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Kennzeichnungspflicht

Die Welt des Verpackens ist ein komplexes Feld, in dem die verschiedenen Elemente aufeinander abgestimmt werden müssen. Ein entscheidender Aspekt bei der Verpackung mit Wellpappe ist die Kennzeichnungspflicht.

Sie regelt, welche Informationen sichtbar, dauerhaft und verständlich angebracht werden müssen. Ziel ist es, Sicherheit entlang der Lieferkette zu gewährleisten, Rückverfolgbarkeit zu ermöglichen und die ordnungsgemäße Entsorgung beziehungsweise Wiederverwertung zu unterstützen.

Im Kontext moderner Lieferketten umfasst die Kennzeichnung nicht nur klassische Etiketten, sondern auch direkt aufgedruckte Markierungen, maschinenlesbare Codes und eindeutige Identifikatoren. Einheitliche Begriffe, klar strukturierte Layouts und belastbare Materialien sorgen dafür, dass Informationen entlang aller Prozessschritte – vom Wareneingang bis zur Retoure – zuverlässig erfasst werden können.

Definition: Was versteht man unter Kennzeichnungspflicht?

Unter Kennzeichnungspflicht versteht man die gesetzlichen Verpflichtungen, die bestimmte Informationen auf Verpackungen vorschreiben. Diese Bestimmungen variieren je nach Produktart, Verkaufsregion und anderen Faktoren. Sie können Angaben zur Herkunft, zum Inhalt, zur Entsorgung und vieles mehr verlangen.

Im engeren Sinne umfasst die Kennzeichnungspflicht alle rechtlich geforderten Angaben (Pflichtangaben) auf der äußeren oder inneren Verpackung, ergänzt um branchenspezifische Markierungen und Symbole. Neben zwingenden Informationen existieren freiwillige Hinweise (z. B. Umwelt- oder Recyclinghinweise), die jedoch, wenn sie genutzt werden, korrekt, nachprüfbar und nicht irreführend sein müssen.

Praktisch wird zwischen Pflichtkennzeichnungen (z. B. gesetzlich geforderte Material- oder Sicherheitsangaben) und optionalen Zusatzhinweisen (z. B. Hinweise zur Mehrwegfähigkeit oder zum Rezyklatanteil) unterschieden. Auch digitale Erweiterungen – etwa QR-Codes für weiterführende Produktinformationen – gewinnen an Bedeutung, sofern sie die gesetzlichen Mindestangaben nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen.

  • Identifikation und Verantwortlichkeit: Name/Anschrift des Inverkehrbringers oder Herstellers, Artikel- oder Chargenkennzeichnung für die Rückverfolgbarkeit.
  • Material- und Entsorgungshinweise: Materialcodes nach gängigen Standards (z. B. PAP-Kennzeichnungen für faserbasierte Materialien) und Hinweise zur Wiederverwertung.
  • Sicherheitsrelevante Angaben: Gefahren- und Transportkennzeichnungen, sofern einschlägig, sowie Handhabungssymbole.
  • Sprach- und Länderanforderungen: Verständliche Sprache, länderspezifische Vorschriften und Piktogramme je Absatzmarkt.
  • Nachhaltigkeitsinformationen: Klarheit zu Mehrweg/Einweg, Rezyklatanteil, Hinweise zur sortenreinen Trennung, sofern vorgesehen.
  • Digitale Identifikatoren:

Für weiterführende Einordnungen und Marktbezug bieten weiterführende Informationen zu sofort verfügbaren Verpackungen direkt ab Lager praxisnahe Anhaltspunkte zu marktüblichen Ausführungen. Zusätzlich helfen branchentypische Best-Practice-Beispiele dabei, Pflichtangaben strukturiert und prozesssicher in Layouts zu integrieren.

Die Rolle der Kennzeichnungspflicht bei Wellpappe

Die Bestimmungen zur Kennzeichnungspflicht spielen eine zentrale Rolle im Bereich der Wellpappe. Dies liegt an verschiedenen Aspekten, einschließlich der internationalen Handelsbeziehungen und der Eigenschaften des Materials selbst. Auf Wellpappenverpackungen ist häufig ein Resy-Symbol zu finden, das die Wiederverwertbarkeit im Altpapierkreislauf signalisiert und die sortenreine Entsorgung unterstützt.

