Besuchen Sie uns auf der E-Commerce Berlin Expo Stand D6 vom 17. - 18. Februar 2026 in Berlin.

Sofortkontakt

Wellstar-Packaging GmbH
Hubert-Weisser-Straße 2
78199 Bräunlingen

Tel. +49 (0)771 / 9294886-0
E-Mail info@wellstar-packaging.de

Verpackungsweiterentwicklung

Wellpappe ist in der Verpackungsbranche ein viel genutztes Material. In den Händen der Entwicklerinnen und Entwickler entsteht aus der einfachen Wellpappe eine Vielzahl an innovativen Verpackungskonzepten. Der Prozess der kontinuierlichen Optimierung und Neuerfindung in dieser Branche wird als Verpackungsweiterentwicklung bezeichnet. Diese Weiterentwicklung umfasst sowohl inkrementelle Verbesserungen bestehender Lösungen als auch grundlegende Neuerungen, die Design, Materialeinsatz, Verarbeitungsprozesse und Logistik gleichermaßen berücksichtigen. Treiber sind dabei Produktschutz und Sicherheit, Ressourceneffizienz, Normenkonformität, Nutzerfreundlichkeit, Wirtschaftlichkeit sowie die ökologische Wirkung über den gesamten Lebenszyklus. Zusätzlich rücken Standardisierung von Abmessungen, ein durchdachtes Toleranzmanagement, ergonomische Aspekte am Packplatz und die prozessfähige Umsetzbarkeit auf Maschinen in den Fokus. Typische Wellenkombinationen (z. B. E-, B-, C-, EB- oder BC-Welle) werden zielgerichtet gewählt, um Stabilität, Dämpfung und Materialeinsatz im Sinne einer ausgewogenen Performance zu balancieren.

Definition: Was versteht man unter Verpackungsweiterentwicklung?

Dieser Begriff bezieht sich auf alle Strategien und Prozesse, die zur Verbesserung und Innovation der Verpackungskonzepte und -systeme aus Wellpappe genutzt werden. Mithilfe von Forschung, Entwicklung und Technologie arbeiten Hersteller daran, robustere, sicherere und umweltfreundlichere Verpackungen zu schaffen. Unter Verpackungsweiterentwicklung versteht man dabei:

  • Systematische Analyse bestehender Lösungen: Schwachstellen in Schutzwirkung, Handhabung, Materialeinsatz oder Informationsvermittlung werden identifiziert.
  • Konzeption und Prototyping: Varianten werden entwickelt, simuliert und als Muster geprüft, bevor sie in Pilotläufe gehen.
  • Validierung und Skalierung: Prüfverfahren (z. B. Belastungs-, Stauch- und Falltests) sichern die Praxistauglichkeit, bevor die Serienfertigung angepasst wird.
  • Kreislaufbezogenes Denken: Design-for-Recycling, Monomaterial-Konzepte und der Einsatz von Recyclingfasern werden konsequent mitgedacht.
  • Wirtschaftliche Bewertung: Kosten-Nutzen-Analysen, Total-Cost-of-Ownership-Betrachtungen und Investitionsrechnungen begleiten den Entscheidungsprozess.
  • Regulatorische Absicherung: Einhaltung einschlägiger Normen, gesetzlicher Vorgaben und branchenspezifischer Leitfäden (z. B. Kennzeichnung, Rückführbarkeit, Produkt- und Transportsicherheit).

Die Weiterentwicklung adressiert Design, Konstruktion, Verarbeitung (Rillen, Stanzen, Kleben), Informations- und Druckelemente sowie logistische Anforderungen entlang der gesamten Supply Chain. Ergänzend werden Maß- und Gewichtsoptimierung, Packgut-Fit, Stapel- und Rutschverhalten, Temperatur- und Feuchteeinflüsse sowie ergonomische Greif- und Öffnungspunkte systematisch berücksichtigt.

Die Welt der Innovationen in der Wellpapp-Verpackungsentwicklung

Die Verpackungsweiterentwicklung ist als ein Raum voller kreativer Innovationsprozesse zu verstehen, wo Dinge wie strukturelle Verbesserungen, neue Formen und Drucktechniken entstehen. In diesem Raum geht es nicht nur darum, den Produktschutz zu verbessern, sondern auch um die Erforschung neuer Techniken und Materialien, die die Benutzererfahrung verbessern und die Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren können. Innovation zeigt sich in modularen Bauformen, effizienten Faltmechanismen, optimierten Siegel- und Klebekonzepten sowie nutzerfreundlichen Öffnungs- und Verschlusslösungen.

