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Top-Seal-Verpackung
Vom kleinen Onlinehändler bis hin zum großen Kaufhaus – die Top-Seal-Verpackung hat sich als verlässliche Lösung in der Branche der Wellpapp-Verpackungen etabliert. Ihre Beliebtheit rührt von ihrer Vielseitigkeit, Langlebigkeit und Anpassungsfähigkeit her. Mit nur geringen Anpassungen kann sie den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden. Sie ermöglicht eine reproduzierbare, manipulationssichere Oberflächenversiegelung, unterstützt eine effiziente Automatisierung von Packprozessen und verbessert den Schutz vor Staub, Feuchtigkeit und mechanischen Einwirkungen. Im Unterschied zu einfach eingesteckten Deckellaschen bietet die Deckelsiegelung eine klar definierte Schließlinie und damit eine hohe Prozesssicherheit, die insbesondere bei hohen Versandvolumina und standardisierten Abläufen relevant ist. Darüber hinaus begünstigt die gleichmäßige Kraftübertragung am Deckel eine stabile Stapelung im Transport- und Lagerverbund, was Bruch- und Öffnungsschäden reduziert und gleichbleibende Packqualität über gesamte Lieferketten hinweg unterstützt.
Definition: Was versteht man unter einer Top-Seal-Verpackung?
Die Top-Seal-Verpackung, oft auch als Obersiegelpackung bezeichnet, ist eine besondere Form der Verpackung, bei der der obere Bereich der Verpackung, der sogenannte „Top“, durch eine Siegelmethode verschlossen wird. Typischerweise erfolgt dies durch Auftrag eines Klebstoffes (z. B. Hotmelt oder Dispersionsklebstoff), durch hitzeaktiviertes Siegelmaterial oder mittels druckempfindlicher Klebesysteme. Anders als bei reinen Steckverschlüssen entsteht eine dauerhafte Verbindung der Deckelpartien, die je nach Ausführung als aufreißbar (mit Öffnungshilfe) oder zerstörend ausgelegt sein kann. In Kombination mit Wellpappe wird der Kartonkörper meist gefaltet, vorgeklebt und anschließend im oberen Bereich versiegelt; hermetische Dichtheit ist in der Regel nicht das Ziel, jedoch wird eine deutliche Reduktion des Eintrags von Partikeln und Feuchtigkeit erreicht. Nicht zu verwechseln ist dies mit Folien-Top-Seals auf Schalen, bei denen eine flexible Folie auf einen starren Rand versiegelt wird – bei Top-Seal-Lösungen aus faserbasiertem Material werden die oberen Deckelzonen der Kartonage miteinander verbunden.
Als Siegelverschluss im oberen Packbereich zeichnet sich die Top-Seal-Verpackung durch eine stoffschlüssige Verbindung aus. Die Auslegung reicht von lösbaren Peel-Systemen mit definiertem Faserabriss bis hin zu hochfesten Verbindungen für lange Transportwege. Ergänzend können Perforationen, Aufreißfäden oder integrierte Streifen eingesetzt werden, um eine kontrollierte Erstöffnung zu gewährleisten, ohne die Struktur der Wellpappe unnötig zu schwächen. Maßgeblich für das Ergebnis sind die Abstimmung von Material, Klebstoff, Temperaturfenster, Anpressdruck und Verweilzeit an der Siegelstation.
Einsatzgebiete der Top-Seal-Verpackung
Die Einsatzgebiete der Top-Seal-Verpackung sind weitreichend. Aufgrund ihrer Flexibilität wird sie in einer Vielzahl von Branchen eingesetzt. Ob in der Lebensmittelindustrie (z. B. für trockene und verpackte Güter als Umverpackung), im Elektronikbereich oder in der Pharmaindustrie – eine Top-Seal-Verpackung sorgt für einen sicheren Transport und Schutz der verpackten Waren. Das spezielle Siegelverfahren stellt sicher, dass der Inhalt der Verpackung zuverlässig vor äußeren Einflüssen wie Staub, Feuchtigkeit oder Erschütterungen geschützt ist. Zusätzlich unterstützt die definierte Schließnaht eine einfache Integritätserkennung (Manipulationsschutz), etwa durch Aufreißindikatoren oder Sollbruchstellen.
