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Outserts

Die Welt der Verpackungsindustrie ist voller präziser Fachbegriffe und klar definierter Konzepte. Eines dieser wichtigen Konzepte ist Outsert – im Umfeld von Um- und Transportverpackungen als außen angebrachter Informationsbeileger oder als ergänzendes, auf der Außenseite fixiertes Element verstanden. Der Begriff grenzt sich eindeutig von innenliegenden Beilegern, Etiketten und Sleeves ab und bezeichnet eine eigenständige, gut strukturierte Informations- oder Funktionskomponente, die die äußere Verpackungseinheit sinnvoll ergänzt.

Definition: Was versteht man unter Outserts?

Outserts sind ergänzende Komponenten an einer äußeren Verpackungseinheit, die vor allem dazu dienen, zusätzliche Informationen, Gebrauchsanweisungen oder auch kleine Beigaben strukturiert zugänglich zu machen. Im Gegensatz zu Inserts (innen liegende Beileger) werden Outserts außen auf Behältnissen, Faltschachteln oder Versandverpackungen angebracht. Besonders verbreitet sind Outserts in der Pharma- und Kosmetikbranche, wo umfangreiche Beipacktexte, mehrsprachige Hinweise, Dosieranleitungen oder Warnhinweise sicher und gut lesbar bereitgestellt werden müssen. Die Outsert-Anwendung erweitert den verfügbaren Informationsraum, ohne das Grunddesign der Hauptverpackung zu überladen, und ermöglicht eine eindeutige Trennung zwischen Pflichtangaben und werbefreien Gebrauchsinformationen. Je nach Ausführung können Outserts als Faltblatt, Booklet, Wallet, Laschentasche oder kleine Kartonkomponente realisiert werden und lassen sich funktional (z. B. mit Perforation, Aufreißhilfe) an den Anwendungsfall anpassen.

Die Produktion von Outserts

Outserts werden überwiegend aus feineren Papier- oder Kartonqualitäten gefertigt. Im Zusammenhang mit Wellpappenverpackungen werden sie typischerweise als separat hergestellte Faltblätter, Booklets oder Kartonkomponenten verstanden, die anschließend auf die Umverpackung aufgebracht bzw. mit ihr verbunden werden. Der Gestaltungs- und Herstellungsprozess erfordert hohe Präzision, damit Faltung, Lesbarkeit und Anbringung den Spezifikationen entsprechen. Übliche Prozessschritte sind Bedrucken, Falzen (z. B. Leporello-, Kreuz- oder Parallelfalz), Banderolieren bzw. Kleben sowie das exakte Zuschneiden. Für die Anbringung kommen lösungsmittelfreie Klebstoffe (z. B. Hotmelt) oder haftklebende Punkte zum Einsatz, die eine sichere Fixierung gewährleisten, ohne die Verpackungsintegrität zu beeinträchtigen. Ergänzend werden Dispersionsklebstoffe und fugitive Glues eingesetzt, sofern ein rückstandsarmes Ablösen gefordert ist. Produktionsrelevante Parameter wie Faserrichtung, Papierfeuchte, Falzschwertdruck und Taktzeiten werden auf die jeweilige Grammatur abgestimmt.

Materialwahl und Druck

Die Materialauswahl richtet sich nach geforderter Stabilität, Umfang der Informationen und den Bedingungen entlang der Lieferkette. Dünne, opake Papiere ermöglichen große Informationsdichten bei geringer Aufbauhöhe; stärkere Kartons eignen sich für robuste Booklets. Die Druckvorstufe berücksichtigt Schriftgrößen, Kontraste, Falzmarken und Laufrichtung. Für lange Transportwege werden abriebfeste Druckfarben und widerstandsfähige Oberflächen empfohlen. In regulierten Anwendungen sind migrationsarme Farben, definierte Trocknungszeiten und ein konsistentes Farbmanagement zweckmäßig. Durchdachte Mikrotypografie (Zeilenabstand, Laufweite, Silbentrennung) erhöht die Lesbarkeit bei kleinen Punktgrößen.