Darüber hinaus ermöglicht ein iteratives Vorgehen aus Ideenfindung, digitaler Simulation und physischer Erprobung eine zielgerichtete Reifegradsteigerung. Parametrische CAD-Modelle, Musterzuschnitte aus Plottern und schnelle Pilotwerkzeuge verkürzen Entwicklungszyklen und machen Varianten vergleichbar. So entstehen Baukastenlösungen, die in unterschiedlichen Größen und Tragfähigkeiten skalierbar sind.

Strukturelle und funktionale Neuerungen

  • Materialeffizienz: Reduktion der Flächengewichte bei gleicher Schutzleistung durch optimierte Wellenkombinationen und Faserqualitäten.
  • Schutzfunktionen: Integrierte Dämpfungszonen, Fixierlaschen und formschlüssige Einsätze zur Reduktion von Transportschäden.
  • Bedienkomfort: Leichtes Öffnen durch definierte Reißfäden und saubere Easy-Open-Zonen, sicheres Wiederverschließen durch integrierte Verschlusslaschen.
  • Informationsdesign: Klarere Kennzeichnungen, eindeutige Piktogramme und variable Daten für Rückverfolgbarkeit.
  • Automatisierungskompatibilität: Zuschnittgeometrien und Klebekonzepte, die die Maschinenfähigkeit auf Faltklebemaschinen und Verpackungslinien erhöhen.
  • Manipulationssicherheit: Integrierte Tamper-Evident-Features, Perforationen und Sicherheitslaschen zur Erkennung unberechtigter Öffnungen.
  • Kantenschutz und Stapelstabilität: Lokale Verstärkungen, definierte Rillbilder und lastabtragende Kanten für sichere Lager- und Transportbedingungen.
  • Konfektionierbarkeit: Durchdachte Inlays, Stege und Einlagen zur schnellen Bestückung und zur Reduktion von Füllmaterial.

Nachhaltige Materialien und Oberflächen

  • Recyclingfaseranteile: Höherer Einsatz von Sekundärfasern bei gleichbleibender Performance.
  • Alternative Faserstoffe: Materialvarianten wie Graspapier können je nach Einsatzzweck ökologische Vorteile bieten.
  • Druck- und Lackoptimierung: Wasserbasierte Farben, reduzierte Vollflächen und sparsame Veredelungen zugunsten der Wiederverwertbarkeit.
  • Recyclingfähige Barrieren: Dispersionsbeschichtungen oder funktionale Deckschichten, die Fett-, Feuchte- oder Sauerstoffschutz mit Sortenreinheit kombinieren.
  • Rohstoffherkunft: Bevorzugung nachweislich verantwortungsvoller Holzfaserquellen und transparente Lieferketten.
  • Ressourcenschonende Veredelung: Punktuelle Effekte statt großflächiger Beschichtungen, um Materialeinsatz und Energiebedarf zu verringern.

Digitalisierung und Prozessintegration

  • Digitale Prototypen: Simulation von Belastungen, Stapelstauchung und Klimaeinflüssen vor physischen Tests.
  • Variable Kennzeichnung: Serialisierung, QR-Codes und Chargeninformationen unterstützen Nachverfolgung und Retourenprozesse.
  • Datengetriebene Optimierung: Kontinuierliches Monitoring von Schadensquoten, Füllgraden und Prozesszeiten in der Praxis.
  • Digitaler Zwilling: Abbildung von Verpackung und Logistikpfaden zur Vorhersage von Beanspruchungsprofilen und zur Variantenbewertung.
  • Systemanbindung: Integration in ERP/MES-Landschaften, automatisierte Stücklisten und Änderungsdienste für konsistente Stammdaten.
  • Sensordaten: Einsatz von Datenloggern für Schock, Vibration und Klima zur realitätsnahen Auslegung.

Normen und Richtlinien

  • Prüf- und Leistungsnormen: Orientierung an anerkannten Testverfahren und Kennwerten (z. B. ECT, BCT, FCT, Cobb) zur Vergleichbarkeit.
  • Rechtliche Vorgaben: Beachtung von Kennzeichnungspflichten, Produktsicherheitsanforderungen und Rückführbarkeit entlang der Kette.
  • Prozess- und Dokumentationsstandards: Versionierung von Zeichnungen, Änderungsmanagement und Freigabeprozesse zur Qualitätssicherung.

