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Event-Verpackungen
In der Welt der Wellpappe spielen Event-Verpackungen eine entscheidende Rolle. Sie ermöglichen nicht nur den sicheren Transport von Produkten, sondern dienen auch als effektives Marketinginstrument bei Veranstaltungen und Messen.
Als temporäre Transport- und Präsentationslösungen verbinden Event-Verpackungen Schutzfunktion, Markenbotschaft und Nutzererlebnis. Sie werden häufig als Teil eines inszenierten Unboxings, einer Produktdemonstration oder einer Sample-Ausgabe eingesetzt und müssen dabei funktional, robust und gleichzeitig gestalterisch prägnant sein. Typische Einsatzfelder reichen von Messeständen über Roadshows bis zu Inhouse-Events und Pop-up-Formaten. Ergänzend adressieren sie logistische Übergänge zwischen Backstage-Bereichen und Bühnenflächen, ermöglichen klare Abläufe bei Aufbau-Teams und schaffen durch eine eindeutige Struktur Orientierung für Besucherinnen und Besucher.
Definition: Was versteht man unter Event-Verpackungen?
Unter Event-Verpackungen versteht man speziell angefertigte Behälter aus Wellpappe, die primär bei Veranstaltungen zum Einsatz kommen. Im Vergleich zu Standardverpackungen sind diese meist durch individuelle Designs, Formen und Größen gekennzeichnet. Sie dienen sowohl dem Schutz der darin enthaltenen Produkte als auch der Präsentation des Unternehmens oder der Marke. Im Sprachgebrauch finden sich auch Bezeichnungen wie Messeverpackungen, Aktionsverpackungen oder Präsentationsverpackungen, die jedoch denselben Kern verfolgen: eine technisch zweckmäßige, visuell schlüssige und zielgruppengerecht gestaltete Lösung für einen zeitlich begrenzten Einsatz.
Im engeren Sinne handelt es sich um konstruktiv und grafisch angepasste Lösungen (z. B. Faltschachteln, Trays, Stülpdeckelkartons, Versand- und Geschenkboxen mit Inlays), die für kurze Lebenszyklen und hohe Sichtbarkeit konzipiert werden. Im weiteren Sinne umfasst der Begriff auch Begleitverpackungen wie Kits für Sampling-Aktionen, Influencer-Boxen und modulare Sets für Produktdemonstrationen. Häufig werden diese Verpackungen mit ergänzenden Einlegern, Polsterzonen und Informationskarten kombiniert, um Ablauf, Präsentation und Produktschutz aus einem Guss zu organisieren.
Abgrenzung und funktionale Ziele
- Abgrenzung zu Displays: Während Displays primär der Präsentation dienen, kombinieren Event-Verpackungen Schutz, Transport und Präsentation in einem System.
- Abgrenzung zu Standardversand: Event-Lösungen sind stärker auf Haptik, Öffnungserlebnis und Markenwirkung ausgerichtet, ohne die Schutzwirkung zu vernachlässigen.
- Funktionale Ziele: sichere Handhabung, planbare Stabilität, schneller Auf- und Abbau, prägnante Informationsvermittlung sowie effiziente Entsorgung oder Wiederverwendung.
- Ergonomie: Griffe, Griffmulden und Handhabungspunkte so auslegen, dass auch wiederholte Nutzung auf Veranstaltungen komfortabel möglich ist.
- Prozessexzellenz: klare Kennzeichnung, standardisierte Packabläufe und eindeutige Beschriftungen minimieren Fehler in stressigen Event-Situationen.
Gestaltungsmöglichkeiten von Event-Verpackungen
Jede Event-Verpackung kann individuell gestaltet werden und bietet so ein enormes Potenzial für kreative Designs. Die Wahl von Farben, Formen und Größen wird dabei maßgeblich vom jeweiligen Nutzungskontext und dem mit der Veranstaltung verfolgten Ziel bestimmt. Neben dem Druck von Logos und Slogans können auch gestanzte Elemente oder spezielle Öffnungsmechanismen in die Verpackung integriert werden. Zusätzlich spielen Oberflächenanmutung, Kontraste, Typografie und Bildsprache eine Rolle, um Botschaften aus unterschiedlichen Distanzen – von der Fernwirkung bis zur Nahinspektion – klar zu vermitteln.
