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Umreifungsmaschine
Beim Thema Verpackung und Transportsicherung spielt die Umreifungsmaschine eine entscheidende Rolle. Sie ist bei der Nutzung von stabilen und sicheren Verpackungsmaterialien, wie Wellpappe, ein wichtiges Gerät. Durch sie wird die Wellpappe optimal gesichert und das Gut ist bereit für den Versand. Zusätzlich hilft die Umreifung dabei, Lasten formstabil zu halten, Kräfte gleichmäßig über die Kanten von Kartonagen zu verteilen und die Ladungssicherung auf Paletten normgerecht zu unterstützen.
Im betrieblichen Alltag wird die Umreifung genutzt, um Packstücke zuverlässig zu bündeln, Kartonagen zu schließen oder Einheiten auf Transporthilfsmitteln gegen Verrutschen zu sichern. Im Vergleich zu Klebebändern oder reiner Folienwicklung erzeugt die bandbasierte Sicherung eine definierte, reproduzierbare Haltekraft und ermöglicht gleichzeitig ein sauberes Öffnen sowie ein kontrolliertes Handling entlang der gesamten Lieferkette. Zudem lässt sich die Vorspannung des Bands präzise einstellen, sodass sowohl empfindliche Wellpappverpackungen als auch robuste Versandstücke materialgerecht behandelt werden.
Definition: Was versteht man unter einer Umreifungsmaschine?
Als Umreifungsmaschine, auch bekannt unter den Bezeichnungen Bandumreifungsmaschine oder Bandspanner, versteht man ein Gerät, das in der Verpackungs- und Versandbranche Anwendung findet. Diese Maschinen sind darauf ausgelegt, eine sichernde Umreifung um einen Gegenstand oder ein Paket herum anzubringen. Die Umreifungsmaschine nutzt hierfür spezielle Kunststoff- oder Stahlbänder, die eng um das Produkt gelegt und zugezogen werden. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass das Verpackungsgut stabil und sicher ist – speziell bei Produkten, die in Wellpappe verpackt sind. Je nach Gerätekonzept kommen geregelte Antriebe für die Bandspannung, präzise Bandführungen und automatische Verschlussaggregate zum Einsatz, um eine gleichmäßige, materialschonende Umreifung sicherzustellen.
Der Prozess umfasst typischerweise drei Schritte: Zuführung und Positionierung des Bands, Erzeugen der Bandspannung sowie den Verschluss. Je nach Ausführung erfolgt der Verschluss durch Reibschweißen/Friktionsschweißen (PP/PET), Thermoschweißen oder mittels Hülsen/Klemmen (bei Stahlband). Wichtige Baugruppen sind Bandmagazin, Bandführung, Spann- und Schneidaggregat sowie Sensorik zur Erkennung des Packguts. Für eine passgenaue Anwendung sind Material, Bandbreite und eingestellte Spannkraft auf das Packstück abzustimmen; hierzu bieten weiterführende Informationen zu Abmessungen und maßhaltigen Packstücken eine nützliche Orientierung. Ergänzend können Funktionen wie Soft-Touch-Anlauf, automatische Bandnachspannung bei Materialkriechen und kontrollierte Schweißzeitregelung die Prozessqualität erhöhen.
Bandmaterialien im Überblick:
- PP-Band (Polypropylen): flexibel, für leichte bis mittlere Packgüter, gute Schweißbarkeit.
- PET-Band (Polyester): höhere Dehnungs- und Rückstellwerte, für mittlere bis schwere Lasten.
- Stahlband: sehr hohe Festigkeit, für scharfkantige, schwere Güter und Langgut.
- Papierband/biobasierte Varianten: für spezifische Anwendungen und recyclingfreundliche Lösungen.
- Textil- und Kompositband (gewebt/verbundverstärkt): stoßabsorbierend, schonend für empfindliche Kanten, häufig mit Klemmenverschluss.
- Monomaterial-Varianten: erleichtern sortenreines Recycling und reduzieren den Materialmix im Entsorgungsprozess.
