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Dichtmaterialien
In der Wellpappe-Industrie spielen Dichtmaterialien eine zentrale Rolle. Sie sind unverzichtbar, um eine sichere und effektive Verpackung zu gewährleisten, die den Inhalt vor Feuchtigkeit, Staub, Gerüchen und klimatischen Schwankungen schützt. Dichtlösungen stabilisieren Verschlussbereiche, Nahtzonen und Stoßkanten, reduzieren das Risiko von Leckagen entlang Falzkanten und Stanzöffnungen und tragen zur Prozesssicherheit in Herstellung, Konfektionierung und Transport bei. Darüber hinaus unterstützen sie die Funktionssicherheit bei wechselnden mechanischen Belastungen in der Logistik, verhindern das Eindringen von Spritzwasser oder Aerosolen und helfen, definierte Öffnungsmechanismen (z. B. Aufreißperforationen) kontrolliert und reproduzierbar zu führen. Je nach Anforderung wirken Dichtmaterialien als Versiegelung, Fugenabdichtung oder Kantenversiegelung und ergänzen damit das Design faserbasierter Verpackungen um gezielte Barrierefunktionen.
Definition: Was versteht man unter Dichtmaterialien?
Dichtmaterialien in der Wellpappe-Herstellung sind Materialien oder Komponenten, die dazu dienen, Zwischenräume, Fugen oder Schnittkanten zwischen Pappschichten sowie an Verschlüssen abzudichten oder abzuschirmen. Ziel ist die Sicherung der geforderten Barrierewirkung und der mechanischen Integrität, um die Qualität der Wellpappe und letztlich den Schutz des verpackten Inhalts zu gewährleisten. Im Kontext der Wellpappe umfasst dies die Abdichtung entlang von Rillungen, Klappkanten, Stoßfugen und Durchdringungen (z. B. Griff- oder Entlüftungsöffnungen), ohne die Falzbarkeit oder Stapelstabilität nachteilig zu beeinflussen.
Im engeren Sinn handelt es sich um Abdichtstoffe (adhäsiv wirkend, z. B. Klebstoffe und Bänder) sowie kompressible Dichtelemente (z. B. Schäume und Profile), die durch Anpressdruck Spalte verschließen. Man unterscheidet häufig zwischen statischen Dichtungen (dauerhaft, z. B. Nahtabdichtung) und dynamischen Dichtungen (wiederkehrend beansprucht, z. B. Öffnen/Schließen bei Klappdeckeln). Ergänzend werden auch Dichtlacke, Kantenversiegelungen und barrierewirksame Beschichtungen verwendet, die punktuell oder flächig aufgebracht werden. Wichtige Werkstoffeigenschaften sind Viskoelastizität, Kalt- und Warmtack, Scher- und Schälfestigkeit, Rückstellvermögen und die Verträglichkeit mit den Papierfasern und Drucksystemen.
Einsatzgebiete der Dichtmaterialien
Dichtmaterialien finden in verschiedenen Bereichen der Wellpappe-Verpackung Anwendung. Sie werden genutzt, um Lecks und das Eindringen von Schadstoffen zu verhindern. Des Weiteren sind sie essenziell in Bereichen, in denen eine hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit und Temperaturstabilität gefordert ist. Typische Einsatzfälle sind das Abdichten von Boden- und Deckelnähten, die Sicherung von Steck- und Einsteckverschlüssen, die Versiegelung von Stanzkonturen sowie der Schutz sensibler Inhalte bei staub- oder feuchtebelasteten Lieferketten (z. B. Frische- und Kühlkette, Außenlagerung, Seefracht). Ebenso relevant sind Anwendungen im Bereich E-Commerce-Umverpackungen mit definierten Öffnungs- und Wiederverschlusskonzepten, bei empfindlichen Gütern mit Geruchs- oder Aromaschutzanforderungen sowie bei teilbelüfteten Konstruktionen, bei denen gezielt nur bestimmte Bereiche abgedichtet werden sollen.
