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Paketklebeband

Paketklebeband ist ein wesentliches Element beim Verpacken. Es ist besonders effektiv, um Produkte in Wellpappe sicher zu versiegeln und zu schützen. Seine Bedeutung für den Bereich der Wellpapp-Verpackungen ist daher enorm, da es dem Senden und Empfangen von Waren eine zusätzliche Sicherheit verleiht. Darüber hinaus trägt es zur Transportsicherheit, zum Schutz vor Feuchtigkeit und Staub sowie zur Manipulationssicherung bei. Je nach Anwendung variiert die Auswahl hinsichtlich Trägermaterial, Klebstoffsystem, Breite und Abrollgeräusch, um einen zuverlässigen Kartonverschluss unter unterschiedlichen Bedingungen zu gewährleisten. In der Praxis entsteht durch das Zusammenspiel von Träger und druckempfindlichem Klebstoff eine belastbare, fugenfüllende Verbindung, die Kanten und Stöße schützt und die Wellpappstruktur mechanisch stabilisiert. Auch Aspekte wie Bedruckbarkeit, Farbe (braun, transparent, weiß) und die Eignung für Etikettierung oder Warnhinweise spielen im betrieblichen Alltag eine Rolle. Ergänzend gewinnt die Verarbeitbarkeit auf rezyklierten, teils niederenergetischen Deckpapieren an Bedeutung, weshalb Klebstoffe mit guter Benetzungsfähigkeit und ausreichend Scherfestigkeit bevorzugt werden.

Typische Einsatzfelder reichen vom innerbetrieblichen Warenfluss bis zum Paketversand. Paketklebeband lässt sich händisch mit Abrollern verarbeiten oder maschinell in Verschlussanlagen einsetzen. Entscheidend für die Haltbarkeit sind eine ausreichende Anpresskraft, saubere Flächen und das passende Klebeband für Temperatur, Substrat und Belastungsprofil. In Fulfillment-Umgebungen und im E-Commerce ist ein reproduzierbarer H-Naht-Verschluss üblich, während im innerbetrieblichen Transport häufig U-Nähte zum Einsatz kommen. Eine zur Kartongüte passende Bandbreite (z. B. 50 mm für Standard-FEFCO-0201-Kartons, breitere Bänder für schwere oder großvolumige Sendungen) erhöht die Sicherheit und reduziert Reklamationen. Für kühle oder sehr warme Umgebungen sollten kälte- bzw. wärmetaugliche Klebstoffsysteme berücksichtigt werden, um die Anfangshaftung und die Scherfestigkeit zu sichern. Zusätzlich lohnt die Prüfung, ob Anti-Scuff-Lacke, Staubbelastung oder Kondensfeuchte die Benetzung beeinträchtigen, und ob ein leise abrollender Typ ergonomische Vorteile bietet.

Definition: Was versteht man unter Paketklebeband?

Paketklebeband ist ein wichtiges Verpackungsmaterial, das zum Verschließen und Sichern von Kartons verwendet wird. Das Klebeband zeichnet sich durch seine hohe Klebekraft und die Fähigkeit aus, auf verschiedensten Oberflächen gut zu haften. Im engeren Sinne handelt es sich um ein druckempfindliches Selbstklebeband (Pressure Sensitive Adhesive, PSA) auf einem Trägermaterial, das mittels gleichmäßigem Druck auf die Klappen einer Schachtel aufgebracht wird und den Deckelverschluss bildet. PSA-Klebstoffe sind viskoelastisch und benetzen die Substratoberfläche unter Druck; dadurch entsteht eine Verbindung, die aus Adhäsion zur Oberfläche und Kohäsion im Klebstoffverbund resultiert. Eine kurze 'Dwell Time' nach dem Verkleben kann den Endhaftungsaufbau unterstützen. Bei rauen, faserigen Deckpapieren sind höhere Andruckkräfte und eine ausreichend dicke Klebstoffschicht vorteilhaft.

