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CO2-Einsparung

In der Welt der Wellpappe spielen umweltschonende Strategien eine zentrale Rolle, um den globalen Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Insbesondere die CO2-Einsparung als wirksame Maßnahme wird aufgrund ihres deutlichen Effekts auf den ökologischen Fußabdruck sorgfältig betrachtet und systematisch umgesetzt.

Im Kontext von Wellpappenmaterialien umfasst CO2-Einsparung die gezielte Minderung von Treibhausgasemissionen entlang des gesamten Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis zu Transport, Nutzung und der Rückführung in den Recyclingkreislauf. Entscheidend ist die Betrachtung in CO2-Äquivalenten (CO2e), da neben Kohlendioxid auch weitere klimawirksame Gase einfließen. In der Praxis wird häufig der Zeithorizont GWP100 genutzt; ergänzend können biogene Kohlenstoffflüsse, Landnutzungsänderungen und Methanemissionen differenziert ausgewiesen werden, um die Klimawirkung von Verpackungen aus Wellpappe transparent zu machen.

Erörterung: Was repräsentiert die CO2-Einsparung?

Die Notwendigkeit der CO2-Einsparung ergibt sich aus dem Ziel, die Auswirkungen des Klimawandels wirksam zu begrenzen. Unter CO2-Einsparung versteht man Maßnahmen, die eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen bewirken. Diese Verringerung trägt zur Begrenzung der Erwärmung der Erdatmosphäre bei und ist für den Umweltschutz wesentlich. Im Bereich der Verpackungsmaterialien – und damit bei Wellpappe – steht die CO2-Einsparung in engem Zusammenhang mit Materialwahl, Design, Prozessführung und der Kreislaufführung am Ende der Nutzung.

Im Fachgebrauch unterscheidet man häufig zwischen absoluter Emissionsminderung (gesamt eingesparte Tonnen CO2e) und spezifischer Minderung (zum Beispiel pro Tonne Material, pro Quadratmeter Fläche oder pro versendeter Einheit). Ebenso zentral sind Systemgrenzen: Cradle-to-Gate (bis Werkstor), Cradle-to-Grave (inklusive Nutzung und Entsorgung) oder Cradle-to-Cradle (geschlossener Kreislauf). Für Unternehmen ist die Zuordnung zu Scope 1, 2 und 3 gemäß gängigen Emissionsbilanzierungen relevant; gerade bei Verpackungen dominiert häufig Scope 3, da Rohstoffe, Vorprodukte, Transport und Entsorgung einen großen Anteil an der Klimabilanz ausmachen.

Kennzahlen und Messmethoden

  • Bezugsgrößen: kg CO2e pro Tonne Wellpappe, pro Quadratmeter, pro Sendung oder pro Nutzlast.
  • Systemgrenzen: Rohstoff, Produktion, Transport, Nutzung, Wiederverwendung, Recycling.
  • Datenquellen: Ökobilanzen (LCA), Umweltproduktdeklarationen (EPD), Energie- und Materialverbräuche, Rücklaufquoten.
  • Baseline und Monitoring: Ausgangswert definieren, Maßnahmen einführen, Wirkung regelmäßig überprüfen und dokumentieren.
  • Zeitbezug und Methodik: GWP100 als Standard, bei Bedarf ergänzend GWP20; methodische Konsistenz nach anerkannten LCA-Normen sicherstellen.
  • Biogene Anteile: Erfassung biogener Kohlenstoffspeicherung in Fasern und Ausweis von End-of-Life-Gutschriften gemäß gewähltem Szenario.
  • Datenqualität: Primärdaten bevorzugen, Sekundärdaten plausibilisieren, Unsicherheiten und Sensitivitäten transparent machen.

Potentiale für die CO2-Reduktion in der Wellpappe-Industrie

Wellpappe weist in Sachen CO2-Einsparung hohe Potenziale auf. Aufgrund des hohen Recyclinganteils und effizienter Prozesse trägt Wellpappe dazu bei, den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken. Jede Tonne recycelter Wellpappe reduziert den Energiebedarf in der Faseraufbereitung und damit verbundene Emissionen. Gleichzeitig ermöglicht das Material eine funktionale Verpackungsgestaltung, die Schutz, Materialnutzung und Transporteffizienz in Einklang bringt.

