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Flockeinlagen

Durch Innovation und Technologie hat sich die Wellpappen-Industrie in den letzten Jahren stark entwickelt. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung von Flockeinlagen, auch bekannt als Flocktechnik, die einen erheblichen Einfluss auf die Verpackungsindustrie gehabt hat. Neben funktionalen Verbesserungen rücken dabei Aspekte wie reproduzierbare Reibwerte, materialeffiziente Konstruktionen und hochwertige Produktinszenierung in den Fokus. Flockeinlagen ergänzen konstruktive Wellpappen-Verpackungen gezielt, um sensible Güter kontrolliert zu führen, optisch aufzuwerten und transitbedingte Belastungen zu entschärfen.

Flockeinlagen werden als funktionale Innenausstattung genutzt, um empfindliche Produkte sicher zu führen, zu schützen und hochwertig zu präsentieren. Neben der samtigen Haptik liefern flockierte Inlays definierte Reibwerte, reduzieren Oberflächenkratzer, dämpfen Mikrostöße und sorgen für eine ruhige Produktlage – insbesondere bei empfindlichen Oberflächen wie Lack, Glas oder polierten Metallen. In Kombination mit konstruktiv ausgelegten Wellpappen-Verpackungen lassen sich so ansprechende, materialeffiziente Schutzlösungen realisieren. Ergänzend ermöglichen variable Polhöhen und Faserqualitäten eine feine Abstimmung zwischen Gleiten und Halten, wodurch sowohl die Entnahme als auch die Transportsicherheit verbessert wird.

Definition: Was versteht man unter Flockeinlagen?

Flockeinlagen sind ein spezieller Flock, der auf eine Oberfläche aufgebracht wird, um sie weich und samtig zu machen. Sie bestehen aus kurzen Fasern, die elektrisch aufgeladen und auf Klebstoffe projiziert werden, um eine gleichmäßige Schicht zu bilden. Diese Technik wurde in der Verpackungsindustrie eingeführt, um den Inhaltsstoffen einen optimalen Schutz zu bieten und gleichzeitig die Ästhetik zu verbessern. In der Praxis dienen Flockeinlagen als passgenaue Einleger oder als direkt beflockte Flächen auf Trägermaterialien, die definierte Reibungs- und Dämpfungseigenschaften liefern.

Die Beflockung (Flockbeschichtung) erzeugt eine textilartige Oberfläche, bei der die Fasern möglichst senkrecht im Klebstofffilm stehen. Je nach Faserart (z. B. Viskose, Polyamid, Polyester), Faserlänge und Dichte kann die Oberfläche weicher, robuster oder besonders abriebarm ausgelegt werden. Flockeinlagen werden meist als kaschierte oder eingelegte Komponenten in Stanzverpackungen eingesetzt und sind in vielen Farben, Flächengewichten und Polhöhen verfügbar. Ergänzend können antistatische Ausrüstungen, farbkonstante Chargen und definierte Flächengewichte spezifiziert werden, um Qualitätsanforderungen reproduzierbar zu erfüllen.

  • Funktionsprinzip: elektrisch ausgerichtete Kurzfasern in Klebstoffmatrix
  • Materialbasis: Faserflock (synthetisch oder zellulosisch) und geeignete Klebstoffsysteme
  • Eigenschaften: samtige Haptik, rutschhemmend, kratzschonend, dekorativ
  • Verarbeitungsformen: direkt beflockte Träger, kaschierte Einlagen, vorgestanzte Inlays
  • Funktionsparameter: Reibkoeffizient, Polhöhe, Faserfeinheit, Auftragsmenge und Homogenität
  • Trägermaterialien: Wellpappe, Vollpappe, Kunststoffe, dünnes Blech oder textilbasierte Träger

Verwendung von Flockeinlagen bei Wellpappe

Flockeinlagen werden in der Wellpappen-Industrie häufig für High-End-Produkte verwendet, die eine luxuriöse Verpackung erfordern. Sei es in der Elektronik-, Kosmetik- oder Schmuckindustrie, der Nutzen dieser Einlagen ist unübertroffen. Sie bieten nicht nur eine attraktive Optik, sondern sorgen auch für die nötige Polsterung, um die Produkte sicher zu transportieren. Darüber hinaus unterstützen sie die definierte Lagefixierung und tragen zu einem geordneten Auspack-Erlebnis bei, ohne zusätzliche Schäume oder Folien einsetzen zu müssen.

