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Handhabungsfreundlichkeit
Wellpappe zeigt ihr wahres Potenzial, wenn es um die Themen Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und besonders bei der Handhabungsfreundlichkeit geht. Diese Aspekte machen die Materialwahl zur entscheidenden Frage beim Thema Verpackung. Hinzu kommen Prozessstabilität, Arbeitsschutz und eine hohe Reproduzierbarkeit der Abläufe entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Handhabungsfreundliche Lösungen reduzieren Durchlaufzeiten, minimieren Fehlgriffe und unterstützen ein ergonomisches Arbeiten, was sich unmittelbar auf Qualität, Effizienz und Kosten auswirkt.
Im Kontext moderner Logistik- und Versandprozesse bedeutet Handhabungsfreundlichkeit mehr als nur bequemes Öffnen: Sie umfasst ergonomische, prozessuale und sicherheitsrelevante Anforderungen entlang der gesamten Prozesskette – vom Kommissionieren über das Packen und Verschließen bis hin zum Öffnen beim Empfänger und einer möglichen Rücksendung. Ziel ist ein reibungsloser Ablauf mit möglichst wenig Kraftaufwand, wenigen Handgriffen und einem klaren, intuitiven Umgang mit dem Packmittel. Dazu zählen eindeutige Griffzonen, konsistente Bedienfolgen, ein verlässlicher Produktschutz sowie eine Gestaltung, die sowohl manuelle als auch automatische Prozessschritte unterstützt.
Definition: Was versteht man unter Handhabungsfreundlichkeit?
Unter Handhabungsfreundlichkeit, auch Benutzerfreundlichkeit oder Gebrauchstauglichkeit genannt, versteht man die einfache und effiziente Nutzbarkeit von Gegenständen oder Systemen durch den Benutzer. In der Verpackungsbranche ist die Handhabungsfreundlichkeit essenziell. Sie erfordert eine geringe Anstrengung bei der Nutzung der Verpackung und unterstützt das schnelle und sichere Ausführen der erforderlichen Handgriffe. Im Sinne gängiger Usability-Definitionen umfasst sie Wirksamkeit, Effizienz und Zufriedenheit beim Erreichen der Verpackungsaufgabe – vom Packen über das Sichern bis zum Öffnen.
Übertragen auf Versand- und Lagerprozesse umfasst dies die intuitive Orientierung (z. B. klare Öffnungsseite), ergonomische Gestaltung (griffige Flächen, moderates Gewicht), verlässliche Schutzwirkung bei geringer Komplexität sowie eine zügige, fehlerarme Bedienung. Typische Bewertungsgrößen sind die Anzahl erforderlicher Handgriffe, die Zeit je Packvorgang, der Kraftaufwand, die Fehlerrate (z. B. falsches Öffnen) und die Sicherheit für Anwender und Inhalt. Ergänzend werden Rückläuferquoten, Beschädigungsraten und die Konsistenz der Taktzeiten in unterschiedlichen Umgebungen (manuell, teilautomatisiert) herangezogen.
Wichtige Kriterien bei der Handhabungsfreundlichkeit
Die Handhabungsfreundlichkeit lässt sich als Maß für den Arbeitsaufwand bewerten, der für eine bestimmte Aufgabe erforderlich ist. Die wesentlichen Merkmale für eine handhabungsfreundliche Verpackung sind Leichtigkeit des Öffnens, Wiederverschließbarkeit und Stapelbarkeit. Die Dimensionierung und Gestaltung der Oberfläche spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Zu den individuellen Kriterien zählen beispielsweise Stabilität und Gewicht der Verpackung. Ebenso relevant sind eine eindeutige Kennzeichnung, taktile Hinweise (z. B. Greifkanten) und eine Konstruktion, die Fehlbedienungen verzeiht.
Hinzu kommen: klare Kennzeichnungen (oben/unten, Öffnungsrichtung), sichere Greif- und Tragepunkte, rutschhemmende Oberflächen, eindeutige Verschlussmechaniken (z. B. Selbstklebung), geringe Tendenz zum Verhaken im Stapel, und ein Formfaktor, der sowohl manuelle als auch automatisierte Prozesse unterstützt. Neben ergonomischen Griffzonen sind praxisgerechte Abmessungen für eine zügige Handhabung entscheidend, damit Ein- und Auspacken ohne Umgreifen, Werkzeug oder übermäßige Kraft gelingen. Eine konsistente Falt- und Verschlusslogik erleichtert das Onboarding von Mitarbeitenden und senkt die Varianz im Prozess.
- Öffnungshilfen: gut sichtbare Aufreißfäden, Perforationen und Anfasslaschen vermeiden Werkzeuge und reduzieren Verletzungsrisiken.
- Wiederverschluss: integrierte Klebestreifen oder stabile Einstecklaschen erleichtern Retouren und interne Umläufe.
- Stapelbarkeit: formstabile Kanten und planebene Deckflächen unterstützen ein sauberes Stapelbild und sicheren Transport.
