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Kleiderverpackung
Kleiderverpackungen nehmen im Bereich der Wellpapperzeugnisse eine wesentliche Funktion ein. Als elementarer Bestandteil entlang der textilen Lieferkette sichern sie vom Warenausgang bis zur Zustellung die Unversehrtheit von Konfektion, Accessoires und empfindlichen Stoffen. Eine sorgfältig konstruierte Kleiderverpackung unterstützt einen knick- und staubarmen Transport, schützt vor Feuchtigkeitseintrag während Umschlag und Lagerung und trägt dazu bei, dass Textilwaren im verkaufsfähigen Zustand ankommen. Für Unternehmen, die auf robuste, ressourcenschonende und prozesssichere Lösungen setzen, sind Kleiderverpackungen aus Wellpappe ein zentraler Baustein der Versand- und Lagerlogistik. Zusätzlich fördern sie einen reproduzierbaren Verpackungsprozess, unterstützen standardisierte Packabläufe und ermöglichen eine klare Kennzeichnung über die gesamte Supply Chain hinweg. Durch flachliegende Anlieferung und definierte Faltfolgen bleiben Handlingzeiten kurz, Schnittstellen zu KEP-Dienstleistern, Speditionen und Fulfillment-Strukturen werden zuverlässig bedient.
Definition: Was versteht man unter Kleiderverpackung?
Unter einer Kleiderverpackung versteht man eine Verpackungseinheit, die speziell für Lagerung, Kommissionierung und Transport textiler Erzeugnisse konzipiert ist. Üblich sind Ausführungen aus ein- oder zweiwelliger Wellpappe, die Kleidungsstücke wie T-Shirts, Hemden, Hosen, Jacken oder auch empfindliche Strickware zuverlässig vor mechanischen Einwirkungen, Verschmutzung und Licht schützen. Je nach Anforderung verfügen diese Einheiten über konstruktive Details wie Verstärkungen an Kanten, Einsteck- oder Klebelaschen, optionale Belüftungsöffnungen, integrierte Halteelemente für gefaltete Ware sowie Rücksendelösungen mit Aufreißfaden und Zweitklebung. Ziel ist ein sicherer, prozessstabiler Materialfluss bei gleichbleibender Präsentationsqualität der Textilien. In der Praxis werden häufig FEFCO-Standardbauarten eingesetzt (z. B. klassische Faltkiste, Falthülle oder Stülpdeckelschachtel), die bei Bedarf durch maßgeschneiderte Inlays, Staubklappen und definierte Etikettierflächen ergänzt werden. Die Wahl der Materialqualität (z. B. E-, B- oder Kombinationen wie EB-Welle) richtet sich nach Ware, Versandweg und gefordertem Kantenstauchwiderstand.
Produktion und Umweltverträglichkeit von Wellpappen-Kleiderverpackungen
Die Herstellung von Wellpappen-Kleiderverpackungen berücksichtigt Schutzfunktion und Ressourcenschonung gleichermaßen. Der Einsatz von Recyclingfasern, optimierten Papierrezepturen und stärkebasierten Klebstoffen trägt zu einem geschlossenen Materialkreislauf bei. Wasserbasierte Farben für den Druck und effiziente Zuschnitt-Layouts minimieren Emissionen und Verschnitt. Die meisten Wellpappenlösungen sind vollständig recycelbar und einfach dem Altpapierkreislauf zuzuführen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Prozesse in der Fertigung fortlaufend hinsichtlich Energie- und Materialeinsatz optimiert; auch Transportwege werden durch flachliegende Anlieferung und hohe Packdichten schlank gehalten.
Zur ökologischen Bewertung gehört ebenso die Langlebigkeit im Gebrauch: stabile Konstruktionen reduzieren Beschädigungsraten und damit Retouren und Folgetransporte. Durch angepasste Materialqualitäten lässt sich die notwendige Schutzwirkung mit einem möglichst geringen Flächengewicht verbinden. Auch funktionale Beschichtungen werden – sofern erforderlich – so gewählt, dass sie recyclingverträglich sind (z. B. dünne, wasserbasierte Dispersionen bei erhöhten Feuchteanforderungen). Die Auswahl von Kraftliner oder Testliner sowie die Grammaturen der Decken- und Wellenpapiere werden dabei so abgestimmt, dass ein ausgewogenes Verhältnis aus Festigkeit, Flächensteifigkeit und Materialeffizienz entsteht.
