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Interne Kontrollsysteme

Die Bedeutung interner Kontrollsysteme für die Effizienz und Produktivität in der Herstellung von Wellpapp-Verpackungen lässt sich nicht unterschätzen. Durch ihre Implementierung können qualitative Ausreißer vermieden, Prozesse optimiert und Risiken minimiert werden. Bestandteil eines gut funktionierenden Betriebs, wie es die Wellstar-Packaging GmbH ist, sind diese Systeme quasi einer der Schlüssel zum Erfolg. Darüber hinaus unterstützen strukturierte Kontrollen die proaktive Steuerung von Kennzahlen, fördern kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) und schaffen stabile Rahmenbedingungen, um Kapazitäten zuverlässig auszulasten und Kundenanforderungen reproduzierbar zu erfüllen.

Darüber hinaus schaffen interne Kontrollmechanismen Transparenz über Wertschöpfungsstufen, erleichtern die Rückverfolgbarkeit von Chargen und sichern die Einhaltung von Spezifikationen entlang des gesamten Produktionsflusses – vom Wareneingang über den Corrugator bis zur Weiterverarbeitung. Sie verkürzen Reaktionszeiten bei Abweichungen, stabilisieren Durchlaufzeiten und senken Fehlleistungs- sowie Ausschusskosten messbar. Ergänzend stärken sie die Datengrundlage für fundierte Entscheidungen, ermöglichen ein konsequentes Abweichungsmanagement und sichern Nachweispflichten gegenüber Kunden und Aufsichtsstellen – etwa durch konsistente Dokumentation, eindeutige Freigaben und versionierte Arbeitsanweisungen.

Definition: Was versteht man unter internen Kontrollsystemen?

Interne Kontrollsysteme, oft auch als Kontrollmechanismen bezeichnet, sind die Maßnahmen und Prozesse, die in einer Organisation eingeführt werden, um die Betriebsabläufe zu überwachen und zu optimieren. Sie befähigen Unternehmen in der Branche der Wellpapp-Verpackungen dazu, ihre Ziele effizienter zu erreichen, Rechtsvorschriften einzuhalten und Betrugsgefahren zu minimieren. Diese Systeme erstrecken sich über alle Bereiche des Unternehmens, einschließlich Finanzen, Personal, IT und Produktion. Ein modernes IKS verbindet klare Standards (z. B. Arbeits- und Prüfanweisungen), definierte Informationsflüsse, systemgestützte Erfassung relevanter Daten sowie regelmäßige Wirksamkeitskontrollen in einem geschlossenen Regelkreis.

Ein internes Kontrollsystem (IKS) verfolgt typischerweise drei Hauptziele: Verlässlichkeit operativer Prozesse, regelkonformes Handeln sowie Schutz materieller und immaterieller Werte. Dazu gehören klare Verantwortlichkeiten (Vier-Augen-Prinzip), dokumentierte Arbeitsanweisungen, definierte Prüfpläne, Freigabestufen, Eskalationswege und wirksame Feedbackschleifen. Kontrollen können präventiv (Fehler vorbeugen), detektiv (Abweichungen erkennen) oder korrigierend (Ursachen beheben und Wiederholung verhindern) sowie manuell, teilautomatisiert oder vollautomatisiert ausgestaltet sein. Wichtig ist zudem die funktionale Trennung kritischer Aufgaben (Segregation of Duties) und die Unabhängigkeit zentraler Prüfhandlungen, um Interessenkonflikte zu vermeiden.

Aufbau- und Ablauforganisation im IKS

Ein tragfähiges IKS verankert sich in der Aufbauorganisation (Rollen, Zuständigkeiten, Vertretungen) und in der Ablauforganisation (Prozessketten, Schnittstellen, Informationsflüsse). Typische Elemente sind Prozesslandkarten, Risikoregister, Audit- und Prüfpläne, Kennzahlen-Dashboards und regelmäßige Management-Reviews. Wichtig ist die Verzahnung mit Schulungen, um Kontrollen wirksam und konsistent umzusetzen. Ergänzend schaffen RACI-Übersichten (Responsible, Accountable, Consulted, Informed) und verbindliche Schnittstellenvereinbarungen Klarheit über Verantwortungsgrenzen, während ein strukturiertes Änderungsmanagement (Management of Change) dafür sorgt, dass neue oder geänderte Prozesse und Materialien kontrolliert eingeführt werden.