Zusätzliche Hebel entlang der Wertschöpfungskette umfassen:

  • Materialeffizienz: Leichtbau, Right-Sizing und optimierte Faserqualitäten, um den Materialeinsatz zu senken.
  • Recyclinganteil: Erhöhung des Rezyklatanteils reduziert den Bedarf an Primärfasern und damit verbundene Prozessenergie.
  • Energie und Wärme: Effizienzsteigerungen in der Papierherstellung, Umstellung auf erneuerbare Energien und Nutzung von Abwärme.
  • Prozesse und Hilfsstoffe: Stärkeklebstoffe, Feuchtemanagement, Rüstzeitreduktion, nachfragegerechte Produktion zur Minimierung von Ausschuss.
  • Druck und Veredelung: Verfahrenswahl, Farb- und Lackeinsatz sorgfältig abwägen; Perforation und Verpackungsdesign funktional auslegen, um Material zu sparen.
  • Logistik optimieren: Packdichte, Stapelbarkeit und Transportraumausnutzung erhöhen, um Transporte und Treibstoffbedarf zu verringern.
  • Rückführung und Qualität: Sortenreine Erfassung von Altpapier stärkt den Kreislauf und stabilisiert die Klimabilanz.
  • Digitalisierung: Datengestützte Planung, Bedarfsprognosen und Bestandsoptimierung reduzieren Leerlauf, Eiltransporte und Ausschuss.
  • Designrichtlinien: Konstruktionskataloge, Prüfstandards und Lastannahmen sichern Schutzfunktion bei minimalem Materialeinsatz.

Ein praktischer Ansatz ist die Reduktion von Hohlräumen in Sendungen. Wo Polsterung notwendig bleibt, helfen Lösungen, Hohlräume effizient füllen und sicher polstern, um Materialverbrauch und Transportemissionen ausgewogen zu gestalten. Ergänzend trägt die Standardisierung von Verpackungsformaten zur besseren Paletten- und Laderaumausnutzung bei und senkt den Treibstoffbedarf pro Lieferung.

Beitrag von Wellpappe zur CO2-Minderung

Die Rolle der Wellpappe in Bezug auf die CO2-Reduktion ergibt sich aus ihrer Kreislauffähigkeit und der hohen Wiederverwertbarkeit. Ein Großteil des Materials kann wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden, wodurch der Bedarf an Primärmaterialien sinkt. Wenn Unternehmen recycelte Wellpappe für ihre Verpackungen nutzen, können sie nicht nur Kosten sparen, sondern auch einen Beitrag zur CO2-Minderung leisten. Zusätzlich wirkt sich die Substitution schwererer Alternativen positiv auf Transportemissionen aus.

In der Praxis ist neben der mehrfachen Nutzung vor allem die hohe Wiederverwertung entscheidend: Wellpappe wird in etablierten Sammel- und Recyclingprozessen mit hohen Quoten dem Kreislauf zugeführt. Dadurch sinken energieintensive Primärprozesse, und die Emissionen je Funktionseinheit (zum Beispiel pro versendetem Produkt) lassen sich reduzieren. Wichtig ist zudem die Vermeidung komplexer Verbunde, um Faserqualitäten zu erhalten und den Wiedereinsatz in nachfolgenden Chargen zu erleichtern.

  • Design for Recycling: Monomaterial-Ansätze, reduzierte Verbunde und klare Kennzeichnung erleichtern die Rückführung.
  • Material-Substitution: Passgenaue, leichter konstruierte Lösungen ersetzen schwerere Alternativen und verringern Transportemissionen.
  • Prozessintegration: Digitale Planung, bedarfsgerechte Produktion und verbesserte Auslastung unterstützen eine niedrigere Klimabilanz.
  • End-of-Life-Szenarien: Realistische Annahmen zu Sammelquoten, Sortierung und Verwertung vermeiden Über- oder Unterschätzung der Gutschriften.

Praxisnahe Anwendungsbeispiele

  • Gewichtsreduktion: Dünnere Wellenkombinationen bei gleicher Schutzfunktion senken Material- und Transportemissionen.
  • Recyclingloop: Rücknahme und sortenreine Sammlung erhöhen den Rezyklatanteil in nachfolgenden Chargen.
  • Optimierte Zuschnitte: Effiziente Zuschnittpläne und Serienbündelung reduzieren Verschnitt und indirekte Emissionen.
  • E-Commerce-Versand: Modularisierte Größenraster, anpassbare Höhenriller und Klebelaschen reduzieren Füllmaterial und Lufttransport.
  • Innerbetriebliche Logistik: Robuste Mehrwegtrays aus Wellpappe für kurzzyklische Umläufe verringern Einweganteile und erleichtern die Rückführung.
  • Druckoptimierung: Reduzierte Farbflächen und wasserbasierte Systeme können Energie- und Trocknungsaufwand mindern.