Anpassung und Individualisierung von Kleiderverpackungen
In den Betrieben der Wellstar-Packaging GmbH erhält jeder Kunde die Möglichkeit, seine Wellpappen-Verpackungen nach eigenen Wünschen maßzuschneidern. Individualisierte Druckmöglichkeiten und verschiedenste Größenausführungen bieten vielfältige Anpassungs- und Gestaltungsoptionen. So kann jede Firma ihre Kleiderverpackungen mit ihrem Logo versehen und eine Erkennbarkeit ihrer Marke erzielen. Darüber hinaus sind funktionale Anpassungen üblich: definierte Zonen für Etiketten und Barcodes, integrierte Grifföffnungen, Rücksendelaschen, selbstklebende Verschlüsse, Aufreißfäden, optionale Perforation für erleichtertes Öffnen sowie Innenfixierungen für Sets oder Accessoires. Bei wechselnden Sortimentsgrößen unterstützen modulare Einsätze und variable Faltkonzepte eine effiziente Nutzung des Innenraums. Ergänzend lassen sich Piktogramme, variable Daten und fortlaufende Kennzeichnungen integrieren, um Sortierung, Inventur und Retourensteuerung zu erleichtern.
Bauarten und konstruktive Merkmale
Je nach Einsatzbereich kommen unterschiedliche Grundkonstruktionen zum Tragen. Häufig verwendet werden:
- Faltkisten mit Steck- oder Klebelaschen für gefaltete Textilien und Sets
- Stülpdeckelschachteln für präsentationsfreundliche Verpackungen im B2B-Umfeld
- Schachteln mit Automatikboden für schnelles Aufrichten an Packplätzen
- Versandverpackungen mit Doppelklebestreifen und Aufreißfaden zur einfachen Retoure
- Spezielle Kleiderboxen mit Haltevorrichtungen, etwa für Hemden oder Blazer
- Falthüllen und Wickelverpackungen (z. B. nach FEFCO-0427-Prinzip) für flache Textilbündel
- Wellpappen-Versandtaschen mit umlaufendem Kantenschutz für leichte Bekleidungsteile
- Schiebeschachteln und zweiteilige Teleskopschachteln zur variablen Höhenanpassung
Materialseitig kommen unterschiedliche Wellenprofile (z. B. feine und mittlere Wellen) zum Einsatz, um Druckstabilität, Kantenstauchwiderstand und Flächensteifigkeit bedarfsgerecht zu kombinieren. Konstruktive Polsterzonen und Kantenknautschräume helfen, Knicke in empfindlichen Stoffen zu vermeiden. Zusätzliche Rilllinien ermöglichen variable Füllhöhen, während Staubklappen und passgenaue Einstecklaschen das Eindringen von Partikeln reduzieren. Bei Bedarf sorgen Innenauflagen, Zwischenlagen oder Fixierstege dafür, dass gefaltete Ware formstabil bleibt und beim Öffnen sauber präsentiert wird.
Dimensionierung, Packdichte und Prozesssicherheit
Eine passgenaue Dimensionierung unterstützt Materialeffizienz, niedrige Beschädigungsraten und stabile Prozesszeiten am Packtisch. Relevante Kennwerte sind Innenmaß, Faltmaß, Stapelhöhen sowie Tragfähigkeit. Ergänzende Informationen bieten praxisnahe Hinweise zu präzisen Abmessungen für Verpackungen, die bei der Auslegung von Kleiderverpackungen und beim Abgleich mit textilem Faltmaß und Bündelgrößen helfen. In der Praxis wird mit definierten Spielräumen gearbeitet, um Faltenwurf zu vermeiden und dennoch eine sichere Fixierung zu erreichen. Typisch sind Toleranzen im Millimeterbereich, abgestimmt auf Füllhöhe, Materialdicke und gewünschte Verdichtung. Eine hohe Packdichte entsteht durch abgestimmte Modulraster (z. B. 2er-, 3er- oder 4er-Teilungen), die das Nutzvolumen optimal ausnutzen.
Für die Logistik sind außerdem Palettierbarkeit, Bündelgrößen im Leergut, Kompatibilität mit Fördertechnik und eine eindeutige Kennzeichnung wichtig. Flachliegende Anlieferung reduziert Lagerflächenbedarf; definierte Rilllinien und eindeutige Faltfolgen erleichtern das Handling. Neben dem Außenmaß spielen Palettenraster (z. B. Euro- oder Industriepalette), Stapeleignung und Druckrichtung eine Rolle. Bei längeren Lagerzeiten sind Stapeldrücke, Klimabedingungen und die resultierende Kistenstabilität (z. B. unter wechselnder Luftfeuchte) in der Planung zu berücksichtigen.
