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Behältnisgröße
Die Welt der Verpackung ist umfangreich und vielseitig. Besonders hervorzuheben ist hier die Relevanz der Größe von Behältnissen, speziell in Bezug auf Wellpappe. Die Wahl der richtigen Größe hat weitreichende Auswirkungen auf die Handhabung, den Transport und den Schutz von Waren, was sie zu einem wesentlichen Aspekt bei der Verpackung macht. Eine sorgfältig definierte Behältnisgröße beeinflusst zudem die Packdichte, das Volumengewicht im Versand, den Bedarf an Auspolsterungen sowie die Passgenauigkeit zu nachgelagerten Prozessen in Lager und Kommissionierung. Wer Behältnisse präzise dimensioniert, reduziert Bruch, vermeidet Leerraum und erhöht die Prozesssicherheit entlang der gesamten Lieferkette. Darüber hinaus erleichtert eine konsistente Größenlogik die Bestandshaltung, optimiert die Palettenauslastung und unterstützt die Einhaltung von Maßvorgaben in automatisierten Förder- und Sortieranlagen. Auch Rücksendeprozesse im E‑Commerce profitieren von eindeutigen Maßsystemen, da standardisierte Maße eine reproduzierbare Qualität und eine verlässliche Handhabung ermöglichen.
Definition: Was versteht man unter Behältnisgröße?
Die Behältnisgröße bezieht sich auf das Volumen, das ein Behältnis oder eine Verpackung aufnehmen kann. Sie wird oft in Kubikzentimetern oder Litern gemessen und kann je nach der zu verpackenden Ware stark variieren. In der Wellpapp-Industrie spielt die Wahl der richtigen Behältnisgröße eine entscheidende Rolle, um eine sichere und effiziente Lagerung und Beförderung von Produkten zu gewährleisten. Zu unterscheiden sind dabei Innenmaße (nutzbares Volumen für das Packgut) und Außenmaße (entscheidend für Transport, Stapelung und Lagerplatzbedarf). Üblich ist die Angabe in L × B × H, ergänzt um Toleranzen, die durch Materialstärke, Wellenart und Klimaeinflüsse entstehen. In der Praxis richtet sich die Orientierung von Länge, Breite und Höhe nach der Öffnungsseite der Schachtel; die Maße werden idealerweise bei standardisierten Klimabedingungen ermittelt, um Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
Das Nutzvolumen ist nicht nur von den Nenn-Abmessungen abhängig, sondern auch von konstruktiven Merkmalen wie Einstecklaschen, Einlagen oder Verstärkungen. Für die Praxis empfiehlt sich eine klare Trennung von Innenmaß, Außenmaß und ggf. Faltmaß, um Missverständnisse zu vermeiden und eine reproduzierbare Qualität sicherzustellen. Weitere Details bieten weiterführende Erläuterungen zu Abmessungen in der Praxis. Ergänzend ist zu beachten, dass Rillungen, Klebelaschen und die Richtung der Welle die Maßhaltigkeit beeinflussen und bei der Definition von Toleranzen berücksichtigt werden sollten.
- Innenmaß: maßgeblich für die Passform des Packguts und die erforderliche Schutzreserve.
- Außenmaß: relevant für Platzbedarf, Versandberechnung nach Volumen und die Stapelfähigkeit.
- Volumenberechnung: Länge × Breite × Höhe, ergänzt um Zuschläge für Polsterung und Toleranzen.
- Toleranzen: je nach Wellenprofil, Papiergrammatur und Feuchte schwanken Maße im Millimeterbereich.
- Faltmaß/Flachmaß: wichtig für Zuschnitt, Stanzkontur und Maschinenbreite bei der Verarbeitung.
- Rillteilung und Fügezugaben: beeinflussen Deckelüberschläge, Klebelaschen und damit das effektive Innenmaß.
- Messbedingungen: Maße vorzugsweise bei definiertem Standardklima erheben, um Dehn- und Schrumpfeffekte zu minimieren.
Aspekte der Behältnisgröße beim Verpacken mit Wellpappe
Die Größe des Behältnisses hat direkte Auswirkungen auf mehrere Aspekte der Verpackung. Einerseits kann sie die Lagerfähigkeit sowie die Versandkosten beeinflussen. Große Behältnisse können mehr Waren aufnehmen, erfordern aber auch mehr Lagerplatz und können höhere Versandkosten verursachen. Andererseits hat die Größe des Behältnisses auch Auswirkungen auf den Schutz der Waren. Zu große Behältnisse können den Inhalt beschädigen, wenn er nicht ordnungsgemäß gesichert ist, während zu kleine Behältnisse Waren eventuell zerdrücken können. Zusätzlich wirken sich definierte Außenmaße auf die Bildung stabiler Ladeeinheiten, die Einhaltung von Sorter-Grenzen im Paketumschlag und die Kompatibilität mit Palettenrastern aus, was die Handhabung in der Intralogistik vereinfacht.