Die Auswahl des passenden Dichtmaterials hängt stark vom spezifischen Einsatzgebiet und den geforderten Eigenschaften ab, etwa Temperaturbereich, Kompressionsverhalten, chemische Beständigkeit, Verträglichkeit mit der Faserstruktur sowie die geforderten Prüfwerte zur Dichtheit. Für die operative Umsetzung können neben der Abdichtung auch passende Lösungen zum Verschließen, Sichern und Stabilisieren relevant sein; hierzu zählen beispielsweise passende Verpackungen für unterschiedliche Anforderungen direkt ab Lager, die sich mit geeigneten Dichtsystemen kombinieren lassen. Zusätzlich sind Transportdauer, Kondensationsrisiken (z. B. bei Temperaturwechseln), die Belastung durch Sprühnebel oder Staub und das zu erwartende Spaltmaßprofil über die gesamte Nahtlänge zu berücksichtigen.
Wesentliche Eigenschaften und Leistungskennzahlen
- Barrierewirkung: Schutz gegen Feuchte, Spritzwasser, Staub und partikuläre Verunreinigungen. Relevante Kenngrößen sind Wasserdampfdurchlässigkeit (WVTR), Penetrationsdauer und Leckpfadlänge, ergänzt um Sichtprüfungen der Nahtkontinuität.
- Temperatur- und Klimaresistenz: Funktionssicherheit bei wechselnder Temperatur, Luftfeuchte und Kondensation. Zu prüfen sind Kälteflexibilität, Wärmealterung und die Beständigkeit gegen zyklische Klimabelastungen.
- Kompressibilität und Rückstellvermögen: Fähigkeit, Spaltmaße auszugleichen und nach Entlastung die Dichtfunktion zu erhalten. Wichtige Aspekte sind Setzverhalten, Dauerelastizität und die benötigte Flächenpressung.
- Haftung/Adhäsion: Ausreichende Klebkraft auf Papier- und Kartonoberflächen, auch bei leicht rauen oder gestrichenen Decklagen. Maßgeblich sind Oberflächenenergie, Anfangshaftung (Tack), Schäl- und Scherfestigkeit.
- Alterungs- und UV-Beständigkeit: Stabilität über die geplante Lager- und Nutzungsdauer hinweg. Dabei spielen oxidative Stabilität, Versprödungstendenzen und Lichtbeständigkeit eine Rolle.
- Kompatibilität mit Wellpappe: Keine Beeinträchtigung der Fasern, Druckbilder oder Falzlinien; geringe Migration bei sensiblen Gütern. Lösemittelfreie Systeme und geruchsarme Rezepturen sind insbesondere bei Lebensmittel- oder Konsumgütern relevant.
Arten von Dichtmaterialien
Es gibt diverse Arten von Dichtmaterialien wie zum Beispiel Klebebänder, Dichtungsringe oder Dichtschäume. Diese unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich ihrer Materialzusammensetzung, ihrer Anwendung und ihrer Effektivität. Der Einsatz des richtigen Dichtmaterials kann die Lebensdauer einer Verpackung maßgeblich erhöhen und eine effektive Abdichtung gewährleisten. Ergänzend kommen Dichtkitt-Systeme, flüssig aufzubringende Versiegelungen sowie funktionale Beschichtungen zum Einsatz, die gezielt auf Kanten, Durchdringungen oder Falzlinien appliziert werden.
- Klebebänder und -streifen: Druckempfindliche oder wasseraktivierbare Systeme (z. B. Nassklebebänder) zur Naht- und Klappenabdichtung. Variabel in Trägerstärke, Klebstoffchemie (z. B. Kautschuk- oder Acrylatbasis) und Abrollverhalten für manuelle oder automatische Applikation.
- Hotmelt- und Dispersionsklebstoffe: Abdichtende Klebungen an Boden-/Deckelklappen oder Stoßkanten. Eignen sich für Linienprozesse mit definierter Auftragsmenge, kurzen Abkühl- bzw. Ablüftzeiten und reproduzierbarer Nahtführung.
- Schaumdichtungen: PE-/PU-Schäume, Zellkautschuk, EPDM oder TPE-Profile, die kompressiv Spalte ausgleichen. Verfügbar als Strang, Streifen oder konturgeschnittene Profile mit abgestimmter Dichte und Shore-Härte.
- Butyl- und Dichtkitt-Bänder: Hohe Anfangshaftung und gute Feuchtebarriere, insbesondere für dauerhafte Nahtabdichtungen. Eignen sich für kritische Stoßzonen und überbrücken größere Toleranzen im Spaltmaß.
- Dichtlacke und Beschichtungen: Punktuelle Abdichtung von Durchdringungen, Kanten und sensiblen Zonen. Ermöglichen eine präzise, materialeffiziente Versiegelung ohne zusätzliche Bauteile.
