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Metallgitterbox
Im Verpackungssektor, speziell im Bereich der Wellpappe, spielt die Verwendung von Metallgitterboxen eine wesentliche Rolle. Ihre robuste Konstruktion und Wiederverwendbarkeit unterstützen die sichere, geordnete und transparente Lagerung von Produkten über zahlreiche Umläufe hinweg. In innerbetrieblichen Materialflüssen und in der Transportlogistik schützen sie Waren vor mechanischen Einwirkungen, erleichtern die Sichtkontrolle und fördern effiziente Kommissionierprozesse. Damit tragen sie dazu bei, Transportschäden zu minimieren und Durchlaufzeiten stabil zu halten. Zusätzlich ermöglichen sie eine hohe Flächennutzung im Lager, eine nachvollziehbare Bestandsführung und eine effiziente Bereitstellung an Fertigungslinien. Durch die offene Struktur sind Inhalt, Füllstand und Etikettierung schnell erfassbar, was Inventuren, Qualitätsprüfungen sowie die Rückverfolgung im Mehrwegkreislauf vereinfacht. Als standardisierte Ladehilfsmittel lassen sich Metallgitterboxen in bestehende Regalsysteme, Palettenförderer, Behälterbahnen und Kanban-Kreisläufe integrieren, ohne die Kompatibilität mit gängigen Flurförderzeugen zu verlieren.
Definition: Was versteht man unter Metallgitterboxen?
Eine Metallgitterbox, auch Drahtgitterbox oder Gitterbox genannt, ist ein industrielles Behältnis aus verschweißtem Stahldraht, das für Transport, Zwischenlagerung und Kommissionierung eingesetzt wird. Typisch sind ein stabiler Stahlrahmen, gitterförmige Seitenwände, Unterfahrbarkeit für Flurförderzeuge und eine modular stapelbare Geometrie. Die offene Struktur ermöglicht die schnelle visuelle Prüfung des Inhalts, während die solide Bauweise eine lange Nutzungsdauer begünstigt. Je nach Ausführung sind Klappen für die ergonomische Entnahme, Etikettenhalter, Füße oder Kufen sowie falt- oder zerlegbare Varianten erhältlich, die den Raumbedarf im Leerzustand reduzieren. In der industriellen Praxis wird zwischen standardisierten Pool-Gitterboxen (z. B. mit Europool-Grundmaßen) und kundenspezifischen Konstruktionen unterschieden, die für spezielle Bauteilgeometrien, Traglastklassen oder innerbetriebliche Automatisierung ausgelegt sind. Ergänzend sind Ausstattungen wie Zwischenböden, Innenbehälter oder textilbasierte Trenneinsätze verbreitet, um empfindliche Oberflächen zu schützen und die Teilelage zu sichern.
Aufbau und Materialien
Metallgitterboxen bestehen in der Regel aus punktgeschweißten Stahldrahtgittern und einem umlaufenden Rahmen. Wichtige Merkmale sind die Maschenweite (z. B. zur Vermeidung von Durchrutschen kleiner Teile), die Wandungs- und Drahtstärken sowie die Qualität der Schweißnähte. Für den Oberflächenschutz kommen häufig galvanische oder feuerverzinkte Beschichtungen sowie Lackierungen zum Einsatz, um Korrosion zu verhindern und die Instandhaltung zu erleichtern. Je nach Einsatzumgebung sind pulverbeschichtete Varianten sinnvoll, die eine widerstandsfähige Oberfläche bieten und Schmutzanhaftungen reduzieren. Der Boden kann als Gitterboden, mit Blechauflage oder als verstärkte Konstruktion ausgeführt sein, um Durchbiegung unter Last zu minimieren. Füße oder Kufen sind so gestaltet, dass ein sicheres Stapeln sowie das Einfahren mit Gabelzinken von allen erforderlichen Seiten möglich ist. Zur Geräuschreduktion und zum Oberflächenschutz können Auflagen, Kantenschütze oder Gummipuffer ergänzt werden.
Normmaße und Abmessungen
Gängige Grundflächen orientieren sich an etablierten Palettenformaten wie 1200 × 800 mm oder 1200 × 1000 mm. Neben der Grundfläche sind Höhe, nutzbare Innenmaße, Stapelränder und die Unterfahrhöhe relevant, um Förder- und Lagersysteme (z. B. Regale, Fördertechnik, Durchlaufregale, Rollenbahnen) passgenau zu bedienen. Traglastangaben unterscheiden zwischen dynamischer, statischer und Stapellast, die im täglichen Betrieb strikt einzuhalten sind. Für vertiefende Einordnung bieten sich weiterführende Informationen zu praxisrelevanten Abmessungen und Toleranzen an. In der Praxis werden zusätzlich Toleranzfelder für Außen- und Innenmaße, die Position von Stapelzapfen sowie die maximale Bodendurchbiegung definiert, damit automatisierte Systeme (z. B. Vereinzelungs- oder Depalettierstationen) zuverlässig arbeiten. Typische Höhenbereiche liegen bei ca. 800–1000 mm Außenhöhe, wobei faltbare Ausführungen eine deutliche Volumenreduktion im Leerzustand ermöglichen.
