Harzqualitäten zeigen hohe Abrieb-, Chemikalien- und Temperaturresistenz; Wachs/Harz ist ein robuster Allround-Ansatz. Die Kombination mit passenden Etikettenoberflächen (z. B. beschichtetes Papier oder Synthetik) steigert die Haltbarkeit deutlich.
  • Schutzhüllen und Fensterlösungen: Mechanischer Schutz durch transparente Hüllen oder aufgebrachte Fenster, die die Kennzeichnung gegen Reibung und Feuchte abschirmen, ohne die Scanqualität zu beeinträchtigen. Sie eignen sich besonders für Mehrfachverwendungen oder wenn Dokumente beigelegt und dennoch sichtbar sein sollen.
  • Etikettentaschen/Lieferscheintaschen: Auf die Wellpappe aufgebrachte Taschen schützen Versandpapiere und Kennzeichnungen gleichzeitig und ermöglichen ein einfaches Austauschen der Inhalte, ohne Klebkraft am Karton zu verlieren.

Für die Auswahl ist die optische Qualität ausschlaggebend: Antireflex-Eigenschaften, geringer „Haze“-Wert, ausreichender Kontrast und eine glatte Oberfläche sichern die zuverlässige Erfassung von Barcodes und Data-Matrix-Codes. Ebenso bedeutsam sind definierte Ruhebereiche (Quiet Zones), korrekte Modulgrößen und ein stabiler Druckschwarzgrad, um die Verifikationsergebnisse zu gewährleisten.

Weiterführende Orientierung bietet eine übersichtliche Auswahl gängiger Verpackungen direkt ab Lager, um die Interaktion zwischen Etikettenträger, Oberflächenfinish und Schutzmaßnahme praxisnah zu beurteilen.

Materialien und Klebstoffe im Überblick

Die Wahl des Etikettenmaterials (Papier vs. Folie) und des Klebstoffs beeinflusst den Etikettenschutz erheblich. Auf rauen Wellpappenoberflächen mit hoher Porosität sind oftmals permanent haftende Acrylat- oder Kautschuksysteme vorteilhaft, da sie Unebenheiten besser ausgleichen und früh eine hohe Anfangshaftung aufbauen. Bei niedrigen Applikationstemperaturen unterstützen Kälte-Klebstoffe die sichere Anbringung ohne Kantenablösung.

Für lange Lagerzeiten und wechselnde Klimabedingungen haben sich UV-stabile Synthetikmaterialien (z. B. PE, PP, PET) mit alterungsbeständigen Klebstoffen bewährt. Bei temporären Kennzeichnungen kommen ablösbare Systeme zum Einsatz, die rückstandsfrei entfernbar sind und die Oberfläche der Wellpappe schonen. Die Oberflächenenergie der Kartonoberfläche, die Staubfreiheit und der Anpressdruck bestimmen zusätzlich, wie gut sich der Klebstoff vernetzt und dauerhafte Haftung entsteht.

Anforderungen an den Etikettenschutz

Die primären Anforderungen an den Etikettenschutz hängen von den spezifischen Bedingungen ab, unter denen die Wellpappenverpackungen gelagert und versendet werden. Insbesondere bei extremen Temperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit oder rauen Transportbedingungen muss ein effektiver Etikettenschutz gewährleistet sein. Ein guter Etikettenschutz sollte zudem auch bei Langzeitlagerung seine Funktionalität nicht verlieren. Ebenso wichtig sind eine definierte Druckqualität, ausreichend große Ruhezonen und geeignete Kontraste für stabile Scans in automatisierten Anlagen.

Folgende Einflussgrößen sind bei der Auslegung zu berücksichtigen:

