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Gefriergutverpackung

Beim sicheren Transport von Lebensmitteln, die bei Minustemperaturen gelagert und transportiert werden müssen, spielt die richtige Verpackung eine bedeutende Rolle. Insbesondere wenn es um Wellpappe geht, sind spezielle Anforderungen zu berücksichtigen: stabile Konstruktionen, zuverlässige Isolierung, Feuchtigkeitsmanagement und eine robuste Performance über die gesamte Kühlkette hinweg. Hier setzt das Konzept der Gefriergutverpackung an. Dieses Verpackungsprinzip hat sich in der Industrie etabliert und hat für Unternehmen, die Frischwaren und Tiefkühlprodukte versenden, eine hohe Relevanz. Dazu zählen unter anderem die Kontrolle von Kondensat, die Vermeidung von Kältebrücken und die Sicherung der mechanischen Festigkeit bei niedrigen Temperaturen. Ergänzend sind definierte Temperaturfenster, ein angepasstes Verpackungsdesign sowie eine sorgfältige Validierung entlang realistischer Transportprofile entscheidend, um Produktsicherheit und Konformität zu gewährleisten.

Definition: Was versteht man unter Gefriergutverpackung?

Eine Gefriergutverpackung ist speziell dafür vorgesehen, Lebensmittel oder andere Produkte, die gekühlt oder gefroren transportiert und gelagert werden müssen, zu schützen. Sie soll die Temperatur im Inneren der Verpackung möglichst konstant halten, um die Qualität des Inhalts zu gewährleisten. Wellpappe ist als Material deshalb besonders geeignet, weil sie einerseits isolierende Eigenschaften besitzt und andererseits die mechanische Festigkeit für den Transport bietet. Durch das Design und die Struktur der Wellpappe können die Effizienz und Sicherheit der Kühlkette erhöht werden. Häufig kommen mehrlagige Aufbauten (z. B. Doppel- oder Tripelwelle), passgenaue Einlagen sowie kombinierte Lösungen mit zusätzlichen Isoliermaterialien wie Zellstoff- oder Papierwaben zum Einsatz. Eine Gefriergutverpackung umfasst dabei in der Praxis die Außenverpackung, thermische Komponenten (Kühlelemente) sowie ggf. Barriere- und Polsterelemente als Gesamtsystem. Neben der geometrischen Auslegung spielen thermische Kenngrößen (z. B. Wärmeleitfähigkeit λ, Wärmedurchgangskoeffizient U) und materialbedingte Feuchtewechselwirkungen eine Rolle, um den Wärmeeintrag kontrolliert zu begrenzen.

Einsatzbereiche und Branchen für Gefriergutverpackungen

Das Anwendungsspektrum von Gefriergutverpackungen ist breit gefächert. Hauptsächlich kommen sie in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz, wo sie zum Beispiel für den Transport von Tiefkühlkost, Fleisch, Fisch, Backwaren, Eiscreme oder Molkereiprodukten genutzt werden. Auch im Online-Lebensmittelhandel und bei Direktlieferungen an Endverbraucher spielen sie eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus werden diese Lösungen in anderen Industriezweigen wie der Pharmabranche verwendet, in der strenge Anforderungen an die Kühlkette gelten (etwa für diagnostische Proben oder temperaturempfindliche Reagenzien). Isolierboxen aus Wellpappe sind eine gängige Form von Gefriergutverpackungen und lassen sich durch passende Einsätze, Separatoren und Kühlmittel an das Produkt und die Transportdauer anpassen. Zusätzlich finden sie Anwendung in Gastronomie, Catering und im Probenversand von Laboren, wo eine verlässliche Temperaturführung und ein sicherer Umgang mit Feuchte und Kondensat gefordert sind.

Herstellungsprozess und Materialien der Gefriergutverpackung

Die Herstellung von Gefriergutverpackungen erfordert ein spezifisches Know-how. Die Wellpappe wird zuerst in die gewünschte Form gebracht und dann mit Isolationsmaterial versehen. Hierbei kommen oft Fasern oder Folien zum Einsatz, die die kühlende Wirkung unterstützen. Anschließend werden die Verpackungen verschlossen und für den Transport vorbereitet. Es ist essenziell, dass die Isolationseigenschaften und die Dichtigkeit der Verpackungen während des gesamten Prozesses erhalten bleiben. In der Praxis werden nassfeste Papiere, feuchtigkeitsresistente Klebstoffe und gegebenenfalls Barriere-Schichten genutzt, um die Aufnahme von Kondenswasser zu begrenzen. Relevante Kennwerte sind unter anderem ECT (Kantenstauchwiderstand), BCT (Stapelstauchwiderstand) sowie Wasseraufnahme (z. B. Cobb-Test). Qualitätsprüfungen umfassen häufig thermische Leistungstests unter realistischen Profilen, Dichtigkeits- und Fallprüfungen.

