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Materialbeschaffenheitskontrolle

Materialbeschaffenheitskontrolle ist in der Industrie der Wellpappenverpackungen ein wesentlicher Aspekt. Das systematische Betrachten, Messen und Bewerten der relevanten physikalischen und optischen Eigenschaften von Wellpappe ermöglicht es, ein konsistentes Produkt mit reproduzierbaren Eigenschaften bereitzustellen. Dazu gehören unter anderem Kennwerte wie Kantenstauchwiderstand, Flachstauchwiderstand, Oberflächenqualität, Feuchtegehalt, Grammatur sowie die Güte der Verklebung. Eine methodisch saubere Materialanalyse unterstützt stabile Prozesse in Produktion und Weiterverarbeitung, reduziert Streuungen und legt die Grundlage für belastbare Qualitätsdaten. Ergänzend zählen eine saubere Probennahme, definierte Klimabedingungen, kalibrierte Messmittel und die statistische Auswertung (z. B. Fähigkeitskenngrößen) zu den zentralen Bausteinen, um Materialeigenschaften zuverlässig zu erfassen und Prozessschwankungen frühzeitig zu erkennen.

Definition: Was versteht man unter Materialbeschaffenheitskontrolle?

Die Materialbeschaffenheitskontrolle betrifft die Überprüfung von Materialien auf ihre Qualität, Beständigkeit und Eignung für den vorgesehenen Einsatz. Erfasst werden physische Merkmale wie Struktur, Farbe, Dichte, Feuchte, Grammatur, Dicke sowie optische und mechanische Kennwerte. Im Gebiet der Wellpappenverpackungen zielt sie darauf ab, die Festigkeit, Haltbarkeit und Verarbeitungssicherheit des Materials sicherzustellen, um eine gleichbleibende Produktzusammensetzung und funktionsfähige Endprodukte zu garantieren. Sie umfasst sowohl Prüfungen der eingesetzten Rohpapiere als auch der verklebten Wellpappe und der daraus gefertigten Zuschnitte. Abzugrenzen ist sie von der reinen Endproduktprüfung: Während letztere das finale Packmittel bewertet, untersucht die Materialbeschaffenheitskontrolle gezielt die Werkstoffeigenschaften, die das Endergebnis determinieren. Darüber hinaus dient sie der Verifikation von Spezifikationen, der Lieferantenauditierung, der Freigabe neuer Materialien und der Absicherung von Designannahmen (z. B. Dimensionierung für definierte Lastfälle).

Anwendungsgebiete der Materialbeschaffenheitskontrolle in der Wellpappen-Industrie

Materialprüfverfahren kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn es um die Beurteilung der Wellpappen-Qualität in der Produktion geht. Verschiedene Parameter, wie die Dicke oder Festigkeit der Wellpappe, das Gewicht oder die Rauheit der Oberfläche, werden betrachtet. So kann neben der Überprüfung der Basismaterialien auch die Qualität des Endprodukts sichergestellt werden – etwa durch die Kontrolle der Druckqualität auf der Pappe oder die Untersuchung der Klebefestigkeit der Schichten. Darüber hinaus findet die Materialbeschaffenheitskontrolle Anwendung in der Wareneingangsprüfung (Papierqualitäten, Klebstoffe), in der prozessbegleitenden Überwachung (Maschineneinstellungen, Leimauftrag, Trocknung), in der End-of-Line-Prüfung sowie bei Reklamationsanalysen. Praktische Beispiele sind die Freigabe neuer Papierchargen, die Überprüfung von Klebenahtfestigkeiten nach Maschinenumrüstungen oder die Bewertung der Dimensionsstabilität nach Klimabelastung. Auch Versuche zur klimatischen Alterung, die Erfassung von Feuchtegradienten über die Dicke und Validierungen nach Formatwechseln zählen zu den typischen Anlässen.

  • Wareneingang: Prüfung von Grammatur, Feuchte, Reiß- und Zugwerten der Rohpapiere.
  • Prozessüberwachung: Kontrolle von ECT/BCT, Leimpenetration, Planlage und Torsion während der Fertigung.
  • Endprüfung: Bewertung der Bedruckbarkeit, Kantenqualität, Rill-/Falzfähigkeit und Oberflächenhomogenität.
  • Ursachenanalyse: Identifikation von Delamination, Klebstoffmangel, Überbefeuchtung oder Faserschädigungen.
  • Erweiterung Wareneingang: Viskosität und Feststoffgehalt von Klebstoffen, Flächengewichtsstabilität und Feuchtegleichgewicht (EMC) der Papiere.
  • Erweiterung Prozessüberwachung: Temperaturprofile an Vorheizern, Bahnlauf und Zugspannung, Leimauftragssymmetrie sowie Inline-Feuchtemessung.
  • Erweiterung Endprüfung: Planlauf im Zuschnitt, Staubentwicklung beim Rillen/Stan

Veröffentlicht am 06.06.2025
Letzte Überarbeitung am 07.01.2026 um 10:50 Uhr von Manuel Hofacker

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