Falzarten und Klebungen

Je nach Umfang kommen Mini- und Mehrfachfaltungen (Leporello, Kreuzbruch, Wickelfalz) zum Einsatz. Die Klebung erfolgt punktuell oder flächig; Alternativen sind Banderolen, Laschentaschen oder kleine Hüllen. Wichtig ist ein kontrollierter Öffnungswiderstand, damit der Beileger im Logistikprozess fixiert bleibt und sich beim Endkunden dennoch leicht lösen bzw. öffnen lässt. Für robuste Versandumgebungen werden Scher- und Peel-Festigkeiten spezifiziert und mittels genormter Prüfungen überwacht. Perforationen und Anfasslaschen unterstützen die ergonomische Entnahme, ohne das Trägermaterial zu beschädigen.

Integration in den Verpackungsprozess

Outserts können manuell, halbautomatisch oder inline appliziert werden. Bei höheren Stückzahlen sind Zuführ- und Appliziereinheiten üblich, die Faltblätter positionsgenau auf Faltschachteln oder Versandkartons aufbringen. Toleranzen in der Positionierung, Falzgenauigkeit und Kantenlage werden in Spezifikationen vorab festgelegt und während der Produktion überwacht. Kamerabasierte Kontrolleinheiten prüfen Anwesenheit, Ausrichtung, Code-Lesbarkeit und die korrekte Variante; Poka-Yoke-Mechanismen reduzieren Verwechslungen im Formatwechsel.

Qualitätssicherung

Typische Prüfkriterien sind Vollständigkeit, Lesbarkeit (Kontrast, Schriftgröße), Falzbild, Adhäsion der Klebung, Kanten- und Eckenqualität sowie die Transportfestigkeit. Für sensible Inhalte (z. B. pharmazeutische Hinweise) werden zusätzlich Rückverfolgbarkeit, eindeutige Kennzeichnungen und gegebenenfalls variable Daten berücksichtigt. Prüfpläne umfassen häufig Stichproben nach definierten Qualitätsniveaus, Zug- und Peel-Tests, Reibungs- und Abriebprüfungen sowie Klimatests bei variierenden Temperaturen und Luftfeuchten.

Regulatorische Anforderungen und Normen

Je nach Branche sind Outserts an spezifische Vorgaben gebunden. In der Pharmalogistik betreffen diese unter anderem die klare Trennung von werbefreien Gebrauchsinformationen und Marketinginhalten, die Lesbarkeit kleiner Schriftgrade sowie Serialisierung und Rückverfolgbarkeit über maschinenlesbare Codes (z. B. DataMatrix). In der Chemie sind Kennzeichnungen nach CLP/GHS, Piktogramme und Sicherheitshinweise relevant. Für Medizinprodukte werden eindeutige Produktkennzeichnungen und versionssichere Dokumente gefordert. Grundsätzlich gilt: Informationen müssen korrekt, widerspruchsfrei und dauerhaft lesbar sein, ohne die Funktion der Hauptverpackung zu beeinträchtigen.

Anwendungsbereiche von Outserts

Outserts haben viele Anwendungsbereiche in verschiedenen Branchen. Hauptanwendungsgebiet sind die Pharma- und Kosmetikindustrie. Mit Beipacktexten oder Proben geben sie den Kunden wichtige Informationen und fördern gleichzeitig die Markenbindung durch das Angebot zusätzlicher Produkte. Je nach Bedarf können sie auch in anderen Branchen eingesetzt werden, indem sie den Platz für Informationen auf der Umverpackung erweitern.

