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Reinraumverpackung

Die spezielle Art der Verpackung, bekannt als Reinraumverpackung, beginnt ihre Reise in der Wellstar-Packaging GmbH. Im Zentrum dieser Reise steht die bewährte Wellpappe, die durch ihre einzigartige Struktur, Flexibilität und Stabilität strenge Qualitätsanforderungen erfüllt. Reinraumgeeignete Lösungen dienen dazu, sensible Güter kontrolliert zu schützen, Partikelemissionen zu minimieren und definierte Reinheitsniveaus entlang der gesamten Prozesskette zu sichern. Je nach Einsatzbereich wird zwischen primärer Sterilbarriere, sekundärer Schutzverpackung und tertiärer Transportverpackung unterschieden, die jeweils eigene Anforderungen an Material, Reinheit und Dokumentation mit sich bringen. Ergänzend spielen abgestimmte Packmittelgeometrien, definierte Toleranzen, staubarme Fertigungsschritte und validierte Handlingsweisen eine wesentliche Rolle, um die Kontaminationsrisiken in allen Transferpunkten vom Wareneingang bis zum Warenausgang zu reduzieren. Risikobasierte Qualitätsplanung, klar definierte Freigabekriterien und eine lückenlose Rückverfolgbarkeit stärken die Prozesssicherheit entlang der gesamten Lieferkette.

Definition: Was versteht man unter Reinraumverpackung?

Die Reinraumverpackung ist ein spezifisches Verpackungsformat, das in staubarmen, mikrobiologisch kontrollierten Umgebungen (Reinräumen) eingesetzt oder hergestellt wird. Ziel ist es, empfindliche Produkte vor Partikeln, Keimen, Feuchtigkeit, chemischen Rückständen und elektrostatischer Aufladung zu schützen. In der Praxis umfasst dies sowohl die verwendeten Materialien als auch die Prozesse der Vorbereitung, Abfüllung, Versiegelung und Kennzeichnung im kontrollierten Umfeld. Ergänzend werden Prozesse, Personalflüsse und Materialflüsse so gestaltet, dass Kreuzkontaminationen systematisch vermieden werden.

Typische Einsatzdomänen sind Pharma, Medizintechnik, Biotechnologie, Lebensmittelverarbeitung, Halbleiter- und Optikfertigung. Hier wird die Integrität von Produkten durch validierte Prozesse und definierte Reinheitsklassen sichergestellt. Je nach Produktart kommen sterile oder nicht sterile, aber partikelarme Verpackungen zum Einsatz. Ergänzend werden Anforderungen an Rückverfolgbarkeit, Kennzeichnung und Prozesskontrolle gestellt.

  • Primär-/Sekundär-/Tertiärverpackung: Sterilbarrieren, schützende Umverpackung und Transportlösungen mit abgestimmter Barriere- und Stabilitätsleistung.
  • Kontaminationskontrolle: Minimierung von Partikeln, Mikroorganismen, Ausgasungen und chemischen Migrationen.
  • ESD-Schutz: Für elektrische/elektronische Bauteile sind antistatische Eigenschaften wesentlich.
  • Validierbarkeit: Nachweisbare, reproduzierbare Performance von Materialien und Prozessen über den Lebenszyklus.
  • Sterilisationskompatibilität: Verträglichkeit mit relevanten Sterilisationsverfahren ohne Beeinträchtigung der Barriere- oder Nahtqualität.
  • Rückverfolgbarkeit: Eindeutige Etikettierung, chargenbezogene Dokumentation und konsistente Identifikation bis zur Auslieferung.

Reinraumverpackungen lassen sich in “sterile” Sterilbarrieresysteme (mit nachgewiesener mikrobieller Barriere) und “reinraumgeeignete” partikelarme Lösungen ohne Sterilitätsnachweis unterscheiden. Während die Primärverpackung unmittelbaren Produktschutz garantiert, sorgt die Sekundärverpackung für kontaminationsarmes Handling und die Tertiärverpackung für die sichere Einheit aus Transportfestigkeit und logistischer Effizienz. Für Wellpappe als Sekundär- und Transportverpackung sind partikelarme Oberflächen, kaschierte Decklagen, staubreduzierte Stanzungen und kontrollierte Faserbindung zentrale Merkmale. Ergänzend fördern definierte Kantenqualitäten, präzise Einlagen und reproduzierbare Faltfolgen ein abriebarmes Zusammenwirken von Packmittel und Packgut.