Synonyme und gebräuchliche Bezeichnungen sind unter anderem Packband, Paketband, Kartonverschlussband oder Klebeband für Kartons. Der Aufbau ist meist zweischichtig: ein Träger (z. B. PP/BOPP, PVC oder Papier) und ein Klebstoffsystem (z. B. Acrylat, Hotmelt oder Naturkautschuk). Übliche Breiten liegen bei etwa 48-50 mm, Längen bei ca. 50-66 m pro Rolle (Handrollen) oder deutlich länger bei Maschinenrollen. Der Kerndurchmesser beträgt in der Regel 76 mm. Neben Standardqualitäten existieren Varianten mit angepasster Gesamtdicke, modifizierten Klebstoffformulierungen (z. B. für Kälteanwendungen) sowie Versionen mit bedruckbarer Oberfläche für Hinweise und Kennzeichnungen. Häufige Folienstärken bei PP liegen im Bereich von ca. 25-35 µm, bei Papierklebebändern variiert die Grammatur abhängig von Reißfestigkeit und gewünschter Haptik.

Abgrenzung

Neben klassischen PSA-Paketklebebändern existieren Nassklebebänder (gummiertes Papier, wasseraktivierbar) sowie fadenverstärkte Varianten (Filamentbänder) für besondere Anforderungen. Diese werden je nach Einsatzzweck separat betrachtet, zählen funktional jedoch ebenfalls zum Bereich der Kartonverschlüsse. Fadenverstärkungen (z. B. Glasfaser, Monofilament) erhöhen die Reiß- und Durchstoßfestigkeit, während Nassklebeband mit dem Karton eine sehr feste, papierbasierte Verbindung eingeht, die sich für manipulationssichere und optisch saubere Verschlüsse eignet. Beim Ablösen reißt oftmals das Deckpapier mit, was einen Eingriff sichtbar macht. Auch Gewebeklebebänder können in Ausnahmen für Reparatur- oder Bündelaufgaben eingesetzt werden, sind aber für den regulären Kartonverschluss nur bedingt vorgesehen.

Typen des Paketklebebands: Vielfalt und Verwendung?

Es gibt verschiedene Typen von Paketklebeband, darunter das Acrylklebeband, das PVC-Klebeband und das Papierklebeband. Jedes dieser Bänder hat seine spezifische Anwendung und eignet sich für verschiedene Arten von Verpackungsanforderungen. Ergänzend werden häufig Hotmelt-Klebebänder auf PP-Träger eingesetzt, die eine hohe Anfangsklebkraft bieten und sich für zügige Verarbeitung eignen. Für lärmsensible Bereiche stehen 'leise' abrollende Qualitäten zur Verfügung, die durch spezielle Rezepturen und Rückseitenbehandlungen ein gedämpftes Abrollgeräusch erzeugen. Acrylsysteme können wasserbasiert oder lösemittelbasiert formuliert sein, was Einfluss auf Temperaturfenster, Geruch und Alterungsbeständigkeit hat.

  • PP mit Acrylatkleber: gute Alterungs- und UV-Beständigkeit, häufig transparent oder braun; anfänglich geringere Klebrigkeit (Tack), die nach kurzer Zeit auf Endhaftung ansteigt; geeignet für Standardanwendungen und längere Lagerzeiten; in der Regel lösungsmittelfrei.
  • PP mit Hotmelt: sehr hohe Anfangshaftung, schnelle Verarbeitung, oft 'lautes' Abrollen; bewährt bei mittelschweren bis schweren Kartonagen und zügigen Packprozessen; gut für staubarme, trockene Umgebungen mit moderaten Temperaturen.
  • PVC mit Naturkautschuk: gleichmäßiges, oft leises Abrollen und hohe Scherfestigkeit; universell einsetzbar, auch bei anspruchsvolleren Oberflächen; temperaturstabiler als viele PP-Varianten; angenehm kontrolliertes Abrollverhalten.
  • Papierklebeband: auf Natronkraftpapierbasis, meist mit Hotmelt oder Naturkautschuk; gute Beschriftbarkeit, optisch dezent, in der Regel von Hand reißbar; häufig bevorzugt bei papierbasierten Systemen; erhältlich in braunen und weißen Qualitäten.
  • Nassklebeband (wasseraktivierbar): bildet mit dem Karton eine sehr feste Verbindung; häufig für sicherheitsrelevante Anwendungen und saubere Optik genutzt; unterstützt papierorientierte Stoffströme.

