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Displaykarton

In der Welt der Verpackungen nimmt der Displaykarton einen wichtigen Stellenwert ein. Dieser spezifische Typ von Karton, hauptsächlich aus Wellpappe hergestellt, ist aus dem modernen Verpackungssektor nicht mehr wegzudenken. Er vereint Tragstruktur und Präsentationsfläche, ermöglicht eine klare Wareninszenierung am Point of Sale (POS) und unterstützt eine geordnete Warenbereitstellung. Häufig werden Begriffe wie Verkaufsdisplay, POS-Display, Thekendisplay oder Bodendisplay synonym verwendet, wenn Konstruktionen aus Displaykarton gemeint sind.

Definition: Was versteht man unter Displaykarton?

Unter dem Begriff Displaykarton versteht man eine spezielle Form von Karton, der vornehmlich dazu verwendet wird, Waren attraktiv zu präsentieren und sie dabei vor Beschädigungen zu schützen. Der Displaykarton zeichnet sich vor allem durch seine robuste und gleichzeitig flexible Beschaffenheit aus. Er ist darauf ausgelegt, Produkte sichtbar, griffbereit und geordnet darzustellen, ohne die Transport- und Schutzfunktion zu vernachlässigen. Neben reiner Trägerfunktion bietet Displaykarton Flächen für Informationen, Branding-Elemente und Handlingshinweise, wodurch er sowohl gestalterische als auch technische Anforderungen erfüllt.

Der Herstellungsprozess des Displaykartons

Die Herstellung von Displaykarton ist ein spezialisierter Prozess, der mehrere Stufen umfasst. Zunächst wird aus Zellstoff das sogenannte Wellpappenrohpapier erzeugt, welches als Grundlage für den späteren Displaykarton dient. Im Rahmen des Produktionsprozesses wird das Wellpappenrohpapier dann mit unterschiedlichen Zusatzstoffen und Leimen beschichtet bzw. verklebt, um Eigenschaften wie Stabilität, Widerstandsfähigkeit und Tragfähigkeit des Endprodukts zu optimieren. Wellenprofile (z. B. E-, B- oder EB-Welle), Grammaturen der Deckschichten sowie die Wahl von Testliner- oder Kraftliner-Qualitäten bestimmen maßgeblich Biegesteifigkeit, Kantenstauchwiderstand und die Eignung für hochwertige Druckbilder. Prozessparameter wie Feuchteführung, Temperatur und Anpressdruck wirken sich auf Maßhaltigkeit, Planlage und die spätere Rill- und Falzqualität aus.

Einsatzbereiche und praktische Anwendungen von Displaykarton

Ein wesentlicher Vorteil von Displaykarton liegt in seiner Einsatzvielfalt. Er wird bevorzugt in Verkaufsstätten genutzt, um Waren effektiv zu präsentieren. Aufgrund seiner Stabilität und hohen Belastbarkeit eignet er sich beispielsweise hervorragend zur Ausstellung schwerer Artikel. Darüber hinaus ist Displaykarton häufig in Werbedisplays und POS-Ständen zu finden, da seine Oberfläche ideal für den Druck von Farben und Designs ist. Typische Anwendungsfelder finden sich in der Fast-Moving-Consumer-Goods-Welt, in der Kosmetik, im Pharmaumfeld, bei Elektronik-Zubehör oder in saisonalen Promotionen. Temporäre Platzierungen, Zweitplatzierungen und Messeausstattungen profitieren von einer flachliegenden Anlieferung und einem werkzeuglosen Aufbau.

Vor- und Nachteile von Displaykarton

Der große Vorteil von Displaykarton ist seine Vielseitigkeit. Er kann in verschiedenen Branchen und Bereichen eingesetzt werden und bietet eine wichtige Plattform für effektive Warenpräsentation. Zudem sind die Herstellungskosten im Vergleich zu alternativen Trägermaterialien relativ gering, und er kann ohne großen Aufwand recycelt werden. Die flachliegende Logistik reduziert Transportvolumen und Lagerflächen, die modulare Bauweise beschleunigt den Aufbau am POS und unterstützt schnelle Motivwechsel. Allerdings hat der Einsatz von Displaykarton auch gewisse Nachteile. So ist er zwar widerstandsfähig und stabil, jedoch nicht so robust wie beispielsweise Metall oder Kunststoff. Zudem kann die Qualität des Drucks auf dem Displaykarton je nach Qualität des verwendeten Druckverfahrens stark variieren. Feuchte- und Klimaeinflüsse können die Dauerfestigkeit reduzieren; exponierte Kanten sind ohne Schutzlack oder Kaschierung empfindlicher gegen Abrieb. Komplexe Stecksysteme erfordern enge Toleranzen, damit Passungen zuverlässig funktionieren.

