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Papierbeschichtung
Die Papierbeschichtung ist ein zentraler Prozessschritt der Papier- und Kartonveredelung, der einen deutlichen Einfluss auf Eigenschaften, Leistung und Weiterverarbeitung von Wellpappe und daraus gefertigten Verpackungen hat. Durch gezielte Oberflächenbehandlungen werden Barrieren, Bedruckbarkeit, Gleit- und Rutschverhalten, optische Effekte sowie Beständigkeiten gegen Feuchtigkeit, Fett, Abrieb oder Chemikalien angepasst. So entsteht ein Substrat, das für definierte Einsatzbedingungen im Transport, im Handel und bei der Produktpräsentation zuverlässig funktioniert. Dabei wirken Rezeptur, Schichtaufbau (Primer/Topcoat), Auftragsverfahren, Schichtgewicht und Trocknung eng zusammen, um die geforderten Kennwerte wie Reibkoeffizient, Barriereleistung und Druckeignung reproduzierbar zu erreichen. Für Wellpappenrohpapiere (Liner und gegebenenfalls Fluting) bedeutet eine abgestimmte Papierbeschichtung zudem eine höhere Prozessstabilität in der Wellpappenanlage, weniger Staubbildung sowie definierte Oberflächeneigenschaften für Druck, Rillen, Stanzen und Kleben.
Definition: Was versteht man unter Papierbeschichtung?
Unter Papierbeschichtung versteht man die gezielte Veredelung der Papier- oder Kartonoberfläche durch das Aufbringen einer dünnen Schicht funktionaler Materialien. Ziel ist es, sowohl visuelle als auch haptische Eigenschaften zu beeinflussen und gleichzeitig Schutzfunktionen zu integrieren. Dazu zählen etwa verbesserte Bedruckbarkeit, höherer Glanz oder eine matte Anmutung, aber auch Barrieren gegen Wasser, Wasserdampf, Öl, Fett oder Gase. Die Beschichtung erhöht die Strapazierfähigkeit, sorgt für definierte Reibwerte und unterstützt die Langlebigkeit von aus Wellpappe gefertigten Verpackungen. Je nach Anforderung kommen monolithische oder mehrlagige Schichtsysteme zum Einsatz; sie können inline (auf der Papiermaschine oder im Druckprozess) oder offline (nachgelagert) appliziert werden. Typische Bindemittel sind Acrylate, Styrol‑Butadien‑Latex, PVOH/EVOH, Stärke- und Proteinsysteme, biobasierte Wachse oder thermoplastische Polymere; Additive wie Entschäumer, Netzmittel, Gleitmittel, Mattierer, Pigmente und Vernetzer steuern Optik, Rheologie, Benetzbarkeit und Beständigkeit.
Abgrenzung zu verwandten Verfahren
- Beschichtung (Coating): Aufbringen einer dünnen Schicht (z. B. Lack, Dispersionsbarriere, Wachs) auf die Oberfläche; Fokus auf Oberflächeneigenschaften, Barriere und Funktion.
- Kaschierung: Verbinden mehrerer Lagen/Materialien (z. B. Papier mit Folie) mittels Klebstoff – andere Funktionslogik als eine reine Beschichtung; eignet sich für höhere Barrierelevel oder mechanische Verstärkung.
- Laminierung: Meist flächiges Verbinden unter Druck und Wärme mit Folien oder Filmen; häufig für dekorative Effekte oder robuste Sperrschichten.
- Imprägnierung: Durchtränken des Faserverbunds (z. B. mit Harzen) zur Modifikation des Materials in der Tiefe, nicht nur an der Oberfläche; beeinflusst Steifigkeit, Nassfestigkeit und Dimensionsstabilität.
