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Verpackungsmaschinen
In der Welt der Wellpappe dominieren Maschinen die Verpackungsherstellung. Für jedes Unternehmen sind sie ein wesentlicher Bestandteil und bieten eine beeindruckende Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten. Sie standardisieren Abläufe, erhöhen die Prozessstabilität und ermöglichen eine skalierbare, nachvollziehbare Produktion vom Einzelauftrag bis zur Serienfertigung.
Verpackungsmaschinen bilden das Rückgrat effizienter End-of-Line-Prozesse. Sie automatisieren wiederkehrende Arbeitsschritte, sorgen für reproduzierbare Ergebnisse und reduzieren Fehlerquellen. Durch den abgestimmten Einsatz von Zuführ-, Falt-, Befüll-, Verschluss- und Kontrollmodulen lassen sich unterschiedlichste Produkt- und Gebindetypen prozesssicher verarbeiten. Ergänzend sorgen Synchronisation, Pufferung und eine robuste Übergabetechnik für einen kontinuierlichen Materialfluss, auch bei Formatwechseln und variierenden Taktleistungen.
Definition: Was versteht man unter Verpackungsmaschinen?
Unter Verpackungsmaschinen versteht man automatisierte Systeme, die dazu dienen, Produkte sicher in Wellpappe einzupacken. Ihre Hauptfunktion besteht darin, den Verpackungsprozess zu beschleunigen und dadurch die Produktivität zu erhöhen. Darüber hinaus tragen sie zur Transportsicherheit, zur Standardisierung von Arbeitsschritten sowie zur Einhaltung von Qualitäts- und Dokumentationsanforderungen bei.
Im weiteren Sinn umfassen diese Anlagen alle Stationen vom Aufrichten des Kartonzuschnitts über das Einlegen der Ware bis zum Verschließen und der Endkontrolle. Je nach Auslegung übernehmen sie zusätzlich Aufgaben wie Etikettierung, Kennzeichnung oder Gewichtskontrolle. Ziel ist ein stabiler, nachvollziehbarer und wirtschaftlicher Verpackungsablauf mit gleichbleibender Qualität bei minimalem Materialeinsatz. In der Praxis werden Rezepturen, Formatdaten und Prozessparameter zentral verwaltet, um Rüstzeiten zu verkürzen und eine konsistente Packqualität über verschiedene Wellpappqualitäten (z. B. B-, C- oder E-Welle) sicherzustellen.
Weiterführende Informationen zu standardisierten Verpackungen ab Lager dienen als Kontext, wenn maschinelle Prozesse auf definierte Formatbereiche und Materialqualitäten abgestimmt werden sollen. Standardisierte Zuschnitte, FEFCO-Codes und festgelegte Grammaturen erleichtern die Parametrierung und reduzieren Anlaufverluste im laufenden Betrieb.
Funktionsweise und Arten von Verpackungsmaschinen
Die Funktionsweise von Verpackungsmaschinen ist je nach Typ sehr unterschiedlich. Es gibt Kartoniermaschinen, Schlauchbeutelmaschinen oder auch automatische Faltmaschinen. Alle diese Maschinenarten haben eines gemeinsam: Sie optimieren den Prozess des Einpackens und sorgen dafür, dass die Produkte optimal geschützt sind. Hinzu kommen Wrap-Around-Packer, Case Packer, Form-, Füll- und Verschließanlagen (FFS), Pick-and-Place-Einheiten, Roboterzellen, Etikettierer sowie Palettierer, die sich modular zu kompletten Linien kombinieren lassen.
Technisch betrachtet besteht der Ablauf meist aus aufeinanderfolgenden Modulen: Vereinzeln und Zuführen der Zuschnitte, Vorbrechen von Rillungen, Formen des Gebindes, produktschonendes Einschieben oder Einlegen, Verschließen durch Klebeband oder Heißleim, optionales Kennzeichnen sowie eine abschließende Prüf- und Ausschleusstation. Dabei beeinflussen Klebstofftyp (z. B. Hotmelt oder Kaltleim), Klebebandbreite, Anpresskräfte und Verweilzeiten die Stabilität des Verschlusses, während die genaue Führung des Wellpappzuschnitts Maßhaltigkeit und Kantenqualität sicherstellt.
Typische Maschinengruppen
- Kartonaufrichter (Case Erector) für das präzise Aufstellen von Zuschnitten.
