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Palettenwickelfolie

Wellpapp-Verpackungen sind ein wesentlicher Bestandteil im Warenaustausch und Transportwesen. Innerhalb dieses Sektors spielt die Palettenwickelfolie eine bedeutende Rolle. Sie ist essenziell, um die Sicherheit und Unversehrtheit von Produkten zu gewährleisten und gleichzeitig eine effiziente Lagerung und Beförderung sicherzustellen. Als flexible Ladeeinheitensicherung verbindet sie Kartonagen zu stabilen Einheiten, schützt vor Staub, Spritzwasser und Abrieb und unterstützt die Prozesssicherheit entlang der gesamten Lieferkette. Darüber hinaus trägt sie zur Reduktion von Transportschäden bei, stabilisiert Stapelstrukturen aus Wellpappe und ermöglicht reproduzierbare Abläufe in der Intralogistik sowie im externen Versand.

Definition: Was versteht man unter Palettenwickelfolien?

Unter Palettenwickelfolien wird ein Verpackungsmaterial verstanden, das entwickelt wurde, um Waren auf Paletten zu sichern und vor äußeren Einflüssen zu schützen. Diese Folienart zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Dehnbarkeit und eine hohe Reiß- und Durchstoßfestigkeit aus, die zur Stabilität des Palettenguts beiträgt. Häufig sind Palettenwickelfolien aus Polyethylen, einem langlebigen und widerstandsfähigen Material, gefertigt. In der Praxis kommen überwiegend LDPE- und LLDPE-basierte, mehrschichtige Coex-Folien zum Einsatz, die über spezielle Haftadditive verfügen und so den Zusammenhalt der Lagen sicherstellen.

Im Kern handelt es sich um dehnbare Folien (meist LDPE/LLDPE-basiert), die beim Umwickeln vorgespannt werden. Die daraus resultierende Rückstellkraft erzeugt eine sogenannte Haltekraft, die das Ladegut zusammenpresst und seitliche Bewegungen begrenzt. Die Folien besitzen in der Regel eine Haftseite (innen) für den Zusammenhalt der Lagen und eine gleitfähigere Außenseite zur Vermeidung von Blockbildung zwischen benachbarten Einheiten. Je nach Schichtaufbau (z. B. 3–7 Lagen) lassen sich Eigenschaften wie Dehnreserve, Puncture-Widerstand und Geräuschentwicklung beim Abrollen gezielt einstellen.

Typische Materialvarianten und Eigenschaften

  • Gieß- (Cast-) Folie: gleichmäßige Dicke, hohe Transparenz und optische Klarheit, leiser Abrollvorgang, gute und gut steuerbare Dehneigenschaften, glatte Oberfläche mit reproduzierbarer Haltekraft.
  • Blas- (Blown-) Folie: sehr robust, höhere Durchstoßfestigkeit an Kanten und Ecken, etwas trüber, oft mit ausgeprägter Querreißfestigkeit, griffigere Haptik und hohe Zähigkeit bei dynamischer Belastung.
  • Vorstreck- bzw. Pre-Stretch-Folie: bereits werkseitig gedehnt, reduziert Kraftaufwand bei Handanwendung, erleichtert konsistente Haltekräfte und kann den Materialverbrauch durch dünnere Lagen senken.
  • Spezialausstattungen: UV-Stabilisierung für Außenlagerung, antistatische Ausrüstung für sensible Bereiche, opake Einfärbung zum Sichtschutz, rutschgehemmte Oberflächen sowie Varianten mit differenzierten Haftseiten (innen/außen).

Die Bedeutung der Palettenwickelfolie in der Wellpapp-Industrie

Eine wichtige Funktion der Palettenwickelfolie in der Wellpapp-Industrie ist es, Waren und Produkte optimal für den Transport und die Lagerung zu sichern. Wellpappkartons können leicht beschädigt werden oder ihre Form verlieren, wenn sie schlecht oder gar nicht gesichert sind. Die Verwendung der Stretchfolie, wie sie auch genannt wird, sorgt dafür, dass Waren sicher und unversehrt am Zielort ankommen. Sie stabilisiert Säulen aus Kartonagen, hält Zwischenlagen in Position und reduziert Kantenversatz, was die Stapelstabilität messbar erhöht.