Auswahl nach Anwendung

  • Gewicht und Inhalt: Je schwerer und dynamisch belasteter der Karton, desto wichtiger sind Scherfestigkeit und Reißfestigkeit. Für hohe Gewichte kann eine größere Bandbreite oder eine fadenverstärkte Variante sinnvoll sein.
  • Umgebung und Klima: Kälte, Wärme, Feuchte und UV-Einfluss beeinflussen die Haftung; die Wahl des Klebstoffs ist darauf abzustimmen. Kondensfeuchte und stark staubige Umgebungen erfordern besondere Sorgfalt bei der Flächenvorbereitung.
  • Prozessanforderungen: Leises Abrollen für lärmsensible Bereiche, schnelle Anfangshaftung für zügige Linien, bedruckbare Varianten für Kennzeichnung. Bei automatisierten Anlagen sind gleichmäßiges Abzugsverhalten und definierte Rollenhärte wichtig.
  • Recyclinggedanke: Papierklebebänder unterstützen papierbasierte Materialströme; PP/PVC-Bänder sind weit verbreitet und technisch bewährt. Restmengen sollten minimiert werden, um die Aufbereitung zu erleichtern.
  • Kartonqualität: Ein- oder zweiwellige Wellpappe, Oberflächenenergie und Glätte des Deckpapiers beeinflussen die Benetzung; rauere, faserige Oberflächen benötigen oft höhere Anpresskräfte.
  • Sicherheitsaspekt: Für manipulationssichere Anwendungen sind bedruckte Hinweise oder papierbasierte Systeme mit fester Faserverbindung zweckmäßig.

Funktionsweise und Anwendung des Paketklebands?

Paketklebebänder haften durch eine Mischung von Druck und Klebstoff. Diese Kombination sorgt für eine sichere Versiegelung von Paketen. Sie sind einfach aufzutragen, in der Regel wird ein Klebebandspender verwendet, um den Prozess zu erleichtern. PSA-Klebstoffe fließen unter Druck mikroskopisch in die Oberflächenrauheit des Substrats, wodurch eine kohäsions- und adhäsionsgetragene Verbindung entsteht. Entscheidend sind ausreichende Anpresskraft, trockene und staubfreie Flächen sowie die richtige Bandbreite für die jeweilige Kartonqualität. Auch die Bandspannung beim Applizieren sollte moderat sein, um Dehnung und anschließenden Rückzug zu vermeiden. Eine definierte Kontaktzeit und ein temperaturgerechtes Umfeld fördern einen stabilen Haftaufbau.

Bewährte Verschlusstechniken sind der 3-Streifen- oder H-Naht-Verschluss (Deckel- und Seitenklappen überkleben) für eine erhöhte Sicherheit, sowie der U-Naht-Verschluss für leichtere Inhalte. Bei kalter Umgebung empfiehlt sich das Vorwärmen des Kartons bzw. die Verwendung kälteverträglicher Klebstoffsysteme. Für gleichmäßige Ergebnisse sorgen Handabroller, Tischabroller oder maschinelle Applikation in Verpackungslinien. Eine kurze Wartezeit nach dem Verkleben stabilisiert die Endhaftung; starke mechanische Belastung unmittelbar nach dem Verschluss sollte vermieden werden. Auf rezyklierten, stark offenen Deckpapieren kann ein höherer Klebstoffauftrag oder ein Band mit höherem Tack die Prozesssicherheit erhöhen.

Für standardisierte Prozesse sind passende Verpackungen, die sofort ab Lager verfügbar sind, in Kombination mit abgestimmten Paketklebebändern eine praxisgerechte Lösung, um reproduzierbare Verschlussqualitäten zu erzielen. Ergänzend tragen definierte Arbeitsanweisungen und regelmäßige Schulungen dazu bei, die Qualität der Kartonverschlüsse dauerhaft sicherzustellen. Prüfintervalle für Abroller und Messer sichern die Konsistenz in Linien mit hohem Durchsatz.