Technisch stehen vielfältige Konstruktions- und Druckoptionen zur Verfügung: Stanzkonturen mit Rillung oder Perforation, Einsteck- und Verriegelungsmechanismen, Tragegriffe, Sichtfenster, integrierte Laschen sowie Inlays zur Fixierung von Proben. Grafikseitig kommen Flexo-, Digital- oder Offset-Litho-Laminierung zum Einsatz, je nach gewünschtem Bild, Auflage und Budget. Oberflächen können matt, glänzend oder mit haptischen Effekten ausgeführt sein; gezielte Farbkontraste unterstützen die Fernwirkung auf Messen. Konstruktiv empfiehlt es sich, die Materialwelle (E, B, EB, u. a.) und die Belastungspunkte anhand des Inhalts und der Handhabung zu dimensionieren. Ebenso wichtig ist es, relevanten Abmessungen gezielt planen, prüfen und dokumentieren, um eine sichere Passform, effiziente Palettierung und eine reibungslose Logistik zu gewährleisten. Ergänzend sollte die Datenaufbereitung (Beschnitt, Farbprofile, Schrifteneinbettung) frühzeitig abgestimmt werden, damit Druckbilder auf den gewählten Materialien sauber reproduziert werden.
- Öffnungserlebnis: Zipper, Aufreißfäden oder Laschen unterstützen ein kontrolliertes Unboxing ohne Hilfsmittel.
- Innenarchitektur: modulare Einsätze, Halterungen, Polsterzonen und Informationskarten strukturieren das Innere und schützen Inhalte.
- Nachhaltigkeit: sortenreine Materialien, reduzierte Farbaufträge, lösungsmittelfreie Klebungen und flachliegende Anlieferung erleichtern Recycling und Handling.
- Barriereeigenschaften: bei Bedarf Feuchtigkeits- oder Abriebschutz über geeignete Beschichtungen oder Inlays berücksichtigen.
- Kennzeichnung: Piktogramme, Farbcodes und eindeutige Benennungen helfen beim schnellen Aufbau und bei der Rückführung.
Materialwahl, Wellenarten und mechanische Kennwerte
Die Eignung einer Event-Verpackung hängt stark von der gewählten Wellenart und Papierqualität ab. Feine Wellen (z. B. E) fördern hochwertige Druckbilder und präzise Rillungen für filigrane Konstruktionen, während gröbere Wellen (z. B. B) eine höhere Polster- und Stapelstabilität liefern. Doppelwellig kombinierte Qualitäten (z. B. EB) verbinden Optik und Performance. Neben der Wellengeometrie sind Prüfwerte wie Kantenstauchwiderstand und Stapeldruckverhalten relevant, um Handlingspitzen auf dem Event, kurze Transportwege sowie temporäre Zwischenlagerungen zuverlässig abzusichern.
Weitere Einflussgrößen sind Feuchtebedingungen vor Ort, Temperaturwechsel bei Roadshows und die Wiederverwendbarkeit über mehrere Veranstaltungstage. Eine an den Inhalt angepasste Materialstärke und sorgfältig gesetzte Rillungen verhindern Ausbrüche an Kanten, verbessern das Falzverhalten und steigern die passgenaue Aufnahme von Inlays.
Maße, Toleranzen und Palettierung
Für eine reibungslose Logistik sind maßliche Konsistenz und definierte Toleranzen entscheidend. Innen- und Außenmaße sollten in Bezug auf Produktmaß, Schutzpolster, Inlay-Aufbau und gewünschte Griffbereiche geplant werden. Ein stringentes Palettierungsraster (z. B. für gängige Ladungsträger) erleichtert die Volumenoptimierung, reduziert Transportkosten und vermeidet Beschädigungen durch Überstand. Prüfroutinen zur Maßkontrolle – etwa Stichproben pro Charge – stellen sicher, dass Montageschritte und Befüllung am Event-Stand ohne Nacharbeit funktionieren.
Auch die Verpackungseinheit (VE), Bündelung und Kennzeichnung (Artikelnummern, Variantencodes) sollten im Entwicklungsschritt dokumentiert werden, damit Teams vor Ort schnell differenzieren können, welche Komponenten zusammengehören und wie sie korrekt angeordnet werden.
Verwendungsspektrum: Wo kommen Event-Verpackungen zum Einsatz?
Event-Verpackungen kommen bei einer Vielzahl von Veranstaltungen zum Einsatz. Sie finden beispielsweise Anwendung bei Messen, Werbeaktionen, Produktpräsentationen und sogar bei Firmenjubiläen. Darüber hinaus werden sie häufig bei Promotionaktionen und Launch-Events verwendet, bei denen Produktproben oder Werbegeschenke verteilt werden. Ebenso eignen sie sich für Schulungen, Onboarding-Programme und Presse-Events, bei denen strukturierte Sets Inhalte schnell zugänglich und didaktisch klar aufbereitet präsentieren.
