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Thermotransferdruck

Im Bereich der Wellpappe-Verpackungen spielt der Druckprozess eine zentrale Rolle. Hierbei hat sich der Thermotransferdruck als eine sehr effektive Methode etabliert. Diese Technik bietet zahlreiche Vorteile und ist insbesondere bei der Herstellung von Barcodes sehr weit verbreitet. Zusätzlich ermöglicht das Verfahren eine reproduzierbare Kennzeichnung mit klarer Kantenzeichnung, was in automatisierten Warenflüssen eine stabile Lesbarkeit unterstützt. In Verbindung mit normierten Codequalitäten und verlässlicher Beständigkeit trägt der Thermotransferdruck wesentlich zu transparenten, rückverfolgbaren Lieferketten bei.

Definition: Was versteht man unter Thermotransferdruck?

Der Thermotransferdruck ist eine spezielle Druckmethode, bei der mittels Wärme eine speziell beschichtete Farbfolie (Transferfolie, auch „Ribbon“ genannt) auf ein zu bedruckendes Material übertragen wird. Im Kontext von Wellpappe-Verpackungen ermöglicht dieser Druckprozess eine präzise und scharfe Wiedergabe von Texten, Grafiken und Codes.

Das Verfahren besteht aus drei Kernkomponenten: dem Druckkopf mit einzeln ansteuerbaren Heizelementen, der Transferfolie (in Wachs-, Harz- oder Wachs/Harz-Qualität) und dem Substrat (z. B. Etikett, beschichtete Papiere oder geeignete Oberflächen auf Wellpappe). Durch die punktgenaue Erwärmung wird Farbschichtmaterial gelöst und dauerhaft auf das Substrat übertragen.

Transferfolien sind in der Regel mehrschichtig aufgebaut: Trägerfolie (meist PET), Farbschicht (Wachs, Harz oder Mischungen) und eine rückseitige Schutzschicht („Backcoat“) zur Reibungs- und Wärmeableitung. Die Wahl des Ribbons richtet sich nach dem Substrat, der geforderten Beständigkeit (Abrieb, Chemikalien, Temperatur) und der geplanten Druckgeschwindigkeit.

In der Praxis kommen zwei Druckkopfausführungen vor: Flathead (Kontaktzone weiter hinter der Kante, gut für Papier und viele Etikettenmaterialien) und Near-Edge (Kontaktzone nahe an der Kante, geeignet für höhere Geschwindigkeiten und viele Folien-Substrate). Die Kompatibilität zwischen Druckkopf, Ribbon und Substrat ist für konstante Ergebnisse wesentlich.

Zusätzlich relevant sind Ribbon-Bauform und Wickelrichtung (Ink-In oder Ink-Out), die zum jeweiligen Druckkopf passen müssen. Breite und Länge des Ribbons sollten auf das Etikettenformat und den geplanten Losumfang abgestimmt werden, um Wechselzyklen zu optimieren und Verschnitt zu vermeiden.

Funktion des Thermotransferdrucks?

Die Farbe wird beim Thermotransferdruck durch die Hitze vom Druckkopf erwärmt. Sobald die Farbpartikel schmelzen, haften sie am zu bedruckenden Material. Die Farbpartikel werden durch die Wärme vom Trägermaterial gelöst und auf das Druckmaterial, in diesem Fall die Wellpappe, übertragen. Dies ermöglicht eine exakte und dauerhafte Kennzeichnung von Produkten.

Die Druckqualität wird maßgeblich durch Parameter wie Temperatur, Andruck, Druckgeschwindigkeit und Druckkopfauflösung beeinflusst. Übliche Auflösungen liegen bei 203, 300 oder 600 dpi. Eine korrekte Abstimmung auf das Substrat und den Ribbon-Typ ist entscheidend, um Konturen scharf, Füllungen homogen und Kontraste ausreichend dunkel zu erzeugen.