- Gewichts- und Volumenoptimierung: möglichst geringe Masse bei ausreichender Festigkeit vermindert körperliche Belastung und vereinfacht die Handhabung.
- Prozesssicherheit: eindeutige Falt- und Verschlussfolgen senken die Fehlerquote und beschleunigen die Taktzeit am Packplatz.
Konstruktion von Wellpappe und ihre Handhabungsfreundlichkeit
Wellpappe ist wegen ihrer besonderen Konstruktion sehr benutzerfreundlich. Der wellenförmige Aufbau verleiht dem Material eine hohe Stabilität bei geringem Gewicht. Durch ihre Flexibilität kann Wellpappe einfacher gehandhabt werden als andere Verpackungsmaterialien. Die Oberfläche von Wellpappe bietet zudem gute Griffflächen und gewährleistet dadurch eine leichte Aufnahme und Handhabung.
Durch die spezielle Beschaffenheit des Materials lassen sich zudem viele unterschiedliche Formen und Größen realisieren, was weiterhin zur Benutzerfreundlichkeit beiträgt. Unterschiedliche Wellenprofile (z. B. E-, B-, C- oder BC-Welle) ermöglichen eine fein abgestimmte Balance aus Kantenstauchwiderstand, Dämpfung und Eigengewicht.
Faltlinien und Rillungen ermöglichen ein präzises Formen mit wenigen Handgriffen; integrierte Öffnungshilfen wie Aufreißstreifen oder Perforationen verkürzen die Zugriffszeit beim Empfänger. Unterschiedliche Wellenqualitäten und Kombinationswellen erlauben eine Feinabstimmung zwischen Druckfestigkeit und Gewicht. So bleibt die Kartonage gut greifbar, kippt beim Öffnen nicht unkontrolliert auf und lässt sich nach Gebrauch flachlegen oder erneut verschließen. Standardisierte Bauformen (z. B. nach FEFCO-Katalog) erleichtern zudem die Integration in bestehende Packprozesse und automatisierte Anlagen.
Öffnungshilfen, Verschlüsse und Griffmerkmale
- Perforierte Öffnungslinien und Aufreißfäden beschleunigen das Öffnen ohne Messer.
- Selbstklebende Verschlüsse und Rückklebungen vereinfachen das Erstverschließen und eine mögliche Rücksendung.
- Griffmulden oder griffige Oberflächenstrukturen erhöhen die Kontrolle beim Heben und Stapeln.
- Klare Markierungen (Pfeile, Piktogramme) unterstützen die intuitive Bedienung und reduzieren Fehlbedienungen.
Normen, Kennzahlen und Prüfmethoden
Für die Bewertung der Handhabungsfreundlichkeit von Wellpappenverpackungen sind sowohl ergonomische als auch materialtechnische Kennzahlen relevant. Ergonomische Analysen (z. B. REFA-/MTM-basierte Zeitaufnahmen) erfassen Handgriffe, Greifräume und Taktzeiten. Materialprüfungen wie ECT (Edge Crush Test) und BCT (Box Compression Test) liefern Aussagen zur Stapelfähigkeit und Belastbarkeit. In der Usability-Betrachtung werden Wirksamkeit, Effizienz und Zufriedenheit der Anwender bewertet.
- Prozesskennzahlen: Packzeit je Einheit, Öffnungszeit beim Empfänger, Fehlerrate beim Verschließen, Reklamationsquote.
- Ergonomiekennzahlen: Hebe- und Greifhöhen, Kraftaufwand, Anzahl der Umgreifvorgänge, Körperhaltungen im Ablauf.
- Materialkennzahlen: Kantenstauchwiderstand, Durchstoßfestigkeit, Feuchteempfindlichkeit und Eignung für Automatisierung.
Vor- und Nachteile von Handhabungsfreundlichkeit
Die handhabungsfreundliche Gestaltung von Verpackungen anhand des Beispiels Wellpappe bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Zu den Vorteilen zählen die leichte und sichere Handhabung und die höhere Effizienz in der Produktion und Logistik. Wellpappe kann leicht gestapelt und transportiert werden. Zudem verbessert die Handhabungsfreundlichkeit der Verpackung die Kundenzufriedenheit und kann zu Wiederholungskäufen führen.
- Aber auch Nachteile sind nicht außer Acht zu lassen. Für die Herstellung handhabungsfreundlicher Verpackungen ist oftmals ein höherer Aufwand in der Konstruktion und Produktion notwendig. Zudem können durch die spezielle Gestaltung der Verpackung höhere Materialkosten entstehen.
- Zusätzliche Funktionen (z. B. Öffnungshilfen) erfordern sorgfältige Auslegung, damit Schutzfunktion und Stabilität erhalten bleiben.
- Komplexere Stanz- oder Klebevorgänge können die Prozesskette verlängern, wenn sie nicht standardisiert sind.
- Bei falscher Dimensionierung steigt der Bedarf an Füllmaterial oder die Handhabung wird erschwert – eine ausgewogene Auslegung ist daher wesentlich.