Prozess der Papierbeschichtung
Der Beschichtungsprozess beginnt mit der Substratvorbereitung (Reinigung, Einstellung der Oberflächenenergie). Anschließend wird die Beschichtungsmasse – je nach Zielsetzung bestehend aus Bindemitteln, Pigmenten, Wachsen, Polymeren oder Additiven – mit geeigneter Applikationstechnik gleichmäßig aufgetragen. Es folgen Trocknung beziehungsweise Aushärtung und, falls erforderlich, Nachbehandlungsschritte wie Kalandrieren zur Oberflächenglättung. Das Ergebnis ist eine fest haftende, funktionale Schicht mit definierter Schichtdicke und Oberflächencharakteristik. Entscheidend sind dabei Viskosität, Temperaturführung, Bahnspannung, Liniengeschwindigkeit sowie das Zusammenspiel von Trocknerleistung und Substratfeuchte. Typische Schichtgewichte reichen – abhängig von Funktion – von wenigen g/m² (Lacke) bis zu mehreren Dutzend g/m² (Barriere- oder Extrusionsschichten).
- Substratvorbereitung: Entstauben, ggf. Corona-/Plasmavorbehandlung zur Benetzbarkeit; Kontrolle von Bahnfeuchte, Porosität und Oberflächenrauheit (z. B. Bendtsen/Parker) für eine stabile Benetzung und geringe Pinholes.
- Auftrag: Applikation mittels Streich-, Rakel-, Film- oder Vorhangverfahren; bei Extrusionsbeschichtung Auftrag geschmolzener Polymere. Die Wahl des Verfahrens beeinflusst Homogenität, Porenverschluss, Kantenaufbau und erreichbare Schichtdickenfenster.
- Trocknung/Aushärtung: Heißluft, IR, Kontaktwärme oder UV/EB-Vernetzung, abhängig vom System. Ziel ist eine vollständige Filmbildung ohne Blasenbildung, Blocking oder Rückbefeuchtung der Bahn.
- Nachbehandlung: Kalandrieren, Kühlen, Konditionieren; Aufwicklung. Kalandrieren steuert Glätte, Glanz und Dichte, kann jedoch sprödere Schichten stärker beanspruchen.
- Qualitätskontrolle: Prüfung von Schichtgewicht, Haftung, Barrierewerten und Oberflächeneigenschaften. Zusätzlich werden Gleichlauf, Oberflächenenergie (Dyne), Glanz, Weißgrad, Rauheit, COF sowie Druck- und Klebperformance dokumentiert.
Typische Beschichtungssysteme und Verfahren
- Streichbeschichtung (z. B. Klingenstreich, Rollrakel): Pigmentierte Streichmassen mit Bindemitteln für Glätte, Opazität und Druckqualität; üblich bei grafischen Linern und hochwertigem Preprint.
- Filmpressen- und Vorhangbeschichtung: Homogene, dünne Schichten für gleichmäßige Oberflächen; geeignet für Primer/Topcoats, wässrige Barrieren und funktionale Additivschichten.
- Dispersionsbarrieren: Wasserbasierte Systeme für Fett-, Feuchtigkeits- und Wasserdampfbarrieren; repulping-fähig konzipierbar und oft eine Alternative zu Folienlaminaten.
- Extrusionsbeschichtung: Thermoplastische Polymere (z. B. PE, PP) für robuste, geschlossene Barrieren; in Mehrlagenaufbauten mit Haftvermittlern möglich, inklusive Heißsiegelfunktionen.
- Wachs- und Paraffinbeschichtungen: Temporäre Feuchte- und Nassfestigkeit, häufig bei kühlkettennahen Anwendungen; steuern auch Gleitverhalten und Oberflächenhaptik.
- Lackierungen (wasserbasiert/UV/EB): Matt-/Glanzoptik, Abrieb- und Kratzschutz, Rubbelfestigkeit; optional mit Antischmier-, Antistatik- oder Heißsiegel-Additiven.
- Silikonisierung: Für definierte Abziehkräfte bei Release-Anwendungen (seltener in Wellpappenanwendungen, jedoch relevant bei Trägerpapieren); erfordert abgestimmte Primer und Vernetzung.
Qualitätsmerkmale und Prüfmethoden
- Schichtgewicht/Schichtdicke (g/m²): gleichmäßige Verteilung als Basis konstanter Eigenschaften; Überwachung inline (z. B. Infrarot) und offline (Gravimetrie, Mikrometrie).