Einsatzbereiche in der Wellpappefertigung

Im Bereich der Wellpappenfertigung kommen interne Kontrollsysteme in vielfältiger Weise zum Einsatz. Sie spielen eine Rolle bei der Qualitätskontrolle und -sicherung, bei der Überwachung der Produktionsprozesse sowie bei der Kostenkontrolle. Durch ihre Nutzung achtet man darauf, stets einem konsistenten Leistungsstandard zu entsprechen und gleichzeitig unerwünschte Kostenfaktoren zu minimieren. Weitere Anwendungsfelder sind die Auftragsanlage und -freigabe (korrekte Stammdaten, Variantenverwaltung), Produktionsplanung und -steuerung (Losgrößen, Rüstoptimierung, Sequenzierung) sowie die logistische Abwicklung (Etikettierung, Ladeeinheiten, Versandfreigaben).

Wareneingang und Materialvorbereitung

  • Prüfung von Papierbahnen auf Feuchtegehalt, Grammatur und Festigkeit
  • Eingangskontrollen für Leime, Farben und Hilfsstoffe, inklusive Chargenkennzeichnung
  • Lieferantenbewertung und Musterfreigaben zur Stabilisierung der Materialqualität
  • Stichproben nach AQL/Prüfplan, Rückstellmuster und dokumentierte Sperrprozesse bei Abweichungen
  • Verifizierung von Begleitdokumenten (z. B. Sicherheitsdatenblätter, Konformitätsangaben) und eindeutige Lagerplatzzuordnung

Corrugator und Prozessführung

  • Kontrolle von Temperaturen, Anpressdrücken, Prozessgeschwindigkeiten und Leimauftrag
  • In-Line-Messungen (z. B. Feuchte, Bahnzug, Profilstabilität) mit definierten Eingriffsgrenzen
  • Rezept- und Parametermanagement sowie dokumentierte Freigaben bei Umrüstungen
  • Überwachung von Leimviskosität, Vorheizer-Einstellungen und Querschneider-Genauigkeit
  • Automatisierte Bahnverfolgung und dokumentierte Eingriffe bei Papierwechseln

Weiterverarbeitung, Druck und Konfektion

  • Überwachung von Registerhaltigkeit, Zuschnittgenauigkeit, Klebung und Faltqualität
  • Stichproben nach Prüfplan, Grenzmuster und First-Article-Checks bei Anfahrten
  • Rüst- und Werkzeugkontrollen, inklusive Messmittelpflege und Kalibrierfristen
  • Farb- und Tonwertkontrollen mit Toleranzvorgaben, Kontrolle von Stanzgittern und Ausbrechqualität
  • End-of-Line-Prüfungen: Palettiermuster, Etikettengenauigkeit, Ladeeinheiten-Sicherung

Instandhaltung, Intralogistik und IT

  • Vorbeugende Instandhaltung, Checklisten und Störungsanalysen mit Ursachen-Tracking
  • Chargenrückverfolgbarkeit, saubere Etikettierung, Bestands- und Sperrverwaltung
  • Systemgestützte Buchungen (ERP/MES), Berechtigungen und Audit-Trails zur Datensicherheit
  • TPM-Elemente (Inspektion, Wartung, Verbesserung) sowie strukturiertes Ersatzteilmanagement
  • IT-Notfallkonzepte, regelmäßige Backups, Zugriffskontrollen und Protokollauswertung

Auswirkungen auf die Qualität

Innerhalb der Qualitätssicherung sind interne Kontrollsysteme von außerordentlicher Bedeutung. Sie ermöglichen eine stetige Überwachung der Produktqualität und stellen sicher, dass die Wellpappe hohen Standards entspricht. Sei es im Hinblick auf ihre Beschaffenheit, ihr Gewicht oder andere relevante Kennzahlen – durch interne Kontrollsysteme kann das Endprodukt an die spezifischen Kundenbedürfnisse angepasst werden. Messsystemanalysen (z. B. Wiederholbarkeit und Reproduzierbarkeit), strukturierte Prüfdatenhaltung und regelmäßige Messmittelüberwachung sichern die Verlässlichkeit der Ergebnisse.

Prüfmerkmale wie ECT/BCT, Feuchtegehalt, Ebenheit, Kantenqualität, Klebefestigkeit und Maßhaltigkeit werden systematisch erfasst, ausgewertet und mit Eingriffsgrenzen verknüpft. Statistische Prozesslenkung (SPC), Fähigkeitsanalysen und Ursachen-Wirkungs-Analysen helfen, Prozessvariation zu reduzieren und Reklamationsrisiken zu senken. Vertiefende Informationen zu normgerechten Abmessungen und Toleranzen sind insbesondere im Kontext von Spezifikationsmanagement, Passgenauigkeit beim Rüsten und der Konsistenz zwischen Druckbild und Zuschnitt relevant. Ergänzend erleichtern strukturierte Freigabematrizen und dokumentierte Grenzmuster die eindeutige Beurteilung im Tagesgeschäft.

