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Rahmentypverpackung

Im Bereich der Wellpappe-Verpackungen nimmt die Rahmentypverpackung eine bedeutende Position ein. Als Teil eines vielseitigen und flexiblen Verpackungssystems bietet sie schützende und tragende Eigenschaften, ideal für verschiedenste Anwendungen. Sie kombiniert einen umlaufenden Rahmen mit zugehörigen Zuschnittflächen und stabilisiert so Kanten, Flächen und empfindliche Bauteile. Durch die modulare Bauweise lassen sich Rahmen mit Deck- und Bodenplatten oder Inlays kombinieren, wodurch unterschiedlichste Produktions- und Logistikszenarien abgedeckt werden. Zusätzlich ermöglicht der Rahmenaufbau eine klare Trennung zwischen Kantenauflage und Flächenauflage, was die Lastpfade eindeutig definiert und die punktuelle Druckeinwirkung reduziert. In der Praxis werden Rahmensets platzsparend flach geliefert, am Packplatz bedarfsgerecht aufgerichtet und können mit standardisierten Einlagen zu robusten, wiederholgenauen Verpackungseinheiten ergänzt werden.

Definition: Was versteht man unter Rahmentypverpackung?

Die Rahmentypverpackung bezeichnet eine spezielle Form der Wellpappe-Verpackungen. Ihre Charakteristik äußert sich in ihrer markanten Konstruktion, die aus einem stabilen Rahmen und den dazugehörigen Seitenpartien besteht. Primär dient sie dem sicheren Transport und der Lagerung von Produkten unterschiedlicher Größe und Gewicht. Insbesondere Industriegüter mit hohen Anforderungen an den Verpackungsschutz profitieren von der Rahmentypverpackung. Typisch sind flach angelieferte Zuschnitte, die über Rillungen und Gürtelschlitze zu einem selbsttragenden Rahmen aufgerichtet werden. Häufig wird der Rahmen mit einer Deck- bzw. Bodenlage kombiniert, um Flächenlasten zu verteilen und Kanten gezielt zu verstärken. Die resultierende Geometrie bildet einen umlaufenden Ring, der Kräfte kontrolliert abführt und durch definierte Kontaktpunkte für eine gleichmäßige Druckverteilung sorgt. Durch die klare Trennung von Trage- und Schutzfunktion bleibt die Oberfläche empfindlicher Güter weitgehend spannungsarm.

Im Unterschied zu geschlossenen Faltkonstruktionen erlaubt der Rahmentyp, Lasten entlang des umlaufenden Rings zu führen und Kontaktflächen definiert zu positionieren. Dadurch lassen sich empfindliche Oberflächen, präzise Bauteile oder flächige Güter mit planem Druck, formschlüssiger Fixierung und zuverlässiger Kantenführung sichern. Zudem ist die Auslegung hinsichtlich Innenmaß, Außenmaß und Rahmenhöhe gut skalierbar, wodurch sich sowohl flache als auch hohe Bauteile maßhaltig sichern lassen. Bei wiederkehrenden Packvorgängen unterstützt die standardisierte Rahmengeometrie schlanke Prozesse und erleichtert das Variantenmanagement in der Montageversorgung.

Verfahren zur Herstellung von Rahmentypverpackungen

Durchgehende Wellpappe, Gürtelschlitze und Falzlinien spielen eine wesentliche Rolle bei der Herstellung von Rahmentypverpackungen. Die Mechanismen des Zuschnitts, Schlitzens und Falzens lassen die Wellpappe zu Rahmentypverpackungen in großer Vielfalt werden. Perfekt angepasst an die Abmessungen des zu verpackenden Produkts, ermöglichen diese Methoden eine passgenaue, stabile und flexible Lösung, deren Qualität entscheidend für den Schutz und die Sicherheit des Packguts ist. Ergänzend kommen Rill- und Stanzprozesse (Rotations- oder Flachbettstanzen) zum Einsatz, um präzise Linienführungen, Einstecklaschen und funktionale Ausklinkungen herzustellen. Materialauswahl und Wellenkombination (z. B. ein- oder doppelwellige Qualitäten) werden nach Kantenstauchwiderstand, Stapeldruck und geforderter Dämpfung gewählt. Für effiziente Fertigung werden Nutzenbilder optimiert, Verschnitt reduziert und die Faserrichtung mit Blick auf Aufrichtkräfte und Tragverhalten geplant.