  • Ribbon-Typen: Wachs (gute Schwärzung auf Papier, höhere Kratzempfindlichkeit), Wachs/Harz (ausgewogene Beständigkeit), Harz (sehr abrieb- und chemikalienbeständig, benötigt höhere Energie/Temperatur).
  • Substrate: Etikettenpapiere, beschichtete Kartons, Folienmaterialien; auf stark faserigen, rauen Oberflächen kann eine Vorbehandlung oder der Einsatz von Etiketten sinnvoll sein.
  • Geschwindigkeit: Höhere Geschwindigkeiten erfordern oft mehr Energie oder angepasste Ribbon-Qualitäten, um die Deckung zu halten.
  • Andruck und Kühlung: Ein gleichmäßiger Anpressdruck und saubere Andruckrollen vermeiden Streifenbildung; ausreichende Wärmeabfuhr verhindert Ausbluten.
  • Druckkopf: Regelmäßige Kalibrierung (Dot-Gain, Energie) und Pflege verlängern die Lebensdauer und stabilisieren die Qualität über den gesamten Druckbereich.

Praktische Richtwerte: Für 203 dpi empfiehlt sich eine größere Modulgröße bei 1D- und 2D-Codes, während 300 dpi feinere Details zulassen. Eine definierte Balkenbreitenreduktion (Bar Width Reduction) kann Kantenaufbau kompensieren. Testcharts mit Flächen, Linienrampen und Prüfcodes helfen, ein stabiles Parameterfenster zu ermitteln.

Thermotransferdruck im Vergleich zum Thermodirektdruck

Im Unterschied zum Thermodirektdruck (Schwärzung einer hitzeempfindlichen Schicht ohne Farbbänder) liefert der Thermotransferdruck in der Regel beständigere Markierungen mit höherer Abrieb- und Chemikalienfestigkeit, eignet sich für eine größere Materialvielfalt und ermöglicht kontrastreiche, langlebige Barcodes. Thermodirekt ist einfacher aufgebaut, jedoch empfindlicher gegenüber Licht, Wärme und Abrieb. In Umgebungen mit wechselnden Temperaturen und Transportbelastungen zeigt Thermotransfer meist stabilere Ergebnisse, insbesondere bei längeren Lager- und Versandzeiten. Bei archivierungskritischen Kennzeichnungen und rauer Handhabung hat Thermotransfer daher oft Vorteile.

Anwendungsbereiche des Thermotransferdrucks in der Wellpappe-Verpackung?

Der Einsatz des Thermotransferdrucks ist bei der Gestaltung von Wellpappe-Verpackungen breit gefächert. Enorm hilfreich ist die Technik vor allem bei der Produktion von Barcodes und QR-Codes. Da sie sehr präzise arbeitet, können auch kleine Details und feine Linien klar dargestellt werden. Insbesondere bei der Kennzeichnung von Waren, etwa im Versandhandel, erweist sich der Thermotransferdruck als eine unverzichtbare Methode.

In der Praxis erfolgt die Kennzeichnung häufig über Etiketten, die im Thermotransferverfahren bedruckt und anschließend auf Kartons, Umverpackungen oder Paletteneinheiten appliziert werden. Möglich ist auch der direkte Druck auf geeignete, glattere oder beschichtete Oberflächen von Wellpappzuschnitten. Typische Einsatzfelder:

  • Logistik- und Versandetiketten: Seriennummern, EAN-/UPC-Codes, Code 128, DataMatrix und QR-Codes für Warenflüsse.
  • Rückverfolgbarkeit: Chargenkennzeichnung, Mindesthaltbarkeitsdaten, variable Produktionsdaten.
  • Lager- und Regalkennzeichnung: Standort- und Behältermarkierung, Versand- und Kommissionierhinweise.
  • Gefahrgut- und Warnhinweise: dauerhafte Piktogramme, sofern Material und Tintenklasse passend ausgewählt sind.
  • Branchenspezifische Anwendungen: Lebensmittel- und Konsumgüterverpackungen, technische Ersatzteile, E-Commerce-Pakete, Pharma-Sekundärverpackungen (unter Beachtung einschlägiger Vorgaben).

