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Klimaneutrale Verpackung

In Zeiten eines wachsenden Umweltbewusstseins rückt das Bestreben, Produkte und Dienstleistungen mit einem möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck bereitzustellen, immer stärker in den Fokus. Ein zentraler Hebel liegt in der Gestaltung und Herstellung von Wellpappe-Verpackungen, insbesondere bei der Nutzung klimaneutraler Verpackungen. Sie verbinden Ressourcenschonung mit hoher Prozesseffizienz über den gesamten Lebenszyklus und leisten damit einen messbaren Beitrag zu Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. Klimaneutralität umfasst dabei nicht nur die Wahl geeigneter Ausgangsmaterialien, sondern ebenso effiziente Produktion, optimierte Logistik und eine transparente Bilanzierung verbleibender Treibhausgasemissionen. Ergänzend werden robuste Methoden der Lebenszyklusbewertung genutzt, um Emissionsquellen zu identifizieren, Maßnahmen zu priorisieren und kontinuierliche Verbesserungen nachvollziehbar zu dokumentieren. Damit werden ökologische Zielgrößen mit betrieblichen Kennzahlen verzahnt und belastbar kommuniziert.

Im Kontext des Wellpapp-Segments bedeutet das: Materialeinsatz bedarfsgerecht auslegen, Energieverbrauch und Abfälle minimieren, beständige Qualität sicherstellen und den gesamten Prozess – von der Faser bis zur Rückführung ins Recycling – konsistent dokumentieren. Sorgfältig geplante Maßnahmen in Entwicklung, Fertigung und Transport sowie klare Nachweise sind dabei maßgeblich, um den Anspruch der Klimaneutralität fachlich korrekt zu untermauern. Dazu zählen auch eindeutige Spezifikationen, standardisierte Prüfungen der Materialeigenschaften (z. B. BCT/RCT) und ein stringentes Datenmanagement entlang der Lieferkette. Durch vorausschauendes Design, eine emissionsarme Wertschöpfung und transparente Berichte entsteht ein schlüssiger Rahmen, der ökologische Wirkung, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit miteinander verbindet.

Definition: Was versteht man unter klimaneutraler Verpackung?

Von einer klimaneutralen Verpackung ist die Rede, wenn über den definierten Lebensweg – in der Regel von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung bis zur Verwertung – keine zusätzlichen Netto-CO2-Emissionen in die Atmosphäre gelangen. Das geschieht durch drei ineinandergreifende Schritte: Emissionen konsequent vermeiden, unvermeidbare Emissionen technisch und organisatorisch reduzieren und verbleibende Emissionen durch qualitätsgesicherte Klimaschutzprojekte kompensieren. Für Wellpappe-Verpackungen ist dies besonders relevant, da sie auf faserbasierten Rohstoffen beruhen, gut recycelbar sind und in etablierten Stoffkreisläufen zirkulieren. Die Wellpappenindustrie hat in den vergangenen Jahren Verfahren, Materialien und Logistikprozesse so weiterentwickelt, dass die CO2-Bilanz transparenter erfasst und systematisch verbessert werden kann. Im Sprachgebrauch wird klimaneutral teils auch als treibhausgasneutral oder bilanziell CO2-neutral bezeichnet; entscheidend ist stets die nachvollziehbare Methodik hinter der Aussage.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Klimaneutral bedeutet nicht automatisch „emissionsfrei“. Vielmehr wird ein bilanzieller Ausgleich angestrebt, der auf klar definierten Systemgrenzen beruht. Davon zu unterscheiden sind Begriffe wie „klimapositiv“ (überkompensierte Bilanz) oder „CO2-reduziert“ (nachweisbare Senkung ohne Ausgleich). Für eine belastbare Aussage ist entscheidend, was genau bilanziert wurde, über welchen Zeitraum und mit welchen Methoden. Ebenso wichtig ist die Differenzierung zwischen produktbezogenen Aussagen (Verpackung) und unternehmensbezogenen Zielen, damit keine Verwechslung der Bezugsrahmen entsteht. Missverständnisse lassen sich vermeiden, wenn Annahmen, Datenquellen und verwendete Emissionsfaktoren offen erläutert werden.