Typische Einsatzszenarien sind Präsentations- und Geschenkverpackungen, Editions- und Sammlerartikel, empfindliche Komponenten mit kratzempfindlichen Oberflächen sowie Warenproben. Inlays können passgenaue Aussparungen für Produkte, Zubehör und Dokumente enthalten, die das Verrutschen minimieren und den Ersteindruck beim Öffnen verbessern. Durch die Kombination mit gängigen Wellenqualitäten (z. B. E-, B- oder FE-Welle) lassen sich sowohl leichte als auch mittlere Schutzanforderungen erfüllen. Für Serien mit wechselnden Artikeln können modulare Inlay-Geometrien und variable Einlegetiefen entwickelt werden, um Varianten effizient abzubilden.

  • Elektronik: Oberflächenschutz für Gehäuse, Displays und lackierte Teile
  • Kosmetik/Parfüm: ruhige Produktlage und haptisch stimmige Präsentation
  • Schmuck/Uhren: sanfte Auflageflächen, reduzierte Mikrokratzerbildung
  • Werbemittel/Medien: definierte Positionierung von Mustern, Broschüren und Datenträgern
  • Medizintechnik/Messtechnik: sichere Fixierung empfindlicher Komponenten während Transport und Handling
  • Proben- und Musterkits: strukturierte Anordnung für klare Produktzuordnung und wiederholtes Entnehmen

Herstellungsprozess von Flockeinlagen

Bei der Herstellung von Flockeinlagen werden Kunststoff-, Metall- oder Glasfasern auf elektrisch geladene Objekte aufgebracht. Zunächst wird ein spezieller Kleber auf die zu flockende Fläche aufgetragen. Im nächsten Schritt werden die Fasern mit hoher Geschwindigkeit auf den Kleber projiziert. Durch die elektrische Ladung richten sich die Fasern senkrecht zur Oberfläche aus, was zu einer glatten und gleichmäßigen Einlage führt. Prozessparameter wie Spannung, Auftragsmenge, Umgebungsfeuchte und Entstaubung beeinflussen die Qualität der Oberfläche und die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.

Prozessschritte im Überblick

  1. Untergrundvorbereitung: Reinigen, ggf. Primerauftrag für optimale Haftung
  2. Klebstoffapplikation: sprühen, walzen oder siebdrucken – je nach Geometrie
  3. Elektrostatische Beflockung: definierte Spannung richtet Fasern aus und beschleunigt den Auftrag
  4. Trocknung/Aushärtung: thermisch oder UV-gestützt, abhängig vom Klebstoffsystem
  5. Finish: Überschussfasern entfernen, Oberfläche reinigen, ggf. Zuschneiden/Stanzen
  6. Konfektion: Kaschieren in die Wellpappen-Verpackung, Einlegen, Prüfen und Verpacken für den Versand

Qualität wird durch Haftzug- und Abriebtests, Klimaprüfungen sowie visuelle Inspektion abgesichert. Steuergrößen sind Faserlänge, Faserfeinheit, Auftragsmenge, Klebstoffviskosität und Aushärtungsparameter, die gemeinsam die Polhöhe, Homogenität und Abriebfestigkeit bestimmen. Ergänzend sind Prozessfähigkeitsanalysen und Stichprobenpläne hilfreich, um Serienstreuungen gering zu halten und definierte Reibwerte über Chargen hinweg zu sichern.

Vor- und Nachteile von Flockeinlagen

Die Hauptvorteile von Flockeinlagen sind ihre Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit. Sie können auf eine Vielzahl von Materialien aufgebracht werden, darunter Papier, Kunststoff, Metall und Glas. Darüber hinaus erhöhen sie den Wert des verpackten Produkts durch ihren einzigartigen ästhetischen Appeal. Sie bieten ausgezeichneten Schutz vor Kratzern und Stößen und sind gleichzeitig umweltfreundlich, da sie aus recyclebaren Materialien hergestellt werden können. Der Hauptnachteil besteht jedoch darin, dass das Verfahren zur Herstellung von Flockeinlagen relativ aufwendig und teuer ist. Daher können die Kosten für einen mit Flockeinlagen versehenen Karton höher sein als für einen herkömmlichen Wellpappkarton. Außerdem können sie unter Umständen schwer zu reinigen sein, wenn sie verschmutzt werden. Zusätzlich ist eine kontrollierte Lagerung wichtig, um Feuchteaufnahme zu vermeiden und die Oberflächenqualität zu sichern.