Für das Layout von Strichcodes und klar lesbaren Grafiken sind Kontrast, Ruhezone (Quiet Zone), Modulgröße und Linienbreite entscheidend. Hilfreich ist die Beachtung der empfohlenen Abmessungen und Strichstärken für Barcodes, um eine zuverlässige Lesbarkeit in der gesamten Lieferkette sicherzustellen.

In automatisierten Verpackungslinien werden häufig Print-and-Apply-Systeme eingesetzt, die Etiketten inline drucken und auftragen. Dabei sind Sensorik (Anwesenheit/Position), exakte Taktung, geeignete Klebstoffe und die Berücksichtigung von Falzkanten relevant. Für wiederkehrende Versandanforderungen stehen vielfach Verpackungen ab Lager sofort verfügbar, die sich gut für die Etikettierung mit Thermotransferdruck eignen.

Ergänzend sind Klartextzeilen, Grafiksymbole und laufende Nummern gängige Elemente. Wo Serialisierung gefordert ist, bietet der Thermotransferdruck eine robuste Basis für variable Datensätze inklusive Prüfziffern und Zeitstempeln.

Vor- und Nachteile des Thermotransferdrucks?

Die großen Pluspunkte des Thermotransferdrucks bestehen in der hohen Druckqualität und -genauigkeit. Faktoren wie der beständige Druck und die hohe Abriebfestigkeit machen ihn besonders attraktiv. Ebenfalls gibt es eine Vielzahl von Farbtönen, die verwendet werden können. Allerdings führen die hohen Temperaturen auch zu einer stärkeren Abnutzung der Druckköpfe. Des Weiteren zählt der etwas höhere Preis gegenüber anderen Druckverfahren zu den Nachteilen vom Thermotransferdruck. Abschließend spielt auch die Druckgeschwindigkeit eine Rolle. Sie ist etwas geringer als bei Vergleichstechnologien.

  • Vorteile: hohe Kantenschärfe, gute Lesbarkeit von 1D- und 2D-Codes, breite Materialkompatibilität, langlebige Kennzeichnungen, konsistente Ergebnisse bei variablen Daten.
  • Nachteile: Verbrauch von Transferfolien (laufende Kosten), erhöhter Wartungsbedarf des Druckkopfs, potenziell geringere Druckgeschwindigkeit im Vergleich zu einigen alternativen Verfahren, Anforderungen an korrekte Parametrierung.
  • Betriebskosten: Gesamtbetrachtung aus Ribbon-Verbrauch, Etikettenmaterial, Stillstandzeiten durch Wechselvorgänge und Druckkopfersatz; Schulungsaufwand für Bedienpersonal kann die Prozesssicherheit erhöhen.

Praxisnahe Optimierungen umfassen Ribbon-Sparmodi bei variablen Informationen, qualitätsgesicherte Ersatzteil- und Reinigungszyklen sowie die Auswahl langlebiger Substratkombinationen, die den Druckkopfverschleiß reduzieren.

Thermotransferdruck und Verpackungsdesign?

Für die Verpackungsindustrie ist der Thermotransferdruck eine geeignete Option. Dank seiner Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit kann er für eine Vielzahl von Applikationen genutzt werden. Vor allem im Bereich des kreativen Verpackungsdesigns ermöglicht der Thermotransferdruck eine hochwertige und detailgenaue Darstellung von verschiedensten Designs. Daher wird er immer häufiger zur Gestaltung von Wellpappe-Verpackungen herangezogen.