Typische Einsatzszenarien
- E-Commerce-Versand von T-Shirts, Hemden, Hosen, Sportswear und Loungewear
- B2B-Belieferung von Filialen, Showrooms und Handelspartnern
- Distribution von Aktionsware und Saisonkollektionen mit variabler Stückzahl
- Set-Verpackungen (z. B. Ober- und Unterteil) mit Innenfixierung
- Retourenprozesse mit integrierter Zweitklebung und manipulationssicherem Verschluss
- Verpackung von Arbeits- und Berufsbekleidung für Service- und Leasingkreisläufe
- Konfektionierung von Accessoires wie Schals, Mützen oder Gürtel in Kombination mit Textilien
- Auslieferung von Musterkollektionen und Vorserien an interne Prüfstellen oder Handelspartner
Qualitätskriterien und Prüfmerkmale
Für die Eignung einer Kleiderverpackung sind mechanische Kennzahlen (u. a. Kantenstauch- und Durchstoßwiderstand), Klebe- und Rillqualität sowie klimatische Beständigkeit relevant. Prüfungen unter standardisierten Temperatur- und Feuchtebedingungen stellen sicher, dass die Stabilität auch bei wechselnden Umgebungen erhalten bleibt. Zusätzlich werden Verschlussfestigkeit, Öffnungskomfort und die Lesbarkeit von Kennzeichnungen bewertet.
Normen, Prüfverfahren und Kennzahlen
Zur Beurteilung von Wellpappen-Kleiderverpackungen dienen in der Praxis etablierte Prüfgrößen. Der Kantenstauchwiderstand (ECT) charakterisiert die Druckstabilität der Wellpappe, während die Kistenstauchfestigkeit (BCT) Aussagen zur Stapelbarkeit kompletter Schachteln erlaubt. Erhöhte Anforderungen an Feuchtebeständigkeit lassen sich durch Auswahl geeigneter Papierqualitäten und ggf. durch angepasste Leimrezepturen adressieren; der Cobb-Wert beschreibt die kurzfristige Wasseraufnahme von Deckenpapieren. Ergänzende Fall-, Schwingungs- und Transporttests simulieren reale Belastungen in KEP- und Speditionsnetzen. Für die Prozesssicherheit sind zudem saubere Rillungen ohne Rissbildung, präzise Stanzungen und eine gleichmäßige Leimauftragung entscheidend.
Materialqualitäten und Wellenprofile
Feine Wellen (z. B. E-Welle) bieten gute Druckqualität und eine glatte Oberfläche für Etiketten, während mittlere Wellen (z. B. B-Welle) höhere Dämpfung und Kantenstauchwerte liefern. Kombinationswellen (z. B. EB) verbinden beide Vorteile und kommen bei erhöhtem Schutzbedarf oder größerem Füllgewicht zum Einsatz. Die Auswahl der Grammaturen und Liners (z. B. Kraft- oder Testliner) erfolgt anwendungsbezogen, unter Berücksichtigung von Flächengewicht, Steifigkeit und Recyclinganteil. Für textiltypische Anwendungen sind eine hochwertige Bedruckbarkeit, geringe Staubentwicklung beim Rillen und ein sauberer Faltverlauf zentrale Kriterien.
Konstruktive Details für Textilschutz
Innenliegende Fixierungen für gefaltete Ware verhindern Verrutschen und reduzieren Faltenbildung. Kantenpolster, Einsteckstege und höhenverstellbare Innenböden passen die Schachtel an unterschiedliche Füllhöhen an. Aufreißfäden und definierte Abrißkanten erleichtern das Öffnen ohne Hilfsmittel, während Zweitklebungen eine regelkonforme Retoure unterstützen. Optional integrierte Belüftungsöffnungen sorgen für Luftaustausch, ohne die Staubdichtigkeit zu beeinträchtigen; sie werden so positioniert, dass textile Oberflächen nicht an Kanten scheuern.
