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Thermoschrumpffolie

In der Welt der Wellpappenverpackungen ist die Technologie der Thermoschrumpffolie ein bedeutender Punkt. Diese Folienart ist sehr gefragt, vor allem im Bereich der Verpackungen, wo sie eine entscheidende Rolle spielt. Durch die Wärmebehandlung schrumpft sie und passt sich sehr eng der Form des verpackten Produkts an, was eine wirksame Möglichkeit zur Verbesserung der Verpackungssicherheit darstellt. Zusätzlich ermöglicht sie eine kompakte Bündelung, eine klare Produktpräsentation und eine stabile Einheit beim Handling in Lager und Versand. In Verbindung mit wellpappenbasierten Umverpackungen wird Thermoschrumpffolie häufig zur Staub- und Feuchteabschirmung, als Umreifungshilfe oder als Schutzhaube eingesetzt. Ergänzend sorgt die Folie für eine saubere Oberflächenführung, reduziert Reibung zwischen Packstücken und kann als temporäre Barriere gegen Verschmutzungen dienen. Bei korrekt abgestimmtem Schrumpfprozess lassen sich Faltenbildung und Lücken an Kanten minimieren, was die Maßhaltigkeit der Einheitspackung unterstützt.

Definition: Was versteht man unter Thermoschrumpffolie?

Die Thermoschrumpffolie ist eine spezielle Art von Kunststofffolie, die unter Hitze kontrolliert schrumpft. Sie wird hauptsächlich zum Verpacken und Versiegeln von Produkten eingesetzt, um sie vor den Auswirkungen von Luft, Feuchtigkeit und Staub zu schützen. Durch ihre spezifischen Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten hat sie einen wesentlichen Einfluss auf den Verpackungsbereich, insbesondere auf die Wellpappenbranche, in der sie als Ergänzung zu Kartonagen, Trays und Umkartons fungiert.

Technisch gesehen handelt es sich um eine orientierte Folie, deren Molekülketten während der Herstellung gedehnt und in einem spannungsbehafteten Zustand „eingefroren“ werden. Wird erneut Wärme zugeführt, kehrt die Folie in ihren ursprünglichen Zustand zurück und legt sich eng an das Packgut. Übliche Materialien sind Polyethylen (PE, vor allem LDPE/LLDPE für Hauben und Bündelverpackungen), Polyolefin-Feinschrumpffolien (POF) für hochwertige Display- und Konsumgüterverpackungen sowie historisch PVC, das heute aufgrund von Verarbeitungs- und Umweltaspekten seltener eingesetzt wird. POF-Qualitäten werden teils strahlenvernetzt, um Temperaturfenster, Reißdehnung, Nahtfestigkeit und Optik zu verbessern.

Herstellungsprozess der Thermoschrumpffolie

Der Produktionsprozess der Thermoschrumpffolie erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst wird der Kunststoff – meist Polyethylen oder Polyvinylchlorid – erhitzt und zu einem dünnen, flachen Film extrudiert. Dieser Film wird dann erneut erhitzt und expandiert, wodurch sich seine molekulare Struktur verändert. Nachdem der Film abgekühlt ist, behält er seine expandierte Struktur bei, bis Wärme auf ihn angewendet wird. Dann schrumpft er wieder auf seine ursprüngliche Größe. Die Prozessführung umfasst die genaue Steuerung von Temperaturprofil, Abkühlrate und Streckverhältnis, um definierte Schrumpfraten und mechanische Kennwerte zu erreichen.

In der Praxis kommen zwei Orientierungsverfahren zum Einsatz: das Blasfolienverfahren (Schlauch wird aufgeblasen, biaxial orientiert, anschließend abgekühlt) und das Flachfolienverfahren mit Spannrahmen (tenter frame), bei dem der Film in Längs- und Querrichtung gedehnt wird. Additive wie Gleitmittel, Antistatik, UV-Stabilisatoren oder Antifog können zugesetzt werden, um Verarbeitung, Optik und Performance zu verbessern. Typische Dicken reichen von ca. 12–25 µm (POF) bis 40–150 µm (PE-Schrumpfhauben). Die Schwindung wird getrennt nach Maschinenrichtung (MD) und Querrichtung (TD) spezifiziert und liegt je nach Typ häufig im Bereich von etwa 40–70 %. Ebenso definiert werden Schrumpfkraft, Siegelstarttemperatur und Reißfestigkeit, da diese Werte die Prozessfenster in Schweiß- und Schrumpfanlagen bestimmen.

