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Wachspapierverpackung

Im Bereich der Verpackungen aus Wellpappe spielt das sogenannte Wachspapier eine wichtige Rolle und wird aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften geschätzt und breit eingesetzt. Es dient in Transport- und Lagerketten als zuverlässige Barrierekomponente, mindert das Risiko von Kondensat- und Fettmigration und unterstützt so die Funktionalität der Umverpackung.

Wachsbeschichtete Papiere ergänzen Wellpapp-Konstruktionen häufig als Auskleidung, Zwischenlage oder Umhüllung. Sie dienen als temporäre Feuchtigkeits- und Fettbarriere, wenn Produkte mit erhöhter Oberflächenfeuchte, fetthaltige Güter oder empfindliche Materialien in Umgebungen mit wechselnden Klimabedingungen geschützt werden müssen. Typische Konfektionen sind Rollenware, Zuschnitte und Einleger, die sich passgenau mit Kartonagen kombinieren lassen. In der Praxis werden so Durchfeuchtung, Geruchsübertragung und Verschmutzung der Wellpappe reduziert, was die Stapel- und Transportstabilität unterstützt.

Definition: Was versteht man unter einer Wachspapierverpackung?

Unter einer Wachspapierverpackung versteht man eine Verpackungsart, bei der das Material Papier mit einer Schicht aus Wachs überzogen ist. Dieser Wachsüberzug verleiht dem Papier spezielle Eigenschaften und macht es besonders widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit und Fett. Deswegen kommt es vor allem im Lebensmittelbereich zum Einsatz, aber auch in anderen Industrien ist es aufgrund seiner Vielseitigkeit beliebt. Im technischen Kontext wird dabei zwischen feuchtigkeitsabweisend (hydrophob) und fettabweisend unterschieden; absolute Dichtheit ist abhängig von Auftrag, Schichtintegrität und Verarbeitung.

Als Synonyme werden häufig Begriffe wie „gewachstes Papier“, „paraffiniertes Papier“, „Paraffinpapier“, „Wachs-Imprägnierpapier“ oder „wax-coated paper“ verwendet. In der Praxis unterscheidet man zwischen einseitig und beidseitig beschichteten Qualitäten, punkt- bzw. flächenbeschichteten Varianten sowie Papierträgern mit unterschiedlichen Grammaturen. Die Barrierewirkung ist dabei maßgeblich vom Beschichtungsgewicht, der Wachssorte und der Oberflächenhomogenität abhängig. Zusätzlich beeinflussen Papierdichte, Porosität und eventuelle Imprägnierung die Leistungsfähigkeit.

  • Barriereeigenschaften: Schutz gegenüber Wasser, Wasserdampf und Fetten; typischer Fokus auf Fett- und Feuchtebeständigkeit
  • Haptik/Oberfläche: wachsig-glatt bis seidenmatt, je nach Rezeptur und Schichtdicke
  • Verarbeitbarkeit: gute Formbarkeit, knitterarm, bedingt heißsiegelfähig; geeignet zum Falten, Wickeln und Auskleiden
  • Kontakt mit Lebensmitteln: je nach eingesetztem Wachs und Papierqualität geeignet; sensorisch möglichst neutral
  • Mechanische Kennwerte: Reißfestigkeit und Durchstoßwiderstand abhängig von Trägergrammatur und Wachsauftrag
  • Parameter in der Praxis: u. a. Cobb-Wert, Kit-Niveau, Gleitreibwert und Wasserdampfdurchgangswert

Entstehung und Verwendung von Wachspapierverpackung

Die Methode der Wachsbeschichtung von Papier stammt bereits aus dem 19. Jahrhundert und diente zunächst vorrangig der Lebensmittelindustrie. Vor allem die Verpackung von Käse, Wurst und anderen frischen Lebensmitteln war eine gängige Anwendung. Die wachsbeschichteten Papiere eignen sich jedoch auch hervorragend für die Verpackung von industriellen Produkten, die gegen Feuchtigkeit geschützt werden müssen. Mit fortschreitender Technik wurden Rezepturen hinsichtlich Barriere, Temperaturbeständigkeit und Sensorik stetig optimiert.

Historisch kamen vor allem Paraffin- und Mikrokristallwachse zum Einsatz. Später erweiterten pflanzliche Wachse (z. B. Carnaubawachs) und Mischungen mit funktionalen Additiven das Spektrum. Dadurch konnten Barrieregrad, Gleitreibwerte und Temperaturbeständigkeit gezielter eingestellt werden. Neben Direktverpackungen wird Wachspapier heute häufig als Zwischenlage, Einwickelpapier oder Inliner in Umverpackungen eingesetzt. Moderne Systeme berücksichtigen zunehmend regulatorische Anforderungen an Lebensmittelkontakt und setzen auf migrationsarme, geruchsneutrale Rezepturen.

Im Non-Food-Bereich dienen Wachspapiere unter anderem als Schutz für ölige Metallteile, beschichtete Werkstücke, feuchte Naturprodukte oder hygroskopische Materialien. In der Logistik lässt sich so das Risiko von Durchfeuchtung oder Fettmigration auf Umkartons reduzieren. In Kombination mit Wellpappe werden Innenflächen vor Verschmutzung bewahrt, was die optische Qualität und Weiterverwendung der Umverpackung unterstützt.

