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Formoptimierung

In der Welt der Verpackungen aus Wellpappe ist die Formoptimierung ein essenzieller Aspekt. Diese Technik erlaubt es, Verpackungen zu kreieren, die den Bedürfnissen von Waren verschiedenster Art besser entsprechen. So gelingt es, Schutz und Platz im Lager effizienter zu verbinden. Darüber hinaus erhöht eine präzise Abstimmung der Geometrie die Transportsicherheit, verbessert Palettierungsgrade und unterstützt eine prozessstabile Verarbeitung in Fertigung und Logistik. Formoptimierung umfasst sowohl die äußere Kontur als auch innere Aufnahmen, Fixierungen und das Zusammenspiel mit Ladehilfsmitteln.

Formoptimierung verfolgt das Ziel, eine stimmige Balance zwischen Schutzfunktion, Materialeinsatz und Raumausnutzung über die gesamte Lieferkette hinweg herzustellen. Dabei werden Produktgeometrie, Belastungen auf dem Transportweg, Stapelanforderungen und die Entnahme am Zielort berücksichtigt. Durch konstruktive Anpassungen lassen sich Hohlräume verringern, Packdichte erhöhen und Handhabungsschritte vereinfachen. Zugleich erleichtert ein konsistentes Packmaß die Palettierung in standardisierten Rastermaßen und die Integration in Kommissionier- und Fördersysteme. Auch klimatische Einflüsse (Feuchte, Temperatur) sowie die Laufrichtung der Wellpappe werden in der Auslegung berücksichtigt, um das Funktionsfenster über den gesamten Nutzungszeitraum sicherzustellen.

Definition: Was versteht man unter Formoptimierung?

Unter der Formoptimierung versteht man die Anpassung des Designs einer Verpackung an die Bedürfnisse der zu verpackenden Waren. Dabei geht es darum, dass die Verpackung den Raum sowohl in Bezug auf den Schutz der Ware als auch in Bezug auf den Platz, den sie im Lager einnimmt, optimal ausnutzt. Knifflige Formen und Größen von Waren können so passgenau verpackt werden. Ergänzend werden Öffnungs- und Entnahmeprozesse, Markierungen und Greifpunkte berücksichtigt, damit sich die Verpackung entlang der Prozesskette effizient und fehlerarm handhaben lässt.

Im Kern beschreibt Formoptimierung einen systematischen Gestaltungsprozess: Produktmaße, Toleranzen und empfindliche Zonen werden erfasst, anschließend wird die Falt- und Steckgeometrie der Kartonage darauf abgestimmt. Relevante Kriterien sind unter anderem Stoß- und Vibrationsdämpfung, Kanten- und Flächendrücke, Stapel- und Kippstabilität, Öffnungs- und Entnahmefreundlichkeit sowie Recyclingfähigkeit. Formoptimierung grenzt sich damit von reiner Material- oder Qualitätsoptimierung ab und fokussiert die Geometrie der Konstruktion. Digitale Methoden wie CAD mit parametrischen Abwicklungen, Nesting zur Verschnittoptimierung sowie schneller Musterbau (Plotter, Vorserienstanzen) unterstützen die iterative Auslegung.

Begriffe und Abmessungen

In der Praxis ist eine eindeutige Terminologie entscheidend: Innenmaß (IM) definiert den zur Verfügung stehenden Raum für das Packgut, Außenmaß (AM) bestimmt die Palettier- und Lagerfähigkeit, und das Nutzmaß (NM) beschreibt die tatsächlich wirksam verfügbare Fläche beziehungsweise das Volumen unter Berücksichtigung von Inlays, Stegen und Auflagen. Toleranzbereiche werden abhängig von Wellenart, Grammatur, Feuchte und Verarbeitungsschritten festgelegt und müssen entlang der gesamten Prozesskette konsistent dokumentiert werden.

Gestaltungsziele und Bewertungskriterien

  • Passgenauigkeit: Minimierung von Leervolumen, sichere Bauteilführung, Schutz empfindlicher Bereiche.
  • Stabilität: ausreichende Festigkeit gegen Druck-, Biege- und Stapellasten.
  • Handhabung: intuitives Aufrichten, ergonomische Öffnung, eindeutige Entnahmewege.
  • Prozessfähigkeit: Eignung für manuelles und automatisiertes Aufrichten, Kleben oder Falten.
  • Ressourceneinsatz: moderater Materialverbrauch, Monomaterial-Konzepte, gute Sortier- und Recyclingfähigkeit.
  • Ergonomie und Sicherheit: reduzierte Verletzungsgefahr, gut greifbare Laschen, klare Kennzeichnungen.
  • Kompatibilität: harmonisierte Maße für Palettenraster, Fördertechnik, Kommissionierung und Regalplätze.
  • Druck- und Kennzeichnungsflächen: ausreichend ebene Bereiche für Markierungen, Codes und Hinweise.