- Kartonierer (Toploader/Side-Loader) zum Einsetzen einzelner Produkte oder Sets.
- Sammel- und Traypacker für geordnete Produktgruppierungen in Trays oder Umverpackungen.
- Faltmaschinen und Faltschachtel-Module zur exakten Formgebung von Wellpappzuschnitten.
- Verschließmaschinen für Klebeband- oder Heißleimverschlüsse, inklusive Anpress- und Kühlstrecken.
- Schrumpf- und Flowpack-Systeme als ergänzende Einheiten, wo Folie gefordert ist, häufig kombiniert mit Kartonage.
- Umreifungsmaschinen zur Sicherung von Gebinden für den Transport, ohne zusätzliche manuelle Fixierung.
Wellpappe-spezifische Anforderungen
Das Verhalten von Wellpappe in der Maschine hängt von Wellenprofil, Grammatur, Feuchtegehalt und Rillbild ab. Rillkräfte müssen so eingestellt sein, dass Kantenfasern nicht brechen und das Faltmoment reproduzierbar entsteht. Für E- und B-Welle sind andere Führungs- und Anpressgeometrien sinnvoll als für C- oder Doppelwelle. Staubentwicklung beim Falten und Stanzen erfordert geeignete Absaugung, damit Sensorik und Klebestellen zuverlässig funktionieren. Zudem beeinflussen ECT/BCT-Werte die Stapelfähigkeit und damit die Auslegung von Förder- und Pufferstrecken.
Schnittstellen und Software
Moderne Steuerungen unterstützen standardisierte Schnittstellen wie OPC UA und PackML zur Anbindung an Leitstände, MES- und ERP-Systeme. Rezeptverwaltung, Benutzerrechte, Versionsmanagement und Audit-Trails erhöhen die Prozesssicherheit. Digitale Assistenten und Formatwechsel-Assistenten führen Schritt für Schritt durch Rüstvorgänge und reduzieren Bedienfehler.
Energie- und Medieneinsatz
Für den Betrieb werden typischerweise elektrische Energie, Druckluft, Vakuum und Klebstoff bereitgestellt. Energiemonitoring identifiziert Verbraucher und hilft, Leckagen oder ineffiziente Fahrweisen zu vermeiden. Temperaturgeführte Klebstoffsysteme, sparsame Vakuumerzeugung und bedarfsgerechte Antriebsregelung tragen zur Effizienz bei.
Automatisierungsgrad und Materialfluss
Der Automatisierungsgrad reicht von halbautomatischen Einzelstationen bis zu vollständig vernetzten Linien. Sensorik und Aktorik steuern Takte, Produktabstände und Übergaben. Servogesteuerte Achsen und Formatverstellungen ermöglichen schnelle Wechsel zwischen verschiedenen Kartonformaten und Produkthöhen. Pufferstrecken und Stauförderer stabilisieren den Materialfluss. Ergänzend können fahrerlose Transportsysteme (AGV/AMR) und robotische Zuführungen die Intralogistik integrieren; Methoden wie SMED unterstützen kurze Rüstzeiten.
Qualitätssicherung und Prozesskontrolle
Integrierte Kamerasysteme, Lichtschranken und Wiegetechnik erkennen Fehlteile, fehlerhafte Verschlüsse oder Formabweichungen. Nicht konforme Einheiten werden automatisch ausgeschleust. Prozessdaten werden protokolliert, um Rückverfolgbarkeit, Auditfähigkeit und reproduzierbare Ergebnisse sicherzustellen. Codeprüfung (OCV/OCR), Etikettenverifikation und Trendanalysen der Gewichte ergänzen die Qualitätsüberwachung.
Bedienung, Sicherheit und Ergonomie
Moderne HMI-Konzepte unterstützen Bedienende bei Rüstvorgängen, Rezeptverwaltungen und Störungsdiagnosen. Sicherheitskonzepte mit trennenden Schutzeinrichtungen, Zustimmtastern und sicheren Antrieben schützen vor Risiken. Ergonomische Magazine erleichtern das Nachladen von Zuschnitten und Verbrauchsmaterialien. Relevante Normen wie EN 415 (Sicherheit von Verpackungsmaschinen), ISO 13849 (funktionale Sicherheit), DIN EN 60204-1 (Elektrische Ausrüstung von Maschinen) sowie die EU-Maschinenverordnung bilden den Rahmen für Konstruktion, CE-Kennzeichnung und Risikobeurteilung. Staub- und Lärmschutz, gute Zugänglichkeit und werkzeuglose Formatteilwechsel erhöhen die Bedienbarkeit.
