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Blumenversandkartons

Im Bereich technisch ausgelegter Versandlösungen hat Wellpappe einen festen Platz, insbesondere für Transport, Zwischenlagerung und die letzte Meile. Ein spezielles Thema, das von der Wellstar-Packaging GmbH für das Wellpapp-Lexikon betrachtet wird, sind Blumenversandkartons. Diese konstruktiv angepassten Kartons dienen dem transportsicheren Halt, der Belüftung und der sachgerechten Präsentation von Schnittblumen während des Versands – von der Abholung im Betrieb bis zur Zustellung beim Empfänger. Sie adressieren die Anforderungen entlang der gesamten Lieferkette, inklusive Kommissionierung, Sortierung durch KEP-Dienstleister, Palettierung, Umschlag und Zustellprozess. Durch definierte Geometrien und gezielte Luftführung werden Stöße, Vibrationen sowie klimatische Schwankungen abgepuffert und Qualitätsverluste minimiert.

Definition: Was versteht man unter Blumenversandkartons?

Unter Blumenversandkartons versteht man speziell konstruierte Kartons aus Wellpappe zur sicheren, effizienten und optisch aufgeräumten Beförderung von Straußwaren. Charakteristisch sind Funktionalität, ergonomische Handhabung, angepasste Geometrien für Stiellängen sowie Umweltfreundlichkeit durch faserbasierte Materialien. Der Aufbau reicht von einfachen Faltkisten mit Fixierungspunkten bis zu gestanzten Zuschnitten mit Einlagen, die Blütenköpfe, Stiele und Manschetten entkoppeln. Ziel ist es, mechanische Belastungen zu reduzieren, Luftaustausch zu ermöglichen und die Ware sortenrein und ordentlich ankommen zu lassen. Typische Auslegungen berücksichtigen Innenmaße, Bouquetdurchmesser, zulässige Kompression im Stapel sowie das Verhältnis von Längs- zu Querrichtung, damit Stielbündel spannungsarm geführt werden und die Blütenköpfe geschützt in einer freigestellten Zone liegen.

Primär werden Sträuße transportiert; je nach Einsatz finden sich aber auch Varianten für gebundene Bouquets, florale Arrangements mit Wasserspeicher, Geschenkbinderei oder Mischsendungen mit Beiware (Karten, Bänder). Typische Merkmale sind außen stabile Flächen für Adressetiketten, innen definierte Haltepunkte sowie Öffnungshilfen für eine beschädigungsarme Entnahme. Ergänzend existieren Ausführungen mit optionalen Sichtfenstern für Eingangsprüfungen, mit zusätzlichen Fixierlaschen für Manschetten sowie mit Zonen zur getrennten Aufnahme von Pflegehinweisen, Grußkarten oder zarten Dekorationselementen, ohne die Fixierung der Sträuße zu beeinträchtigen.

Materialien und Verarbeitung von Blumenversandkartons

Die Herstellung dieser spezialisierten Kartons setzt auf robuste, kreislauffähige Wellpappequalitäten. Üblich sind ein- oder zweiwellige Kombinationen (z. B. E-, B- oder EB-Welle) mit geeigneter Stapelfestigkeit. Die Auswahl der Papierqualitäten (Frischfaser-/Recyclinganteil, Flächengewichte) richtet sich nach gefordertem Kantendruck (ECT), erwarteten Stauchlasten (BCT) und klimatischen Bedingungen entlang der Lieferkette. Für verbesserte Feuchtebeständigkeit werden optional leimseitige Imprägnierungen oder nassfeste Papiere eingesetzt; Kontakt mit freiem Wasser ist trotzdem zu vermeiden. Auch Klebstoffsysteme (stärke- oder disperisonsbasiert) und die Rillgeometrie beeinflussen die Maßhaltigkeit, insbesondere bei länglichen Formaten. Konstruktive Versteifungen, wie zusätzliche Rillungen oder Doppelstege, können Durchbiegung reduzieren, ohne den Materialeinsatz übermäßig zu erhöhen.