Systemgrenzen und Bilanzierungsumfang

In der Praxis werden unterschiedliche Systemgrenzen verwendet, etwa „Cradle-to-Gate“ (bis zum Werkstor) oder „Cradle-to-Grave“ (inklusive Nutzung und Entsorgung). Für einen fairen Vergleich sollte stets offengelegt werden, welche Prozessschritte eingeschlossen sind, auf welcher Datengrundlage die Berechnung beruht und wie mit Vorketten, Transporten und End-of-Life-Szenarien umgegangen wurde. Relevante Entscheidungen betreffen auch Allokationsregeln, Recyclinggutschriften und Cut-off-Kriterien. Eine klare Darstellung der Unsicherheiten und Sensitivitäten (z. B. bei Rezyklatgehalten oder Energie-Mixen) erhöht die Aussagekraft der Ergebnisse.

Herstellung: Wie entsteht eine klimaneutrale Verpackung?

Die Produktion klimaneutraler Verpackungen fußt auf drei komplementären Säulen: erstens die Auswahl nachhaltiger, wiederverwertbarer Materialien, um den Rohstoffbedarf zu senken; zweitens effiziente, ressourcenschonende Herstellungsverfahren mit optimiertem Energieeinsatz und geringer Ausschussquote; drittens eine Logistik, die Transportwege, Auslastung und Packdichte verbessert und so den Treibstoffverbrauch senkt. Unvermeidbare Restemissionen werden durch Kompensation ausgeglichen – auf Basis anerkannter Standards und nachvollziehbarer Dokumentation. Ergänzend tragen ein vorausschauendes Verpackungsdesign (Right-Sizing), modulare Bauweisen und die Reduktion von Hilfsstoffen zur Verbesserung der Treibhausgasbilanz bei, ohne Funktionalität und Schutzwirkung zu beeinträchtigen.

  • Material: hoher Anteil an Recyclingfasern, einsatzgerechte Grammaturen, recyclingfreundliche Ausgestaltung (z. B. Monomaterial-Design).
  • Prozess: Energieeffizienz, Abwärmenutzung, geringer Makulaturanfall, schadstoffarme Hilfsstoffe (Klebstoffe, Druckfarben).
  • Logistik: optimierte Packmaße, hohe Ladungsausnutzung, Routen- und Transportmittelwahl mit Blick auf Emissionsintensität.

Materialauswahl und Faserherkunft

Ein hoher Anteil an Recyclingfasern reduziert den Primärrohstoffbedarf und unterstützt etablierte Faserkreisläufe. Wo Primärfasern nötig sind, spielt eine verantwortungsvolle Herkunft eine Rolle. Zusätzlich tragen materialseitige Maßnahmen zur Bilanz bei: Leichtbau (right-sizing), reduzierte Lagenzahl, sparsame Bedruckung und der Einsatz wasserbasierter Systeme. Auch alternative Faserquellen können sinnvoll sein. Dazu zählen etwa Grasfaserpapiere; hierzu finden sich weiterführende Informationen zu Verpackungen aus Graspapier. Für eine hohe Recyclingfähigkeit empfiehlt sich der Verzicht auf schwer trennbare Verbunde, begrenzte Nutzung von Dispersionsbarrieren und klar deklarierte Zusatzstoffe, damit Sortierung und Wiederaufbereitung zuverlässig funktionieren.

Energie- und Prozessoptimierung

Wesentliche Hebel liegen in der Senkung des spezifischen Energiebedarfs und der Substitution von Energieträgern. Dazu gehören der Bezug von Strom aus erneuerbaren Quellen, Wärmerückgewinnung, effiziente Dampferzeugung, bedarfsgerechte Maschinensteuerung sowie vorbeugende Instandhaltung zur Reduktion von Stillständen und Ausschuss. Prozesskennzahlen (z. B. kWh je Quadratmeter Wellpappe, Makulaturquote) machen Fortschritte messbar und vergleichbar. Ergänzend wirken Lastmanagement, Prozessstandardisierung, Qualifizierung des Personals und ein kontinuierliches Verbesserungswesen stabilisierend auf Qualität und Emissionsprofil.

