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Transportkartons

Im Kontext von Wellpappe-Verpackungen spielen Transportkartons eine wesentliche Rolle. Sie dienen als robustes und vielseitiges Verpackungsmaterial, das sich durch hervorragende Schutzfunktionen und Anpassungsfähigkeit auszeichnet. Transportkartons gewährleisten, dass Produkte sicher und unversehrt ihren Bestimmungsort erreichen.

Sie kommen in Industrie, Handel und E-Commerce gleichermaßen zum Einsatz und werden je nach Güterart, Gewicht, Empfindlichkeit und logistischer Kette ausgewählt. Kriterien wie Kantenstauchwiderstand (ECT), Stapeldruck (BCT), Rillung, Verschlussart und Polsterkonzept bestimmen die Eignung für den jeweiligen Verwendungszweck. Eine sachgerechte Auslegung berücksichtigt zudem Temperatur- und Feuchtebedingungen, Handlingprozesse sowie die geplante Dauer der Lagerung.

Darüber hinaus profitieren Anwender von standardisierten Bauformen und modularen Zuschnitten, die eine effiziente Kommissionierung, geringe Schadensquoten und reproduzierbare Prozessqualität ermöglichen. In der Praxis werden Transportkartons häufig in harmonisierte Versand- und Lagerkonzepte eingebunden, etwa durch abgestimmte Rastermaße und definierte Toleranzen für Innen- und Außenabmessungen.

Definition: Was versteht man unter Transportkartons?

Transportkartons, oft auch Versandkartons oder Versandboxen genannt, sind Gehäuse aus Wellpappe, die für den sicheren Transport von Waren und Artikeln konzipiert sind. Je nach Größe, Form und Beschaffenheit der zu transportierenden Produkte gibt es unterschiedliche Arten von Transportkartons. Sie alle haben jedoch ein gemeinsames Ziel: Die Ware sicher ans Ziel zu bringen.

Typische Merkmale sind gefalzte und gerillte Zuschnitte, die zu stabilen Hohlkörpern aufgerichtet und mittels Klebeband, Heftklammern oder Selbstklebestreifen verschlossen werden. Die Innenmaße orientieren sich am Packgut, während die Außenmaße für die Palettierung, die Ausnutzung von Ladehilfsmitteln und die Paketdienst-Vorgaben relevant sind. Synonyme Bezeichnungen sind Faltkarton, Wellpappkarton oder Transportverpackung; im Sprachgebrauch werden auch Bauformen über FEFCO-Codes beschrieben (z. B. 0201, 0203, 0427).

In der Begriffsverwendung ist es wichtig, zwischen Nennmaß, Innenmaß und Außenmaß zu unterscheiden: Das Nennmaß beschreibt die planerische Zielgröße, das Innenmaß die nutzbare Fläche für das Packgut und das Außenmaß die maßgebliche Größe für Palettierung und Frachtkosten. Toleranzen werden in der Regel produktionstechnisch bedingt mitgedacht und sollten beim Verpackungsdesign berücksichtigt werden.

Herstellung und Arten von Transportkartons

Bei der Herstellung von Transportkartonagen spielt die Qualität der Wellpappe eine entscheidende Rolle. Diese kann aus einer oder mehreren Lagen Papier bestehen, die durch Wellen verbunden sind. Es gibt einwandige, zweiwandige und mehrwandige Transportkartons. Die Art des Kartons hängt von den Anforderungen ab, die das zu transportierende Produkt stellt. Neben der Standardausführung gibt es auch Spezialkartons, beispielsweise für den Versand von Flaschen oder Büchern.

Die Wellpappe entsteht durch das Verkleben von Linerpapieren mit gewellten Zwischenlagen (Fluting). Übliche Wellenprofile sind E, B und C, in Kombinationen wie BC oder EB für höhere Stabilität. Wichtige Papierqualitäten sind zum Beispiel Kraft- und Testliner mit spezifischen Flächengewichten. Je nach Beanspruchung werden Klebstoffsysteme und Linergewichte gewählt, um Kennwerte wie Durchstoß- und Kantenstauchfestigkeit zu erreichen.

  • Bauformen: Klassische Faltkisten (z. B. FEFCO 0201), Automatikböden, Stülpdeckelkartons, Zuschnitte mit Laschen oder Klappdeckel.
  • Wandstärken: Einwellig für leichte Güter, zwei- oder dreiwellig für schwere, stoßempfindliche oder stapelintensive Anwendungen.
  • Anwendungsbeispiele: Flaschenverpackungen mit Einlagen, Buch- und Medienversand, Ordner- und Archivkartons, großformatige Kartons für Plattenware, Fixierlösungen mit integrierten Folienrahmen.
  • Veredelung und Funktion: Bedruckung zur Kennzeichnung, Perforationen und Rillungen für leichtes Öffnen, Einstecklaschen, Tragegriffe, Sichtfenster oder Einlagen zur Fixierung.