Insbesondere bei stapelbaren Kartonagen wirkt die Folie als umlaufende Umreifung: Sie stabilisiert Säulen, verhindert Kantenversatz und dämpft Schläge. Die transparente Ausführung ermöglicht Sichtprüfungen, das Scannen von Barcodes und das Erkennen von Begleitdokumenten, ohne die Sicherung zu entfernen. In Kombination mit Kantenschutzprofilen oder Deckblättern lässt sich die Lastverteilung optimieren und die Kantenintegrität empfindlicher Wellpappstrukturen erhalten. Ergänzend können Haftstreifen am Palettenfuß und definierte Fuß-/Kopfbanderolen die Palettenanbindung weiter verbessern.

Beitrag zur Transportsicherheit

  • Haltekräfte: korrekt eingestellte Dehnrate und ein passendes Wickelmuster liefern reproduzierbare Werte für die Stabilität der Ladeeinheit; die resultierende Umfangskraft begrenzt Relativbewegungen.
  • Schutzfunktionen: Barriere gegen Staub und Feuchtigkeit, Reduktion von Abrieb, Minimierung von Verrutschen, Fixierung von Deckblättern und Kantenschonern.
  • Prozessaspekte: effiziente Bildung einheitlicher Ladeeinheiten, geringere Beschädigungsquote bei Umschlägen und Zwischenlagerungen sowie klare, visuell kontrollierbare Sicherung.

Für betriebliche Richtlinien werden Haltekräfte teilweise nach gängigen Prüfverfahren validiert (z. B. Stabilitätstests und Fahrversuche). Ein praxisnahes Verständnis für Wickelparameter und Kantenverstärkung unterstützt stabile Ladeeinheiten in der gesamten Distribution. Ergänzend helfen standardisierte Prüfabläufe, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und die Palettensicherheit zu dokumentieren.

Praxisleitfaden und Grundlagen zum Palettenschutz im Versand

Anwendungsgebiete und Arten der Palettenwickelfolie

Eingesetzt wird die Palettenwickelfolie in einer Vielzahl von Branchen und Bereichen. Neben der Industrie finden sich auch im Einzelhandel, im Baugewerbe oder im Lebensmittelbereich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Hinsichtlich der Arten unterscheiden sich die Folien in manuell oder maschinell verarbeitbare Folien. Maßgeblich hierfür sind unter anderem die zu sichernden Warenmengen und der zur Verfügung stehende technische Ausrüstungsgrad eines Unternehmens. Auch die Beschaffenheit der Wellpappverpackung (Kantenhärte, Oberflächenrauheit, Feuchte) wirkt sich auf die Folienwahl aus.

Manuelle und maschinelle Verarbeitung

  • Handfolien: geeignet für kleinere Stückzahlen, wechselnde Ladeeinheiten, projektbezogene Sicherungen; häufig mit Handabrollern eingesetzt und vorteilhaft bei vielfältigen Packmustern.
  • Maschinenfolien: für höhere Durchsätze; Wickelautomaten ermöglichen definierte Vorstreckung, konstante Überlappung und wiederholbare Haltekräfte; nützlich zur Standardisierung in Schicht- und Mehrschichtbetrieb.

Weitere Ausprägungen und Optionen

  • Dickenbereiche: häufig zwischen 12 und 30 μm, je nach Anforderung an Durchstoßfestigkeit, Warengewicht und Kantenbelastung; dünnere Downgauging-Varianten bei optimierter Vorstreckung möglich.
  • Transparenz und Sichtschutz: klare Folien für Sichtkontrolle; opak eingefärbte Varianten für lichtempfindliche Güter oder diskreten Versand; farblich codierte Wicklungen zur Kennzeichnung.
  • Belüftete Ausführungen: Folien mit Mikroöffnungen zur Reduktion von Kondensat bei feuchteempfindlichen Gütern oder temperierten Warenströmen.
  • Pre-Stretch: vorgespannt zur Reduktion des Kraftaufwands; nützlich für ergonomische Handanwendungen und einheitliche Ergebnisse bei unterschiedlichen Bedienenden.