- Haftfestigkeit: z. B. Tape-Test; wichtig für Weiterverarbeitung und Bedruckung. Ergänzend Querkleb-/Ritztests und Kantenhaftung an Faltlinien.
- Barrierekennwerte: Cobb-60 (Wasseraufnahme), Fettbarriere (z. B. KIT), Wasserdampfdurchgang (WVTR), Sauerstoffdurchgang (OTR). Für spezifische Anwendungen zusätzlich Aromabarrieren oder Mineralölbarrieren (MOSH/MOAH) bewerten.
- Oberflächenenergie/Benetzbarkeit: Dyne-Test; relevant für Druck und Klebung. Zu geringe Energie erfordert Primer oder Vorbehandlung, zu hohe kann Blocking begünstigen.
- Reibkoeffizient (COF): Steuerung der Rutschhemmung für Fördertechnik und Palettierung; Unterscheidung zwischen statischem und dynamischem COF.
- Lebensmittelkonformität und Migration: Einhaltung regulatorischer Anforderungen für direkten/indirekten Kontakt; Prüfung potenzieller Stoffübergänge (z. B. bei UV/EB-Systemen) und Einhaltung von Positivlisten.
Einfluss auf die Weiterverarbeitung
- Rillen und Falzen: Beschichtungen beeinflussen Rillbarkeit und Falzbarkeit; zu spröde Schichten können zu Rissbildung führen. Eine angepasste Rillgeometrie reduziert Kantenbrüche.
- Kleben und Verschließen: Oberflächenenergie und mögliche Trennmittel bestimmen die Klebstoffhaftung. Primer oder mechanische Vorbehandlung verbessern die Klebeeignung.
- Perforation: Schnitt- und Stanzqualität hängt von Beschichtungshärte und Schichtaufbau ab. Schmierarme Oberflächen reduzieren Staub und Gratbildung.
- Druck: Aufnahmefähigkeit, Glätte und Porosität definieren das Druckbild und die Trocknung von Farben. Geeignete Topcoats stabilisieren Punktzuwachs und Farbhaftung.
Anwendungsbereiche der Papierbeschichtung
Beschichtete Papiere und Wellpappenrohpapiere werden in zahlreichen Branchen eingesetzt, um Transport, Lagerung und Präsentation von Waren abzusichern. In der Lebensmittelindustrie ermöglichen Barrieren gegen Fett, Feuchtigkeit oder Wasserdampf den Einsatz für Backwaren, fetthaltige Produkte oder feuchte Inhalte. In der Pharma- und Kosmetiklogistik unterstützen robuste Oberflächen den Schutz empfindlicher Packgüter. In der Elektronikversorgung können antistatische oder abriebfeste Beschichtungen das Risiko von Partikelabtrag und Aufladung reduzieren. Zugleich verbessern haptische Effekte und Matt-/Glanz-Finishes die Anmutung im Regal und im E-Commerce. Für frische Erzeugnisse und Tiefkühlanwendungen sind definierte Feuchte- und Kältebeständigkeiten relevant, während bei Gefahrgutkennzeichnungen die Druck- und Abriebfestigkeit im Vordergrund steht.
- Lebensmittel: Fett- und Feuchtigkeitsbarrieren, abriebfeste Oberflächen, definierte COF-Werte für Förderanlagen; optional Heißsiegelfähigkeit für spezielle Innenauskleidungen.
- Pharma/Healthcare: saubere, widerstandsfähige Oberflächen, Schutz der Packgüter bei klimatischen Schwankungen; gleichbleibende Bedruckbarkeit für variable Daten.
- Elektronik/Technik: mechanische Beständigkeit, ggf. antistatische Eigenschaften in der Logistikkette; reduzierte Partikelbildung bei Stanz- und Faltprozessen.
- Non-Food/E-Commerce: optische Veredelung, Schutz gegen Abrieb, gutes Druckbild für Markenkommunikation; definierte Gleitreibung für automatisierte Sorter.
- Frische/Tiefkühl: erhöhte Nassfestigkeit, kontrollierte Feuchteaufnahme und stabile Barrieren bei niedrigen Temperaturen.
