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Frischhalteverpackung

Im stetig fortschreitenden Verpackungssektor spielt Wellpappe eine zentrale Rolle. Besonders bei Frischhalteverpackungen, die Nahrungsmittel zuverlässig vor Umwelteinflüssen schützen und ihre Qualität möglichst lange bewahren, kommen derartige Lösungen zunehmend zum Einsatz. Entscheidende Kriterien sind Schutzwirkung, Materialeffizienz, Recyclingfähigkeit und eine anwendungsorientierte Konstruktion, die sich an Produkt, Prozess und Lieferkette orientiert. Ergänzend gewinnen Aspekte wie hygienegerechte Oberflächen, eindeutige Kennzeichnung und stabile Performance unter wechselnden Klimabedingungen an Bedeutung, um konstante Produktqualität bis zum Point of Sale zu sichern.

Definition: Was versteht man unter Frischhalteverpackungen?

Unter Frischhalteverpackungen versteht man spezielle Verpackungsarten, die dazu dienen, Lebensmittel länger haltbar zu machen und deren sensorische Eigenschaften zu bewahren. Sie schützen vor Luftsauerstoff, Feuchtigkeit, Licht, mechanischen Belastungen sowie Verunreinigungen. Häufig werden sie für Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Käse genutzt. Eine hohe Bedeutung kommt ihnen aufgrund ihrer Recyclingfähigkeit und der Möglichkeit eines rohstoffschonenden Kreislaufs im umweltbewussten Verpackungsmanagement zu. Im Kontext faserbasierter Lösungen übernimmt Wellpappe dabei vor allem Aufgaben der Stabilisierung, Klimaführung und Kennzeichnung der verpackten Einheiten.

  • Schutzziele: Verzögerung von Verderb, Erhalt von Frische, Minimierung von Bruch und Druckstellen.
  • Barriere- und Klimasteuerung: Kontrolle von Luftaustausch und Feuchtemanagement zur Reduktion von Kondensation und Austrocknung.
  • Prozess- und Transportfähigkeit: Stapelbarkeit, Passgenauigkeit und Kennzeichnung für eine sichere Handhabung entlang der Lieferkette.
  • Nachhaltigkeit: Nutzung faserbasierter Rohstoffe, hohe stoffliche Verwertbarkeit und effiziente Materialeinsätze.

Begriffsabgrenzung und Einsatzbereiche

Frischhalteverpackungen aus Wellpappe fungieren häufig als Sekundär- oder Tertiärverpackung, die primärverpackte Frischwaren in Trays, Kisten oder Umkartons bündelt. Sie unterstützen die Atmungsaktivität bei Obst und Gemüse, sichern die Formstabilität empfindlicher Produkte und gewährleisten eine klare Sicht- und Scanfähigkeit für Kennzeichnungen. In Kühlketten werden sie so ausgelegt, dass Feuchteeintrag und Temperaturwechsel die Tragfähigkeit möglichst wenig beeinflussen.

Entwicklung von Frischhalteverpackungen aus Wellpappe

Die Nutzung von Wellpappe als Material für Frischhalteverpackungen hat in den letzten Jahren zugenommen. Treiber sind der Wunsch nach Ressourcenschonung, klare Recyclingpfade und die Reduktion von Verbundmaterialien. Wellpappe ist zu 100% recycelbar und bietet durch ihren wellenförmigen Aufbau hohe Schutzfunktionen bei geringem Gewicht. Sie ist stabil, leicht und vielseitig bedruckbar, wodurch Informationen zur Warenkennzeichnung und Rückverfolgbarkeit präzise abgebildet werden.

Parallel haben sich Konstruktionsprinzipien und Oberflächenbehandlungen weiterentwickelt. Optimierte Wellenkombinationen, robuste Kantenstauchwerte und bedarfsgerechte Feuchtebeständigkeit unterstützen die Einhaltung der Kühlkette. Hygieneaspekte (saubere Oberflächen, migrationsarme Druckfarben auf Wasserbasis) und standardisierte Qualitäten tragen dazu bei, Frischeanforderungen besser zu erfüllen. Ergänzend kommen gezielte Materialqualitäten zum Einsatz, die bei erhöhter Luftfeuchte möglichst konstante Festigkeiten bereitstellen.