Einsatzbereiche der Formoptimierung

Formoptimierungen kommen bei vielen Arten von Verpackungen zum Einsatz. Bei der Wellpappe etwa sind die Einsatzgebiete besonders vielseitig. So kann man Formoptimierungen bei Transportverpackungen, Präsentationsverpackungen und auch Versandverpackungen finden. Durch Formoptimierung erreicht man eine perfekte Passform, was den Schutz der Ware erhöht und gleichzeitig den Bedarf an Verpackungsmaterial reduziert. Darüber hinaus ermöglicht sie eine stabile Palettenauslastung, reduziert Transportschäden und unterstützt standardisierte Abläufe im Wareneingang, in der Kommissionierung und im Versand.

Typische Anwendungsfelder reichen von E‑Commerce und Ersatzteil-Logistik über Konsumgüter bis hin zu technischen Komponenten mit komplexer Geometrie. Ebenso profitieren Sets mit mehreren Einzelteilen, die mittels Trenneinsätzen, Stegen oder Inlays fixiert werden. Bei Display- und Präsentationslösungen schafft Formoptimierung klare Konturen, definiert Sichtfenster und erleichtert das Befüllen. Auch Mehrweg- und Retourenprozesse können durch modular ausgelegte Inlays, wiederverschließbare Öffnungen und robuste Kantenführungen unterstützt werden.

Spezielle Anwendungsfälle

  • Mehrkomponenten-Verpackungen: Inlays führen Bauteile, verhindern Kontakt und reduzieren Reibung.
  • Geräteschutz: konstruktive Pufferzonen, Knautschbereiche und Auflagepunkte absorbieren Stöße.
  • Flachliegende Systeme: platzsparende Zuschnitte, die erst beim Aufrichten ihr Volumen entfalten.
  • Präsentationskonstruktionen: Sichtöffnungen, Einhänger und Einleger für geordnete Produktdarstellung.
  • Retouren- und Serviceverpackungen: robuste Verschlusslösungen und definierte Rückverpackungswege.
  • Modulare Baukastensysteme: wiederkehrende Raster und Einsätze für Variantenvielfalt bei geringen Rüstkosten.

Anwendungsbeispiele und Methoden für Formoptimierung

Zur Formoptimierung gibt es diverse Methoden. Eine Möglichkeit ist die Fertigung individueller Zuschnitte. Bei der Wellstar-Packaging GmbH werden diese Zuschnitte auf speziellen Maschinen hergestellt und anschließend zu der gewünschten Wellpappverpackungen zusammengesetzt. Sogar komplexe 3D-Formen lassen sich auf diese Weise realisieren. Zudem kann auch durch den Einsatz spezieller Formelemente innerhalb der Verpackung, wie beispielsweise Wellpappe-Polster, das Platzangebot innerhalb der Verpackung optimal genutzt werden. Ergänzend kommen Nesting-Strategien zur Reduktion des Verschnitts sowie standardisierte Steck- und Klebekonzepte für reproduzierbare Ergebnisse zum Einsatz.

Ergänzend kommen CAD-gestützte Entwürfe, Musterbau und Prüfungen zum Einsatz. Rillungen, Stanzungen, Stecklaschen, Krempelfalze, Ausnehmungen und Einsteckmechanismen ermöglichen präzise Faltungen und definierte Auflageflächen. Fixierelemente oder federnde Polster aus derselben Kartonage schaffen Schutz ohne Fremdmaterial. Der iterative Abgleich von Geometrievarianten mit Fall-, Vibrations- und Drucktests stellt sicher, dass die Zielwerte unter praxisnahen Bedingungen erreicht werden.

Konstruktive Elemente und Techniken

  • Stege und Trenneinsätze: definieren Positionen, vermeiden Bauteilkontakt.
  • Laschen- und Stecksysteme: werkzeuglose Verriegelung, schnelle Montage.
  • Knautsch- und Pufferzonen: gezielt platzierte Dämpfungsbereiche aus Wellpappe.
  • Perforationen und Öffnungshilfen: erleichtern Entnahme und reduzieren Beschädigungsrisiken.
  • Inlays und Auflagen: stützen komplexe Formen, führen Kabel, Zubehör oder Kleinteile.
  • Rillgeometrien: angepasste Rillbreiten und -tiefen für sauberes Falten ohne Faserbruch.
  • Bördel- und Krempelkanten: verstärken Kantenbereiche und verbessern die Griffstabilität.

