Besuchen Sie uns auf der E-Commerce Berlin Expo Stand D6 vom 17. - 18. Februar 2026 in Berlin.

Sofortkontakt

Wellstar-Packaging GmbH
Hubert-Weisser-Straße 2
78199 Bräunlingen

Tel. +49 (0)771 / 9294886-0
E-Mail info@wellstar-packaging.de

Umweltfreundliche Tinten

Ökologische Verantwortung spielt im modernen Geschäftsalltag eine zunehmend wichtige Rolle. Entsprechend wächst das Interesse an umweltfreundlichen Drucklösungen, die ökologische und gesundheitliche Aspekte mit prozesssicherer Produktion verbinden. Besonders in der Verpackungsbranche, wo Wellpappe weit verbreitet ist, sind umweltfreundliche Alternativen zu herkömmlichen Druckfarben relevant, da sie sowohl die Produkt- als auch die Arbeitssicherheit stützen. In der Praxis betrifft dies vor allem den Flexodruck auf Wellpappenrohpapieren sowie den Pre- und Postprint-Bereich, zunehmend auch wasserbasierte Digitaldrucksysteme. Ziel ist es, ein belastbares, gut leserliches und farbstabiles Druckbild zu erzielen, ohne Umwelt und Gesundheit unnötig zu belasten. Ergänzend zu technischen Kriterien rücken Aspekte wie Kreislauffähigkeit, Abwasser- und Emissionsmanagement, Energieeffizienz und die Einhaltung gesetzlicher sowie freiwilliger Branchenstandards in den Fokus.

Definition: Was versteht man unter umweltfreundlichen Tinten?

Bei umweltfreundlichen Tinten handelt es sich um Druckfarben, die in ihrer Herstellung und Verwendung möglichst geringe negative Auswirkungen auf die Umwelt haben. Diese Tinten bestehen überwiegend aus natürlichen Farbstoffen und anderen organischen Komponenten. Sie benötigen in der Herstellung weniger Energie und Ressourcen als traditionelle Tinten und sind dabei in der Regel weitgehend biologisch abbaubar, sofern dies technisch möglich ist. In der engeren Definition werden Systeme mit reduziertem Anteil flüchtiger organischer Verbindungen (VOC), ohne problematische Schwermetallpigmente und mit möglichst hohem Anteil nachwachsender Rohstoffe zusammengefasst. Zentral sind außerdem Kriterien wie Lebensmittelsicherheit (Low-Migration-Ansatz), Arbeitssicherheit und Recyclingfreundlichkeit.

Darüber hinaus umfasst der Begriff häufig Anforderungen an Transparenz und Dokumentation entlang der Lieferkette, beispielsweise Nachweise zum biobasierten Anteil, zur Zusammensetzung kritischer Additive und zu Prüfungen, die die Anwendung im Verpackungsalltag stützen. Für Wellpappe stehen dabei eine robuste Lesbarkeit von Kennzeichnungen, Barcodes und Piktogrammen sowie eine verlässliche Performance auf unterschiedlichen Linerqualitäten im Vordergrund.

Abgrenzung zu konventionellen Tinten

Konventionelle Tinten basieren häufig auf mineralölhaltigen Bindemitteln oder verwenden organische Lösungsmittel, was Emissionen und potenziell problematische Rückstände begünstigen kann. Umweltfreundliche Alternativen setzen demgegenüber auf Wasser als Hauptlösemittel und/oder pflanzenbasierte Bindemittel, vermeiden Mineralöle (MOSH/MOAH) und reduzieren Gefahrenstoffgehalte. Für die Wellpappenproduktion sind wasserbasierte Systeme der Standard, da sie mit saugfähigen Papieren harmonieren und bei sachgemäßer Anwendung ein gleichmäßiges, funktionales Druckergebnis liefern. Eine klare Abgrenzung ergibt sich auch aus der Prozessführung: Geringere Geruchsbelastung, reduzierter Explosionsschutzbedarf und eine vereinfachte Abluftbehandlung sind typische Merkmale wasserbasierter Formulierungen.

