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Glasflaschenverpackung

Im Bereich der Verpackungstechnik nimmt die Glasflaschenverpackung einen wichtigen Platz ein. Insbesondere Wellpappe beweist hier ihre Vielseitigkeit und Qualität. Nicht nur umweltfreundlich, sondern auch leistungsfähig und anpassungsfähig, bietet diese Art von Verpackungsmaterial optimale Lösungen für Firmen, die Glasflaschen transportieren und verkaufen wollen. Sie adressiert zentrale Belastungen entlang der Lieferkette – etwa Stoß, Vibration, Stapeldruck und klimatische Einflüsse – und ermöglicht eine materialeffiziente, kreislauffähige Ausführung. Durch modulare Einlagen, Gefache und formschlüssige Zuschnitte lässt sich der Schutzgrad präzise an Flaschenform, Inhalt und Transportweg anpassen. Ergänzend erlauben standardisierte Rastermaße, definierte Rilllinien und abgestimmte Wellenkombinationen eine reproduzierbare Performance vom Abfüllbetrieb über den Handel bis zum Endempfangspunkt. Für Mehrweg- und Einwegflaschen können identische Außenmaße mit variierenden Innenausstattungen realisiert werden, sodass sich Verpackungsvarianten in bestehenden Logistikprozessen reibungslos integrieren lassen.

Definition: Was versteht man unter Glasflaschenverpackung?

Unter Glasflaschenverpackung versteht man die speziell entwickelten Verpackungen und Behälter, die für den Transport, die Aufbewahrung und den Verkauf von Stoffen in Glasflaschen verwendet werden. Sie sind dafür konzipiert, eine hohe Schutzfunktion zu bieten und Brüche sowie Verletzungen zu verhindern. Wellpappe spielt hier eine zentrale Rolle, da sie dank ihrer Widerstandsfähigkeit und Flexibilität optimalen Schutz bietet, ohne die Handhabung zu erschweren. Im engeren Sinn umfasst der Begriff Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackungen rund um die Glasflasche: vom Karton mit Gefachen über Zwischenlagen bis hin zur palettierfähigen Umverpackung. Typische Aufgaben sind Stoßdämpfung, Lastverteilung beim Stapeln, Oberflächenschutz gegen Abrieb und die sichere Bündelung mehrerer Flaschen zu handhabbaren Einheiten. Hinzu kommen ergonomische Anforderungen an das Öffnen und Wiederverschließen, die klare Kennzeichnung sowie ein konsistentes Zusammenspiel von Innenmaß, Außenmaß und Einlagen für störungsfreie Prozesse im Lager und in der Kommissionierung.

  • Primärfunktion: Schutz der Flasche und des Inhalts vor Bruch, Leckage und Kontamination.
  • Handhabung: Sichere Greif- und Tragmöglichkeiten, effizientes Kommissionieren und zügiges Öffnen am Zielort.
  • Kennzeichnung: Platz für rechtlich erforderliche Hinweise und eindeutige Identifikation.
  • Transportsicherheit: Eindeutige Ausrichtung der Flaschen, minimierte Relativbewegung und stabile Lastpfade im Kartonverbund.
  • Nachhaltigkeit: Einsatz von kreislauffähigen Monomaterialien und sortenreiner Entsorgung ohne zusätzliche Trennvorgänge.
  • Prozessintegration: Kompatibilität mit Verpackungsautomaten, Palettiermustern und standardisierten Ladeeinheiten.

Spezifische Merkmale und Eigenschaften von Wellpappe für Glasflaschenverpackung

Die Wellpappe zeichnet sich durch besondere Eigenschaften aus, die sie für die Glasflaschenverpackung besonders wertvoll und effektiv machen. Durch die wellenförmige Struktur bietet sie eine hohe Stoßfestigkeit und kann auch höheren Druck aushalten. Zusätzlich ist Wellpappe leicht und kostengünstig herzustellen, wodurch sie zu einer kosteneffizienten Lösung für die Verpackung von Glasflaschen wird. Für empfindliche Glasgebinde sind zudem mehrwellige Qualitäten (z. B. Kombinationen aus B- und C-Welle) geeignet, die einen ausgewogenen Mix aus Kantenstauchwiderstand (ECT), Stapeldruck (BCT) und Dämpfung bereitstellen. Konstruktive Elemente wie Kreuzgefache, Trennstege, Polsterlaschen, integrierte Aufreißfäden und definierte Perforation unterstützen eine sichere Fixierung und ein kontrolliertes Öffnen ohne Werkzeug. Ergänzend beeinflussen Papiergrammaturen, Linerqualitäten (z. B. Testliner/Kraftliner), Rilltiefe und Stanzbild die Stabilität, das Kollapsverhalten und die Maßhaltigkeit im täglichen Einsatz. Für wechselnde Klimabedingungen spielen Kennwerte wie COBB (Wasseraufnahme) und FCT (Flachstauchwiderstand) eine Rolle, um den Schutz auch bei erhöhter Luftfeuchte abzusichern.

