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Injektionsverpackung

In der Welt der Verpackungen aus Wellpappe nimmt die Injektionsverpackung eine wichtige Rolle ein. Es handelt sich um eine innovative Verpackungslösung, die hohe Flexibilität und Schutz für empfindliche Produkte bietet, sei es in den Bereichen Pharma, Medizin oder Elektronik. Sie hat die Fähigkeit, die herkömmlichen Verpackungsmethoden hinsichtlich Leistung und Kosteneffizienz herauszufordern. Charakteristisch ist, dass Luft kontrolliert in eine Hülle oder Kammer eingebracht wird, wodurch ein stoßdämpfender Puffer entsteht. Dadurch lassen sich Bruchrisiken reduzieren, Oberflächen schützen und Vibrationen abmildern. In Kombination mit einer äußeren Umverpackung aus Wellpappe entsteht eine abgestimmte Schutzverpackung für Transport und Lagerung. Die Schutzwirkung erstreckt sich je nach Auslegung außerdem auf Schwingungsdämpfung, die Reduktion von Druckspitzen während der Stapelung sowie den Ausgleich kleiner Toleranzen zwischen Packgut und Umverpackung. Ergänzend ermöglicht die modulare Bauweise eine Anpassung an verschiedene Produktgeometrien, Chargengrößen und Verpackungsprozesse.

Definition: Was versteht man unter Injektionsverpackung?

Eine Injektionsverpackung, oft als aufgeblasene Verpackung bezeichnet, ist eine spezielle Verpackungsform, bei der Luft in die Verpackung injiziert wird, um einen optimalen Schutz für das verpackte Produkt zu gewährleisten. Der hohe Grad an Anpassungsfähigkeit ermöglicht die genaue Anpassung der Form der Verpackung an die spezifischen Anforderungen des verpackten Produkts. Im Kern handelt es sich um ein System aus einer oder mehreren Luftkammern, die über ein Ventil oder ein Kanalsystem mit Luft befüllt werden. Nach dem Befüllen umschließen die Kammern das Packgut, stabilisieren es und absorbieren mechanische Belastungen wie Stöße oder Druckkräfte. Injektionsverpackungen sind als Sekundär- oder Transportverpackung zu verstehen; die eigentliche Primärverpackung von Medikamenten oder Komponenten bleibt unberührt. Synonyme Bezeichnungen im Fachgebrauch sind je nach Ausführung Luftpolsterverpackung, Luftkissenverpackung oder Luftsäulenverpackung. Optional lassen sich antistatische oder ableitfähige Materialien für sensible Elektronik kombinieren, ohne die Grundfunktion der Luftkammern zu beeinträchtigen.

Arten von Injektionsverpackungen und deren Anwendungsfelder

Es gibt verschiedene Arten von Injektionsverpackungen. Dazu zählen unter anderem Luftpolstertaschen, aufblasbare Beutel und gepolsterte Briefumschläge. Jede dieser Verpackungsformen hat ihre spezifischen Anwendungsbereiche. Luftpolstertaschen und gepolsterte Briefumschläge finden oft Verwendung in der Produkt- und Ersatzteillogistik, während aufblasbare Beutel häufig beim Versand von zerbrechlichen und empfindlichen Produkten wie Elektronikgeräten verwendet werden. Darüber hinaus kommen Luftsäulenhüllen und modulare Luftkammer-Elemente zum Einsatz, wenn eine definierte Führung oder ein formschlüssiger Halt benötigt wird. Für großvolumige Umkartons bieten on-demand-Systeme flexible Luftkissen, die Hohlräume füllen und Produkte fixieren.

  • Aufblasbare Luftsäulen- oder Luftkammerbeutel: schützende Hüllen mit segmentierten Kammern, geeignet für Glasfläschchen, Sensoren, medizinische Geräte oder Kleinteile.
  • Luftpolster-Matten und -Kissen on demand: vor Ort befüllbare Bahnen bzw. Kissen für die Hohlraumfüllung und Polsterung in Umkartons.
  • Kantenschutz- und Formeinlagen mit Luftkammern: gezielte Abstützung von Kanten und Flächen, um Druckspitzen zu vermeiden.
  • Gepolsterte Versandhüllen: dünne, leichte Umschläge mit integrierter Luftpolsterlage für flache Güter und Dokumente mit empfindlichen Einbauten.
  • Luftschlauch-Systeme mit Perforation: flexibel abtrennbare Segmente für variable Paketgrößen und wechselnde Artikelportfolios.
  • Kombinationen aus Luftpolster und Wellpappe-Einlagen: hybride Systeme, die Führung, Pufferung und Stapelstabilität vereinen.

