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Recyclingcode-Etiketten
Im Kontext von Verpackungen aus Wellpappe ist die Bedeutung von Recyclingcode-Etiketten nicht zu unterschätzen. Sie sind ein Schlüsselinstrument, das die Kennzeichnung und Klassifizierung von Verpackungsmaterialien erleichtert und so einen effizienten und wirksamen Recyclingprozess ermöglicht. Durch klar verständliche Materialkennzeichnungen werden Sortierprozesse in der Praxis beschleunigt, Fehlwürfe reduziert und die Qualität der zurückgewonnenen Faserstoffe stabilisiert.
Gerade in der Wellpappen-Industrie schaffen eindeutig lesbare Codes eine gemeinsame Sprache zwischen Produktion, Logistik, Handel, Entsorgung und Aufbereitung. Sie erleichtern die interne Qualitätssicherung, minimieren Fehlzuordnungen in der Praxis und unterstützen eine konsistente Kommunikation entlang der gesamten Lieferkette – von der Spezifikation bis zur Rückführung in den Faserstoffkreislauf.
Definition: Was versteht man unter Recyclingcode-Etiketten?
Recyclingcode-Etiketten, teils auch mit dem RESY-Zeichen assoziiert, sind standardisierte, grafische Symbole und Codes, die auf Verpackungen angebracht werden. Sie zeigen den Materialtyp an und unterstützen die Bestimmung geeigneter Verwertungswege. In Europa sind insbesondere die Kennzeichnungen gemäß der Entscheidung 97/129/EG verbreitet. Im Bereich der Wellpappen-Verpackungen begegnen häufig die alphanumerischen Papier-/Karton-Codes „PAP 20–22“. Das RESY-Logo wiederum signalisiert die Rückführbarkeit von Transportverpackungen aus Papier und Karton in den stofflichen Kreislauf, ist aber nicht identisch mit der Materialcodierung.
Recyclingcodes sind in der Regel kompakt gestaltet und sprachneutral verständlich. Sie bestehen aus einer Materialabkürzung (z. B. PAP) und einer Nummer, die die Materialgruppe weiter präzisiert. Ergänzend kann Klartext eingesetzt werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Entscheidend ist, dass die Materialidentifikation unabhängig von Sprachraum und Anwendungsszenario zuverlässig gelingt.
Rechtlicher Rahmen und Standards
Für die Materialidentifikation haben sich in der EU die Kennzeichnungen nach 97/129/EG etabliert. Sie definieren Materialgruppen und zugehörige Nummern, die mit einer Kurzbezeichnung (z. B. „PAP“) kombiniert werden. Häufig wird die Kennzeichnung mit der Möbiusschleife ergänzt, um den Bezug zum Recycling zu verdeutlichen. Für die Wellpappen-Industrie ist die konsistente und normkonforme Anwendung dieser Codes wesentlich, damit Entsorger, Sortieranlagen und Verarbeiter die Materialien eindeutig zuordnen können.
In der Praxis greifen nationale Vorschriften (z. B. zum Thema Produktverantwortung und Rücknahmesysteme) ineinander. Die Materialkennzeichnung dient hier als technischer Standard, der sowohl die Erfüllung von Dokumentationspflichten unterstützt als auch die Schnittstelle zu Erfassungs- und Sortierstrukturen bildet. Unternehmen profitieren von klaren Vorgaben, wenn diese frühzeitig in Spezifikationen und Datenblättern verankert werden.
Funktion und Bedeutung der Recyclingcodes für die Wellpappen-Industrie
Die Verwendung von Recyclingcode-Aufklebern ist in der Wellpappen-Industrie von großer Bedeutung. Sie helfen nicht nur dabei, die unterschiedlichen Materialien zu identifizieren, sondern erleichtern auch den gesamten Recyclingprozess. Der gezielte Materialeinsatz kann so besser gesteuert und die Wiederverwertung der Rohstoffe optimiert werden.
Darüber hinaus fördern konsistente Kennzeichnungen die Rückverfolgbarkeit im Produktionsprozess, erleichtern die Abstimmung mit Co-Packern und Außenfertigern und reduzieren Fehlbestände oder Fehldrucke bei Variantenwechseln. Auch in Audits und bei Lieferantenevaluierungen sind klar definierte Codes ein wiederkehrender Qualitätsnachweis.
Nutzen entlang der Wertschöpfung
- Sortier- und Prozesssicherheit: Materialcodes unterstützen die automatische und manuelle Sortierung in Erfassungs- und Aufbereitungsanlagen.
- Qualität der Sekundärrohstoffe: Saubere Fraktionen führen zu konstanteren Faserqualitäten und geringeren Störstoffanteilen.
