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Instandhaltungskosten

In der Verpackungsindustrie spielen Instandhaltungskosten eine große Rolle, insbesondere bei der Verwendung von Wellpappe. Ein gewissenhaftes Management dieser Ausgaben kann dazu führen, dass ein Unternehmen Wettbewerbsvorteile hat, indem es die Produktivität verbessert und unerwartete Stillstandszeiten vermeidet. Gerade in Linien mit hohen Durchsätzen, wechselnden Formaten und anspruchsvollen Qualitätsanforderungen sichern strukturierte Wartungsprozesse die Liefertreue, die Prozessstabilität und die Wiederholgenauigkeit über Schichten hinweg.

Darüber hinaus beeinflusst ein strukturiertes Instandhaltungskonzept die Anlagenverfügbarkeit, die Prozessstabilität und die Lebensdauer zentraler Aggregate. Geplante Inspektionen, standardisierte Wartungsintervalle und ein belastbares Ersatzteilmanagement reduzieren Ausfälle, sichern reproduzierbare Qualität und stützen die Kalkulation über den gesamten Lebenszyklus. Ergänzend sorgen klare Zuständigkeiten, dokumentierte Checklisten sowie eine lückenlose Fehlerhistorie für Transparenz und ermöglichen eine wirksame Priorisierung kritischer Baugruppen in Wellpappemaschinen und Peripherie.

Definition: Was versteht man unter Instandhaltungskosten?

Instandhaltungskosten sind die Kosten, die für den Erhalt und die Wartung von Betriebsmitteln anfallen. Sie umfassen den Erwerb von Ersatzteilen, Arbeitskosten für die Reparatur und Wartung von Geräten sowie präventive Wartungsmaßnahmen, um den Ausfall von Betriebsmitteln zu verhindern. In der Praxis werden darunter auch Prüf- und Kalibrieraufwände, Reinigungsarbeiten, Schmierung, Softwarepflege von Steuerungen sowie Dokumentations- und Sicherheitsprüfungen verstanden.

Im engeren Sinne zählen dazu planbare Aufwendungen (Inspektion, Pflege, Schmierung, Kalibrierung), verbrauchtes Material (Schmierstoffe, Filter, Dichtungen), Personalzeiten (interne und externe Services) sowie Korrekturmaßnahmen nach Störungen. Im weiteren Sinne werden auch indirekte Effekte berücksichtigt, etwa Qualitätskosten durch Ausschuss, Energie-Mehrverbrauch bei unzureichend gewarteten Antrieben oder Opportunitätskosten infolge von Stillstand. Im Kontext einschlägiger Normen wird Instandhaltung häufig in Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung gegliedert – diese vier Elemente bestimmen maßgeblich die Kostentreiber entlang des Lebenszyklus.

  • Direkte Kosten: Ersatzteile, Verschleißkomponenten, Servicetechniker, Prüfmittel.
  • Indirekte Kosten: Produktionsausfall, Nacharbeit, Terminabweichungen, erhöhte Rüst- bzw. Wiederanlaufzeiten.
  • Präventive Maßnahmen: zyklische Wartung, zustandsorientierte Inspektion, vorausschauende Analytik (Predictive Maintenance).

Zusätzlich ist zwischen einmaligen und wiederkehrenden Aufwänden zu unterscheiden: Einmalige Maßnahmen wie Retrofit, Upgrades oder der Austausch kompletter Module beeinflussen die künftige Wartungsfrequenz und können die Gesamtanlageneffektivität dauerhaft stabilisieren. Wiederkehrende Tätigkeiten, etwa Schmierpläne, Bänder- und Messerwechsel, Reinigungszyklen sowie sensorbasierte Kontrollen, bestimmen den laufenden Budgetbedarf und die Planbarkeit der Instandhaltungskosten.

Die Bedeutung der Instandhaltungskosten in der Wellpappe-Industrie

Wenn es um die Produktion von Wellpappe geht, sind geduldige Wartung und sorgfältige Pflege von Maschinen von entscheidender Bedeutung, um eine konstante Effizienz und Qualität zu gewährleisten. Ersatzteile, die für die Instandhaltung der Wellpappemaschinen benötigt werden, können einen erheblichen Anteil an den Instandhaltungskosten ausmachen. Wenn diese Kosten nicht richtig verwaltet werden, kann dies zu unerwarteten Ausfällen führen, die deutliche Produktionsverluste bedeuten können. Eine gute Ersatzteilstrategie, abgestimmt auf Kritikalität und Lieferzeiten, minimiert Risiken und sichert kurze Reaktionszeiten bei Störungen.