Bei der Auswahl spielen Aspekte wie Gewicht, Oberflächensensibilität, Kantenstabilität, Feuchte- und Temperaturverhalten sowie der gewünschte Automatisierungsgrad eine Rolle. Ebenso relevant sind die Rückführungsmöglichkeiten im Kreislauf und die Kompatibilität mit vorhandenen Umkartons aus Wellpappe.

Typische Einsatzbeispiele

  • Pharma und Medizin: Transport von Spritzen, Vials (Durchstechfläschchen), Ampullen, Diagnostik-Kits oder medizinischen Handgeräten.
  • Elektronik: Smartphones, Leiterplatten, Sensorik, Messgeräte und Zubehör mit empfindlichen Oberflächen.
  • Feinmechanik und Optik: Linsen, Präzisionsteile, Labor- und Versuchstechnik.
  • Ersatzteile und Aftermarket: stoßanfällige Komponenten in unterschiedlichen Stückzahlen.
  • Kosmetik und Pflege: empfindliche Flakons, Spender und Zubehör mit dekorativen Oberflächen.
  • Additive Fertigung und Prototyping: Einzelteile und Kleinserien mit variierenden Geometrien.
  • Laborproben und Probengefäße: gesicherter Transport innerhalb von logistischen Teilketten.

Der Produktionsprozess von Injektionsverpackungen

Der Produktionsprozess von Injektionsverpackungen ist in der Regel automatisiert und umfasst die Herstellung des Packmaterials, das Injizieren der Luft und das Versiegeln der Verpackung. Der automatisierte Prozess bietet den Vorteil hoher Effizienz und Genauigkeit, erhöht aber auch die Komplexität der Maschinen und Ausrüstungen. Üblicherweise werden mehrlagige Folien mit Ventil- oder Kanalsystemen konfektioniert, die über präzise Schweißnähte hermetisch abgeschlossen sind. Im Verpackungsprozess erfolgt das Befüllen über Handpumpen oder stationäre Aggregate; Rückschlagventile verhindern das unbeabsichtigte Entweichen der Luft. Eine nachgelagerte Qualitätskontrolle (zum Beispiel Dichtigkeitsprüfung per Druckabfalltest und visuelle Kontrolle der Nähte) stellt die Funktionsfähigkeit sicher. In automatisierten Linien können Zuführung, Befüllung, Einlegen des Produkts und Endverschluss in einem Takt gekoppelt werden, um gleichbleibende Prozessqualität zu erreichen. Ergänzend kommen Sensorik zur Drucküberwachung, lückenlose Rückverfolgbarkeit und regelmäßige Kalibrierungen der Aggregate zum Einsatz, damit Befülldruck und Taktzeiten reproduzierbar bleiben. Für die Kombination mit Wellpappe-Umverpackungen sind integrierte Zuführeinheiten und passgenaue Einlagen sinnvoll, um Setzvorgänge zu vermeiden.

Materialien und Konstruktion

  • Mehrschichtige Folien mit hoher Durchstoß- und Reißfestigkeit zur Vermeidung von Leckagen.
  • Segmentierte Kammern zur Begrenzung des Luftverlusts bei punktuellen Beschädigungen.
  • Ventiltechnik zur schnellen Befüllung und sicheren Verriegelung.
  • Kombination mit Außenkartons aus Wellpappe für Stabilität, Stapelfähigkeit und Schutz vor externen Lasten.
  • Optionale antistatische oder ableitfähige Eigenschaften für elektronische Baugruppen.
  • Barriereeigenschaften (zum Beispiel reduzierte Permeation), abgestimmt auf Einsatzzweck und Lagerdauer.
  • Deutliche Markierungen für Füllpunkte, Entlüftung und korrekte Einbaurichtung zur Fehlervermeidung.