Transport- und Versandkosten
Viele Frachtmodelle berücksichtigen das Volumengewicht. Ein Behältnis, das in seinen Außenmaßen unnötig groß ausfällt, erhöht die kalkulatorische Masse und damit die Kosten. Eine passgenaue Dimensionierung reduziert Leerraum, senkt den Bedarf an Auspolsterungen und führt zu einer effizienteren Auslastung des Transportraums. In der Praxis spielen zudem tarifrelevante Umrechnungsfaktoren (z. B. 1:5000 oder 1:6000), Sorter-Mindest- und Höchstmaße sowie die Raster 1200 × 800 mm und 600 × 400 mm bei der Palettierung eine Rolle. Ein abgestimmtes Behältnisformat unterstützt feste Packmuster, reduziert Rüstzeiten und erleichtert die Ladungssicherung.
Produktschutz und Schadensprävention
Ein zu knappes Innenmaß erzeugt Pressung, die Kanten, Oberflächen oder empfindliche Komponenten belasten kann. Ein zu großzügiges Innenmaß erfordert zusätzlichen Schutz, um Bewegungen zu vermeiden. Ideal ist ein definierter Spielraum, der Materialtoleranzen, Formschwankungen des Packguts und die erforderliche Schutzschicht berücksichtigt. Exemplarisch benötigen empfindliche Güter wie Glas oder Elektronik häufig umlaufende Schutzreserven im Bereich weniger Millimeter bis zu einem Zentimeter je Seite, während formstabile Güter mit geringeren Zuschlägen auskommen. Fall-, Vibrations- und Stapeltests sollten die gewählte Behältnisgröße validieren.
Prozesssicherheit und Ergonomie
Die Behältnisgröße beeinflusst Greifwege, Packzeiten und die Stabilität beim automatischen Verschließen. Standardisierte Größen erleichtern die Integration in Fördertechnik und das sichere Stapeln im Lager. Eine konsistente Größenlogik reduziert Komplexität in Disposition und Beschaffung. Darüber hinaus verbessern klar definierte Etikettenflächen die Lesbarkeit von Codes, und ausreichend dimensionierte Öffnungen unterstützen ergonomische Packprozesse sowie die Zuverlässigkeit von Kartonaufrichtern, Verschließmaschinen und Robotik.
- Standardisierung: wenige, modulare Größen decken viele Artikel ab.
- Passgenauigkeit: minimiert Nacharbeit und verbessert die Wiederholgenauigkeit im Prozess.
- Stabilität: abgestimmte Außenmaße begünstigen eine sichere Lastverteilung in der Ladeeinheit.
- Kennzeichnung: definierte Zonen für Etiketten und Druckbilder sichern eine fehlerarme Identifikation.
- Automatisierung: maßhaltige Behältnisse erhöhen die Prozessfähigkeit von Aufrichtern und Verschließern.
Beispiele aus der Praxis
Bei textilen Produkten erlauben geringe Schutzaufschläge eine hohe Packdichte, während bei empfindlichen Komponenten wie Sensorik oder Glaswaren zusätzliche Innenpolster und größere Spielräume erforderlich sind. In der Lebensmittel- und Pharma-Logistik sind Innenmaße so zu wählen, dass Temperatur- oder Feuchteschwankungen keine unzulässige Pressung erzeugen. Für Automotive-Kleinteile erleichtern modulare Behältnisgrößen die Bildung von Set-Verpackungen und die Integration von Einlagen, ohne die Außenabmessungen der Ladeeinheit zu verändern.
Einfluss der Behältnisgrößen auf den Ressourcenverbrauch
Die Auswahl der richtigen Größe eines Behältnisses kann auch auf den Ressourcenverbrauch und damit auf die Umweltbelastung Einfluss nehmen. Eine optimierte Behältnisgröße ermöglicht eine effizientere Nutzung des Lagerraums und kann dadurch zu reduzierten Transportkosten und geringerem Energieverbrauch führen. Zudem ermöglicht sie eine bessere Auslastung des eingesetzten Materials, was nicht nur Kosten spart, sondern auch der Umwelt zugutekommt. Durch die Reduktion von Füllmaterial sinkt die Abfallmenge, und ein geringeres Transportvolumen verbessert die Auslastung von Fahrzeugen.
Wird das Volumen an das Packgut angepasst, sinkt der Bedarf an zusätzlicher Auspolsterung. Gleichzeitig lässt sich die Anzahl der Artikel pro Ladeeinheit erhöhen, was die Anzahl der Fahrten reduziert. In Summe entstehen geringere Material- und Energieverbräuche über den gesamten Logistikprozess. Ergänzend kann die Erhöhung der Wiederverwendungsrate standardisierter Verpackungen unterstützt werden, wenn Größen systematisch aufeinander abgestimmt sind.
- Materialeffizienz: weniger Wellpappfläche bei gleichbleibendem Schutz.
- Logistikeffizienz: höhere Auslastung der Ladeeinheiten durch passgenaue Außenmaße.