Vor- und Nachteile von Gefriergutverpackungen

Gefriergutverpackungen bieten zahlreiche Vorteile. Durch ihre gute Isolationswirkung wird die Kühlkette nicht unterbrochen, wodurch die Qualität der Produkte erhalten bleibt. Sie sind leicht und flexibel in ihrer Formgebung, was den Transport erleichtert. Zudem ist Wellpappe ein nachhaltiges Material, das leicht recycelbar ist.

Es gibt jedoch auch Nachteile. So kann die Herstellung von Gefriergutverpackungen aus Wellpappe zeit- und kostenintensiv sein. Zudem besteht bei nicht fachgerechter Lagerung und Handhabung die Gefahr, dass die Isolationswirkung und somit der Schutz für das Produkt verloren geht. Daher ist es von großer Wichtigkeit, die Verpackungen korrekt zu lagern und zu handhaben. Auch sollten Konstruktionen so ausgelegt werden, dass Feuchtigkeitseintrag und Kondensat kontrolliert werden und die Tragfähigkeit unter Kältebedingungen erhalten bleibt.

Anforderungen an Gefriergutverpackungen

Temperaturmanagement: Die Verpackung soll den vorgesehenen Temperaturbereich (z. B. ≤ −18 °C für Tiefkühlware) über die geplante Transportzeit abbilden. Kühlprofile (Außentemperaturverläufe) und Transportdauer sind maßgeblich für die Auslegung.

Mechanische Stabilität: Ausreichende Festigkeit gegen Druck-, Stoß- und Vibrationsbelastungen, insbesondere bei niedrigen Temperaturen, in denen Materialien spröder reagieren können.

Feuchtigkeits- und Kondensatmanagement: Konstruktionen und Materialien, die Kondenswasser abführen oder von kritischen Zonen fernhalten, sowie begrenzte Wasseraufnahme der Außenlagen.

Lebensmittelhygiene: Geeignete Materialien für den indirekten Lebensmittelkontakt und saubere Verarbeitungsprozesse, damit keine Kontaminationen entstehen.

Konstruktionsprinzipien und Designdetails

Wellenarten und Lagenaufbau: Je nach Anforderung werden E-, B-, BC- oder EB-Wellen eingesetzt. Mehrlagige Kombinationen verbessern den Isoliereffekt und erhöhen die Biege- und Stapelfestigkeit.

Vermeidung von Kältebrücken: Passgenaue Einsätze, doppelte Wandungen und thermisch entkoppelte Auflagen reduzieren Wärmeleitpfade. Öffnungen und Fugen sind so zu gestalten, dass ein möglichst dichter Abschluss entsteht.

Verschlüsse und Klebungen: Klebebänder und Schmelzklebstoffe müssen bei niedrigen Temperaturen zuverlässig haften. Mechanische Verschlusslaschen können ergänzend eingesetzt werden, um die Dichtigkeit zu erhöhen.

Polsterung und Stabilisierung: Produktseitige Auflagen, Abstandshalter und Polsterelemente verhindern direkten Kontakt mit Außenwänden, mindern Stoßbelastungen und unterstützen eine gleichmäßige Kälteverteilung. Nützliche Hinweise zur Auswahl passender Füll- und Polstersysteme für gekühlte Sendungen erleichtern die anforderungsgerechte Auslegung.

Kühlmittel und thermische Komponenten

Gelpacks und eutektische Akkus: Für Kühl- und Tiefkühlbereiche mit definiertem Phasenwechselpunkt geeignet. Dimensionierung richtet sich nach Wärmeeintrag, Produktmasse und Transportzeit.

Trockeneis: Für sehr niedrige Temperaturen einsetzbar. Es ist auf ausreichende Entlüftung und sichere Handhabung zu achten. Materialverträglichkeit der Innenausstattung beachten.