- Hochspezialisierte Dichtprofile: Für wiederholt zu öffnende Klappen oder Deckel, bei denen definierte Kompression benötigt wird. Geeignet für Reclosable-Designs, bei denen Dichtfunktion und Bedienkomfort kombiniert werden.
Dichtprinzipien
- Adhäsiv: Klebstoffbasierte Systeme versiegeln die Kontaktfläche. Entscheidend sind Oberflächenenergie, Benetzung und definierte Presskräfte.
- Kompressiv: Elastische Materialien dichten über Flächenpressung. Die Auslegung orientiert sich an Spaltmaß, Kompressionsgrad und Rückstellverhalten.
- Kombiniert: Haftkleber in Verbindung mit kompressiblen Trägern für Toleranzausgleich und Barrierewirkung. Diese Hybride sind für unregelmäßige Fugenbilder und wechselnde Belastungsszenarien geeignet.
Auswahl- und Dimensionierungsleitfaden
Die Auslegung von Dichtmaterialien folgt einem strukturierten Vorgehen: Zunächst werden Umgebungsbedingungen (Temperaturspektrum, Feuchte, Staubbelastung), die Fugen- und Nahtgeometrie (Spaltmaß, Falzradien, Stanzkonturen) sowie die Prozessparameter (Applikationsgeschwindigkeit, Andruck, Aushärtezeiten) erfasst. Darauf basierend wird das Dichtprinzip ausgewählt, die Materialklasse definiert und die Dimensionierung festgelegt. Ein Prüfplan mit repräsentativen Klimazyklen und Funktionsprüfungen sichert die Zielwerte zur Dichtheit ab.
- Anforderungsanalyse: Festlegen von Barrierezielen (Feuchte, Staub, Geruch), Öffnungszyklen und Lager-/Transportprofil.
- Naht- und Fugenbild: Ermitteln von Spaltverlauf, Toleranzen und kritischen Übergängen (z. B. über Rilllinien).
- Materialauswahl: Abgleich mit Oberflächencharakter der Wellpappe (ungestrichen, gestrichen, bedruckt) und Verträglichkeit.
- Dimensionierung: Bestimmen von Breite, Dicke und Auftragsmenge in Abhängigkeit von Flächenpressung und Rückstellbedarf.
- Validierung: Klimazyklus-, Sprüh- und Schältests; Bewertung nach Stichprobenplan und statistischer Auswertung.
Normen, Richtlinien und Konformität
Für die Qualitäts- und Prozesssicherheit sind branchenübliche Standards und Richtlinien relevant. Dazu zählen Spezifikationen zur Haft- und Schälfestigkeit, Prüfverfahren für Klimabelastung und Feuchteeinwirkung sowie Anforderungen an die Eignung für den indirekten Lebensmittelkontakt, sofern dies vorgesehen ist. Gute Herstellungspraxis, dokumentierte Chargenrückverfolgbarkeit und eine klare Materialdeklaration unterstützen die Konformität. Bei Export- und Langstreckenlogistik sind Prüfungen mit wechselnden Temperatur- und Feuchteprofilen besonders sinnvoll.
Schnittstellen zum Verpackungsdesign
Die Dichtstrategie muss mit dem Zuschnitt, den Faltmechanismen und den FEFCO-Bauarten abgestimmt werden. Rillbreite und Rilltiefe beeinflussen die Spaltbildung entlang der Falzlinie; Stanzöffnungen und Griffmulden erfordern eine gezielte Kantenversiegelung. Zudem ist die Abfolge von Kleben, Falzen und Pressen im Linienprozess so zu planen, dass die Dichtmaterialien ausreichend Zeit für Benetzung, Aushärtung oder Abkühlung erhalten, ohne den Durchsatz zu beeinträchtigen.
Verarbeitung und Applikation
- Untergrundvorbereitung: Staub- und fettfreie Oberflächen, abgestimmte Feuchte der Wellpappe. Ein definierter Reinigungsschritt erhöht die Benetzbarkeit und Wiederholgenauigkeit.
- Applikationsbedingungen: Temperaturfenster, Andruckkraft, Aushärte- oder Abkühlzeiten beachten. Geeignete Auftragssysteme (z. B. Düsen-, Rakel- oder Bandapplikation) sichern gleichmäßige Schichtdicken.
