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Jausenbox
Die Bedeutung des Themas Verpackungen hat in den letzten Jahren zugenommen. Besonders die Jausenboxen aus Wellpappe stechen dabei hervor. Sie sind die umweltfreundlichen Helden der modernen Liefer- und Verpackungsindustrie.
Getrieben von Anforderungen an Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft und klarer Kennzeichnung setzen viele Branchen auf faserbasierte Lösungen für Take-away und To-go. Jausenboxen aus Wellpappe verbinden funktionale Stabilität mit einem geringen Materialeinsatz und unterstützen damit eine effiziente, materialschonende Verpackungspraxis über den gesamten Logistik- und Nutzungsprozess hinweg.
Definition: Was versteht man unter einer Jausenbox?
Eine Jausenbox, auch bekannt als Snackbox oder Lunchbox, ist ein Behältnis zur Aufbewahrung von Lebensmitteln. Insbesondere im Bereich der Wellpapp-Verpackungen hat dieses Produkt an Bedeutung gewonnen. Durch ihre spezielle Beschaffenheit und ihren vielseitigen Einsatzbereich ist die Jausenbox aus Wellpappe ein essentieller Bestandteil in der Welt der Verpackungen.
Unter Jausenboxen versteht man in der Praxis überwiegend leichte, faltbare Schachteln mit Deckelklappen oder Steckverschlüssen, die für den direkten Lebensmittelkontakt geeignet sein können. Typische Ausführungen sind Faltboxen mit Klappdeckel, Stülpdeckel-Schachteln oder Trageboxen mit Griff. Variierende Größen, Abmessungen und Ausstattungen (z. B. Sichtfenster, Einlagen, Trennstege) erlauben die Anpassung an verschiedene Inhalte wie belegte Brote, Wraps, Obst oder Gebäck.
In Abgrenzung zu wiederverwendbaren Brotdosen dienen Jausenboxen aus Wellpappe meist der kurz- bis mittelfristigen Nutzung im Außer-Haus-Verzehr. Deckelvarianten reichen von einteilig integrierten Klappen bis zu zweiteiligen Stülpdeckeln. Sichtfenster können aus papierbasierten oder kunststoffarmen Materialien bestehen, sofern sie zweckmäßig sind. Je nach Einsatzfall fungiert die Jausenbox als Primärverpackung (direkter Kontakt) oder als Serviceverpackung mit zusätzlichem Inlay.
Materialeigenschaften und Aufbau
Jausenboxen aus Wellpappe bestehen aus einer oder mehreren gewellten Lagen, die mit Deckpapieren verklebt werden. Diese Konstruktion führt zu einem günstigen Verhältnis aus Stabilität und Gewicht. Feine Wellen (z. B. E- oder F-Welle) ermöglichen präzise Rillungen und eine glatte Oberfläche für hochwertige Druckbilder, während mittel- bis grobwellige Qualitäten (z. B. B- oder C-Welle) zusätzliche Dämpfung bei empfindlichem Inhalt bieten.
Die mechanischen Kennwerte ergeben sich aus Wellenhöhe, Papiergrammaturen und Klebung. Relevante Prüfgrößen sind unter anderem Kantenstauchwiderstand (ECT) und Kistendruckfestigkeit (BCT), die Aufschluss über Stapelstabilität und Handling im Alltag geben. Feuchtebeständigkeit und Formhaltigkeit hängen zudem von der Faserqualität, der Faserlaufrichtung und der Oberflächenbehandlung ab. Unbeschichtete Qualitäten überzeugen mit natürlicher Haptik; gestrichene Deckpapiere bieten bessere Druck- und Bildwiedergabe.
Barriereoptionen und Oberflächen
Für fetthaltige oder leicht feuchte Lebensmittel kommen optionale Barrieren zum Einsatz, etwa wasserbasierte Dispersionsbeschichtungen oder fettabweisende Ausrüstungen. Dadurch wird ein Durchweichen der Fasern reduziert. Alternativ können lebensmittelkonforme Inlays oder Papier-Einschläge verwendet werden. Für die einfache Entnahme bieten viele Konstruktionen Öffnungshilfen oder eine leichte Perforation, um Teile der Deckelklappe sauber abzureißen.
Bei der Auswahl der Barriere sollten Migrationseigenschaften, Geruchsneutralität und Recyclingfähigkeit berücksichtigt werden. Fluorfreie, fettabweisende Systeme sowie hydrophobe Beschichtungen mit geringer Flächenmasse sind verbreitet. Für Sichtfenster lassen sich papierbasierte Lösungen oder dünne Folien einsetzen, sofern sie trennbar sind. Rutschhemmende Lacke, matte oder seidenmatte Oberflächen sowie leicht zu beschreibende Bereiche erhöhen die Praxistauglichkeit im Ausgabesystem.