Zur Risikominderung bei Transportstößen kommen gestanzte Trenner, Stege und Blütenhalter zum Einsatz, die Stielbündel positionsstabil führen. Belüftungsöffnungen fördern Luftaustausch und reduzieren Kondensation. Öffnungshilfen (z. B. definierte Perforation) sowie Einsteck- oder Selbstklebeverschlüsse erleichtern den Zugriff. Der Druck erfolgt meist im Flexo-Verfahren in 1–3 Farben für Hinweise, Piktogramme und neutrale Gestaltung. Ergänzend können ergänzende Systeme zum Füllen und Polstern verwendet werden, wenn sensible Blütenköpfe oder Zubehör zusätzlichen Puffer benötigen. Unbedruckte, schlichte Oberflächen unterstützen eine sachliche Kennzeichnung; bei Bedarf können feuchtigkeitsresistente Etiketten oder Warnhinweise additiv aufgebracht werden, ohne die Recyclingfähigkeit wesentlich zu beeinträchtigen.

Für den Produktschutz sind Einlagen üblich, die Stiele separieren, Bouquetmanschetten führen und Bewegungen begrenzen. Bei längeren Laufzeiten werden häufig Hydrationslösungen (Wasserreservoirs, Gel-Packs in Manschetten) berücksichtigt; die Kartonkonstruktion muss dafür passende Fixierpunkte und Auslaufschutz vorsehen. Zusätzlich helfen saugfähige Zwischenlagen, Feuchte zu binden, solange sie von tragenden Wellpappestrukturen getrennt sind. Wenn optionale Barrieren (z. B. dünne Inlays) eingesetzt werden, sollten sie ebenfalls recyclinggerecht sein und die Luftzirkulation nicht behindern.

Anforderungen an Blumenversandkartons

Blumen sind empfindlich und reagieren auf Druck, Stöße, Temperatur- und Feuchteschwankungen. Entsprechend müssen Blumenversandkartons mechanische Stabilität, ausreichende Belüftung und Feuchtigkeitsmanagement vereinen. Die Konstruktion soll Blütenköpfe freistellen, Stiele fixieren und Kontaktflächen minimieren. Gleichzeitig sind schnelle Montage, eindeutige Kennzeichnung und ein kontrolliertes Öffnen wichtig, um Beschädigungen bei der Entnahme zu vermeiden. Anforderungen im Überblick: Eine klare Packreihenfolge, antistatische und splitterfreie Stanzungen sowie eine gute Lesbarkeit von Markierungen (oben/unten, Greifzonen) unterstützen einen reibungsarmen Prozess und reduzieren Fehlbedienungen in der Versandkette.

  • Mechanik: Stauch- und Stapelfestigkeit in Abhängigkeit von Sendungsgewicht, Palettierung und Beförderungsdauer; Auslegung gegen Durchbiegung bei länglichen Formaten.
  • Klima: Luftzirkulation zur Reduktion von Kondensation; optional Feuchtepuffer über Einsätze; begrenzte Temperaturdrift (z. B. durch Isoliereinsätze) bei Bedarf.
  • Fixierung: Formschlüssige Halterungen für Straußbündel, Kopf- und Fußfixierung, Schutz vor Reibung; entkoppelte Zonen für Zubehör.
  • Prozess: Schnelle Aufrichtung, geringe Rüstzeit, klare Markierungen für Packreihenfolge; kompatibel mit Etikettier- und Scanprozessen.
  • Nachhaltigkeit: Rezyklierbarkeit über Altpapierstrom, materialeffiziente Zuschnitte, möglichst lösemittelfreie Klebungen.
  • Konformität: Einhaltung von Vorgaben der KEP-Dienstleister (Maße, Gewicht, Kennzeichnung) und innerbetrieblicher Sicherheitsanforderungen.
  • Ergonomie: Sichere Greifbereiche, geringe Kantenaggressivität, angemessene Trageöffnungen; minimierte Verletzungsgefahr beim Öffnen.
  • Maßtoleranzen: Berücksichtigung von Produktions- und Klimatoleranzen bei Innenmaßen, damit weder Quetschungen noch übermäßige Leerräume entstehen.

