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On-Board-Courier

Die Welt der Verpackungen ist weit und vielfältig. Eine besondere Rolle nimmt dabei die Wellpappe ein, die sich durch ihre Struktur und Eigenschaften für diverse Anwendungen eignet. Auch im Kontext des On-Board-Couriers, eine spezielle Art des Paket- und Dokumententransports, zeigt sich die Bedeutung der Wellpappe. Aufgrund ihres günstigen Verhältnisses aus Masse, Festigkeit und Dämpfung kann sie sensible Güter zuverlässig schützen, ohne unnötig Gewicht oder Volumen aufzubauen. In standardisierten Faltkarton-Bauformen ebenso wie in konstruktiven Zuschnitten ermöglicht die Wellpapp-Verpackung eine reproduzierbare Qualität, klare Kennzeichnung und eine effiziente Abwicklung entlang der gesamten Transportkette.

Im Hand-Carry-Umfeld zählen Präzision, Geschwindigkeit und Sicherheit. Daraus ergeben sich spezifische Anforderungen an die Schutzfunktion, Handhabung und Dokumentation der Sendung. Wellpapp-Lösungen verbinden geringes Eigengewicht mit hoher Stabilität und lassen sich passgenau auf das Transportgut sowie die Rahmenbedingungen des Luftverkehrs abstimmen. Ergänzend spielen Prüf- und Nachweisbarkeit (z. B. dokumentierte Übergaben, Versiegelungen), ergonomische Trageeigenschaften und eine schnelle, kontrollierte Öffnung am Zielort eine wichtige Rolle. Durch eine planbare Maßeinteilung, eindeutig definierte Außen- und Innenmaße und die Verwendung gängiger FEFCO-Bauarten lassen sich Prozesse standardisieren und Risiken minimieren.

Definition: Was versteht man unter On-Board-Courier?

Der Begriff On-Board-Courier (OBC), auch bekannt als Hand-Carry-Courier, bezeichnet eine Form des Expressgut-Transports per Luftfracht. Hierbei begleitet eine Person das Gut persönlich und trägt so zur Sicherheit und zum schnellen Transport bei. Dieser Dienst wird oft für hochwertige, sensible oder eilige Sendungen genutzt. Häufig handelt es sich um zeitkritische Ersatzteile, Versuchsmuster, vertrauliche Unterlagen oder medizinische Proben, bei denen die persönliche Aufsicht, eine lückenlose Nachverfolgbarkeit und die Minimierung von Schnittstellen im Vordergrund stehen.

Charakteristisch sind die persönliche Mitführung im Kabinengepäck oder als aufgegebenes Gepäck, eine lückenlose Übergabe- und Empfangsdokumentation (Chain of Custody) sowie eine priorisierte Abwicklung an Flughäfen. Typische Einsatzfälle sind Prototypen, Ersatzteile mit Anlagenstillstand-Relevanz, zeitkritische Dokumente oder temperatursensible Laborproben mit begrenzter Haltbarkeit. Im Fokus stehen planbare Durchlaufzeiten, geringes Beschädigungsrisiko durch reduzierte Umladungen und klare Verantwortlichkeiten entlang der Route. Eine saubere Verpackungskonzeption trägt wesentlich dazu bei, Kontrollen zu erleichtern und Beschädigungen zu vermeiden.

  • Abgrenzung: Im Unterschied zu regulärer Expressfracht bleibt die Sendung unter ständiger persönlicher Aufsicht.
  • Restriktionen: Gefahrgut, bestimmte Batterietypen oder Volumen-/Gewichtsbeschränkungen der Airline können den OBC-Einsatz einschränken.
  • Ziel: Minimierung von Laufzeitrisiken durch Umstiege, Verzögerungen oder Zollprozesse mittels persönlicher Begleitung.
  • Dokumentation: Lückenlose Nachweise zu Übergaben, Siegelbrüchen und Zollinspektionen erhöhen Transparenz und Nachverfolgbarkeit.