Wellpappe wird häufig als Transport- und Versandumverpackung eingesetzt. Daher stehen neben produktbezogenen Informationen vor allem logistikrelevante Markierungen im Fokus: stabile Barcodes/2D-Codes, Handhabungssymbole, Ladeeinheitenhinweise und Recyclingkennzeichnungen. Material- und prozessbedingt sind Aspekte wie Druckverfahren (z. B. Flexo- oder Digitaldruck), Oberflächenbeschaffenheit, Feuchtebeständigkeit und Abriebfestigkeit für die Lesbarkeit besonders wichtig.

In der Praxis beeinflussen Wellenprofil, Papierqualitäten und Beschichtungen die Druck- und Etikettierbarkeit. Für hohe Prozesssicherheit werden Prüfparameter (z. B. Barcode-Grade) und definierte Toleranzen festgelegt, damit Maschinen- und Handscanner die Informationen reproduzierbar erfassen können.

Material- und prozessspezifische Besonderheiten

  • Druck- und Etikettierbarkeit: Ungestrichene, strukturierte Oberflächen erfordern angepasste Tinten, Klebstoffe und Strichstärken.
  • Beständigkeit: Kennzeichnungen müssen Transport, Reibung und Feuchtigkeit standhalten; Scheuerfestigkeit und Kontrast sind entscheidend.
  • Platzierung: Kennzeichen nicht über Kanten, Stanzrillen oder Klebelaschen platzieren; ausreichende Freizonen für maschinelles Scannen einhalten.
  • Farbmanagement und Kontrast: Reduzierte Tonwerte, eindeutige Farbkontraste und ausreichend große X-Dimensionen bei Strichcodes erhöhen die Lesesicherheit.
  • Klebstoff- und Substratauswahl: Etikettenmaterialien und Kleber an Staub, Temperatur und Feuchtigkeit anpassen; Haftung auf Recyclingpapieren vorab testen.

Je nach Verpackungsaufbau (ein- oder mehrwellige Qualitäten, Kaschierung, Beschichtungen) sind Testläufe sinnvoll, um die optimale Kombination aus Druckbild, Haftung und Robustheit zu bestimmen. Dies reduziert Ausschuss und Nacharbeit in der Serie.

Gesetzgeber und Kennzeichnungspflicht bei Wellpappe

Die Regelungen zur Kennzeichnungspflicht bei Wellpappe werden von verschiedenen Gesetzgebern auf nationaler und internationaler Ebene festgelegt. Dazu gehören EU-Vorschriften, das deutsche Verpackungsrecht und gegebenenfalls weitere nationale Bestimmungen sowie diverse Branchenverbände und Zertifizierungsstellen.

Auf europäischer Ebene bilden Rahmengesetze zum Verpackungswesen und zur Abfallvermeidung die Grundlage. National konkretisiert das deutsche Verpackungsrecht die Pflichten von Herstellern und Inverkehrbringern, etwa zur Systembeteiligung und zu Informationspflichten für Endnutzer. Abhängig vom Einsatzbereich können zusätzlich sektorale Regelwerke greifen, zum Beispiel Kennzeichnungen für Lebensmittelkontaktmaterialien oder Gefahrguttransporte.

Relevante Regelungsbereiche in der Praxis

  • Verpackungsrecht: Vorgaben zur Materialkennzeichnung, Verwertungs- und Informationspflichten; länderspezifische Abweichungen möglich.
  • Gefahrgut/Transport: Pflichtkennzeichnungen nach einschlägigen Transportregelwerken, inklusive UN-Codes und Piktogrammen, sofern anwendbar.
  • Verbraucherschutz: Klarheit, Lesbarkeit und Verständlichkeit; Verbot irreführender Angaben.
  • Produkt- und Branchenstandards: Normative Vorgaben zu Symbolen, Barcodes und Prozessqualität (z. B. Prüf- und Toleranzanforderungen).

Internationale Unterschiede

Je nach Bestimmungsland können abweichende Symbolpflichten, Sprachanforderungen und Materialcodes gelten. Unternehmen prüfen deshalb bei Exporten stets landesspezifische Vorgaben und aktualisieren ihre Vorlagen regelmäßig.

Insbesondere bei mehrsprachigen Verpackungen sind eindeutige Textmodule, klare Prioritäten (Piktogramm vor Fließtext, sofern zulässig) und konsistente Übersetzungen entscheidend, um Missverständnisse und Beanstandungen zu vermeiden.

Dokumentations- und Nachweispflichten

Zur Absicherung gegenüber Marktüberwachung und Geschäftspartnern werden Freigabestände, Änderungsstände und Prüfprotokolle versionssicher dokumentiert. Prüfberichte zu Code-Qualitäten (z. B. nach gängigen ISO/IEC-Verfahren), Materialbewertungen und Stichproben aus Serienfertigungen dienen als Nachweis für die Einhaltung der Kennzeichnungsvorgaben.