Funktionsweise und Herstellungsprozess von Wachspapierverpackungen

Während des Produktionsprozesses wird Papier mit einer oder mehreren Wachsschichten überzogen. Damit erhält das Material seine charakteristischen Eigenschaften. Die Wachsschicht auf dem Papier sorgt dafür, dass es wasser- und fettdicht wird. Häufig wird das Wachs auf einer Seite aufgetragen, es können jedoch auch beide Seiten beschichtet werden, um noch höheren Schutz zu erreichen. Der Auftrag kann als Oberflächenbeschichtung oder als Imprägnierung in den Faserverbund erfolgen; ein homogener, geschlossener Film ist für konstante Barriereleistungen entscheidend.

Materialien und Schichtaufbau

Verwendet werden Paraffinwachse, Mikrokristallwachse und pflanzliche Wachse, teils in Kombination. Das Trägerpapier variiert von leichten Qualitäten für flexible Umhüllungen bis zu kräftigen Papieren für höhere mechanische Anforderungen. Das Beschichtungsgewicht (Wachsauftrag) beeinflusst Barriere, Haptik und Steifigkeit. Übliche Auftragsbereiche reichen – je nach Anforderung – von niedrigen bis mittleren Flächenaufträgen; punkt- oder streifenförmige Beschichtungen ermöglichen funktionale Teilbarrieren und Materialeinsparungen.

Beschichtungsverfahren und Qualitätssicherung

Gängige Verfahren sind Tauch- (Imprägnier-), Walzen- und Curtain-Coating. Je nach Prozess wird das Wachs als Schmelze aufgebracht, egalisiert und anschließend abgekühlt. Entscheidend sind gleichmäßiger Auftrag, gute Benetzung und eine geschlossene Schicht. Prüfgrößen sind unter anderem:

  • Wasserdampfdurchgang (als Indikator für Feuchtigkeitsbarriere; WVTR über definierte Testbedingungen)
  • Fettbeständigkeit (z. B. nach standardisierten Kit-Tests mit abgestuften Niveaus)
  • Oberflächenreibung (Gleitreibwert für die Handhabung und Stapelstabilität)
  • Geruchs- und Geschmacksneutralität für Lebensmittelkontakt bei sensiblen Gütern
  • Cobb-Aufnahme zur Bewertung des Feuchteverhaltens des Papierverbunds
  • Beschichtungsgewicht und Schichtgleichmäßigkeit als Prozess- und Qualitätskennzahlen
  • Temperaturbeständigkeit im vorgesehenen Einsatzfenster (Kälte/Wärme)

In der Weiterverarbeitung werden Rollen zu Zuschnitten, Einlegern oder Wickelformaten konfektioniert. Für Formate und Maßtoleranzen sind branchentypische Vorgaben relevant; Weitere Details zu praxisüblichen Abmessungen und Toleranzen unterstützen die Planung in Beschaffung und Produktion. Zusätzlich sind Angaben zu Laufrichtung, Rollenkerndurchmesser, Wickelsinn und Schnittkantenqualität für reibungslose Prozesse sinnvoll.

Qualitätskriterien und Spezifikation

Für eine reproduzierbare Leistung im Verpackungsprozess empfiehlt sich eine klare Spezifikation. Relevante Parameter sind unter anderem Trägergrammatur, Wachsart (z. B. Paraffin, Mikrokristall, pflanzliche Systeme), Beschichtungsgewicht, ein- oder beidseitiger Auftrag, Oberflächenenergie, Farbe/Transparenz, sensorische Anforderungen sowie geeignete Prüfmethoden. Bei Lebensmittelkontakt sind die Einhaltung einschlägiger rechtlicher Vorgaben und Konformitätserklärungen zu berücksichtigen. Für technische Anwendungen können zudem Reibungseigenschaften, Staubarmut und Kompatibilität mit nachgelagerten Prozessen (z. B. Falten, Kleben, Heißsiegeln) ausschlaggebend sein.

Lagerung, Verarbeitung und Handling

Wachspapierverpackungen sollten trocken, staubfrei und vor direkter Wärme geschützt gelagert werden. Moderate Temperaturen unterstützen die Formstabilität des Wachsfilms und verhindern Blocken. Vor der Verarbeitung ist eine kurze Akklimatisierung an die Produktionsumgebung empfehlenswert. In der Praxis beeinflussen Gleitreibwert und Oberflächenglätte die Taktfähigkeit auf Abpacklinien; Messer- und Stanzgeometrien sind auf den Wachsfilm abzustimmen, um saubere Schnittkanten zu erzielen. Bei der Kombination mit Wellpappe kann die Auflagefläche die Stapelfestigkeit verbessern und Verschmutzung von Innenklappen vermeiden.