- Lebensmittel: Transport- und Umverpackungen für trockene Produkte, Beutel- oder Dosenbündel in einer schützenden Kartonage mit gesiegeltem Deckel.
- Elektronik: Versand empfindlicher Komponenten, oft mit antistatischen Inlays und gesiegeltem Verschluss zur Reduktion von Staub und versehentlichem Öffnen.
- Pharma und Kosmetik: Sekundärverpackungen mit manipulationssicherer Deckelversiegelung für eine eindeutige Erstöffnungsanzeige.
- E-Commerce und Fulfillment: Standardisierte Schachteln mit automatisierbarem Top-Seal für hohe Durchsätze und verlässliche Verschlussqualität.
- Industriegüter: Packstücke mit erhöhten Anforderungen an Deckelfestigkeit, z. B. bei stapelnden Transporten und längeren Lieferketten.
- Medizintechnik und Laborbedarf: Schachteln mit definierter Siegelnaht zur Sicherung von Proben und Komponenten, häufig mit Kennzeichnungspflichten.
- Automotive und Ersatzteile: Robuste Versiegelung für vibrationsintensive Transporte, kombiniert mit Fixier- oder Formteilen.
In regulierten Bereichen sind zusätzlich Rückverfolgbarkeit, eindeutige Kennzeichnungen und dokumentierte Öffnungsindikationen bedeutsam. Die Top-Seal-Verpackung unterstützt solche Anforderungen durch klar sichtbare Nahtbilder, reproduzierbare Parameter und optional integrierte Merk- oder Codefelder.
Herstellung einer Top-Seal-Verpackung
Die Herstellung einer Top-Seal-Verpackung beginnt mit dem Zuschnitt der benötigten Wellpappe. Die Wellpappe wird dann zu einem Karton geformt und der obere Teil wird versiegelt. Dies kann entweder durch einen geeigneten Klebstoff oder durch ein Hitzeversiegelungsverfahren erreicht werden, bei dem die beiden Teile der Verpackung durch Erwärmung miteinander verbunden werden. Der Prozess ist schnell und effizient und ermöglicht eine hohe Produktionsrate. In der Praxis umfasst der Ablauf mehrere Schritte, die von Materialauswahl bis zur Qualitätskontrolle reichen. Entscheidend ist die exakte Führung der Deckelklappen, damit die Schließnaht gleichmäßig, sauber und mit konsistenter Breite ausgebildet wird.
- Zuschnitt und Rillen: Herstellung des Zuschnitts mit Rilllinien für saubere Faltungen, abgestimmt auf Wellenart (z. B. E-, B- oder Doppelwelle) und Flächengewicht.
- Vorkleben/Seitennaht: Bildung des Grundkörpers (z. B. nach gängigen Bauarten), häufig mit Klebelasche.
- Befüllung: Einlegen des Produkts oder von Produkteinlagen (Formteile, Polster, Fixierungen), optional mit zusätzlicher Staubschutzlage.
- Deckelgestaltung: Falten der oberen Klappen, Ausrichten der Siegelzonen und Vorbereitung der Schließnaht.
- Versiegelung: Auftrag von Hotmelt oder Aktivierung eines Siegelsystems; Festlegung von Temperatur, Anpressdruck und Zeit für reproduzierbare Ergebnisse.
- Qualitätssicherung: Prüfung der Siegel- bzw. Klebefestigkeit, Sichtkontrolle der Naht und Überwachung der Prozessparameter.
- Konditionierung: Anpassung von Material und Packgut an das Zielklima (Feuchte/Temperatur), um konstante Ergebnisse über Schichten und Chargen zu sichern.
- Dokumentation: Erfassung von Prozessdaten, Chargen der Klebstoffe und Freigabekriterien für eine lückenlose Rückverfolgbarkeit.