Anforderungen und Herstellung der Reinraumverpackung

Die Anforderungen an die Reinraumverpackung sind hoch. Materialauswahl, Design und Herstellungsprozess müssen strikten Richtlinien entsprechen. Hierbei nimmt Wellpappe eine dominante Rolle ein, da sie sich durch Anpassungsfähigkeit und Stabilität auszeichnet. Der Herstellungsprozess beinhaltet mehrere strenge Reinigungs- und Sterilisationsphasen, um die Einhaltung der hohen Qualitäts- und Hygienestandards zu gewährleisten. Lösungen auf Basis von Wellpappe bietet die Wellstar-Packaging GmbH. Zusätzlich werden definierte Akzeptanzkriterien (z. B. zulässige Partikelabgabe, Maßhaltigkeit, Festigkeit) festgelegt, die über geeignete Prüfpläne regelmäßig verifiziert werden. Sterilisationsschritte erfolgen produkt- und prozessabhängig nur dort, wo sie gefordert sind, und werden über geeignete Stabilitätsnachweise flankiert.

Regulatorischer Rahmen und Reinheitsklassen: Prozesse orientieren sich häufig an ISO-14644-Reinraumklassen, an GMP-Grundsätzen und - bei Medizinprodukten - an einschlägigen Normen zur Sterilbarriere und Verpackungsvalidierung. Prozessschritte werden dokumentiert, qualifiziert und regelmäßig überwacht (z. B. Partikelmonitoring, mikrobiologische Kontrollen). Für regulierte Produkte werden Vorgaben aus anwendbaren Rechtsrahmen (z. B. Medizinprodukte- und In-vitro-Diagnostika-Regelwerke) in die Spezifikationen, Prüfpläne und das Änderungsmanagement integriert.

Materialauswahl und Konstruktion: Eingesetzte Materialien sind partikelarm, frei von losen Fasern, emissionsarm (geringe Ausgasung) und chemisch verträglich. Für Wellpappe gilt: Sie wird vor allem als stabile Sekundär- oder Transportverpackung genutzt, häufig mit oberflächenversiegelten oder kaschierten Deckschichten zur Faserrückhaltung. Konstruktive Elemente wie umlaufende Kantenverstärkungen, staubreduzierte Stanzkonturen und definierte Rillungen unterstützen die Reinraumtauglichkeit sowie reproduzierbare Handlingabläufe. VOC-arme Klebstoffe, reduzierte Druckbilder und geeignete Lack- oder Beschichtungssysteme minimieren zusätzlich das Emissions- und Abriebrisiko.

Herstellprozess im Reinraum: Vorbereitete Komponenten werden gereinigt, kontrolliert eingebracht und unter festgelegten Bedingungen verarbeitet. Personal trägt geeignete Schutzkleidung, Oberflächen werden regelmäßig desinfiziert, Ionisation kann zur Reduktion elektrostatischer Aufladung beitragen. Versiegelungen erfolgen mit qualifizierten Parametern (z. B. Temperatur, Zeit, Druck), um gleichbleibende Nahtqualität zu erreichen. Ergänzend sind weiterführende Hinweise zu den relevanten Abmessungen für die Packgutharmonisierung entscheidend. Klare Line-Clearance-Prozesse, Materialflusskontrollen über Schleusen und eindeutige Chargentrennung erhöhen Reproduzierbarkeit und Auditfähigkeit.