Prozessschritte von der Idee bis zur Freigabe

  1. Anforderungsaufnahme: Geometrie des Packguts, empfindliche Bereiche, Transport- und Lagerbedingungen.
  2. Konstruktion: Variantenbildung in CAD, Falt- und Steckkonzepte, Materialauswahl (Wellenart, Grammatur).
  3. Muster und Tests: Prototyping, Fallversuche, Kantenstauch- und Stapelbelastung, Handlingtests.
  4. Iteration: Feinjustierung der Geometrie, Reduktion von Leervolumen, Verbesserung der Entnahme.
  5. Freigabe: Definition von Spezifikation, Toleranzen und Qualitätsmerkmalen für die Serie.
  6. Serienanlauf: Prozessfähigkeitsnachweis, Schulung der Montage, Dokumentation von Arbeitsanweisungen.
  7. Review im Betrieb: Monitoring von Schadenquoten, kontinuierliche Verbesserung und Anpassung an Varianten.

Kennzahlen und Nachweis der Zielerreichung

  • Volumenausnutzung: Verhältnis von Nutz- zu Außenvolumen, Reduktion von Leerräumen.
  • Packdichte und Ladefaktor: Anzahl Einheiten pro Ladehilfsmittel, Stapelbild und Stabilität.
  • Handhabungswerte: Aufrichtezeit, Fehlmontagerate, Öffnungs- und Entnahmezeit.
  • Schutzwirkung: Schadenquote, Prüfwerte aus Fall- und Drucktests.
  • Materialeffizienz: Zuschnittsfläche, Ausschussquote, Anteil Monomaterial.
  • Prozessleistung: Rüstzeiten, Durchlaufzeiten, Wiederholgenauigkeit in der Fertigung.
  • Wirtschaftlichkeit: Kosten pro Einheit, Werkzeugnutzungsgrad, Verschnittquote.

Die dokumentierten weiterführenden Informationen zu Abmessungen und Toleranzen im Verpackungsumfeld helfen, Packmaß, Innenmaß und Toleranzkorridore konsistent zu definieren und so die Formoptimierung reproduzierbar zu machen. Dabei ist es sinnvoll, Definitionen (z. B. Innenmaß, Außenmaß, Nutzmaß) in Zeichnungen eindeutig zu referenzieren und Messbedingungen wie Klima, Messpunkte und Messmittel verbindlich festzulegen.

Material- und Wellenwahl in der Formoptimierung

Die Wahl von Wellenart (z. B. E-, B-, C- oder BC-Welle), Papierqualitäten und Grammaturen beeinflusst die konstruktive Auslegung maßgeblich. Dünnere Wellen ermöglichen feinere Radien und kompaktere Faltungen, während grobere Wellen höhere Polster- und Stapelreserven bieten. Formoptimierung balanciert diese Eigenschaften, um die Zielwerte für Stoßdämpfung, Kantenstauch- und Biegefestigkeit sowie das gewünschte Faltverhalten zu erreichen. Zudem wird die Faserrichtung auf die Hauptbelastungsrichtungen abgestimmt, um Verformungen zu minimieren.

Normen, Prüfungen und Simulation

Der Nachweis der Zielerreichung stützt sich auf standardisierte Prüfungen und empirische Tests. Üblich sind Kantenstauchprüfungen (ECT), Stapeldrucktests (BCT), Flachstauchprüfungen (FCT), Fall-, Vibrations- und Kompressionsprüfungen. Ergänzend liefern digitale Simulationen (z. B. lineare und nichtlineare Analysen) Hinweise zur Belastungsverteilung, zu kritischen Faltlinien und zu potenziellen Versagensstellen. Die Kombination aus Simulation und Musterprüfung erhöht die Aussagekraft und verkürzt Entwicklungszyklen.