- Transparenz für Anwender: Gewerbliche und private Nutzer erhalten klare Hinweise zur richtigen Entsorgung.
- Dokumentation: Eindeutige Kennzeichnung erleichtert Nachweis- und Compliance-Pflichten entlang der Lieferkette.
- Effizienz im Artwork-Management: Standardisierte Platzierung und einheitliche Symbole erleichtern Freigaben und die Erstellung druckreifer Daten.
- Fehlerprävention: Verwechslungsgefahren zwischen Wellpappe, Karton und Papier werden reduziert, insbesondere bei mehrsprachigen Verpackungen.
Praxisaspekte in der Wellpappe
- Direktdruck oder Etikett: Kennzeichnungen können im Flexo-/Offsetdruck integriert oder als Aufkleber appliziert werden.
- Kontrast und Lesbarkeit: Klare Linienführung und ausreichender Kontrast sind für die schnelle visuelle Erkennung relevant.
- Robustheit: Die Markierung soll Transport, Feuchtigkeit und Abrieb standhalten, ohne unleserlich zu werden.
- Druckzonen: Keine Platzierung auf Klebelaschen, Rill- und Stanzbereichen; die Kennzeichnung sollte auf einer glatten, unkritischen Fläche sitzen.
- Tinten und Farben: Wasserbasierte, migrationsarme Farben mit hohem Kontrast erhöhen die Beständigkeit und Lesbarkeit auf brauner oder weißer Wellpappe.
Arten von Recyclingcodes auf Wellpappen-Verpackungen
Es existieren viele verschiedene Arten von Recyclingcodes, die jeweils für spezifische Materialien stehen. Auf Wellpappen-Verpackungen sind häufig folgende Codes zu finden:
- PAP 20: Wellpappe (auch: Wellkarton, corrugated board)
- PAP 21: Karton (nicht wellig, z. B. Faltschachtelkarton)
- PAP 22: Papier (z. B. Papiereinlagen, Umwickelpapier)
Die Codes werden international verstanden und erleichtern daher den grenzüberschreitenden Warenverkehr sowie die Zuordnung in Recyclingströme. In der Praxis erscheinen sie meist als Kürzel „PAP“ plus Zahl; optional ergänzt die Möbiusschleife das Symbolbild.
Kennzeichnung von Verbundmaterialien
Bei Verbunden oder beschichteten Materialien (z. B. papierbasierte Packmittel mit Barrieren oder Kaschierungen) sind Kombinationen bzw. der Verbundcode relevant. Je nach Hauptmaterial werden Kennzeichnungen mit einem „C/…“-Hinweis eingesetzt, um Materialverbunde kenntlich zu machen. In solchen Fällen ist die eindeutige Spezifikation in Datenblättern besonders wichtig, damit Sortierprozesse die dominierende Fraktion korrekt erkennen.
Gestaltung, Platzierung und Lesbarkeit
- Platzierung: Markierungen sollten auf einer Außenfläche sitzen, die bei üblicher Handhabung sichtbar bleibt.
- Größe und Proportion: Das Zeichen muss ohne Hilfsmittel erkennbar sein, darf jedoch keine produktrelevanten Informationen überdecken. Hinweise zu empfohlenen Abmessungen für die Kennzeichnung unterstützen eine konsistente Umsetzung.
- Farbgebung: Einfarbige, kontrastreiche Darstellung wird bevorzugt; in brauner Wellpappe häufig in Schwarz oder Dunkelblau.
- Kombination mit Text: Ergänzende Bezeichnungen wie „PAP 20 – Wellpappe“ erhöhen die Verständlichkeit.
- Skalierung und Mindestabstand: Ausreichender Weißraum um das Symbol verhindert visuelle Überlagerungen mit anderen Designelementen.
- Reproduzierbarkeit: Vektorbasiertes Artwork und definierte Mindestlinienstärken sichern saubere Ergebnisse auf unterschiedlichen Druckmaschinen.
Abgrenzung: Materialcode, Möbiusschleife und RESY
- Materialcode (z. B. PAP 20–22): Dient der eindeutigen Identifikation des Materials.
- Möbiusschleife: Weist allgemein auf Recyclingfähigkeit oder Rezyklatanteile hin; ohne Zahl keine Materialzuordnung.
- RESY-Zeichen: Signalisiert die Rückführbarkeit von Transportverpackungen aus Papier/Karton in etablierte Sammel- und Verwertungssysteme; ersetzt nicht die Materialcodierung.