Typische Qualitätskennzahlen

  • First-Pass-Yield, Ausschuss- und Nacharbeitsquote
  • Reklamations- und Rückrufrate, PPM-Betrachtung
  • On-Time-In-Full, Stabilität von Durchlaufzeiten
  • OEE-Entwicklung (Verfügbarkeit, Leistung, Qualität) entlang der Prozesskette
  • CAPA-Durchlaufzeiten, Anzahl und Schwere von Auditabweichungen
  • Lieferantenqualität (Annahmequote, Sperrungen) und Messsystemfähigkeiten

Vor- und Nachteile von internen Kontrollsystemen

Interne Kontrollsysteme haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Zu ihren Vorteilen zählen eine verbesserte Effizienz, die Reduzierung von Risiken und eine optimierte Leistung. Sie stellen sicher, dass alle Teammitglieder nach den gleichen Grundsätzen arbeiten und tragen dazu bei, Missverständnisse und Fehler zu minimieren. Zudem fördern sie Wissenserhalt durch dokumentierte Standards und verbessern die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und Abweichungsbehandlungen.

  • Transparente Prozesse durch klare Prüfpunkte, Verantwortlichkeiten und Dokumentation
  • Früherkennung von Abweichungen, kürzere Reaktionszeiten und weniger Folgekosten
  • Nachweisbare Konformität mit internen und externen Anforderungen
  • Nachhaltige Lernschleifen durch Ursachenanalyse und Standardisierung wirksamer Maßnahmen
  • Bessere Planbarkeit durch stabile Prozessfähigkeit und belastbare Kennzahlen
  • Höhere Prozessrobustheit bei Personalwechseln und Lastspitzen

Allerdings gibt es auch einige Nachteile. Die Implementierung und Aufrechterhaltung solcher Systeme kann kostspielig und zeitaufwändig sein. Zudem besteht die Gefahr, dass Mitarbeiter ihre Verantwortung an das System abgeben und ihr eigenes Urteilsvermögen und ihre Initiative vernachlässigen. Auch kann eine zu starke Formalisierung die Agilität verringern. Abhilfe schaffen schlanke, risikobasierte Kontrollen, klare Kommunikation des Nutzens, regelmäßige Wirksamkeitschecks sowie ein konsequentes Change-Management.

Werden Kontrollen zu komplex, drohen Bürokratisierung und Scheinsicherheit. Dem begegnet man mit risikobasierter Priorisierung, einfachen und wirksamen Kontrollen, regelmäßigen Reviews sowie der Kombination aus Schulung, Visualisierung und praxisnahen Checklisten. Ergänzend ist die Einbindung der operativen Teams wichtig, damit Kontrollen praktikabel bleiben und kontinuierlich verbessert werden.

Praktische Umsetzung und kontinuierliche Verbesserung

  • Risikobewertung je Prozessschritt und Festlegung passender Kontrolltiefe
  • Standardisierte Prüfpläne, Freigaben und Eskalationsstufen mit klaren Reaktionszeiten
  • Regelmäßige interne Audits, Lessons Learned und Anpassung der Standards
  • PDCA-Zyklen, visuelles Management (z. B. Andon, Statusboards) und strukturierte Team-Meetings
  • Messsystemanalysen, Prüfmittelüberwachung und Schulungen zur einheitlichen Beurteilung
  • Kontrolliertes Änderungsmanagement (Materialien, Werkzeuge, Prozesse) mit dokumentierten Freigaben

Abweichungsmanagement und CAPA

Ein wirksames Abweichungsmanagement umfasst eindeutige Meldewege, schnelle Erstbewertungen, Ursachenanalysen (z. B. 5-Why, Ishikawa) sowie die Ableitung kurz- und langfristiger Maßnahmen. Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen (CAPA) werden priorisiert, terminiert und hinsichtlich Wirksamkeit überprüft. Ein zentrales Register, klare Verantwortlichkeiten und definierte Abschlusskriterien sichern, dass Maßnahmen nicht nur eingeleitet, sondern nachhaltig verankert werden.