  • Pharma und Medizintechnik: Gebrauchsanweisungen, Warnhinweise, mehrsprachige Beipacktexte, Hinweise zur sicheren Anwendung.
  • Kosmetik und Körperpflege: Inhaltsstofflisten, Anwendungstipps, Sensitivitäts- und Lagerhinweise.
  • Chemie und Haushalt: Sicherheits- und Gefahrenhinweise, Piktogramme, Entsorgungsinformationen.
  • E-Commerce und Versand: Retouren- und Montageanleitungen, Pflegehinweise, QR-Codes zur weiterführenden Dokumentation.
  • Lebensmittel und Getränke: Allergenhinweise, Nährwertangaben in mehreren Sprachen, Rückrufinformationen für Chargen.
  • Technik und Consumer Electronics: Kurzmontageanleitungen, Firmware-Hinweise, Verweise auf digitale Handbücher.

Technische Spezifikationen und Gestaltung

Bei der Auslegung eines Outserts wird das Verhältnis aus Informationsmenge, Papiergrammatur und Falzschema so gewählt, dass eine kompakte, flache und gut lesbare Einheit entsteht. Wichtig sind Kontrast und Mindestschriftgrößen, eine klare Typografie, eindeutige Piktogramme, Barcodes oder QR-Codes sowie eine strukturierte Gliederung (Überschriften, Listen). Ebenso relevant ist die Interaktion mit der äußeren Verpackung: Position, Haftfläche, zulässige Toleranzen und die Vermeidung von Funktionsstörungen (z. B. Kantenüberstände an Öffnungen).

Für die Spezifikation hilft es, exakte Abmessungen und das passende Falzschema festlegen zu können, da sich daraus Seitenzahl, Falzfolge, Endformat und zulässige Toleranzen ableiten. Ergänzend werden Dicke/Build-up, zulässige Kompression im Stapel und die Kompatibilität mit automatisierten Applikationssystemen definiert. Empfehlenswert sind Freigabemuster und Weißmuster (Dummies), um Haptik, Aufbauhöhe und das Öffnungsverhalten realitätsnah zu prüfen und frühzeitig mit der Linienausrüstung abzugleichen.

Toleranzen, Maße und Endformate

Typische Endformate orientieren sich an der verfügbaren Haftfläche der Umverpackung. Maßtoleranzen im Zehntel-Millimeter-Bereich sind bei Mini-Falzungen üblich; sie beeinflussen das Stapelmaß und die Appliziergenauigkeit. Die Festlegung von Minimalabständen zu Kanten, Rillungen, Öffnungslaschen und Verschlüssen verhindert Funktionsstörungen in der Handhabung.

Ergonomie und Barrierefreiheit

Gut lesbare Kontraste, ausreichende x-Höhen, klare Hierarchien sowie haptische Einstiegshilfen (Laschen, Mikroperforation) erleichtern die Nutzung. Mehrsprachige Inhalte sollten konsistent strukturiert sein, um Fehlinterpretationen zu vermeiden. Für Informationen mit Sicherheitsrelevanz sind optische Hervorhebungen und eindeutige Piktogramme zweckmäßig.

Kennzeichnung und Daten

Seriennummern, Chargencodes und variable Daten werden so positioniert, dass sie scannbar bleiben, auch wenn das Outsert gefaltet oder aufgebracht ist. Eine saubere Trennung von Pflichtfeldern und optionalen Angaben unterstützt die Prozesssicherheit und reduziert das Fehlerrisiko bei der Qualitätssicherung.

Logistische Beanspruchung und Umgebungsbedingungen

Outserts müssen Vibration, Stößen, Reibung und Klimaschwankungen standhalten. Daher sind Klimaprüfungen (z. B. Wechsel aus Kälte in warme, feuchte Umgebung) sowie Fall- und Schütteltests sinnvoll. Für lange Lagerzeiten empfiehlt sich eine Spezifikation zu Papierfeuchte, Verpackungseinheiten der Outserts (Stapel, Banderolen) und zur staubarmen Verarbeitung an der Linie.