Bei der Gestaltung sind technische Grenzen zu berücksichtigen: Sehr feine Linien oder invertierte Schriften können auf rauen Substraten ausbrechen; ausreichende Strichstärken, klare Kontraste und geeignete Raster (bei Flächen und Verläufen) sichern die Reproduzierbarkeit. Für mehrfarbige Darstellungen sind separate Druckdurchgänge mit jeweils eigener Transferfolie erforderlich. Positionierung, Rillungen und mögliche Perforation in Zuschnitten sollten frühzeitig im Layout berücksichtigt werden.

Empfehlenswerte Richtwerte: Mindestlinienbreite auf rauen Liner-Oberflächen ca. 0,2 bis 0,3 mm, invertierte Schriften mit ausreichend großer Punze anlegen und Serifenschriften nur mit ausreichender Strichstärke einsetzen. Für Klartext sind bei 300 dpi Schriften ab etwa 6 bis 7 Punkt sicherer lesbar, bei 203 dpi entsprechend größer.

Praxisempfehlungen für konsistente Ergebnisse

  • Strichcodes mit ausreichender Ruhezone und passender Modulgröße anlegen.
  • Leserichtung und Platzierung so wählen, dass Kanten, Faltungen und Transportbelastungen die Markierung nicht beeinträchtigen.
  • Konstante Materialqualität und eine stabile Maschinenumgebung (Temperatur, Luftfeuchtigkeit) sicherstellen.
  • Prüfzeichen, Piktogramme und variable Daten mit Mindeststrichstärken auslegen, um Ausbrüche auf faserigen Oberflächen zu vermeiden.
  • Greiferränder, Etikettenüberstände und mögliche Toleranzen der Zuschnitte im Entwurf berücksichtigen.
  • Vor Produktionsstart Testmuster mit Dichtefeldern, Linienrampen und Prüfcodes drucken und dokumentiert freigeben.
  • Zielgrade für die Codeverifikation und zulässige Toleranzen in Spezifikationen festlegen.

Schutz der Umwelt durch Thermotransferdruck?

Umweltfreundlichkeit ist in der heutigen Welt ein zentraler Aspekt. Auch in der Drucktechnologie wurde dieser Aspekt berücksichtigt. Der Thermotransferdruck ermöglicht das Recycling von Verpackungsmaterialien. Demnach leistet die Technik einen wertvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz.

Ökologische Aspekte betreffen vor allem die eingesetzten Transferfolien und Substrate. Die Kennzeichnung selbst beeinträchtigt die Wiederverwertbarkeit von Wellpappe in der Regel nicht; bei Etiketten sollte jedoch auf geeignete Klebstoffe und ablösbare Systeme geachtet werden. Langlebige Drucke reduzieren Nacharbeit und Ausschuss. Zudem kann eine regelmäßige Wartung den Energiebedarf senken, indem bei korrekter Parametrierung (Temperatur/Andruck) weniger Energie pro Markierung benötigt wird.

Darüber hinaus lohnt die Betrachtung der Entsorgung gebrauchter Ribbons (Trägerfolien): sortenreine Sammlung, geringe Verunreinigung und minimierter Verschnitt unterstützen eine verantwortungsvolle Abfallwirtschaft. Materialangaben (z. B. halogenfrei) und die Konformität mit geltenden Vorgaben können bei der Auswahl unterstützen.

  • Energieeffiziente Betriebsmodi und bedarfsgerechte Abschaltungen reduzieren den Stromverbrauch in Stillstandszeiten.
  • Optimierte Layouts mit geringer Vollflächenabdeckung und passender Deckung verringern den Ribbon-Verbrauch.
  • Verwendung emissionsarmer Materialien und dokumentierte Nachweise zur Materialkonformität stärken Umwelt- und Compliance-Ziele.

Qualitätssicherung und Normen?

Für die Prüfbarkeit von Codes sind standardisierte Verfahren etabliert, etwa ISO/IEC 15416 (1D) und ISO/IEC 15415 (2D). Eine regelmäßige Verifikation stellt sicher, dass Kontrast, Modulation und Defekte innerhalb zulässiger Grenzwerte bleiben. In vielen Lieferketten werden definierte Qualitätsgrade gefordert, um reibungslose Warenflüsse zu gewährleisten.