- Erhöhte Variantenvielfalt kann die Lagerhaltung und Kommissionierung verkomplizieren, wenn keine klare Typologie vorliegt.
- Unzureichend getestete Wiederverschlüsse führen mitunter zu Öffnungsfehlern oder unvollständigen Retouren – Pilotierungen und Musterläufe schaffen Abhilfe.
Handhabungsfreundlichkeit als Wettbewerbsfaktor
Die Handhabungsfreundlichkeit von Verpackungen gewinnt an Bedeutung als Wettbewerbsfaktor. Unternehmen, die ihre Verpackungen benutzerfreundlich gestalten, können dadurch ihre Wettbewerbsposition verbessern. Die richtige Balance zwischen angemessenem Materialaufwand und hervorragender Nutzungsfreundlichkeit zu finden, ist dabei die Königsdisziplin. Positive Effekte zeigen sich in stabilen Taktzeiten, einem reduzierten Schulungsaufwand und einer geringeren Fehlerquote über unterschiedliche Schichten und Qualifikationsstufen hinweg.
Messbare Effekte in der Praxis
- Reduzierte Pack- und Öffnungszeiten durch klare Bedienabläufe und Öffnungshilfen.
- Weniger Beschädigungen und Reklamationen durch sichere, zugleich leicht bedienbare Verschlüsse.
- Ergonomische Entlastung des Personals durch geringere Masse und günstige Greifgeometrien.
- Konstante Prozessqualität in manuellen und teilautomatisierten Umgebungen durch standardisierte Falt- und Verschlusskonzepte.
- Verbesserte Ladeeinheitenstabilität durch geeignete Kanten- und Flächenpressung sowie planebene Deckflächen.
- Vereinfachtes Retourenmanagement bei integrierter Zweitklebung und eindeutigem Öffnungskonzept.
Gestaltungsprinzipien und typische Fehler
Für handhabungsfreundliche Wellpappenverpackungen bewähren sich Prinzipien wie Klarheit (eindeutige Öffnungsrichtung), Konsistenz (wiederkehrende Verschlusslogik), Fehlertoleranz (sichere Führung von Laschen) und Modularität (passende Größenraster). Typische Fehler sind zu enge Greiföffnungen, unklare Piktogramme, nicht entgratete Perforationskanten, überdimensionierte Formate oder uneinheitliche Faltfolgen, die zu Verzögerungen und Verletzungsrisiken führen können.
Abschluss: Der Beitrag der Handhabungsfreundlichkeit zur Wertsteigerung
Das Streben nach handhabungsfreundlichen Verpackungen aus Wellpappe ist mehr als nur eine Befriedigung der praktischen Bedürfnisse. Es ist eine Investition in die Wertsteigerung des eigenen Unternehmens. Durch den Fokus auf Benutzerfreundlichkeit schaffen Unternehmen Produkte, die Kundeninteresse wecken und gleichzeitig den Nutzen maximieren. So trägt die Handhabungsfreundlichkeit entscheidend zur Verbesserung der Effizienz und zur Kundenzufriedenheit bei. Ergänzend wirken geringere Prozessschwankungen, ein reduziertes Verletzungsrisiko und eine bessere Skalierbarkeit bei Lastspitzen.
Praktisch bedeutet dies: klare Öffnungskonzepte, stabile und zugleich leichte Konstruktionen, geeignete Greifzonen, eindeutige Kennzeichnungen sowie ein zweckmäßiger Wiederverschluss. In Summe entsteht ein Packmittel, das entlang der Prozesskette intuitiv, schnell und sicher funktioniert und damit einen messbaren Beitrag zu Durchlaufzeit, Qualität und Arbeitsschutz leistet. Kennzahlen wie Taktzeit pro Packvorgang, Anzahl der Handwechsel, Reklamationsquote und Rücksendeaufwand dienen als objektive Indikatoren für die erreichte Handhabungsfreundlichkeit.
Zusammenfassung:
- Wellpappenverpackungen mit hoher Handhabungsfreundlichkeit zeichnen sich durch eine einfache Bedienung aus, um das Ein- und Auspacken zu erleichtern.
- Eine handhabungsfreundliche Verpackung bietet Benutzerkomfort, was bedeutet, dass sie leicht zu transportieren, zu öffnen und zu schließen ist.
- Die Handhabungsfreundlichkeit von Verpackungen berücksichtigt auch die Sicherheit der Produkte während des Versands, um Beschädigungen zu vermeiden.
- Wesentliche Merkmale sind ergonomische Greifpunkte, verständliche Öffnungshilfen, zuverlässige Wiederverschlüsse und ein stabiles Stapelbild.
- Praxisgerechte Dimensionierung, geringes Gewicht und klare Kennzeichnungen fördern schnelle, fehlerarme Abläufe in Lager und Versand.
Veröffentlicht am 30.05.2025
Letzte Überarbeitung am 30.12.2025 um 12:15 Uhr von Manuel Hofacker