Vision und Ziele der Wellpapp-Verpackungsweiterentwicklung

Das Hauptziel jeder Verpackungsweiterentwicklung ist, die Funktionalität und Qualität der Verpackung zu verbessern und gleichzeitig Ressourcen zu schonen. Zukünftige Visionen beinhalten die Schaffung von Verpackungen, die vollständig biologisch abbaubar und ästhetisch ansprechend sind, und gleichzeitig den Inhalt optimal schützen. Der breite Trend zur Nachhaltigkeit bietet hier großen Spielraum für Innovationen. Ergänzend rücken die Kreislauffähigkeit (Monomaterial, sortenreine Trennbarkeit), eine transparente Ökobilanz über den Produktlebenszyklus sowie standardisierte Maße für effiziente Lager- und Transportprozesse in den Fokus.

Ein häufiges Ziel ist die bestmögliche Abstimmung auf logistische Standards und Ladeeinheiten. Dazu gehören passgenaue Formate, die den verfügbaren Raum in Fördertechnik, Regalen und Ladehilfsmitteln effizient nutzen, ohne den Produktschutz zu kompromittieren. Weiterentwicklungen berücksichtigen daher Handling am Packtisch, Stapelstabilität, klimatische Einflüsse und Rückführbarkeit in den Materialkreislauf. Vertiefende Informationen bieten etwa Hintergrundwissen zu praxisgerechten Abmessungen und Toleranzen. In der Praxis werden dazu Palettiermuster, Lagenbilder und Packdichte analysiert, Toleranzketten bewertet und Maße auf Euro-Paletten sowie gängige Container- und Regalraster abgestimmt.

Methoden und Prüfverfahren in der Verpackungsweiterentwicklung

Vorgehensmodell

  1. Anforderungsaufnahme: Produktmerkmale, Empfindlichkeiten, Transportwege und rechtliche Vorgaben werden erfasst.
  2. Konzeptentwicklung: Variantenbildung, Material- und Konstruktionsauswahl, erste Muster.
  3. Validierung: Mechanische Tests (z. B. Stauch-, Fall- und Vibrationsprüfungen), Klimatests und Praxiserprobungen.
  4. Industrialisierung: Anpassung der Werkzeuge, Toleranzen und Fertigungsparameter, Schulung der Prozesseigner.
  5. Monitoring: Auswertung von Reklamationen, Bruchraten und Prozesskennzahlen zur Iteration.
  6. Dokumentation und Freigabe: Prüfberichte, Zeichnungssätze und Spezifikationen werden versioniert und für die Serie freigegeben.
  7. Kontinuierliche Verbesserung: Lessons Learned, Best Practices und regelmäßige Reviews sichern die nachhaltige Wirksamkeit.

Relevante Kennwerte und Tests

  • Stapel- und Kantenstauchwiderstand: Bewertung der Tragfähigkeit in der Lager- und Transportkette.
  • Durchstoß- und Falltests: Prüfung der Resistenz gegenüber punktuellen Belastungen und Stoßereignissen.
  • Klimaeinfluss: Verhalten bei wechselnder Temperatur und Luftfeuchte.
  • Prozessfähigkeit: Konstanz von Rillung, Stanzbild, Klebung und Öffnungsmechanismen.
  • Materialkennwerte: ECT/BCT/FCT, Grammatur und Cobb-Aufnahme zur Beurteilung von Stabilität und Feuchteverhalten.
  • Reibungs- und Gleitprüfungen: Bewertung des Rutschverhaltens für sichere Palettierung und Fördertechnik.

Messdatenauswertung und Statistik

Zur belastbaren Entscheidungsfindung werden Versuchspläne (z. B. faktorielles Design), Stichprobengrößen und Akzeptanzkriterien im Vorfeld festgelegt. Kennzahlen wie Mittelwert, Standardabweichung und Prozessfähigkeitsindizes (Cp, Cpk) unterstützen die Bewertung der Stabilität. Abweichungen fließen in Ursachenanalysen ein, um konstruktive oder prozessuale Korrekturen gezielt vorzunehmen.

Praxisaspekte in Konstruktion und Logistik

  • Faltmechanik und Rillbild: Saubere Rillungen und definierte Biegekanten sichern die Maßhaltigkeit und reduzieren Einrisse.
  • Öffnen und Schließen: Gut definierte Reißfäden und Perforationen erleichtern das Handling ohne Werkzeug.
  • Packdichte: Hohe Ausnutzung des Innenraums, passende Inlays und Fixierkonzepte senken den Füllmaterialbedarf.
  • Ladeeinheiten: Abgestimmte Grundmaße erleichtern die Palettierung und erhöhen die Transportsicherheit.
  • Maschinenfähigkeit: Reproduzierbare Klebenahtqualitäten, geringe Rüstzeiten und stabile Falzgeometrien sichern eine hohe Linienleistung.
  • Rückführung und Sortierung: Eindeutige Materialkennzeichnung und sortenreine Trennbarkeit erleichtern die Kreislaufführung.