Einsatzbereiche von Umreifungsmaschinen
Die Umreifungsmaschinen kommen in verschiedenen Industrien zum Einsatz. Ob in der Lebensmittelindustrie, in der pharmazeutischen Industrie oder in der Baubranche, überall dort, wo Güter zum Versand verpackt werden, sind die Anwendungsbereiche für Umreifungsmaschinen gegeben. Insbesondere bei Versandgütern, die in Wellpappe verpackt sind, gewährleisten Umreifungsmaschinen eine zusätzliche Stabilität und Sicherung. Auch in der Konsumgüter-, Holz- und Papierindustrie sowie im Automotive-Aftermarket werden Kartonagen gebündelt, Ladeeinheiten formschlüssig gesichert und Packstücke für innerbetriebliche Transporte vorbereitet.
Weitere typische Bereiche sind E-Commerce-Fulfillment, Druck- und Papierverarbeitung, Möbel- und Metallindustrie sowie Logistikzentren. Hier dienen Umreifungen dem Schließen von Kartons, dem Bündeln von Teilmengen, der Ladeeinheitensicherung und der formschlüssigen Fixierung empfindlicher Produkte. Auch bei Serienfertigung mit hohen Taktzahlen ermöglichen automatische Liniengeräte eine konsistente Packqualität. Neben der Stabilisierung reduzieren Umreifungen Folienverbräuche, unterstützen standardisierte Prüfprozesse und erleichtern ein sauberes Öffnen am Zielort.
Typische Anwendungsbeispiele
- Umreifung von Kartonagen aus Wellpappe zur Deckel- und Bodenfixierung.
- Bündeln von Druckerzeugnissen, Profilen, Rohren oder Langgut.
- Stabilisierung von mehrteiligen Sets oder Gebinden in der Kommissionierung.
- Zusätzliche Sicherung von Packstücken vor dem Umschlag und Transport.
- Vermeidung von Aufwölbungen bei prall gefüllten Kartons durch definierte Bandspannung.
- Querverstrebung von Palettenlagen zur Erhöhung der Transportstabilität bei wechselnden Lastschwerpunkten.
- Formhaltige Sicherung empfindlicher Oberflächen durch kantenschonende Bandlage und Kantenschutzprofile.
Funktionsweise und Arten von Umreifungsmaschinen
Umreifungsmaschinen arbeiten entweder halbautomatisch oder vollautomatisch. Bei halbautomatischen Modellen legt der Operator das Umreifungsband manuell um das Paket und führt es in die Maschine ein. Diese verspannt das Band und verschließt es. Vollautomatische Modelle hingegen benötigen keinen Operator. Sie umreifen das Packstück selbstständig. Ergänzend bieten viele Systeme Parameter-Setups für wiederkehrende Produkte, kontrollierte Spannrampe für empfindliche Verpackungen sowie Funktionen zur Bandrestoptimierung.
Bauarten und Ausprägungen
- Tisch- und Halbautomaten: kompakt, flexibel einsetzbar, geeignet für variierende Losgrößen und Formate.
- Bügelautomaten (Arch-Maschinen): definierter Bandverlauf über einen Bügel, hohe Taktleistung und reproduzierbare Qualität.
- Inline-Vollautomaten: Integration in Fördertechnik, automatische Produkterkennung, Mehrfachumreifungen programmierbar.
- Vertikale und horizontale Umreifung: je nach Erfordernis der Ladungssicherung und Produktgeometrie.
- Aggregatpositionen: seitlich, oben oder im Tisch integriert – abgestimmt auf Produkthöhe und Zugänglichkeit.
- Paletten-Umreifungsanlagen: für Ladungssicherung kompletter Paletten, optional mit Drehteller oder Fahrportal.
- Seitenschweiß- oder Oberschweiß-Konzepte: angepasst an Verschmutzungsgrad und Produktausgangslage.
Leistungsdaten und Einstellgrößen
- Bandbreiten (z. B. 5–19 mm) und Banddicken passend zur erforderlichen Haltekraft.
- Spannkraft in Newton, anpassbar an Materialsteifigkeit und Empfindlichkeit des Packguts.