Für die operative Praxis wichtig sind klar definierte Anforderungen an Barrierelevel, Bedruckbarkeit, Weiterverarbeitung und Recyclingfähigkeit, damit Beschichtung, Papiergrammatur und Wellenprofil im Verbund optimal zusammenwirken. Für einen Überblick über verfügbare Standardlösungen hilft der Blick auf weitere Informationen zu verfügbaren Verpackungen ab Lager. Ergänzend empfiehlt sich die frühzeitige Abstimmung zwischen Papierhersteller, Beschichtungsbetrieb, Druckerei und Wellpappenwerk, um Maschinengängigkeit, Siegel- und Klebeeigenschaften sowie Toleranzen abzusichern.
Nachhaltigkeit, Recyclingfähigkeit und Kreislaufaspekte
Recyclingfreundliche Papierbeschichtung bedeutet, dass die Schichten repulping-fähig sind, keine problematischen Rückstände verursachen und die Faserverwertung nicht behindern. Dispersionsbarrieren und ablösbare Funktionsschichten können so ausgelegt werden, dass sie in Standardaufbereitungsprozessen trennbar sind. Bei Extrusionsschichten ist die Materialdicke und Polymerwahl entscheidend; dünne, sortenreine Schichten erleichtern die Verwertung. Zusätzlich sind Deinking-Verhalten, mögliche Geruchs- und Geschmacksbeeinflussungen sowie die Eignung für Altpapierstoffkreisläufe zu berücksichtigen.
Auswahl und Spezifikation
- Anforderungsprofil: Medium (fettig/feucht/gasempfindlich), Lager- und Klimabedingungen, Logistikprozesse, gewünschte Haptik/Optik.
- Prozessfenster: Liniengeschwindigkeit, Trocknerleistung, zulässige Bahntemperaturen, Kompatibilität mit Druck- und Klebeprozessen.
- Regulatorik: Lebensmitteleignung, Kontaktart (direkt/indirekt), Konformität mit relevanten Leitlinien.
- Recycling: Repulping, Deinking, Sortierfähigkeit; Nachweise über praxisnahe Prüfungen.
- Qualitätssicherung: Toleranzen für Schichtgewicht, COF, Glanz/Rauheit, WVTR/OTR; Prüfpläne und Freigabekriterien festlegen.
Häufige Fehlerbilder und Ursachen
- Pinholes/Poren: unzureichende Benetzung, zu hohe Porosität, falsche Viskosität; Gegenmaßnahmen: Primer, Rezepturanpassung, Vorbehandlung.
- Delamination/geringe Haftung: inkompatible Systeme, fehlende Vorbehandlung, Überkalandrierung; Gegenmaßnahmen: Haftvermittler, Prozessoptimierung.
- Blocking/Kleben der Lagen: unvollständige Trocknung, zu hohe Oberflächenenergie, zu glatte Oberfläche; Gegenmaßnahmen: Trocknerprofil anpassen, Mattierer/Gleitmittel.
- Risse an Falzkanten: spröde Schichten, zu hoher Kalandriergrad; Gegenmaßnahmen: Flexibilisator, Rillgeometrie optimieren.
- Ink-Setting-Probleme: zu geringe Saugfähigkeit oder zu hoher Glanz; Gegenmaßnahmen: Topcoat anpassen, Pre-/Post-Treatment.
Normen, Kennzahlen und Dokumentation
Für Papierbeschichtung sind international anerkannte Prüfmethoden und interne Werksnormen maßgeblich. Üblich ist die Dokumentation von Rohstoffspezifikationen, Sicherheitsdaten, Migrationsbewertungen, Maschinenparametern und Prüfergebnissen (z. B. Cobb, COF, Glanz, Rauheit, WVTR/OTR). Rückverfolgbarkeit und Chargenverfolgung unterstützen eine stabile Qualität und erleichtern Reklamationsmanagement und Prozessoptimierung.