Die Balance zwischen Schutz, Masse und Materialeinsatz ist entscheidend: Zu wenig Stabilität erhöht Ausschussquoten, zu viel Material steigert Kosten und ökologische Last. Für wiederkehrende Sendungen sind abgestimmte Abmessungen und standardisierte Einlagen hilfreich, um Prozesszeiten zu senken. Eine Variantenstrategie mit wenigen, sauber abgestuften Längen-/Breitenrastern reduziert Komplexität, erleichtert die Bevorratung und verbessert die Auslastung beim Transport.

Vor- und Nachteile von Blumenversandkartons

Die Vorteile von Blumenversandkartons liegen in einem gut kalkulierbaren Schutzlevel während des Transports und der Möglichkeit, Qualität und Sortierung bis zur Zustellung zu erhalten. Neutrale oder funktionale Gestaltungen ermöglichen Hinweise wie „Vorsicht, empfindlich“ oder „oben“. Als faserbasierte Lösung sind die Kartons kreislauffähig und in der Regel gut recycelbar. Herausforderungen ergeben sich aus variierenden Klimabedingungen, Feuchtigkeitssteuerung und Temperaturdrift; bei Spezialanforderungen sind ergänzende Einsätze oder Kühlkonzepte zweckmäßig. Für kleine Unternehmen können maßgeschneiderte Zuschnitte höhere Stückkosten bedeuten, die sich jedoch über reduzierte Transportschäden amortisieren können. Auch das Handling von Hydrationshilfen erfordert saubere Prozesse, damit keine Feuchte in tragende Strukturen eindringt und die Tragfähigkeit mindert.

  • Vorteile: definierter Produktschutz, prozesssichere Handhabung, gutes Verhältnis von Masse zu Stabilität, kreislauffähige Materialien, anpassbare Konstruktionen.
  • Herausforderungen: Feuchtemanagement und Temperierung bei langen Laufzeiten, steigende Komplexität bei vielen Straußformaten, initiale Werkzeugkosten für spezielle Stanzungen.
  • Weitere Vorteile: gute Bedruckbarkeit für neutrale Hinweise, modulare Einlagen für unterschiedliche Bouquetgrößen, stapelbare, platzsparende Lagerung im Flachzustand.
  • Weitere Herausforderungen: Maßkonstanz bei wechselnden Klimabedingungen, sorgfältige Abstimmung von Innenabmessungen und Manschetten, zusätzlicher Aufwand für Qualitätssicherungstests.

Konstruktionsmerkmale und Formate

Typische Formate sind längliche Zuschnitte für Standard-Stiellängen und kompakte Boxen für gebundene Bouquets. Konstruktive Details steigern die Transportsicherheit: Längsversteifungen, definierte Knautschzonen an sensiblen Stellen und redundante Fixierpunkte erhöhen die Toleranz gegenüber Stoßbelastungen. Zudem lassen sich Querschnitte (rechteckig, leicht trapezförmig) so wählen, dass sowohl Stabilität als auch Materialeffizienz gewahrt bleiben.

  • Lüftungsöffnungen zur Konvektion und Reduktion von Kondensatbildung.
  • Halterungen/Stege, die Stielbündel gegen Verrutschen und Biegung sichern.
  • Öffnungshilfen über definierte Perforation oder Abreißstreifen für beschädigungsarme Entnahme.
  • Feuchtepufferzonen für Hydrationslösungen; Schutz gegen Auslaufen.
  • Stapelflächen und Kantenschutz zur Lastverteilung im Stapel oder auf der Palette.
  • Optionale Sichtfenster für Eingangsprüfung, ohne die Integrität der Fixierung zu beeinträchtigen.
  • Zusätzliche Bodensicherungen (z. B. doppelter Bodenbereich) bei höheren Gewichten oder längeren Stiellängen.
  • Aufnahmebereiche für Etiketten und Codes, die auch auf strukturierten Oberflächen gut haften.