Wellenarten und Stabilität im Einsatz
Feinwellig (F- und E-Welle) gefertigte Jausenboxen begünstigen saubere Falzungen und präzise Kanten, was insbesondere bei filigranen Steckverschlüssen und engen Toleranzen vorteilhaft ist. Kombinationen wie EB- oder BC-Doppelwelle kommen bei größeren Formaten oder erhöhten Schutzanforderungen in Betracht, wenn etwa mehrere Komponenten gemeinsam abgepackt werden. Die Faserlaufrichtung sollte parallel zu stark beanspruchten Kanten verlaufen, damit Deckel und Laschen wiederholtes Öffnen und Schließen zuverlässig überstehen.
Herstellungsprozess der Wellpappen-Jausenboxen
Die Produktion einer Jausenbox aus Wellpappe erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst wird Wellpappe, ein besonders stabiles und leichtes Material, hergestellt und zu einem flachen Bogen geschnitten. Dieser Bogen wird dann in eine Form gebracht, die der fertigen Box entspricht. Der letzte Schritt besteht darin, die Box zu falten und zu kleben. Die Boxen können nach Bedarf bedruckt und angepasst werden, was sie zu einem vielseitig einsetzbaren Produkt macht.
- Materialbereitstellung: Auswahl geeigneter Papiersorten (z. B. Frischfaser für direkten Lebensmittelkontakt) und Wellpappenqualitäten mit passender Wellengeometrie.
- Kaschieren und Bedrucken: Aufbringen von Druckmotiven per Flexo-, Offset- (über Kaschierung) oder Digitaldruck unter Beachtung migrationsarmer Farbsysteme.
- Stanzen und Rillen: Herstellung der Kontur mittels Flachbett- oder Rotationsstanzen, saubere Rillung für exaktes Falten und optionale Perforation als Öffnungshilfe.
- Kleben und Formen: Punkt- oder Linienverklebung (z. B. Hotmelt) an Laschen, anschließendes Vorfalten zur platzsparenden Anlieferung.
- Qualitätskontrolle: Prüfung von Passgenauigkeit, Stabilität, Geruchsneutralität und Lebensmitteltauglichkeit gemäß einschlägiger Anforderungen.
Je nach Einsatz werden zusätzlich Barriereausrüstungen appliziert oder Einlagen konfektioniert. Für eine saubere Falzgeometrie ist die korrekte Faserlaufrichtung wichtig, damit Deckel und Laschen sicher schließen und die Konstruktion ihre Form behält.
Im industriellen Ablauf spielen Toleranzen der Stanzkontur, die Position der Rilllinien und die Klebenahtfestigkeit eine wesentliche Rolle. Standardisierte Nutzenbilder, wirtschaftliche Rüstzeiten und passgenaue Stanzwerkzeuge sichern reproduzierbare Ergebnisse. Die Anlieferung erfolgt in der Regel flachliegend; das Aufrichten kann manuell oder automatisiert über einfache Aufrichtehilfen erfolgen.
Formatvielfalt und Losgrößen
Dank digitaler Druck- und Veredelungsoptionen sind auch kleine Losgrößen mit variierenden Motiven umsetzbar. Serien mit saisonalen Designs oder Inhaltskennzeichnungen lassen sich ohne Werkzeugwechsel realisieren. Für wiederkehrende Anwendungen werden bewährte Stanzwerkzeuge genutzt, um Zeit und Material im Prozess zu sparen.
Hygiene und Lebensmittelsicherheit
Für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln müssen die eingesetzten Materialien den geltenden rechtlichen Anforderungen entsprechen. Dazu zählen unter anderem die Eignung der Papiere sowie die Verwendung lebensmittelkonformer Druckfarben, Lacke und Klebstoffe. Sensorische Neutralität (keine Fremdgerüche), partikelarme Verarbeitung und eine saubere, staubreduzierte Produktion sind zusätzliche Kriterien, um die Produktqualität zu sichern.
In der Praxis unterstützen Hygienekonzepte entlang der Prozesskette die Qualitätssicherung. Dazu gehören kontrollierte Lagerbedingungen für Papier und Wellpappe, geeignete Schutzmaßnahmen gegen Kontamination sowie dokumentierte Freigaben nach relevanten Spezifikationen. Für sensible Anwendungen sind Prüfungen auf Gesamt- und spezifische Migration sowie auf Fett- und Feuchtebeständigkeit üblich.
