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Celluloseverpackung

Celluloseverpackungen sind längst ein fester Bestandteil im Portfolio renommierter Verpackungshersteller. Sie spielen insbesondere in der Welt der Wellpappe-Verpackungen eine entscheidende Rolle und gelten als zentrale Lösung im Kontext ressourcenschonender, kreislauffähiger Packmittel.

Als faserbasierte Packmittel verbinden sie ökologische Vorteile mit praxistauglichen Schutzeigenschaften. In Kombination mit Papier, Karton und Wellkarton entstehen vielseitige Verpackungslösungen - vom leichten Versandgebinde über polsternde Einlagen bis hin zu funktional beschichteten Schalen. Dank standardisierter Prozesse, etablierter Recyclingströme und hoher Materialverfügbarkeit sind Celluloseverpackungen in vielen Lieferketten fest verankert. Darüber hinaus unterstützen sie eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft, da sie in etablierten Altpapierströmen erfasst und aufbereitet werden können. Durch ihre gute Verarbeitbarkeit auf gängigen Verpackungsmaschinen ermöglichen sie effiziente, materialoptimierte Konzepte mit reproduzierbarer Qualität. Ergänzend treiben regulatorische und unternehmerische Ziele zur Reduktion von Scope-3-Emissionen die Substitution endlicher Rohstoffe voran und begünstigen faserbasierte Lösungen.

Definition: Was versteht man unter einer Celluloseverpackung?

Unter Celluloseverpackungen versteht man Verpackungen aus Zellulose, einem natürlichen Polysaccharid, das hauptsächlich aus pflanzlichen Zellwänden gewonnen wird. Sie sind umweltfreundlich, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen und unter geeigneten Bedingungen biologisch abbaubar sind.

Der Begriff umfasst ein breites Spektrum an Produkten: Papier- und Kartonverpackungen, Wellpappkonstruktionen, Faserguss-Formteile (z. B. Trays, Schalen, Einlagen) sowie auf Cellulose basierende Folien. Je nach Anforderung werden reine Faserstoffe oder Mischungen mit Additiven eingesetzt, um Eigenschaften wie Steifigkeit, Nassfestigkeit, Fett- oder Feuchtebarrieren zu erzielen. Celluloseverpackungen sind in der Regel recyclingfähig und können - je nach Aufbau - auch industriell kompostierbar sein. Wichtige Kriterien sind dabei die sortenreine Materialauswahl, eine migrationsarme Ausrüstung bei Lebensmittelkontakt sowie eine anwendungsangepasste Konstruktion, die Schutz, Handhabung und Materialeffizienz in Einklang bringt. In der Praxis wird verstärkt auf fluorfreie Barrieren und eine klare, recyclinggerechte Deklaration geachtet.

Abgrenzung und Begriffe

  • Zellstoff: Aufbereitete Faserbasis für Papier, Karton und Faserguss.
  • Faserguss/Faserform: Dreidimensional geformte, polsternde Elemente aus Cellulosefasern.
  • Karton/Papier: Flächige Materialien in unterschiedlichen Flächengewichten für Schachteln, Umschläge und Schutzeinlagen.
  • Wellpappe: Mehrlagiger Faserverbund aus gewellter Mittellage (Fluting) und Deckpapieren (Liner) für Transport- und Verkaufsverpackungen.
  • Regeneratcellulose-Folien: Auf Cellulose basierende, transparente oder transluzente Folien mit definierter Gas- und Wasserdampfdurchlässigkeit.

Herstellung von Celluloseverpackungen?

Die Herstellung der Celluloseverpackung beginnt mit der Gewinnung der Cellulose aus Holz. Durch verschiedene chemische Prozesse wird anschließend das unerwünschte Lignin entfernt. Dieses Endprodukt, die Zellstofffaser, bildet dann die Basis für die Celluloseverpackung. Die Herstellung eines Verpackungsmaterials kann dabei auf unterschiedlichen Wegen erfolgen, von Papier und Pappe bis zu kompletten Verpackungslösungen. Moderne Produktionsstandorte setzen auf Kreislaufführung von Prozesswasser, Energieintegration und Reststoffnutzung, um Effizienz, Qualität und Umweltbilanz zu verbessern.