Logistik und Distribution

Optimierte Zuschnitte und Packpläne erhöhen die Packdichte, verbessern die Palettierung und verringern das Transportvolumen. Routenplanung, Bündelung von Lieferungen und die Auswahl geeigneter Verkehrsträger wirken zusätzlich auf die Emissionsbilanz. In der Praxis wird häufig mit standardisierten Ladeeinheiten, hoher Auslastung und geringem Leerfahrtenanteil gearbeitet. Rückführungs- und Mehrwegkonzepte, konsolidierte Sammelverkehre sowie intermodale Transporte können weitere Minderungen ermöglichen, sofern sie zur konkreten Supply-Chain passen.

Kompensation: Qualität und Nachvollziehbarkeit

Wenn nach Vermeidung und Reduktion Restemissionen verbleiben, werden diese kompensiert. Für die Glaubwürdigkeit ist entscheidend, dass die verwendeten Projekte zusätzliche, messbare und überprüfbare Emissionsminderungen erzielen und die zugrunde gelegten Zertifikate klar zugeordnet und zeitlich passend angerechnet werden. Transparenz über Projektart, Menge und Laufzeit stärkt die Nachvollziehbarkeit. Ebenso wichtig sind Regeln zur Vermeidung von Doppelzählung, eine nachvollziehbare Stilllegung der Zertifikate und eine regelmäßige Aktualisierung der Datengrundlage, damit der Ausgleich konsistent und prüfbar erfolgt.

Druck, Veredelung und Barrieren

Die Auswahl emissionsarmer Druckfarben (z. B. wasserbasierte Systeme), lösungsmittelarme Reinigungsprozesse und der Verzicht auf schwer recycelbare Veredelungen (etwa vollflächige Folienkaschierungen) verbessern die Kreislauffähigkeit. Punktuelle Barrieren für Feuchtigkeit oder Fett sollten so ausgelegt sein, dass sie die Recyclingprozesse nicht stören. Ein reduziertes Druckbild, der gezielte Einsatz von Rasterflächen und eine sparsame Farbdeckung tragen zusätzlich zur Material- und Energieeffizienz bei.

Recycling und End-of-Life-Szenarien

Am Lebensende werden Wellpappe-Verpackungen überwiegend im Altpapierkreislauf erfasst, aufbereitet und zu neuen Papierqualitäten verarbeitet. Saubere Sortierung, geeignete Klebstoffe und leicht lösliche Etiketten fördern hohe Fasererträge. Nicht vermeidbare Reststoffe (z. B. Siebrückstände) werden in der Regel energetisch verwertet. Die Bilanzierung sollte die regionalen Sammel- und Aufbereitungsquoten ebenso berücksichtigen wie potenzielle Substitutionseffekte durch Rezyklate.

Norm und Zertifizierung: Welche Rolle spielen diese bei klimaneutralen Verpackungen?

Normen und Zertifizierungen liefern die methodische Basis, um Klimaneutralität nachvollziehbar zu belegen. Relevante Leitlinien betreffen sowohl die Ermittlung des Produktfußabdrucks als auch die korrekte Kommunikation. Das CarbonNeutral-Zertifikat ist ein etabliertes Programm für Klimaneutralitätsnachweise. Die DIN EN ISO 14021 regelt selbstdeklarierte Umweltclaims und fordert transparente, überprüfbare Angaben. Ergänzend werden für Produktbilanzen häufig international anerkannte Treibhausgasprotokolle und Normen verwendet, die Systemgrenzen, Datenerfassung und Berechnungsmethodik festlegen. Dazu zählen Rahmenwerke für Produkt-Carbon-Footprints, Leitfäden zur Quantifizierung von Emissionen sowie Anforderungen an Datenqualität, Verifizierung und periodische Aktualisierung.

  • Produkt-Carbon-Footprint: methodische Orientierung an anerkannten Treibhausgasprotokollen und produktbezogenen Normen für konsistente Bilanzierungen.
  • Klimaneutralitätsnachweis: programmatische Anforderungen an Reduktionspfade, Kompensationsqualität und periodische Aktualisierung.
  • Kommunikation: konforme Auslobung nach DIN EN ISO 14021 mit Angaben zu Umfang, Zeitraum, Methoden und unabhängiger Prüfung.

