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POS (Point of Sale)-Verpackung

Im Kontext der Wellpappenindustrie spielt die POS-Verpackung eine entscheidende Rolle. Sie verbindet funktionalen Schutz mit ansprechendem Design, um bei der Verkaufsentscheidung am Point of Sale (Verkaufsort) positiv zu beeinflussen. Durch klar strukturierte Konstruktionen, belastbare Materialien und eine zielgerichtete Gestaltung trägt sie dazu bei, Sortimente übersichtlich zu präsentieren, Aktionen klar zu kommunizieren und die Warenrotation im Handel zu unterstützen.

Definition: Was versteht man unter POS (Point of Sale)-Verpackung?

Die POS-Verpackung oder Point-of-Sale-Verpackung ist ein speziell entwickelter Verpackungstyp, der in Verkaufsstellen verwendet wird, um Produkte besser zu präsentieren. Sie stellt nicht nur sicher, dass das Produkt geschützt bleibt, sondern hebt es auch an hochfrequentierten Standorten hervor. Im Gegensatz zu reinen Transportlösungen berücksichtigt sie die Anforderungen der Warenpräsentation und die Interaktion mit Kundinnen und Kunden direkt am Regal oder auf Aktionsflächen.

Im engeren Sinn umfasst der Begriff sowohl verkaufsfördernde Display-Lösungen (z. B. Theken- und Bodenaufsteller) als auch Regal- und Transportverpackungen, die direkt am Verkaufsort zum Warenzugriff dienen (Retail-Ready- bzw. Shelf-Ready-Verpackungen). Charakteristisch sind eine klare Sichtbarkeit, eine bedienfreundliche Öffnung, strukturierte Befüllung und eine stabile Präsentationsfläche.

POS-Verpackungen sind häufig für Zweitplatzierungen und Aktionszonen konzipiert und verbinden Elemente der Primär-, Sekundär- und Transportverpackung: Sie übernehmen Schutz- und Logistikfunktionen, ermöglichen jedoch zugleich eine geordnete, markenkonforme Darstellung im Handel. Dazu zählen modulare Einsätze, variable Topschilder sowie Perforationen und Aufreißhilfen für den schnellen Regalzugriff.

  • Präsentationsfunktion: Sichtfenster, Konturstanzungen und abgestimmte Farbflächen lenken die Aufmerksamkeit.
  • Schutz und Stabilität: Ausreichende Tragfähigkeit, Kantenschutz und standfeste Konstruktionen bewahren Ware vor Beschädigungen.
  • Informationsfläche: Platz für Produktdaten, Variantenkennzeichnung, Hinweise oder Aktionsbotschaften.
  • Prozessnutzen: Schnelles Öffnen, zügiger Aufbau, eindeutige Orientierung im Handel.
  • Regalkompatibilität: Maße und Öffnungsbereiche sind auf typische Fachbreiten, Einschübe und Griffzonen im Handel abgestimmt.
  • Modularität: Austauschbare Topschilder, variable Einsätze und skalierbare Tray-Höhen erleichtern Sortimentswechsel und Saisonaktionen.

Funktion und Nutzen der POS (Point of Sale)-Verpackung

Der Hauptzweck der POS-Verpackungen besteht darin, das Kaufinteresse der Kundschaft zu wecken und damit den Verkauf von Produkten zu steigern. Durch ein auffälliges, zugleich klares Erscheinungsbild sorgen sie dafür, dass Produkte an den Verkaufsstellen herausstechen. Bei Verpackungen aus Wellpappe ist es möglich, individuelle Formen und Größen zu realisieren, was zur Darstellung der Markenpersönlichkeit beiträgt. Ergänzend sorgen eindeutige Öffnungslösungen und eine stabile Warenführung für einen reibungslosen Zugriff bei gleichzeitig hoher Produktsicherheit.

Zusätzlich erfüllen POS-Lösungen klare Funktionsanforderungen entlang der Customer Journey: Orientierung aus Distanz (Fernwirkung), schnelle Erfassbarkeit von Produktvorteilen (Nahwirkung) sowie ein intuitiver Zugriff am Regal. Für den Handel zählen außerdem einfache Bestückung, zügige Nachfüllung und eine sichere Entnahme ohne Produktschäden. In saisonalen Aktionen unterstützen variable Einsätze und wechselbare Topschilder die Anpassung an Kampagnen und Sortimente. Neben gestalterischen Aspekten sind messbare Prozesskennzahlen in Entwicklung und Betrieb entscheidend, um die Wirksamkeit im Markt über den gesamten Lebenszyklus der Aktion zu bewerten.

