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Teleskopboxen
Im Bereich der Wellpappe-Verpackungen spielt ein Element eine entscheidende Rolle – die Teleskopboxen. Dieses Verpackungselement überzeugt durch seine vielseitige Anwendung und wird vor allem in Branchen eingesetzt, die hohen Wert auf effizientes, sicheres und materialschonendes Packen legen. Dank ihrer zweiteiligen Konstruktion lassen sich unterschiedliche Höhen präzise abdecken, ohne für jedes Produktformat eine eigene Kartonage bevorraten zu müssen. Durch die stufenlose Höhenverstellung kann das Packvolumen passend zum Füllgut gewählt werden, wodurch Hohlräume reduziert, Füllmaterial minimiert und die Transportlogistik vereinfacht wird.
Definition: Was versteht man unter Teleskopkartons?
Als Teleskopboxen werden in der Fachsprache Verpackungen aus Wellpappe bezeichnet, die aus zwei Teilen bestehen – einem Unterteil (Boden) und einem Oberteil (Deckel). Letzteres dient als integrierter Deckel und kann über das Unterteil geschoben werden, wodurch die Einheit in der Höhe variabel ist und sich an das Füllgut anlegt. Die variable Überdeckung verbessert den Flächen- und Kantenschutz und ermöglicht eine anforderungsgerechte Anpassung an unterschiedliche Produktprofile.
Synonyme sind unter anderem Stülpdeckelkarton oder Deckel-Boden-Karton. In der FEFCO-Systematik zählen diese Bauarten zu den Teleskopverpackungen (03xx-Reihe). Üblich ist die Unterscheidung zwischen einer Vollteleskop-Ausführung (Deckel überdeckt den Boden vollständig) und einer Halbteleskop-Ausführung (teilweise Überdeckung). Beide Bauarten ermöglichen eine genaue Höhenanpassung und erhöhen den Kantenschutz durch doppelte Wandung in der Überlappungszone. Bei entsprechender Auslegung der Rillungen gleitet der Deckel ohne Verkanten über das Unterteil, was die Wiederverwendbarkeit und das Handling unterstützt.
Für weiterführende Informationen empfiehlt sich ein Blick auf weiterführende Informationen zu robusten Boxen für variable Höhen, die das Konstruktionsprinzip in unterschiedlichen Ausführungen zeigen.
Produktionsprozess und Material der Teleskopboxen
Die Herstellung dieser speziellen Form von Wellpappkartons erfolgt auf modernen Verarbeitungsanlagen. Je nach Ausführung kommen Zuschnitt- und Rillmaschinen, Slotter und Stanzwerkzeuge zum Einsatz. Präzise Rillungen und saubere Schnittkanten sind wichtig, damit Deckel und Boden ohne Verkanten ineinandergleiten und die Höhenverstellung gleichmäßig erfolgt. Die Wellenrichtung wird so gewählt, dass Stabilität, Gleiteigenschaften und Kantenhalt harmonieren.
Beim Material wird in der Regel stabile, zugleich leichte Wellpappe eingesetzt. Gängige Wellenprofile sind E-, B- oder C-Welle sowie Kombinationen (z. B. BC für höhere Stapelbelastbarkeit). Die Materialwahl richtet sich nach gefordertem Kantenstauchwiderstand (ECT) und der gewünschten Stapelstabilität (BCT). Leichtgewichte profitieren von einwelliger Ausführung, schwerere Güter nutzen häufig starke einwellige oder zweiwellige Qualitäten. Für erhöhte Feuchtebeanspruchung können nassfeste Leime oder entsprechende Papierqualitäten in Betracht gezogen werden.
Die Rohpapiere basieren üblicherweise auf einem hohen Altpapieranteil. Verklebungen erfolgen zumeist mit stärkehaltigen Leimen. Das Ergebnis ist ein sortenreines Monomaterial, das am Ende des Lebenszyklus sehr gut in den Papierkreislauf zurückgeführt werden kann. Das geringe Eigengewicht wirkt sich positiv auf Transportkosten und Handling aus, ohne die Schutzfunktion zu beeinträchtigen. Bei Bedarf lassen sich Kanten durch zusätzliche Rilllinien definieren, um eine reproduzierbare Teleskophöhe zu erreichen.
- Fertigungstoleranzen: Exakte Rill- und Schnittmaße sichern passgenaues Ineinanderschieben von Deckel und Boden; typische Toleranzen sind abhängig von Material und Format.
- Optionale Veredelungen: Bedruckung im Flexo- oder Digitaldruck, Grifföffnungen, Aufreißfaden, Aufreiß- oder Einstecklaschen; auch Etikettierfelder und Piktogramme sind verbreitet.
- Verschlussarten: Je nach Anwendung Klebeband, Heftklammern oder Umreifungsband; bei höheren Gewichten empfiehlt sich eine umlaufende Sicherung.