Einsatz von Wellpappe im On-Board-Courier-Segment

Im OBC-Segment spielt die Verpackung eine wichtige Rolle. Wegen seiner leichten und stabilen Struktur sowie der guten Dämpfungseigenschaften kommt hier oft die Wellpappe zum Einsatz. Ihre Flexibilität ermöglicht die Anfertigung maßgeschneiderter Verpackungen, die sich an die individuellen Bedürfnisse des Gutes und des Transportweges anpassen können. Durch präzise Rillungen, passgenaue Zuschnitte und definierte Faltfolgen lassen sich robuste, aber kompakte Umverpackungen realisieren, die das Öffnen und Wiederverschließen kontrollierbar machen und Inspektionen erleichtern.

Praxisrelevant sind schnelle Konfektionierung, sicheres Verschließen und eine robuste Außenhülle bei gleichzeitig geringem Volumen. Für stoß- und druckempfindliche Güter eignen sich konstruktive Innenpolster (z. B. Formeinlagen aus Karton) oder Kombinationen mit Einlagen aus Papierpolster, Schaum oder Luftkissen. Je nach Beanspruchung kommen unterschiedliche Wellenarten (z. B. B- oder C-Welle, auch Doppelwelle) zum Einsatz, um Kantenstauchwiderstand und Durchstoßfestigkeit zu erhöhen. In der Auslegung lohnt ein Blick auf ECT- und BCT-Werte, um die erforderliche Trag- und Stapelfestigkeit im Verhältnis zum Eigengewicht zu bestimmen.

Wichtig sind zudem klare Kennzeichnungen (Begleitpapiere, Empfängerangaben, Handling-Hinweise), manipulationssichere Verschlüsse (Sicherheitsbänder, Siegel) und eine platzsparende, ergonomische Ausführung für die Mitnahme durch den Kurier. Bei kabinenseitiger Mitführung sind die maximal zulässigen Außenmaße, das Gewicht und die schnelle Zugänglichkeit an Sicherheitskontrollen zu berücksichtigen. Transparente Dokumententaschen, gut lesbare Labels und eindeutige Pfeil- oder Lagehinweise erleichtern die reibungslose Kontrolle, ohne die Recyclingfähigkeit der Wellpappe zu beeinträchtigen.

Typische Wellpapp-Konzepte für Hand-Carry

Bewährt haben sich kompakte Faltkartons (z. B. Standard-Bauformen), verstärkte Einstecklaschen für häufiges Öffnen, innen liegende Fixierungen gegen Bauteilbewegung und zusätzliche Kanten- bzw. Eckverstärkungen. Bei sehr empfindlichen Inhalten unterstützen Sandwich-Aufbauten aus Doppelwelle mit integrierten Kartonformteilen die Lastverteilung und reduzieren Stoßspitzen. Für Mehrfachflüge mit Umstiegen empfiehlt sich ein Verschlusskonzept aus querliegenden, faserverstärkten Bändern und nummerierten Siegeln zur Nachweisführung.

Produktion und Nachhaltigkeit von Wellpappe

Die Wellpappe besteht in der Regel aus drei Schichten Recyclingpapier und ist somit ein umweltfreundliches Produkt. Durch den Einsatz von wasserbasierten Klebstoffen und Farben, sowie die Möglichkeit des Recyclings nach Gebrauch, weist sie eine gute Umweltbilanz auf. Das ist gerade im Hinblick auf die steigenden Anforderungen an das Thema Nachhaltigkeit im Verpackungsbereich ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Die sortenreine Materialzusammensetzung unterstützt etablierte Sammel- und Verwertungssysteme und erleichtert eine rückstandsarme Entsorgung am Zielort.

In der Herstellung kommen überwiegend Recyclingfasern mit Stärkeklebern zum Einsatz. Der Materialkreislauf ist etabliert, die Sortenreinheit erleichtert die Wiederverwertung. Für den OBC-Kontext relevant sind zudem Aspekte wie Gewichtsreduktion bei ausreichender Stabilität, minimierte Materialvielfalt (Monomaterial) und eine einfache Entsorgung am Zielort. Drucke und Markierungen erfolgen zumeist wasserbasiert und dienen der eindeutigen Identifikation ohne die Recyclingfähigkeit nennenswert zu beeinträchtigen. Durch optimierte Flächengewichte und passende Wellenprofile lässt sich Material einsparen, während die notwendige Schutzfunktion und die geforderte Kantenstauchfestigkeit erhalten bleiben.