Weitere typische Szenarien sind Roadshows, Pop-up-Stores, Konferenzen, Schulungen und interne Veranstaltungen wie Onboarding- oder Jubiläumsfeiern. Im Retail- und POS-Kontext unterstützen sie Testaktionen und temporäre Platzierungen. In Kombination mit digitalen Komponenten (z. B. QR-Codes, AR-Trigger) können sie Inhalte erweitern, ohne die Konstruktion zu verkomplizieren. Auch hybride Formate profitieren: Verpackungen dienen als physische Schnittstelle zu digitalen Inhalten und schaffen eine konsistente User Journey vom Auspacken bis zur Interaktion am Stand.
- Sampling-Kits: geordnete, leicht zugängliche Fächer zur schnellen Ausgabe von Produktproben.
- Demo-Boxen: stabile Trays und Trennstege für sichere Vorführungen vor Publikum.
- Welcome- und Presse-Kits: strukturierte Sets mit Informationsmaterial, Give-aways und Zubehör.
- Transport-Verpackungen für sensible Exponate: stoßdämpfende Einsätze, eindeutige Kennzeichnung, schneller Zugang für Aufbau-Teams.
- Roadshow-Kits: modulare Boxen mit Ersatzteilen, Werkzeugfächern und Checklisten zur wiederholten Nutzung.
- POS-Testsets: temporäre Platzierungen mit schnell austauschbaren Inlays für wechselnde Sortimente.
Vor- und Nachteile von Event-Verpackungen
Event-Verpackungen bringen eine Reihe von Vorteilen mit sich, aber auch einige Nachteile sollten beachtet werden. Zu den Pluspunkten zählen vor allem die vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten und die hervorragenden Marketingchancen. Mit der Hilfe von individuell angefertigten Verpackungen ist es möglich, einzigartige und unvergessliche Eindrücke zu hinterlassen, die sowohl den Wiedererkennungswert als auch das Image einer Marke stärken können. Aber es gibt auch Nachteile. So ist die Produktion von individuellen Verpackungen aus Wellpappe oft kostspieliger und zeitintensiver als die von Standardverpackungen. Zudem ist der logistische Aufwand für den Transport und das Handling von speziell angefertigten Verpackungen in der Regel höher. Hinzu kommen potenzielle Risiken durch kurzfristige Programmänderungen bei Veranstaltungen, die Anpassungen an Konstruktion, Druckbild oder Stückzahl erforderlich machen können.
Bei der Entscheidung für oder gegen den Einsatz von Event-Verpackungen sollte daher stets das Verhältnis von Kosten und Nutzen berücksichtigt werden. Trotz der genannten Nachteile bieten Event-Verpackungen doch ein immenses Potenzial, wenn es darum geht, eine Marke oder ein Produkt ins rechte Licht zu rücken und einen bleibenden Eindruck beim Kunden zu hinterlassen. Technische Planung, belastbare Timings und klare Prüfkriterien reduzieren Unsicherheiten und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Konstruktion, Befüllung und Aufbau am Einsatzort nahtlos ineinandergreifen.
- Vorteile: präzise Zielgruppenansprache, hohe Sichtbarkeit am Touchpoint, flexible Konstruktion, bedarfsgerechte Ausstattung, gute Recyclingfähigkeit.
- Nachteile: höherer Abstimmungsaufwand, längere Vorlaufzeiten (z. B. Stanzform, Druckfreigaben), auftragsbezogene Materialdisposition, mögliche Restriktionen bei Transport und Lagerung.
- Kostentreiber: Komplexität der Konstruktion, Druckveredelungen, Anzahl der Komponenten, kurzfristige Änderungen, geringe Losgröße mit entsprechendem Rüstaufwand.
- Logistik: Abmessungs- und Gewichtsgrenzen, Stapelstabilität, Kompatibilität mit gängigen Ladungsträgern (z. B. Europalette), Kennzeichnung für schnellen Aufbau.
- Qualitätsrisiken: unklare Toleranzen, unzureichende Tests unter realen Bedingungen, fehlende Feuchte- und Abriebprüfung.
- Ressourceneinsatz: Mehrkomponentenlösungen erhöhen Komplexität; modulare, wiederverwendbare Teile können den ökologischen Fußabdruck mindern.
Planung, Entwicklung und Qualitätssicherung
Ein strukturiertes Vorgehen reduziert Fehler und spart Ressourcen. Ein typischer Ablauf umfasst Briefing und Zieldefinition, Konstruktionsentwurf (CAD/Dieline), Musterbau, Belastungs- und Handhabungstests, grafische Finalisierung, Produktionsfreigabe und eine abgestimmte Logistikplanung. Tests unter realistischen Bedingungen (Transport, Aufbau, Rückbau) sind sinnvoll, ebenso klare Anweisungen zur Handhabung für Event-Teams. Zusätzlich hilfreich sind Checklisten für Befüllung und Qualitätsprüfung, um Serienstreuung und Chargenunterschiede im Blick zu behalten.