In der Praxis kommen vor allem das Sulfat- (Kraft-) und das Sulfitverfahren zum Einsatz. Nach der Fasergewinnung folgen Bleich- und Reinigungsstufen (ECF/TCF je nach Prozess), die die Fasern für den Einsatz im Verpackungsbereich konditionieren. Anschließend werden auf Papier- und Kartonmaschinen Flächengebilde hergestellt; Wellpapp-Rohpapiere werden zu Wellenprofilen geformt und mit Decklagen kombiniert. Für Faserformteile werden Cellulosefasern in wässriger Suspension auf Formen abgesaugt und thermisch getrocknet. Durch Additive wie Stärke, Dispersionsbarrieren oder biobasierte Beschichtungen können spezifische Funktionen (z. B. Fettbeständigkeit) integriert werden. Für eine stabile Lieferqualität sind Rohstoffschwankungen, Feuchtegehalt und Prozessparameter eng zu überwachen.

Prozessschritte und Veredelung

Im Papier- und Kartonprozess beeinflussen Mahlgrad, Leimung (intern/extern), Füllstoffe und der Anteil an Sekundärfasern die mechanischen und optischen Eigenschaften. Für Wellpappe werden Fluting und Liner mit stärkehaltigen Klebstoffsystemen verbunden; Profiltypen (z. B. E-, B-, C- oder Doppelwelle) werden je nach Schutzanforderung gewählt. Faserformteile entstehen durch Schöpfen, Formpressen und Trocknen; je nach Verfahren lässt sich ein dichter, präziser Rand für exakte Passungen oder eine offenporige Struktur für Polsterwirkung erzielen. Druck- und Veredelungsverfahren wie Flexo- oder Offsetdruck, Rill- und Stanzprozesse sowie Heißsiegel- und Klebetechniken ergänzen die Weiterverarbeitung zu einsatzfähigen Verpackungen.

Rohstoffe und Sekundärfasern

  • Nadel- und Laubholz als Primärrohstoff (unterschiedliche Faserlängen für Festigkeit und Glätte).
  • Sekundärfasern aus Altpapierströmen zur Steigerung der Kreislauffähigkeit.
  • Optionale Naturfaserzusätze (z. B. Gras- oder Agrarfasern) je nach Anforderung.
  • Optional zertifizierte Forstwirtschaftsquellen zur Sicherstellung nachvollziehbarer Herkunft.
  • Prozesshilfsmittel (z. B. optische Aufheller, Pigmente, Stärke) zur Einstellung von Oberflächen- und Barriereeigenschaften.

Anwendungsgebiete von Celluloseverpackungen?

Celluloseverpackungen finden in einer Vielzahl von Branchen Anwendung, insbesondere in der Lebensmittelindustrie. Sie bieten eine hervorragende Möglichkeit, Produkte umweltfreundlich zu verpacken und können auch zur Lagerung und zum Transport von Lebensmitteln verwendet werden. Ergänzend unterstützen sie Anforderungen an Produktschutz, Kennzeichnung und Regalpräsenz in unterschiedlichen Vertriebskanälen.

Darüber hinaus kommen sie in Non-Food-Sektoren zum Einsatz: E-Commerce-Versand, Technik- und Ersatzteilverpackungen, Kosmetik- und Pharmabereiche sowie im stationären Handel. Typische Lösungen sind Versandumschläge und -schachteln, polsternde Faserform-Trays, Zwischenlagen, Kantenschutzprofile, Flaschen- und Bechereinsätze, Shelf-Ready-Verpackungen oder hochwertige Kartonagen für Präsentationszwecke. In Kombination mit papierbasierten Polstersystemen lassen sich stoßabsorbierende und dennoch leichte Transportverpackungen realisieren. Auch in der Medizintechnik, im Automotive-Aftermarket oder bei Haushaltsgeräten dienen passgenaue Faserformteile als Halterungen, Abstandshalter und Stoßdämpfer, während Karton- und Wellpapp-Umverpackungen für Stapelstabilität und gute Bedruckbarkeit sorgen.

Typische Einsatzbeispiele

  • Lebensmittel: Schalen, Beutel, Umkartons, Trays mit Fett- oder Feuchtebarriere.
  • Elektronik/Kleinteile: Faserform-Einlagen und sortierfähige Schachteln.
  • Textil- und Haushaltswaren: Versandverpackungen mit leichtem Polsterschutz.
  • Bücher/Medien: Umverpackungen mit guter Flächenstabilität.
  • Möbel/Einrichtungen: Kantenschutz, Zwischenlagen und Stapelecken aus faserbasierten Profilen.
  • Getränke/Glas: Flaschen- und Bechereinsätze aus Faserguss mit stoßdämpfenden Eigenschaften.
  • Frischeprodukte/Take-away: Faserbasierte Schalen mit geeigneter Barriere und hitzebeständiger Ausrüstung.