Technische Anforderungen im OBC-Kontext

Aufgrund der Transportkette im Passagierflugverkehr ergeben sich besondere Belastungen: mehrfache Handhabung, enge Stauräume, Vibrations- und Stoßereignisse beim Ein- und Ausladen sowie Klimaschwankungen zwischen Vorfeld und Kabine. Daraus leiten sich folgende Anforderungen ab:

  • Stabilität: ausreichender Kantenstauchwiderstand und Durchstoßschutz, insbesondere an Kanten und Ecken.
  • Dämpfung: geeignete Innenpolster zur Reduktion von Fall- und Stoßbelastungen.
  • Verschluss: formstabile, sicher verplombte oder versiegelte Verschlüsse; möglichst ohne überstehende Elemente.
  • Handhabung: griffgünstige Bauform, eindeutige Orientierung, klare Kennzeichnung, optional Aufreißfäden oder Perforation für schnelle, kontrollierte Öffnung am Zielort.
  • Klimabeständigkeit: ausreichende Festigkeit auch bei moderater Luftfeuchte und Temperaturschwankungen.
  • Maßhaltigkeit: Einhaltung zulässiger Außenmaße für Kabine oder Aufgabegepäck; Innenmaße so auslegen, dass Bauteile fixiert und Hohlräume minimiert werden.
  • Dokumentenschutz: Aufnahme von Begleitpapieren in geschützten Sichttaschen; Siegelnummern und Übergaben eindeutig zuordnen.

Best Practices: Auslegung und Vorbereitung

Eine zweckmäßige Auslegung beginnt bei der Risikoanalyse: Was ist das Schadensszenario (Stoß, Druck, Feuchte), welche maximale Fallhöhe ist anzunehmen, wo liegen die empfindlichen Bereiche des Inhalts? Daraus folgen Wandstärkenwahl, Wellenprofil, Innenpolster und Verschlusskonzept. Zusätzlich empfiehlt sich eine Konditionierung unter typischen Umgebungseinflüssen (Temperatur, Luftfeuchte), um die Festigkeit der Wellpapp-Verpackung realitätsnah zu bewerten und das Verhältnis aus Schutzwirkung und Gewicht zu optimieren.

  1. Maßfindung: Außen- und Innenmaße so wählen, dass sich Hohlräume minimieren und Bauteile formschlüssig fixiert sind.
  2. Innenausstattung: Bauteile trennen, empfindliche Flächen schützen, Hohlräume definieren und gezielt polstern.
  3. Verschließen und Versiegeln: quer zur Öffnung mit faserverstärktem Band, Siegel oder Plombe; Übergabe dokumentieren.
  4. Kennzeichnen: Empfänger, Flugdetails, Begleitdokumente und eventuelle Temperatur- oder Lagehinweise sichtbar anbringen.
  5. Praxistest: kurzer Fall- und Handhabungstest vor Abflug, um Sitz und Fixierung zu prüfen.

Für die Wahl des Polstermaterials unterstützen praxisnahe Richtwerte, wobei die tatsächliche Empfindlichkeit des Inhalts ausschlaggebend ist. Ergänzend lohnt ein Blick auf geeignete Füll- und Polstersysteme für den OBC-Einsatz, um Dämpfung, Volumen und Gewicht ausgewogen abzustimmen. Sinnvoll sind Checklisten für Zollpapiere, Siegelnummern und Übergabepunkte, damit die Verpackung die Abläufe unterstützt und keine Verzögerungen verursacht. Wo möglich, erleichtern modulare Einsätze (Trays, Zwischenlagen) die Wiederverwendung und helfen, Prozesse zu standardisieren.

Praxisbeispiele für OBC-Verpackungen aus Wellpappe

Für Prototypen mit empfindlichen Oberflächen eignen sich formschlüssige Kartoneinlagen, die Kontaktpunkte entkoppeln und Mikrobewegungen reduzieren. Bei Ersatzteilen mit hoher Kantenlast sorgt eine Doppelwelle mit zusätzlicher Kantenverstärkung für ausreichenden Durchstoß- und Stauchschutz. Zeitkritische Dokumente profitieren von flachen, stabilen Umschlägen aus Feinwelle mit manipulationssicherem Verschluss und eindeutiger Kennzeichnung. Für temperatursensible Proben lassen sich Wellpapp-Umverpackungen mit integrierten Isoliereinlagen und sicheren Halterungen kombinieren, um Kühlpacks zu fixieren und Kondenswasser von Dokumenten fernzuhalten.