Nachweisführung und Kommunikation

Für eine belastbare Auslobung sollten Unternehmen Systemgrenzen, Datengrundlagen, Bezugsjahre und Reduktionsmaßnahmen offenlegen. Idealerweise erfolgt eine unabhängige Verifizierung. Eindeutige Zertifikatsnummern, Berichtszeiträume und Bezug auf die angewendeten Standards vermeiden Missverständnisse und erleichtern die Überprüfung. Hilfreich sind zudem Leitfäden zur einheitlichen Bezeichnung und zur Vermeidung irreführender Formulierungen, damit Adressaten die Aussage korrekt einordnen können.

Datenqualität und Unsicherheit

Die Qualität der Ergebnisse hängt von Repräsentativität, Vollständigkeit und Aktualität der Daten ab. Primärdaten aus der Produktion sollten, wo möglich, Sekundärdaten aus Datenbanken ergänzen oder ersetzen. Unsicherheiten sind transparent zu dokumentieren; Sensitivitätsanalysen zeigen, wie stark Ergebnisse auf Annahmen reagieren. Eine regelmäßige Fortschreibung der Datenbasis stellt sicher, dass Verbesserungen nachvollziehbar abgebildet werden.

Kennzeichnung und digitale Nachweise

Zur Nachvollziehbarkeit tragen eindeutige Kennzeichnungen, Chargenbezüge und digitale Informationsangebote bei, etwa über QR-Codes oder begleitende Produktblätter. So lassen sich Kennzahlen, Systemgrenzen und Kompensationsmengen adressatengerecht bereitstellen und bei Bedarf unabhängig prüfen.

Vor- und Nachteile von klimaneutralen Verpackungen

Die Nutzung klimaneutraler Verpackungen bietet vielfältige Vorteile. Sie leisten einen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung, stärken die Kreislaufwirtschaft und schaffen Orientierung durch messbare Kriterien. Zusätzlich können Effizienzgewinne – etwa durch optimierte Logistik, materialeffizientes Design und Energieeinsparungen – Kosten über den Lebenszyklus senken. Gleichzeitig bestehen Herausforderungen. Initiale Investitionen, Qualifikationsbedarf, Datenaufbereitung und Zertifizierungsprozesse erhöhen anfangs die Komplexität. Zudem erfordert die sachgerechte Kommunikation Aufklärung, damit das Verständnis für Systemgrenzen, Bilanzierung und Kompensation wächst. In der praktischen Umsetzung spielen zudem Lieferkettenstabilität, Datenverfügbarkeit und einheitliche Definitionen eine wichtige Rolle.

Vorteile im Überblick

  • Nachweislich verbesserte Treibhausgasbilanz durch Vermeidung, Reduktion und Kompensation.
  • Hohe Recyclingfähigkeit von Wellpappe und Integration in etablierte Stoffkreisläufe.
  • Material- und Energieeffizienz durch leichtbauorientiertes Design und optimierte Prozesse.
  • Transparenz durch Standards, Kennzahlen und regelmäßige Aktualisierung der Datenbasis.
  • Verbesserte Planbarkeit durch definierte Zielgrößen, kontinuierliches Monitoring und klare Verantwortlichkeiten.
  • Unterstützung von Kreislaufstrategien durch recyclinggerechte Gestaltung und sortenreine Stoffströme.

Herausforderungen und Grenzen

  • Anfänglicher Mehraufwand für Datenerhebung, Bilanzierung und Auditierung.
  • Investitionen in Technik, Energieversorgung und Prozessoptimierung.
  • Erforderliche Klarheit in der Auslobung (Systemgrenzen, Zeitraum, Methodik), um Fehlinterpretationen zu vermeiden.
  • Abhängigkeit von qualitätsgesicherten Kompensationsprojekten für verbleibende Restemissionen.
  • Heterogene Rahmenbedingungen in Lieferketten, die Vergleichbarkeit und Skalierung erschweren können.
  • Potenzielle Zielkonflikte zwischen Schutzfunktion, Kosten und Materialeinsparung, die sorgfältig ausbalanciert werden müssen.