  • Trend zur Monomaterialität: Reduktion komplexer Verbünde zugunsten gut recycelbarer Faserlösungen.
  • Gewichtsreduktion: Materialoptimierungen bei gleichbleibender Schutzfunktion durch angepasste Wellen- und Liner-Kombinationen.
  • Prozessintegration: Zuschnitt- und Faltkonzepte zur schnellen Konfektionierung, kompatibel mit automatisierten Abpackprozessen.

Materialqualitäten und Feuchtemanagement

Für gekühlte Lieferketten werden Papiere mit geeigneter Leimung und definierter Wasseraufnahme eingesetzt. In Kombination mit passenden Wellenprofilen (z. B. E-, B-, C- oder Doppelwellen) lassen sich Druckfestigkeit und Dämpfungsverhalten auf das jeweilige Produkt abstimmen. Oberflächenveredelungen und wasserbasierte Schutzlacke können die Beständigkeit gegenüber kurzzeitigem Feuchtekontakt unterstützen, ohne die stoffliche Verwertbarkeit zu beeinträchtigen.

Funktionsweise und Vorteile der Frischhalteverpackung aus Wellpappe

Wellpappe zeigt durch ihre spezielle Struktur eine wirksame thermische Dämpfung: Zwischenräume in der Welle wirken als Luftpolster und reduzieren Wärmeeinträge von außen. Das hilft, Temperaturspitzen abzufangen und Kälteverluste während kurzer Umschlagvorgänge zu begrenzen. In Kombination mit einer stabilen Geometrie schützt das Material den Inhalt vor Druck, Stößen und Vibrationen.

Zudem bietet die Frischhalteverpackung aus Wellpappe weitere nutzenswerte Vorteile. Sie ist leicht, robust und gut zu stapeln, was Lagerung und Transport vereinfacht. Passende Öffnungen und Klimafunktionen können den Feuchtehaushalt unterstützen und Kondensation an der Produktoberfläche reduzieren. Hinzu kommt, dass Frischhalteverpackungen aus Wellpappe vollständig recycelbar sind und damit einen Beitrag zu geschlossenen Materialkreisläufen leisten. Ergänzend ermöglichen klare Sicht- und Scanzonen eine sichere Identifikation entlang der Wertschöpfungskette.

Thermische und mechanische Schutzwirkung

Die Kombination aus Wellenprofil (z. B. E-, B- oder C-Welle) und Deckschichten sorgt für gezielten Puffer gegenüber mechanischer Beanspruchung. Richtig dimensionierte Konstruktionen erhalten die Druckfestigkeit auch bei höherer Luftfeuchte, was für gekühlte Lieferketten relevant ist. Gleichzeitig können Belüftungsöffnungen den Luftaustausch begünstigen, um Wärmestaus zu vermeiden. Je nach Produktmasse, Stapelhöhe und Lagerdauer lässt sich die Kartonage so auslegen, dass eine angemessene Kanten- und Flächenstabilität über den gesamten Transportweg erhalten bleibt.

Klimaführung und mikrobiologische Aspekte

Eine abgestimmte Klimaführung hilft, Feuchteakkumulation zu reduzieren und dadurch mikrobielles Wachstum an der Produktoberfläche zu erschweren. Luftschlitze und definierte Öffnungsgeometrien unterstützen den konvektiven Austausch, während geschlossene Zonen eine ungewollte Austrocknung empfindlicher Lebensmittel vermeiden. So wird das Gleichgewicht zwischen Luftzirkulation und Feuchteerhalt produktbezogen justiert.

Konstruktive Merkmale

Zu den typischen Gestaltungselementen zählen Luftschlitze, Grifföffnungen, Einstecklaschen und Verriegelungen. Dadurch lässt sich der Luft- und Feuchtetransport steuern sowie die Handhabung im Kommissionierprozess verbessern. Details zur gezielten Perforation für Luftaustausch und Entfeuchtung sind insbesondere bei Frischwaren mit Atmungsaktivität von Bedeutung.