Rechtliche und operative Rahmenbedingungen

Im OBC-Kontext sind Airline-Vorgaben, Sicherheitsvorschriften und länderspezifische Zollbestimmungen zu beachten. Dazu zählen Volumen- und Gewichtslimits, Beschränkungen für Lithium-Batterien, Vorgaben zu Flüssigkeiten sowie Anforderungen an eine schnelle Inspektion. Verpackungen aus Wellpappe unterstützen diese Anforderungen durch klare Beschriftung, saubere Trennung von Dokumenten und Inhalt sowie gut zugängliche Öffnungen für Kontrollen. Eine konsistente Kennzeichnung mit Lagepfeilen, Fragile-Hinweisen und Empfängerdaten erleichtert sowohl Sicherheitskontrollen als auch die zügige Übergabe am Zielort.

Vor- und Nachteile von On-Board-Courier

Der Einsatz von On-Board-Couriers bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Zu den Vorteilen gehört die schnelle und sichere Zustellung der Sendungen. Zudem können durch die persönliche Begleitung Verzögerungen, zum Beispiel durch den Zoll, minimiert werden. Auf der Kehrseite stehen die Kosten, die für diesen Dienst anfallen, da jeder Flug individuell gebucht und das Personal geschult werden muss. Auch sind nicht alle Güter für den Transport als Handgepäck geeignet. Eine robuste, klar gekennzeichnete Wellpapp-Verpackung trägt dazu bei, Risiken zu reduzieren und die Abwicklung an Kontrollpunkten zu beschleunigen.

  • Vorteile: sehr geringe Laufzeiten, persönliche Überwachung, reduzierte Schnittstellen, flexible Routenwahl bei Störungen.
  • Nachteile: höhere Gesamtkosten, beschränkte Volumina und Gewichte, regulatorische Limits (z. B. Gefahrgut), Abhängigkeit von Flugplänen und Visa.
  • Planung: sorgfältige Vorabklärung der Airline-Vorgaben und Gepäckregeln, um Umverpackungen oder Umladungen zu vermeiden.
  • Risikomanagement: eindeutige Siegel, dokumentierte Übergaben, definierte Notfallrouten und vorbereitete Ersatzverpackungen erhöhen die Prozesssicherheit.

Zusammenfassung:

  • On-Board-Courier Dienstleistungen bieten eine individuelle und handgeführte Transportmöglichkeit für sehr wichtige Güter, die eine schnelle Zustellung erfordern. Gut geeignet für sensible Verpackungen aus Wellpappe.
  • Der neue Trend hinter dem On-Board-Courier-Service stellt hohe Anforderungen an die Verpackungsindustrie. Denn die Ware soll sicher, kompakt und gut geschützt transportiert werden, perfekt für robuste Wellpapp-Verpackungen.
  • Ein On-Board-Kurier ermöglicht es den Unternehmen nicht nur, kritische Fracht zeitnah zu liefern, sondern auch ihren CO2-Fußabdruck zu verbessern. Gut verpackte Güter benötigen weniger Raum, wodurch der Transporteffizienz gesteigert und CO2-Emissionen verringert werden können.
  • Für die Praxis entscheidend sind passgenaue Maße, geeignete Innenpolster und manipulationssichere Verschlüsse, abgestimmt auf Handhabung, Flugsegment und Zielort.
  • Nachhaltige Materialwahl, klare Kennzeichnung und eine kurze Belastungsprüfung vor Abflug erhöhen die Erfolgssicherheit im OBC-Einsatz.
  • Die Auswahl des passenden Wellenprofils, ausreichend hoher Kantenstauchwiderstand und eine ergonomische Bauform erleichtern Handhabung, Kontrolle und Zustellung im Hand-Carry.

Veröffentlicht am 17.06.2024
Letzte Überarbeitung am 24.10.2025 um 12:37 Uhr von Manuel Hofacker

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