Praxisnahe Maßnahmen

  • Right-sizing: Abmessungen und Materialstärken bedarfsgerecht auslegen, um Materialverbrauch und Leerraum zu reduzieren.
  • Erhöhung des Recyclingfaseranteils und Einsatz wasserbasierter Hilfsstoffe.
  • Energieeffizienzprogramme, Wärmerückgewinnung und Bezug erneuerbarer Energie.
  • Transportbündelung, verbesserte Auslastung und optimierte Packdichte zur Senkung der Transportemissionen.
  • Standardisierte Spezifikationen und Prüfpläne, um Qualität und Ressourceneinsatz stabil zu steuern.
  • Digitale Datenerfassung entlang der Wertschöpfung, um Emissionsquellen transparent zu machen und Verbesserungen zu belegen.
  • Regelmäßige Schulungen für Entwicklung, Produktion und Logistik, damit Maßnahmen wirksam und dauerhaft umgesetzt werden.

Anwendungsbeispiele

In der Versandlogistik lassen sich durch passgenaue Versandkartons Leerraum und Füllmaterial reduzieren, was Volumen, Gewicht und damit verbundene Emissionen senkt. Bei empfindlichen Gütern ermöglichen maßgeschneiderte Wellpapp-Polster konstruktiven Produktschutz ohne schwer recycelbare Verbunde. Für Lebensmittelverpackungen kann ein höherer Primärfaseranteil mit recyclinggerechtem Design kombiniert werden, um Hygieneanforderungen zu erfüllen und gleichzeitig die Kreislaufführung zu sichern.

Messgrößen, KPIs und Benchmarks

Zur Steuerung und Bewertung klimaneutraler Verpackungen haben sich ausgewählte Kennzahlen etabliert. Dazu zählen produktbezogene Emissionswerte (z. B. CO2-Äquivalente je Verpackungseinheit), Energiekennzahlen (kWh je Quadratmeter Wellpappe), Materialeffizienz (Gramm pro Nutzvolumen), Makulaturquoten, Recyclingfaseranteile und Transportemissionen je Lieferkilometer. Ergänzt werden diese durch Qualitäts- und Prozesskennzahlen, die Stabilität und Wiederholbarkeit sicherstellen. Regelmäßiges Benchmarking und Zielpfade ermöglichen eine kontinuierliche Verbesserung.

Häufige Missverständnisse

  • Klimaneutral bedeutet nicht Emissionsfreiheit: Es handelt sich um einen bilanziellen Ausgleich auf Basis definierter Systemgrenzen.
  • Leichtere Verpackung ist nicht automatisch besser: Schutzfunktion, Transportschäden und Recyclingfähigkeit sind mitzuberücksichtigen.
  • Recyclingfähig ist nicht gleich recycelt: Verfügbarkeit von Sammel- und Sortierinfrastruktur beeinflusst die tatsächliche Wiederverwertung.
  • Kompensation ersetzt keine Reduktion: Priorität haben Vermeidung und Minderung, erst danach erfolgt ein qualitätsgesicherter Ausgleich.

Zusammenfassung:

  • Klimaneutrale Verpackungen, häufig auch als umweltfreundliche oder ökologische Lösungen bezeichnet, belasten die Umwelt bilanziell nicht zusätzlich, da Emissionen entlang des Lebenswegs konsequent vermieden, reduziert und verbleibende Mengen kompensiert werden. Transparente Systemgrenzen und nachvollziehbare Daten sind dafür unerlässlich.
  • Verpackungen aus Wellpappe sind recyclingfähig und können zu großen Anteilen aus Sekundärfasern bestehen. Das reduziert den Bedarf an Primärrohstoffen und hilft, den Kohlendioxid-Fußabdruck zu minimieren. Damit eignen sie sich für Unternehmen, die messbare Klimaschutzbeiträge anstreben, ohne Funktionalität und Schutzwirkung zu vernachlässigen.
  • Eine hohe Energieeffizienz in Produktion und Aufbereitung senkt den spezifischen Energiebedarf. Zusammen mit optimierter Logistik und klarer Nachweisführung entsteht ein schlüssiger Ansatz, der ökologische Wirkung und Prozessqualität verbindet und kontinuierliche Verbesserungen ermöglicht.

Veröffentlicht am 27.06.2024
Letzte Überarbeitung am 15.12.2025 um 12:30 Uhr von Julia Kopp

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