Technische Kennzahlen und Auswahlkriterien

Für die zielgerichtete Auswahl sind technische Kenngrößen und Rahmenbedingungen entscheidend. Die nachfolgenden Kriterien haben sich in der Praxis bewährt:

  • Dehnfähigkeit und Vorstreckung: prozentuale Längenänderung bis zum Arbeitsbereich; bei Maschinenfolien oft 150–300 % Vorstreckung; ausreichende Dehnreserve verhindert Folienrisse an Kanten.
  • Haltekraft (Containment Force): Rückstellkräfte in Umfangsrichtung; entscheidend für die Stabilität der Ladeeinheit; idealerweise in mehreren Höhenzonen der Palette mess- und dokumentierbar.
  • Durchstoß- und Reißfestigkeit: Widerstand gegen Kanten, Ecken und punktuelle Belastungen von Kartonagen und Packgütern; relevant bei unruhigen Oberflächen oder scharfkantigen Wellpappzuschnitten.
  • Foliendicke und Schichtaufbau: abgestimmt auf Gewicht, Kantenhärte und Oberflächenrauheit des Gutes; Coex-Schichten erlauben gezielte Kombination von Cling, Zähigkeit und Gleitverhalten.
  • Wickelstrategie: Anzahl der Lagen, Überlappung, Fuß- und Kopfverstärkung, Kreuzwicklungen; an Ladeeinheitsgeometrie und Palettenmaß angepasst.
  • Umgebungsbedingungen: Temperatur, UV-Exposition, Feuchte und Dauer der Zwischenlagerung; bei Außenlagerung ggf. UV-stabilisierte Folien bevorzugen.

Normen, Richtlinien und Prüfverfahren

Die Leistungsfähigkeit von Palettenwickelfolien und die Stabilität der Ladeeinheit werden zunehmend anhand definierter Verfahren überprüft. Je nach Einsatzbereich kommen praxisnahe Prüfungen zum Einsatz, die reale Transportbeanspruchungen nachbilden.

  • Leistungstests der Ladeeinheit: z. B. Fahr- und Bremsversuche, Kurvenfahrten, Kipp- und Neigetests zur Bewertung der Haltekraft und des Kippmoments.
  • Schwingungs- und Fallprüfungen: Simulation von Transportvibrationen und Stößen; Beurteilung von Kantenschutz, Folienüberlappung und Lagenverbund.
  • Dokumentation: regelmäßige Stichproben, Messung der Haltekraft auf verschiedenen Palettenhöhen, Protokollierung von Wickelparametern (Vorstreckung, Drehzahl, Überlappung).

Best Practices für die Anwendung

  1. Vorbereitung der Ladeeinheit: bündige Stapelung, gleichmäßige Lastverteilung, Kanten geschützt, keine überstehenden Teile; Zwischenlagen und Kantenschoner korrekt positionieren.
  2. Fuß- und Kopfbanderole: Beginn an der Basis mit 2–3 Lagen zur Fixierung, Abschluss mit Deckbereich zur Sicherung der oberen Kante; Palettenanbindung stets formschlüssig ausführen.
  3. Kreuzwicklung und Überlappung: Wechsel der Wickelrichtung zur Erhöhung der Torsionsstabilität; 30–60 % Überlappung als gängiger Bereich; kritische Zonen (Fuß/Kopf) gezielt verstärken.
  4. Dehnung kontrollieren: gleichbleibende Spannung halten; bei Maschinen die Vorstreckung passend zum Folientyp einstellen; bei Handanwendung gleichmäßige Zugkraft sicherstellen.
  5. Ergonomie beachten: Handabroller in korrekter Höhe führen, Drehbewegungen ökonomisch ausführen, Schneidwerkzeuge sicher einsetzen; rutschfeste Standflächen und ausreichend Bewegungsraum einplanen.
  6. Qualitätskontrolle: optische Prüfung auf gleichmäßige Lagen, intakte Kanten und ausreichende Haltekräfte; Probenahme für regelmäßige Tests und Dokumentation von Parametern.

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

Palettenwickelfolie ist prinzipiell recycelbar, wenn sie sortenrein erfasst wird. Durch materialeffiziente Anwendung und geeignete Folienkonzepte lassen sich ökologische Auswirkungen reduzieren, ohne die Stabilität der Ladeeinheit zu kompromittieren.

  • Materialeffizienz: Downgauging durch höhere Vorstreckung, optimierte Wickelmuster und gezielte Zonenverstärkung.
  • Rezyklateinsatz: Folien mit Rezyklatanteil unter Berücksichtigung der geforderten Haltekraft und Transparenz.
  • Getrennte Erfassung: sortenreine Sammlung der Restfolie, um hochwertige stoffliche Verwertung zu ermöglichen.
  • Prozessoptimierung: Schulung des Personals, regelmäßige Prüfungen und Anpassung der Parameter an saisonale Bedingungen.

Häufige Fehlerbilder und Abhilfe

Typische Störungen lassen sich durch angepasste Folienauswahl und saubere Prozessführung vermeiden. Eine systematische Ursachenanalyse trägt zur beständigen Ladeeinheitensicherheit bei.