Vor- und Nachteile von Injektionsverpackung

Die Vorteile von Injektionsverpackungen sind vielfältig. Sie bieten hohen Schutz für das Produkt und sind leicht und kompakt, was Kosten in Bezug auf Transport und Lagerung spart. Darüber hinaus bieten sie durch ihre Anpassungsfähigkeit eine hohe Flexibilität. Zu den Nachteilen zählt, dass sie in der Regel nicht für sehr schwere oder große Produkte geeignet sind. Zudem erfordert die Produktion von Injektionsverpackungen oft einen erhöhten Bedarf an Energie und spezialisierten Maschinen. Aber trotz dieser Herausforderungen bleibt die Injektionsverpackung eine effektive und innovative Verpackungslösung in der Industrie. In der Praxis sind die Leistungsdaten abhängig von Folienstärke, Schweißnahtqualität, Kammergeometrie, Befülldruck und der passenden Umverpackung aus Wellpappe, die Lastverteilung und Stapelung ermöglicht.

  • Vorteile: gute Stoßdämpfung, geringes Eigengewicht, platzsparende Lagerung vor dem Befüllen, schnelle Prozessintegration, anpassbare Geometrien.
  • Grenzen: Empfindlichkeit gegenüber scharfen Kanten und Durchstichen, potenzieller Luftverlust bei Leckagen, eingeschränkte Eignung für Punktlasten und sehr hohe Gewichte.
  • Ökologische Aspekte: reduziertes Materialvolumen und niedrige Transportmassen, jedoch erhöhte Anforderungen an sortenreine Entsorgung und Materialtrennung (z. B. Trennung von Folie und Wellpappe nach Gebrauch).
  • Qualitätssicherung: regelmäßige Prüfungen (z. B. Fall- und Vibrationsprüfungen, Dichtigkeitskontrollen) unterstützen eine gleichbleibende Schutzwirkung.
  • Sicherheitsaspekte: korrekte Befülldrücke, Schutz vor Überdruck, klare Arbeitsanweisungen und Schulungen für das Packpersonal.
  • Kostengesichtspunkte: Investitionen in Befülltechnik und Vorrichtungen stehen reduzierten Transportschäden, geringem Eigengewicht und effizienter Lagerhaltung gegenüber.

Auslegung, Dimensionierung und Handhabung

Die Leistungsfähigkeit hängt maßgeblich von der korrekten Auslegung ab: Anzahl und Aufteilung der Luftkammern, Befülldruck, Positionierung des Packguts und Kombination mit der äußeren Umverpackung bestimmen das Schutzniveau. Für empfindliche Baugruppen empfiehlt sich eine formschlüssige Einbettung, die Relativbewegungen minimiert und Lastspitzen dämpft. Eine klare Kennzeichnung der Befüll- und Handhabungspunkte erleichtert den reibungslosen Einsatz im Packprozess. In Validierungsphasen sind Musterprüfungen und Grenzbetrachtungen (Unter- und Überbefüllung) hilfreich, um robuste Parameterfenster festzulegen.

Im Rahmen der Planung spielen Maße, Toleranzen und passgenaue Freiräume eine zentrale Rolle; weiterführende Informationen bietet der Beitrag mehr über praxisrelevante Abmessungen bei der Auslegung. Zusätzlich sind Fertigungstoleranzen von Wellpappe-Zuschnitten, Setzverhalten des Packguts sowie Umgebungsbedingungen (Temperatur, Luftfeuchte) in die Dimensionierung einzubeziehen, da diese Faktoren die Luftdichtigkeit und die Dämpfungsleistung beeinflussen.

Prozessintegration

  • On-demand-Befüllung am Packplatz reduziert Lagerfläche für vorgefertigte Polster und erhöht die Verfügbarkeit.
  • Standardisierte Arbeitsanweisungen sichern wiederholbare Qualität und kurze Taktzeiten.
  • Schulungen zur korrekten Befüllung beugen Unter- oder Überdruck und damit verbundener Minderleistung vor.
  • Regelmäßige Instandhaltung und Prüfung von Ventilen, Schweißwerkzeugen und Zuführungen minimieren Stillstände.
  • Einfaches Poka-Yoke-Design (z. B. eindeutige Einbaurichtung) senkt Fehlerrisiken im Packprozess.