Die Rillgeometrie (Rilltiefe, Rillbreite, Rillabstand) sowie die Faserrichtung der Deckschichten beeinflussen Aufrichtverhalten, Rückstellkräfte und Maßhaltigkeit im aufgestellten Zustand. Saubere Kanten, ausreichende Rillkompression und reproduzierbare Schlitzmaße sind wesentlich, damit der Rahmen winklig schließt und seine Tragefunktion dauerhaft erfüllt. Für die konstruktive Auslegung gelten praxisnahe Toleranzen, die sich aus Werkstoff, Fertigung und späterer Belastung ergeben. Weiterführende Erläuterungen zu präzisen Abmessungen und rillbedingten Toleranzen in der Konstruktion unterstützen die sichere Auslegung von Rahmenelementen. Zusätzlich ist eine eindeutige Kennzeichnung der Rill- und Steckreihenfolge hilfreich, um Fehlaufrichtungen zu vermeiden und die Packzeit zu stabilisieren. Wo erforderlich, lassen sich Steckverbindungen durch punktuelle Verklebungen ergänzen, um die Langzeitstabilität unter Vibration und Klimaschwankung zu erhöhen.

Konstruktive Merkmale und Varianten

  • Umlaufender Rahmenring: sorgt für Kantenstabilität und Lastverteilung über alle Seiten.
  • Rill- und Falzbild: definiert Aufrichtreihenfolge, Einsteckpunkte und die endgültige Geometrie.
  • Gürtelschlitztechnik: ermöglicht formschlüssiges Ineinandergreifen von Laschen für zusätzliche Haltekraft ohne Metallheftung.
  • Mehrteilige Sets: Kombination aus Rahmen, Deck- und Bodenplatten oder passgenauen Einlagen für Flächen- oder Kantenauflage.
  • Materialwahl: ein- oder doppelwellige Qualitäten, angepasst an Gewicht, Stoßbeanspruchung und Stapeldruck.
  • Rahmenhöhe und Stegbreite: an Produktgeometrie und zulässigen Druck anzupassen, um Kanten und Flächen zu entlasten.
  • Auflageflächen: definierte Pads oder Kantenauflagen verhindern Abrieb und Druckspitzen auf sensiblen Oberflächen.
  • Modulare Inlays: konturgeschnittene Einlagen erhöhen Formschluss, ohne das Monomaterial-Prinzip zu verlassen.

Anwendungsbereiche und Einsatzmöglichkeiten von Rahmentypverpackungen

Von der Elektronik bis zur Automobilindustrie, von Lebensmitteln bis zu Umzugswaren – die Rahmentypverpackungen bewähren sich in diversen Gebieten. Als Schutzverpackung eignen sie sich vorzüglich für Waren mit empfindlichen Oberflächen oder für Artikel, die einer hohen Stoßbelastung ausgesetzt sind. Sie bedienen sich der Kraft und Elastizität der Wellpappe, um hervorragende Stabilität und Schutz zu gewährleisten. Darüber hinaus unterstützen sie sichere Kantenführung und Flächenauflage, was insbesondere bei planen Gütern relevant ist. In Mehrkomponentenverpackungen dienen Rahmen als zentrales Bindeglied zwischen Deck- und Bodenplatten und können mit Zwischenlagen zu stapelbaren Einheiten kombiniert werden.

  • Elektronik und Feinmechanik: Rahmen fixieren Gerätegehäuse oder Baugruppen, vermeiden Kantenbeschädigungen und verteilen Flächenlasten. Antistatik-gerechte Ausführungen sind bei entsprechenden Anforderungen über geeignete Papiersorten realisierbar.
  • Automotive: Geeignet für Komponenten wie Zierleisten, Paneele, Verkleidungen oder empfindliche Oberflächen mit definierter Auflage. Bauteilschutz wird durch formschlüssige Steckpunkte und rüttelfeste Rahmengeometrien unterstützt.
  • Möbel und Innenausbau: Fronten, Türen, Plattenware, Leuchtenkomponenten werden über Rahmen sicher geführt und gegen Kantenschläge geschützt. Flächige Lasten werden kontrolliert in den Rahmenring eingeleitet.
  • Glas, Keramik, Verbundwerkstoffe: Flächige, spröde Güter profitieren von planem Druck und umlaufender Stabilisierung.
  • Haushaltsgeräte und Konsumgüter: Rahmensets ermöglichen die Kombination mit Einlagen für formschlüssige Fixierung und vibrationsarme Transporte.
  • Medizintechnik und Laborgeräte: präzise Bauteile lassen sich mit geradliniger Kantenführung und minimaler Kontaktfläche schützen.
  • Maschinenbau und Ersatzteile: lange, empfindliche Komponenten (Profile, Schienen, Platten) erhalten lineare Auflage und robuste Kantenführung.
  • Druckerzeugnisse und Displays: plan liegende Waren bleiben winklig gestützt und vor Knicken geschützt.

