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Querschnittsverpackung

Wellpappe ist einer der häufigsten Rohstoffe in der Verpackungsindustrie. In vielen verschiedenen Formen und Formaten bietet sie vielseitige Lösungen für unterschiedliche Verpackungsanforderungen. Hierbei stellt die Querschnittsverpackung eine besondere Form dar, die im Bereich Wellpappe-Verpackungen eine hohe Bedeutung hat. Sie wird eingesetzt, wenn eine definierte Geometrie im Querschnitt zu Stabilität, Materialeffizienz und einfacher Handhabung führen soll. Durch den konstruktiven Aufbau lässt sich das Verhältnis von Eigengewicht, Schutzwirkung und Raumausnutzung gezielt steuern. Zudem ermöglicht die gezielte Auslegung von Kanten, Flächen und Faltlinien eine zuverlässige Lastabtragung, minimiert Beschädigungen am Packgut und unterstützt standardisierte Logistikprozesse von der Kommissionierung bis zur Palettierung.

Definition: Was versteht man unter Querschnittsverpackung?

Die Querschnittsverpackung bezeichnet eine Art von Verpackungen, die aufgrund ihres spezifischen Profils zu einer optimalen Raumausnutzung führen. Sie zeichnen sich durch ihre spezielle Form aus – in der Regel eine Kombination aus quadratischen oder rechteckigen Grundflächen mit gleichmäßig hohen Seitenwänden. Die Benennung als Querschnittsverpackung resultiert aus dem Blick auf den charakteristischen Querschnitt dieser Verpackungen. In der Praxis wird der Querschnitt so konstruiert, dass Lasten über Kanten und Flächen sinnvoll verteilt werden, was Kantenstauchung reduziert und die Stapelfähigkeit verbessert. Abgrenzend zu längsorientierten Zuschnitten bezieht sich der Begriff hier explizit auf Form, Maßbezug und Belastungspfad im Querschnitt. Ergänzend können U-Profile, L-Profile, Trays oder Stülpdeckelkonstruktionen querschnittsbezogen ausgelegt werden, um definierte Schutz- und Führungsfunktionen zu erfüllen.

Typisch sind geschlossene oder teiloffene Behältnisse, bei denen Boden, Wand und Deckel im Querschnitt eine definierte Kontur bilden. Je nach Einsatzzweck kommen Varianten mit Steck-, Falt- oder Klebelaschen, Staub- oder Einsteckklappen sowie mit integrierten Einlagen oder Fixierkomponenten vor. Die Orientierung zur Wellenrichtung der Wellpappe beeinflusst die mechanischen Eigenschaften, weshalb Querschnitt und Faserlauf in der Konstruktion stets gemeinsam betrachtet werden. Zusätzlich werden Kantenradien, Rillgeometrie und Stoßlage so abgestimmt, dass Biege- und Drucksteifigkeit im Querschnitt erhalten bleiben und sich eine reproduzierbare Maßhaltigkeit ergibt.

Herstellungsprozess der Querschnittsverpackungen

Im Prozess der Herstellung von Querschnittsverpackungen spielen sowohl Materialeigenschaften als auch Maschinen eine Rolle. Der Herstellungsprozess beginnt mit der Auswahl des geeigneten Wellpappenmaterials. Anschließend wird dieses Material zugeschnitten, geformt und verklebt. Im Endeffekt entsteht so eine stabile und belastbare Verpackung, die sich hervorragend zum sicheren Transport und zur Lagerung von Gütern eignet. Temperatur- und Feuchtebedingungen (typischerweise Normklima) werden entlang der Prozesskette kontrolliert, um Rillbarkeit, Verklebung und Planlage zu sichern.

Für reproduzierbare Ergebnisse werden Konstruktion, Bemaßung und Fertigungsschritte aufeinander abgestimmt. Dazu gehören die Definition der Nut- und Rillpositionen, die Festlegung der Klebelaschen und der Verschlussart sowie die Prüfung der Belastbarkeit in Bezug auf Stapelhöhen und klimatische Bedingungen. Rüstprozesse, Werkzeugwahl (Flach- oder Rotationsstanze) und die Prüfung von Toleranzen fließen ebenso ein wie Inline-Kontrollen von Klebefugen, Rilllinien und Zuschnittwinkeln.