Gerade bei kontinuierlich laufenden Anlagen wirken sich Störungen unmittelbar auf Durchsatz, Registerhaltigkeit und Klebeergebnis aus. Unzureichend gewartete Aggregate (z. B. Messer, Rollenlager, Leimauftrags- und Heizsysteme) erhöhen das Fehlerrisiko, verlängern Wiederanlaufzeiten und belasten die Wirtschaftlichkeit. Ein transparenter Blick auf Ausfallhäufigkeit, Reparaturdauer und Ersatzteilverfügbarkeit hilft, Ressourcen zu priorisieren und die Gesamtanlageneffektivität nachhaltig zu stabilisieren. Zusätzlich verbessern abgestimmte Leimrezepturen, gereinigte Düsen und exakt eingestellte Temperatur- und Feuchteführung die Verklebung, reduzieren Nacharbeit und schützen die Wellpitzen.

Relevante Kennzahlen und Zielgrößen

  • MTBF (Mean Time Between Failures): Durchschnittliche Laufzeit zwischen Ausfällen; je höher, desto stabiler der Betrieb.
  • MTTR (Mean Time To Repair): Durchschnittliche Reparaturdauer; je geringer, desto schneller ist die Linie wieder produktionsbereit.
  • OEE (Gesamtanlageneffektivität): kombiniert Verfügbarkeit, Leistung und Qualität; Instandhaltung wirkt auf alle drei Dimensionen.

Ergänzend sind MTTF (Mean Time To Failure), Störungsrate pro 10.000 Laufmeter, Energieverbrauch pro 1.000 m² Wellpappe sowie die Ersatzteilbindungsquote relevante Größen. Ein systematisches Monitoring mit nachvollziehbaren Grenzwerten unterstützt die Frühwarnung, erleichtert die Ursachenanalyse und verbessert die Budgettreue über Quartale und Geschäftsjahre.

Spezifische Bereiche der Instandhaltungskosten für Wellpappe-Verpackungen

In der Wellpappe-Industrie variieren die Instandhaltungskosten je nach spezifischen Bereichen, darunter Maschinen wie Schneidemaschinen, Formpressen und Druckmaschinen, die regelmäßig gewartet werden müssen. Weitere Kosten können für den Austausch verschlissener Teile, den laufenden Betrieb und die Wartung sowie Schulungen für das Wartungspersonal entstehen. Bei Corrugatoren, Querschneidern, Rotationsstanzen und Flexodruckwerken entstehen zudem Aufwände für Bahnführung, Rollenwechsel, Rakel- und Farbmanagement, Spannungsregelung und Absaugung.

Zusätzlich fallen Aufwände an für Peripherie und Infrastruktur: Leimaufbereitung und -dosierung, Dampferzeugung, Druckluft, Absaugung und Vakuum, Bahnführung, Sensorik, Antriebstechnik, elektrische Schaltschränke und Softwarepflege. Jede dieser Baugruppen hat eigene Verschleißmechanismen und erfordert angepasste Wartungsstrategien, um Prozessschwankungen und Qualitätsabweichungen zuverlässig zu vermeiden. Ein definierter Reinigungsstandard in Heizsektionen, Vorheizern und Wärmetauschern verhindert Effizienzverluste und reduziert Energieverbräuche nachhaltig.

  • Schneiden und Rillen: Messerkassetten, Antriebe, Lager, Justage und regelmäßige Kalibrierung.
  • Formen und Stanzen: Zylinder, Stanzwerkzeuge, Niederhalter, Registersysteme und Sicherheitsabnahmen.
  • Drucken und Kaschieren: Farbversorgung, Rakelsysteme, Klischeeträger, Trocknung und Reinigung.
  • Kleben und Trocknen: Auftragsmengen, Düsen/Leimspalte, Temperaturführung, Wartung von Wärmetauschern.
  • Materialfluss: Förderelemente, Abstapelung, Zwischenpuffer, Sensorik zur Bahn- und Lagenkontrolle.