Einsatzbereiche der Metallgitterbox
Metallgitterboxen finden in verschiedenen Industriezweigen Anwendung. Aufgrund ihrer Robustheit und Stabilität werden sie für schwere, sperrige oder scharfkantige Wareneinheiten genutzt, die erhöhte Anforderungen an die Behälterfestigkeit stellen. In der Verpackungsindustrie dienen sie als Sammel- und Transportbehälter für größere Mengen von Wellpappe-Zuschnitten, Rollenware oder Hilfsstoffen. In der Automobil- und Zulieferindustrie lagern Komponenten wie Motorteile, Getriebeteile, Achskomponenten oder Gussteile sicher und übersichtlich. In der Lebensmittelbranche kommen sie – mit geeigneter Ausrüstung und unter Beachtung hygienischer Vorgaben – als Lagerlösung für Obst und Gemüse zum Einsatz und sorgen so für eine ordnungsgemäße Präsentation und Frischhaltung. Auch im Maschinenbau, in Metallverarbeitung, Recycling, Instandhaltung, im Baustoffhandel sowie im E-Commerce-Hub dienen sie als robuste Einheit für Materialkreisläufe und Retouren. Ergänzend bewähren sie sich als Behälter für Stanzgitter und Verschnitt aus Wellpappe, für Leergutkreisläufe von Innenverpackungen sowie für die strukturierte Bereitstellung von Packhilfsmitteln an Verpackungsarbeitsplätzen.
Typische Prozessschritte
- Wareneingang und Pufferlagerung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen
- Liniennahes Bereitstellen von Teilen in Montage- und Fertigungsinseln
- Kommissionierung, Konsolidierung und Sequenzierung für den Versand
- Rückführlogistik leerer Behälter, inklusive Reinigung und Prüfung
- Inventur, Zählung und Bestandsabgleich mit Etiketten- oder RFID-gestützter Kennzeichnung
- Sortierung von Retouren sowie Trennung nach Qualität, Größe und Verpackungsstatus
Anforderungen an eine hochwertige Metallgitterbox
Beim Kauf einer Metallgitterbox sollten definierte Kriterien erfüllt sein, um eine dauerhafte Leistungsfähigkeit und verlässliche Prozesssicherheit zu gewährleisten. Entscheidend sind Materialstärken, die Qualität der Rahmen- und Gitterverbindungen sowie eine gleichmäßige, lückenlose Verschweißung. Relevante Kenngrößen sind Tragkraft (dynamisch/statisch), zulässige Stapelhöhen, Bodenabstand für Flurförderzeuge und die Passung zu vorhandenen Regal- und Fördersystemen. Eine korrosionsbeständige Beschichtung erhöht die Haltbarkeit, besonders in feuchten oder wechselnden Umgebungen. Optional sinnvolle Ausstattungen sind:
- Frontklappen für ergonomische Entnahme bei gestapelten Behältern
- Etikettenhalter und Anschlagflächen für eindeutige Kennzeichnung
- Rutschhemmende Auflagen für stabile Stapelung
- Falt- oder klappbare Konstruktionen zur Volumenreduktion im Rücktransport
- Fuß- oder Kufenvarianten passend zu Fördertechnik und Lagerlogistik
- Innenausstattungen wie Zwischenlagen, textile Trays oder Wellpappe-Einlagen zum Oberflächenschutz
- Vorrüstungen für Barcodes, Transponder oder Sichttaschen zur Systemintegration
Handhabung, Sicherheit und Instandhaltung
Für den sicheren Einsatz sind zulässige Lasten, Stapelkonfigurationen und Unterfahrpunkte strikt einzuhalten. Regelmäßige Sichtprüfungen auf Verformungen, Rissbildung, Korrosion oder beschädigte Schweißpunkte sind empfehlenswert. Beschädigte Behälter sollten umgehend aus dem Betriebskreislauf genommen und fachgerecht instandgesetzt werden. Eine sachgerechte Reinigung – etwa von Staub, Spänen oder Rückständen – unterstützt die Arbeitssicherheit und verlängert die Nutzungsdauer. Bei Stapelbetrieb ist auf ebene Aufstandsflächen, intakte Stapelzapfen und ausreichende Kippsicherheit zu achten. Beim Transport auf Fahrzeugen sind geeignete Ladungssicherungsmaßnahmen (z. B. form- und kraftschlüssige Sicherung) zu berücksichtigen, damit Behälter und Inhalte unversehrt bleiben. In lärmsensiblen Bereichen helfen Dämpfungselemente, Geräuschspitzen beim Absetzen zu reduzieren.