Materialauswahl und Wellenarten

Je nach Lastfall kommen ein- oder mehrwellige Qualitäten (z. B. E-, B-, C-, EB-, BC-Welle) zum Einsatz. Deckschichten aus Kraftliner oder Testliner mit passenden Flächengewichten bestimmen Steifigkeit, Durchstoßfestigkeit und Bedruckbarkeit. Der Feuchtegehalt des Materials wird so gesteuert, dass Rillbarkeit und Verklebung prozesssicher bleiben. Wellenhöhe und -teilung beeinflussen Biege- und Drucksteifigkeit im Querschnitt; mehrwellige Kombinationen erhöhen den Kantenstauchwiderstand, während feine Wellen eine gute Bedruckbarkeit und Faltbarkeit begünstigen.

Zuschnitt, Rillen und Stanzen

Die Zuschnitte entstehen durch Flach- oder Rotationsstanzen. Rillungen definieren Biegekanten und beeinflussen Innen- und Außenmaße. Optional kommen Ausbrüche, Handgriffe oder eine Perforation für Aufreißhilfen hinzu. Toleranzen werden abhängig von Materialstärke, Wellenrichtung und Werkzeugtyp festgelegt, damit der Querschnitt nach dem Falten exakt schließt. Rillbreite und Rilltiefe werden auf Grammatur und Wellenart abgestimmt, um Faserbrüche und Delamination zu vermeiden; präzise Messerstandzeiten und saubere Ausbrechungen sichern winklige Kanten und plane Anlageflächen.

Kleben, Falten und Konfektion

Die Endlosbahnen oder Einzelzuschnitte werden gefaltet und mit Kalt- oder Heißleim verarbeitet; alternativ sind Selbstklebe- oder Steckverschlüsse möglich. Automatisierte Faltschachtel-Klebemaschinen sichern gleichmäßige Verklebungen, während Sichtkontrollen und Messpunkte die Maßhaltigkeit überprüfen. Wahl und Auftragsmenge des Klebstoffs (z. B. Dispersionsleim, Hotmelt, stärkehaltige Systeme) werden auf Material, Verschlussart und Taktzeit abgestimmt; Pressdruck, offene Zeit und Abkühlphase beeinflussen die Festigkeit der finalen Klebestellen.

Qualitätssicherung und Prüfungen

Relevante Prüfgrößen sind unter anderem ECT (Edge Crush Test) und BCT (Box Compression Test) sowie Fall- und Vibrationstests. Zusätzlich werden Kanten, Klebestellen und Rillqualität bewertet, da diese Elemente maßgeblich die Tragfähigkeit im Querschnitt bestimmen. Ergänzend liefern FCT (Flat Crush), Berst- und Durchstoßprüfungen, Cobb-Werte zur Feuchteaufnahme sowie klimatische Vorbehandlungen Hinweise auf das Verhalten unter realen Einsatzbedingungen.

Konstruktion und Dimensionierung

Die Auslegung beginnt beim Packgut: Außenmaß, empfindliche Kanten, Gewicht, Schwerpunkt und geplante Stapelhöhen beeinflussen Wandaufbau und Geometrie. Innenmaß und Außenmaß werden einschließlich Rillzuschlägen und Materialstärken kalkuliert, um Einpassung und Verschlussfunktion sicherzustellen. Orientierung der Welle, Faserlauf und Lage der Stöße wirken sich auf Kantenstauchwiderstand und Formstabilität aus. Weiterführende Hinweise zur Bemaßung unterstützen eine konsistente Spezifikation und reduzieren Ausschuss. Für ein vertieftes Verständnis bieten weiterführende Hinweise zu praxisrelevanten Abmessungen und Toleranzen einen hilfreichen Überblick. Zusätzlich empfiehlt sich die Nutzung etablierter Konstruktionsmuster (z. B. FEFCO-Codes) als Ausgangspunkt, die anschließend querschnittsbezogen angepasst werden.

Bei Serienfertigung sind Werkzeug- und Rüstkosten sowie die Losgrößenplanung zu berücksichtigen. Wo sinnvoll, werden modulare Maße gewählt, die sich an gängigen Ladehilfsmitteln orientieren, um Platzverluste in Lager und Transport zu minimieren. Darüber hinaus unterstützen Bemusterung, Belastungstests und iterative Anpassungen eine belastbare Spezifikation; definierte Prüfpläne und Zeichnungsstände erleichtern die Kommunikation zwischen Konstruktion, Einkauf, Fertigung und Qualitätssicherung.