Reinigung, Sterilisation und Kontrolle: Abhängig vom Produkt kommen Reinigungs- und Sterilisationsverfahren wie Dampf, Ethylenoxid oder Strahlensterilisation in Betracht. Verpackungen müssen diese Prozesse ohne Funktionsverlust überstehen (z. B. Nahtfestigkeit, Barrierewirkung). Prüfungen umfassen Dichtigkeits- und Festigkeitstests, visuelle Inspektionen, Partikel- und Bioburden-Kontrollen sowie - bei ESD-Anforderungen - Messungen der Oberflächenwiderstände. Für Langzeitstabilität werden häufig beschleunigte Alterungstests (z. B. nach ASTM F1980) und reale Lagerstudien eingesetzt, um die Haltbarkeit und Siegelintegrität über die vorgesehene Lebensdauer abzusichern.

Dokumentation und Rückverfolgbarkeit: Chargen- und Materialnachweise, Etikettierung, UDI-Anforderungen (bei entsprechenden Produkten) sowie nachvollziehbare Prüfprotokolle sichern die Prozessqualität. Änderungen werden kontrolliert implementiert und auditiert, um Reproduzierbarkeit zu gewährleisten. Ergänzend sorgen definierte Prüfstatuskennzeichnungen, Audit-Trails und freigaberelevante Checklisten für Transparenz in Qualitäts- und Logistikprozessen.

Normen, Prüfmethoden und Validierung

Die Validierung von Reinraumverpackung folgt typischerweise einem strukturierten Ansatz aus Designqualifizierung (DQ), Installationsqualifizierung (IQ), Betriebsqualifizierung (OQ) und Leistungsqualifizierung (PQ). Für Sterilbarrieresysteme sind Prüfprotokolle nach ISO 11607 etabliert; typische Methoden umfassen u. a. Peel-Tests (z. B. nach ASTM F88), Burst-Tests (z. B. ASTM F1140), Dichtigkeitsprüfungen (z. B. ASTM F2096) und Farbstoffpenetrationstests. Für mikrobiologische Aspekte werden Bioburden-Ermittlungen (z. B. ISO 11737) und Sterilisationsvalidierungen (z. B. ISO 11135 für EO, ISO 11137 für Strahlen, ISO 17665 für Dampf) angewandt. Anforderungen an elektrostatische Schutzverpackungen orientieren sich an IEC 61340-5-1; hierzu zählen Grenzwerte für Oberflächen- und Durchgangswiderstände sowie Prüfungen zur Ableitfähigkeit. Transportbelastungen werden über standardisierte Versandtests (z. B. Schock, Vibration, Klima) abgebildet und mit geeigneten Belastungsprofilen (z. B. gemäß ISTA) simuliert. Ergänzend kommen für Siegelnahtnachweise und Dichtheit häufig ASTM F1929, Vakuum-Verfahren (z. B. ASTM F2338) sowie Stabilitätsnachweise gemäß ISO 11607-1/-2 zum Einsatz.

Maßhaltigkeit und Abmessungen

Maßhaltigkeit ist für die Packgutharmonisierung im Reinraum wesentlich: definierte Innenabmessungen, enge Toleranzen und passgenaue Einlagen minimieren Abrieb und Partikelfreisetzung. Für Wellpappe gelten zudem Vorgaben zu Rilltiefe, Stanzbild und Kantenqualität, um Ein- und Ausschübe reproduzierbar zu ermöglichen. Ergänzend tragen codierte Lagenbilder, eindeutige Etikettenpositionen und standardisierte Faltfolgen zu stabilen Prozessen bei. Als prüfbare Merkmale haben sich u. a. Innenmaßtoleranzen, Planlage, Kantenabrieb und die Siegelnahtfestigkeit relevanter Verbunde etabliert.

ESD-gerechte Auslegung

Werden elektronische Baugruppen verpackt, erfolgt die Auslegung nach ESD-Kategorien (leitfähig, dissipativ, abschirmend). Dies beinhaltet geeignete Materialklassen, Erdungskonzepte, Ionisation und die Vermeidung triboelektrischer Aufladungen beim Handling. Messungen der Oberflächenwiderstände und Prüfungen der Schirmdämpfung sind fester Bestandteil der Freigabe. Einheitliche Kennzeichnungen nach geltenden ESD-Symbolstandards und definierte ESD-Schutzzonenprozesse unterstützen konsistente Ergebnisse im Serienbetrieb.