Herstellung und Zusammensetzung der umweltfreundlichen Druckfarben

Umweltfreundliche Tinten werden aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen wie Sojaöl, Pflanzenfarbstoffen oder Harzen hergestellt. Zur Verbesserung der Druckeigenschaften werden oft noch verschiedene Zusatzstoffe beigefügt, die ebenfalls organischen Ursprungs sind. Das verhindert die Entstehung von schädlichen Abfallprodukten und reduziert die negativen Auswirkungen auf die Umwelt deutlich. Zusätzlich setzen viele Formulierungen auf Wasser als primäres Verdünnungs- und Trägermedium, wodurch Lösemittelemissionen minimiert werden. Eine belastbare Qualitätsbewertung berücksichtigt neben der Rezeptur auch die Stabilität über die Haltbarkeitsdauer, das Verhalten bei wechselnden Temperaturen sowie die Kompatibilität mit typischen Reinigern im Flexodruck.

Typische Komponenten sind:

  • Pigmente: Schwermetallfrei, lichtecht und farbstabil; organische Pigmente dominieren. Für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen werden migrationsarme Pigmentqualitäten genutzt.
  • Bindemittel: Pflanzliche Öle, Naturharze oder biobasierte Polymerdispersionen, die Anhaftung, Filmbildung und Flexibilität steuern.
  • Lösemittel/Träger: Überwiegend Wasser, ergänzt durch geringe, möglichst unkritische Hilfsstoffe zur Stabilisierung von Viskosität und Benetzung.
  • Additive: Biobasierte Wachse für Scheuerfestigkeit, Dispergierhilfsmittel, Entschäumer sowie pH- und Viskositätsregler; bei sensiblen Anwendungen mit Fokus auf geringe Geruchs- und Migrationswerte.

Wesentlich für die ökologische Bewertung sind der biobasierte Anteil (z. B. über standardisierte Methoden messbar), der Verzicht auf Mineralölbestandteile, die Reduktion von VOC sowie eine Rezeptur, die Recycling, Deinking und Entsorgung nicht beeinträchtigt. Für Anwendungen mit möglichem Lebensmittelkontakt kommen Low-Migration-Systeme und Good-Manufacturing-Practices zum Einsatz. Ergänzend werden häufig Konformitätsnachweise, Spezifikationen und Prüfprotokolle bereitgestellt, um die Eignung für definierte Verpackungssegmente eindeutig zu dokumentieren.

Nachweise, Kennzeichnungen und ökologische Bewertung

Zur objektiven Einordnung dienen u. a. Angaben zum biobasierten Anteil, Prüfergebnisse zur Deinkbarkeit, Angaben zur Konformität bei möglichem Lebensmittelkontakt sowie interne Qualitäts- und Rückverfolgbarkeitsprozesse. Für die ökologische Bewertung sind außerdem Prozessdaten relevant: Energie- und Wärmebedarf bei der Trocknung, Abluftführung, Abwasseraufbereitung und der Einsatz von Reinigungsmedien. Eine ganzheitliche Betrachtung schließt Lagerbedingungen, Haltbarkeit, Restfarbemanagement und die Wiederverwendung bzw. Aufbereitung von Spülflotten ein.

Verwendung von umweltfreundlichen Tinten in der Wellpappenproduktion

Die Anwendung von umweltfreundlichen Tinten in der Wellpappenindustrie bringt einige Vorteile. Da Wellpappe oft für Verpackungen von Lebensmitteln und anderen sensiblen Produkten eingesetzt wird, sind die hohen Sicherheitsstandards der ökologischen Druckfarben besonders wichtig. Im Druckprozess haben umweltfreundliche Tinten ausgezeichnete Druckeigenschaften und bieten zudem eine hohe Farbbrillanz. Ressourcenschonend und nachhaltig erhöhen sie die Attraktivität für Hersteller und Kunden gleichermaßen. In der Umsetzung sind neben der Farbauswahl die Papierqualität, der Anilox-Raster, die Trocknung (Heißluft/IR), die Maschinengeschwindigkeit sowie pH- und Viskositätsführung entscheidend für ein gleichmäßiges, abriebfestes Druckbild. Zusätzlich beeinflussen Rüst- und Trocknungszeiten die Energieeffizienz und damit den ökologischen Fußabdruck des Druckprozesses.

