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Leiterplattenverpackung

Beim Umgang mit elektronischen Bauteilen ist jede Form von Schutz unerlässlich. Hier kommt die Leiterplattenverpackung ins Spiel, die für den sicheren Transport und die Lagerung von Leiterplatten verwendet wird, speziell konzipiert für Wellpappe. Sie schützt Leiterplatten (PCBs) vor mechanischen Belastungen, elektrostatischer Entladung (ESD), Staub und Feuchtigkeit und ermöglicht gleichzeitig ein effizientes Handling entlang der gesamten Prozesskette von der Fertigung bis zur Auslieferung. Ergänzend unterstützt sie eine strukturierte Kommissionierung, minimiert Berühr- und Kantenbelastungen und erleichtert durch klare Öffnungsrichtungen sowie Griffzonen das wiederholgenaue Packen. Typische Einsatzformen sind Versandverpackungen, Transporttrays und Mehrweg-Umverpackungen für den werkinternen Umlauf, die eine reproduzierbare Lagefixierung und definierte Schutzabstände gewährleisten.

Definition: Was versteht man unter Leiterplattenverpackung?

Die Leiterplattenverpackung ist eine spezifische Ausprägung der Verpackungstechnik, die empfindliche elektronische Baugruppen und Leiterplatten vor physikalischen und umweltbedingten Einflüssen bewahrt. Sie umfasst Außen- und Innenverpackungselemente: formstabile Umkartons, Einlagen, Abstandshalter, Fixier- und Polsterelemente sowie optional antistatische Barrieren. Häufig werden konstruktive Lösungen gewählt, die Leiterplatten flächig und kantenstabil fixieren, um Mikroschäden an Leiterbahnen, Lötstellen oder Bauteilen zu vermeiden. Je nach Prozessanforderung unterscheiden sich Transport-, Lager- und Intralogistik-Lösungen (z. B. für werkinternen Umlauf) in Aufbau, Schutzgrad und Handhabung. Neben unbestückten Leiterplatten adressiert die Auslegung auch bestückte Baugruppen mit Bauteilfreistellungen, Freiräumen für SMD- und THT-Komponenten sowie spezifischen Anforderungen an die Z-Höhe.

Herstellung und Eigenschaften der Leiterplattenverpackung

Für die Herstellung einer Leiterplattenverpackung wird häufig Wellpappe verwendet. Dieses Material ist leicht und gleichzeitig robust, was es zu einer geeigneten Wahl für den Schutz von empfindlichen Bauteilen wie Leiterplatten macht. Das Material bietet konstruktionsabhängig Polsterwirkung, Kanten- und Flächenschutz sowie eine definierte Stapelfestigkeit. Der Herstellungsprozess ist im Vergleich zu alternativen Lösungen ressourcenschonend, da Wellpappe zu einem hohen Anteil aus Recyclingmaterial besteht und wiederum dem Recycling zugeführt werden kann. Durch Rillung und Stanzung entstehen passgenaue Konturen; die Monomaterialität vereinfacht Entsorgung und Kreislaufführung und unterstützt eine durchgängige Materialtrennung ohne Mischverbunde.

In der Praxis kommen ein- oder mehrwellige Qualitäten (z. B. E-, B- oder BC-Welle) zum Einsatz. Zuschnitt, Rillung und Stanzung ermöglichen passgenaue Falt- und Steckkonstruktionen; Klebelaschen, Einstecklaschen und optional integrierte Trays sorgen für reproduzierbare Handhabung. Bei Bedarf werden ableitfähige oder antistatisch ausgerüstete Komponenten (z. B. Einlagen) ergänzt, um den ESD-Schutz zu erhöhen. Auch Feuchte- und Korrosionsschutz lassen sich durch Trockenmittel, Barrierebeutel und geeignete Verschlusskonzepte ergänzen. Ergänzend können FEFCO-basierte Bauformen, zusätzliche Trennlagen sowie formschlüssige Nester die Prozesssicherheit erhöhen und variable Nutzen (z. B. Panel mit V-Nut oder Mouse-Bites) sicher aufnehmen.