- Verschlussart (Reibschweißung, Thermosiegel, Hülse) entsprechend Material und Prozess.
- Taktzeiten je nach Automatisierungsgrad und benötigter Anzahl an Umreifungen.
- Bandführung und Bandrahmenmaße passend zur Produktgeometrie und Durchsatzanforderung.
- Betriebstemperaturbereich und Umgebungsbedingungen (Staub, Feuchte) berücksichtigen.
- Geräusch- und Energiekennwerte für den Einsatz im Schichtbetrieb beachten.
Integration und Prozesssicherheit
- Anbindung an Fördertechnik, Waagen, Etikettierer oder IT-Systeme zur Rückverfolgung.
- Sensorgeführte Bandlage, Bandende- und Bandrissüberwachung zur Vermeidung von Stillständen.
- Schonende Auflageflächen und Kantenführung, um Kartonagen und Oberflächen zu schützen.
- Diagnose- und Protokollfunktionen zur Dokumentation von Spann- und Schweißparametern.
- Schnittstellen für Fernwartung und Zustandsüberwachung zur Steigerung der Anlagenverfügbarkeit.
Vor- und Nachteile von Umreifungsmaschinen
Die Vorteile von Umreifungsmaschinen liegen auf der Hand: Sie ermöglichen eine effiziente und sichere Umreifung von Packgütern. Dadurch kann das Verpackungsgut optimal vor Stößen und Schäden geschützt werden. Weiterhin sind sie leicht zu bedienen und können aufgrund ihrer vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten an das jeweilige Packgut individuell angepasst werden.
Dennoch gibt es auch einige Nachteile bei der Verwendung von Umreifungsmaschinen. Zum einen sind sie in der Anschaffung teuer und es entstehen hohe Betriebskosten durch den Einsatz von Umreifungsbändern. Zum anderen besteht bei Fehlbedienung auch die Möglichkeit einer Gefährdung für den Bediener durch das unter Spannung stehende Umreifungsband. Zusätzlich sollten Verschleißteile und Energieverbrauch in der Gesamtkalkulation berücksichtigt werden.
- Vorteile: reproduzierbare Haltekraft, höherer Durchsatz, geringere Transportschäden, präzise Bandlage, Integration in Linien möglich.
- Herausforderungen: Investitionskosten, regelmäßiger Verbrauch von Bandmaterial, Schulungsbedarf, potenzielle Beschädigungen bei zu hoher Spannkraft.
- Weitere Aspekte: Abstimmung von Band und Verpackungsmaterial, Ersatzteilverfügbarkeit, geplante Wartungsfenster.
Sicherheits- und Ergonomieaspekte
Zur sicheren Bedienung gehören Schutz vor Quetsch- und Schnittstellen, klare Not-Aus-Bedienkonzepte sowie eine ergonomische Arbeitshöhe. Hilfreich sind kantenschonende Auflagen, angepasste Bandspannungen und der Einsatz von Kantenschutzelementen bei empfindlichen Kanten. Eine klare Kennzeichnung von Gefahrenbereichen und wiederkehrende Unterweisungen reduzieren Risiken im Betrieb. Persönliche Schutzausrüstung, kontrolliertes Bandhandling zur Vermeidung von Rückschnalldeffekten und gute Beleuchtung am Arbeitsplatz tragen zusätzlich zur Sicherheit bei.
Wartung und Pflege
Für eine hohe Verfügbarkeit sind regelmäßige Reinigungen der Bandführung, das Entgraten von Bandresten im Schneidbereich, die Kontrolle der Schweißflächen sowie das Nachstellen der Bandbremse sinnvoll. Verschleißteile wie Messer, Führungen und Andruckplatten sollten zustandsorientiert gewechselt werden. Eine dokumentierte Inspektion erhöht die Prozesssicherheit und senkt ungeplante Stillstände. Zusätzlich empfiehlt sich die Prüfung von Antriebsriemen, Lagerstellen und Sensorik, das Einhalten von Schmierintervallen sowie die Verwendung geeigneter Reinigungsmittel, die keine Kunststoffteile angreifen.