Einfluss von Formatwechseln, Toleranzen und Materialparametern

Häufige Formatwechsel beeinflussen Rüstzeiten, Justageaufwand und Verschleiß. Passgenaue Einstellungen minimieren Reibung, reduzieren Leim- und Energieverbrauch und senken Nacharbeit. Weiterführende Informationen bieten fachliche Erläuterungen zu Abmessungen und Formatwechseln, insbesondere im Hinblick auf Toleranzen, Materialfeuchte und laufende Prüfungen. Zusätzlich wirken Flächengewicht, Wellenprofil, Rohpapierqualität und Lagerbedingungen (Temperatur, Luftfeuchte) auf Stabilität und Verschleiß ein; geeignete Prüfzyklen (z. B. ECT, BCT, Feuchtegehalt) sichern reproduzierbare Verpackungsleistung.

Arten der Instandhaltung und typische Strategien

  • Korrektive Instandsetzung: Eingriff nach einem Ausfall; nötig, aber risikobehaftet durch unplanbare Stillstandszeiten.
  • Präventive (zeit-/zyklusbasierte) Wartung: Austausch von Verschleißteilen nach festen Intervallen, um Ausfälle zu vermeiden.
  • Zustandsorientierte Wartung: Eingriffe basierend auf Messwerten (Schwingungen, Temperaturen, Druck, Geräusche, Ölzustand).
  • Vorausschauende Instandhaltung: Nutzung von Trenddaten und Analytik zur Prognose des optimalen Eingriffszeitpunkts.

In der Praxis führt eine abgestimmte Kombination dieser Strategien zu stabileren Prozessen. Kritische Aggregate mit hoher Auswirkung auf Qualität und Takt werden zustands- oder vorhersagebasiert überwacht, während weniger kritische Baugruppen zyklisch gewartet werden. Die Priorisierung erfolgt über Kritikalitätsbewertungen, Fehlermodusanalyse und historisierte Störgründe.

Daten, Digitalisierung und Dokumentation

Ein durchgängiges Computerized Maintenance Management System (CMMS/EAM) bündelt Wartungspläne, Ersatzteilstämme, Prüfprotokolle und Störungsmeldungen. Sensorik für Schwingungen, Temperaturen, Drehzahlen und Druckverläufe ermöglicht Grenzwertüberwachung und Frühwarnung. Standardisierte Bezeichnungen, klare Fehlercodes und einheitliche Meldestrukturen helfen, Ursachen zügig einzugrenzen und Maßnahmen wirksam zu verankern. So werden Instandhaltungskosten planbarer und auditfest dokumentiert.

Kostenfaktoren, Budgetierung und Lebenszyklus

Die Planung von Instandhaltungskosten umfasst jährliche Budgets, Ersatzteilbevorratung für kritische Komponenten, Schulungsaufwände und die Einbindung externer Services. Ein Fokus auf Lebenszykluskosten (Total Cost of Ownership) unterstützt Entscheidungen über Modernisierung, Retrofit oder Austausch. Neben Material- und Personalkosten zählen Stillstandskosten pro Zeiteinheit, Qualitätsabweichungen sowie Energie-Mehrverbräuche durch verschlissene Antriebe zu den entscheidenden Stellgrößen. Eine klare Trennung zwischen laufenden Aufwendungen und investiven Maßnahmen erleichtert die Steuerung und die Bewertung zukünftiger Einsparpotenziale.

  • Ersatzteilstrategie: kritische A-Teile redundant bevorraten, B/C-Teile bedarfsgerecht disponieren.
  • Prozessnahe Dokumentation: CMMS/EAM-gestützte Wartungspläne, Prüfprotokolle, Historien zur Ursachenanalyse.
  • Rüst- und Wiederanlaufzeiten: konsequente Standardisierung und Checklisten senken Zeit- und Fehlkosten.

Ergänzend sollten Vertragsmodelle mit Servicepartnern (Reaktionszeiten, Verfügbarkeitszusagen, Remote-Support) klar geregelt sein. Geeignete Kennzahlen für Budgettreue, Backlog und Teileverbrauch pro Laufmeter unterstützen Prognosen und vermeiden Engpässe in der Versorgungskette.