Formate und Konfektion

Thermoschrumpffolie ist als Flachbahn, Halbschlauch (centerfold), Schlauch, Zuschnitt oder Haube verfügbar. Sie lässt sich bedrucken, perforieren (zur Entlüftung während des Schrumpfens) und in Rollenbreiten sowie -längen passend zum Einsatzzweck liefern. Schweißnähte entstehen beim Verschließen über L- oder Winkelschweißgeräte und sind ein zentraler Qualitätsfaktor der fertigen Schrumpfverpackung. Optional können Abreißperforationen, Einreißfäden oder Sollbruchstellen integriert werden, um das spätere Öffnen zu erleichtern, ohne die Transportstabilität zu beeinträchtigen.

Materialtypen, Eigenschaften und Parameter

Materialseitig unterscheiden sich PE- und POF-Folien in Transparenz, Glanz, Steifigkeit, Schweißverhalten und zulässigem Schrumpfbereich. PE-Schrumpfhauben liefern in der Palettensicherung eine robuste Schutzhülle mit hoher Durchstoßarbeit, während POF-Feinschrumpffolien eine klare, glatte Oberfläche für Warenpräsentation und Detailabbildung bieten. Relevante Kennwerte sind unter anderem:

  • SIT (Siegelstarttemperatur) und Heißsiegelfenster: beeinflussen die Dichtigkeit und Festigkeit der Schweißnaht.
  • Shrink Force und Shrink Tension: bestimmen den anliegenden Pressdruck auf das Packgut und die Kantensicherung.
  • COF (Gleitreibungskoeffizient): wichtig für Stapelstabilität, Fördertechnik und Automatisierung.
  • Dart-Drop und Weiterreißwiderstand: Indikatoren für Durchstoßfestigkeit und Fehlertoleranz im Versand.
  • Optische Werte wie Haze und Glanz: entscheidend bei Display- und Sichtverpackungen.

Begriffsabgrenzung und Kombination mit Wellpappe

Thermoschrumpffolie unterscheidet sich von Dehnfolie (Stretchfolie) durch den aktivierten Schrumpfprozess via Wärme anstelle elastischer Rückstellung. In Kombination mit Wellpappe wird sie als äußere Schutzschicht, zur Fixierung von Innentrays oder zur Bildung manipulationssicherer Verkaufseinheiten genutzt. Kantenschutzprofile, Zwischenlagen und Ringe aus Wellpappe reduzieren punktuelle Belastungen und schonen die Folie an scharfkantigen Bereichen.

Anwendungsbereiche von Thermoschrumpffolien

Die Verwendung einer Thermoschrumpffolie ist vielfältig und nicht auf einen spezifischen Bereich beschränkt. Im Verpackungssektor ist sie besonders nützlich für das Sichern von Paletten und das Einzelverpacken von Produkten. Sie wird auch häufig in der Lebensmittelverpackungsindustrie eingesetzt, um eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten. Des Weiteren wird der Einsatz von Thermoschrumpffolien im Transportwesen geschätzt – zur Sicherung von Ladungen beim Versand. Ergänzend kommt sie bei Pharma-, Non-Food- und Ersatzteilanwendungen zum Einsatz, wenn klare Identifikation, Versiegelung und Bündelung gefordert sind.

  • Einzel- und Bündelverpackungen: Konfektion, Kosmetik, Haushaltswaren, Druckerzeugnisse und Medienträger profitieren von transparenter Präsentation und Manipulationsschutz. Multi-Packs lassen sich platzsparend bündeln und etikettieren.
  • Lebensmittel: POF-Folien bieten gute Optik und Reißfestigkeit; Mikroperforation unterstützt Gas- und Feuchtehaushalt bei Backwaren- oder frischeorientierten Anwendungen. Temperaturprofile werden so gewählt, dass Produktqualität und Folienbild im Gleichgewicht bleiben.
  • Industriegüter: Teile- und Komponentenbündel, Schutz vor Abrieb und Verschmutzung, Kennzeichnung bleibt sichtbar. Maßhaltige Einheiten erleichtern automatische Kommissionierung und Scannen.
  • Transport und Lager: Schrumpfhauben stabilisieren Ladeeinheiten, erhöhen Kantenhalt und verbessern die Handhabung mit Flurförderzeugen; ergänzend dienen Kantenschutzprofile und Unterlagen der Kontaktsicherheit. Kombinationen mit Deckblättern und Rutschhemmunterlagen unterstützen die Lastverteilung.
  • Display- und Promotionpacks: Mehrfachgebinde werden formstabil, stapelbar und gut identifizierbar. Sichtfenster und glatte Oberflächen fördern eine sachliche Warenpräsentation.