  • Stichprobenprüfung im Prozess mit dokumentierten Prüfergebnissen.
  • Freigabemuster je Materialkombination (Ribbon/Substrat) hinterlegen.
  • Parameterverwaltung und Versionskontrolle bei Änderungen an Layout oder Materialien.
  • Berücksichtigung relevanter Leitfäden (z. B. GS1-Anforderungen an Codequalität, X-Dimension und Ruhezone) in der Layoutphase.

Empfohlen werden klar definierte Mindestgrade bei der Codeverifikation (z. B. nach ISO/IEC 15416 und ISO/IEC 15415) sowie regelmäßige Requalifikationen nach Material- oder Parameteränderungen. Dokumentierte Prüfpläne erhöhen die Reproduzierbarkeit im Serienbetrieb.

Fehlerbilder, Wartung und Betrieb?

Typische Fehlerursachen sind unzureichende Energie (blasse Drucke), Überhitzung (Ausbluten, Schmieren), Bandfalten (Streifen, Aussetzer) oder Verschmutzungen am Druckkopf (fehlende Punkte). Regelmäßige Reinigung des Druckkopfs und der Andruckrolle mit geeigneten Mitteln, korrekte Bandspannung sowie passende Druckgeschwindigkeit erhöhen die Lebensdauer und sichern konstante Ergebnisse.

Weitere Praxishinweise: Etiketten und Ribbons staubfrei lagern, Rollenkerne korrekt ausrichten, Sensoren (Blackmark/Gap) kalibrieren und Testmuster mit definierten Prüfcodes nutzen. Die Lebensdauer von Druckköpfen hängt unter anderem von Andruck, Wärmehaushalt, Materialreibung und Reinigungsintervallen ab.

  • Blasse Bereiche: Energie oder Andruck erhöhen, passenden Ribbon-Typ wählen, Substratoberfläche prüfen.
  • Schmierneigung: Temperatur reduzieren, Geschwindigkeit anpassen, auf Harz- oder Wachs/Harz-Qualität wechseln.
  • Streifenbildung: Andruckrolle reinigen oder ersetzen, Bandlauf und Umlenker prüfen, Druckkopf reinigen.
  • Versatz bei Codes: Vorschub kalibrieren, Synchronisation zu Applikatoren justieren, Etikettenhaftung prüfen.

Materialkompatibilität und Haftung?

Die Haftung der übertragenen Farbschicht wird von der Oberflächenenergie des Substrats, der Glätte und eventuellen Beschichtungen beeinflusst. Auf ungestrichenen, faserigen Wellpappenoberflächen empfiehlt sich häufig die Etikettenapplikation, während beschichtete Kartons oder glatte Liner auch für direkten Thermotransfer geeignet sein können. Vorserienprüfungen mit Reib-, Kratz- und Chemikalientests (z. B. Isopropanol, Handfette) liefern belastbare Aussagen zur Beständigkeit.

Als Richtgröße unterstützt eine ausreichende Oberflächenenergie des Substrats die Benetzung und Haftung. Lackfenster oder Primer-Zonen können die Druckqualität lokal verbessern. Für Etiketten tragen Klebstoffauswahl, Oberflächenreinheit und Anpressdruck wesentlich zur dauerhaften Haftung bei.

Integration in Verpackungsprozesse?

In Linien mit hoher Taktzahl sind kurze Rüstzeiten, definierte Wechselintervalle für Ribbons und klare Materialkennzeichnung entscheidend. Schnittstellen zu Warenwirtschaft, Etikettensoftware und Scannern erlauben variable Datendrucke (Seriennummern, Chargen), während Verifikationsscanner am Auslauf die Codequalität überwachen. Für Paletteneinheiten werden häufig großformatige Etiketten mit GS1-128 oder 2D-Codes eingesetzt.

