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Sauerstoffbarriere
Die Verpackungsindustrie ist eine wachsende Branche. Ein äußerst relevantes Feature in diesem Zusammenhang ist die Sauerstoffbarriere. Besonders im Kontext von Verpackungen aus Wellpappe spielt sie eine wesentliche Rolle.
Eine wirksame Sauerstoffbarriere reduziert den Zutritt von O2 aus der Umgebung in den Packraum und trägt so dazu bei, Oxidationsprozesse, Qualitätsverluste und Verfärbungen zu verringern. In der Praxis wird die Barriereleistung über standardisierte Kennwerte bewertet und gezielt auf das Produkt, die gewünschte Haltbarkeit und die Prozessbedingungen (Temperatur, relative Luftfeuchte, Druckunterschied) abgestimmt. Zusätzlich werden sensorische Stabilität, Farbkonstanz und Nährstofferhalt berücksichtigt, da oxidationssensible Inhaltsstoffe (z. B. Fette, Vitamine, Pigmente) besonders geschützt werden müssen; regelmäßige Prüfzyklen unter definierten Klimabedingungen sichern die geforderte Performance im realen Warenfluss.
Definition: Was versteht man unter Sauerstoffbarriere?
Unter einer Sauerstoffbarriere versteht man eine Schicht oder Beschichtung auf einem Material, die verhindert, dass Sauerstoff durch das Material dringen kann. Sauerstoff führt bei vielen Produkten zu Verderb, daher ist eine solche Barriere für die Verpackung dieser Produkte unerlässlich.
Technisch wird die Wirkung häufig über die Sauerstoff-Permeation bzw. den Oxygen Transmission Rate (OTR) ausgedrückt. Der OTR beschreibt die Menge an Sauerstoff, die pro Fläche und Zeit durch ein Material diffundiert (z. B. in cm³/(m²·Tag·bar)) und ist abhängig von Materialart, Schichtdicke, Temperatur und relativer Luftfeuchte. Je niedriger der OTR, desto höher die Barriere.
Hintergrundphysikalisch basiert die Sauerstoffbarriere meist auf dem Lösungs-Diffusions-Mechanismus: Sauerstoff löst sich in der Schicht, diffundiert durch das Polymernetzwerk und tritt auf der Gegenseite wieder aus. Dichte, kristalline oder plättchenartige Strukturen (Tortuosität) verlängern den Diffusionsweg und senken die Permeation. Neben der nominalen Schichtdicke sind Kontinuität, Homogenität und Fehlerfreiheit (Pinholes, Kratzer) ausschlaggebend, da lokale Schwachstellen die Gesamtwirkung dominieren.
- Einflussgrößen: Materialstruktur, Schichtdicke, Beschädigungen (Risse, Falten), Temperatur, Feuchte, Druckdifferenz; zusätzlich wirken Alterung, UV-Exposition, chemische Medien und mechanische Beanspruchung auf die Barriere.
- Abgrenzung: Sauerstoffbarriere ist nicht gleich Feuchte- oder Aromabarriere. Häufig werden mehrere Barrierefunktionen kombiniert, etwa gegen Wasserdampf (WVTR) und Sauerstoff, wobei jede Funktion separat spezifiziert und geprüft werden sollte.
- Zielgrößen: Haltbarkeitsverlängerung, Schutz vor Oxidation, Stabilisierung sensibler Inhaltsstoffe (z. B. Fette, Vitamine, Pigmente), Sicherung von Geschmack, Farbe und Textur über die angestrebte Lager- und Distributionszeit.
Messmethoden und Einheiten
Die Bestimmung der OTR erfolgt üblicherweise nach etablierten Normen mit coulometrischen oder sensorbasierten Verfahren, häufig bei 23 °C und 50 % r. F. als Referenzklima. Für praxisnahe Aussagen werden zusätzlich Messungen unter produktrelevanten Bedingungen (z. B. 4 °C/85 % r. F. oder 30 °C/70 % r. F.) durchgeführt.
Typische Normen sind beispielsweise ASTM D3985 und ISO 15105-2 (coulometrische Messung). Die Einheitenangabe erfolgt üblicherweise in cm³/(m²·Tag) oder unter Angabe eines Partialdruckgefälles in cm³/(m²·Tag·bar). Für faserbasierte Materialien mit Beschichtungen sind konditionierte Proben und reproduzierbare Feuchtezustände entscheidend, da die Feuchteaufnahme des Substrats die Messwerte beeinflussen kann.
Der Zusammenhang zwischen Wellpappe und Sauerstoffbarriere
Wellpappe ist ein verbreitetes Material für Verpackungen. Seine Struktur bietet die Möglichkeit, eine Sauerstoffbarriere zu integrieren. Dies macht Wellpappe zur optimalen Wahl für Verpackungen, die Sauerstoffgehalt von Produkten regulieren müssen, z. B. Lebensmittelverpackungen.