Branchenspezifische Ergänzungen

  • Lebensmittelkontakt: Hinweise zum bestimmungsgemäßen Gebrauch und zur Eignung, sofern erforderlich; migrationsarme Druckfarben und saubere Prozesse.
  • Technische Güter: Seriennummern, Chargen, Funktionspiktogramme und Handhabungsanweisungen für Montage und Lagerung.
  • E-Commerce und Handel: Standardisierte Versandlabel, Retourenkennzeichnungen und Routings für automatisierte Sortierung.

Vor- und Nachteile von Kennzeichnungspflicht

Die Vorteile einer Kennzeichnungspflicht liegen auf der Hand. Sie bietet Verbrauchern Transparenz und ermöglicht es ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Darüber hinaus fördert sie fairen Wettbewerb und unterstützt damit die Wirtschaft. Negativ zu vermerken sind die Kosten und der zusätzliche Aufwand für die Unternehmen, die die erforderlichen Informationen bereitstellen müssen. Zudem können Unterschiede in den gesetzlichen Bestimmungen von Land zu Land zu Verwirrung führen.

  • Zusätzliche Vorteile: Erhöhte Rückverfolgbarkeit (Chargen/Serien), weniger Fehlbedienung in der Logistik, bessere Recyclingquote durch eindeutige Hinweise.
  • Weitere Herausforderungen: Pflege mehrsprachiger Layouts, Versionsmanagement bei Re-Designs, Sicherstellung der Druckqualität in wechselnden Produktionsserien.
  • Prozessaufwand: Notwendigkeit standardisierter Freigaben, Koordination zwischen Design, Einkauf, Produktion und Qualitätssicherung.
  • Kostentreiber: Zusätzliche Arbeitsschritte wie Code-Verification, Etikettenmanagement und Schulungen für Personal in Produktion und Logistik.

Wichtige Kennzeichnungselemente bei Wellpappe

Bei der Verpackung mit Wellpappe sind einige entscheidende Kennzeichnungselemente, die Unternehmen berücksichtigen müssen. Dazu gehören Symbole und Texte zum Thema Recycling, Gefahrgutinformationen und Angaben zur Produktidentifikation. Daneben gibt es auch Anforderungen an die Lesbarkeit und Haltbarkeit der Kennzeichnungen.

Typische Angaben und Symbole

  • Recycling- und Materialhinweise: Kennzeichnungen zur Werkstoffidentifikation (z. B. PAP-Codes) und das Resy-Symbol als Hinweis auf die Wiederverwertbarkeit im Altpapierkreislauf.
  • Produkt- und Logistikdaten: Artikelnummer, EAN/GTIN, 2D-Codes, Chargen- bzw. Losangaben, Bestimmungsland/Region.
  • Sicherheits- und Handhabungspiktogramme: Hinweise zu Lagerung, Ausrichtung und Schutz (z. B. Trocken lagern, nicht kippen), sowie Gefahrgutkennzeichen bei Bedarf.
  • Kontakt- und Verantwortlichkeitsangaben: Hersteller oder Inverkehrbringer einschließlich Adresse und ggf. Servicekontakt.
  • Datums- und Freigabestempel: Produktionsdatum, Mindesthaltbarkeits- oder Verwendbarkeitsangaben, interne Prüf- und Freigabesiegel.

Lesbarkeit, Dauerhaftigkeit und Platzierung

  • Ausreichender Kontrast, angemessene Schriftgrößen und klare Piktogramme für schnelle Erfassbarkeit.
  • Wisch- und abriebfeste Tinten/Kleber; geeignete Etikettenmaterialien für staubige, feuchte oder kalte Umgebungen.
  • Freizonen für Bar- und 2D-Codes; keine Überdrucke auf Falzkanten, Klebung oder stark strukturierten Flächen.
  • Einheitliche Positionen je Verpackungsseite (z. B. vorne/rechts), damit Lager- und Scansysteme reproduzierbar arbeiten.

Umsetzung und Prozesssicherheit

  • Standardisierte Vorlagen und Freigabeprozesse, um konsistente Angaben über Serien und Standorte hinweg sicherzustellen.
  • Stichprobenprüfungen der Druckqualität (z. B. Code-Verification), Dokumentation von Änderungen und Versionen.
  • Regelmäßige Rechts- und Länder-Checks, insbesondere bei Exporten oder Produktänderungen.
  • Abstimmung mit Logistikpartnern und Handel zu Labelgrößen, Datenformaten und Scanwinkeln für stabile Durchlaufzeiten.