Beispiele aus der Praxis

Praxisnahe Anwendungen verdeutlichen die Bandbreite der Verpackungsweiterentwicklung: Für empfindliche Elektronik reduzieren formschlüssige Einsätze und definierte Dämpfungszonen Transportschäden, während im E-Commerce reißfadenbasierte Öffnungshilfen, integrierte Rücksendeverschlüsse und variable Kennzeichnungen das Nutzererlebnis und die Retourenprozesse verbessern. In der Industrie sorgen stapelfähige Modularmaße und verstärkte Kanten für sichere Lagerung, optimierte Palettiermuster und effiziente Flächennutzung im Transport.

Vor- und Nachteile von Verpackungsweiterentwicklung

Gut durchdachte Verpackungsweiterentwicklungen bringen viele Vorteile mit sich. Sie helfen nicht nur dabei, Produkte sicherer zu versenden, sondern tragen auch zur Verbesserung der Umweltbilanz bei. Zu den Nachteilen zählen unter anderem die Kosten für Forschung und Entwicklung, die letztendlich an die Kundschaft weitergegeben werden müssen. Zudem können komplexe Verpackungslösungen zu einem erhöhten Aufwand in der Handhabung führen. Eine klare Zieldefinition, strukturierte Validierung und eine schrittweise Einführung unterstützen die Minimierung von Risiken und sichern die Wirtschaftlichkeit über den Lebenszyklus.

  • Vorteile: Reduzierter Materialeinsatz, geringere Transportschäden, schnellere Packprozesse, konsistente Qualität durch standardisierte Bauteile und klare Kennzeichnungen.
  • Weitere positive Effekte: Verbesserte Retourenfähigkeit, nachvollziehbare Entsorgung, verringerte Komplexität in der Disposition durch modulare Baukästen.
  • Herausforderungen: Entwicklungs- und Umrüstkosten, Abstimmungsaufwand mit Logistik und Produktion, potenziell höhere Komplexität bei vielen Varianten.
  • Risikomanagement: Sorgfältige Validierung und schrittweise Einführung mindern Fehlerrisiken in der Serie.
  • Change-Management: Schulungen, klare Arbeitsanweisungen und begleitete Umstellungen sichern die Akzeptanz bei beteiligten Teams.

Zusammenfassung:

  • Optimierung der Gestaltung: Unter Verpackungsweiterentwicklung versteht man die Verbesserung des Designs von Verpackungen, wie beispielsweise Verpackungen aus Wellpappe, um deren Attraktivität und Funktionalität zu steigern.
  • Anpassung an Umweltstandards: Weiterhin geht es dabei auch um die Anpassung an neueste Umweltstandards und Vorschriften, um sicherzustellen, dass die Verpackungen nachhaltig und umweltfreundlich sind.
  • Effizienzsteigerung in der Produktion: Schließlich umfasst Verpackungsweiterentwicklung auch Maßnahmen zur Steigerung der Produktionseffizienz, beispielsweise durch die Verbesserung der Maschinen oder der Produktionsprozesse, die in der Herstellung von Verpackungen wie Wellpappe zum Einsatz kommen.
  • Ganzheitlicher Ansatz: Der gesamte Lebenszyklus wird berücksichtigt – von der Materialauswahl über die Nutzung bis zur Wiederverwertung.
  • Messbare Qualität: Prüfverfahren und Kennzahlen machen Fortschritte in Schutzleistung, Handhabung und Ressourceneinsatz transparent.
  • Kontinuierliche Iteration: Praxisfeedback und Datenanalysen fließen fortlaufend in die Optimierung ein.
  • Normenkonforme Auslegung: Anerkannte Prüf- und Kennwerte sowie dokumentierte Freigaben sichern Vergleichbarkeit und Reproduzierbarkeit.
  • Logistikkompatibilität: Standardisierte Abmessungen, klar definierte Toleranzen und stabile Ladeeinheiten erleichtern Lagerung, Transport und Retouren.

Veröffentlicht am 14.06.2025
Letzte Überarbeitung am 06.10.2025 um 11:12 Uhr von Manuel Hofacker

Zitieren oder teilen Sie diesen Artikel gerne!