Dokumentation und Nachweisführung

Dokumentlenkung stellt sicher, dass gültige Versionen von Arbeitsanweisungen, Prüfplänen und Spezifikationen am Einsatzort verfügbar sind. Versionshistorien, Lenkungskennzeichen und Freigabevermerke sind fester Bestandteil. Prüf- und Produktionsdaten werden revisionssicher abgelegt, sodass Rückverfolgbarkeit und Auswertbarkeit gewährleistet sind. Checklisten, Freigabeprotokolle und elektronische Signaturen erhöhen die Nachweissicherheit entlang der gesamten Kette.

Digitalisierung und Datenqualität

Systemgestützte Lösungen (z. B. ERP/MES) unterstützen die Echtzeit-Erfassung von Prozess- und Qualitätsdaten, automatisieren Freigaben und reduzieren Medienbrüche. Einheitliche Stammdaten, Plausibilitätsprüfungen, berechtigungsgesteuerte Zugriffe und Audit-Trails sind zentrale Bausteine für belastbare Informationen. Dashboards mit Frühwarnindikatoren helfen, Trends früh zu erkennen und zielgerichtet gegenzusteuern.

Schnittstellen zu Umwelt- und Arbeitssicherheit

IKS-Elemente greifen auch in den Bereichen Umwelt, Energie und Arbeitssicherheit. Beispiele sind kontrollierte Lagerung von Chemikalien, definierte Entsorgungsprozesse, Freigaben für neue Stoffe und Maschinen sowie Sicherheitsunterweisungen mit dokumentierter Teilnahme. Dadurch werden rechtliche Anforderungen erfüllt und Betriebsrisiken reduziert, ohne die Produktivität zu beeinträchtigen.

Schlussbetrachtung: Die Rolle interner Kontrollsysteme in der Wellpappebranche

Interne Kontrollsysteme leisten einen entscheidenden Beitrag zur Qualität, Effizienz und Leistungsfähigkeit in der Wellpappebranche. Zwar ist ihre Implementierung mit Kosten verbunden, doch die Vorteile, die sie bieten, dürften diese Kosten in vielen Fällen rechtfertigen. Sie unterstützen die Beherrschung von Variabilität, verbessern die Transparenz und erhöhen die Reaktionsfähigkeit bei Störungen – insbesondere in komplexen, mehrstufigen Prozessketten.

Empfehlenswert ist ein schrittweises Vorgehen: Relevante Risiken identifizieren, Kontrollen fokussiert aufsetzen, Kennzahlen zur Wirksamkeit etablieren und bei Bedarf digital unterstützen. So werden Prozesse beherrschbarer, Ergebnisse verlässlicher und Ressourcen zielgerichtet eingesetzt. Entscheidend ist, das IKS als lebendes System zu verstehen, das regelmäßig überprüft, vereinfacht und an neue Anforderungen angepasst wird.

Zusammenfassung:

  • Interne Kontrollsysteme sind integrale Mechanismen, die helfen, die Abläufe im Unternehmen zu überwachen und zu regulieren, was für Firmen, die Verpackungen aus Wellpappe herstellen, sehr nützlich sein kann.
  • Diese Systeme tragen dazu bei, Risiken zu minimieren und die Effizienz zu erhöhen, indem sie dafür sorgen, dass alle Prozesse, von der Materialbeschaffung bis hin zur Endproduktion von Verpackungsmaterialien, reibungslos ablaufen.
  • Zudem unterstützen sie die Einhaltung von Vorschriften und Standards in der Verpackungsindustrie, was insbesondere für Unternehmen, die darauf abzielen, hochwertige Wellpappenverpackungen zu produzieren, wesentlich ist.
  • Wesentliche Bausteine sind klare Verantwortlichkeiten, dokumentierte Prüfpläne, definierte Grenzwerte sowie transparente Eskalations- und Freigabeprozesse.
  • Durch kontinuierliche Datenauswertung (z. B. SPC) lassen sich Prozessschwankungen verringern, Reklamationen reduzieren und Durchlaufzeiten stabilisieren.
  • Eine risikobasierte, schlanke Ausgestaltung verhindert Überregulierung und erhöht die Akzeptanz der Kontrollen im Alltag.
  • Wirksame Abweichungsbehandlung und CAPA-Prozesse sichern nachhaltige Fehlervermeidung und stärken die Prozessrobustheit.
  • Digitale Unterstützung, belastbare Stammdaten und saubere Dokumentlenkung erhöhen Transparenz, Nachweisfähigkeit und Entscheidungssicherheit.

Veröffentlicht am 30.04.2025
Letzte Überarbeitung am 14.10.2025 um 12:13 Uhr von Manuel Hofacker

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