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Neue Verpackungstechnologien

Innovative Entwicklungen prägen stetig den Bereich der Wellpappenverpackungen. Insbesondere die neuen Technologien im Bereich der Verpackung treiben die Branche voran und bieten klare Fertigungsvorteile sowie Optimierungen in der Produktdarstellung und im Transportschutz. Zusätzlich ermöglichen sie kürzere Reaktionszeiten auf Marktanforderungen, eine präzisere Dimensionierung von Packmitteln und eine verbesserte Konsistenz über verschiedene Losgrößen hinweg.

Aktuell reichen die Fortschritte von digital vernetzten Produktionsketten über hochauflösenden Direktdruck bis hin zu sensorgestützten Lösungen für Rückverfolgbarkeit. Robotik unterstützt das materialschonende Handling, algorithmische Zuschnittplanung reduziert Verschnitt, und ressourceneffiziente Prozesse senken Energiebedarf und Emissionen. Damit einher gehen verknüpfte MES-/ERP-Datenflüsse, Closed-Loop-Regelungen (z. B. Feuchte- und Bahnspannungsführung), inline erfasste Qualitätskennwerte sowie adaptive Werkzeuge für schnelle Formatwechsel. Dadurch werden Wellpappenverpackungen präziser an das Produkt angepasst, recyclingfreundlicher konstruiert und in stabiler Qualität reproduzierbar gefertigt – auch bei variablen Auftragsstrukturen und kurzen Lieferfristen.

Definition: Was versteht man unter neuen Verpackungstechnologien?

Unter neuen Verpackungstechnologien werden innovative Methoden und Verfahren in der Herstellung und Gestaltung von Wellpappenverpackungen verstanden. Sie basieren auf fortschrittlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen und technologischen Entwicklungen, mit dem Ziel, die Verpackungsprozesse zu optimieren, die Qualität zu stabilisieren und die Umweltauswirkungen zu minimieren. Dazu zählen sowohl verfahrenstechnische als auch digitale und konstruktive Neuerungen, die entlang des gesamten Wertstroms wirken.

Im Kern umfassen sie drei Bereiche: materialbezogene Innovationen (z. B. optimierte Fasermischungen, verbesserte Klebstoffe und funktionale Beschichtungen), prozessbezogene Innovationen (z. B. automatisierte Rüst- und Umstellvorgänge, inline arbeitende Mess- und Steuertechnik) sowie informationsbezogene Innovationen (z. B. digitale Kennzeichnung, Datenerfassung und Auswertung). Damit werden sowohl Herstellung, Weiterverarbeitung und Logistik als auch die Nutzung beim Endanwender adressiert. Ergänzend rücken Aspekte wie Lebenszyklusanalyse, Rückführbarkeit von Fasern und datenbasierte Prozessverbesserungen in den Mittelpunkt.

Abgrenzung und Zielsetzung

Neue Verpackungstechnologien unterscheiden sich von inkrementellen Verbesserungen dadurch, dass sie messbare Effekte auf Produktivität, Stabilität, Materialeffizienz und Nachverfolgbarkeit bewirken. Ziele sind unter anderem: reproduzierbare Kanten- und Flächenstabilität, konforme Kennzeichnung, minimierter Ausschuss, reduzierte Rüstzeiten sowie transparente Datenketten für Audit und Qualitätssicherung – ohne die Verarbeitbarkeit oder die Recyclingfähigkeit zu beeinträchtigen.

  • Material und Konstruktion: Leichtbau durch angepasste Wellenprofile, stabilitätsoptimierte Rillbilder, recyclingfreundliche Monomaterial-Konzepte, funktionale Oberflächen, deinkbare Druckfarben sowie gezielte Barriereeffekte auf Wasserbasis für definierte Einsatzzwecke.
  • Prozesse und Anlagen: Automatisierte Zuschnitt-, Rill- und Klebeprozesse, vorausschauende Instandhaltung, vernetzte Qualitätssicherung, Closed-Loop-Regelkreise für Feuchte und Bahnspannung, modulare Rüstkonzepte für kleine Losgrößen.
  • Digitale Informationen: Maschinell lesbare Codes, RFID-Technologie, Sensorik sowie Datenintegration für Rückverfolgbarkeit und Statusinformationen, standardisierte Schnittstellen und revisionssichere Archivierung qualitätsrelevanter Messwerte.