Für eine funktionssichere Auslegung sind wichtige Abmessungen für passende Konstruktionen entscheidend: Leiterplattendicke, Kantenlängen, Bestückungshöhen, Mindestabstände, Packeinheiten pro Lage sowie zulässige Toleranzen beeinflussen die Konstruktion von Einlagen, Aufnahmen und Fixierpunkten. Zusätzlich sind Materialkennwerte wie Berst- und Durchstoßfestigkeit, ECT/BCT sowie der klimatische Einsatzbereich zu berücksichtigen. Relevante Toleranzketten, Freistellmaße für empfindliche Komponenten (z. B. BGA, QFN, Steckverbinder) sowie die Orientierung von Leiterplatten (Einlege- und Entnahmerichtung) sollten bereits in der Konstruktionsphase definiert werden.

Konstruktionsmerkmale und Funktionsbausteine

  • Formschlüssige Aufnahmen: Ausstanzungen, Nester oder Steckkanäle zur sicheren Lagefixierung.
  • Polster- und Abstandselemente: Federnde Zonen, mehrlagige Einlagen, Abstandshalter zur Entkopplung von Stößen.
  • Kanten- und Flächenschutz: Verstärkte Zonen an kritischen Bereichen, um Druckspitzen zu vermeiden.
  • Handlingsicherheit: Grifföffnungen, eindeutige Öffnungsseite, eindeutige Kennzeichnung und dokumentierter Faltablauf.
  • Optionale ESD-Maßnahmen: Ableitfähige Oberflächen und Einlagen, Trennlagen, abschirmende Innenbeutel.
  • Integration von Freistellbereichen: Höhenfreistellungen für Bauteile, definierte Auflagepunkte, Schutz vor Lötstellenkontakt.
  • Modularität: Austauschbare Einlagen für unterschiedliche Losgrößen, Varianten und Panelgeometrien.

Verwendungen und Anwendungen von Leiterplattenverpackungen

Die Anwendungsbereiche von Leiterplattenverpackungen sind vielfältig. Vor allem in der Elektronikfertigung und bei EMS-Dienstleistern werden sie zum Schutz von unbestückten Leiterplatten, bestückten Baugruppen oder Panelnutzen eingesetzt – sowohl bei der internen Umlagerung zwischen Prozessschritten als auch beim externen Versand. Sie eignen sich für Lagerpuffer, Kommissionierung, Zwischen- und Endtransport. Zusätzlich unterstützen sie Prüfschritte, indem eine schnelle Entnahme, eindeutige Lageorientierung und sichere Rückführung in den Verpackungszustand ermöglicht wird.

Typische Einsatzszenarien

  • Lagerung unbestückter Leiterplatten mit schützenden Trennlagen und definiertem Anpressdruck.
  • Transport bestückter Baugruppen in fixierenden Einlagen, die sensible Bauteile freistellen.
  • Versand von Prototypen oder Kleinserien in variablen Konstruktionen mit anpassbarer Aufnahmestruktur.
  • Sammelverpackungen für Serienfertigung, bei denen mehrere Leiterplatten pro Lage stabil und wiederholgenau platziert werden.
  • Mehrwegfähige Intralogistik-Trays mit austauschbaren Inserts für Variantenwechsel und unterschiedliche Bestückungszustände.

Durch ihre speziellen Eigenschaften eignen sich diese Lösungen für platzsparenden Versand, effiziente Lagerung und eine reproduzierbare Montage- und Prüflogistik. Wichtig ist eine klare Kennzeichnung der Einlege- und Entnahmeseiten, um Fehlbedienungen zu vermeiden. Ergänzend unterstützen eindeutige Piktogramme, Farbcodierungen oder QR-Codes die Nachvollziehbarkeit und reduzieren Such- und Rüstzeiten in der Fertigung.

Vor- und Nachteile von Leiterplattenverpackung

Leiterplattenverpackungen sind in der Elektronikindustrie etabliert und bieten zahlreiche Vorteile. Sie kombinieren ein geringes Eigengewicht mit ausreichender Stabilität, lassen sich passgenau konstruieren und sind aufgrund der Falt- und Steckprinzipien schnell einsatzbereit. Die Konstruktionen können auf definierte Fall- und Vibrationsbelastungen ausgelegt werden und ermöglichen eine prozesssichere Handhabung. Das Material ist recyclingfähig und in vielen Qualitäten verfügbar, wodurch Beschaffungs- und Entsorgungskonzepte vereinfacht werden. Auch bei wechselnden Packdichten und variierenden Bauteilhöhen können modulare Einlagen die Flexibilität erhöhen, ohne den Schutzgrad zu reduzieren.