Für die Ladungssicherung von palettierten Einheiten kommen großformatige PE-Hauben und Bündelpacker zum Einsatz, die im Heißluft- oder Brennerverfahren geschrumpft werden. In diesem Kontext stehen sichere Ladungssicherung und professioneller Palettenschutz im Fokus, um Stabilität und Oberflächenschutz in der gesamten Lieferkette zu gewährleisten. Bei empfindlichen Produkten wird häufig mit reduzierter Schrumpfkraft, zusätzlichen Zwischenlagen und geeigneten Temperaturprofilen gearbeitet.

Vor- und Nachteile von Thermoschrumpffolie

Die Verwendung von Thermoschrumpffolie bringt diverse Vor- und Nachteile. Ein Hauptvorteil ist ihr hoher Schutz gegen äußere Einflüsse. Zudem passt sie sich an die Form des zu verpackenden Objekts an und kann auf unterschiedliche Größe skaliert werden. Jedoch gibt es auch Nachteile. So benötigt die Thermoschrumpffolie eine Hitzequelle, um aktiviert zu werden. Auch der Umweltaspekt darf nicht außer Acht gelassen werden, denn die Herstellung und Entsorgung von Thermoschrumpffolie kann Umweltbelastungen verursachen. Eine abgewogene Materialauswahl und ein präziser Prozess helfen, Nutzen und Aufwand in Einklang zu bringen.

  • Vorteile: formschlüssige Fixierung, gute Transparenz und Produktidentifikation, Manipulationsschutz (intakte Schrumpfnaht erkennbar), Schutz vor Staub und Feuchtigkeit, effiziente Bündelung, geeignet für unterschiedliche Abmessungen und Geometrien.
  • Weitere Vorteile: kontrollierbare Schrumpfraten (MD/TD), bedruckbar für Kennzeichnung, kombinierbar mit Wellpappenumkartons, Ecken- und Kantenschutz. Geringe Materialstärken ermöglichen ein günstiges Verhältnis von Schutzfunktion zu Ressourceneinsatz.
  • Nachteile: Energiebedarf für Schrumpfvorgang, thermische Belastung hitzeempfindlicher Güter, Anforderungen an Arbeitssicherheit (Heißluft/Gas), begrenzte Durchstoßfestigkeit bei scharfkantigen Gütern, Belüftungsbedarf ohne Perforation. Falsche Parametrierung kann zu Falten, „Dog-Ears“ oder Nahtversatz führen.
  • Ökologische Aspekte: Materialeinsatz und Sortenreinheit berücksichtigen; PE- und POF-Lösungen sind als Monomaterial grundsätzlich recycelbar, jedoch erfordert die Praxis geeignete Sammel- und Verwertungssysteme. Der Einsatz dünnerer Qualitäten und abgestimmter Folienbreiten reduziert den Materialverbrauch.

Technische Kennwerte und Verarbeitung

  • Schrumpfrate: getrennt in MD/TD spezifiziert; beeinflusst Passform, Faltenbildung und Nahtlage.
  • Foliendicke: an Produktgewicht, Kantenradien und gewünschte Stabilität anpassen.
  • Schweißnahtfestigkeit: essenziell für Transportbelastungen; abhängig von Temperatur, Zeit und Druck der Schweißung.
  • Optik: Glanz und Haze sind bei Displayverpackungen relevant; POF zeichnet sich durch hohe Klarheit aus.
  • Perforation: ermöglicht Luftaustritt beim Schrumpfen und reduziert Kondensation; Lochbild an Produkt und Schrumpfprofil anpassen.
  • Maschinen: L- und Winkelschweißer, Schrumpftunnel (Heißluft/IR), Bündelpacker, Haubenautomaten; Taktleistung und Temperaturprofil auf Folientyp abstimmen.
  • Zusätzliche Parameter: COF für Fördertechnik, SIT für Prozessfenster, Shrink Force für Haltekraft, sowie Weiterreißwerte zur Beurteilung der Robustheit im Handling.

Praxis-Tipps für Auswahl und Anwendung

  • Produkteigenschaften prüfen: Wärmeempfindlichkeit, Oberflächenanforderungen, Kanten und Ecken beeinflussen Folienstärke und Schutzbedarf.
  • Shrink-Setup testen: Temperatur, Luftstrom, Verweildauer und Transportgeschwindigkeit iterativ einstellen; Schrumpfbilder dokumentieren.
  • Nahtführung optimieren: Schweißnaht nicht auf hochbelastete Kanten legen; gegebenenfalls Nahtversatz nutzen.
  • Kombinationen planen: Schrumpfhauben mit Kantenschützern oder Zwischenlagen kombinieren, um Durchstoß und Abrieb zu reduzieren.
  • Qualitätssicherung: regelmäßige Prüfungen von Reißfestigkeit, Nahtfestigkeit und Maßhaltigkeit im Prozess.
  • Maschinenausrüstung: Luftführung und Düsengeometrie an Folienart anpassen; Wartung von Heizelementen, Teflonbändern und Andruckleisten einplanen.
  • Fehleranalyse: Falten, „Fischaugen“, Blasen oder milchige Zonen weisen auf zu geringe Temperatur, unzureichende Entlüftung oder falsche Taktzeiten hin.