Eine sachgerechte Materialauswahl berücksichtigt auch klimatische Einflüsse. Nassfeste Papiere, anwendungsbezogene Klebstoffe und kombinierte Wellenkonfigurationen erhöhen die Performance bei variabler Luftfeuchte. Für hohe Lasten oder lange Lagerzeiten im Stapel werden häufig zwei- oder dreiwellige Qualitäten spezifiziert, um Reserven gegen Kriechen und Ermüdung zu schaffen.

Konstruktive und leistungsbezogene Kriterien

Für die Auslegung von Transportkartons sind mechanische Kennzahlen (z. B. ECT/BCT), das zu erwartende Stapel- und Vibrationsprofil, die Innenpolsterung sowie die Verschlusstechnik maßgeblich. Die Kombinatorik aus Wellensorte, Papiergrammaturen, Bauform und Innenausstattung entscheidet über den erforderlichen Transportschutz bei minimalem Materialeinsatz.

Ergänzend werden Ziel-Stapelzeiten, Sicherheitsfaktoren und Konditionierungsklima (z. B. 23 °C und 50 % r. F.) definiert, um Ergebnisse aus Prüfungen auf reale Einsatzbedingungen zu übertragen. Die Gleichmäßigkeit der Rillung, präzise Zuschnittmaße und eine prozesssichere Klebung tragen wesentlich zur Tragfähigkeit, zum maßhaltigen Aufrichten und zur Packgeschwindigkeit bei.

Papier- und Wellenkombinationen im Überblick

Typische Wellhöhen reichen bei E-Welle von ca. 1,5 mm über B-Welle mit ca. 3 mm bis zu C-Welle mit ca. 4 mm; Doppelwelle BC liegt je nach Kombination häufig bei ca. 6–7 mm. Feinere Wellen begünstigen gute Bedruckbarkeit und kleinere Faltdurchmesser, gröbere Wellen verbessern die Dämpfung und Kantenstauchwerte. Die gezielte Kombination von Linergrammaturen mit diesen Profilen ermöglicht eine belastungsangepasste Auslegung für unterschiedliche Packgüter.

Wiederverwendung und Recycling von Transportkartons

Eine Besonderheit der Transportverpackungen aus Wellpappe besteht in ihrem hohen Wiederverwendungs- und Recyclingpotenzial. Sie bestehen in der Regel zu einem hohen Anteil aus Recyclingpapier und können nach Gebrauch problemlos recycelt werden. Darüber hinaus können sie, wenn sie nicht zu stark beschädigt sind, auch mehrfach verwendet werden.

Zur Wiederverwendung sollten Kartons sorgfältig geöffnet, nicht überrillt und trocken gelagert werden. Für das Recycling ist eine sortenreine Erfassung sinnvoll; Verpackungsbänder, Etiketten und Füllmaterialien sind vor der Entsorgung zu entfernen. Ein sachgerechter Einsatz trägt zur Ressourcenschonung bei, da Wellpappe innerhalb etablierter Kreisläufe vielfach wiederverwertet werden kann.

Mehrfachnutzung setzt intakte Kanten, saubere Klebe- oder Heftverbindungen und eine unverformte Geometrie voraus. Durch sachgerechte Entsorgung und Wiederaufbereitung lassen sich Faserstoffe über mehrere Zyklen weiterverwenden, bevor sie durch Frischfasern ergänzt werden müssen. Dies unterstützt kreislauforientierte Materialflüsse und reduziert den Bedarf an Primärrohstoffen.

Vor- und Nachteile von Transportkartons

Zu den Vorteilen von Transportkartons aus Wellpappe gehört ihre hohe Stabilität und Resistenz gegenüber unterschiedlichen Einflüssen. Sie schützen die verpackten Waren effektiv vor Beschädigungen durch Stoß- und Sturzbelastungen, Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit. Ihre vielseitige Einsetzbarkeit für verschiedenste Produkte und ihre umweltfreundliche Herstellung und Entsorgung sind weitere Pluspunkte. Als Nachteile könnten der Platzbedarf für die Lagerung und die manuelle Handhabung genannt werden.

  • Vorteile: Gute Dämpfungseigenschaften, anpassbare Konstruktion, geringes Eigengewicht, flachliegende Anlieferung, geeignete Bedruckbarkeit zur Kennzeichnung.
  • Herausforderungen: Empfindlichkeit bei anhaltender Feuchte, begrenzte Durchstoß- und Kantenfestigkeit im Vergleich zu starren Materialien, potenzieller Materialmehrbedarf bei sehr hohen Lasten; geeignete Innenpolsterung und Kantenschutz können diese Punkte mitigieren.

Ergänzend ist die Abhängigkeit der mechanischen Leistung vom Klima zu beachten: Erhöhte Luftfeuchte reduziert die Steifigkeit und damit die Stapelreserven. Durch geeignete Materialauswahl, angepasste Lagerbedingungen und korrekte Ladungssicherung lassen sich solche Effekte jedoch kontrollieren.