Im Flexodruck auf Wellpappe sind wasserbasierte Systeme etabliert, da saugende Deckschichten das Eindringen der Farbe begünstigen und damit schnelle Trocknung ermöglichen. Für Preprint-Anwendungen (Vordruck auf Rollenpapier) werden häufig wasserbasierte oder migrationsarme Systeme verwendet, die anschließend in der Weiterverarbeitung zur Wellpappe verarbeitet werden. Im Digitaldruck kommen vermehrt wasserbasierte Tinten mit spezifischen Primern oder optimierten Papieren zum Einsatz, um Deckkraft, Kantenschärfe und Trocknung zu steuern. Eine sorgfältige Prozesskontrolle stellt sicher, dass Barcodes, Kennzeichnungen und Warnpiktogramme zuverlässig lesbar sind.

In der Lieferkette spielen zudem Recycling und Altstoffsammlung eine zentrale Rolle: Umweltfreundliche Rezepturen können die Deinkbarkeit verbessern und unterstützen die Papierfaser im Kreislauf. Für eine praxisnahe Einordnung hilft eine neutrale Marktübersicht; eine Übersicht häufiger Verpackungen, direkt ab Lager kann als Orientierung dienen, welche Anwendungsfälle in der Praxis häufig vorkommen. Ergänzend lohnt sich eine interne Matrix, die Druckanforderungen (z. B. Farbdichte, Lesbarkeit von 1D-/2D-Codes, Scheuerfestigkeit) verschiedenen Substratklassen zuordnet und standardisierte Prüfungen auslöst.

Druckverfahren und Substrate

Je nach Deckschicht (frischfaser- oder recyclingbasierte Liner, gestrichen oder ungestrichen) variiert die Farbannahme. Dadurch ändern sich Trocknung, Glanz, Farbdichte und Scheuerfestigkeit. Ein passendes Zusammenspiel aus Anilox-Volumen, Raster, Druckgeschwindigkeit sowie Temperatur- und Luftführung ist Voraussetzung für konsistente Qualität. Bei hochweißen oder gestrichenen Oberflächen lassen sich feinere Raster und größere Farbräume erzielen, während raue Oberflächen robuste, hochviskose Systeme erfordern. Zusätzlich beeinflussen Papiertemperatur und -feuchte die Benetzung; stabile Klimabedingungen im Drucksaal unterstützen wiederholbare Ergebnisse.

Recycling, Deinking und Entsorgung

Umweltfreundliche Tinten sollten Recyclingprozesse nicht behindern. Gute Ablösbarkeit der Farbschicht (Deinking), geringe Stippenbildung und kompatible Additive sind hierbei relevant. Bei der Entsorgung von Restfarben und Reinigungsflotten ist eine betriebliche Abwasserbehandlung sinnvoll, um Feststoffe und Hilfschemikalien ordnungsgemäß zu entfernen. Zusätzlich helfen interne Kreisläufe (z. B. Filtration und Wiederverwendung von Spülflotten, getrennte Erfassung von Schlämmen), Materialverluste zu senken und die Prozessökologie zu verbessern.

Vor- und Nachteile von umweltfreundlichen Tinten

Die Vorteile von umweltfreundlichen Druckfarben liegen in ihrer Umweltverträglichkeit. Sie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen, benötigen weniger Energie in der Herstellung und sind weitgehend biologisch abbaubar. All das trägt zu einer positiven Ökobilanz des gesamten Produkts bei. Trotz positiver Aspekte gibt es auch Herausforderungen. Insbesondere bei den Kosten liegen umweltfreundliche Tinten aktuell häufig über herkömmlichen Farben. Die umweltfreundlichen Alternativen sind in der Regel teurer, sowohl in der Herstellung als auch im Einkauf. Trotzdem kann sich die Investition für Unternehmen lohnen, da immer mehr Kunden auf ökologische Nachhaltigkeit Wert legen und dafür bereit sind, höhere Preise in Kauf zu nehmen. Zusätzlich lassen sich durch Prozessoptimierung, standardisierte Prüfungen und eine sorgfältige Trocknerauslegung die laufenden Betriebskosten stabilisieren.