  • Klimatische Belastung: Temperaturspanne (z. B. Kühlhaus/Warmlager), Kondenswasser, Luftfeuchte, UV-Einstrahlung bei Außenlagerung.
  • Mechanische Beanspruchung: Reibung auf Fördertechnik, Stapeln, Umreifen, Handhabung, Kontakt mit anderen Packstücken.
  • Chemische Einflüsse: Reinigungsmittel, Öle, Lösungsmittel, Salzsprühnebel in maritimen Transportketten.
  • Scanfähigkeit: Reflexionsverhalten der Oberfläche, ausreichender Kontrast, keine Verzerrung oder „Silbern“ der Druckfläche.
  • Haftung: Passender Klebstoff (z. B. Acrylat vs. Kautschuk) in Bezug auf Kartonoberfläche, Staubfreiheit, Andruck, Applikationstemperatur.
  • Prozessintegration: Manuelle, halb- oder vollautomatische Etikettierung; Taktzeiten, Materialwechsel, Rückverfolgbarkeit.
  • Lebensdauer: Kurzfristige Versandkennzeichnung vs. Langzeitlagerung, Archivanforderungen und Dokumentationspflichten.
  • Untergrundbeschaffenheit: Rauheit, Linerqualität (z. B. Kraftliner/Testliner), Beschichtungen oder Lackierungen, die die Klebung beeinflussen.
  • Regulatorische Vorgaben: Kennzeichnungspflichten (z. B. Symbole, Warnhinweise) müssen dauerhaft lesbar und kontrastreich umgesetzt werden.

Empfehlenswert sind Vorabtests unter praxisnahen Bedingungen (Klimakammer, Abriebtests, Tape-Tests), um die Eignung von Folien, Laminaten und Druck-/Bandqualitäten objektiv zu bewerten. Ergänzend helfen Barcode-Verifikationen und Prüfungen der Klebkraft (Peel/Shear) bei verschiedenen Temperaturen sowie Alterungstests, die Performance über den gesamten Lebenszyklus abzusichern.

Normen und Prüfmethoden

Zur Qualitätssicherung des Etikettenschutzes haben sich standardisierte Prüfungen etabliert. Für Barcodes sind Verifikationsmethoden nach ISO/IEC 15416 (lineare Codes) und ISO/IEC 15415 (2D-Codes) relevant. Sie bewerten unter anderem Kontrast, Modulation, Dekodierbarkeit und Druckdefekte. In der Praxis werden Zielgrade definiert, um eine robuste Lesbarkeit sicherzustellen.

Für die Haftung und Dauerhaftigkeit bieten sich standardisierte Klebtests (z. B. Peel- und Scherversuche) sowie Klimawechsel- und Kondenswasserprüfungen an. UV-Beständigkeit und Oberflächenveränderungen lassen sich über Bewitterungstests und optische Messungen (z. B. Trübungsgrad/Haze) beurteilen. Mit definierten Prüfplänen werden die Anforderungen an Etikettenschutz, Materialverbund und Prozessstabilität reproduzierbar überprüft.

Vor- und Nachteile des Etikettenschutzes

Zu den Vorteilen des Etikettenschutzes gehört in erster Linie die Gewährleistung der Lesbarkeit und Haltbarkeit der auf den Verpackungen angebrachten Etiketten. Sie tragen dazu bei, Fehllieferungen oder Missverständnisse zu vermeiden und erleichtern die Nachverfolgbarkeit der Sendungen. Bei Verwendung qualitativ hochwertiger Schutzmethoden kann zudem die Lebensdauer der Etiketten verlängert werden. Auch die Prozessfähigkeit in automatisierten Anlagen steigt, da konstante Scannergebnisse erreicht werden.

Weitere Pluspunkte sind reduzierte Reklamationen wegen unleserlicher Barcodes, stabile Scannergebnisse in automatisierten Anlagen sowie die Absicherung rechtlich relevanter Kennzeichnungen (z. B. sicherheitstechnische Hinweise). Auf operativer Ebene verbessern sich Prozesssicherheit und Bestandstransparenz. Darüber hinaus lassen sich durch geringere Nacharbeit und reduzierte Neudrucke indirekte Kosten vermeiden.

Allerdings erfordert der Einsatz des Etikettenschutzes auch einen zusätzlichen Aufwand bei der Herstellung der Wellpappenverpackungen und kann unter Umständen höhere Kosten verursachen. Es ist daher wichtig, dass Unternehmen die Kosten und Nutzen des Etikettenschutzes abwägen und die beste Lösung für ihre spezifischen Anforderungen wählen. Eine Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung, die Material, Prozessschritte und Ausfallrisiken einbezieht, unterstützt fundierte Entscheidungen.