Planung und Auslegung
Für eine verlässliche Deckelsiegelung sind konstruktive Details entscheidend: ausreichende Überlappung der Deckelzonen, geeignete Klebstoffauswahl (z. B. offene Zeit, Viskosität), definierter Anpressdruck sowie eine stabile Führung in der Maschine. Sitz und Geometrie von Öffnungshilfen (Aufreißfaden, Laschen) sollten so ausgelegt sein, dass sich das Packstück kontrolliert und ohne übermäßige Faserausrisse öffnen lässt. Auch Toleranzen, Materialfeuchte und klimatische Bedingungen wirken sich auf das Ergebnis aus. Weiterführende Informationen zu Abmessungen in der Verpackungstechnik helfen bei der Dimensionierung von Zuschnitten, Überlappungen und Verschlussbereichen. Ergänzend empfiehlt sich eine frühe Bemusterung mit realen Produkten und variierenden Klimaszenarien, um das Prozessfenster (Temperatur, Druck, Zeit) zu bestimmen und Lastfälle wie Fall, Vibration und Stapeldruck abzusichern.
Varianten und Ausstattungen
- Öffnungshilfen: Integrierte Aufreißstreifen oder Laschen für definierte Erstöffnung ohne Werkzeug.
- Rücksendeverschluss: Zweiter Klebestreifen im oberen Bereich für einfache Retourenabwicklung.
- Spezielle Perforationen: Sollbruchstellen zur Manipulationsanzeige oder erleichterten Entnahme des Inhalts.
- Verstärkte Deckelzonen: Zusätzliche Lagen oder Laschen für höhere Reiß- und Scherfestigkeiten.
- Sichtfenster: Optional mit Folie hinterlegt, wenn Sichtkontrolle gewünscht ist (unter Berücksichtigung der Recyclingfähigkeit).
- Inlays und Fixierungen: Formteile, Polster oder Fixierbänder zur stabilen Lage des Produkts während des Transports.
- Kantenversiegelung: Erweiterte Nahtführung bis in die Eckbereiche, um Öffnungsspitzen bei hohen Lasten zu vermeiden.
- Kennzeichnung: Druckfelder oder Codierungen für Chargen, Mindesthaltbarkeitsdaten oder Integritätsnachweise.
Qualitätssicherung und Prüfungen
Die Funktionsfähigkeit des Top-Seal-Verschlusses wird über geeignete Prüfungen abgesichert. Dazu zählen Zug- und Scherprüfungen der Naht (Peel- und Scherfestigkeit), regelmäßige Prozessfähigkeitsnachweise (Temperatur, Druck, Zeit), Klimakonditionierung vor Prüfungen sowie stichprobenartige Öffnungstests zur Bewertung von Handhabung und Faserausriss. Ergänzend können Stapel- und Transportprüfungen durchgeführt werden, um die Wechselwirkung zwischen Deckelsiegelung und Gesamtstabilität des Packstücks zu bewerten. In der Praxis haben sich zudem 180°-Peeltests, Schälversuche mit konstanter Vorschubgeschwindigkeit und Sichtprüfkataloge für Nahtbild, Klebstoffbenetzung und Faserabriss etabliert. Statistische Prozesskontrollen (z. B. Cp/Cpk) helfen, Parameterdrift frühzeitig zu erkennen.
Nachhaltigkeitsaspekte und Entsorgung
Der Einsatz von Klebstoffen und hitzeaktivierten Systemen beeinflusst die Recyclingfähigkeit von faserbasierten Packmitteln. In der Auslegung sollte daher auf eine materialeffiziente Klebstoffdosierung, gut trennbare Systeme und möglichst homogene Materialkombinationen geachtet werden. Wasserbasierte Klebstoffe und schmale Auftragspuren erleichtern die Faserstoffrückgewinnung. Werden Sichtfensterfolien oder zusätzliche Materialien integriert, ist deren Einfluss auf den Sortier- und Aufbereitungsprozess zu berücksichtigen. Ziel ist ein funktionsgerechtes, ressourcenschonendes Design mit klarer Kennzeichnung der Entsorgungswege. Darüber hinaus können energieeffiziente Siegelaggregate, kurze Aufheizzeiten und temperaturoptimierte Prozesse den Ressourcenbedarf senken, ohne die Funktion der Deckelsiegelung zu beeinträchtigen.