Anwendung neuer Verpackungstechnologien in der Wellpappeindustrie

Die Wellpappeindustrie adaptiert neue Verpackungstechnologien, um Kunden funktionale, robuste und konsistente Verpackungslösungen bereitzustellen. Dabei kommen smarte Technologien wie beispielsweise Strichcode- oder RFID-Technologie zum Einsatz. Auch die Optimierung von Produktionsmethoden durch Robotik und Automatisierung gehört zur Anwendung innovativer Verpackungstechnologien. Hierbei wird die Genauigkeit und Effizienz der Produktionsabläufe verbessert, während gleichzeitig Betriebskosten, Ausschuss und Rüstaufwände gesenkt werden. Zudem lassen sich Qualitätsmerkmale wie Rilltiefe, Planlage und Kantenstauchwiderstand besser einhalten.

Praxisbeispiele sind der digitale Direktdruck mit variablen Daten für Serienkennzeichnung, Inline-Kamerasysteme zur Erkennung von Riss- oder Rillfehlern sowie automatische Umstellungen bei Formatwechseln. In der Logistik unterstützen scannbare Kennzeichnungen die Rückverfolgbarkeit, während Zustandsindikatoren (z. B. Feuchte- oder Stoßhinweise) Hinweise zum Handling liefern. Ergänzend kommen automatische Bahnverfolgung, optimierte Leimauftragskontrolle und Echtzeit-Qualitätsregelkarten zum Einsatz. Für standardisierte Anforderungen und schnelle Verfügbarkeit lassen sich weitere Informationen zu sofort verfügbaren Verpackungen ab Lager nutzen.

Qualitätssicherung und Prozessstabilität

Sensorik und Bildverarbeitung prüfen laufend Klebenaht, Druckbild und Rillgenauigkeit. Daten aus der Linie werden zentral ausgewertet, um Abweichungen früh zu erkennen und Korrekturen automatisch einzuleiten. Vorausschauende Instandhaltung reduziert Stillstände und stabilisiert die gleichbleibende Produktqualität. Statistische Prozesskontrolle (z. B. Regelkarten), Messsystemanalysen und definierte Eingriffsgrenzen tragen dazu bei, ECT-/BCT-Ziele, Planlage und Maßhaltigkeit konstant zu erreichen.

Automatisiertes Handling

Greifsysteme, kollaborative Roboter und fahrerlose Transportsysteme übernehmen wiederkehrende Handlingschritte. Das entlastet Mitarbeitende, erhöht die Reproduzierbarkeit und ermöglicht eine sichere, ergonomische Materialführung auch bei hohen Taktzahlen. Wechselbare Endeffektoren, intelligente Saugerkonzepte und sensorgestützte Kollisionsvermeidung sichern das schonende Handling von Zuschnitten und fertigen Wellpappenverpackungen.

Integration in Datenflüsse und Schnittstellen

Durchgängige Datenketten verbinden Auftrag, Fertigung, Prüfung und Auslieferung. Standardisierte Austauschformate und definierte Rollen- und Zugriffsmodelle erleichtern die Integration in bestehende IT-Umgebungen. Relevante Qualitäts- und Prozessdaten werden strukturiert abgelegt, um Rückverfolgbarkeit und Auditfähigkeit zu gewährleisten, ohne die Betriebssicherheit zu beeinträchtigen.