Anwendungsgebiete von Verpackungsmaschinen
Die Einsatzgebiete von Verpackungssystemen sind vielfältig. Sie reichen von der Lebensmittelindustrie über die Kosmetikbranche bis hin zur Automobilindustrie. Überall dort, wo Produkte sicher transportiert und gelagert werden müssen, kommen Verpackungsmaschinen zum Einsatz. Auch Logistikdienstleister und Fulfillment-Bereiche nutzen skalierbare Linien zur Bewältigung schwankender Auftragslasten.
- Lebensmittel und Getränke: Faltschachteln, Umverpackungen für Gläser, Dosen und Beutel, hygienisch sichere Verschlussprozesse.
- Pharma und Healthcare: Exakte Führung sensibler Produkte, kontrollierte Befüllung und Kennzeichnung mit hoher Prozessstabilität.
- Kosmetik und Körperpflege: Hochwertige Faltschachteln, Sets und Multipacks mit besonderem Augenmerk auf Oberflächenqualität.
- Elektronik und Elektrotechnik: Maßhaltige Einlagen und stoßsichere Umverpackungen zur Vermeidung von Transportschäden.
- Automotive und Industriekomponenten: Seriengeeignete Verpackungslösungen für Bauteile mit variierenden Geometrien.
- E-Commerce und Handel: Flexible Linien für wechselnde Sortimente, variable Füllhöhen und dynamische Auftragsstrukturen.
- Chemie und Non-Food: Robuste Wellpappenverpackungen mit klarer Kennzeichnung und prüfbaren Verschlussqualitäten.
- Möbel und Home & Living: Großformatige Kartonagen, Kantenschutz und anpassungsfähige Faltkonzepte für Volumengüter.
In allen Bereichen ist die saubere Abstimmung von Zuschnitt, Rillung, Klebung und Druckbild auf die eingesetzte Maschine entscheidend, um Schutzwirkung und Wirtschaftlichkeit zu vereinen. Bei E-Commerce-Anwendungen spielen variable Höhenanpassungen, On-Demand-Zuschnitte und integrierte Retourenlösungen eine wichtige Rolle. Klimaeinflüsse wie Luftfeuchte und Temperatur sollten bei Lagerung und Verarbeitung der Wellpappe berücksichtigt werden, um Maßhaltigkeit und Falteigenschaften zu sichern.
Vor- und Nachteile von Verpackungsmaschinen
Die Vorteile von Verpackungsmaschinen liegen klar auf der Hand: Sie erhöhen die Produktivität, garantieren eine gleichbleibende Qualität der Verpackungen und minimieren manuelle Arbeitsaufgaben. Doch es gibt auch gewisse Nachteile. Hohe Anschaffungskosten, Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten sowie eine teils aufwändige Bedienung können Herausforderungen darstellen. Dennoch überwiegen in den meisten Fällen die Vorteile, da die langfristige Produktivitätssteigerung diese Kosten in der Regel mehr als aufwiegt. Zudem ermöglicht eine datenbasierte Steuerung eine transparente Bewertung von Leistung und Auslastung.
- Vorteile: Konstante Prozessqualität, reproduzierbare Ergebnisse, geringere Fehlerquoten, ergonomische Arbeitsplätze, bessere Auslastung durch höhere Takte, transparente Prozessdaten, geringerer Materialeinsatz durch präzise Klebe- und Faltprozesse, verbesserte Rückverfolgbarkeit.
- Herausforderungen: Investitionsbedarf, Platzbedarf, Schulungsaufwand, Ersatzteil- und Wartungsmanagement, Anpassung an wechselnde Formate und Produktvarianten, sorgfältige Parametrierung für unterschiedliche Wellpappqualitäten, Energie- und Medienmanagement.
Für die Praxis sind kurze Rüstzeiten, modulare Erweiterbarkeit und eine vorausschauende Instandhaltung zentrale Faktoren. Kennzahlen wie Takte pro Minute, Verfügbarkeit und Ausschussquote unterstützen die Bewertung der Leistungsfähigkeit und der Gesamtkosten über den Lebenszyklus. Zusätzlich sind OEE (Gesamteffektivität der Anlage), MTBF (mittlere Zeit zwischen Ausfällen) und MTTR (mittlere Reparaturzeit) hilfreich, um Wartungsstrategien und Serviceintervalle zu optimieren.