Bei der Formatwahl sind nutzbare Innenmaße, Gesamtgewicht, zulässige Stapelhöhen und die Kompatibilität mit gängigen Beförderungsbedingungen maßgeblich. Eine sorgfältige Toleranzbetrachtung verhindert Quetschungen und Leerräume. Darüber hinaus sollten Gurtmaß, maximale Kantenlängen im Paketversand sowie die Verteilung der Massen im Karton so berücksichtigt werden, dass die Sendung stabil geführt und sicher automatisiert sortiert werden kann.

Praxistipps für den Einsatz

  1. Vorbereitung der Ware: Sträuße vorkonditionieren, überschüssiges Blattwerk im Kopfbereich reduzieren, Manschetten passend anlegen.
  2. Packreihenfolge: Einlagen zuerst positionieren, Stielbündel fixieren, Blütenköpfe freistellen, Zubehör separat sichern.
  3. Feuchtemanagement: Hydrationshilfen dicht verschließen, Feuchtigkeitsquellen vom Kartonmaterial getrennt halten.
  4. Verschluss und Kennzeichnung: Verschlüsse spannungsfrei schließen, Orientierungspfeile und Hinweise gut sichtbar platzieren.
  5. Transport: Stoßarme Handhabung, Palettierung mit gleichmäßiger Lastverteilung; Stapeldruck regelmäßig prüfen.
  6. Vorkonditionierung: Verpackungsmaterial und Ware vor dem Packen an das erwartete Klima angleichen, um Dimensionsänderungen zu begrenzen.
  7. Qualitätskontrolle: Stichproben mit realen Straußvarianten fahren, Schadensbilder dokumentieren und Einlagen iterativ anpassen.
  8. Rückmeldungen: Hinweise aus Zustellung und Kundenservice in die Konstruktion zurückspiegeln, um Handhabungsfehler zu reduzieren.

Qualitätsprüfung und Tests

Zur Absicherung dienen Material- und Packtests: ECT/BCT für Stabilität, Fall- und Stoßprüfungen für Transportszenarien, Klimatests (wechselnde Temperatur/Feuchte) zur Bewertung der Formstabilität sowie Praxistests mit realen Straußvarianten. Dokumentation von Schadensbildern (Knick, Abrieb, Quetschung, Kondensat) unterstützt die iterativen Anpassungen an Einlagen, Lüftung und Verschlussart. Regelmäßige Stichproben sichern die gleichbleibende Qualität über Serien hinweg. Ergänzend sind Druckhalte- und Schütteltests sinnvoll, um die Positionsstabilität der Stielbündel zu verifizieren. Für den Paketversand typische Prüfprofile mit mehreren Fallwinkeln, Kanten- und Flächenschlägen sowie Feuchtewechseln bilden realistische Belastungen ab und liefern belastbare Akzeptanzkriterien für Serienfreigaben.

Zusammenfassung:

  • Als maßgeschneiderte Verpackungslösungen schützen Blumenversandkartons empfindliche Pflanzen beim Transport und gewährleisten, dass sie unversehrt ankommen.
  • Die aus ressourcenschonender Wellpappe hergestellten Boxen sind robust, leicht und ermöglichen durch ihre Struktur eine hervorragende Luftzirkulation – ideal für den Transport lebender Gewächse.
  • Blumenversandkartons sind in verschiedenen Größen erhältlich, um unterschiedlichste Arten von Blumen und Pflanzen aufnehmen zu können. Mit ihren praktischen Funktionen wie der einfachen Handhabung und Montage, bieten sie Unternehmen entscheidende Vorteile in der Logistik.
  • Eine sorgfältige Auslegung von Innenabmessungen, Fixierungen und Belüftung minimiert Transportrisiken, senkt Ausschussquoten und stabilisiert Prozesse entlang der Lieferkette.
  • Durch standardisierte Einlagen, klare Kennzeichnungen und geeignete Materialqualitäten lassen sich Schutz, Prozesssicherheit und Ressourceneinsatz ausgewogen gestalten.

Veröffentlicht am 11.08.2024
Letzte Überarbeitung am 25.09.2025 um 15:42 Uhr von Julia Kopp

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