Praxis-Tipps zur Verarbeitung

  1. Kartonflächen reinigen, anpressen und vorspannen (Klappen bündig anliegen lassen).
  2. Klebeband zentriert führen, mit gleichmäßigem Druck applizieren, Kanten übergreifen.
  3. Bei schwereren Sendungen H-Naht anwenden und Band ausreichend überstehen lassen.
  4. Abreißen oder schneiden ohne das Band zu dehnen, um Rückzug zu vermeiden.
  5. Verarbeitung bei moderaten Temperaturen (typisch >10 °C) fördert eine stabile Anfangshaftung.
  6. Rollen vor der Verwendung akklimatisieren, um Kondensation und Haftungsverlust zu vermeiden.
  7. Beim Einsatz von Handabrollern auf intakte Bremsen und saubere Andruckwalzen achten.
  8. Bei maschineller Applikation regelmäßig Messer, Andruckleisten und Bandführung warten.
  9. Überfüllte Kartons vermeiden; übermäßige Innenspannung belastet die H-Naht und begünstigt Öffnungen.
  10. Bei längeren Transportwegen zusätzliche Sicherungen (z. B. zweite Längsbahn) nach Risikoanalyse einplanen.

Vor- und Nachteile von Paketklebeband?

Zu den Vorteilen von Paketklebeband gehören seine einfache Anwendung, extreme Anpassungsfähigkeit und hohe Zähigkeit. Allerdings haben sie auch einige Nachteile, wie beispielsweise die Entwicklung von Kleberückständen und die mögliche Beeinträchtigung des Recyclings der Pappe. Doch trotz dieser Nachteile ist das Paketklebeband ein unverzichtbares Werkzeug in der Welt der Verpackungen. Eine richtige Auswahl sowie eine sachgerechte Verarbeitung minimieren die typischen Risiken und fördern dauerhaft stabile Kartonverschlüsse. In Prozessen mit hohen Taktzeiten punkten Systeme mit hohem Tack und gleichmäßigem Abrollverhalten, während papierbasierte Lösungen Vorteile in papierorientierten Verwertungsketten bieten.

  • Vorteile: schnelle Verarbeitung, gute Prozesssicherheit, vielfältige Trägermaterialien und Klebstoffe, bedruckbare Varianten für Kennzeichnung, breite Verfügbarkeit in unterschiedlichen Breiten und Längen, Eignung für manuelle und automatische Applikation.
  • Nachteile: potenzielle Kleberückstände bei empfindlichen Oberflächen, lärmintensives Abrollen je nach Bandtyp, temperaturempfindliche Anfangshaftung bei Acrylaten, getrennte Entsorgung von Reststücken erforderlich, mögliche optische Beeinflussung der Kartonoberfläche.
  • Abhilfe: leise abrollende Qualitäten wählen, geeigneten Klebstoff für Klima/Substrat definieren, saubere Anpressung sicherstellen, bei Bedarf Papierklebeband für papierorientierte Materialströme nutzen, Bandüberstände reduzieren und Schneidwerkzeuge scharf halten.

Technische Kennwerte und Auswahlkriterien?

  • Klebkraft (Peel): häufig in N/25 mm angegeben; bestimmt die Abzugskraft von der Oberfläche; abhängig von Substrat, Temperatur und Verweilzeit.
  • Scherfestigkeit: Widerstand gegen Verschieben unter Last; wichtig für Kartonlaschen unter Zug und für die Stabilität im Stapel.
  • Reißfestigkeit und Dehnung: mechanische Stabilität des Trägers; relevant bei dynamischen Belastungen und Stoßbeanspruchung.
  • Trägerstärke: üblicherweise in µm; beeinflusst Stabilität und Abrissverhalten; dickere Träger sind robuster, dünnere oft anpassungsfähiger.
  • Gesamtdicke: Summe aus Träger und Klebstoffauftrag; wirkt sich auf Handhabung, Steifigkeit und Verschlussqualität aus.
  • Abmessungen: Bandbreite und Rollenlänge müssen zu Kartongröße, Gewicht und Prozess passen; Maschinenrollen unterscheiden sich deutlich von Handrollen.
  • Abrollgeräusch: 'leise' vs. 'laut' je nach Klebstoff/Träger; wichtig für ergonomische Arbeitsplätze und lärmsensible Zonen.
  • Temperatur- und UV-Beständigkeit: Lager- und Einsatzbedingungen berücksichtigen; Kälte- und Wärmeverträglichkeit frühzeitig testen.
  • Rückseitenbehandlung (Release): beeinflusst das Abzugsverhalten von der Rolle und die Kompatibilität mit Abrollern.
  • Klebstart (Tack): maßgeblich für sofortige Haltekraft unmittelbar nach dem Aufbringen, insbesondere in schnellen Linienprozessen.