Vor- und Nachteile von Metallgitterboxen
Metallgitterboxen haben eine Reihe von Vorteilen. Sie sind robust und bieten einen zuverlässigen Schutz vor äußeren Einflüssen, während die offene Gitterstruktur für Belüftung und schnelle Sichtkontrolle sorgt. Der funktionale Aufbau ermöglicht eine zügige Reinigung und einfache Wartung. Die Nachhaltigkeit dieser Boxen liegt in ihrer langen Lebensdauer und Wiederverwendbarkeit, was Ressourcen schont und Abfall reduziert. Hinzu kommen die gute Reparierbarkeit, die geringe Brandlast im Vergleich zu vielen Kunststoffen und die hohe Temperaturbeständigkeit in anspruchsvollen Umgebungen.
- Vorteile: mechanische Stabilität, Stapelbarkeit, Sichtkontrolle, lange Nutzungsdauer, kompatibel mit gängigen Fördermitteln, einfache Integration in Mehrweg- und Poolsysteme, gute Reparaturfähigkeit
- Einschränkungen: höheres Eigengewicht im Vergleich zu Kunststoffbehältern, initialer Beschaffungsaufwand, für sehr empfindliche Oberflächen nur mit zusätzlichem Schutzmaterial geeignet, potenziell höhere Geräuschentwicklung, Korrosionsrisiko bei unzureichendem Oberflächenschutz
Nichtsdestotrotz gibt es auch Nachteile. Der höhere Anschaffungspreis und das Gewicht können in der Lieferkette zu Einschränkungen führen. Darüber hinaus sind sie bei der Lagerung sehr empfindlicher Produkte nicht immer die erste Wahl, sofern keine zusätzlichen Polster- oder Trennelemente eingesetzt werden. Abhilfe schaffen passgenaue Einsätze aus Wellpappe, Schaum oder Textil, die Kontaktflächen entkoppeln, Bauteile fixieren und Abrieb oder Scheuerstellen verhindern.
Zusätzliche Praxisaspekte
- Integration in Kanban- und KVP-Prozesse: eindeutige Kennzeichnung und feste Umlaufmengen erhöhen Transparenz
- Kombination mit Innenverpackungen: Einlagen, Trays oder Zwischenlagen verhindern Scheuern und Kontaktkorrosion
- Pool- und Mehrwegsysteme: standardisierte Behälter erleichtern Kreislaufnutzung über Unternehmensgrenzen hinweg
- Qualitätsprüfung: regelmäßige Messung von Schlüsselmaßen, Sichtkontrollen und Dokumentation der Prüfintervalle
- Ergonomie: Durchgreifklappen, Griffpositionen und klare Sichtzonen unterstützen sicheres und effizientes Handling
Alternativen und Kombinationen mit Wellpappe
Im Zusammenspiel mit Verpackungen aus Wellpappe wirken Metallgitterboxen als stabile Außenbehälter, die Innenverpackungen vor Stößen und Druckbelastung schützen. Für leichte bis mittelschwere Güter können alternativ Kunststoff-KLTs, Faltboxen oder Schwerwellpappe-Gefache eingesetzt werden. Bei hoher Punktbelastung, abrasiven Kanten oder heißen Bauteilen ist die Metallgitterbox aufgrund ihrer Temperaturbeständigkeit und mechanischen Festigkeit eine geeignete Wahl. In der Praxis werden häufig modulare Set-ups genutzt: Wellpappe-Zwischenlagen strukturieren die Teilelage, textile Taschen schützen Oberflächen und die Gitterbox liefert die notwendige Tragfähigkeit sowie Stapelbarkeit im Materialfluss.
Zusammenfassung:
- Die Metallgitterbox dient als robuste Lager- und Transportmöglichkeit, besonders für schwere oder sperrige Güter, und ist eine langlebige Alternative zu Verpackungen aus Wellpappe.
- Durch ihre stabile Konstruktion und hohe Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse bietet sie einen optimalen Schutz für die transportierten Produkte, was besonders dann von Vorteil ist, wenn Wellpappe alleine nicht ausreicht.
- Im Kontext mit Verpackungen aus Wellpappe kann die Metallgitterbox als zusätzliche Außenverpackung fungieren und so die Haltbarkeit der Wellpappe-Verpackungen verlängern, indem sie diese vor mechanischen Einflüssen schützt.
- Wesentliche Auswahlkriterien sind Traglasten, Abmessungen, Stapel- und Unterfahrbarkeit sowie Korrosionsschutz, ergänzt um ergonomische und kennzeichnungsbezogene Funktionen.
- Für sensible Produkte empfiehlt sich die Kombination mit passenden Innenausstattungen, um Oberflächen zu schützen und Teilelage zu stabilisieren.
- Eine konsequente Instandhaltung mit Prüfintervallen, Reinigung und dokumentierter Nutzungshistorie erhöht die Prozesssicherheit im gesamten Mehrwegkreislauf.
Veröffentlicht am 03.05.2025
Letzte Überarbeitung am 17.12.2025 um 11:56 Uhr von Manuel Hofacker