  • Anpassbarkeit: Zuschnitte und Gefache werden an Flaschendurchmesser, Schulterform und Verschluss angepasst.
  • Materialeffizienz: Durch gezielte Steggeometrie und Lastpfade wird Schutz bei moderatem Materialeinsatz erzielt.
  • Feuchtemanagement: Optional mögliche Barrieren, spezielle Leime oder imprägnierte Oberflächen reduzieren Feuchteempfindlichkeit.
  • Prozessfähigkeit: Geeignet für automatische Aufrichtung, Verklebung und das manuelle wie auch automatisierte Einsetzen der Flaschen.
  • Druck- und Informationsfläche: Außen- und Innendruck können Hinweise zu Handhabung, Orientierung, Bruchgefahr und Chargenkennzeichnung tragen.
  • Kreislauffähigkeit: Monomaterial-Aufbauten erleichtern die Rückführung in den Papierrecyclingkreislauf.

Materialqualitäten und Kennwerte

Bei Flaschenversandkartons sind Wellenarten wie E-, B- und C-Welle sowie Kombinationen (z. B. EB- oder BC-Welle) verbreitet. Die Auswahl orientiert sich an Zielwerten für ECT (Kantenstauchwiderstand), BCT (Box Compression Test), FCT (Flachstauchwiderstand) und Durchstoßarbeit. Für längere Lagerzeiten, hohe Stapel oder feuchte Umgebungen empfiehlt sich die Prüfung der Klimaklassen und eine Konditionierung der Muster vor den Tests. Zudem verbessert eine saubere Rillung die Maßhaltigkeit, reduziert Kantenbeschädigungen und unterstützt ein gleichmäßiges Kraftniveau beim Stapeln.

Anwendungen und Verwendungszwecke von Wellpappe in der Glasflaschenverpackung

Die Wellpappe bietet eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten in der Glasflaschenverpackung. Sie kann in verschiedenen Formen und Größen hergestellt werden, um Glasflaschen jeglicher Art sicher zu verpacken. Dazu gehören beispielsweise Wein-, Bier- oder Saftflaschen. Auch in der Pharma- und Kosmetikindustrie findet sie Einsatz, um Medizinfläschchen oder Parfümflaschen zu schützen. Ergänzend sind Öl- und Essigflaschen, Spirituosen, Limonaden und Mineralwasser üblich. Gebräuchliche Gebindegrößen reichen von Einzelverpackungen (1er) über 2er, 3er und 6er bis zu 12er Flaschenkartons; für Kleinflaschen sind auch 24er Einheiten verbreitet. In E-Commerce-Sendungen kommen stoßentkoppelte Inlays und passgenaue Gefache zum Einsatz, während im stationären Handel häufig faltbare Trays und Stülpdeckelkartons verwendet werden. Ergänzend finden sich Tasting-Sets, Probierkollektionen und Geschenkvarianten, bei denen Sichtfenster, Einstecklaschen oder Trageöffnungen eine definierte Präsentation und sichere Handhabung unterstützen.

  • Versand- und E-Commerce-Lösungen: 1er bis 12er Sets mit stoßabsorbierenden Einlagen und sicheren Verschlüssen.
  • Handel und Display: Trays, Stülpdeckelkartons und Präsentationslösungen mit definierter Öffnungshilfe.
  • Industrie und Labor: Schutz für Tinkturen, Reagenz- und Serumfläschchen mit eng tolerierten Gefachen.
  • Abfüllbetriebe und Kellereien: Mehrlagenkartons mit Zwischenlagen zur effizienten Palettierung und schnellen Prozessabläufen.

Konstruktionsformen und typische Ausführungen

  • Kreuzgefache und Trenneinsätze: Segmentieren den Innenraum, verhindern Glas-zu-Glas-Kontakt und stabilisieren Reihen und Lagen.
  • Zwischenlagen: Trennen Flaschenlagen in Mehrlagenkartons, verbessern die Lastverteilung beim Stapeln.
  • Standard-Faltkartons (z. B. FEFCO 0201): Universell einsetzbar, kombinierbar mit separaten Gefachen.
  • Stülpdeckel- und Klappkonstruktionen: Schnelles Öffnen, geeignet für Kommissionierung und Wareneingang.
  • Automatikboden-Lösungen: Beschleunigen die Aufrichtung, reduzieren Packzeiten und Fehlerquoten.
  • Formschlüssige Inlays: Fixierlaschen, Polsterkragen oder Konturpolster erhöhen die Stabilität bei wechselnden Flaschengeometrien.
  • Kantenschutz und Eckverstärkung: Zusätzliche Stabilisierung kritischer Bereiche bei hohen Stapelanforderungen.