  • Gestaltungsprinzipien: Hoher Kontrast, reduzierte Textmengen, klare Bildsprache und eine eindeutige Informationshierarchie.
  • Ergonomie: Grifföffnungen, vorgesehene Öffnungshilfen und standfeste Basiskonstruktionen.
  • Prozesskennzahlen: Aufbauzeit pro Einheit, Regalauffüllgeschwindigkeit, Bruchquote, Abverkaufssteigerung während der Laufzeit.
  • Fern- und Nahwirkung: Lesbarkeit aus unterschiedlichen Distanzen, zielgerichtete Platzierung von Kernbotschaften im Sichtfeld.
  • Warenführung: Formschlüssige Einsätze, Rutschhemmung und definierte Anfasszonen für eine sichere Entnahme.

Typische POS-Lösungen und Einsatzbereiche

  • Regal- und Traysysteme (Shelf-Ready/Retail-Ready): Transportieren, öffnen, präsentieren – ohne Umfüllen.
  • Thekenaufsteller und Bodenaufsteller: Für Impulskäufe in Kassen- und Aktionszonen.
  • Paletten-Displays: Viertel-, Halb- oder Vollpaletten-Fußabdrücke für Aktionsflächen.
  • Produkt-Sets und Bundles: Geordnete Präsentation mehrerer Artikelvarianten.
  • Branchenspezifische Anwendungen: Lebensmittel, Getränke, Kosmetik, Non-Food, Elektronikzubehör, saisonale Promotionen.
  • Topper und Sidewings: Erweiterbare Kommunikationsflächen zur Steigerung der Sichtbarkeit auf Distanz.
  • Perforierte Shelf-Ready-Boxen: Vordefinierte Aufreißkanten für schnelles Öffnen und unmittelbare Regalplatzierung.

Herstellung und Personalisierung von POS (Point of Sale)-Verpackungen

POS-Verpackungen werden hauptsächlich aus Wellpappe hergestellt, da sie leicht, stabil und flexibel ist. Mit modernen Drucktechnologien können diese Verpackungen individuell gestaltet und personalisiert werden. Somit kann auch die Markenbotschaft auf effektive Weise transportiert werden. Je nach Einsatzort und Laufzeit werden Konstruktionen so ausgelegt, dass sie den Belastungen durch Transport, Handling und Kundeninteraktion standhalten.

Für die Ausführung kommen unterschiedliche Wellenarten und Qualitäten zum Einsatz (z. B. E- und B-Welle oder kombinierte EB-Qualität), abgestimmt auf Traglast, Stapelverhalten und erforderliche Kantendruckwerte. Die Konstruktionsentwicklung erfolgt typischerweise CAD-basiert, inklusive Musterbau und Belastungstests. Je nach Auflage reichen die Druckverfahren von Flexo- über Offset- bis hin zu Digitaldruck für variable Inhalte, Seriennummern oder kleine Losgrößen. Farbprofile, Rasterfeinheiten und Materialoberflächen werden dabei aufeinander abgestimmt, um eine präzise Wiedergabe zu erreichen.

  • Verarbeitung: Stanzen, Rillen, Kleben (Heiß- und Kaltleim), steckbare Systeme und anwenderfreundliche Öffnungshilfen.
  • Veredelung: Dispersionslacke, matte oder glänzende Oberflächen, partielle Hervorhebungen – zweckgemäß, ohne Funktionalität zu beeinträchtigen.
  • Qualitätssicherung: Farbabstimmung, Passergenauigkeit, Kantenqualität, Reißfestigkeit und Standstabilität.
  • Muster- und Freigabeprozesse: Weißmuster, bedruckte Andrucke, Fall- und Kompressionstests zur Absicherung vor der Serienfertigung.