Maße und Teleskophöhe
Bei Teleskopkartons ist zwischen Innenmaß (Platz für das Füllgut) und Außenmaß (relevant für Palettierung und Versand) zu unterscheiden. Die nutzbare Teleskophöhe ergibt sich aus der Überdeckung von Deckel und Boden abzüglich der erforderlichen Sicherheitszugaben. Eine definierte Mindestüberdeckung erhöht die Stabilität in der Überlappungszone und reduziert das Risiko des Aufspreizens unter Last.
Qualitätskennwerte und Prüfung
Übliche Qualitätsgrößen sind ECT (Kantenstauchwiderstand) und BCT (Druckfestigkeit des aufgebauten Kartons). Während ECT maßgeblich durch Wellenprofil und Papierqualitäten bestimmt wird, hängt BCT zusätzlich von Geometrie, Höhe der Überdeckung und Verschlussart ab. Stichprobenprüfungen und klimatisierte Lagerung der Zuschnitte tragen zu reproduzierbaren Packeigenschaften bei.
Einsatzgebiete und Anwendungen von Teleskopkartons
Die Einsatzgebiete von Teleskopboxen sind vielfältig. Aufgrund ihrer variablen Größe werden sie in der Elektronikindustrie, im Onlinehandel und in Logistikzentren verwendet, um Produkte unterschiedlicher Höhe sicher zu versenden und zu lagern. Besonders geschätzt werden sie bei empfindlichen Gegenständen wie Computerkomponenten, Bücher oder Glaswaren. Auch flächige Produkte wie Drucksachen, gerahmte Bilder oder Kalender profitieren von der anpassbaren Deckelhöhe.
Weitere Beispiele umfassen Ersatzteile mit wechselnden Maßeinheiten, Muster- und Prototypenversand, Spiele und Brettspiele, Drucksachen, Kunst- und Bilderrahmen, Labor- und Messgeräte sowie Sets mit wechselndem Zubehör. Durch die flexible Höhenanpassung lassen sich Hohlräume minimieren, wodurch der Bedarf an zusätzlicher Innenausstattung reduziert werden kann. Gleichzeitig sorgt die doppelte Wandung im Überlappungsbereich für erhöhten Schutz an Kanten und Flächen. In der Archivierung können Dokumente und Musterordner unterschiedlicher Rückenbreiten einheitlich gelagert werden.
- Praxisbeispiel Elektronik: Mainboards, Netzteile oder Peripherie mit variierenden Aufbauhöhen lassen sich in einer Grundgröße abdecken; empfindliche Bauteile profitieren von zusätzlicher Polsterung.
- Praxisbeispiel Medien/Bücher: Unterschiedliche Bandstärken können mit einem Deckel-Boden-System ohne Formatwechsel sicher gebündelt und transportgerecht verpackt werden.
- Praxisbeispiel Glas/Keramik: Kombination mit Einlagen oder Rahmenpolstern ermöglicht sicheren Transport bruchempfindlicher Waren; die Doppelwandung erhöht den Kantenschutz.
- Praxisbeispiel Prototypen/Muster: Variierende Versuchsanordnungen oder Kleinserien lassen sich ohne neue Werkzeuge anpassen, was Entwicklungs- und Bemusterungsprozesse vereinfacht.
Logistik- und Prozessaspekte
Durch die Standardisierung auf ein Grundformat sinkt die Variantenvielfalt in Lager und Kommissionierung. Das erleichtert das Vorhalten von Verpackungsmaterial, verkürzt Rüstzeiten und unterstützt klare Packanweisungen. Bei der Palettierung kann die Außenhöhe durch definierte Überdeckung so gewählt werden, dass Palettenraster und maximale Versandhöhen eingehalten werden.
Vor- und Nachteile von Teleskopboxen
Die Vorteile von Teleskopkartons liegen auf der Hand: Sie sind nicht nur höhenvariabel und somit vielseitig einsetzbar, sondern auch ressourcenschonend, da sie aus rezykliertem Material bestehen und wieder recycelt werden können. Zudem sind sie leicht und reduzieren so Transportkosten sowie den Arbeitsaufwand bei der Handhabung. Darüber hinaus bieten sie einen wirksamen Schutz für den Inhalt. Die flexible Überdeckung verbessert die Stabilität in der Überlappungszone und reduziert Beschädigungen an Kanten.
- Flexible Höhenanpassung: Ein Kartontyp deckt mehrere Produktvarianten ab und reduziert Lagerkomplexität.
- Schutz durch doppelte Wandung: Überlappende Bereiche verbessern Kantenschutz und Stabilität.
- Material- und Gewichtsersparnis: Geringes Eigengewicht bei gleichzeitig hoher Steifigkeit.
- Gute Recyclingfähigkeit: Monomaterial lässt sich unkompliziert dem Papierkreislauf zuführen.
- Prozessnutzen: Gleichbleibendes Grundformat unterstützt standardisierte Pack- und Kommissionierabläufe.
- Weniger Füllmaterial: Reduzierte Hohlräume senken den Bedarf an zusätzlichen Polstern oder Kissen.