  • Vorteile: Reduzierte VOC-Emissionen, geringere Geruchsbelastung, verbesserter Arbeitsschutz, potenziell bessere Deinkbarkeit, Kompatibilität mit Wellpappenrohpapieren, geeignete Optionen für Anwendungen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen; zudem oft vereinfachte Abluftbehandlung und geringerer ATEX-Aufwand bei wasserbasierten Systemen.
  • Herausforderungen: Mitunter längere Trocknungszeiten, sensiblere Prozessfenster (pH/Viskosität/Temperatur), teils begrenzter Farbraum und Abriebfestigkeit auf schwierigen Substraten, höhere Materialkosten sowie Investitionen in Trocknung und Prozesskontrolle; zudem erhöhte Anforderungen an Klimaführung und Substratfeuchte.
  • Mitigation: Optimierte Anilox-Geometrie, abgestimmte Papiere, angepasste Trocknerleistung, Rezepturanpassungen (z. B. Wachse/Dispersionen) und standardisierte Prüfungen (Abrieb, Kratzfestigkeit, Farbmetrik) stabilisieren die Ergebnisse. Ergänzend wirken Trainings zu pH- und Viskositätsführung, ein sauberes Restfarbemanagement und die Dokumentation von Maschinensetups qualitätssichernd.

Prozess- und Qualitätsanforderungen

Für reproduzierbare Ergebnisse empfiehlt sich ein standardisiertes Farbmanagement und kontinuierliche Prozessüberwachung. Wichtige Prüfgrößen sind Farbdichte und ΔE, Trockengeschwindigkeit, Scheuerfestigkeit, Haftung, Kantenunschärfe und Lesbarkeit von Codes. Ergänzend werden Oberflächenspannung des Substrats, Feuchtegehalt der Papiere und Maschinenparameter dokumentiert. Beispielhafte Einstellbereiche (system- und herstellerspezifisch) sind pH-Werte im leicht alkalischen Bereich und Viskositäten entsprechend definierter Becherlaufzeiten; verbindlich sind stets die jeweiligen Tinten- und Maschinenfreigaben.

  • Regelmäßige Kontrolle von pH und Viskosität der Tinte (z. B. Becherlaufzeit), inklusive Nachjustage gemäß Herstellervorgaben.
  • Temperaturführung an Maschine und Trocknungseinheiten zur Stabilisierung der Verdunstung; ausgewogene Zu- und Abluft sowie definierte Restfeuchten.
  • Prüfungen zur Migrations- und Sensorikbewertung bei sensiblen Anwendungen, ergänzt um Barcodelesetests und Abriebmessungen.
  • Dokumentation gemäß Good-Manufacturing-Practice bei möglichem Lebensmittelkontakt, inklusive Rückverfolgbarkeit und Chargenmanagement.

Regulatorische Rahmenbedingungen und Konformität

Relevante Anforderungen ergeben sich u. a. aus der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 (Materialien mit Lebensmittelkontakt), Leitlinien und GMP-Empfehlungen von Branchenverbänden sowie aus nationalen Empfehlungen. Für die Rezeptur werden häufig migrationsarme Rohstoffe eingesetzt, ergänzt durch interne bzw. externe Konformitätsbewertungen. Eine belastbare Rückverfolgbarkeit (Chargendokumentation) und risikobasierte Prüfpläne sind etablierte Praxis. Zusätzlich werden sensorische Prüfungen, Konformitätserklärungen und Spezifikationsblätter bereitgestellt, um die Eignung für definierte Anwendungsfälle nachvollziehbar zu belegen.

Praxisbeispiele und Anwendungsfelder

Typische Anwendungsfelder umfassen Transport- und Versandkartonagen, Produkt- und Markenkommunikation auf Sekundärverpackungen, Lebensmittel- und Drogerieumfelder mit erhöhten Anforderungen, pharmazeutische Versandlösungen und POS-Displays aus Wellpappe. In allen Fällen steht ein klarer, robuster Druck im Vordergrund, der Kennzeichnungen, Piktogramme und Barcodes zuverlässig abbildet. Für farbintensive Motive auf gestrichenen Linern werden feinere Raster und angepasste Trocknerkonzepte genutzt; für ungestrichene Substrate sind robuste, wasserbasierte Systeme mit optimierter Abriebfestigkeit verbreitet. Ergänzend finden sich Anwendungen in E-Commerce-Verpackungen mit variablen Daten, saisonalen Aktionsdrucken sowie in logistischen Kennzeichnungssystemen, die hohe Kontrast- und Lesbarkeitsanforderungen erfüllen müssen.