Vor- und Nachteile von Celluloseverpackungen?

Der größte Vorteil von Celluloseverpackungen ist ihre Umweltfreundlichkeit. Sie werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und können unter definierten Bedingungen biologisch abbaubar sein. Zudem können sie bei entsprechender Ausrüstung und Konformitätsprüfung für den Lebensmittelkontakt geeignet sein. Auf der anderen Seite sind die Kosten für die Produktion von Celluloseverpackungen teils höher als die von konventionellen Verpackungen. Zudem sind sie, abhängig vom Produkt, nicht immer so robust wie alternative Verpackungsmaterialien.

Weitere Vorteile sind die gute Recyclingfähigkeit in etablierten Sammelsystemen, ein günstiges Verhältnis aus Gewicht und Schutzwirkung sowie sehr gute Bedruckbarkeit für Kennzeichnung und Markierung. Einschränkungen ergeben sich bei hoher Feuchtebelastung, bei sehr langen Transportwegen mit rauer Handhabung oder wenn spezielle Barrieren (z. B. für Sauerstoff oder Wasserdampf) erforderlich sind. Hier werden je nach Einsatzfall Beschichtungen, Kombinationen mit weiteren Faserschichten oder alternative Materialien geprüft. Ebenso sind Maßhaltigkeit, Kantenstabilität und die richtige Auslegung von Rill- und Stanzgeometrien wichtig, um Brüche und Faserausrisse zu vermeiden.

  • Vorteile: nachwachsende Rohstoffe, Kreislauffähigkeit, hohe Verfügbarkeit, vielfältige Verarbeitbarkeit, gutes Druckbild, solide Grundlage für Design-for-Recycling-Konzepte.
  • Nachteile: potenzielle Feuchteempfindlichkeit, Barrierebedarf bei bestimmten Gütern, Kostenfluktuationen durch Rohstoffpreise.

Materialeigenschaften und Varianten?

Die für Celluloseverpackungen relevanten Kennwerte umfassen Flächengewicht, Steifigkeit, Reißlänge, Berstfestigkeit, Kantenstauchwiderstand (ECT) und ggf. Nassfestigkeit. Fasergussbauteile werden zusätzlich über Dichte, Kompressions- und Rückstellverhalten charakterisiert. Je nach Produktklasse unterscheidet man ungebleichte (braune) und gebleichte (weiße) Qualitäten, Recycling- und Frischfaseranteile sowie funktionale Ausrüstungen (z. B. fettabweisend, wasserabweisend, hitzebeständig). Für eine belastbare Auslegung sind verlässliche Datenblattwerte und prozessnahe Prüfbedingungen maßgeblich.

Prüfwerte und Performance-Kriterien

Für Transportverpackungen sind neben dem ECT auch der Stapeldruckwiderstand (BCT), der Ringstauchwiderstand (RCT) sowie Mullen-/Berstwerte relevant. Feuchte- und Wasseraufnahme lassen sich über COBB-Tests beschreiben, die Luftdurchlässigkeit etwa über Gurley-Werte. Bei beschichteten Qualitäten spielen zudem Siegelnahtfestigkeit, Abrieb- und Kratzbeständigkeit sowie die Beständigkeit gegen Fette und Öle eine Rolle. In der Praxis ergibt sich die Schutzwirkung aus dem Zusammenspiel von Materialkennwerten, Geometrie und Verarbeitungsqualität.

Recycling und Entsorgung?

Celluloseverpackungen sind in der Regel über das Altpapier gut verwertbar. Die tatsächliche Recyclingfähigkeit hängt vom Aufbau ab: Reine Faserlösungen sind problemlos, wohingegen Verbundmaterialien oder bestimmte Beschichtungen die Sortierung beeinflussen können. Eine klare Kennzeichnung und ein möglichst sortenreiner Materialeinsatz unterstützen hohe Rückgewinnungsquoten. Kompostierbarkeit ist möglich, wenn normkonforme, biologisch abbaubare Ausrüstungen verwendet werden und die lokalen Bedingungen für die industrielle Kompostierung vorliegen.

Störstoffe wie Kunststofffolien, nasse oder stark verschmutzte Verpackungen sowie metallisierte Schichten können die Faserwiedergewinnung beeinträchtigen. Deinking-Prozesse entfernen druckbedingte Partikel, während Sieb- und Reinigungsstufen verbleibende Fremdstoffe reduzieren. Durch den Kreislauf mehrerer Nutzungszyklen kann die Faserlänge abnehmen; ein gezielter Anteil an Frischfasern stabilisiert dann die mechanischen Kennwerte des Gesamtstroms. Zunehmend fließen Design-for-Recycling-Empfehlungen in die Konstruktion ein, um Sortier- und Aufbereitungsprozesse weiter zu verbessern.