Vor- und Nachteile von Papierbeschichtung
Beschichtetes Papier bietet viele Vorteile. Die Oberflächenbehandlung verbessert die Haltbarkeit und Qualität der Wellpappe erheblich. Mit einer Beschichtung kann das Papier gezielt an Anforderungen des Packguts (z. B. Feuchte, Fett, Abrieb, Optik) angepasst werden. Gleichzeitig sind Nachteile zu berücksichtigen: Der Prozess erhöht Komplexität und Kosten, und bestimmte Systeme können die Wiederaufbereitung im Altpapierkreislauf erschweren, wenn sie nicht recyclingfreundlich ausgelegt sind. Eine sorgfältige Auswahl von System, Schichtgewicht und Prozessparametern vermeidet Kompromisse bei Druckbild, Klebfähigkeit und Maschinenlauf.
- Vorteile
- Funktionale Barrieren gegen Feuchte, Fett, Wasserdampf, Gase; optional Aromaschutz oder Mineralölbarriere je nach Systemdesign.
- Optimierte Bedruckbarkeit, definierte Glanz-/Mattgrade und bessere Oberflächenglätte; stabiler Punktzuwachs und Farbdichte.
- Erhöhte Abriebfestigkeit, Rubbelfestigkeit und mechanische Robustheit; reduzierte Staubentwicklung in der Weiterverarbeitung.
- Definierte Reibwerte (COF) für sicheres Handling und automatisierte Prozesse; verbesserte Stapel- und Förderfähigkeit.
- Optionale Heißsiegelfähigkeit oder Versiegelbarkeit für spezielle Konstruktionen; anpassbar an Prozessfenster und Substrat.
- Nachteile
- Zusätzlicher Prozessaufwand und Materialkosten; Bedarf an Prozessüberwachung und Dokumentation.
- Mögliche Einschränkungen bei Rillen, Falzen oder Perforieren je nach Schichtdesign; Risiko von Kantenrissen bei spröden Filmen.
- Recycling kann erschwert sein, wenn Beschichtungen nicht repulping-fähig konzipiert sind; potenzielle Sortierhindernisse bei dicken Extrusionsschichten.
- Erforderliche Prüf- und Freigabeprozesse (z. B. für Lebensmittelkontakt) verlängern Entwicklungszeiten; mögliche Anpassungen in Druck und Klebung erforderlich.
Zusammenfassung:
- Papierbeschichtung ist der Prozess, bei dem Papier oder Karton mit einer dünnen Schicht von Materialien wie Lack, Kunststoff oder Wachs überzogen wird, um bestimmte Eigenschaften zu verbessern. Sie adressiert Optik, Haptik, Barriere und Prozessfähigkeit.
- Diese Methode kommt besonders bei der Herstellung von Wellpappenverpackungen zum Einsatz, um deren Stabilität, Belastbarkeit und Haltbarkeit zu erhöhen und definierte Reib- sowie Druckeigenschaften sicherzustellen.
- Papierbeschichtung trägt sowohl zur strukturellen Integrität als auch zur optischen Attraktivität von Verpackungen aus Wellpappe bei und ermöglicht zudem eine effizientere und nachhaltigere Gestaltung der Verpackungsprozesse.
- Relevante Systemarten sind u. a. Streich-, Dispersions- und Extrusionsbeschichtungen sowie Lackierungen mit wasserbasierten oder UV-/EB-Systemen; ergänzend kommen Primer/Topcoats und funktionale Additive zum Einsatz.
- Wesentliche Kennwerte sind Schichtgewicht, Haftung, Barriere- und Reibwerte sowie Konformität für den vorgesehenen Einsatz; zusätzlich sind Glanz, Rauheit, Oberflächenenergie und Druckeignung zu beobachten.
- Bei der Auswahl sind Funktion, Weiterverarbeitung und Recyclingfähigkeit im Gesamtsystem aus Papier, Welle und Endanwendung abzuwägen; eine frühe Abstimmung der Prozesspartner verbessert Qualität und Wirtschaftlichkeit.
Veröffentlicht am 13.06.2025
Letzte Überarbeitung am 11.12.2025 um 10:44 Uhr von Julia Kopp