Normen, Richtlinien und Bemessungsgrundlagen

Für die Spezifikation und Prüfung von Querschnittsverpackungen haben sich Normen und Richtlinien etabliert. Dazu zählen u. a. standardisierte Klimabedingungen für Prüfungen, Verfahren zur Ermittlung von ECT/BCT sowie Vorgaben zur Bemaßung und Toleranzbewertung. Die Verwendung einheitlicher Begriffe und Zeichnungsregeln erhöht die Vergleichbarkeit von Angeboten und Prüfergebnissen.

In der Praxis werden Lastannahmen (z. B. Stapeldauer, Lagertemperatur, Luftfeuchte) zusammen mit Sicherheitsfaktoren herangezogen, um die notwendige Kantenstauchfestigkeit abzuleiten. Ergänzende Vorgaben zu Kennzeichnung, Drucklayout, Barcodes und Handhabungspiktogrammen sorgen für eine eindeutig identifizierbare und prozesssichere Verpackung im gesamten Materialfluss.

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

Querschnittsverpackungen aus Wellpappe bestehen überwiegend aus faserbasierten, recyclingfähigen Rohstoffen. Durch materialeffiziente Querschnittsgeometrien lassen sich Ressourcen einsparen, Transportvolumen optimieren und Entsorgungsmengen reduzieren. Konstruktionen, die ohne Verbundmaterialien auskommen oder leicht trennbar sind, unterstützen die Wiederverwertung. Eine anforderungsgerechte Auslegung verhindert Überdimensionierung und senkt den Rohstoffeinsatz, ohne die Schutzfunktion zu beeinträchtigen.

Hinzu kommt, dass flachliegende Anlieferung, hohe Packdichte im Leerzustand und kompatible Modulmaße die Transportkette entlasten. Durch klare Trennung von Druckfarben und Klebstoffen gemäß gängigen Recyclinganforderungen bleibt die Faserqualität im Kreislauf erhalten.

Anwendungsbereiche von Querschnittsverpackungen

Querschnittsverpackungen finden ihre Anwendung in vielfältigen Bereichen. Ob im E-Commerce, bei Lebensmitteln oder im industriellen Transport: Ihr optimierter Material- und Raumverbrauch bietet effiziente Lösungen für eine Vielfalt an Waren und Produkten. Dabei ermöglichen ihre geometrischen Eigenschaften eine einfache Palettierung und Stapelung, was zu einer verbesserten Logistikeffizienz führen kann. Die individuelle Bedruckbarkeit der Wellpappe ermöglicht darüber hinaus eine personalisierte Gestaltung entsprechend den Anforderungen und Wünschen des Kunden. Ergänzend lassen sich Funktionen wie Aufreißstreifen, Wiederverschlüsse oder integrierte Polster für empfindliche Kanten querschnittsgerecht integrieren.

Typische Einsatzfelder sind Ersatzteile und Komponenten mit rechtwinkligem Grundriss, konfektionierte Kleinteile, konfektionierte Textilien, Druckerzeugnisse, Elektronik-Zubehör sowie Sekundärverpackungen für gebündelte Konsumgüter. Für empfindliche Güter können zusätzliche Einlagen, Polster oder Fixierhilfen integriert werden, um Bewegungen im Querschnitt zu begrenzen. Durch definierte Kanten und Flächen unterstützen die Konstruktionen standardisierte Lagenbilder und vereinfachen die Kommissionierung. Ebenso sind Anwendungen im Pharma- und Kosmetikbereich, in der Möbel- und Leuchtenlogistik sowie im technischen Handel üblich, wenn ein robustes, maßhaltiges Querschnittsprofil gefordert ist.