  • Weitere Vorteile: gute Rutschhemmung, angenehme Haptik, reduzierte Geräuschentwicklung beim Entnehmen, flexible Farbgestaltung
  • Weitere Nachteile: potenzieller Faserabrieb bei falscher Auslegung, Empfindlichkeit gegenüber starker Feuchte, zusätzliche Prozessschritte in der Fertigung
  • Prozessbezogene Vorteile: präzise Lagefixierung ohne separate Schaumeinsätze, Integration in Stanz- und Kaschierprozesse
  • Aufwände: Abstimmung von Musterbau, Bemusterung und Freigabeprozessen zur Sicherstellung wiederholbarer Qualität

Konstruktionshinweise für Wellpappen-Verpackungen mit Flockeinlagen

Für eine funktionale und wirtschaftliche Lösung ist die gerätespezifische Auslegung des Inlays entscheidend. Passungstoleranzen, Materialdicken und die Position der Auflageflächen sollten so gewählt werden, dass sowohl Schutz als auch Entnehmbarkeit gewährleistet sind. Eine frühzeitige Berücksichtigung von Fertigungstoleranzen und Klebstoffauftragszonen minimiert Nacharbeit und verbessert die Serienfähigkeit.

  • Geometrie: Ausnehmungen mit Faserradius planen, um Kantenabrieb zu reduzieren; Entnahmelaschen erleichtern das Handling
  • Stanz- und Rilltechnik: Konstruktive Elemente wie Linienstanzungen, Rillungen und eine passende Weiterführende Informationen zur Perforation in Verpackungen unterstützen eine sichere Platzierung und leichte Öffnung
  • Verklebung/Kaschierung: vollflächig oder punktuell, abhängig von Auflage und gewünschter Steifigkeit
  • Oberflächenkontakt: Auflagepunkte definieren, Kontaktflächen ausreichend groß dimensionieren, um Druckspitzen zu vermeiden
  • Klimaeinfluss: Temperatur- und Feuchtebedingungen berücksichtigen, insbesondere bei längerer Lagerung oder Transport
  • Toleranzen: Spielpassungen für thermische Ausdehnung und Fertigungsschwankungen vorsehen; definierte Entnahmespalte einplanen
  • ESD-Aspekte: bei sensibler Elektronik mögliche antistatische Ausrüstung und Erdungskonzepte berücksichtigen

Materialauswahl und Spezifikation

Die Auswahl von Faser, Polhöhe und Flächengewicht richtet sich nach Produktmasse, Oberflächenempfindlichkeit und gewünschter Optik. Polyamidflock bietet häufig höhere Abriebfestigkeit, Viskoseflock eine besonders weiche Haptik. Wasserbasierte Klebstoffe sind weit verbreitet; bei speziellen Anforderungen kommen reaktiv härtende Systeme zum Einsatz. Zusätzlich beeinflussen Farbstabilität, Lichtbeständigkeit und Geruchsemissionen die Materialwahl und sollten anwendungsbezogen bewertet werden.

  • Typische Parameter: Faserlängen ca. 0,3–1,2 mm, Polhöhen abgestimmt auf Schutzbedarf
  • Farbgebung: einfarbig oder kombiniert, matt bis leicht schimmernd
  • Träger: direkt beflockte Kartonage oder separate Einlage zur späteren Konfektion
  • Klebstoffe: wasserbasierte Acrylate, Dispersionssysteme oder reaktive Systeme je nach Belastungsprofil
  • Spezifikationen: Zielwerte für Reibung, Abrieb, Haftung und Klimabeständigkeit festlegen und prüfen

Reinigung, Pflege und Haltbarkeit

Leichte Verschmutzungen werden durch Ausblasen oder vorsichtiges Absaugen entfernt. Flüssigkeiten sollten vermieden oder unmittelbar abgetupft werden. Die Abriebbeständigkeit hängt von Faserart, Dichte und Aushärtung ab; korrekt eingestellt sind flockierte Oberflächen bei normaler Nutzung langlebig. Für wiederholte Nutzung und Mehrwegkonzepte empfiehlt sich eine regelmäßige Sichtprüfung sowie eine staubarme Lagerung.