Anwendung und Einsatzbereiche der Jausenboxen
Wellpappen-Jausenboxen sind für eine Vielzahl von Anwendungen geeignet. Sie werden meist für den Transport und die Aufbewahrung von Lebensmitteln wie Sandwiches, Obst oder Snacks verwendet. Darüber hinaus sind sie auch in der Gastronomie und im Catering-Bereich sehr beliebt. Sie ermöglichen einen sicheren und hygienischen Transport von Lebensmitteln und sind durch ihren Aufbau sowohl für den Einzelhandel als auch für die Gastronomie geeignet.
- Snacks und kalte Speisen: Sandwiches, Wraps, belegte Brötchen, Obstsalate, Backwaren.
- Warme Anwendungen (kurzzeitig): Burger, Fingerfood, Pizza-Slices – mit geeigneter Belüftung zur Reduzierung von Kondensat.
- Catering und Außer-Haus-Verpflegung: Events, Kantinen, Bäckereien, Feinkosttheken, Lieferservices.
- Praktische Handhabung: Gute Stapelbarkeit, schneller Aufbau, beschreibbare Flächen zur Kennzeichnung von Inhalt oder Allergenen.
- Unterwegs-Verpflegung: Kioske, Schul- und Betriebsverpflegung, Foodtrucks, Automatenbestückung.
- Proben und Kostportionen: Verkostungen, Messe- und Aktionsstände mit kleinformatigen Boxen für Probiergrößen.
Je nach Menü und Portionierung werden passende Formate gewählt. Für Sets mit Haupt- und Beilage eignen sich Trenneinsätze. Für Snack-Kombinationen lassen sich durchdachte Klappdeckel-Konstruktionen mit Sicherungssteckern einsetzen. Eine Übersicht über praktische Boxen für den sicheren Lebensmitteltransport hilft bei der Auswahl geeigneter Ausführungen und Größen.
Vor- und Nachteile der Jausenboxen
Eine große Stärke von Jausenboxen aus Wellpappe ist ihre Umweltfreundlichkeit. Sie sind biologisch abbaubar und recycelbar, was sie zu einer nachhaltigen Verpackungsalternative macht. Außerdem sind sie leicht und stabil und bieten guten Schutz für die darin aufbewahrten Lebensmittel. Trotz ihrer vielen Vorteile, gibt es auch einige Nachteile zu beachten. So sind sie nicht für alle Lebensmittel geeignet, besonders feuchte oder ölhaltige Lebensmittel können das Material durchnässen und die Stabilität beeinträchtigen. Zudem sind sie, im Vergleich zu Plastikboxen, in der Anschaffung meist teurer.
- Vorteile: geringes Gewicht, gute Schutzwirkung, hoher Anteil nachwachsender Rohstoffe, bedruckbar für Hinweise und Kennzeichnungen, platzsparende Lagerung im flachen Anlieferzustand.
- Grenzen: eingeschränkte Eignung bei stark feuchten oder öligen Speisen ohne zusätzliche Barriere oder Inlay; Formbeständigkeit kann bei längerer Feuchtebelastung abnehmen.
- Bewertung: Für viele kalte und trockene bis leicht feuchte Lebensmittel ist die Lösung zweckmäßig; bei Spezialanwendungen empfiehlt sich eine Material- oder Konstruktionsanpassung.
Für Anwendungen mit Wärmebelastung ist eine kurzzeitige Nutzung sinnvoll; Belüftungsöffnungen beugen Kondensatbildung vor. Bei Sichtfenstern sollte auf trennbare Materialkombinationen geachtet werden, um die Kreislaufführung zu unterstützen. Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich aus einem vernünftigen Verhältnis von Materialeinsatz, Prozesssicherheit und Handhabung in der Ausgabe.
Konstruktion, Abmessungen und Handhabung
Die Auswahl der passenden Abmessungen orientiert sich an Portionsgröße, Füllhöhe und gewünschter Stabilität. Richtig gesetzte Rillungen sichern ein sauberes Faltergebnis und erleichtern das schnelle Aufrichten. Öffnungslaschen, Steckverschlüsse und definierte Einrastpunkte unterstützen einen zuverlässigen Verschluss. Für den Transport spielt die Stapelfähigkeit eine Rolle; gleichmäßige Formate erleichtern das Kommissionieren und die Lagerorganisation.
Gängige Bodenkonzepte sind Steckboden-Varianten oder eingeklebte Laschen, die eine schnelle Konfektionierung ermöglichen. Eine klare Kennzeichnung der Einsteckrichtungen, ausreichend dimensionierte Greifkanten und gut sichtbare Öffnungshilfen verbessern die Usability. Bei der Formatanpassung sind praxisübliche Toleranzen zu berücksichtigen; zusätzliche Faltlinien können das Volumen variieren, ohne ein neues Werkzeug zu benötigen.