Trends und Innovationen bei neuen Verpackungstechnologien

Die Wellpappenverpackungsbranche ist bemüht, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und praxistaugliche Lösungen zu etablieren. Aktuell stehen nachhaltige Materialien und ressourcenschonende Fertigungsmethoden im Fokus. Dennoch bleiben die Hauptziele gleich: Sicherheit, Haltbarkeit und Präsentation des Produkts in hoher, reproduzierbarer Qualität. Ergänzend nimmt die datenbasierte Optimierung mit simulationsgestützten Vorhersagen zu, um Entwicklungszeiten und Testschleifen zu reduzieren.

Wesentliche Trends sind kreislauffähige Materialien, wasserbasierte Farben und funktionale Beschichtungen ohne kritische Substanzen. Ebenso gewinnen massenpersonalisierte Druckbilder, digitale Zwillinge von Aufträgen und Datenräume für lückenlose Rückverfolgbarkeit an Bedeutung. Konstruktive Weiterentwicklungen wie verbesserte Aufreißhilfen, stabile Wiederverschluss-Optionen sowie integrierte Dämpfungselemente unterstützen E-Commerce-taugliche Lösungen. Algorithmen helfen beim Zuschnitt-Layout, um Material einzusparen, ohne Tragfähigkeit und Kantenstabilität zu beeinträchtigen. Parallel entwickeln sich modulare Maschinenplattformen, die Upgrades und Funktionspakete bedarfsgerecht ermöglichen.

  • Digitaldruck und variable Daten: Seriennummern, Chargeninfos, sprach- oder regionsspezifische Kennzeichnung ohne Werkzeugaustausch sowie Farbraumoptimierung für wiederkehrende Motive.
  • Nachhaltige Konstruktion: Monomaterial-Designs, einfache Trennbarkeit der Komponenten, hohe Faserwiederverwertbarkeit und materialeffiziente Geometrien für definierte Lastfälle.
  • Datenintegration: Durchgängige Prozessdaten von Auftrag bis Auslieferung schaffen Transparenz und erleichtern Audits; strukturierte Datenmodelle unterstützen Auswertungen und Berichte.

Normen, Prüfverfahren und Konformität

Neue Verpackungstechnologien orientieren sich an einschlägigen Prüfgrößen und Grenzwerten. Dazu gehören standardisierte Stauch-, Fall- und Klimatests ebenso wie Vorgaben zur Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit. Ziel ist die Konformität mit relevanten Anforderungen, ohne die verarbeitungsseitige Effizienz oder die Recyclingfähigkeit zu beeinträchtigen.

Vor- und Nachteile der neuen Verpackungstechnologien

Neue Verpackungstechnologien bieten viele Vorteile: Sie verbessern die Produktivität, senken den Materialverbrauch und ermöglichen einen schnellen und effizienten Verpackungsprozess. Zudem ermöglichen sie eine erhöhte Produktsicherheit und verbesserten Transportschutz. Gleichzeitig steigern sie die Datenqualität für Entscheidungen entlang des gesamten Lebenszyklus. Allerdings sind mit der Implementierung neuer Verpackungstechnologien auch Investitionen verbunden, und es bedarf sorgfältiger Planung und Schulungen, um sicherzustellen, dass die Vorteile vollständig genutzt werden können. Eine ganzheitliche Betrachtung von Gesamtbetriebskosten, Risiken und Qualifikationsbedarf ist daher sinnvoll.

Vorteile

  • Höhere Prozesssicherheit durch automatisierte Prüf- und Regelkreise.
  • Material- und Energieeinsparungen durch optimierte Zuschnitte und stabile Leichtbaukonstruktionen.
  • Schnellere Markteinführung durch kurze Umrüstzeiten und On-Demand-Fertigung.
  • Verbesserte Informationsqualität dank maschinenlesbarer Kennzeichnung und sensorischer Zustandsdaten.
  • Konstante Maßhaltigkeit und verbesserte Planlage durch inline überwachte Prozessparameter.
  • Transparente Rückverfolgbarkeit über alle Fertigungs- und Logistikschritte hinweg.