Zukunftsperspektiven und Nachhaltigkeit
Die zukunftsgerechte Entwicklung von Verpackungsmaschinen liegt in der Kombination von Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit. Moderne Maschinen sind zunehmend in der Lage, Materialien effizienter zu nutzen und damit Abfall zu reduzieren. Zudem werden sie energieeffizienter und dank digitaler Technologien immer smarter. Simulationen und digitale Zwillinge unterstützen die Auslegung von Linien, bevor sie real aufgebaut werden.
Ressourceneffizienz und Materialeinsatz
Optimierte Zuschnittgeometrien, präzise Klebstoffaufträge und bedarfsgerechte Füllhöhen senken den Materialverbrauch. Prozessdaten helfen, Einstellungen kontinuierlich zu verfeinern und Schwankungen frühzeitig zu erkennen. Der Einsatz recyclingfreundlicher Klebstoffe und druckbildschonender Fördertechniken begünstigt die Wiederverwertbarkeit von Wellpappenverpackungen.
Vernetzung und vorausschauende Wartung
Vernetzte Anlagen liefern Echtzeitdaten für Monitoring und Analyse. Mustererkennung unterstützt die vorausschauende Instandhaltung, um ungeplante Stillstände zu vermeiden und die Verfügbarkeit zu erhöhen. Zustandsüberwachung von Antrieben, Klebstoffsystemen und Sensorik erlaubt planbare Servicefenster, ohne die Lieferfähigkeit zu gefährden.
Rechtliche Rahmenbedingungen und Normen
Die Auslegung von Verpackungsmaschinen erfolgt im Einklang mit geltenden Vorschriften. Neben Sicherheitsnormen sind Kennzeichnungs- und Dokumentationspflichten, Rückverfolgbarkeit und die Einhaltung branchenspezifischer Leitlinien relevant. Eine sorgfältige Validierung und Abnahmeprüfung stellt sicher, dass Prozess- und Qualitätsziele erreicht werden.
Fazit: Verpackungsmaschinen sind essenziell
Obwohl Verpackungsmaschinen eine größere Investition darstellen, sind sie doch ein unverzichtbarer Bestandteil in vielen Industriebereichen. Sie vereinfachen die Verpackungsprozesse, erhöhen die Produktivität und spielen eine wichtige Rolle in der modernen, digitalisierten Fertigung. Zukünftig werden sie noch stärker auf Nachhaltigkeit und Effizienz ausgerichtet sein. Entscheidend bleibt die enge Abstimmung zwischen Maschinenkonzept, Wellpappenmaterial und Verpackungsdesign, um Qualität, Schutzwirkung und Wirtschaftlichkeit dauerhaft zu sichern.
Zusammenfassung:
- Verpackungsmaschinen sind industrielle Geräte, die dazu dienen, Produkte schnell, sicher und effizient einzupacken und können für diverse Materialien, einschließlich Wellpappe, angewendet werden.
- Sie variieren in ihrer Funktionalität, von einfachen Geräten, die nur das Produkt umhüllen, bis zu komplexen Systemen, die beispielsweise Wellpappe formen, befüllen und versiegeln.
- Unternehmen, die Wellpappenverpackungen benötigen, profitieren besonders von Verpackungsmaschinen, da sie eine gleichbleibende Qualität gewährleisten und gleichzeitig Zeit und Kosten sparen.
- Wesentliche Auswahlkriterien sind Automatisierungsgrad, Formatflexibilität, Taktleistung, Prozesskontrolle und Wartungskonzept über den gesamten Lebenszyklus.
- Trends betreffen Ressourcenschonung, Energieeffizienz, vernetzte Datenflüsse und prädiktive Instandhaltung zur sicheren, stabilen Produktion.
- Wellpappe-spezifische Faktoren wie Wellenprofil, Rillbild, Klebetechnik und Feuchtegehalt beeinflussen Maschineneinstellung und Packqualität maßgeblich.
- Standardisierte Schnittstellen, Rezeptverwaltung und dokumentierte Qualitätskontrollen erhöhen Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Reproduzierbarkeit im Verpackungsprozess.
Veröffentlicht am 28.08.2024
Letzte Überarbeitung am 12.12.2025 um 10:59 Uhr von Sebastian Würth