Maß- und logistikgerechte Auslegung

Die Auslegung orientiert sich an Flaschenmaß, Schulterradius, Verschlussform, Leerraumanteil und dem geplanten Transportweg. Relevante Kriterien sind Passspiel zu den Gefachen, Toleranzen der Glasflaschen, Stapelhöhen im Lager, klimatische Bedingungen sowie der Einsatz von Zwischenlagen. Für eine konsistente Auslegung sind wichtige Abmessungen für Flaschenkartons im Versand zu berücksichtigen, damit Innen- und Außenmaße mit Einlagen und Palettenraster zusammenwirken. Darüber hinaus sind Ladeeinheiten (z. B. auf Euro- oder Industriepaletten), Packmuster, Rill- und Klebelaschenbreiten sowie die zulässige Maximalhöhe je Palettenstapel zu berücksichtigen. Eine klare Trennung von Innenmaß (für Einlagen und Flaschen) und Außenmaß (für Palettierung, Versandetiketten und Fördertechnik) hilft, Toleranzketten transparent zu halten und Reklamationen zu vermeiden.

Sicherheits- und Prüfanforderungen

  • Fallprüfung: Verifizierung der Schutzwirkung bei typischen Sturzhöhen in unterschiedlichen Orientierungen.
  • Vibrationsprüfung: Simulation von Transporterschütterungen, Prüfung auf Relativbewegung und Glas-zu-Glas-Kontakt.
  • Stapeldruckprüfung: Bewertung des Kollapsverhaltens unter realistischen Lager- und Transportlasten.
  • Klimaprüfung: Bewertung der Performance bei variierender Temperatur und Luftfeuchte.
  • Durchstoß- und Perforationsprüfungen: Ermittlung der Widerstandsfähigkeit gegen punktuelle Belastungen durch Fremdkörper.
  • Konditionierung: Prüfung unter definierten Klimabedingungen zur realistischen Abbildung saisonaler Einflüsse.

Vor- und Nachteile von Glasflaschenverpackung

Die Verwendung von Wellpappe für Glasflaschenverpackungen bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Sie bietet einen hohen Schutz, ist umweltfreundlich und kosteneffizient. Zudem ist sie vielseitig einsetzbar und einfach anzupassen. Trotzdem gibt es auch einige Nachteile zu beachten. So ist Wellpappe zwar recycelbar, aber nicht biologisch abbaubar und kann bei Feuchtigkeit an Stabilität verlieren. Allerdings sind diese Nachteile mit entsprechenden Maßnahmen, wie einer speziellen Beschichtung oder dem Einsatz von wasserresistenten Klebstoffen, gering zu halten. Ebenso wichtig ist die richtige Dimensionierung: Unterdimensionierte Gefache oder zu große Passspiele erhöhen das Bruchrisiko, während überdimensionierte Lösungen unnötig Material und Volumen beanspruchen. Zusätzlich können Staubentwicklung beim Öffnen und scharfkantige Bruchstellen minimiert werden, indem Schnitt- und Rillqualitäten optimiert und Öffnungshilfen sauber integriert werden.

  • Vorteile: Gute Stoßdämpfung, anpassbare Konstruktion, geringes Eigengewicht, günstiges Verhältnis aus Schutz und Materialeinsatz, recycelbares Monomaterial.
  • Nachteile: Feuchteempfindlichkeit ohne geeignete Barrieren, begrenzte Dauerstabilität in sehr nasser Umgebung, potenziell höherer Platzbedarf bei sehr kleinen Flaschen durch notwendige Stegbreiten.
  • Abhilfe: Passgenaue Gefache, optimierte Steggeometrien, geeignete Materialqualität, gezielte Öffnungshilfen und Feuchteschutz, qualifizierte Prüfungen im Labor und im Feld.
  • Hinweise: Einheitliche Kennzeichnungen und eindeutige Öffnungsanweisungen reduzieren Handhabungsfehler und Beschädigungen im Umschlag.

Zusammenfassung:

  • Glasflaschenverpackungen sind speziell konzipierte Schutzmaßnahmen für gläserne Behälter wie Wein- oder Bierflaschen. Sie fungieren als Schutzschicht, um die Ware während des Transports oder der Lagerung vor Schäden zu bewahren.
  • In der Regel bestehen Glasflaschenverpackungen aus Schaumstoff, Kunststoff oder Wellpappe. Verpackungen aus Wellpappe sind besonders nachhaltig und bieten gleichzeitig einen hervorragenden Schutz.
  • Für Unternehmen, die Verpackungslösungen suchen, stellen Glasflaschenverpackungen aus Wellpappe eine kosteneffiziente und umweltfreundliche Option dar. Sie sind leicht, robust und gleichzeitig einfach zu recyceln.
  • Typische Ausführungen sind Kartons mit Kreuzgefache, Zwischenlagen und formschlüssigen Inlays; gängige Gebinde reichen von 1er bis 12er Einheiten.
  • Die Auslegung berücksichtigt Flaschenform, Passspiel, Toleranzen, Transportbelastungen und Prüfanforderungen wie Fall-, Vibrations- und Stapeldrucktests.
  • Potenzielle Schwachpunkte (z. B. Feuchte) lassen sich durch geeignete Materialien, Barrieren und Konstruktionen minimieren.
  • Relevante Kennwerte (ECT, BCT, FCT, COBB) und eine saubere Rill- und Stanzqualität tragen zu einer reproduzierbaren Schutzwirkung bei.

Veröffentlicht am 25.04.2025
Letzte Überarbeitung am 01.01.2026 um 12:57 Uhr von Sebastian Würth

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