Lagerung und Haltbarkeit?

Rollen sollten kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden, idealerweise in der Originalverpackung, liegend und ohne Druckstellen. Moderate Temperaturen und eine relative Luftfeuchte im mittleren Bereich unterstützen die Langzeitstabilität. Vor Einsatz die Rollen akklimatisieren, um Kondensation zu vermeiden. Das First-in-First-out-Prinzip hilft, Alterungseffekte zu minimieren. Unter geeigneten Bedingungen bleibt die Funktionsfähigkeit typischerweise über einen längeren Zeitraum erhalten; direkte Sonneneinstrahlung, Hitzequellen und hohe Luftfeuchte sollten vermieden werden, um ein Verkleben der Wicklungen oder ein vorzeitiges Austrocknen des Klebstoffs zu verhindern. Für viele Qualitäten gilt eine empfohlene Verwendungsdauer innerhalb von 12 bis 24 Monaten ab Herstellung, abhängig vom Klebstoffsystem und der Lagerführung.

Umweltaspekte und Entsorgung?

Bei papierbasierten Systemen erleichtert Papierklebeband häufig eine sortenreine Entsorgung mit Kartonagen. Kunststoffbasierte Bänder sind technisch bewährt und weit verbreitet; verbleibende Bandreste sollten möglichst gering sein. Eine sachgerechte Trennung und die Reduktion überstehender Abschnitte verbessern die Aufbereitung. Nassklebebänder können für manipulationssichere, papierfokussierte Lösungen vorteilhaft sein; generell empfiehlt sich die Evaluierung von Materialeinsatz, Restmengen und Verarbeitungsparametern, um Ressourceneffizienz und Recyclingfähigkeit zu unterstützen. Lösemittelfreie Systeme und optimierte Bandbreiten tragen zusätzlich zu einem geringeren Materialverbrauch bei.

Häufige Fehler und Vermeidung?

  • Zu geringer Andruck: führt zu unvollständiger Benetzung und geringer Anfangshaftung.
  • Verschmutzte/feuchte Oberflächen: reduzieren Adhäsion; daher Flächen vorbereiten.
  • Ungeeigneter Bandtyp: Klebstoffsystem auf Klima und Kartonqualität abstimmen.
  • Zu starke Dehnung beim Aufbringen: Band zieht sich zurück; sauber, spannungsarm applizieren.
  • Unzureichende Bandbreite: zu schmale Bänder können bei schweren oder prall gefüllten Kartons nachgeben.
  • Fehlerhafte Lagerung: Hitze, UV und hohe Feuchte beeinträchtigen das Abroll- und Haftverhalten.
  • Unruhige Kartongeometrie: schlecht schließende Klappen erzeugen Spaltmaße, die den Verschluss schwächen.

Normen, Prüfmethoden und Richtlinien?

Für Paketklebeband sind standardisierte Messmethoden zur Beurteilung von Klebkraft (Peel), Scherfestigkeit und Reißfestigkeit etabliert. Üblich sind Prüfungen mit definierten Streifenbreiten, Abzugswinkeln und Geschwindigkeiten sowie Klimavorkonditionierungen, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. Betriebe nutzen häufig interne Spezifikationen, in denen Mindestwerte, Temperaturbereiche und Applikationsrichtlinien festgelegt sind. Zusätzlich können Stichprobenprüfungen im Wareneingang und während des Betriebs die Prozesssicherheit erhöhen. Ergänzend haben sich Akzeptanzkriterien wie konstantes Abrollmoment, saubere Schnittkanten und dokumentierte Haftwerte im Rahmen interner QS-Pläne bewährt.

Bedruckung, Farbe und Kennzeichnung?