Nachhaltigkeit und Wiederverwendung

  • Wiederverwendbarkeit ist abhängig vom Anwendungsszenario und der Unversehrtheit der Luftkammern; bei Mehrfachnutzung sind regelmäßige Sicht- und Dichtigkeitsprüfungen sinnvoll.
  • Materialreduktion und die Kombination mit recyclingfähigen Umverpackungen aus Wellpappe unterstützen eine ressourcenschonende Logistik.
  • Mono-Material-Ansätze erleichtern die Verwertung nach Gebrauch.
  • Der Einsatz von Rezyklaten (sofern qualitätsseitig möglich) kann die ökologische Bilanz verbessern, ohne die Grundfunktion zu beeinträchtigen.
  • Gut sichtbare Trennhinweise auf der Verpackung erhöhen die Rückführungsquote in etablierte Stoffströme.

Prüfverfahren und Normbezug

  • Fall-, Schwingungs- und Stapeldruckprüfungen belegen die Schutzwirkung unter praxisnahen Bedingungen.
  • Dichtigkeitsprüfungen (z. B. Druckabfall, Blasenprüfung) überprüfen Schweißnähte und Ventilfunktionen.
  • Für regulierte Branchen sind dokumentierte Freigaben, Prüfpläne und Rückverfolgbarkeit essenziell.
  • Abstimmung mit Prüfstandards für Transportverpackungen unterstützt die Vergleichbarkeit von Designs.

Lagerung, Alterung und Handhabung

  • Temperatur- und Feuchteeinflüsse wirken auf Permeation und Luftdruck; Lagerbedingungen sollten entsprechend definiert sein.
  • Mechanische Belastungen vor dem Befüllen vermeiden (Knicke, scharfe Kanten), um Mikroleckagen vorzubeugen.
  • Vor dem Einsatz stichprobenartig Fülldrücke kontrollieren und Ventile kurz auf Funktion prüfen.

Häufige Fehlerbilder und Abhilfe

  • Langsamer Druckverlust: Schweißnahtqualität prüfen, Befülldruck anpassen, eventuell Barrierefolie wählen.
  • Unzureichende Fixierung des Packguts: Kammeraufteilung optimieren, zusätzliche Führungselemente aus Wellpappe integrieren.
  • Durchstiche durch Bauteilkanten: Schutzmanschetten, Kantenschoner oder verstärkte Außenlagen einsetzen.

Zusammenfassung:

  • Injektionsverpackungen sind spezielle Verpackungen, die hauptsächlich in der medizinischen und pharmazeutischen Industrie genutzt werden, um Produkte wie Spritzen oder Impfstoffe sicher zu transportieren und zu lagern, und sie bieten darüber hinaus in weiteren Branchen einen definierten Schutz.
  • Auch aus Wellpappe können solche Verpackungen hergestellt werden. Der Vorteil dazu ist, dass diese Art von Verpackung ökologisch nachhaltig, kosteneffizient und gleichzeitig robust genug ist, um den Inhalt sicher zu schützen, insbesondere in Kombination mit luftgestützten Polsterkomponenten.
  • Unternehmen, die eine Lösung für den sicheren und zugleich umweltfreundlichen Transport ihrer Injektionsprodukte suchen, sollten in Betracht ziehen, Injektionsverpackungen aus Wellpappe einzusetzen, wobei eine passgenaue Auslegung und eine saubere Trennung der Materialien nach Gebrauch berücksichtigt werden.
  • Typische Varianten sind Luftpolstertaschen, aufblasbare Beutel und gepolsterte Versandhüllen; sie eignen sich für empfindliche Waren aus Pharma, Medizin, Elektronik, Optik und Feinmechanik und lassen sich in modulare Packprozesse integrieren.
  • Die Auslegung umfasst Kammergeometrie, Befülldruck und die passende Umverpackung, um Stoßdämpfung und Stabilität ausgewogen zu kombinieren, inklusive Berücksichtigung von Toleranzen und Umgebungsbedingungen.
  • Vorteile liegen in Gewicht und Volumenersparnis sowie hoher Anpassungsfähigkeit; Grenzen bestehen bei sehr schweren Gütern und in der Anfälligkeit gegenüber Durchstichen, weshalb ergänzende Schutzmaßnahmen sinnvoll sein können.
  • Eine sachgerechte Handhabung, regelmäßige Prüfungen und die Trennung der Materialien nach Gebrauch unterstützen Sicherheit, Effizienz und Recyclingfähigkeit, was den zuverlässigen Einsatz im gesamten Logistikprozess fördert.

Veröffentlicht am 26.06.2024
Letzte Überarbeitung am 16.09.2025 um 13:59 Uhr von Julia Kopp

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