Materialeigenschaften und Prüfwerte

Die Leistungsfähigkeit einer POS-Verpackung aus Wellpappe lässt sich über etablierte Prüfgrößen objektivieren. Diese Werte helfen bei der Auslegung für Transport, Lagerung und Präsentation sowie bei der Vergleichbarkeit von Qualitäten.

  • ECT (Edge Crush Test): Kantenstauchwiderstand zur Bewertung der Stapel- und Druckbelastung über die Kante.
  • BCT (Box Compression Test): Druckfestigkeit der fertig aufgerichteten Einheit, relevant für Palettierung und Lagerung.
  • RCT und CCT: Rohpapier- und Wellenprüfung zur Ermittlung der Basisfestigkeiten in Fertigungsrichtung.
  • Cobb-Wert: Wasseraufnahmeverhalten der Oberfläche, wichtig für feuchte Umgebungen und Kühlkettennahbereiche.
  • Reibbeiwert (COF): Rutschverhalten zwischen Einheiten für sichere Warenführung und stabile Präsentation.

Planung, Logistik und Maße

Eine effiziente POS-Verpackung berücksichtigt den gesamten Prozess: flache Anlieferung, geringe Aufbaukomplexität, passgenaue Füllmengen, kompatible Stellflächen im Handel sowie eine sichere Distribution. Für palettierte Displays sind feste Grundmaße und Höhen relevant; im Regal sichern geeignete Öffnungen und Schnittkanten einen sauberen Zugriff. Aussagekräftige Skizzen und Muster erleichtern die Abstimmung mit Vertrieb und Handel. Ergänzend sind Transporttestläufe und Mock-ups hilfreich, um Handling und Stabilität unter Praxisbedingungen zu prüfen.

Wesentlich sind zudem klare Maßvorgaben, Toleranzen und Tragfähigkeiten. Dazu zählen Fußabdrücke für Viertel-, Halb- und Vollpalettenformate, Abstandsvorgaben für Barcodes und eine sichtgerechte Platzierung der Hauptinformation. Hilfreich sind praxisorientierte Leitlinien zu praxisgerechten Abmessungen für Handel und Transport, damit Display und Ware in allen Prozessschritten sicher geführt werden. Standards wie das Euro-Palettenmaß (1200 × 800 mm) und definierte Durchlaufhöhen in Regalen dienen als Referenz für konstruktive Entscheidungen.

  • Prozessoptimierung: Minimierte Aufbauzeit, fehlerarme Bestückung, eindeutige Kennzeichnung.
  • Handlingsmerkmale: Grifflöcher, Stapelhilfen, belastbare Bodenteile.
  • Rückführung: Flach zusammenlegbar für sortenreines Recycling nach der Aktion.
  • Transportsicherung: Geeignete Umreifung, Stretch- oder Klebebandanwendung ohne Beeinträchtigung der Sichtflächen.
  • Barcode-Freiräume: Definierte Zonen für maschinelle Lesbarkeit, ausreichende Kontrast- und Ruheflächen.

Rechtliche Anforderungen und Kennzeichnungen

Je nach Produktkategorie gelten spezifische rechtliche Rahmenbedingungen und Kennzeichnungspflichten. Für POS-Verpackungen mit Lebensmittelkontakt sind migrationsarme Materialien sowie geeignete Druckfarben und Klebstoffe einzusetzen. Zudem sind Kennzeichnungen so anzubringen, dass sie weder die Lesbarkeit gesetzlich erforderlicher Angaben noch die Bedienfreundlichkeit beeinträchtigen.

  • Lebensmittelkontakt: Verwendung konformer Materialien und definierter Barrieren, falls erforderlich.
  • Sicherheitshinweise: Deutliche Darstellung von Warn- und Entsorgungssymbolen an geeigneter Stelle.
  • Rückverfolgbarkeit: Produktions- und Chargeninformationen zur Prozesssicherheit in der Lieferkette.

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

POS-Verpackungen aus Wellpappe sind in der Regel recyclingfähig und unterstützen eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft. Materialeffizienz, sortenreine Rückführung und eine optimierte Flächenausnutzung wirken sich positiv auf Ökobilanz und Abfallaufkommen aus. Durch modulare, wiederverwendbare Bauteile können Laufzeiten verlängert und Materialwechsel reduziert werden.