Praxis: Auswahl, Abmessungen und Palettierung

Die Auswahl eines geeigneten Transportkartons beginnt mit dem Packgut: Abmessungen, Gewicht, Empfindlichkeit und gewünschte Stapelhöhe bestimmen den Aufbau. Für die effiziente Lager- und Versandlogistik werden Außenmaße so gewählt, dass Ladehilfsmittel (z. B. Euro-Palette) bestmöglich ausgenutzt werden und Paketdienst-Grenzmaße eingehalten sind. Es empfiehlt sich, wichtige Abmessungen und Innenmaße zu verstehen, um Spielräume für Polster, Einlagen oder Fixierlösungen korrekt zu berücksichtigen.

Zur Transportsicherheit gehören ein passender Verschluss (z. B. Nassklebeband für manipulationssicheren Versand), geeignete Füll- und Polsterkomponenten sowie eine eindeutige Kennzeichnung. Prüfzeichen und Transportpiktogramme erleichtern das Handling und reduzieren Schadensrisiken entlang der Prozesskette.

Für Palettenkonzepte haben sich Raster wie 1200 × 800 mm (Euro) und 1200 × 1000 mm etabliert. Kartonaußenmaße werden so geplant, dass sich geschlossene Lagen mit optimaler Flächenausnutzung ergeben, inklusive Toleranzen für Stretchfolie, Kantenschutz und Umreifung. Eine gleichmäßige Lastverteilung, bündige Stapelung und ausreichende Decklagensteifigkeit tragen zur Stabilität während Transport und Lagerung bei.

Maß- und Fertigungstoleranzen sollten bei der Auslegung einkalkuliert werden. Übliche Differenzen zwischen Innen- und Außenmaß resultieren aus Wellenhöhe und Materialstauchung. Für das Packgut empfiehlt sich je nach Polsterkonzept ein definierter Spielraum, der Einlegen, Fixieren und Entnehmen ohne Beschädigung ermöglicht.

Verschluss, Polsterung und Handhabung

Ein fachgerechter Verschluss verhindert das Aufspringen unter Last. Üblich sind druckempfindliche Klebebänder, Nassklebestreifen oder Heftklammern bei hohen Beanspruchungen. Die Polsterung wird auf das Produkt abgestimmt, etwa durch Papierpolster, Luftkissen, Schaumprofile oder formschlüssige Einlagen. Für empfindliche Güter sind Fixierlösungen geeignet, die das Verrutschen begrenzen. Bei der Handhabung unterstützen Rillungen und definierte Öffnungshilfen ein kontrolliertes Öffnen, ohne die Schutzwirkung zu beeinträchtigen.

In der Praxis bewähren sich definierte Verklebungsmuster wie H-Naht oder U-Streifen. Bandbreite, Trägermaterial und Klebstoffsystem werden passend zur Kartonqualität und Belastungssituation gewählt. Saubere, staub- und feuchtefreie Klebeflächen erhöhen die Klebkraft und reduzieren das Risiko von Öffnungen während des Transports.

Normen, Prüfungen und Qualitätssicherung

Transportkartons werden häufig durch standardisierte Prüfungen validiert. Dazu zählen Kantenstauchprüfungen, Stapeldrucktests, Fall- und Vibrationsprüfungen unter definierten Klimabedingungen. Prüfpläne legen Probenumfang, Konditionierung und Abnahmekriterien fest, um gleichbleibende Qualität über Serienlieferungen hinweg sicherzustellen.

Begleitend sichern Wareneingangskontrollen, Prüfzeugnisse und laufende Prozesskontrollen (z. B. Rilltiefe, Faltqualität, Klebebild) die geforderte Leistungsfähigkeit. Dokumentierte Spezifikationen mit Angabe von Wellensorte, Grammaturen, Maßen und Toleranzen unterstützen eine eindeutige Kommunikation zwischen Entwicklung, Einkauf, Fertigung und Anwendern.

Zusammenfassung:

  • Transportkartons spielen eine primäre Rolle im Versandhandel und dienen zum Schutz von Waren während des Transports.
  • Die Materialwahl für diese Verpackungslösungen fällt häufig auf Wellpappe, da sie hoch belastbar ist und einen optimalen Schutz bietet.
  • Im Kontext der Nachhaltigkeit setzen immer mehr Unternehmen auf Transportkartons aus Wellpappe, da sie umweltfreundlich und leicht zu recyceln sind.
  • Die passende Bauform, Wandstärke und Polsterung richten sich nach Gewicht, Empfindlichkeit und logistischen Anforderungen des Packguts.
  • Richtig gewählte Maße, geeignete Verschlüsse und eine abgestimmte Palettierung erhöhen die Transportsicherheit und Effizienz in der Prozesskette.
  • Standardisierte Prüfungen, definierte Toleranzen und eine sorgfältige Qualitätssicherung stellen sicher, dass Transportkartons die geforderte Schutzfunktion zuverlässig erfüllen.

Veröffentlicht am 14.06.2024
Letzte Überarbeitung am 07.01.2026 um 11:19 Uhr von Manuel Hofacker

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