Maßnahmen zur Reduktion von Instandhaltungskosten

  • TPM-Elemente (Autonome Instandhaltung): tägliche Sichtprüfungen, Reinigung, Schmierung durch geschulte Anlagenfahrer.
  • Standardisierte Wartungspläne: klare Intervalle, definierte Prüfpunkte, messbare Akzeptanzkriterien.
  • Schulung und Qualifizierung: gezieltes Training für Bedienung, Störungsdiagnose und sichere Eingriffe.
  • Ursachenanalyse (Root Cause): systematisch Fehlermuster erkennen, Abstellmaßnahmen verankern.
  • Sauberkeit und Ordnung (5S): weniger Verschleiß durch Vermeidung von Staub, Leimablagerungen und Feuchtigkeit.
  • Energie- und Medien-Checks: Leckagebeseitigung, Druck-/Temperaturoptimierung, Filter- und Düsenzustand im Blick behalten.

Praxisnah bewährt sich die Kombination aus Schmierplänen, Zustandsmessungen (Vibration, Thermografie), regelmäßigen Werkzeugwechseln und kalibrierten Sensoren. Ergänzend sorgen standardisierte Übergaben zwischen Schichten, klar dokumentierte Formatwechsel und definierte Prüflose für reproduzierbare Qualität und niedrigere Instandhaltungskosten.

Vor- und Nachteile von Instandhaltungskosten

Die Vorzüge der Instandhaltungskosten liegen in einer erhöhten Maschinenlaufzeit, einer verbesserten Produktqualität und – gleichzeitig – einer verringerten Ausschussrate. Auf der anderen Seite können zu hohe Instandhaltungskosten das Unternehmensbudget stark belasten und die Produktionskosten letztendlich erhöhen. Entscheidend ist die Balance zwischen Verfügbarkeit, Qualität und Aufwand, abgestimmt auf Produktmix, Formathäufigkeit und geforderte Toleranzen.

Ein ausgewogenes Verhältnis ist entscheidend: Unterinvestition führt zu ungeplanten Stillständen und Qualitätsproblemen; Überinvestition bindet Kapital ohne zusätzlichen Nutzen. Zielführend ist eine risikobasierte Priorisierung kritischer Aggregate, unterstützt durch Kennzahlen und eine transparente Auswertung der Störgründe. Kontinuierliche Verbesserung mit klaren Zielwerten und regelmäßigen Audits sorgt dafür, dass Maßnahmen nachhaltig wirken.

  • Vorteile: stabile Prozesse, planbare Verfügbarkeit, konsistente Qualität.
  • Herausforderungen: richtige Intervallwahl, Datenqualität, Ersatzteil- und Lieferzeiten-Management.

Zusammenfassung:

  • Instandhaltungskosten sind Ausgaben, die ein Unternehmen für die Wartung, Reparatur und den Erhalt seiner Betriebsmittel hat. Bei Verpackungsunternehmen sind diese Kosten besonders relevant, wenn es um Maschinen für die Herstellung von Wellpappe-Verpackungen geht.
  • Geringe Instandhaltungskosten sind oft ein Indikator für Qualität und Langlebigkeit eines Produkts. Eine robuste, langlebige Wellpappe kann dazu beitragen, diese Kosten zu minimieren und gleichzeitig eine hohe Verpackungsleistung sicherzustellen.
  • Instandhaltungskosten können auch durch den Einsatz moderner Technologien reduziert werden. Beispielsweise kann die Automatisierung bestimmter Prozesse in der Wellpappe-Produktion den Verschleiß von Maschinen verringern und dadurch Kosteneinsparungen erzielen.
  • Eine kombinierte Strategie aus präventiver, zustandsorientierter und vorausschauender Wartung erhöht die Anlagenverfügbarkeit und senkt ungeplante Ausfälle.
  • Transparente Kennzahlen (z. B. MTBF, MTTR, OEE) und standardisierte Wartungspläne unterstützen die Priorisierung und Budgetsteuerung.
  • Sauberkeit, korrekte Einstellungen und dokumentierte Prüfungen reduzieren Ausschuss, Energieverbrauch und Wiederanlaufzeiten.
  • Eine klare Ersatzteilstrategie, verlässliche Lieferketten und auditfeste Dokumentation stabilisieren die Prozesse entlang der gesamten Wellpappe-Wertschöpfung.

Veröffentlicht am 18.08.2024
Letzte Überarbeitung am 25.09.2025 um 13:19 Uhr von Manuel Hofacker

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