Umweltauswirkungen des Displaykartons

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Umgang mit Displaykarton sind dessen Umweltauswirkungen. Displaykarton ist in der Regel recycelbar und biologisch abbaubar, wodurch er zu einer umweltfreundlichen Alternative zu einigen konventionellen Verpackungen wird. Bei der Entscheidung für oder gegen Displaykartons sollte daher auch stets der ökologische Aspekt berücksichtigt werden. Ein hoher Anteil an Recyclingfasern ist üblich; frische Fasern stabilisieren die Oberfläche bei anspruchsvollen Druckbildern. Wasserbasierte Farben und Klebstoffe erleichtern die Wiederverwertung. Kurze Materialkreisläufe und eine sortenreine Ausführung als Monomaterial reduzieren den Entsorgungsaufwand am Ende einer Aktion.

Fazit

Zusammenfassend ist festzustellen, dass Displaykarton ein wertvolles Element in der Welt der Verpackungen ist. Mit seiner Vielseitigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit erfüllt er eine wichtige Funktion in der modernen Warenpräsentation und Verpackungsindustrie. Trotz der genannten Nachteile bleibt er insgesamt eine hochwertige Verpackungslösung, die eine effektive Marketingstrategie unterstützt. Wer Konstruktion, Druckbild und Konfektion auf das Einsatzszenario abstimmt, erhält eine tragfähige, modulare und ressourcenschonende Lösung für temporäre oder mittelfristige Platzierungen.

Zusammenfassung:

  • Ein Displaykarton ist eine spezielle Ausführung von Verpackungen, oft hergestellt aus Wellpappe, die hauptsächlich zur Präsentation von Waren benutzt wird und gleichzeitig einen Transport- und Schutzbehälter darstellt.
  • Displaykartons sind besonders in der Einzelhandelsbranche gebräuchlich, da sie Produkte attraktiv und sichtbar präsentieren, was zu gesteigerter Aufmerksamkeit und damit zu potenziell höheren Verkaufszahlen führen kann.
  • Unternehmen, die auf der Suche nach effektiven, kostengünstigen und umweltfreundlichen Verpackungslösungen sind, sollten Displaykartons in Betracht ziehen, da Wellpappe leicht recycelbar ist und eine exzellente Möglichkeit zur Darstellung von Marken und Werbebotschaften bietet.
  • Zusätzliche Vorteile ergeben sich aus der flachliegenden Anlieferung, kurzen Aufbauzeiten am POS und der guten Bedruckbarkeit für variable Inhalte.

Merkmale und Aufbau von Displaykarton

Displaykarton ist als Präsentations- und Trägermaterial für Verkaufsstellen ausgelegt. Typische Konstruktionen basieren auf ein- oder zweiwelligen Qualitäten (z. B. E-, B- oder EB-Welle) mit Testliner- oder Kraftliner-Deckschichten. Die Wahl des Lagenaufbaus bestimmt Eigenschaften wie Kantenstauchwiderstand (ECT), Biegesteifigkeit und Druckbild. Häufig kommt eine kaschierte Oberfläche zum Einsatz: Ein bedruckter Papierbogen wird flächig auf den Zuschnitt aufgebracht, wodurch brillante Bilder, feine Schriften und homogene Farbflächen möglich sind. Der Zuschnitt wird anschließend gerillt, geschlitzt und gestanzt, damit Laschen, Steckmechaniken und Faltkanten präzise greifen. Ergänzend können Schutzlacke, Prägungen, partielle Effekte oder matte und glänzende Oberflächen eingesetzt werden, um Abrieb zu mindern und Akzente zu setzen, ohne die Recyclingfähigkeit zu beeinträchtigen.

Arten von Displays aus Displaykarton

  • Thekendisplays: kompakte Aufsteller für Impulsware, häufig mit Einlegeböden oder Einsteckfächern.
  • Bodendisplays: größere Träger mit mehreren Ebenen, Trays und Top-Signs für Aktionsflächen.
  • Tray- und Regaldisplays: kombinieren Warenaufnahme und Sichtpräsentation; oft shelf-ready konzipiert.
  • Lookup-/Topper-Elemente: zusätzliche Sichtflächen zur Fernwirkung, meist leicht montierbar.
  • Falt- und Steckkonstruktionen: werkzeugloser Aufbau, geringes Gewicht, flachliegende Anlieferung.
  • Dispenser- und Spenderlösungen: gesteuerte Warenentnahme bei Kleinteilen oder Beuteln.
  • Haken- und Blisterelemente: für hängende Waren, kombinierbar mit Trays und Kopfteilen.