Pluspunkte und Schattenseiten der CO2-Einsparung

Die CO2-Einsparung bietet zahlreiche Pluspunkte im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung. Sie ermöglicht es, die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Gleichzeitig können Maßnahmen zur CO2-Einsparung Herausforderungen mit sich bringen, beispielsweise Investitionen in Technik oder die Anpassung von Prozessen. Auch Zielkonflikte sind möglich, etwa zwischen Stabilität, Schutzfunktion und Gewichtsreduktion. Dennoch überwiegen die ökologischen Vorteile, und langfristig sind häufig auch betriebswirtschaftliche Effekte erkennbar, etwa durch geringeren Material- und Energieeinsatz.

  • Vorteile: Reduktion von Energie- und Materialeinsatz, geringere Scope‑3‑Emissionen, Stärkung der Kreislaufwirtschaft, verbesserte Transparenz durch belastbare Kennzahlen.
  • Herausforderungen: Investitionen in Technik und Dateninfrastruktur, Verfügbarkeiten von Rezyklaten, mögliche Zielkonflikte zwischen Stabilität, Schutzfunktion und Gewichtsreduktion.
  • Operative Aspekte: Schulung, Lieferantenabstimmung und kontinuierliches Monitoring sind erforderlich, um Einsparungen zu sichern.
  • Datenbedarf: Verlässliche Primärdaten und konsistente Methodik sind Voraussetzung für belastbare Vergleiche und Fortschrittsmessung.

Methodische Einordnung und Reporting

Für eine belastbare Darstellung der CO2-Einsparung in der Wellpappe-Praxis sollten Unternehmen klare Regeln definieren: funktionelle Einheit festlegen (zum Beispiel Schutz eines Produkts während des Transports), Systemgrenzen konsistent wählen, Datenquellen dokumentieren und Annahmen offenlegen. Regelmäßige Aktualisierungen berücksichtigen Prozessverbesserungen, Energie-Mixes und Recyclingquoten. Eine transparente Kommunikation von Bandbreiten und Sensitivitäten erhöht die Aussagekraft der Ergebnisse und unterstützt fundierte Entscheidungen im Verpackungsdesign.

Typische Fehlerquellen vermeiden

  • Unklare Funktionseinheit: Ergebnisse sind ohne eindeutige Bezugsgröße schwer vergleichbar.
  • Mischung von Systemgrenzen: Cradle-to-Gate und Cradle-to-Grave dürfen nicht vermischt werden.
  • Vernachlässigte End-of-Life-Annahmen: Sammel- und Sortierquoten beeinflussen Gutschriften maßgeblich.
  • Unterschätzte Transporteffekte: Laderaumausnutzung und Rücktransporte sind konsequent einzubeziehen.

Zusammenfassung:

  • Verpackungen aus Wellpappe sind eine umweltfreundliche Lösung, da sie erheblich zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beitragen können.
  • Die Nutzung recyclingfähiger Materialien wie Wellpappe fördert die Kreislaufwirtschaft und hilft, den Carbon Footprint zu minimieren.
  • Weitere Optimierungsmöglichkeiten, wie etwa durch das Design leichterer Verpackungen, führen zu einer erniedrigten CO2-Emission im Transportsektor.
  • Kernhebel der CO2-Einsparung: Materialeffizienz, hoher Recyclinganteil, energieeffiziente Prozesse und optimierte Logistik.
  • Messbarkeit: Klare Systemgrenzen, konsistente Kennzahlen (CO2e) und regelmäßiges Monitoring erhöhen die Wirksamkeit der Maßnahmen.
  • Praxis: Design for Recycling, passgenaue Dimensionierung und minimierte Hohlräume verbinden Schutzfunktion mit Klimaschutz.
  • Transparenz: Sorgfältige Methodik, dokumentierte Datenquellen und realistische Annahmen machen Ergebnisse nachvollziehbar und vergleichbar.

Veröffentlicht am 25.07.2024
Letzte Überarbeitung am 30.09.2025 um 13:47 Uhr von Sebastian Würth

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