Die Nachteile von Teleskopkartons sind je nach Einsatzgebiet zu betrachten. Ihre Flexibilität in der Höhe macht sie zwar zu einer vielseitigen Verpackungsform, kann jedoch bei bestimmten Produkten zu Überdimensionierung führen, die mehr Platz beim Transport in Anspruch nimmt und somit eventuell höhere Transportkosten verursacht. Zudem kann die Montage, vor allem bei größeren Mengen, zeitaufwendiger sein als bei einteiligen Kartonverpackungen. Bei sehr hohen Lasten sind zusätzliche Sicherungsmaßnahmen und eine ausreichende Überdeckung unerlässlich.
- Aufwand bei der Montage: Boden und Deckel müssen vorbereitet und zusammengeführt werden; Packanweisungen erhöhen die Prozesssicherheit.
- Volumeneffekte: Bei stark abweichenden Formfaktoren kann das Außenmaß ungünstig sein.
- Zusatzsicherung: Für schwere Inhalte sind zusätzliche Verschlüsse oder Umreifung sinnvoll.
- Kompatibilität: Bei sehr kleinen Stückzahlen kann eine passgenaue Einwegkonstruktion effizienter sein.
- Mindestüberdeckung: Unterschreitung der definierten Überdeckung kann Stabilität und BCT verringern.
Montage- und Verschlusshinweise
Für reproduzierbare Ergebnisse empfiehlt sich die Kennzeichnung einer minimalen und maximalen Teleskophöhe. Der Verschluss erfolgt abhängig von Transportweg und Gewicht: Klebebänder für leichte bis mittlere Lasten, Heftklammern oder Umreifung für höhere Gewichte. Eine umlaufende Sicherung stabilisiert Deckel und Boden gegen Aufspringen.
Spezialanfertigungen und Personalisierung von Teleskopboxen
Viele Hersteller bieten auch die Möglichkeit, die Teleskopkartons nach individuellen Wünschen zu gestalten. Dies umfasst auf den Kunden zugeschnittene Größen und Formen sowie die Option, den Karton mit Logos oder Produktinformationen zu bedrucken. Auf diese Weise kann jede Firma ihre Verpackungen optimal an ihr Produkt und ihre Marke anpassen. Zusätzlich können definierte Überdeckungszonen und Rillbilder abgestimmt werden, um die gewünschte Teleskophöhe prozesssicher einzuhalten.
Individuelle Ausgestaltungen betreffen vor allem die Materialqualität (Wellenprofil, Papiergrammaturen), die Innengeometrie (Zugaben für passgenaues Gleiten von Deckel und Boden) sowie funktionale Elemente wie Aufreißfaden, Grifföffnungen, Etikettierfelder oder Sichtfenster. Für empfindliche Güter sind kombinierbare Einlagen, Rahmen, Abstandshalter oder einfache Zwischenlagen üblich. Druckseitig unterstützen Piktogramme, Handlingsymbole und variable Daten die Identifikation und die korrekte Lager- und Versandabwicklung.
- Bedruckung: Kennzeichnungen, Piktogramme, Handling-Hinweise oder Produktinformationen unterstützen Lager- und Versandprozesse; bei Bedarf mit definierter Leserichtung.
- Maßanpassung: Innen- und Außenmaße werden auf das jeweilige Packgut und die gewünschte Teleskophöhe ausgelegt.
- Prozessintegration: Abstimmung auf Fördertechnik, Palettenraster und Stapelbelastungen.
- Zusatzkomponenten: Einlagen, Rahmenpolster und Zwischenlagen zur Aufnahme von Toleranzen und zur Fixierung empfindlicher Bauteile.
Nachhaltigkeitsaspekte
Durch sortenreine Wellpappe, den hohen Recyclinganteil der Rohpapiere und das geringe Eigengewicht erfüllen Teleskopboxen gängige Anforderungen an eine kreislauffähige Verpackung. Die Reduzierung von Füllmaterial und die Wiederverwendbarkeit des zweiteiligen Systems unterstützen ressourcenschonende Logistikprozesse.
Zusammenfassung:
- Teleskopboxen sind ein nützliches Instrument für Unternehmen, die flexibel einsetzbare und anpassungsfähige Verpackungen aus Wellpappe benötigen.
- Diese Boxen bestehen aus zwei Teilen – einem Boden und einem Deckel – die ineinander geschoben werden können, was eine hohe Anpassungsfähigkeit an das zu verpackende Produkt ermöglicht.
- Sie sind ideal für den Versand oder die Lagerung von Produkten unterschiedlicher Größen und Formen, da ihre Größe variabel angepasst werden kann und bieten somit eine kosteneffiziente Lösung.
- Die Materialwahl (Wellenprofil und Papierqualitäten) richtet sich nach Schutzbedarf, Stapelbelastung und gewünschtem Eigengewicht.
- Spezielle Ausstattungen wie Aufreißhilfen, Grifföffnungen und Einlagen erhöhen Bedienkomfort und Produktschutz – bei gleichzeitiger Recyclingfähigkeit.
- Definierte Überdeckungszonen, passende Verschlüsse und klare Packanweisungen sichern wiederholbare Ergebnisse in Produktion und Logistik.
Veröffentlicht am 27.06.2025
Letzte Überarbeitung am 25.11.2025 um 11:31 Uhr von Julia Kopp