Verwendung der Reinraumverpackungen

Reinraumverpackungen finden vielfältige Verwendung. Ihre primären Einsatzgebiete liegen in Industriebereichen, in denen strenge Hygiene- und Sicherheitsstandards gelten. Beispielsweise bei der Verpackung von Medizinprodukten, Pharmazeutika oder auch in der Lebensmittelproduktion werden sie genutzt. Auch in der Elektronikbranche sind sie nützlich, da sie dort empfindliche Bauteile vor elektrostatischer Entladung schützen. Darüber hinaus werden in Forschungseinrichtungen, der Optikfertigung, bei in-vitro-Diagnostika sowie in der Wirkstoffentwicklung definierte Reinheitsniveaus benötigt, die durch reinraumtaugliche Sekundär- und Transportverpackungen abgesichert werden. Ein durchgängiger Materialfluss mit kontrollierten Schleusen, geeigneten Lagerzonen und gekennzeichneten Reinigungsintervallen unterstützt die sichere Anwendung. Ergänzend werden Auditfähigkeit, Rückrufsimulationen und Prozessfähigkeitsnachweise zunehmend als Teil der Qualitätssicherung gefordert.

  • Pharma und Biotechnologie: Abfüllung und Umverpackung von Wirkstoffen, Zwischenprodukten und Endprodukten unter kontrollierten Bedingungen.
  • Medizintechnik: Sterile oder keimarme Verpackungen für Implantate, Einwegartikel und diagnostische Komponenten mit validierten Versiegelungen.
  • Halbleiter/Elektronik/Optik: Partikelarme, ESD-gerechte Lösungen für Wafer, Sensorik, Leiterplatten und Präzisionsoptiken.
  • Lebensmittel/Ernährung: Kontaminationsarme Sekundärverpackungen für empfindliche Füllgüter und Prozesshilfsmittel.
  • Labor und Forschung: Verpackungen für Proben, Reagenzien und Gerätschaften mit definierten Reinheitsanforderungen.

Praxisnah werden Etikettierung, Chargencodierung und UDI-Anforderungen mit klaren Layouts und kontrastreicher, partikelarmer Bedruckung umgesetzt. Für Wellpappe in Reinraumanwendungen haben sich reduzierte Druckbilder, emissionsarme Farben und lösungsmittelfreie Kaschierungen bewährt, sofern die jeweilige Spezifikation dies vorsieht. Ergänzend sichern robuste Etikettenqualifizierungen, Druckbildfreigaben und regelmäßige Reinigungszyklen der Druckaggregate die geforderte Qualität ab.

Vor- und Nachteile der Reinraumverpackung

Die Reinraumverpackungen bieten viele Vorteile. Sie schützen empfindliche Produkte vor kontaminierenden Einflüssen, sichern deren Qualität und reduzieren das Risiko von Produktverderb. Ihnen wird somit ein hohes Vertrauen in diversen Industrien entgegengebracht. Ein Nachteil ist jedoch der hohe Aufwand in Herstellung und Kontrolle, was sich in relativ hohen Kosten niederschlägt. Zusätzlich erfordern Einrichtung, Monitoring und Dokumentation disziplinierte Abläufe und kontinuierliche Schulungen, um die spezifizierten Reinheitsniveaus dauerhaft einzuhalten. Wirtschaftlich betrachtet ist die Gesamtkostenbetrachtung entscheidend: valide Prozesse reduzieren Fehlerrisiken, Ausschuss und Rückrufkosten und stabilisieren langfristig die Lieferfähigkeit.

  • Vorteile: definierte Reinheit, reproduzierbare Nahtqualität, Barriere- und ESD-Eigenschaften, Rückverfolgbarkeit und normenkonforme Dokumentation.
  • Prozessnutzen: geringere Reklamationsquoten, stabilere Lieferketten, effizientes Handling durch abgestimmte Packmittelgeometrie.
  • Nachteile: höherer Validierungs- und Prüfaufwand, eingeschränkte Materialauswahl, strenge Lager- und Handlingvorgaben, zusätzlicher Qualifikationsbedarf.
  • Wirtschaftlichkeit: TCO-Vorteile bei skalierter Serienfertigung, sofern Spezifikationen, Prüfpläne und Logistikkonzepte frühzeitig harmonisiert werden.