Positionierung: Kühlmittel oberhalb des Produkts unterstützt konvektiven Kälteeintrag; seitliche und bodenseitige Anordnung verbessert die Gleichmäßigkeit. Abstandshalter verhindern direkten Kontakt und lokale Unterkühlung.

Lagerung, Handling und Logistik

Vorakklimatisierung: Kartonagen sollten vor dem Einsatz trocken und bei moderaten Bedingungen gelagert werden. Eine definierte Vorakklimatisierung reduziert Dimensionsänderungen und minimiert Feuchteaufnahme.

Abmessungen und Packungsdichte: Passgenaue Abmessungen verringern Hohlräume und verbessern die thermische Leistung. Überfüllung ist zu vermeiden, da sie die Dichtigkeit und Stabilität beeinträchtigen kann.

Palettierung und Transport: Gleichmäßige Lastverteilung, stabile Stapelecken und eine geeignete Sicherung reduzieren Transportschäden. Ein Feuchteschutz (z. B. Hauben, Deckblätter) kann die Außenverpackung vor Tauwasser schützen.

Qualitätssicherung und Kennzeichnung

Thermische Validierung: Prüfungen entlang realistischer Temperaturprofile belegen die Dauer bis zur Grenztemperatur. Datenlogger und Temperaturindikatoren unterstützen die Dokumentation.

Mechanische Tests: Fall-, Schüttel- und Stapelprüfungen belegen die Robustheit. Prüfparameter werden an Produkt, Versandweg und Lagerdauer angepasst.

Kennzeichnung und Hinweise: Eindeutige Markierungen zu Lager- und Temperaturbereichen, Orientierungspfeile und Handlingsymbole erleichtern die korrekte Handhabung und reduzieren Fehlerquellen.

Praxisbeispiele und typische Stolpersteine

  • Beispiel Tiefkühlkost: Doppelwellige Außenhülle, innenliegende Isolierauskleidung, Gelpacks oberhalb und seitlich des Produkts, getrennt durch Abstandshalter; validiert für 24–48 Stunden Transitzeit.
  • Beispiel Fisch und Fleisch: Feuchtebeständige Innenlagen, Tropfeinlage zur Aufnahme von Kondensat, dichter Verschluss, geprüfte Stapelfestigkeit für gekühlte Sammeltransporte.
  • Stolperstein Kondensat: Unzureichende Barriere oder fehlende Tropfräume führen zu Durchnässung; Abhilfe schaffen nassfeste Papiere, ableitende Kanäle und angepasste Kühlmittelmengen.
  • Stolperstein Unterdimensionierung: Zu geringe Isolierleistung oder wenig Kühlmittel unterschätzt den Wärmeeintrag; Lastenheft, Transportprofil und Sicherheitsreserve sind frühzeitig zu definieren.

Zusammenfassung:

  • Wellpappe bietet eine hervorragende Option für Gefriergutverpackungen, da sie eine starke Isolationsleistung aufweist und dafür sorgt, dass die Produkte während des Transports kalt bleiben.
  • Eine Gefriergutverpackung muss auch robust genug sein, um das Gewicht der gefrorenen Produkte zu tragen, und diese Eigenschaft bietet Wellpappe ebenfalls in hohem Maße.
  • Zusätzlich zu ihrer Funktion als Kälteschutz spielen Gefriergutverpackungen eine wichtige Rolle beim Schutz der Produkte vor Feuchtigkeit und anderen externen Einflüssen. Die Nutzung von Wellpappe als Material trägt dazu bei, diese Anforderung zu erfüllen.
  • Die Leistungsfähigkeit hängt vom Zusammenspiel aus Konstruktion, Isoliermaterial, Kühlmitteln und korrektem Handling ab; Validierungen unter praxisnahen Temperaturprofilen sind ratsam.
  • Feuchtigkeitsmanagement, passgenaue Abmessungen und stabile Verschlüsse reduzieren Kältebrücken, Kondensatprobleme und Transportschäden.
  • Eine sorgfältige Planung der Lagerung, Palettierung und Kennzeichnung unterstützt die konstante Produktqualität über die gesamte Kühlkette hinweg.

Veröffentlicht am 22.04.2025
Letzte Überarbeitung am 07.11.2025 um 12:05 Uhr von Sebastian Würth

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