Nachhaltigkeit und Verwertung

Flockeinlagen können so konstruiert werden, dass sie trennbar sind und bestehende Recyclingprozesse nicht wesentlich beeinträchtigen. Monomateriallösungen oder mechanisch lösbare Verbindungen erleichtern die stoffliche Verwertung. Die Verwendung wasserbasierter Klebstoffe und faserschonender Prozesse unterstützt eine ressourcenschonende Auslegung. Zudem können modulare Inlays die Wiederverwendbarkeit fördern, indem sie für unterschiedliche Artikel angepasst und mehrfach eingesetzt werden.

Vergleich mit alternativen Inlays

Im Vergleich zu Schaumstoffeinlagen oder Tiefziehteilen punkten Flockeinlagen mit einer weichen, textilartigen Oberfläche und definierten Reibwerten. Schäume bieten häufig höhere Formpolsterung, benötigen jedoch zusätzliche Werkzeuge und können Partikelemissionen oder Alterung zeigen. Kartonbasierte Inlays ohne Flock sind materialhomogen, erreichen jedoch nicht dieselbe Oberflächenschonung. Die Auswahl hängt vom Schutzbedarf, der gewünschten Haptik, der Stückzahl und den Recyclingzielen ab.

Qualitätssicherung und Prüfverfahren

Für eine verlässliche Anwendungspraxis werden standardisierte Prüfpläne eingesetzt. Dazu zählen Abriebmessungen, Haftzug- und Schältests, Klimabeanspruchungen, Farb- und Glanzbewertungen sowie Funktionsprüfungen der Entnahme. In der Serie sind Prozesslenkungspläne, Freigabemuster und Referenztafeln hilfreich, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen und zu korrigieren.

Kosten- und Prozessaspekte

Kostentreiber sind Faserqualität, Polhöhe, Farbgebung, Klebstoffsystem, Trocknungstechnologie und Konfektionsaufwand. Durch optimierte Nesting-Konzepte, standardisierte Inlay-Geometrien und abgestimmte Stanzbilder lassen sich Materialverschnitt und Rüstzeiten reduzieren. Frühe Bemusterung mit funktionsnahen Prototypen verkürzt Iterationsschleifen und stabilisiert die Qualität im Anlauf.

Zusammenfassung:

  • Flockeinlagen sind eine optimale Lösung, wenn es um den Schutz und die Präsentation von Produkten in Verpackungen, beispielsweise aus Wellpappe, geht.
  • Sie bestehen aus feinen Fasern, die auf eine Oberfläche aufgebracht sind, und bieten so eine samtige Haptik und hohe Druckfestigkeit, was ideal für qualitativ hochwertige Verpackungen ist.
  • Durch ihre anpassungsfähige Form können Flockeinlagen problemlos auf die spezifischen Anforderungen verschiedener Produktformen zugeschnitten werden, wodurch sie eine ausgezeichnete Wahl für Unternehmen sind, die nach individuellen Verpackungslösungen suchen.
  • Eine sorgfältige Material- und Prozessauswahl (Faserart, Polhöhe, Klebstoffsystem) ist entscheidend für Abriebfestigkeit, Optik und Funktion.
  • Konsequent geplante Geometrien mit definierten Auflagepunkten, Entnahmelaschen und geeigneten Stanzmerkmalen verbessern Schutzwirkung und Handhabung.
  • Im direkten Vergleich zu alternativen Inlays überzeugen Flockeinlagen durch oberflächenschonende Auflageflächen und definierte Reibwerte, sofern Konstruktion und Prozessführung abgestimmt sind.
  • Nachhaltige Auslegung, trennbare Verbindungen und wiederverwendbare Inlay-Konzepte unterstützen eine ressourcenschonende Verwendung in Wellpappen-Verpackungen.

Veröffentlicht am 04.06.2025
Letzte Überarbeitung am 17.11.2025 um 10:48 Uhr von Manuel Hofacker

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