Barriere- und Funktionalisierungsoptionen?

Für Lebensmittel- und Hygienebereiche sind häufig Barrieren gegen Fett, Wasser oder Wasserdampf notwendig. Realisiert werden diese durch Dispersionsbeschichtungen, Stärke- oder Wachs-Ausrüstungen sowie zunehmend durch biobasierte, faserkompatible Systeme. Weiterhin sind Öffnungs- und Wiederverschlussfunktionen, Rillungen, Stanzungen, Sichtfenster oder Prägungen etablierte Maßnahmen, um die Handhabung und Produktsicherheit zu verbessern.

Weitere Funktionalisierungen umfassen Heißsiegelfähigkeit, Antirutsch-Lacke, mineralische Schichten zur Erhöhung der Temperaturbeständigkeit sowie partielle Barrieren, um Verpackungen sortierfähig zu halten. Die Auswahl erfolgt stets in Abhängigkeit vom Füllgut, der geforderten Haltbarkeit und den Recyclingzielen.

  • Gängige Barriereziele: Fett- und Ölbeständigkeit, Feuchte- und Wasserdampfschutz, Sauerstoffmanagement.
  • Technologiemix: faserverträgliche Dispersions- und Stärkeformulierungen, biobasierte Beschichtungen.
  • Integration: partielle Beschichtung für Sortierbarkeit und materialeffiziente Siegelzonen.

Regulatorische Aspekte?

Je nach Anwendung sind rechtliche Vorgaben zu beachten, insbesondere bei Lebensmittelkontakt. Dazu zählen die Einhaltung einschlägiger Verordnungen und Leitlinien, migrationsarme Rezepturen sowie geeignete Qualitätsprüfungen. Für den Transport sind Festigkeitsnachweise und Prüfungen (z. B. Stapel- und Falltests) üblich, um die Schutzfunktion über die gesamte Lieferkette zu gewährleisten.

Ergänzend sind Vorgaben zur Rückverfolgbarkeit, zur guten Herstellungspraxis und zur Deklaration von Materialien zu berücksichtigen. Prüfpläne umfassen häufig sensorische Tests (Geruch/Geschmack), Migrations- und Konformitätsprüfungen sowie mechanische Belastungstests unter definierten Klima- und Feuchtebedingungen. In Europa sind insbesondere Anforderungen an Materialien mit Lebensmittelkontakt, Leitlinien zu Druckfarben und Normen zur Recycling- und Kompostierbarkeit relevant.

Auslegung und Praxis?

Die Wahl einer geeigneten Celluloseverpackung orientiert sich an Produktgewicht, Empfindlichkeit, Transportweg, klimatischen Bedingungen, gewünschter Lebensdauer, Druckbild und Recyclingzielen. Konstruktiv ist die passgenaue Dimensionierung zentral, da Materialeinsatz, Schutzwirkung und Logistikkosten eng miteinander verknüpft sind. Weiterführende Hinweise bietet Praxiswissen rund um Abmessungen im Verpackungsbereich.

  • Für sensible Güter empfiehlt sich eine Kombination aus tragender Außenverpackung und polsternden Faserform-Einlagen.
  • Bei Feuchtebelastung kann eine gezielte Nassfest-Ausrüstung oder eine angepasste Lagenkombination die Stabilität erhöhen.
  • Für hohe Durchlaufmengen sind standardisierte Zuschnitte und Faltschachtel-Layouts mit effizienter Verarbeitung von Vorteil.
  • Für lange Transportketten sind Klima- und Falltests sowie eine ECT-/BCT-basierte Auslegung hilfreich, um Sicherheitsreserven abzuleiten.
  • Eine flächenoptimierte Konstruktion reduziert Leerraum, verbessert Palettenausnutzung und senkt Transportemissionen.
  • Digitale Muster und Simulationen beschleunigen die Validierung von Schutz- und Handhabungsleistung.

Druck- und Kennzeichnungstechnik?

Celluloseverpackungen lassen sich in der Regel gut bedrucken. Häufige Verfahren sind Flexo- und Offsetdruck, digital gestützte Kleinserien sowie variable Kennzeichnung via Inkjet oder Laser. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach Auflage, Motivkomplexität und Substrat. Für eine hohe Kanten- und Farbqualität sind geeignete Primer, Rasterweiten und Trocknungsbedingungen zu berücksichtigen. Zusätzliche Markierungen wie Barcodes, Data-Matrix-Codes oder Chargenangaben werden prozesssicher in den Workflow integriert.