Im Spannungsfeld zwischen strengen Anforderungen und Wirtschaftlichkeit gewinnen modulare Verpackungskonzepte, klare Spezifikationen, standardisierte Prüfpläne und eine frühe Einbindung der Qualitätssicherung an Bedeutung. So lassen sich Wiederholgenauigkeit, Materialeffizienz und Prozesssicherheit trotz komplexer Rahmenbedingungen steigern. Digitale Freigaben, visuelle Arbeitsanweisungen und Training-on-the-Job Formate tragen zu einer konstanten Prozessleistung bei.

Designprinzipien für Wellpappe im Reinraum

Bei der Konstruktion reinraumgeeigneter Wellpappe stehen Faserrückhaltung und Partikelarmut im Vordergrund. Dies wird durch geschlossene oder versiegelte Oberflächen, präzise Stanzbilder, feine Rillgeometrien und staubarme Zuschnitte erreicht. Passgenaue Einlagen, Formpolster und Abstandshalter stabilisieren das Packgut, ohne unnötige Reibung zu erzeugen. Zur Kennzeichnung eignen sich reduzierte, kontraststarke Drucke oder etikettenbasierte Lösungen mit geringer Partikelabgabe. Für ESD-Anforderungen können ableitfähige Lagen oder integrierte Einlagen eingesetzt werden, die sich konform zu den geforderten Grenzwerten verhalten. Zusätzlich erhöhen kantenimprägnierte oder lackierte Deckschichten, staubbindende Ausrüstungen und präzise definierte Fügefolgen die Reinraumtauglichkeit im Serienprozess.

Logistik, Lagerung und Handling

Die Lagerung von Reinraumverpackungen erfolgt trocken, staubarm und bei stabilen Klimabedingungen. Verpackungsmaterialien werden vor dem Einschleusen visuell geprüft und gegebenenfalls gewischt oder abgesaugt. Beim Handling sind definierte Greifpunkte, kontrollierte Faltfolgen und klare Anweisungen hilfreich, um Berührungsflächen zu minimieren. Für den Transport sichern geprüfte Palettiermuster, stretchfolienarme Konzepte (bzw. geeignete Alternativen) und stoßreduzierte Ladeeinheiten die geforderte Packmittel-Performance. FEFO- oder FIFO-Strategien, überwachte Luftfeuchte sowie dokumentierte Sperr- und Freigabeprozesse verhindern qualitätsrelevante Abweichungen in Lager- und Versandbereichen.

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

Reinraumtauglichkeit und Ressourcenschonung schließen sich nicht aus: Optimierte Faserqualitäten, kaschierte Deckschichten mit geringem Abrieb, materialeffiziente Zuschnitte und recyclingfreundliche Monomaterial-Ansätze fördern die Verwertbarkeit. Begleitend werden Verpackungsgrößen harmonisiert, um Leervolumen zu reduzieren und Transportemissionen zu senken. Prüf- und Dokumentationsanforderungen bleiben davon unberührt, müssen aber im Designprozess von Beginn an berücksichtigt werden. Zudem gewinnen transparente Produktfußabdrücke (z. B. PCF), kreislauffähige Materialkonzepte und standardisierte Rückführungswege an Bedeutung, ohne die Reinheitsanforderungen zu kompromittieren.

Häufige Fehlerquellen und Prävention

Typische Ursachen für Abweichungen sind unzureichende Reinigung von Arbeitsbereichen, nicht validierte Versiegelungsparameter, unpassende Materialkombinationen, unklare Kennzeichnung und fehlende ESD-Konzepte. Präventiv wirken klar definierte Spezifikationen, Schulungen, regelmäßige Audits, engmaschiges Monitoring (Partikel, Klima, Oberflächen), Referenzmuster, Freigabemuster und rückverfolgbare Prüfpläne für Wareneingang, In-Prozess-Kontrolle und Warenausgang. Ergänzend unterstützen Change-Control-Prozesse, Prüfmittelüberwachung, regelmäßige Siegelnaht- und Dichtigkeits-Spotchecks sowie geregelte Abweichungs- und CAPA-Verfahren eine nachhaltige Fehlerprävention.