- Spaltmaß und Kompressionsgrad: Dichtmaterial so dimensionieren, dass Fugen sicher geschlossen werden. Der Kompressionsbereich sollte innerhalb der empfohlenen Toleranzen liegen, um Setzerscheinungen zu minimieren.
- Überlappung und Nahtführung: Ausreichende Überdeckung an Stoßkanten, gleichmäßiger Verlauf über Falz- und Stanzbereiche. Nahtanfang und -ende sind gegen Peelingkräfte abzusichern.
- Verträglichkeit mit Druck/Bedruckung: Keine Ablösungen, keine Beeinflussung von Farben oder Lacken. Prüfungen auf Weichmacherwanderung, Verfärbung und Glanzgradveränderungen sind ratsam.
- Demontage/Öffnung: Geplante Öffnung (z. B. Aufreißzone) mit Dichtkonzept abstimmen, um kontrolliertes Öffnen zu ermöglichen. Wiederverschlusslösungen benötigen eine definierte Restklebkraft.
Qualitätsprüfung und Nachweis der Dichtheit
- Klimaprüfung: Wechselklimabelastungen zur Bewertung von Feuchte- und Temperaturstabilität. Zyklusdefinitionen sollten reale Logistikprofile abbilden.
- Sprüh-/Tropftest: Simulierte Feuchteexposition zur Beurteilung der Barrierewirkung. Sichtprüfung und Massezunahme dienen als Kriterien.
- Staub-/Partikeltest: Eindringprüfung feiner Partikel an Naht- und Falzbereichen. Ergänzend kann die Lecksuche mit Tracern erfolgen.
- Druck-/Vakuumprüfung: Bewertung von Leckpfaden bei belasteten Hohlräumen. Eignet sich für vergleichende Materialbewertungen.
- Haft- und Schältests: Kontrolle der Adhäsion auf typischen Wellpappenoberflächen. Zusätzlich Scherversuche unter Temperatur und Feuchte zur Langzeitbeurteilung.
Nachhaltigkeit und Recyclingverträglichkeit
Die Auswahl umweltverträglicher Dichtmaterialien ist relevant für Kreislauffähigkeit und Entsorgungsprozesse. Bevorzugt werden lösemittelfreie, wasserbasierte oder emissionsarme Systeme sowie Monomaterial-Konzepte, die die Trennbarkeit im Altpapierstrom nicht beeinträchtigen. Ein möglichst geringer Materialeinsatz, gezielte Applikation nur an kritischen Zonen und die Kompatibilität mit Faserrückgewinnung sind zentrale Kriterien. Zusätzlich unterstützen ablösbare oder dispersionstaugliche Systeme die Sortier- und Aufbereitungsprozesse; transparente Materialdeklarationen und eine eindeutige Kennzeichnung erleichtern die Bewertung in Recyclingströmen.
Häufige Fehlerquellen und Praxistipps
- Unpassende Materialwahl: Zu weiche oder zu starre Dichtstoffe führen zu Undichtigkeiten oder Verformungen. Eine Vorselektion anhand von Klimaprofil und Spaltmaßverteilung reduziert Fehlanwendungen.
- Unzureichende Oberflächenvorbereitung: Staub und Feuchte mindern Klebkraft und Barrierewirkung. Gereinigte, konditionierte Oberflächen verbessern Benetzung und Haftung.
- Fehlende Toleranzbetrachtung: Spaltmaße, Falzradien und Stanzungen benötigen ausreichenden Toleranzausgleich. Kompressible Elemente sollten mit Sicherheitsreserven ausgelegt werden.
- Überdimensionierung: Zu starke Abdichtung kann Kondensatbildung begünstigen; Balance zwischen Dichtheit und Klimatausch beachten. Gezielte Entlüftungszonen können Feuchtekonzentration entgegenwirken.
- Inkompatibilitäten: Chemische Wechselwirkungen mit Druckfarben, Lacken oder Beschichtungen vermeiden. Vorversuche auf typischen Substraten sind ratsam.