Umweltaspekte und Alternativen

Die Materialwahl beeinflusst Recyclingfähigkeit und Ressourceneinsatz. Monomaterial-Lösungen (z. B. PE oder POF) unterstützen sortenreine Ströme. Dünnere Qualitäten und optimierte Folienbreiten reduzieren Materialverbrauch, ohne die Funktion zu beeinträchtigen. Alternativen wie Dehnfolie (Stretch) oder Umreifungsband können je nach Anforderung sinnvoll sein; die Entscheidung hängt von Stabilitätsbedarf, Produktempfindlichkeit, Optik und Prozessparametern ab. Ergänzend können Recyclinganteile (PCR) oder biobasierte PE-Ansätze betrachtet werden, sofern sie mit den Prozessanforderungen und Zielqualitäten vereinbar sind.

Sicherheit, Normen und Lagerung

Beim Einsatz von Schrumpftechnik sind Arbeitsschutz und Brandschutz zu beachten: Heißluft- und Gasbrenner benötigen geschulte Bedienung, ausreichende Belüftung und geeignete Schutzausrüstung. Für Prüfungen und Spezifikationen kommen je nach Eigenschaft branchenübliche Normen zum Einsatz (z. B. Prüfmethoden für Reißfestigkeit, Durchstoß oder Gleitreibungskoeffizient). Die Lagerung der Folien erfolgt trocken, staubfrei und vor UV-Strahlung geschützt, idealerweise in temperierten Bereichen, um Konfektionierbarkeit und Dimensionsstabilität zu erhalten.

Prozess- und Kostenoptimierung

Eine wirtschaftliche Schrumpfverpackung ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Folienauswahl, Formatierung, Maschineneinstellung und Packgutvorbereitung. Durch Musterläufe lassen sich Foliendicke, Perforationsmuster und Breiten ökonomisch auslegen. Rüstzeiten, Energieeinsatz und Ausschussquoten werden durch stabile Parameter, präzise Schneid- und Schweißaggregate sowie kontinuierliche Qualitätskontrollen reduziert. In Verbindung mit Wellpappkomponenten können Verpackungseinheiten standardisiert und dennoch flexibel an wechselnde Losgrößen angepasst werden.

Zusammenfassung:

  • Die Thermoschrumpffolie ist eine flexible Kunststofffolie, die sich durch Hitze zusammenzieht und fest um das verpackte Produkt legt. Dies macht sie besonders nutzbar für feste Verpackungen, als zuverlässige Alternative zu herkömmlichen Lösungen wie bspw. Wellpappe.
  • Aufgrund ihrer Fähigkeit, sich an verschiedene Formen und Größen anzupassen, kann die Thermoschrumpffolie sowohl für den Einzelverkauf als auch zur Bündelung mehrerer Produkte eingesetzt werden. Dies stellt eine effiziente Methode zur Optimierung der Lagerlogistik dar.
  • Thermoschrumpffolie bietet zudem einen starken Schutz gegen äußere Einflüsse wie Staub, Schmutz und Feuchtigkeit, was sie zu einem idealen Verpackungsmaterial in vielen Branchen macht. Ihre transparente Eigenschaft ermöglicht außerdem eine einfache Produktidentifikation.
  • Materialvarianten wie PE und POF unterscheiden sich in Optik, Schrumpfverhalten und mechanischen Kennwerten; die Auswahl richtet sich nach Produkt, Prozess und gewünschter Stabilität.
  • In Kombination mit wellpappenbasierten Umverpackungen verbessert die Folie die Transportsicherheit, bündelt Packeinheiten und erleichtert die Handhabung über die gesamte Lieferkette.
  • Eine fachgerechte Prozessführung (Temperatur, Luftstrom, Verweilzeit) sowie passende Foliendicken und Perforationsmuster sind entscheidend für Qualität und Wirtschaftlichkeit der Schrumpfverpackung.
  • Durch gezielte Materialoptimierung, standardisierte Prozesse und regelmäßige Prüfungen lassen sich Schutzwirkung, Ressourceneinsatz und Handling in einem ausgewogenen Verhältnis realisieren.

Veröffentlicht am 26.06.2024
Letzte Überarbeitung am 17.11.2025 um 10:17 Uhr von Manuel Hofacker

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