Herausforderungen

  • Anfangsinvestitionen in Anlagen, Software und Qualifizierung der Mitarbeitenden.
  • Integration in bestehende IT-Landschaften und Datenschnittstellen.
  • Absicherung von Datenqualität, Zugriffskonzepten und Cyber-Sicherheit.
  • Kompatibilität neuer Materialien mit vorhandenen Prozessen und Recyclingpfaden.
  • Änderungsmanagement, Akzeptanz und kontinuierliche Schulung im laufenden Betrieb.
  • Validierung neuer Prozesse, inklusive Testreihen und skalierbarer Freigabekriterien.

Ausblick: Die Zukunft der neuen Verpackungstechnologien

Der Fortschritt steht nicht still: Neue, bahnbrechende Verpackungstechnologien entstehen gerade oder sind bereits in der Entwicklung. Hierzu zählen beispielsweise autonome Produktionssysteme und Künstliche Intelligenz. Die Wellpappenverpackungsbranche kann sich auf weitere Weiterentwicklungen und praxisnahe Verbesserungen einstellen, die in bestehende Linien integrierbar sind.

Konkret zu erwarten sind stärker selbstoptimierende Linien mit KI-gestützter Auftragssteuerung, adaptive Werkzeuge für schnell wechselnde Formate sowie noch effizientere, wasserbasierte Druck- und Beschichtungssysteme. Digitale Zwillinge erlauben die Simulation von Stabilität, Klimaverhalten und Durchstoßbeständigkeit bereits vor der physischen Fertigung. Zudem wird die Kreislauffähigkeit weiter ausgebaut, etwa durch vereinfachte Trennbarkeit von Komponenten, robuste Rückführungswege der Faserrohstoffe und datenunterstützte Materialwahl für definierte Last- und Klimaprofile.

Zusammenfassung:

  • Die 3D-Drucktechnologie öffnet den Weg für individuelle und personalisierte Verpackungen, auch für Verpackungen aus Wellpappe, welche somit optimal an das Produkt angepasst werden können.
  • Intelligente und vernetzte Verpackungen, genannt Smart Packaging, bieten zusätzlichen Nutzen durch Einbindung von Technologien wie QR-Codes oder NFC-Chips, was auch bei Wellpappenverpackungen angewendet werden kann.
  • Die Verwendung von biologisch abbaubaren Materialien in der Herstellung von Verpackungen, einschließlich Wellpappe, wird immer populärer, um den Umweltaspekten gerecht zu werden und ökologische Nachhaltigkeit zu gewährleisten.
  • Inline-Sensorik, Bildverarbeitung und Datenanalyse sichern gleichbleibende Qualität und reduzieren Ausschuss.
  • Digitaldruck mit variablen Daten ermöglicht flexible Serienkennzeichnung ohne zusätzliche Werkzeuge.
  • Leichtbau durch geeignete Wellenprofile und optimierte Rillbilder spart Material bei stabiler Performance.
  • Konstruktive Merkmale wie Aufreißhilfe und Rücksendeoptionen unterstützen E-Commerce-taugliche Lösungen.
  • Kreislaufgerechtes Design mit recyclingfreundlichen Klebstoffen und Monomaterial-Konzepten stärkt die Wiederverwertbarkeit.
  • Automatisierte Umrüstungen und vorausschauende Instandhaltung erhöhen Verfügbarkeit und Effizienz der Fertigung.
  • Durchgängige Datenketten und standardisierte Kennzeichnungen verbessern Rückverfolgbarkeit und Auditfähigkeit.
  • Simulationsgestützte Auslegung von Wellpappenverpackungen verkürzt Iterationen und erhöht Planungssicherheit.
  • Geschulte Teams, klare Prozesse und valide Messmethoden sind entscheidend für nachhaltige Ergebnisse neuer Verpackungstechnologien.

Veröffentlicht am 26.07.2024
Letzte Überarbeitung am 08.01.2026 um 11:21 Uhr von Sebastian Würth

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