Praxisaspekte im Einsatz

  • Kommissionierung: Flachliegende Zuschnitte sparen Platz, die Aufrichtung erfolgt bedarfsnah am Packplatz.
  • Prozesssicherheit: Markierte Falz- und Steckpunkte reduzieren Fehler beim Aufrichten und erhöhen die Wiederholgenauigkeit.
  • Kombination mit Einlagen: Materialhomogene Einlagen aus Wellpappe ermöglichen Monomaterial-Lösungen mit klarer Trennung und Recyclingfähigkeit.
  • Ergonomie und Taktzeit: gut lesbare Kennzeichnungen, Poka-Yoke-Steckgeometrien und griffgünstige Laschen unterstützen sichere und zügige Handhabung.
  • Variantensteuerung: farbneutrale Codierungen oder Druckmarken erleichtern die Unterscheidung von Rahmentypen bei ähnlichen Abmessungen.

Vor- und Nachteile von Rahmentypverpackungen

Zu den überzeugenden Vorteilen der Rahmentypverpackungen zählen ihre hohe Stabilität, begünstigt durch die besondere Konstruktion. Ihre Flexibilität ermöglicht maßgeschneiderte Verpackungslösungen für verschiedenste Waren. Durch deren deutlich verbesserte Stapelfähigkeit wird eine effiziente Raumauslastung gewährleistet. Weiterhin sind sie recyclingfähig und bieten eine umweltfreundliche Verpackungslösung. Auf der anderen Seite entstehen durch die aufwendige Herstellung vergleichsweise höhere Kosten, die bei großen Stückzahlen deutlich zu Buche schlagen können. Des Weiteren können Rahmentypverpackungen anfälliger für Feuchtigkeit sein und benötigen mehr Lagerplatz als andere Verpackungsarten. Ergänzend ist die Aufrichtreihenfolge strikt einzuhalten, um Maßhaltigkeit und Winkligkeit sicherzustellen; fehlende Markierungen können zu Prozessabweichungen führen.

  • Vorteile: definierte Kanten- und Flächenführung, gute Maßhaltigkeit nach dem Aufrichten, modulare Kombination mit Deck-/Bodenlagen, flachliegende Anlieferung, Monomaterial-Konzepte möglich.
  • Weitere Vorteile: Lastverteilung über den umlaufenden Rahmenring, reduzierte Kontaktpunkte auf empfindlichen Oberflächen, wiederholgenaue Aufrichtung bei sauberer Rillgeometrie.
  • Nachteile: höherer Konstruktions- und Fertigungsaufwand bei komplexen Rill-/Schlitzbildern, erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Feuchte und Klimawechseln ohne geeignete Materialwahl.
  • Weitere Nachteile: potenziell längere Aufrichtzeiten im Vergleich zu einfachen Faltkonstruktionen, wenn keine passenden Aufrichthilfen oder Markierungen vorhanden sind.

Qualitätskriterien und Prüfung

Die Leistungsfähigkeit einer Rahmentypverpackung wird durch Werkstoffkennwerte und praxisnahe Tests bestimmt. Relevante Größen sind unter anderem Kantenstauchwiderstand (ECT), Stapelstauchwiderstand (BCT) des Gesamtsystems, Durchstoßwiderstand sowie das Verhalten unter klimatischer Konditionierung. Fall-, Stoß- und Schwingprüfungen zeigen, ob die Rahmengeometrie Lasten führt, ohne kritische Bereiche zu überlasten. Maßhaltigkeit und Winkligkeit des Rahmens nach dem Aufrichten gelten als zentrale Kriterien für Passform und Schutzwirkung. Ergänzend sind Funktionsprüfungen der Steckverbindungen (Einsteckkräfte, Haltekraft) sinnvoll, ebenso Toleranzanalysen von Rill- und Schlitzmaßen. Klimaprüfungen unter definierten Temperatur- und Feuchtebedingungen liefern Hinweise auf Dimensionsänderungen und Tragverhalten bei Lager- und Transportbedingungen.