  • E-Commerce: stapelbare Transportbehältnisse mit aufreißbaren Klappen für Retourenprozesse
  • Industrie: konstruktive Zuschnitte für mechanische Teile mit Kanten- oder Flächenschutz
  • Lebensmittel-Logistik: Sekundärverpackungen für Gebinde mit klarer Kennzeichnung
  • Print und Medien: formstabile Schachteln für Bücher, Kataloge und Broschüren
  • Technischer Handel: maßhaltige Trays für Komponenten, Werkzeuge und Zubehör
  • Pharma/Kosmetik: querschnittsoptimierte Innenverpackungen mit fixer Lageführung
  • Automotive: kantenschützende Profile und Einlagen für Baugruppen und Module

Vor- und Nachteile von Querschnittsverpackungen

Mit Querschnittsverpackungen lassen sich viele Vorteile realisieren. Sie zeichnen sich durch ein hohes Maß an Stabilität aus und ermöglichen eine effiziente Raumausnutzung bei Transport und Lagerung. Darüber hinaus sind sie relativ kostengünstig in der Herstellung und können aus umweltfreundlichen, recyclebaren Materialien bestehen. Auf der anderen Seite können Querschnittsverpackungen bei ungünstigen Bedingungen weniger flexibel sein als andere Verpackungsformen. Ihre Eignung ist somit stark von den spezifischen Anforderungen des zu verpackenden Produkts abhängig. Eine sorgfältige Auslegung, die klimatische Bedingungen, Stapelzeiten und Handlingsprozesse berücksichtigt, reduziert Risiken und erhöht die Prozesssicherheit.

  • Vorteile: gute Stapelfähigkeit, definierte Lastpfade, integrierbare Aufreiß- und Verschlusslösungen, variable Druckgestaltung
  • Nachteile: Feuchteempfindlichkeit des Materials, Maßänderungen bei wechselnden Klimabedingungen, Werkzeugbedarf bei komplexen Konturen
  • Abhängigkeiten: Materialqualität, Wellenrichtung, Rillgeometrie und Klebeprozesse beeinflussen die reale Tragfähigkeit
  • Chancen: modulare Maße, flachliegende Anlieferung, hohe Packdichte und vereinfachte Palettierung
  • Risiken: unzureichende Rillqualität oder falsche Faserorientierung führen zu Passungenauigkeiten und verringerter Kantenstauchfestigkeit

Praxis-Tipps für Konstruktion und Bemusterung

Bereits in der Entwurfsphase sollten Innen- und Außenmaße inklusive Rillzuschlägen dokumentiert, Toleranzen eindeutig benannt und Messpunkte festgelegt werden. Ein Abgleich mit Ladehilfsmitteln (z. B. Europalette) und Lagenbildern verhindert Leerraum und reduziert Transportschäden. Vor Freigabe empfiehlt sich eine Bemusterung mit klimatischer Vorbehandlung, gefolgt von ECT/BCT- und Handlingtests unter praxisnahen Bedingungen.

Für wiederkehrende Anwendungen bewährt sich die Pflege von Zeichnungs- und Spezifikationsständen, in denen Materialqualitäten, Wellenarten, Rillwerkzeuge, Klebstoffe sowie Prüfpläne hinterlegt sind. So bleiben Querschnitt und Maßhaltigkeit über Fertigungschargen hinweg konsistent.

Zusammenfassung:

  • Querschnittsverpackungen sind eine Art von Verpackungen, die Bezug auf die spezielle verpackungstechnische Gestaltung nimmt. Sie ermöglichen eine effiziente, raumsparende Lagerung und einen sicheren Transport von Waren.
  • Diese Verpackungsart, häufig aus Wellpappe gefertigt, bietet eine hohe Flexibilität in der Anpassung an unterschiedliche Produktgrößen - ideal für Unternehmen mit variierenden Produktabmessungen.
  • Die Verwendung von Querschnittsverpackungen aus Wellpappe sorgt für eine stabile und gleichzeitig leichte Verpackungslösung, die im Vergleich zu anderen Verpackungsarten erhebliche Kosten- und Umweltvorteile birgt.
  • Für die Konstruktion sind Querschnittsprofil, Wellenrichtung, Rillung und Klebetechnik maßgeblich, um Maßhaltigkeit und Tragfähigkeit zu sichern.
  • Durch standardisierte Maße, passende Lagenbilder und geprüfte Materialqualitäten lassen sich Logistik und Handling effizient gestalten.
  • Prüfungen wie ECT/BCT, klimatische Vorbehandlungen und definierte Toleranzen erhöhen die Prozesssicherheit und reduzieren Ausschuss.
  • Eine anforderungsgerechte Materialwahl und eine querschnittsoptimierte Geometrie unterstützen Ressourceneffizienz und Kreislauffähigkeit.

Veröffentlicht am 21.07.2024
Letzte Überarbeitung am 24.11.2025 um 13:28 Uhr von Sebastian Würth

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