- Konstruktionsprüfung: Rillung, Einsteckmechanismen, Tragekomfort, Wiederverwendbarkeit einzelner Elemente.
- Schutzwirkung: Fall- und Vibrationstests, Kanten- und Flächendruck, Stabilität von Einsätzen.
- Prozesssicherheit: eindeutige Packanleitungen, Etikettierung, Chargenkennzeichnung, Dokumentation von Maßen und Toleranzen.
- Druckqualität: Farbverbindlichkeit, Lesbarkeit von Codes und Piktogrammen, Kantenverhalten bei kaschierten Oberflächen.
- Sicherheit: Minimierung scharfer Kanten, kindersichere Elemente bei Publikumsnähe, rutschfeste Handhabungspunkte.
Nachhaltigkeitsaspekte und Entsorgung
Event-Verpackungen aus faserbasierten Materialien sind in der Regel gut recycelbar. Materialwahl, Druckfarben und Klebstoffe beeinflussen die Aufbereitung. Flachliegende Anlieferung reduziert Transportvolumen, modulare Einsätze erlauben Wiederverwendung einzelner Teile, und eine eindeutige Trennung der Materialien erleichtert die Rückführung in den Stoffkreislauf. Darüber hinaus unterstützen reduzierte Farbaufträge, der Verzicht auf unnötige Verbundmaterialien und gut lösbare Verklebungen die sortenreine Trennung und eine hohe Faserwiedergewinnung.
Häufige Fehler und praxisnahe Hinweise
- Unterschätzte Belastungspunkte: Griffe und Öffnungen ausreichend verstärken.
- Überdimensionierung: Maße und Material auf Inhalt und Handling abstimmen statt unnötiges Volumen zu erzeugen.
- Grafische Überladung: klare Hierarchien und ausreichende Lesbarkeit auf Distanz sicherstellen.
- Fehlende Aufbauanleitungen: kurze, bebilderte Schritte vermeiden Montagefehler und sparen Zeit.
- Unklare Zuständigkeiten: Verantwortlichkeiten für Befüllung, Prüfung, Transport und Rücknahme früh definieren.
- Unzureichende Feuchteplanung: Kondensation, Außenauftritte und Wetterwechsel bei Roadshows berücksichtigen.
Druck- und Datenvorbereitung
Für saubere Ergebnisse sollten Schriften eingebettet, Linienstärken geeignet gewählt und ausreichende Toleranzen an Rillungen und Stanzungen vorgesehen werden. Farbmanagement mit geeigneten Profilen, abgestimmte Überfüllungen an Kanten und Testplots auf Originalmaterial helfen, Moiré-Effekte, Passerdifferenzen und unerwünschte Farbsprünge zu vermeiden. Piktogramme und Codes sind so zu platzieren, dass sie im gefalteten Zustand vollständig sichtbar bleiben.
Zusammenfassung:
- Event-Verpackungen sind speziell entworfene Verpackungslösungen, die entwickelt werden, um Veranstaltungen, Events und Ausstellungen auf beeindruckende Art und Weise zu präsentieren.
- Unternehmen, die nach ökologischen Alternativen suchen, greifen gern zu Verpackungen aus Wellpappe, denn sie sind robust, leichtgewichtig und umweltfreundlich – ideale Voraussetzungen für Event-Verpackungen.
- Die Anwendungsfelder von Event-Verpackungen sind vielseitig. Sie dienen nicht nur als Transportmittel für Produkte oder Werbegeschenke, sondern auch als ansprechende und auffällige Elemente im Rahmen der Event-Dekoration oder als Informations- und Werbeträger.
- Wesentliche Erfolgsfaktoren sind eine passende Konstruktion, stimmige Gestaltung, geprüfte Schutzwirkung und eine planvolle Logistik über den gesamten Veranstaltungszeitraum.
- Praxisorientierte Tests und eine sorgfältige Dokumentation der Maße, Materialien und Handhabungsschritte reduzieren Risiken und erhöhen die Verlässlichkeit im Event-Einsatz.
- Ein klar definierter Projektablauf mit Prüfplänen, Toleranzvorgaben und nachvollziehbarer Kennzeichnung sichert Qualität, beschleunigt den Aufbau und unterstützt eine effiziente Entsorgung oder Wiederverwendung nach dem Event.
Veröffentlicht am 10.05.2025
Letzte Überarbeitung am 13.11.2025 um 13:16 Uhr von Sebastian Würth