  • Materialeinsatz: Gewichtsoptimierte Qualitäten bei gleichbleibender Stabilität.
  • Recycling: Sortenreine Entsorgung durch klebstoff- und lackverträgliche Ausführungen.
  • Logistik: Flache Anlieferung und hohe Packdichte senken Transportaufwand und Lagerflächenbedarf.

Projektablauf: Von Briefing bis Roll-out

Ein strukturiertes Vorgehen reduziert Risiko, Kosten und Zeit bis zur Markteinführung. Frühzeitige Einbindung von Konstruktion, Druckvorstufe, Logistik und Handelspartnern sorgt für passgenaue Ergebnisse.

  • Briefing: Zieldefinition, Laufzeit, Stückzahl, Stellflächen und KPI-Festlegung.
  • Entwicklung: CAD-Konstruktion, Weißmuster, Design-Adaptation, Testaufbau.
  • Validierung: Transport- und Belastungstests, Abstimmung mit Marktanforderungen.
  • Produktion: Werkzeugfreigabe, Andruck, Serienfertigung, Qualitätssicherung.
  • Roll-out: Konfektionierung, Palettierung, Distribution, Monitoring im Markt.

Vor- und Nachteile von POS (Point of Sale)-Verpackung

Die Vorteile der POS-Verpackung liegen klar auf der Hand. Sie bieten effektive Werbemöglichkeiten direkt am Verkaufsort und unterstützen so das Marketing der Produkte. Die Wellpappe ermöglicht eine umweltfreundliche und ressourceneffiziente Herstellung. Jedoch können hohe Kosten für individuelle Designs und die Notwendigkeit einer sorgfältigen Planung und Logistik als Nachteile betrachtet werden. Trotzdem überwiegen für viele Unternehmen, die Verpackungen aus Wellpappe suchen, die Vorteile, was den breiten Einsatz dieser Verpackungsart erklärt. In der Praxis empfiehlt sich eine frühzeitige Abstimmung zwischen Gestaltung, Konstruktion und Handelsanforderungen, um Nutzen und Aufwand in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen.

  • Vorteile: Hohe Sichtbarkeit, schnelle Anpassbarkeit an Aktionen, gute Bedruckbarkeit, geringes Gewicht, recyclingfähige Materialbasis, effiziente Flachanlieferung.
  • Herausforderungen: Werkzeug- und Abstimmungskosten bei Spezialformen, Planungsaufwand für Händleranforderungen, sorgfältige Stabilitätsauslegung bei längerfristigen Platzierungen.
  • Abwägung: Der Nutzen steigt, wenn Gestaltung, Konstruktion und Prozessanforderungen (Aufbau, Befüllung, Entsorgung) frühzeitig integriert werden.

Zusammenfassung:

  • Eine POS (Point of Sale)-Verpackung ist speziell entworfen, um die Aufmerksamkeit der Kunden am Verkaufsort zu wecken und somit zum Kauf des Produktes zu animieren.
  • Insbesondere Verpackungen aus Wellpappe bieten hierbei durch ihre Flexibilität und Vielseitigkeit in Form und Design große Vorteile.
  • Die Verwendung von POS-Verpackungen aus Wellpappe unterstützt die nachhaltige Ausrichtung von Unternehmen, indem sie recyclingfähig und umweltfreundlich ist.
  • Sie bieten auch Vorteile in der Lagerung und dem Transport, da sie leicht und doch stabil sind.
  • Außerdem lassen sich diese Verpackungen gut bedrucken und individualisieren, was ihnen hilft, sich von der Konkurrenz abzuheben.
  • Wesentliche Erfolgsfaktoren sind strukturierte Gestaltung, verlässliche Stabilität, zügige Bestückung und eine auf den Handel abgestimmte Maßführung.
  • Typische Varianten reichen von Shelf-Ready-Lösungen über Theken- und Bodenaufsteller bis zu palettierten Aktionsdisplays.
  • Durch definierte Prüfwerte (z. B. ECT, BCT) und klare Prozesskennzahlen lassen sich Stabilität, Handhabung und Wirkung im Markt zuverlässig steuern.

Veröffentlicht am 10.05.2025
Letzte Überarbeitung am 15.12.2025 um 11:36 Uhr von Julia Kopp

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