- Weitere Symbole: Entsorgungshinweise, Piktogramme oder Mehrwegkennzeichnungen haben andere Zwecke und dürfen nicht mit Materialcodes verwechselt werden.
Best Practices und typische Fehler
- Best Practices: Verwendung der korrekten Code-Nummer; gut sichtbare Position; ausreichend großer, kontrastreicher Druck; Kombination aus Symbol und Klartext.
- Typische Fehler: Verwechslung der Codes (z. B. Karton statt Wellpappe), fehlender Code auf Mischmaterialien, zu kleine oder verdeckte Kennzeichen, inkonsistente Anwendung in Varianten eines Produkts.
- Qualitätssicherung: Prüfmuster und Freigaben mit Checklisten (Code, Größe, Platzierung) reduzieren Reklamationen und Nachdrucke.
- Versionierung: Änderungen an Materialien (z. B. Umstieg auf neue Wellenkombinationen oder Beschichtungen) erfordern die Aktualisierung der Kennzeichnung.
Vor- und Nachteile von Recyclingcode-Etiketten
Die Vorteile von Recyclingcode-Etiketten liegen klar auf der Hand: Sie fördern das Recycling, indem sie eine genaue Sortierung der Materialien ermöglichen, was zu einer effizienteren Wiederverwertung führt. Zudem informieren sie die Verbraucher darüber, wie die Verpackung entsorgt werden sollte. Ein potenzieller Nachteil könnte jedoch die Verwirrung sein, die durch die Vielzahl an unterschiedlichen Codes entstehen kann. Darüber hinaus ist nicht garantiert, dass alle Verbraucher die Bedeutung der Codes kennen und sie korrekt interpretieren.
- Vorteile: Eindeutige Materialidentifikation, bessere Sortierqualität, geringere Fehlwürfe, Unterstützung von Compliance-Anforderungen.
- Herausforderungen: Unterschiedliche Symbolsysteme können missverstanden werden; Schulungsbedarf bei Anwendern; aufwändige Qualitätskontrolle bei mehrsprachigen oder international vertriebenen Produkten.
- Praktische Grenzen: Begrenzter Platz auf kleinen Verpackungen; mögliche Beeinflussung der Gestaltung, wenn andere Pflichtangaben priorisiert werden.
Praxisbeispiele für Wellpappe-Kennzeichnungen
- PAP 20 – Wellpappe: Gebräuchlich für Versandkartons aus ein- oder zweiwelliger Faserstoffkonstruktion.
- PAP 21 – Karton: Faltschachteln, Zwischenlagen oder Umverpackungen ohne Wellenstruktur.
- PAP 22 – Papier: Beipackzettel, Papierpolster oder Banderolen.
- Verbundmaterial (z. B. C/PAP): Papierbasierte Verpackungen mit Barriere oder Kaschierung, wenn ein Verbund vorliegt und die Kennzeichnung entsprechend ergänzt werden muss.
- Zubehör in Wellpappen-Verpackungen: Papierklebeband oder Papierpolster tragen eigenständige Codes, um die Fraktionen sauber zu trennen.
Zusammenfassung:
- Die Recyclingcode-Etiketten sind unerlässlich, da sie dazu beitragen, den Überblick über die Art des Materials zu behalten, aus dem ein Verpackungsprodukt besteht, insbesondere bei Verpackungen aus Wellpappe.
- Die Angabe eines Recyclingcodes auf den Etiketten ermöglicht es, die nachhaltige und verantwortungsbewusste Nutzung von Ressourcen zu fördern, indem sie zur einfachen Identifizierung und Sortierung von wiederverwendbaren Materialien beitragen, was insbesondere für Unternehmen von Bedeutung ist.
- Mit dem Einsatz von Recyclingcode-Etiketten auf Wellpappe-Verpackungen zeigen Unternehmen ihr Engagement für den Umweltschutz, da diese Kennzeichnungen dazu beitragen, den Prozess der Wiederverwertung und den Umgang mit Abfall effektiver zu gestalten.
- Für Wellpappe haben sich insbesondere die Codes PAP 20–22 etabliert; ihre korrekte, gut sichtbare Anwendung erhöht die Sortierqualität und die Verwertungsquote.
- Klare Gestaltung, richtige Platzierung und konsistente Verwendung der Codes reduzieren Fehlerquellen und unterstützen eine effiziente Kreislaufführung von Faserstoffen.
- Bei Verbundmaterialien und Beschichtungen ist die präzise Kennzeichnung essenziell, um die Zuordnung in den richtigen Stoffstrom sicherzustellen.
Veröffentlicht am 24.06.2025
Letzte Überarbeitung am 15.01.2026 um 12:01 Uhr von Manuel Hofacker