Abgrenzung zu ähnlichen Verschlussarten
Top-Seal-Verpackungen mit gesiegeltem Deckel unterscheiden sich von rein mechanischen Verschlüssen (z. B. Steck- oder Krempellaschen) durch die stoffschlüssige Verbindung der Deckelzonen. Gegenüber Folien-Top-Seals auf Schalen (Lidding) bestehen Unterschiede in Materialkombination und Dichtanforderung: Bei kartonbasierten Lösungen steht die sichere, reproduzierbare Schließung und der Schutz vor Verunreinigung im Vordergrund, nicht zwingend eine gas- oder flüssigkeitsdichte Barriere. Verglichen mit Klebebandverschlüssen reduziert die integrierte Deckelsiegelung das Risiko ungleichmäßiger Bandlagen, Kantenüberständen und Ablösungen bei Klimawechseln, setzt jedoch eine exakte Maschinenausrichtung und stabile Prozessführung voraus.
Vor- und Nachteile der Top-Seal-Verpackung
Zu den Vorteilen der Top-Seal-Verpackung zählt unter anderem ihre hohe Stabilität. Die spezielle Versiegelungstechnik sorgt für einen festen Halt und hohen Schutz des Inhalts, selbst beim Versenden schwerer oder zerbrechlicher Gegenstände. Weiterhin bietet die Top-Seal-Verpackung eine klare Produktpräsentation und kann leicht bedruckt werden, wodurch sie sich für eine präzise Kennzeichnung eignet. Zusätzlich erlaubt die definierte Schließnaht eine konsistente Bedienung an automatisierten Linien und erleichtert die visuelle Inspektion in der Qualitätssicherung.
- Prozesssicherheit: Definierte Schließnaht, gute Reproduzierbarkeit in automatisierten Linien.
- Integrität: Manipulationsanzeige und Erstöffnungsnachweis möglich.
- Transportschutz: Geringeres Risiko unbeabsichtigter Öffnungen, verbesserter Staub- und Feuchtigkeitsschutz.
- Handhabung: Integrierte Öffnungshilfen und Rücksendeverschlüsse vereinfachen Nutzung und Retouren.
- Stapelbarkeit: Gleichmäßige Kraftübertragung am Deckel unterstützt die Lastverteilung im Verbund.
- Effizienz: Reduzierte Nacharbeit durch saubere Nahtbilder und geringe Varianz an der Schließstelle.
- Konsistenz: Einheitliche Verschlussqualität unabhängig von Bedienereinfluss bei korrekt eingestellter Anlage.
Die Nachteile der Top-Seal-Verpackungen sind jedoch nicht zu vernachlässigen. Der größte Nachteil ist der Einsatz von Klebstoffen oder hitzebasierten Systemen bei der Versiegelung, was Auswirkungen auf die Umwelt haben kann. Weiterhin sind die Kosten für die Herstellung einer Top-Seal-Verpackung im Vergleich zu anderen Verpackungstypen höher, besonders bei kleineren Stückzahlen. Zusätzlich erfordern Einrichtung, Prozessüberwachung und Wartung spezifisches Know-how, um stabile Ergebnisse zu erzielen.
- Material- und Energieeinsatz: Klebstoffverbrauch und Wärmebedarf erhöhen den Ressourcenbedarf.
- Investitions- und Rüstaufwand: Zusätzliche Aggregate (z. B. Hotmelt) und Prozessüberwachung erforderlich.
- Recyclingaspekte: Klebstoffreste können die Faserstoffaufbereitung beeinflussen; Dosierung und Systemwahl sind entscheidend.
- Öffnungsverhalten: Ohne Öffnungshilfe kann die Erstöffnung erschwert sein; geeignete Features sind einzuplanen.
- Losgrößenabhängigkeit: Bei kleinen Stückzahlen wirkt der Mehraufwand stärker kostenrelevant.
- Komplexität: Enges Prozessfenster bei empfindlichen Kartonqualitäten kann zusätzliche Prüfzyklen notwendig machen.
- Thermische Einflüsse: Konzentration von Wärme im Deckelbereich kann bei falscher Einstellung zu Verzug führen.
Maschinentechnik und Automatisierung
Für die Top-Seal-Verpackung kommen Falt- und Schließmodule mit integrierten Siegel- oder Klebeaggregaten zum Einsatz. Relevante Parameter sind Bahnführung, Klappenpräzision, Auftragsmuster (Punkte, Raupen, Linien) sowie die Synchronisation von Fördereinheiten und Pressstationen. Sensorik zur Temperatur- und Drucküberwachung, Kamerasysteme zur Nahtkontrolle und automatische Ausschleusung fehlerhafter Packstücke erhöhen die Prozessfähigkeit. Je nach Layout sind Inline-Lösungen mit Durchlaufbetrieb oder getaktete Stationen mit definierter Verweilzeit sinnvoll.