Paketklebebänder sind in transparent, braun und weiß verfügbar; farbige Ausführungen erleichtern die visuelle Zuordnung in Lager- und Versandbereichen. Eine Bedruckung (z. B. Pfeile, Vorsicht-Hinweise oder interne Kennzeichnungen) unterstützt Prozessklarheit und Manipulationsschutz. Mattierte Oberflächen erleichtern die Lesbarkeit, während glänzende Varianten eine unauffällige Optik bieten. Bei bedruckten Bändern ist auf gute Haftung der Druckfarbe und ein sauberes Abrollverhalten zu achten. Sicherheitsdrucke, die beim Ablösen brechen oder Spuren hinterlassen, können den Eingriffsnachweis erleichtern.

Kompatibilität mit Wellpappen-Qualitäten?

Die Haftung von Paketklebeband hängt maßgeblich von der Deckpapierqualität, der Welligkeit (z. B. E-, B- oder Doppelwelle) und der Oberflächenenergie ab. Glattere, stärker geleimte Deckpapiere verhalten sich anders als offenporige, faserige Oberflächen. Vorzugsweise werden Band und Kartonqualität gemeinsam getestet, insbesondere wenn hohe Stapellasten, wechselnde Klimabedingungen oder lange Transportwege zu erwarten sind. Beschichtungen, Lacke oder Silikonisierungen können die Haftung reduzieren; hier helfen Vorversuche und eine Klebstoffwahl mit höherem Tack oder anderer Chemie.

Geräte und Applikationshilfen?

Handabroller, Tischabroller und automatische Verschließer unterstützen einen gleichmäßigen, reproduzierbaren Auftrag. Wichtige Kriterien sind ergonomische Griffe, passende Kernaufnahme (üblich 76 mm), leichtgängige Rollenlager und definierte Bremsen. In automatisierten Linien wirken Bandzug, Messerqualität und die Ausrichtung der Kartonklappen maßgeblich auf das Verschlussergebnis. Regelmäßige Wartung erhält die Prozessstabilität und reduziert Stillstände. Eine klar dokumentierte Einstellung von Bandzug und Andruckkräften erleichtert den Anlagenwechsel zwischen Bandtypen.

Berechnung von Bedarf und Dimensionierung?

Der Bandverbrauch pro Karton hängt von Verschlusstechnik (U-Naht, H-Naht), Kartongröße und geforderter Sicherheitsreserve ab. Richtwerte können zur Planung dienen; in der Praxis variieren die Längen je nach Prozess zwischen kurzen Einzelschnitten und mehrfachen Überklebungen. Für eine belastbare Kalkulation empfiehlt sich eine Ermittlung anhand typischer Sendungsformate und eine Zuordnung geeigneter Bandbreiten und Rollenlängen. Eine einfache Näherung für den H-Naht-Verschluss lautet: zweimal Kartonbreite plus einmal Kartonlänge zuzüglich Sicherheitsüberstand je Stirnseite.

Zusammenfassung:

  • Paketklebeband ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für Unternehmen, die mit Verpackungen aus Wellpappe arbeiten, da es den sicheren Verschluss und Schutz der Pakete gewährleistet.
  • Die Robustheit und klebende Wirkung von Paketklebeband ermöglicht es, sogar schwere und voluminöse Sendungen in Wellpappenverpackungen sicher zu versenden.
  • Außerdem verfügt Paketklebeband oft über spezielle Eigenschaften wie UV-Beständigkeit und Witterungsresistenz, was es zur idealen Lösung für den Transport und die Lagerung von Wellpappenverpackungen macht.
  • Die geeignete Wahl von Träger und Klebstoff (z. B. PP/Hotmelt, PP/Acrylat, PVC/Naturkautschuk oder Papier) hängt von Gewicht, Klima, Prozess und gewünschter Akustik beim Abrollen ab.
  • Eine korrekte Applikation mit ausreichendem Andruck und die passende Verschlusstechnik (z. B. H-Naht) erhöhen die Sicherheit und reduzieren Reklamationen.
  • Gezielte Vorversuche mit realen Kartonqualitäten, klimatischen Bedingungen und Prozessparametern sichern die Wahl eines dauerhaft prozessstabilen Bandtyps ab.

Veröffentlicht am 04.08.2024
Letzte Überarbeitung am 18.05.2026 um 10:57 Uhr von Julia Kopp

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