Herstellungsprozess im Detail

  1. Rohpapier und Wellenbildung: Wellpappenrohpapier wird befeuchtet, gewellt und mit Deckschichten verklebt. Wellenprofile beeinflussen Tragfähigkeit, Oberflächengüte und Druckbild. Eine stabile Feuchteführung sorgt für planliegende Zuschnitte und konstante Falzeigenschaften.
  2. Kaschierung und Veredelung: Bedruckte Deckblätter werden aufgebracht; optional mit Dispersionslacken, Matt-/Glanz-Effekten oder partiellem Schutzlack zur Abriebminderung. Kaschierklebstoffe und Anpressdruck werden auf Materialstärke und Motiv angepasst.
  3. Stanzung, Rillung, Schlitzung: Rotations- oder Flachbettwerkzeuge erzeugen Konturen, Falzlinien und Funktionsöffnungen. Perforation ermöglicht definierte Aufrisskanten. Exakte Werkzeugdaten sichern Passungen an Steckverbindungen, Laschen und Einsteckfächern.
  4. Kleben und Konfektion: Heißleim oder Dispersionskleber fixiert Laschen und Verstärkungen; Sets werden vorkonfektioniert, gebündelt und flach ausgeliefert. Markierungen erleichtern die Montagefolge und reduzieren Fehlerquoten am POS.
  5. Qualitätsprüfung: Messergebnisse zu Passgenauigkeit, Standfestigkeit und Belastungstests sichern eine reproduzierbare Performance am Point of Sale. Prüfklima, Kantenstauch- und Stapeltests (z. B. ECT/BCT) dienen der Absicherung der Tragreserven.
  6. Verpackung und Versand: Transportgerechte Bündelung, Kantenschutz und Etikettierung sichern eine beschädigungsarme Zustellung und schnelle Identifikation am Einsatzort.

Gestaltung und Druck

Für Displaykarton kommen Offset-, Flexo- und zunehmend Digitaldruck zum Einsatz. Die Verfahren unterscheiden sich in Rüstkosten, Farbumfang und Feinzeichnungsvermögen. Digitaldruck ist für Kleinserien, individualisierte Kampagnen oder häufige Motivwechsel geeignet, während Offsetdruck bei höheren Auflagen ein sehr homogenes Ergebnis liefert. Ein sauberer Farbauftrag, ausreichende Trocknung sowie Schutzlacke vermeiden Scheuerstellen an exponierten Kanten und Flächen. Farbmanagement mit ICC-Profilen, verbindliche Andrucke oder Proofs sowie definierte Randabstände, Beschnitt- und Falzmarken erhöhen die Reproduzierbarkeit. Datenaufbereitung mit korrekten Auflösungen, Schrifteneinbettung und geeigneten Farbräumen (CMYK und Sonderfarben) trägt zu konsistenten Ergebnissen bei.

Technische Kennzahlen und Planung

Bei der Auslegung von Displaykarton sind mechanische Parameter (z. B. ECT, BCT, Biegesteifigkeit), die vorgesehene Traglast je Ebene, die Feuchteempfindlichkeit und die Standzeit am Einsatzort zu berücksichtigen. Ebenso wichtig sind präzise Maße für Module, Einlegeböden und Steckverbindungen. Nützliche Grundlagen bieten Hinweise zu praxisgerechten Abmessungen und Toleranzen, um Passung, Stabilität und Materialeinsatz aufeinander abzustimmen. Ergänzend sollten Transportweg, zu erwartende Kundenfrequenz, Befüllrhythmus, Beleuchtungssituation und Reinigungsintervalle in die Planung einfließen. Eine eindeutige Kennzeichnung der Bauteile unterstützt den fehlerarmen Aufbau und die zügige Inbetriebnahme am POS.

Praxisgerechte Anwendung und Montage

  • Flachanlieferung spart Volumen; Aufbauanleitungen und codierte Laschen reduzieren Montagezeiten am POS.
  • Zusätzliche Verstärkungen in hochbelasteten Zonen (Böden, Steher, Rückwände) erhöhen die Standfestigkeit.
  • Oberflächenschutz durch Lacke oder Folienkaschierung kann bei hoher Kundenfrequenz sinnvoll sein.
  • Feuchte- und Temperaturbedingungen am Einsatzort berücksichtigen, um Wellenbildung oder Verzug zu vermeiden.
  • Für wechselnde Aktionen eignen sich modulare Elemente, die sich schnell umbauen lassen.
  • Ein beständiger Untergrund sowie eine standsichere Befüllung verhindern Kippen und erhöhen die Gebrauchssicherheit.
  • Ein definierter Befüll- und Nachfüllplan sorgt für gleichmäßige Lastverteilung und ein gepflegtes Erscheinungsbild.