  • Vorteile im Überblick: Geringes Eigengewicht, gute Schutzwirkung, einfache Stapelbarkeit, variable Kennzeichnung, stoffliche Verwertbarkeit.
  • Prozessnutzen: Schnelles Aufrichten, effiziente Palettierung, klare Sicht- und Scanzonen für Etiketten und Codes.

Lebensmittelsicherheit und Konformität

Bei Anwendungen mit Lebensmittelkontakt sind migrationsarme Druckfarben und geeignete Hilfsstoffe wesentlich. Herstellungsprozesse folgen etablierten Qualitäts- und Hygieneregeln, um Kontaminationen zu vermeiden. Ergänzend unterstützen eindeutige Chargenkennzeichnungen die Rückverfolgbarkeit und damit die Prozesssicherheit in der Lieferkette.

Vor- und Nachteile von Frischhalteverpackungen

Ein großer Vorteil von Frischhalteverpackungen aus Wellpappe liegt in ihrer Umweltfreundlichkeit. Durch die hohe stoffliche Verwertbarkeit können Fasern in den Kreislauf zurückgeführt werden. Zudem sind sie leicht und stabil, was den Transport effizient macht und die Emissionsbilanz positiv beeinflussen kann. Dem stehen Anforderungen an Luftzirkulation und Feuchtigkeitsregulation gegenüber, die je nach Lebensmittelgruppe gezielt gelöst werden müssen. Neue technologische Entwicklungen adressieren diese Aspekte mit optimierten Fasermischungen, oberflächenmodifizierten Papieren und konstruktiven Klimafunktionen. In der Praxis ist eine sorgfältige Auslegung notwendig, um Kondensation, Materialweichung oder Produktdeformation zu vermeiden.

  • Stärken: Recycelbarkeit, Materialeffizienz, anpassbare Konstruktionen, geeignete Schutzwirkung für viele Frischwaren.
  • Herausforderungen: Begrenzte Barriere gegenüber freier Feuchte ohne zusätzliche Maßnahmen, Kondensationsrisiko bei starken Temperaturwechseln, bedarfsgerechte Luftführung erforderlich.
  • Lösungsansätze: Belüftungsöffnungen, feuchtebeständige Papiere, abgestimmte Lager- und Transportbedingungen, klare Kennzeichnung für die Kühlkette.

Frischhalteverpackungen im Einsatz

In der Praxis finden Frischhalteverpackungen aus Wellpappe vielfältige Anwendung. Ob in der Lebensmittelindustrie, im Handel oder im privaten Haushalt – sie sind häufig anzutreffen. Vor allem bei Frischprodukten wie Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch und Käse werden sie in größerem Maßstab eingesetzt. Dabei sind eine passende Luftführung, ein verlässlicher Stoßschutz und prozesssichere Handhabung wichtig, um Qualität über Lagerung, Transport und Verkauf zu erhalten.

  • Obst und Gemüse: Belüftete Trays und Kisten zur Steuerung des Feuchte- und Wärmehaushalts sowie zur Minimierung von Druckstellen.
  • Fleisch und Fisch: Stabile Umverpackungen für die gekühlte Logistik mit zuverlässiger Stapelstabilität und klarer Produktkennzeichnung.
  • Käse und Feinkost: Mechanischer Schutz für verpackte Einheiten, Erhalt der Formstabilität und Übersichtlichkeit im Regal.

Weitere Beispiele betreffen Mischverpackungen für Obstsortimente, modulare Trays für unterschiedliche Produktgrößen und transportoptimierte Einheiten für zeitkritische Lieferketten. In Cross-Docking-Prozessen unterstützen gut greifbare Öffnungen die schnelle Kommissionierung, während stapelstabile Konstruktionen die Flächennutzung im Kühlraum verbessern.

Maße, Toleranzen und Packdichte

Für eine stabile und ressourceneffiziente Auslegung sind passende Abmessungen, definierte Toleranzen und eine zur Ware passende Packdichte maßgeblich. Eine zu enge Passung kann Druckstellen begünstigen, eine zu lose Passung fördert Bewegung und mögliche Beschädigungen. Die Dimensionierung berücksichtigt Produktgeometrie, Einheitenbildung (z. B. Lagenanzahl, Zwischenlagen) und die angestrebte Palettierung.