- Rückführbarkeit: definierte Größen erleichtern die Sortierung und Wiederverwendung von Packmitteln.
- CO₂-Bilanz: geringeres Transportvolumen und weniger Füllmaterial wirken sich positiv auf Emissionen aus.
- Sortierfähigkeit: einheitliche Formate begünstigen die materialgerechte Verwertung im Recyclingprozess.
Vor- und Nachteile von Behältnisgrößen
Die Wahl der geeigneten Behältnisgrößen trägt zur Wirtschaftlichkeit und Effizienz bei. Ein passendes Behältnis minimiert ungenutzten Raum und ermöglicht dank einer optimalen Raumnutzung geringere Kosten. Doch es sind auch Herausforderungen zu beachten. Dazu gehört die Auswahl der richtigen Größe für den spezifischen Anwendungsfall, was insbesondere bei einer großen Vielfalt von zu verpackenden Waren zu einer Herausforderung werden kann. Zudem kann auch eine Änderung der Anforderungen bei den Waren zu einem Problem werden, wenn die einst gewählte Größe des Behältnisses dann nicht mehr optimal ist. Ein geordnetes Größengerüst hilft, die Variantenvielfalt beherrschbar zu halten, ohne die Schutzanforderungen einzelner Artikel zu vernachlässigen.
- Vorteile: bessere Packdichte, stabilere Ladeeinheiten, geringere Transportschäden, klar definierte Schutzreserven, konsistente Packmuster und reduzierte Rüstzeiten.
- Nachteile: höhere Planungsaufwände, Risiko von Fehlpassungen bei Sortimentswechseln, potenzielle Komplexität bei zu vielen Sondergrößen, gebundenes Kapital durch Bestände spezieller Formate.
- Abwägung: Ein ausgewogenes Größengerüst kombiniert Standardmaße mit zielgerichteten Spezialformaten für kritische Artikel.
Vorgehen zur Ermittlung der passenden Behältnisgröße
- Packgut analysieren: Außenkontur, Gewicht, Empfindlichkeit, Schwerpunkt, Formstabilität; zusätzlich Handlingsanforderungen und Stapelbelastung berücksichtigen.
- Maße festlegen: Innenmaß aus Produktmaß plus Schutz- und Toleranzaufschlägen ableiten; Orientierung L × B × H nach Öffnungsseite definieren.
- Materialwahl prüfen: Wellenart, Materialstärke und Tragfähigkeit auf die Größe abstimmen; ECT/BCT-Anforderungen und Umgebungsbedingungen einbeziehen.
- Bewegungs- und Stoßszenarien bewerten: erforderliche Schutzschichten definieren; Fall-, Vibrations- und Klimawechseltests planen.
- Prototyp testen: Montagefreundlichkeit, Stapelverhalten und Maßhaltigkeit prüfen; Kompatibilität mit Förder- und Verschließtechnik verifizieren.
- Serienfreigabe: Größenlogik dokumentieren und in Beschaffung sowie Logistik verankern; Änderungsdienst und Rückmeldungen aus dem Betrieb einplanen.
- Schnittstellen abstimmen: Palettenraster, Ladeeinheiten, Versanddienst-Vorgaben und Sorter-Grenzen berücksichtigen.
- Datenpflege: Masterdaten mit Innen-, Außen- und Faltmaß konsistent im System hinterlegen und versionieren.
- Monitoring: Bruchquoten, Füllmaterialeinsatz und Volumengewichte regelmäßig auswerten und die Behältnisgrößen iterativ optimieren.
Zusammenfassung:
- Die Behältnisgröße beschreibt das Volumen oder die Kapazität einer Verpackung, was besonders wichtig ist, wenn Unternehmen ihre Waren in Wellpappe verpacken möchten.
- Verpackungen aus Wellpappe kommen in unterschiedlichsten Behältnisgrößen vor, sodass sie für eine Vielzahl von Produkten und Waren optimiert werden können.
- Die Wahl der richtigen Behältnisgröße kann dabei helfen, Materialkosten zu senken und gleichzeitig die Sicherheit der Produkte während des Transports zu gewährleisten.
- Eine klare Trennung von Innen- und Außenmaß sowie definierte Toleranzen sichern die Reproduzierbarkeit und Prozessstabilität.
- Durch passgenaue Dimensionierung sinken Leerraum, Bedarf an Auspolsterung und Transportkosten.
- Ein strukturiertes Vorgehen von der Analyse bis zum Test beschleunigt die Einführung geeigneter Größen und reduziert Fehlerquoten.
- Standardisierte Größen erleichtern die Integration in Lager-, Förder- und Versandprozesse und unterstützen stabile Ladeeinheiten.
- Ressourcenschonung entsteht durch geringeren Materialeinsatz, reduzierte Transportvolumina und verbesserte Recyclingfähigkeit.
Veröffentlicht am 10.08.2024
Letzte Überarbeitung am 29.09.2025 um 16:52 Uhr von Sebastian Würth