Fehlerbilder und Troubleshooting

Typische Druckfehler im Zusammenhang mit umweltfreundlichen Tinten sind Mottling (Wolkigkeit), unzureichende Trocknung mit Wischen/Absetzen, ungleichmäßige Flächendeckung, Tonwertzuwachs und unklare Kanten. Abhilfe schaffen angepasste Anilox-Volumina, optimierte Trocknerleistung, präzise pH-/Viskositätsführung, passgenaue Substratwahl sowie die Pflege von Rasterwalzen. Regelmäßige Reinigung und die Kontrolle von Feuchte und Temperatur im Drucksaal reduzieren Prozessschwankungen. Für variable Daten und Barcodes sind Testcharts mit definierten Modulen und Prüfroutinen sinnvoll.

Nachhaltigkeitsbewertung und Kennzahlen

Für eine fundierte Bewertung werden Materialeinsatz (Tintenverbrauch pro Quadratmeter), Energiebedarf je Druckbogen bzw. Laufmeter, Ausschussquoten, Reinigungsmittelverbrauch und Abwasserparameter erfasst. Kennzahlen zu Deinkbarkeit und zum Fasererhalt im Recyclingprozess unterstützen die Auswahl geeigneter Systeme. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess verbindet diese Kennzahlen mit Wartungs- und Schulungsplänen, um sowohl die ökologische als auch die wirtschaftliche Performance stabil zu entwickeln.

Lagerung, Handhabung und Sicherheit

Wasserbasierte, umweltfreundliche Tinten sollten frostfrei, trocken und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. Vor Gebrauch empfiehlt sich eine homogenisierende Bewegung (z. B. Rühren), um Pigmentablagerungen zu vermeiden. Sicherheitsdatenblätter geben Auskunft zu persönlicher Schutzausrüstung und Erstmaßnahmen. Leergut und Restmengen werden getrennt gesammelt; wo möglich, werden Restfarben über definierte Misch- und Wiederverwendungsprozesse dem Produktionskreislauf erneut zugeführt.

Zusammenfassung:

  • Umweltfreundliche Tinten, oft auch als ökologische Druckfarben bezeichnet, sind Formulierungen, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und in ihrer Produktion, Nutzung und Entsorgung minimale negative Auswirkungen auf die Umwelt haben.
  • Die Verwendung dieser umweltfreundlichen Tinten kann Unternehmen, die auf Verpackungen aus Wellpappe setzen, dabei helfen, ihre ökologische Bilanz zu verbessern. Sie gewährleisten nicht nur ein sauberes Druckbild, sondern unterstützen auch das Streben nach Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit.
  • Da umweltfreundliche Tinten oft leicht abbaubar und weniger giftig sind, können sie dazu beitragen, die Abfallproblematik im Bereich Verpackungsmaterialien zu reduzieren und gesundheitliche Risiken zu verringern. Dies trägt zur allgemeinen Verbesserung des Umweltschutzes und zur Einhaltung von Umweltnormen bei.
  • In der Wellpappenproduktion sind wasserbasierte Systeme etabliert; sie kombinieren gute Druckeigenschaften mit niedrigen Emissionen und unterstützen Recyclingprozesse.
  • Herausforderungen liegen in Kosten, Trocknung und Prozessstabilität; durch abgestimmte Substrate, Anilox- und Trocknerwahl lassen sich belastbare Ergebnisse erzielen.
  • Konformität mit lebensmittelrechtlichen Vorgaben, Low-Migration-Ansätze und eine saubere GMP-Dokumentation sind bei sensiblen Anwendungen essenziell.
  • Standardisierte Prüfungen (z. B. Farbdichte, ΔE, Abrieb, Lesbarkeit von Codes), eine stabile pH-/Viskositätsführung sowie ein konsequentes Restfarbemanagement unterstützen reproduzierbare, ressourcenschonende Prozesse.
  • Eine ganzheitliche Betrachtung schließt Energieeinsatz, Abwasser- und Abluftmanagement sowie die Wiederverwendung von Hilfsstoffen ein und stärkt die Kreislauffähigkeit von Wellpappenverpackungen.

Veröffentlicht am 06.05.2025
Letzte Überarbeitung am 09.12.2025 um 14:01 Uhr von Julia Kopp

Zitieren oder teilen Sie diesen Artikel gerne!