Ergonomie, Packprozesse und Kennzeichnung
Für kurze Taktzeiten am Packtisch sind selbsterklärende Faltfolgen, eindeutige Markierungen an Rill- und Klebelaschen sowie gut greifbare Öffnungen hilfreich. Automatikböden oder Vorverklebungen reduzieren Handgriffe und stabilisieren den Prozess. Vordefinierte Etikettierflächen, kontrastreiche Druckbilder für Barcodes und geprüfte Haftung von Etiketten sichern die Lesbarkeit entlang der Prozesskette. Farbcodierungen und aufgedruckte Anweisungen erleichtern Kommissionierung und Retourenhandling.
Lagerung, Klima und Feuchtemanagement
Wellpappe reagiert auf Umgebungsfeuchte. Daher sollten Kleiderverpackungen trocken und gut belüftet gelagert werden. Bei hoher relativer Luftfeuchte kann die Steifigkeit temporär sinken; dies ist bei der Dimensionierung von Stapelhöhen zu berücksichtigen. Zwischenlager in klimatisierten Zonen, die Vermeidung direkter Boden- oder Außenwandlagerung und der Schutz vor Kondenswasser in Umschlagpunkten erhöhen die Verpackungsstabilität. Restfeuchte der Ware selbst ist ebenfalls relevant: Vor dem Verschließen sollte die Textilie ausreichend abgekühlt und trocken sein.
Vor- und Nachteile von Kleiderverpackungen
Die Wellpappen-Kleiderverpackungen weisen zahlreiche Vorteile auf. Sie sind leicht, stabil und bieten zuverlässigen Produktschutz. Darüber hinaus sind sie kosteneffizient, recycelbar und ermöglichen eine individuelle Gestaltung. Durch ihre Flexibilität eignen sie sich für unterschiedliche Kleidungsarten und verschiedene Auslieferungsmodelle. Zu beachten sind Anforderungen an Lagerung und Klima: Bei zu hoher Luftfeuchte kann die Stabilität temporär sinken, weshalb trockene, gut belüftete Lagerbereiche empfehlenswert sind. Gestalterisch aufwendige Konstruktionen oder mehrfarbige Drucke erhöhen den Aufwand und damit die Stückkosten, können aber je nach Einsatzzweck funktionale Vorteile bringen.
- Vorteile: flachliegende Anlieferung, gute Palettierbarkeit, hohe Verfügbarkeit an Formaten, einfache Entsorgung im Altpapierkreislauf, anpassbare Verschlusssysteme
- Herausforderungen: Feuchteempfindlichkeit bei unsachgemäßer Lagerung, begrenzte Durchstoßfestigkeit gegenüber sehr spitzen Gegenständen, potenziell erhöhter Aufwand bei stark variierenden Sortimentsgrößen
- Zusatznutzen: skalierbare Druck- und Kennzeichnungslösungen, modulare Innenausstattungen, kompatibel mit manuellen und teilautomatisierten Packprozessen
- Begrenzungen: Tragfähigkeits- und Stapelgrenzen müssen an Klima und Lagerdauer angepasst werden; überdimensionierte Kartonagen senken Packdichte und erhöhen Füllmittelbedarf
Zusammenfassung:
- Kleiderverpackungen dienen nicht nur dem Schutz der Ware, sondern sind zugleich auch Werbeträger und sorgen für eine attraktive Präsentation der Kleidung.
- Insbesondere Verpackungen aus Wellpappe sind aufgrund ihrer Stabilität und Anpassungsfähigkeit sehr beliebt. Sie können in verschiedenen Größen und Formen hergestellt werden und bieten Platz für individuelle Drucke.
- Stabile Kleiderverpackungen aus Wellpappe sind zudem ökologisch vorbildlich, da sie aus erneuerbaren Ressourcen hergestellt und leicht recycelbar sind.
- Eine sorgfältige Auswahl von Konstruktion, Materialqualität und Abmessungen erhöht Packdichte und Transportsicherheit und reduziert Beschädigungen sowie Retouren.
- Funktionale Details wie Aufreißfaden, Zweitklebung, definierte Etikettierflächen und ergonomische Grifföffnungen verbessern Handling und Kundenerlebnis im gesamten Prozess.
- Normgerechte Prüfungen (z. B. ECT/BCT, klimatische Tests) und saubere Rill- sowie Klebequalität sichern die Prozessstabilität vom Packtisch bis zur Auslieferung.
Veröffentlicht am 07.05.2025
Letzte Überarbeitung am 16.01.2026 um 10:52 Uhr von Sebastian Würth