Standardisierte Kommunikationsprotokolle und saubere Datenflüsse erleichtern die Anbindung an Steuerungen, WMS oder ERP. Ereignisgesteuerte Prüfungen und Fehlermanagement mit Quittierungen verringern Fehletikettierungen und Nacharbeit.

Wirtschaftlichkeit und Betriebskosten?

Die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit umfasst den Verbrauch an Transferfolien, das Etikettenmaterial, die Wartungszyklen sowie eventuelle Stillstandzeiten durch Rollenwechsel. Eine abgestimmte Kombination aus Ribbon, Substrat und Druckparametern kann die Lebensdauer des Druckkopfs erhöhen und Ausschuss senken. Transparente Prozesskennzahlen (z. B. Kosten pro Etikett, Qualitätsquote, Wechselzeiten) unterstützen die kontinuierliche Verbesserung.

  • Kosten pro Etikett aus Material, Abschreibung, Wartung und Ausschuss ermitteln.
  • Wechselzeiten für Ribbons und Etikettenrollen minimieren und standardisieren.
  • Durchsatz und Qualität gemeinsam optimieren statt isoliert auf Maximalgeschwindigkeit zu fokussieren.

Datenmanagement und Layout?

Für wiederholbare Druckergebnisse ist ein kontrolliertes Layout- und Datenmanagement hilfreich: Versionierung von Vorlagen, definierte Schriften, feste Barcodemaße und zentrale Datenquellen minimieren Fehler. Bei 2D-Codes (z. B. DataMatrix) beeinflussen Modulgröße, Fehlerkorrektur und Ruhezone die Lesbarkeit; bei 1D-Codes sind Balkenbreitenreduktion und Druckrichtung relevante Faktoren.

Eine konsistente Vergabe von Artikel-, Chargen- und Seriennummern sowie der Einsatz geprüfter Symbolbibliotheken reduzieren Fehllesungen. Wo sinnvoll, lassen sich Zusatzinformationen über 2D-Codes kompakt und normkonform integrieren.

Zusammenfassung:

  • Der Thermotransferdruck ist eine Drucktechnik, die sich hervorragend für detaillierte und langlebige Drucke auf verschiedenen Materialien eignet, einschließlich Verpackungen aus Wellpappe.
  • Diese Drucktechnik verwendet Wärme, um Farbe von einer speziellen Transferfolie auf das zu bedruckende Material zu übertragen, wodurch scharfe und haltbare Abdrücke entstehen.
  • Für Unternehmen, die sich auf Verpackungen aus Wellpappe spezialisieren, bietet der Thermotransferdruck eine hohe Flexibilität in Bezug auf Design und Menge, da sowohl Einzelstücke als auch Großaufträge effizient bedruckt werden können.
  • Die Wahl geeigneter Ribbon-Typen (Wachs, Wachs/Harz, Harz) und die Abstimmung der Druckparameter sind zentrale Stellschrauben für Qualität und Beständigkeit.
  • Barcodes und variable Daten lassen sich kontrastreich und normgerecht realisieren; Verifikationsprüfungen sichern die Lesbarkeit in der Lieferkette.
  • Im Vergleich zum Thermodirektdruck bietet Thermotransfer in der Regel höhere Beständigkeit, erfordert jedoch Transferfolien und sorgfältige Wartung.
  • Ökologische Aspekte betreffen vor allem Materialien und Prozessparameter; die Recyclingfähigkeit von Wellpappe bleibt bei geeigneter Ausführung erhalten.
  • Eine durchdachte Integration in Verpackungslinien und ein strukturiertes Datenmanagement unterstützen stabile, wirtschaftliche Prozesse.
  • Klare Spezifikationen zu Codequalitäten, Layout und Materialkombinationen bilden die Basis für reproduzierbare Ergebnisse im täglichen Betrieb.

Veröffentlicht am 25.06.2024
Letzte Überarbeitung am 04.06.2026 um 15:35 Uhr von Manuel Hofacker

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