Lagerung, Handling und Sicherheit

Zur Vermeidung von Qualitätsverlusten werden Zuschnitte trocken, plan und druckentlastet gelagert. Beim Aufrichten ist auf rissfreie Rillkanten, vollflächige Anlage und korrektes Ineinandergreifen der Gürtelschlitze zu achten. Kennzeichnungen an Rill- und Steckstellen unterstützen standardisierte Abläufe. Für wiederkehrende Packvorgänge empfiehlt sich eine dokumentierte Falt- und Reihenfolgeanweisung, um Maßhaltigkeit und Schutzwirkung zu sichern. Darüber hinaus sind klimatische Rahmenbedingungen (z. B. relative Luftfeuchte) zu berücksichtigen, da sie die Festigkeit und Formstabilität beeinflussen. Stapelregeln und zulässige Stapelhöhen sollten anhand der BCT-Werte des Systems festgelegt und regelmäßig verifiziert werden.

Zusätzliche Konstruktionshinweise

Bei der Auslegung empfiehlt sich die klare Definition von Innen- und Außenmaßen, die Berücksichtigung von Fertigungstoleranzen sowie die Abstimmung von Rahmenhöhe und Einlagenstärke. Übergänge an Laschen und Schlitzen werden entgratet oder mit kleinen Radien ausgeführt, um Einrisse zu vermeiden. Für lange Transportwege oder erhöhte Vibrationen kann eine Kombination aus Gürtelschlitzen und punktueller Verklebung die Dauertragfähigkeit steigern. Druckbild und Kennzeichnung sollten so platziert sein, dass Rilllinien frei bleiben und die Rillkompression nicht beeinträchtigt wird.

Nachhaltigkeit und Wiederverwertung

Rahmentypverpackungen aus Wellpappe sind grundsätzlich gut recyclingfähig und unterstützen materialhomogene Kreisläufe. Der Einsatz von Monomaterial-Komponenten erleichtert die sortenreine Erfassung. Eine ressourcenschonende Konstruktion berücksichtigt reduzierten Materialeinsatz, optimierte Nutzenbilder und eine hohe Packdichte im Lager und im Transport. Wasserbasierte Druck- und Hilfsstoffe sowie der Verzicht auf fremdmaterialhaltige Verbindungselemente verbessern die Wiederverwertbarkeit. Durch modulare Bauweise lassen sich Rahmen wiederverwenden, sofern die Beanspruchung und die Prozessanforderungen dies zulassen.

Zusammenfassung:

  • Rahmentypverpackungen sind eine besonders vielseitige Lösung im Bereich der Verpackungen, speziell für Unternehmen, die sich auf die Produktion von Wellpappe konzentrieren.
  • Diese Art von Verpackung zeichnet sich durch ihre variable Anpassungsfähigkeit aus. Sie kann an unterschiedliche Produktgrößen und -formen angepasst werden, was eine flexible und effiziente Verpackungslösung gerade im Bereich der Wellpappe ermöglicht.
  • Zusätzlich bietet die Rahmentypverpackung einen optimalen Schutz für die verpackten Güter. Zusammen mit dem Einsatz von Wellpappe trägt sie somit zur Verdoppelung der Stabilität und Sicherheit der Produkte bei.
  • Kernprinzip: Ein umlaufender Rahmenring stabilisiert Kanten und Flächen und verteilt Lasten kontrolliert.
  • Fertigung: Zuschnitt, Rillen, Gürtelschlitzte und Falzlinien bestimmen Aufrichtbarkeit, Maßhaltigkeit und Tragverhalten.
  • Einsatz: Besonders geeignet für flächige, empfindliche oder kantenkritische Produkte in Industrie, Handel und Montageversorgung.
  • Bewertung: Vorteile liegen in Modularität und Schutzwirkung; Grenzen ergeben sich aus Fertigungsaufwand, Feuchteeinfluss und Handlingsansprüchen.
  • Praxis: Definierte Abmessungen, klare Toleranzvorgaben und klimabewusste Lagerung sichern reproduzierbare Qualität im Verpackungsprozess.

Veröffentlicht am 30.04.2025
Letzte Überarbeitung am 16.12.2025 um 11:22 Uhr von Sebastian Würth

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