Auswahlkriterien und Praxis-Tipps
- Produktmix und Durchsatz analysieren: Maße, Gewichte, Oberflächen, Empfindlichkeit.
- Bandmaterial passend wählen: PP für leichte, PET für mittlere/schwere Anwendungen, Stahl für sehr hohe Lasten.
- Bandbreite und Spannkraft testen: Probereihen am realen Produkt durchführen.
- Rahmenmaße und Zugänglichkeit beachten: ausreichende Öffnung für geplante Packgrößen.
- Prozessintegration berücksichtigen: Fördertechnik, Scanner, Etikettierung, Datenanbindung.
- Service- und Ersatzteilkonzept einplanen: präventive Wartung und Schulungen.
- Oberflächenschutz sicherstellen: Kantenschutz und Bandauflage gemäß Materialeigenschaften auswählen.
- Umgebungsbedingungen prüfen: Staub, Feuchte, Temperatur sowie Reinigungsregime berücksichtigen.
- Akustik und Ergonomie bewerten: Geräuschpegel, Bedienwege und Greifräume optimieren.
Qualitätssicherung und Prüfmethoden
Zur Qualitätssicherung gehören regelmäßige Prüfungen der Bandspannung, das Verifizieren der Schweißnahtfestigkeit und Stichproben an realen Packstücken. Fall- und Vibrationsprüfungen, Messungen der Haltekraft sowie Dokumentationen von Prozessparametern sichern eine gleichbleibende Verpackungsqualität. Sichtprüfungen auf Bandversatz, Kantenbeschädigungen oder Einschnürungen an Wellpappkanten helfen, Reklamationen zu vermeiden.
Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz
Durch eine passgenaue Umreifung lässt sich Material einsparen, indem überflüssige Folienlagen reduziert und Bandlängen optimiert werden. Der Einsatz recyclingfähiger Materialien, die Minimierung von Ausschuss durch stabile Prozesse und die sortenreine Trennung von Band und Wellpappe erleichtern die Rückführung in den Wertstoffkreislauf. Auch die Wahl energieeffizienter Antriebe und bedarfsgerechter Stand-by-Konzepte unterstützt einen ressourcenschonenden Betrieb.
Häufige Fehler und deren Vermeidung
- Zu hohe Bandspannung: führt zu Einschnitten in Wellpappe – Spannparameter reduzieren und Kantenschutz einsetzen.
- Ungeeignete Bandbreite: verursacht ungleichmäßige Lastverteilung – Bandabmessung an Packstückgeometrie anpassen.
- Verschmutzte Schweißflächen: mindern Nahtqualität – regelmäßige Reinigung und Wartung sicherstellen.
- Falsche Bandlage: erhöht Transportrisiko – Bandführung kalibrieren und Sensorik prüfen.
Zusammenfassung:
- Eine Umreifungsmaschine ist ein unverzichtbares Werkzeug in der Verpackungsindustrie, das dazu dient, Güter sicher zu bündeln und zu fixieren, was besonders bei Wellpappe wichtig ist.
- Die Nutzungsweise ist vielfältig, sie sichert u.a. den Transport von Verpackungen aus Wellpappe und minimiert das Risiko von Beschädigungen oder Verschiebungen während des Transports.
- Durch die Anschaffung einer Umreifungsmaschine können Unternehmen ihre Verpackungs- und Transportprozesse optimieren, die Arbeitseffizienz steigern und letztendlich Kosten einsparen.
- Die Auswahl der passenden Bauart (halb- oder vollautomatisch) und des geeigneten Bandmaterials ist entscheidend für Haltekraft, Taktzeit und Packmittelverträglichkeit.
- Wartung, korrekte Einstellung der Spannkraft und geschultes Personal erhöhen Prozesssicherheit, Verfügbarkeit und die Qualität der Umreifungen.
- Zusätzliche Aspekte wie Prozessintegration, Dokumentation und geeigneter Oberflächenschutz sichern eine dauerhaft hohe Verpackungsqualität entlang der Lieferkette.
Veröffentlicht am 05.07.2024
Letzte Überarbeitung am 05.01.2026 um 09:54 Uhr von Julia Kopp