Material- und Klebstoffauswahl
Die Auswahl des Wellpappetyps (Wellenart, Linerqualität, Flächengewicht) beeinflusst Benetzung und Faserabriss. Bei Klebstoffen kommen u. a. Hotmelt-Systeme (z. B. auf EVA- oder PO-Basis) mit kurzer Abbindezeit, Dispersionsklebstoffe mit höherer Feuchteverträglichkeit sowie druckempfindliche Systeme (PSA) für Rücksendeverschlüsse zum Einsatz. Wichtig sind offene Zeit, Viskosität, Auftragstemperatur und Verträglichkeit mit Recyclingströmen. Für hitzeaktivierbare Lacksysteme sind Aktivierungstemperaturen, Kontaktzeit und Oberflächenenergie der Substrate abzustimmen.
Normen und Kennwerte
Zur Auslegung und Verifizierung werden Kennwerte der Wellpappe wie Durchstoß-, Kanten- und Stapelfestigkeit herangezogen. Ergänzend dienen praxisnahe Prüfszenarien wie Fall-, Schwing- und Kantenstoßtests der Absicherung. Für die Siegelnaht sind Peel- und Scherfestigkeiten, Nahtbreite und gleichmäßige Klebstoffverteilung maßgeblich. Prozessbegleitende Checklisten mit Grenzmusterkatalog, Prüfhäufigkeiten und Klimavorgaben unterstützen gleichbleibende Qualität.
Fehlersuche und Optimierung
Typische Abweichungen sind unvollständige Benetzung (zu geringe Temperatur oder zu hohe Viskosität), Verschmierungen (Überdosierung), Wellenbruch an Rilllinien (zu hoher Pressdruck) oder ungleichmäßige Nahtbreiten (Fehlausrichtung der Klappen). Abhilfe schaffen nachjustierte Rillgeometrien, optimierte Auftragspfade, geänderte Düsentechnik, verbesserte Führungselemente oder eine Anpassung des Prozessfensters. Eine kontrollierte Klimaführung der Wellpappe stabilisiert das Öffnungsverhalten und reduziert Faserabrisse außerhalb der Sollbereiche.
Lagerung und Klima
Wellpappe und Klebstoffe sollten im empfohlenen Klimafenster gelagert und verarbeitet werden. Schwankungen in Temperatur und relativer Luftfeuchte beeinflussen Benetzung, Abbindezeiten und Fasereigenschaften. Vor allem bei saisonalen Wechseln ist eine erneute Parametrierung sinnvoll, um die geforderte Nahtqualität und das definierte Öffnungsverhalten konstant zu gewährleisten.
Zusammenfassung:
- Die Top-Seal-Verpackung ist eine Lösung, bei welcher der Deckel oder die obere Schicht der Verpackung versiegelt wird, um die Sicherheit des Produktes zu gewährleisten und Verunreinigungen zu reduzieren.
- Sie wird oft in Kombination mit Wellpappe verwendet, welche als sehr stabil gilt und dadurch die Robustheit der Verpackung erhöht und das Produkt vor Schäden schützt.
- Mit der Option der individuellen Bedruckung dieser Art von Verpackungen können klare Kennzeichnungen, Hinweise zum Öffnen und eindeutige Integritätsmerkmale umgesetzt werden.
- Die Deckelsiegelung bietet verlässliche Integrität, unterstützt automatisierte Prozesse und reduziert das Risiko unbeabsichtigter Öffnungen im Versand.
- Bei Planung und Herstellung sind Materialwahl, Klebstoffparameter und konstruktive Details der Siegelzone entscheidend für Qualität und Reproduzierbarkeit.
- Nachhaltigkeitsaspekte betreffen Klebstoffeinsatz und Materialkombinationen; ein recyclingfreundliches Design verbessert die Aufbereitung.
- Prüfkonzepte mit Peel-/Scherwerten, Nahtbildkontrolle und Klimakonditionierung sichern die Funktionsfähigkeit im gesamten Prozessfenster ab.
Veröffentlicht am 22.05.2025
Letzte Überarbeitung am 11.11.2025 um 11:08 Uhr von Sebastian Würth