Typische Fehlerbilder und Gegenmaßnahmen

  • Quetschungen an Kanten: Kantenverstärkungen, Krempelungen oder zusätzliche Stützelemente einplanen.
  • Aufplatzen an Rillungen: Rillbreiten an Material und Laufrichtung anpassen, Rilllinien neu positionieren.
  • Kippinstabilität im Stapel: Grundfläche optimieren, Lastpfade schließen, Stapelbild harmonisieren.
  • Reibspuren und Mikrobewegungen: Formschlüssige Auflagen, federnde Inlays oder Antirutsch-Elemente aus Kartonage.
  • Fehlorientierung beim Packen: eindeutige Führungen, Symmetriebrüche und Markierungen zur Lageerkennung vorsehen.

Schnittstellen zu Produktion und Logistik

Formoptimierung berücksichtigt die Kompatibilität zu Rill-, Stanz-, Klebe- und Aufrichteprozessen sowie zu Fördertechnik, Regal- und Palettenrastern. Eindeutige Kennzeichnungen, ausreichend große Druck- und Etikettierflächen sowie definierte Greif- und Öffnungszonen unterstützen effiziente Abläufe. Für automatische Aufrichter, Klebestationen und Kommissioniersysteme sind enge Toleranzen und stabile Verriegelungsmechanismen entscheidend.

Wirtschaftlichkeit und Skalierbarkeit

Kosten und Nutzen werden entlang der Lebenszyklusphasen bewertet: Entwicklung (Werkzeuge, Muster), Produktion (Rüst- und Taktzeiten, Verschnitt), Logistik (Volumen, Stapelstabilität) und Nutzung (Schadenquote, Rücklaufprozesse). Formoptimierung zeigt ihren Mehrwert insbesondere dort, wo hohe Stückzahlen, empfindliche Güter oder komplexe Teilevielfalt auf standardisierte Prozessabläufe treffen.

Vor- und Nachteile der Formoptimierung

Zu den Vorteilen der Formoptimierung zählt insbesondere, dass Verpackungen effizienter gestaltet werden können. Waren aller Art finden in optimal gestalteten Behältnissen den bestmöglichen Schutz. Zudem lässt sich der Platz im Lager besser nutzen, da auf unnötige „Luft“ in den Verpackungen verzichtet werden kann. Gleichzeitig lässt sich auf diese Weise Material einsparen, was sowohl aus ökonomischer als auch aus ökologischer Sicht von Vorteil ist. Allerdings sind Formoptimierungen aufwendiger und damit auch kostspieliger als standardisierte Verpackungslösungen. Wird jedoch großer Wert auf passgenaue und effiziente Verpackungen gelegt, so lohnt sich der zusätzliche Aufwand. Ergänzend ist bei kleinen Losgrößen die Kostenstruktur sorgfältig zu bewerten, da Werkzeug- und Rüstaufwände stärker ins Gewicht fallen können.

  • Vorteile: geringere Leerräume, niedrigere Transportschäden, bessere Ladeeinheitenbildung, weniger Materialverbrauch, klar definierte Entnahme und sicherere Prozesse, verbesserte Prozessstabilität in automatisierten Abläufen.
  • Herausforderungen: höhere Konstruktions- und Rüstaufwände, mögliche Werkzeugkosten (Stanze), Abhängigkeit von Losgrößen und Prozessfähigkeiten in der Fertigung, erhöhter Bedarf an Datenqualität und Toleranzmanagement.

Zusammenfassung:

  • Die Formoptimierung ist eine Gewährleistung dafür, dass Verpackungen aus Wellpappe bestmöglich gestaltet sind, um eine effiziente Ausnutzung des verfügbaren Platzes zu ermöglichen und gleichzeitig die Sicherheit des Inhalts zu maximieren.
  • Durch Formoptimierung erreicht man eine beträchtliche Reduzierung des Materialverbrauchs, was zu kosteneffizienten Lösungen für Unternehmen führt, die Wellpappenverpackungen nutzen.
  • Zudem ermöglicht die Formoptimierung eine Erweiterung der Designmöglichkeiten und die Erschaffung attraktiver Verpackungen, was einen zusätzlichen Marketingwert für Produkte bietet.
  • Der methodische Prozess umfasst Anforderungsaufnahme, Konstruktion, Musterbau, Prüfungen und die Festlegung belastbarer Spezifikationen.
  • Messgrößen wie Volumenausnutzung, Ladefaktor, Schadenquote und Aufrichtezeit belegen die Zielerreichung und unterstützen die kontinuierliche Verbesserung.
  • Klar definierte Abmessungen, Toleranzen und Prüfbedingungen sichern die Reproduzierbarkeit und die belastbare Serienumsetzung.

Veröffentlicht am 17.06.2025
Letzte Überarbeitung am 02.12.2025 um 12:55 Uhr von Julia Kopp

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