Kennzeichnungsträger und Technologien

  • Direktdruck: Flexo-, Offset- oder Digitaldruck für großflächige Informationen und Symbole auf Wellpappe.
  • Etiketten: Variable Daten, nachträgliche Kennzeichnung, optionale Schutzlaminate für erhöhte Abriebfestigkeit.
  • Stempel/Markierer: Für einfache Hinweise oder interne Freigaben; auf ausreichenden Kontrast achten.
  • 2D-/RF-Technologien: DataMatrix/QR für Inhalte auf kleinem Raum; ergänzend können RFID-/NFC-Labels für automatische Identifizierung genutzt werden, sofern sinnvoll.

Häufige Fehler und Praxistipps

  • Fehler: Codes zu nahe an Kanten oder über Stanzrillen platziert – Tipp: definierte Freizonen und einheitliche Platzierungsregeln nutzen.
  • Fehler: Zu geringe Strichbreiten oder Kontraste – Tipp: Testdrucke und Code-Grade-Prüfungen vor Serienstart durchführen.
  • Fehler: Unvollständige Pflichtangaben bei Ländervarianten – Tipp: Variantenmanagement mit klaren Länderprofilen etablieren.
  • Fehler: Etiketten haften nicht dauerhaft – Tipp: Klebstoff auf Substrat, Temperatur und Feuchte abgleichen, Oberflächen reinigen.

Praxisbeispiele aus der Verpackung mit Wellpappe

  • Exportkarton für Technikkomponenten: Außenseitige Handhabungssymbole nach gängigen Transportstandards, GS1-128 mit Chargen- und Bestimmungsinformationen, Materialcode PAP 20/21 zur Entsorgung.
  • Lebensmittelnahes Transportgebinde: Deutliche Trennung von produktbezogenen Angaben und logistischen Codes; wischfeste Tinten, klare Mindestschriftgrößen und Resy-Hinweis.
  • E-Commerce-Versandverpackung: Standardisiertes Versandlabel, retourenfähige Zusatzkennzeichnung, QR-Code für digitale Gebrauchshinweise und Reklamationsabwicklung.

Fazit

Die Einhaltung der Kennzeichnungspflichten ist für alle, die Wellpappenverpackungen verwenden, von großer Bedeutung. Es handelt sich dabei nicht nur um eine gesetzliche Anforderung, sondern sie trägt auch zu Verbraucherschutz, Umweltschutz und fairen Handelspraktiken bei.

Praxisgerecht umgesetzt, schafft Kennzeichnung Klarheit für alle Beteiligten: von der Produktion über die Logistik bis zum Endnutzer. Sie reduziert Fehlinterpretationen, erleichtert die Sortierung in Recyclingströme und stärkt die Nachweisführung im Fall von Reklamationen oder Rückrufen.

Unternehmen profitieren von standardisierten Prozessen, eindeutigen Vorlagen und regelmäßigen Prüfungen. So bleibt die Kennzeichnung auf Wellpappe robust, nachvollziehbar und länderkonform – auch bei wechselnden Serien und internationalen Absatzmärkten.

Zusammenfassung:

  • Die Kennzeichnungspflicht besagt, dass Produktinformationen wie Inhaltsstoffe, Herstellerangaben und Ursprungsland klar und sichtbar auf Verpackungen vermerkt sein müssen.
  • Im Kontext von Verpackungen aus Wellpappe, trägt die Kennzeichnungspflicht zur Transparenz und Verbrauchersicherheit bei, da sie mögliche Allergene oder schädliche Substanzen offenlegt.
  • Zudem ist die Einhaltung der Kennzeichnungspflicht entscheidend, um potenzielle rechtliche Konsequenzen zu vermeiden und den reibungslosen Handel von Produkten im Inland und Ausland zu gewährleisten.
  • Für Wellpappe sind insbesondere Materialkennzeichnungen (z. B. PAP-Codes) und das Resy-Symbol gebräuchlich; sie unterstützen die korrekte Sortierung in den Recyclingkreislauf.
  • Wesentlich sind gute Lesbarkeit, dauerhafte Anbringung und eine eindeutige, länderkonforme Sprache sowie konsistente Prozesse zur Qualitätssicherung.
  • Ergänzend tragen maschinenlesbare Codes, klare Platzierungsvorgaben und dokumentierte Freigaben dazu bei, Kennzeichnungen auf Wellpappe nachhaltig prozesssicher umzusetzen.

Veröffentlicht am 04.07.2024
Letzte Überarbeitung am 05.12.2025 um 09:58 Uhr von Manuel Hofacker

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