Mögliche Einschränkungen sind zusätzlicher Materialeinsatz, mehr Prozessschritte und in Einzelfällen eine erschwerte Trennbarkeit bei der stofflichen Verwertung. Unpassende Schutzschichten können Spiegelungen verursachen und damit die Scannerfassbarkeit beeinträchtigen. Eine sorgfältige Abstimmung von Material, Oberfläche und Druckbild verhindert diese Effekte. Wo immer möglich, sollten lösungsmittelarme Systeme und recyclingverträgliche Komponenten bevorzugt werden.

Praxisempfehlungen für die Umsetzung

  • Oberflächenvorbereitung: Staub- und fettfreie Kartonoberflächen verbessern Klebkraft und Schutzwirkung.
  • Materialabstimmung: Druckverfahren, Etikettenmaterial, Klebstoff und Schutzschicht aufeinander abstimmen.
  • Applikationsparameter: Ausreichender Andruck, korrekte Temperaturbereiche und blasenfreie Applikation beachten.
  • Qualitätsprüfung: Abrieb-, Klima- und Klebtests vor Serieneinsatz durchführen und dokumentieren.
  • Rückbaubarkeit: Wo möglich, leicht trennbare Schutzsysteme einsetzen, um Recyclingprozesse zu unterstützen.
  • Barcode-Layout: Ausreichende Quiet Zones, passende Modulgrößen und kontrastreiche Drucke zur sicheren Datenerfassung berücksichtigen.
  • Prozessintegration: Print-and-Apply-Parameter (Drucktemperatur, Vorschub, Bandtyp) auf Material und Schutzsysteme kalibrieren.
  • Dokumentation: Prüfpläne, Freigabemuster und Verifikationsprotokolle zur Nachverfolgbarkeit hinterlegen.

Typische Anwendungsfälle

  • Kühl- und Tiefkühllogistik: Kondensierende Feuchte und niedrige Temperaturen erfordern feuchtebeständige Schutzfolien und Kälteklebstoffe.
  • Außenlagerung und Seetransport: UV- und salzhaltige Umgebungen sprechen für UV-stabile Laminate und hochbeständige Harzdrucke.
  • Automatisierte Fördertechnik: Erhöhter Abrieb durch Umlenkungen und Rollen – robuste Schutzlacke oder dickere Abdeckfolien sinnvoll.
  • Langzeitlagerung: Konstanz der Lesbarkeit über Monate, ggf. Jahre, mit alterungsstabilen Materialien sicherstellen.
  • Retouren- und Ersatzteillogistik: Häufiges Umlabeln und wiederholte Handhabung verlangen widerstandsfähige Schutzsysteme mit guter Ablösbarkeit bei temporären Etiketten.
  • Gefahrgutkennzeichnung: Dauerhaftigkeit und Klarheit von Warnsymbolen und Texten müssen auch unter rauen Bedingungen erhalten bleiben.

Zusammenfassung:

  • Unter Etikettenschutz versteht man den Schutz von Markierungen und Etiketten auf einer Verpackung, wodurch die Informationen darauf von äußeren Einflüssen wie Feuchtigkeit, Abrieb oder Licht unbeeinträchtigt bleiben.
  • Dieser Schutz ist insbesondere bei Verpackungen aus Wellpappe wichtig, da diese oft stärkeren Beanspruchungen ausgesetzt sind und die Etiketten somit einem höheren Risiko unterliegen, unleserlich zu werden oder sich abzulösen.
  • Indem man in Unternehmen auf hochwertigen Etikettenschutz setzt, sichert man nicht nur die Produktinformationen, sondern gewährleistet ebenfalls die Produktidentifikation und die Einhaltung von rechtlichen Anforderungen.
  • Die Auswahl des Schutzverfahrens richtet sich nach Beanspruchung, Umgebung, gewünschter Lebensdauer und Scananforderungen.
  • Tests unter realitätsnahen Bedingungen (Abrieb, Klima, Klebkraft) minimieren Ausfallrisiken und sichern stabile Prozesse in Lager und Versand.
  • Eine gute Balance aus Schutzwirkung, Materialeinsatz und Recyclingfähigkeit sorgt für praxisgerechte und nachhaltige Lösungen.
  • Standardisierte Verifikationen und definierte Qualitätskriterien (z. B. Barcode-Grade, Haze, Haftwerte) erleichtern die objektive Bewertung und Freigabe von Etikettenschutz-Konzepten.

Veröffentlicht am 26.07.2024
Letzte Überarbeitung am 04.09.2025 um 18:53 Uhr von Julia Kopp

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