Potenzielle Nachteile ergeben sich aus Einsatzgrenzen des Materials: Nicht jede Produktgeometrie lässt sich ohne zusätzliche Einlagen abbilden, Feuchtigkeit kann bei ungeeigneter Lagerung zu Eigenschaftsänderungen führen, und ESD-Anforderungen erfordern oft ergänzende Komponenten. Zudem variieren die Fertigungskosten in Abhängigkeit von Losgrößen, Komplexität der Stanzkonturen und geforderter Materialqualität. Bei sehr hohen Massen oder extremen klimatischen Bedingungen kann eine Kombination aus Wellpappe und weiteren Schutzkomponenten (z. B. schaumstoffbasierte Konturpolster) notwendig sein.

Hinweise zur Risikominimierung

  • Trockene, klimakontrollierte Lagerung der Verpackungen und verpackten Güter.
  • Auswahl geeigneter Materialqualitäten in Bezug auf Stapeldruck, Kantenstauchwiderstand und Einsatzklima.
  • Ergänzende ESD-Maßnahmen (z. B. ableitfähige Einlagen, Innenbeutel) nach gefordertem Schutzgrad.
  • Praxistests (z. B. Fall- und Vibrationsprüfungen) und Validierung der Packmuster.
  • Dokumentierte Packanweisung zur Vermeidung von Bedienfehlern.
  • Regelmäßige Sichtprüfung auf Beschädigungen, Feuchteaufnahme und Verschleiß an Einlagen und Aufnahmen.

+ Die Wellstar-Packaging GmbH ist stets bemüht, die Leistung ihrer Leiterplattenverpackungen zu verbessern, um den Anforderungen ihrer Kunden und der Umwelt gerecht zu werden. Mit ihrer Erfahrung und ihren Fachkenntnissen bietet sie optimale Lösungen für den Schutz von Leiterplatten und trägt so zur Erreichung der Geschäftsziele ihrer Kunden bei.

Umweltfreundlichkeit der Wellpappe

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Leiterplattenverpackungen aus Wellpappe ist ihr Beitrag zum Umweltschutz. Da Wellpappe zu einem großen Teil aus Recyclingmaterial besteht und selbst wieder recycelt werden kann, handelt es sich um eine nachhaltige Verpackungslösung. Die Monomaterialität erleichtert die sortenreine Entsorgung. Wasserbasierte Druckfarben und klebstoffarme Konstruktionen unterstützen zusätzliche Umweltziele. Trotz der möglichen Feuchtigkeitsaufnahme bei unsachgemäßer Lagerung bietet Wellpappe ein ausgewogenes Verhältnis von Schutzwirkung, Materialeinsatz und Kreislauffähigkeit. Zudem ermöglicht die anwendungsbezogene Materialauswahl (z. B. E-Welle für feinere Konturen, BC-Welle für erhöhte Stapelfestigkeit) eine bedarfsgerechte Ressourcennutzung.

Langlebigkeit und Wiederverwendung

  • Mehrfachnutzung bei intralogistischen Einsätzen möglich, sofern die Stabilität erhalten bleibt.
  • Recyclinggerechte Gestaltung durch Verzicht auf schwer trennbare Materialverbunde.
  • Kennzeichnung und saubere Trennung nach Gebrauch fördern hohe Rückgewinnungsquoten.
  • Prüfung auf Funktionserhalt nach definierten Zyklen, um Wiederverwendungsgrenzen rechtzeitig zu erkennen.

Normen, Prüf- und Testverfahren

Zur Absicherung der Leiterplattenverpackung haben sich standardisierte Prüfungen etabliert. Relevante Richtlinien umfassen u. a. IEC 61340 (ESD-Schutz), DIN- und ISO-Normen zur Wellpappprüfung (z. B. ECT/BCT, Berstfestigkeit) sowie branchenübliche Transportprüfungen (z. B. Fallprüfung gemäß ASTM D5276, Vibrationsprüfungen und ISTA-Profile). Eine dokumentierte Validierung mit Prüfprotokollen unterstützt die Reproduzierbarkeit und erleichtert spätere Anpassungen bei Produktänderungen.