Die Entwicklung der Reinraumverpackung

Mit dem fortschreitenden Wachstum der Medizin-, Pharma- und Elektronikindustrie wird die Entwicklung von Verpackungslösungen für Reinräume immer wichtiger. Durch technologischen Fortschritt und innovative Lösungen wird die Effizienz gesteigert und Kosten können reduziert werden, wie beispielsweise durch den Einsatz von Wellpappe in der Konstruktion von Reinraumverpackungen.

Aktuelle Entwicklungen fokussieren auf emissionsarme Rohstoffe, lösungsmittelfreie Klebstoffsysteme, partikelreduzierte Oberflächen und auf Konfigurationen, die Recycling und sortenreine Verwertung erleichtern. Für Wellpappe bedeutet dies optimierte Deckschichten, staubreduzierte Kanten und konstruktive Stabilität bei geringem Materialeinsatz. Parallel gewinnen digitale Kennzeichnung, lückenlose Rückverfolgbarkeit und automatisierte Prozesse im Reinraum an Bedeutung. RFID-gestützte Identifikation, kamerabasierte Inline-Prüfung und prozessnahe MES-Integration beschleunigen die Freigabe und verbessern die Datenqualität.

Im Bereich der Prüf- und Validierungsmethoden rücken standardisierte Dichtigkeits-, Peel- und Festigkeitstests, kombinierte Transportbelastungen (Vibration/Schock/Klima) sowie ESD-Qualifikationen stärker in den Vordergrund. Ziel ist eine nachvollziehbare, normgerechte Performance bei gleichzeitiger Material- und Prozesseffizienz. Datenbasierte Trendanalysen, SPC und klar definierte Eingriffsgrenzen erhöhen zusätzlich die Stabilität im laufenden Betrieb.

Zusammenfassung:

  • Reinraumverpackungen wurden entwickelt, um Produkte in besonders empfindlichen Branchen wie Pharmazie, Medizintechnik und Halbleiterindustrie zu schützen und - je nach Anwendung - Sterilität bzw. partikelarme Integrität sicherzustellen.
  • Beim Einsatz von Reinraumverpackungen kann Wellpappe die ideale Wahl für Unternehmen sein, die auf Kosten- und Umwelteffizienz Wert legen, dank ihrer Leichtigkeit, Stabilität und einfachen Anpassungsfähigkeit.
  • Da Reinräume extrem hohe Anforderungen an Sauberkeit und Partikelfreiheit stellen, müssen die für Reinraumverpackungen genutzten Wellpappeprodukte speziell behandelt und verarbeitet werden, um Kontaminationsrisiken zu eliminieren.
  • Wesentliche Anforderungen sind partikelarme Materialien, validierte Versiegelungen, ESD-gerechter Aufbau bei Elektronik sowie dokumentierte Prozesse mit Rückverfolgbarkeit.
  • Trends betreffen emissionsarme Werkstoffe, recyclingfreundliche Designs, automatisierte Abläufe und erweiterte Prüfmethoden zur zuverlässigen Performance im gesamten Produktlebenszyklus.
  • Maßhaltigkeit, definierte Abmessungen und passgenaue Einlagen fördern reproduzierbares, partikelarmes Handling und unterstützen die Packgutharmonisierung im gesamten Prozess.
  • Ein integriertes Qualitäts- und Risikomanagement mit klaren Spezifikationen, Prüfplänen und lückenloser Dokumentation sichert die Auditfähigkeit und reduziert Gesamtprozesskosten.

Veröffentlicht am 17.08.2024
Letzte Überarbeitung am 03.06.2026 um 10:17 Uhr von Julia Kopp

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