Praxisbeispiele und Anwendungsszenarien
In Kühlkettenanwendungen werden kompressible Dichtprofile an Deckelstößen kombiniert mit adhäsiven Nahtversiegelungen eingesetzt, um Kondenswasser und Spritzfeuchte fernzuhalten. Bei staubintensiven Umgebungen (z. B. Baustoff- oder Agrarlogistik) bewähren sich Butylbänder an Bodenstößen und entlang von Stanzkanten. In Seefracht-Szenarien stabilisieren feuchtebeständige Klebebänder die Nahtbereiche, während punktuelle Dichtlacke kritische Durchdringungen sichern. Für Konstruktionen mit wiederholtem Öffnen kommen definierte, elastische Profile mit ausreichender Rückstellkraft in Verbindung mit haushaltbaren Haftklebern zum Einsatz.
Vor- und Nachteile von Dichtmaterialien
Hinsichtlich der Verwendung von Dichtmaterialien in der Wellpappe-Produktion überwiegen oft die Vorteile. Sie erhöhen den Schutz der Ware, ermöglichen eine längere Lagerung und gewährleisten, dass die Ware in einwandfreiem Zustand beim Endverbraucher ankommt. Zudem können spezifische Dichtmaterialien helfen, Kosten durch weniger Reklamationen und Rücksendungen zu reduzieren. Ein Nachteil könnte sein, dass einige Dichtmaterialien möglicherweise nicht umweltfreundlich sind oder dass eine falsche Wahl der Materialien zu weniger effektiven Ergebnissen führen kann. Daher ist es wichtig, die richtige Auswahl und Anwendung der Materialien sicherzustellen. Entscheidend ist die Balance zwischen Barriereleistung, Verarbeitbarkeit, Recyclingverträglichkeit und Gesamtkosten.
- Vorteile: Verbesserte Barrierewirkung, geringere Transportschäden, stabilere Qualität über die Lieferkette, planbare Prozesssicherheit. Zudem ermöglichen sie definierte Öffnungsszenarien und unterstützen die Funktionssicherheit bei wechselnden Klimabedingungen.
- Nachteile: Zusatzkosten, potenzielle Einschränkungen bei Recycling und Trennbarkeit, Risiko der Über- oder Fehlapplikation, mögliche Geruchs-/Emissionsquellen. Erhöhter Prüfaufwand kann erforderlich sein, um Zielwerte abzusichern.
Zusammenfassung:
- Dichtmaterialien sind hochwertige Elemente, die in der Produktion von Verpackungen aus Wellpappe eingesetzt werden, um sicherzustellen, dass die verpackten Produkte vor Feuchtigkeit, Staub und anderen Umwelteinflüssen geschützt sind. Sie fungieren als Versiegelung, Fugenabdichtung oder Kantenversiegelung und sichern die Funktionsfähigkeit entlang kritischer Zonen.
- Diese Materialien, oft als Dichtungsmassen oder Abdichtungsmaterialien bezeichnet, tragen wesentlich dazu bei, die Festigkeit und Langlebigkeit von Verpackungen aus Wellpappe zu steigern, was die Qualität und Sicherheit der verpackten Waren erhöht. Durch geeignete Auslegung lassen sich Öffnungs- und Wiederverschlusskonzepte zuverlässig realisieren.
- Schließlich sind Dichtmaterialien aufgrund ihrer Praktikabilität, Formbeständigkeit und Haltbarkeit eine effiziente Lösung für Unternehmen, die auf der Suche nach zuverlässigen und langlebigen Verpackungsoptionen sind. Die Auswahl erfolgt auf Basis des Einsatzprofils, der Fugencharakteristik und der geforderten Barriereleistung.
- Kernauswahlkriterien: Barriereanforderung, Temperatur- und Klimaresistenz, Kompressionsverhalten, Haftung und Kompatibilität mit der Faserstruktur. Ergänzend zählen Prozessfähigkeit, Applikationsfenster und Prüfplan zur Validierung.
- Praxisrelevanz: Sorgfältige Applikation und geeignete Prüfverfahren sind entscheidend, um die geforderte Dichtheit entlang Naht-, Falz- und Stanzbereichen sicherzustellen. Eine enge Abstimmung mit Zuschnitt, Rillung und Falzfolge erhöht die Reproduzierbarkeit.
- Nachhaltigkeit: Materialeffizienz und recyclingverträgliche Systeme unterstützen die Kreislauffähigkeit faserbasierter Verpackungslösungen. Transparente Deklaration und gezielter Materialeinsatz verbessern die Verwertbarkeit im Altpapierstrom.
Veröffentlicht am 31.05.2025
Letzte Überarbeitung am 23.10.2025 um 14:10 Uhr von Sebastian Würth