Auslegung und Berechnung

Bei der Dimensionierung sind Stapelhöhen, zulässige Flächenpressungen, Kippmomente sowie Transportprofile zu berücksichtigen. Neben der Bestimmung der Auflagepunkte sind Mindeststützweiten und Freistellhöhen für Bauteile zu definieren. Die Ermittlung der Packdichte (Teile pro Lage, Lagen pro Karton) erfolgt im Abgleich mit zulässigen Deformationen und der erforderlichen Polsterreserve; die Toleranzkette von Leiterplatten, Nutzenrahmen und Einlagen ist dabei maßgeblich.

Prozessintegration und Kennzeichnung

Eine klare, standardisierte Kennzeichnung (z. B. Einlegepfeile, Bauteilfrei-Zonen, Warnhinweise für ESD) erleichtert die fehlerarme Handhabung. Ergänzend können Chargen- oder Seriennummern, Barcodes und QR-Codes die Rückverfolgbarkeit unterstützen. Für werksinterne Umläufe empfiehlt sich eine robuste Dokumentation mit Packanweisungen, Bildfolgen und kurzen Schulungssequenzen, um eine gleichbleibende Qualität über Schichten und Fertigungsinseln hinweg sicherzustellen.

Typische Fehlerbilder und Prävention

Häufige Fehlerursachen sind unzureichende Freistellungen, zu hohe Flächenpressungen, unpassende Materialqualitäten oder falsche Orientierung der Leiterplatte im Nest. Präventiv wirken anwendungsnahe Tests, das Einplanen von Fertigungstoleranzen, das Vermeiden von Reibkontakten an empfindlichen Bauteilkanten sowie die Definition von maximalen Beladungsgrenzen. Regelmäßige Auditierungen der Verpackung im realen Prozess (Wareneingang, Fertigung, Versand) decken Verbesserungspotenziale auf.

Resümee zur Leiterplattenverpackung

Zusammenfassend ist die Leiterplattenverpackung aus Wellpappe eine funktionale, wirtschaftliche und ressourcenschonende Lösung für den Schutz empfindlicher Leiterplatten entlang der gesamten Lieferkette. Durch eine sorgfältige Auslegung hinsichtlich Geometrie, Fixierung, Polsterung und optionalem ESD- sowie Feuchteschutz lässt sich das Beschädigungsrisiko deutlich reduzieren. In Verbindung mit klaren Packanweisungen und geeigneten Prüfungen entsteht eine robuste, gut dokumentierte Lösung für Lagerung, innerbetrieblichen Transport und Versand. Die Kombination aus materialgerechter Konstruktion, eindeutiger Kennzeichnung und validierten Testprofilen bildet die Grundlage für reproduzierbare, skalierbare Prozesse.

Praxisempfehlungen

  • Frühe Klärung von Schutzanforderungen (mechanisch, ESD, Klima) und Prozessschritten.
  • Passgenaue Einlagen und definierte Aufnahmepunkte zur Vermeidung von Kontaktbelastungen.
  • Validierung durch Musterbau und Belastungstests vor dem Serieneinsatz.
  • Berücksichtigung von Packdichte, Ergonomie und eindeutiger Kennzeichnung für fehlerarme Abläufe.
  • Regelmäßige Überprüfung von Verschleißteilen (Einlagen, Trennlagen) und Anpassung bei Produktänderungen.

Zusammenfassung:

  • Bei der Leiterplattenverpackung handelt es sich um das effektive und sichere Verpacken von Leiterplatten, um sie vor Beschädigungen zu schützen, die während des Transports oder der Lagerung aufkommen können.
  • Wellpappe ist oft das Material der Wahl für diese Art von Verpackungen, da sie robust, aber dennoch leicht ist, eine hohe Schutzfunktion bietet und den Anforderungen vieler Unternehmen gerecht wird.
  • Bei der Auswahl der passenden Verpackungslösung für Leiterplatten sollte berücksichtigt werden, dass sie auf die Größe und Form der Leiterplatten abgestimmt sein soll, um optimalen Schutz zu gewährleisten.
  • Erweiterte Schutzmaßnahmen wie ESD-Ausrüstung, Barrierebeutel und Trockenmittel können je nach Produktanforderung erforderlich sein.
  • Validierte Konstruktionen und klare Packanweisungen erhöhen die Prozesssicherheit und senken das Schadensrisiko.
  • Normgerechte Prüfungen (z. B. ECT/BCT, Fall- und Vibrationsprüfungen) sichern die Auslegung gegenüber realen Belastungen ab.

Veröffentlicht am 14.06.2024
Letzte Überarbeitung am 19.01.2026 um 10:06 Uhr von Sebastian Würth

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