Vor- und Nachteile von Wachspapierverpackung

Der Einsatz von Wachspapierverpackungen bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Zu den Vorteilen zählt die hohe Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und Fett, was sie besonders für die Verpackung von Lebensmitteln geeignet macht. Darüber hinaus ist Wachspapier zwar dick und stabil, gleichzeitig aber auch flexibel und leicht verformbar, wodurch es sich für vielseitige Verpackungsarten eignet. Ein Nachteil der Wachspapierverpackung ist jedoch, dass durch das Auftragen der Wachsschicht zusätzlicher Material- und Energieaufwand entsteht. Außerdem ist das Recycling komplizierter, da das Wachs von dem Papier getrennt werden muss. Insbesondere in Umweltschutzaspekten könnte hier Potenzial für Verbesserungen liegen. Ergänzend ist zu beachten, dass die Barriereleistung temperaturabhängig ist und bei thermischer Belastung variieren kann.

Weitere Aspekte:

  • Mechanik und Temperatur: gute Reiß- und Falzstabilität, allerdings weicht Wachs bei Wärme auf und wird bei Kälte spröder; dies beeinflusst Gleitverhalten und Stapelfestigkeit.
  • Druck und Kennzeichnung: Druck erfolgt oft vor der Beschichtung; nachträgliche Bedruckung ist je nach Oberfläche eingeschränkt möglich.
  • Entsorgung und Recycling: repulpingfähige Systeme existieren, jedoch erschwert die Wachsschicht die stoffliche Verwertung gegenüber unbeschichtetem Papier; die Eignung hängt von Wachstyp und Recyclingprozess ab.
  • Alternativen: je nach Anforderung kommen auch Dispersionen, Pergamentersatzpapiere oder Folien-/Laminatlösungen in Betracht, wenn höhere Barrieren oder andere Eigenschaften gefordert sind.
  • Kompatibilität mit Wellpappe: als Inliner oder Einleger reduziert Wachspapier Verschmutzung und Feuchtedurchgang; auf Klebeflächen sollte kein Wachsfilm liegen, um die Verklebung der Schachtel nicht zu beeinträchtigen.
  • Prozesssicherheit: konstante Schichtdicken und definierte Gleitreibwerte unterstützen stabile Verpackungsprozesse und gleichmäßige Abpackqualität.

Typische Anwendungsbeispiele

  • Lebensmittel: Käse- und Wurstwaren, Backwaren, fetthaltige Snacks, Butterbrote, Feinkostartikel mit öligen Komponenten
  • Industrie: ölbenetzte Teile, beschichtete Komponenten, feuchte Naturprodukte, feuchtigkeitsempfindliche Rohstoffe in Beuteln und Schachteln
  • Kombination mit Wellpappe: Inliner, Auskleidung von Kartons, Zwischenlagen, Kantenschutz gegen Fettdurchschlag
  • Transport/Lagerung: Schutzlagen bei temperaturgeführten Sendungen zur Reduktion von Tauwassereinfluss auf Umverpackungen

Einsatzgrenzen und Auswahlkriterien

Bei dauerhaft hohen Temperaturen kann ein Wachsfilm weicher werden; bei starker Kälte steigt die Sprödigkeit. Für Anwendungen mit häufigen Temperaturwechseln sind stabile Rezepturen und ausreichende Schichtstärken zu wählen. Die Materialauswahl sollte sich an Produktcharakteristik (Fettgehalt, Oberflächenfeuchte), Prozessbedingungen (Takt, Schnitt, Faltung) und regulatorischen Anforderungen orientieren. In der Kombination mit Wellpappe sind Formatabstimmung, Einlegeart und Fixierung entscheidend, um die Barriere dort zu platzieren, wo sie benötigt wird.

Zusammenfassung:

  • Die Verpackung aus Wachspapier ist eine umweltfreundliche Alternative, die das Produkt schützt und oft in der Lebensmittelindustrie eingesetzt wird.
  • Im Vergleich zur Wellpappe wird bei der Herstellung von Wachspapier kein Klebstoff verwendet, wodurch die Entsorgung einfacher und umweltschonender ist.
  • Die Anwendungsbereiche sind vielfältig: Obwohl sie nicht die Stabilität von Wellpappe bieten, sind sie eine ideale Lösung für Produkte, die nicht viel Gewicht tragen müssen, dafür aber vor Feuchtigkeit geschützt werden müssen.
  • Kernnutzen: Barriere gegen Fett und Feuchte, gute Formbarkeit, kombinierbar mit Umverpackungen.
  • Grenzen: temperaturabhängige Eigenschaften, eingeschränkte Druck- und Recyclingfähigkeit je nach System.
  • Praxis: als Rollenware, Zuschnitt oder Inliner effektiv in Verpackungsprozesse integrierbar.
  • Für eine geeignete Auswahl sind Wachsart, Beschichtungsgewicht, Trägerpapier und Prüfkennwerte (z. B. Fett- und Feuchtebeständigkeit) auf die Anwendung abzustimmen.
  • In der Logistik unterstützt Wachspapier die Sauberkeit von Wellpappverpackungen, reduziert Durchfeuchtung und trägt zur gleichmäßigen Produktpräsentation bei.

Veröffentlicht am 20.06.2025
Letzte Überarbeitung am 02.12.2025 um 13:43 Uhr von Julia Kopp

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