Erweiterte Vor- und Nachteile

  • Vorteile: geringes Eigengewicht, flache Logistik, gute Bedruckbarkeit, flexible Konstruktion, schnelle Anpassung an Produktwechsel.
  • Grenzen: begrenzte Dauerfestigkeit bei hoher Luftfeuchte, empfindliche Kanten ohne Schutzlack, Toleranzanforderungen bei komplexen Stecksystemen.
  • Weitere Aspekte: reparaturfreundliche Bauteile, einfache Entsorgung über Altpapier, jedoch eingeschränkte Eignung für dauerhaft feuchte oder outdoornahe Umgebungen.

Ökologische Aspekte im Lebenszyklus

Displaykarton ist in der Regel als Monomaterial ausgeführt und dadurch gut dem Altpapierkreislauf zuführbar. Ein hoher Anteil an Recyclingfasern ist üblich; frische Fasern stabilisieren die Oberfläche bei anspruchsvollen Drucken. Wasserbasierte Farben und Klebstoffe erleichtern die Wiederverwertung. Die Entsorgung am Ende einer Promotion- oder Aktionsphase erfolgt meist über etablierte Sammelsysteme, wodurch Materialkreisläufe unterstützt werden. Lebenszyklusbetrachtungen berücksichtigen Rohstoffherkunft, Produktion, Transport, Nutzungsphase und Verwertung; eine materialeffiziente Konstruktion senkt Ressourceneinsatz und Transportaufwand.

Abgrenzung und typische Einsatzszenarien

Im Unterschied zu klassischen Transportkartons steht beim Displaykarton die Warenpräsentation im Vordergrund. Typische Szenarien sind Aktionsflächen im Handel, Messen, saisonale Platzierungen, Produkteinführungen und Zweitplatzierungen. Häufig werden die Einheiten im Set mit Einlegeböden, Trays und Kopfteil geliefert, um eine schnelle Inbetriebnahme zu ermöglichen. Ergänzende Elemente wie Produktstopper, Preisfelder oder Informationsdisplays strukturieren die Präsentationsfläche und leiten die Aufmerksamkeit gezielt.

Fazit

Displaykarton verbindet Tragstruktur und Präsentationsfläche in einem Material. Konstruktion, Druckbild und Konfektion bestimmen, wie gut Produkte am Point of Sale wahrgenommen werden und wie effizient der Aufbau gelingt. Wer Planung, Materialauswahl und die betrieblichen Rahmenbedingungen sorgfältig aufeinander abstimmt, erzielt eine verlässliche, ressourcenschonende und budgetgerechte Lösung für temporäre oder mittelfristige Platzierungen. Durch eine geeignete Materialwahl, klare Anleitungen und belastbare Steckmechaniken lassen sich Standzeiten und Handhabungssicherheit weiter verbessern.

Zusammenfassung:

  • Ein Displaykarton ist eine spezielle Ausführung von Verpackungen, oft hergestellt aus Wellpappe, die hauptsächlich zur Präsentation von Waren benutzt wird und gleichzeitig einen Transport- und Schutzbehälter darstellt.
  • Displaykartons sind besonders in der Einzelhandelsbranche gebräuchlich, da sie Produkte attraktiv und sichtbar präsentieren, was zu gesteigerter Aufmerksamkeit und damit zu potenziell höheren Verkaufszahlen führen kann.
  • Unternehmen, die auf der Suche nach effektiven, kostengünstigen und umweltfreundlichen Verpackungslösungen sind, sollten Displaykartons in Betracht ziehen, da Wellpappe leicht recycelbar ist und eine exzellente Möglichkeit zur Darstellung von Marken und Werbebotschaften bietet.
  • Der Herstellungsprozess umfasst Wellpappenfertigung, Kaschierung, Stanzung, Rillung, Klebung und Qualitätssicherung; die Kombination bestimmt Tragfähigkeit und Erscheinungsbild.
  • Wichtige Planungsgrößen sind Traglast, ECT/BCT, Oberflächenschutz und passgenaue Zuschnitte für einen zügigen Aufbau und sicheren Betrieb am POS.
  • Als Monomaterial lässt sich Displaykarton in etablierten Stoffkreisläufen recyceln; farb- und klebstoffseitige Ausführungen unterstützen die Verwertung.
  • Praxisgerechte Montage, modulare Bauweise und klare Kennzeichnungen verkürzen Aufbauzeiten und erhöhen die Betriebssicherheit am Einsatzort.

Veröffentlicht am 13.08.2024
Letzte Überarbeitung am 11.09.2025 um 11:59 Uhr von Sebastian Würth

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