  • Unterdehnung/zu geringe Haltekraft: Vorstreckung und Überlappung erhöhen, kritische Zonen verstärken, Folienqualität prüfen.
  • Überdehnung/Folienabriss: Zugspannung reduzieren, scharfe Kanten entgraten oder mit Kantenschutz versehen, geeigneten Folienschichtaufbau wählen.
  • Blocking zwischen Paletten: außenliegende Gleitfläche sicherstellen, geeignete Folienseite nach außen wickeln.
  • Teleskopieren der Rolle: korrekte Lagerung der Rollen, konstante Abzugskräfte, saubere Wickeltechnik.

Vor- und Nachteile von Palettenwickelfolien

Zu den Vorteilen der Palettenwickelfolie zählt insbesondere die Erhöhung der Transport- und Lagersicherheit. Sie verhindert effektiv die Verschiebung von Gütern und bietet Schutz vor äußeren Einflüssen wie Staub oder Feuchtigkeit. Zudem überzeugt sie durch ihre hohe Reißfestigkeit und Anpassungsfähigkeit an verschiedene Palettengrößen. Allerdings entstehen auch Nachteile, die berücksichtigt werden müssen. So kann der Einsatz von Palettenwickelfolie insbesondere in Bezug auf Umweltaspekte kritisch betrachtet werden. Die Folie ist zwar recycelbar, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen und dies wird oftmals nicht umgesetzt. Zudem entstehen Kosten für den Einkauf der Folie und den Arbeitsprozess ihrer Anwendung. Eine gesamtheitliche Betrachtung berücksichtigt daher Materialeffizienz, Handhabung und die sortenreine Erfassung der Restfolie.

Erweiterte Betrachtung der Vor- und Nachteile

  • Vorteile: flexible Sicherung verschiedenster Ladeeinheiten, schnelle Anwendung, transparente Kontrolle des Inhalts, gute Kompatibilität mit Kartonoberflächen, skalierbar vom Handbetrieb bis zur Automatisierung.
  • Herausforderungen: Folienabfall und Entsorgungsaufwand, potenzielle Überdehnung mit unzureichender Haltekraft, ergonomische Belastung bei Handanwendung, Sensibilität gegenüber scharfen Kanten.
  • Ökologische Aspekte: Recyclingfähigkeit bei sortenreiner Erfassung; Reduktionspotenziale durch Downgauging, den Einsatz von Rezyklatanteilen und optimierte Wickelprogramme; Vermeidung von Fehlanwendungen reduziert Folienverbrauch.

Mit gezielter Parametrierung (z. B. passende Dehnrate, kontrollierte Lagenzahl) und einer regelmäßigen Qualitätssicherung lassen sich Verbrauch, Kosten und Risiken reduzieren, ohne die Stabilität der Ladeeinheit zu beeinträchtigen. Eine klare Dokumentation der Wickelparameter unterstützt die Reproduzierbarkeit und erleichtert Audits.

Zusammenfassung:

  • Palettenwickelfolie wird häufig zur Stabilisierung und Sicherung von Waren auf einer Palette verwendet, was insbesondere bei Sendungen mit Wellpappverpackungen von Nutzen ist. Sie verbindet Kartonagen zu formstabilen Ladeeinheiten und erhöht die Transportsicherheit.
  • Diese spezielle Stretchfolie bietet einen effektiven Schutz für die verpackten Güter vor Staub, Schmutz und Feuchtigkeit, was für Unternehmen, die mit Verpackungen aus Wellpappe arbeiten, von großer Bedeutung sein kann.
  • Zudem ermöglicht die transparente Eigenschaft der Palettenwickelfolie eine klare Sicht auf das Ladegut, was eine Schnellkontrolle der Warensendung ermöglicht und somit eine wichtige Rolle beim Transport von in Wellpappe verpackten Waren spielt.
  • Die Auswahl geeigneter Folienparameter (Dehnfähigkeit, Foliendicke, Wickelmuster) und eine saubere Anwendungspraxis sind entscheidend für reproduzierbare Haltekräfte und eine stabile Ladeeinheit; regelmäßige Prüfungen sichern die Qualität ab.
  • Ökologische Optimierungen wie geringere Materialstärken, der Einsatz von Rezyklaten und eine sortenreine Erfassung der Restfolie unterstützen ressourcenschonende Prozesse, ohne die Stabilität zu kompromittieren.

Veröffentlicht am 27.08.2024
Letzte Überarbeitung am 28.10.2025 um 12:42 Uhr von Manuel Hofacker

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