Belüftung und Kondensatmanagement
Perforationsfenster, definierte Spalten im Deckelbereich oder mikroperforierte Einsätze helfen, Feuchte abzuführen und krosse Texturen zu erhalten. Gleichzeitig sollte die Anzahl der Öffnungen so gewählt werden, dass die Produktsicherheit und die Stapelstabilität erhalten bleiben.
Druckbild und Kennzeichnung
Die Flächen einer Jausenbox lassen sich für Hinweise zu Inhaltsstoffen, Allergenen, Zubereitungsempfehlungen oder Entsorgungshinweise nutzen. Je nach Verfahren sind auch kleine Losgrößen mit variablen Designs möglich. Für ein sauberes Schrift- und Bildraster sind glatte Oberflächen vorteilhaft; feine Wellen verbessern die Druckqualität und Kantenpräzision.
Variable Daten (z. B. Losnummern, Datumsfelder oder QR-Codes) unterstützen Rückverfolgbarkeit und interne Logistik. Für lebensmittelnah eingesetzte Drucke werden migrationsarme Farbsysteme und geeignete Lacke genutzt. Zur Verbesserung der Lesbarkeit bieten sich kontraststarke Farbkonzepte und ausreichend große Schriftgrade an, insbesondere bei Pflichtangaben oder Allergenen.
Entsorgung und Kreislaufführung
Ungeschichtete Wellpappenboxen können in der Regel über das etablierte Altpapier-Recycling entsorgt werden. Bei beschichteten Qualitäten ist die Recyclingfähigkeit abhängig von Art und Anteil der Barriere. Eine sachgerechte Trennung von Inlays unterstützt die Wiederverwertung. Durch flache Anlieferung und effiziente Stapelung lassen sich Transportwege und Lagerflächen reduzieren.
Ein designgerechter Materialeinsatz vermeidet unnötige Verbunde und erleichtert die Sortierung. Wo Sichtfenster erforderlich sind, begünstigen trennbare Lösungen die stoffliche Verwertung. Hinweise zur richtigen Entsorgung auf der Verpackung fördern die korrekte Zuordnung im Alltag.
Zusätzliche Praxisaspekte: Lagerung und Transport
Wellpappen-Jausenboxen sollten trocken, staubarm und klimastabil gelagert werden. Empfohlen werden moderate Temperaturen und eine relative Luftfeuchte im mittleren Bereich, um Wellenstruktur und Rillqualität zu erhalten. Palettenstapel sind gegen Durchfeuchtung zu schützen; direkte Bodenlagerung wird vermieden. Beim Transport sorgt eine gleichmäßige Lastverteilung für formstabile Kanten und minimiert Beschädigungen.
Normen, Prüfgrößen und Eignungsnachweise
Für die Beurteilung der Eignung sind Prüfungen wie ECT/BCT, Cobb (Wasseraufnahme) sowie Fett- und Temperaturbeständigkeit relevant. Bei direktem Lebensmittelkontakt werden zusätzlich migrationsbezogene Anforderungen berücksichtigt. Dokumentierte Freigaben, Spezifikationen und gegebenenfalls Zertifikate aus der Lieferkette schaffen Transparenz über Materialqualität und Verarbeitungsstandards.
Zusammenfassung:
- Eine Jausenbox ist ein praktisches Behältnis für die Aufbewahrung und den Transport von Lebensmitteln, ideal für Pausensnacks oder Mahlzeiten unterwegs. Sie eignet sich für kalte und kurzzeitig warme Speisen und unterstützt eine saubere, gut stapelbare Ausgabe.
- Die Jausenbox, oft aus umweltfreundlichen Materialien wie Wellpappe hergestellt, bietet Unternehmen eine nachhaltige Verpackungsoption, die sowohl langlebig als auch leicht recycelbar ist. Optional verfügbare Barrieren erweitern den Einsatzbereich bei feuchten oder fettigen Inhalten.
- Durch die individuelle Gestaltung von Jausenboxen aus Wellpappe können Unternehmen ihre Marke effektiv bewerben und gleichzeitig für Umweltverantwortung stehen. Zusätzlich lassen sich Kennzeichnungen, Portionierungshinweise und Inhaltsangaben gut integrieren.
- Die Wahl geeigneter Wellenarten, Grammaturen und Rillgeometrien bestimmt Stabilität, Handhabung und Druckbild; variable Daten unterstützen Logistik und Kennzeichnung.
- Eine getrennte Entsorgung von Inlays und die Beachtung trennbarer Sichtfensterlösungen fördern die Kreislaufführung und erhöhen die Wiederverwertungsquote.
Veröffentlicht am 20.07.2024
Letzte Überarbeitung am 29.09.2025 um 16:02 Uhr von Sebastian Würth