Bei lebensmittelnahem Einsatz werden bevorzugt migrationsarme, wasserbasierte Farb- und Lacksysteme sowie kontrollierte Trocknungsregime verwendet, um Compliance und Druckbildqualität zugleich sicherzustellen.

Lagerung und Klimaeinflüsse?

Celluloseverpackungen reagieren auf relative Luftfeuchte und Temperatur. Eine fachgerechte Lagerung in trockenen, temperierten Räumen reduziert Maßänderungen und Stabilitätsverluste. Vor der Verarbeitung ist eine Akklimatisierung an die Produktionsbedingungen sinnvoll, um Rill- und Falzergebnisse zu stabilisieren. Bei Exporten in feuchte oder tropische Klimazonen unterstützt eine angepasste Materialwahl (z. B. erhöhte Nassfestigkeit) die Funktionssicherheit.

Qualitätssicherung und Prüfmethoden?

Zur Absicherung der Funktionalität werden Wareneingangs- und Prozesskontrollen etabliert. Typische Prüfungen umfassen Grammatur- und Dickenmessung, ECT-/BCT-Tests, Berst- und Reißfestigkeit, COBB-Werte, Dimensionskontrollen sowie visuelle Beurteilung von Druck- und Rillqualität. Stichprobenpläne, klimatisierte Prüfumgebungen und dokumentierte Grenzwerte sorgen für reproduzierbare Ergebnisse und unterstützen eine kontinuierliche Verbesserung.

Ergänzend tragen statistische Prozesskontrollen, Rückverfolgbarkeit über Chargeninformationen und regelmäßige Auditierungen zu stabilen Qualitäten bei.

Nachhaltigkeit und Bilanzierung?

Die ökologische Bewertung von Celluloseverpackungen berücksichtigt Rohstoffherkunft, Energieeinsatz, Transport, Nutzungsdauer und End-of-Life-Szenarien. Ein hoher Anteil an Sekundärfasern, materialeffiziente Konstruktionen, lange Nutzungszyklen (z. B. Mehrweg in definierten Anwendungen) sowie eine gute Sortierfähigkeit beeinflussen die Umweltwirkungen positiv. Transparent dokumentierte Materialdaten stärken die Nachvollziehbarkeit entlang der Lieferkette.

Für belastbare Umweltbilanzen haben sich standardisierte Vorgehensweisen etabliert, etwa für Ökobilanzen und den produktbezogenen CO2-Fußabdruck. Zudem rücken kreislaufgerechtes Design, reduzierte Materialvielfalt und der Verzicht auf schwer trennbare Verbunde stärker in den Fokus.

Zusammenfassung:

  • Celluloseverpackungen sind umweltfreundliche Verpackungslösungen, die aus erneuerbaren Rohstoffen wie Holzfasern hergestellt werden. Diese Eigenschaft macht sie zu einer stark nachgefragten Alternative zu konventionellen Verpackungen. Sie verbinden Kreislauffähigkeit mit einer breiten Palette an konstruktiven und funktionalen Möglichkeiten.
  • Bei der Herstellung von Verpackungen aus Cellulose entsteht unter anderem die Wellpappe, die aufgrund ihrer robusten und gleichzeitig leichten Beschaffenheit besonders gern von Unternehmen genutzt wird. Ergänzend kommen Kartonqualitäten und Faserformteile zum Einsatz, um passgenaue Schutz- und Polsterfunktionen zu realisieren.
  • Die Nutzung von Celluloseverpackungen unterstützt nachhaltige Betriebspraktiken und kann dazu beitragen, dass Unternehmen ihre CO2-Bilanz verbessern und ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten. Durch geeignete Auslegung und Barriereoptionen lassen sich zudem qualitativ stabile, praxistaugliche Lösungen für unterschiedliche Branchen realisieren.
  • Wesentlich für die Praxis sind eine bedarfsgerechte Dimensionierung, die Berücksichtigung von Klimaeinflüssen sowie verbindliche Qualitätsprüfungen, um Schutz, Effizienz und Recyclingfähigkeit auszubalancieren.
  • Regulatorische Konformität bei Lebensmittelkontakt, recyclinggerechte Materialwahl und klare Kennzeichnung sind zentrale Hebel für Leistungsfähigkeit und Kreislauffähigkeit.

Veröffentlicht am 13.05.2025
Letzte Überarbeitung am 20.04.2026 um 12:47 Uhr von Julia Kopp

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