  • Abstimmung der Innenabmessungen auf Produkthöhen, Längen und Breiten
  • Berücksichtigung von Fertigungstoleranzen der Zuschnitte und Rillungen
  • Auslegung der Stapelhöhe in Abhängigkeit von Kantenstauchwert und Lagerdauer
  • Optimierung der Packdichte zur Balance aus Schutz, Belüftung und Materialeinsatz

Qualitätsprüfung und Kennzahlen

Zur Beurteilung der Eignung werden mechanische Kennwerte und klimabezogene Prüfungen herangezogen. Relevante Größen sind unter anderem Kantenstauchwiderstand, Biege- und Durchstoßfestigkeit sowie Verhalten unter definierter Luftfeuchte. Ergänzend werden Aufricht- und Verschlussprozesse getestet, um die Prozessfähigkeit in automatisierten Anlagen sicherzustellen.

  • Kantenstauchwiderstand und Druckfestigkeit für Stapelbelastungen
  • Durchstoß- und Reißfestigkeit für punktuelle Beanspruchungen
  • Klimatests zur Bewertung der Performance bei Feuchte- und Temperaturwechseln
  • Druckbild- und Lesbarkeitsprüfungen für Etiketten, Codes und Kennzeichnungen

Logistik, Lagerung und Handhabung

Eine effiziente Handhabung setzt kompatible Maße, griffgünstige Öffnungen und klare Kennzeichnungen voraus. In der Lagerung ist auf trockene Bedingungen und geeignete Unterlagen zu achten, um direkten Feuchtekontakt zu vermeiden. Für den Transport werden Palettenmuster so ausgelegt, dass die Lastverteilung gleichmäßig erfolgt und Luftkanäle für die Kühlung erhalten bleiben.

  • Standardisierte Palettierung mit stabilen Lagenbildern
  • Sicheres Umreifen oder Stretchwickeln ohne Deformation
  • Temperaturgeführte Umschlagsprozesse mit kurzen Standzeiten
  • Vermeidung von Punktlasten durch geeignete Zwischenlagen

Kreislaufwirtschaft und Entsorgung

Frischhalteverpackungen aus Wellpappe lassen sich nach der Nutzung dem Altpapierkreislauf zuführen. Monomaterial-Designs erleichtern die Sortierung und erhöhen die Quote stofflicher Verwertung. Kennzeichnungen und klare Trennhinweise unterstützen die korrekte Entsorgung, während materialeffiziente Konstruktionen den Rohstoffeinsatz pro Transporteinheit reduzieren.

Zusammenfassung:

  • Frischhalteverpackungen tragen dazu bei, die Haltbarkeit und Qualität von Lebensmitteln zu verlängern, indem sie Schutz vor äußeren Einflüssen bieten.
  • Es gibt eine Vielzahl an Frischhalteverpackungen, unter anderem auch aus Wellpappe, welche aufgrund ihrer Stabilität und Umweltfreundlichkeit besonders für Unternehmen attraktiv sind.
  • Frischhalteverpackungen aus Wellpappe können individuell gestaltet werden, was sowohl funktionale als auch ästhetische Vorteile bietet, und dadurch den Produkten ein attraktives Erscheinungsbild verleiht.
  • Eine geeignete Luft- und Feuchtesteuerung, abgestimmt auf das jeweilige Lebensmittel, ist entscheidend für die Frischeerhaltung.
  • Entwicklungen bei Materialqualitäten und Konstruktionen unterstützen Prozesssicherheit, Recyclingfähigkeit und konstante Produktqualität.

Durch die Kombination aus angepasster Konstruktion, geeigneten Materialqualitäten und sorgfältiger Prozessführung leisten Frischhalteverpackungen aus Wellpappe einen strukturierten Beitrag zur Produktsicherheit, zur Materialeffizienz und zu funktionierenden Kreisläufen entlang der gesamten Lieferkette.

Veröffentlicht am 10.07.2024
Letzte Überarbeitung am 01.09.2025 um 18:36 Uhr von Manuel Hofacker

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