Vor- und Nachteile von Outserts

Outserts bieten viele Vorteile für Unternehmen. Sie erweitern den zur Verfügung stehenden Raum auf der Verpackung und ermöglichen intensive Kundenbindung durch Zugaben. Zudem sind sie kostengünstig und flexibel einsetzbar. Aber sie haben auch Nachteile: Zum einen erfordert die Herstellung von Outserts spezialisierte Maschinen und Know-how. Zum anderen können Outserts die Entsorgung der Gesamtverpackung für den Konsumenten verkomplizieren, da sie oft aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Zusätzlich beeinflussen sie unter Umständen Automatisierungsgrade und Taktzeiten an Verpackungslinien, wenn Formate häufig wechseln.

  • Vorteile: Mehr Informationsfläche ohne Änderung der Grundkonstruktion; klare Trennung von Pflichtangaben; gute Lesbarkeit durch strukturiertes Layout; modularer Einsatz auf verschiedenen Verpackungsformaten; Möglichkeit der Mehrsprachigkeit und variabler Daten; skalierbar von Klein- bis Großserien.
  • Herausforderungen: Zusätzliche Prozessschritte (Falzen, Applizieren); Anforderungen an Klebung und Positioniergenauigkeit; potenziell höherer Materialeinsatz; sorgfältige Planung für Recycling und sortenreine Trennung; Risiko des unbeabsichtigten Ablösens bei unsachgemäßer Handhabung.
  • Weitere Aspekte: Einfluss auf Linienleistung und Rüstzeiten; erhöhter Abstimmungsbedarf zwischen Druck, Falzerei und Konfektionierung; Notwendigkeit robuster Prüfprozesse für variable Daten und Codes.

Nachhaltigkeitsaspekte und Entsorgung

Aus ökologischer Sicht bevorzugen viele Anwender monomateriale Lösungen (Papier/Pappe) und trennbare Verbindungen. Ablösbare Klebstoffe und eindeutige Hinweise zur Materialtrennung erleichtern das Recycling. Eine kompakte Faltung reduziert das Volumen, die Verwendung ressourcenschonender Papiere und geeigneter Farben unterstützt die Kreislauffähigkeit. Bei Kombinationen unterschiedlicher Materialien sollten Trennbarkeit und Entsorgungswege klar beschrieben werden. Zudem hilft eine maßvolle Informationsdichte (so viel wie nötig, so wenig wie möglich) dabei, Materialeinsatz und Aufbauhöhe zu reduzieren, ohne die Verständlichkeit zu beeinträchtigen.

Zusammenfassung:

  • Outserts sind speziell entworfene Aufsätze oder Erweiterungen für Verpackungen, die zusätzliche Produktinformationen liefern oder als Marketinginstrument dienen können.
  • Diese Outserts können insbesondere dann von Vorteil sein, wenn die Hauptverpackung nicht ausreichend Platz für alle notwendigen Informationen bietet. So bieten sie eine effektive Lösung, um Produktinformationen zu erweitern oder Werbung direkt in die Verpackungsstruktur zu integrieren.
  • Unternehmen, die Wellpappenverpackungen verwenden, können besonders von Outserts profitieren, da sie aufgrund ihrer flexiblen und leicht bedruckbaren Natur ideal zur Integration von Outserts geeignet sind.
  • Typische Herstellschritte sind Drucken, Falzen, Kleben/Banderolieren und präzises Zuschneiden; Qualitätssicherung stellt Lesbarkeit, Positionierung und Haftung sicher.
  • Wesentliche Spezifikationen umfassen Material, Falzschema, Endformat, Toleranzen und die sichere Applikation auf der Außenfläche der Verpackung.
  • Für eine recyclinggerechte Auslegung sind trennbare Verbindungen, monomateriale Ansätze und klare Entsorgungshinweise empfehlenswert.
  • Regulatorische Vorgaben (z. B. Kennzeichnung, Lesbarkeit, variable Daten) sowie logistische Beanspruchungen fließen in Design, Materialwahl und Prüfplanung ein.

Veröffentlicht am 25.08.2024
Letzte Überarbeitung am 06.11.2025 um 12:08 Uhr von Sebastian Würth

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