Da Wellpappe als faserbasiertes, poröses Substrat von Natur aus keine hohe Barriere aufweist, werden Barriereeigenschaften über ergänzende Liner, Dispersionen oder Verbunde erzeugt. Typische Ansätze sind beschichtete Deckenpapiere, kaschierte Barrierefilme oder funktionelle Lacke, die auf die Innenlage appliziert werden. Dabei ist die Barrierekontinuität über Kanten, Rillungen und Stanzungen besonders zu beachten, weil Unterbrechungen die Gesamtwirkung dominieren.
In Anwendungen mit modifizierter Atmosphäre (MAP) übernimmt oft eine innenliegende Beutel- oder Folienbarriere die primäre Funktion; die Wellpappe liefert Schutz, Stapelfähigkeit und Kommunikation. In anderen Fällen werden faserbasierte Barrierepapiere eingesetzt, um einen monomaterial-orientierten Aufbau zu erreichen, der recyclingfreundlich bleibt. Zusätzlich sind die Wechselwirkungen zwischen Barriere und Klebstoffsystemen (z. B. Stärke, Dispersionsklebstoffe) sowie die Einflüsse von Druck, Lackierung und Rillgeometrie auf die Kanten- und Nahtdichtigkeit zu berücksichtigen.
Technologien zur Herstellung einer Sauerstoffbarriere in Wellpappe
Verschiedene Verfahren kommen zur Anwendung, um Wellpappe mit einer Sauerstoffbarriere zu versehen. Häufig wird eine dünnflüssige Beschichtung auf die Oberfläche der Wellpappe aufgetragen, die beim Trocknen eine geschlossene, diffusionshemmende Schicht bildet. Eine andere Methode ist das Laminieren der Wellpappe mit einem Barrierefilm; dabei dienen geeignete Klebstoffe primär der Haftung und der Vermeidung von Kanälen, während die Sperrwirkung durch die Barrierefolie bereitgestellt wird.
Beschichtung (Coating) auf Papier-/Linerbasis
- Wasserbasierte Dispersionsbarrieren: Polymere wie PVOH-/EVOH-Dispersionen, teilweise kombiniert mit anorganischen Plättchen (z. B. Nanoclays) zur Diffusionswegverlängerung; optional mit Vernetzern zur Feuchtestabilisierung.
- Auftragstechniken: Rakel-, Streich-, Film- oder Curtain-Coating; Inline- oder Offline-Prozesse mit definierter Auftragsmenge (Coat Weight) und angepasster Trocknung für fehlerarme, homogene Schichten.
- Eigenschaften: Gute O2-Barrierwirkung bei kontrollierter Feuchte; Empfindlichkeit gegenüber hoher Luftfeuchte ist materialabhängig und erfordert abgestimmte Rezepturen sowie geeignete Konditionierung.
Laminierung und Verbunde
- Kaschierung von Barrierefilmen: EVOH-haltige oder anorganisch beschichtete Folien (SiOx, AlOx) werden mit Papierlinern verbunden und anschließend zu Wellpappe verarbeitet; Kantenführung und Spannungsprofile verhindern Mikro-Falten.
- Extrusionsbeschichtung: Schmelzaufträge (z. B. PE/EVOH/PE) als Funktionsschichten; ermöglichen zusätzlich Siegel- oder Heißsiegelfähigkeit im Innenraum und bieten definierte Dickenprofile für reproduzierbare OTR-Werte.
- Klebstoffe: Spezifisch formulierte Kleber minimieren Kanäle und sichern die Flächenhaftung, um Mikro-Leckagen zu vermeiden; die Klebstoffauswahl beeinflusst Verarbeitungsfenster, Temperaturbeständigkeit und Repulpierbarkeit.
Prozess- und Konstruktionsaspekte
- Rillungen/Stanzungen: Faltungen können Barrierefilme mikroreißen; Rillgeometrie, Biegewinkel und Faserausrichtung sind abzustimmen, um Spannungen zu reduzieren und die Schichtintegrität zu sichern.
- Nahtdichtigkeit: Boden- und Deckelkonstruktionen, Klebelaschen und eventuelle Öffnungshilfen bestimmen die Netto-Barriere des fertigen Packmittels; dicht ausgeführte Überlappungen und korrekte Klebstoffaufträge sind wesentlich.
- Prüfung: OTR-Messungen an Flachproben und fertigen Schachteln liefern unterschiedliche Ergebnisse; beide Perspektiven sind relevant, ergänzt um Klimakammer- und Transporttests (Stauchung, Vibration).
Vertiefende Aspekte wie Mikrokanäle an Falzkanten, Rissbildung bei Kälte und der Einfluss von Öffnungshilfen lassen sich mit konstruktiven Maßnahmen adressieren; dazu zählt auch eine sorgfältige Beachtung von fachlich fundierten Hintergründen zur Perforation und ihrem Einfluss auf Barrieren in faserbasierten Materialien. Ergänzend können Primer, Oberflächenvorbehandlungen (z. B. Corona/Plasma) und abgestimmte Trocknungsprofile die Haftung sowie die Schichtkontinuität verbessern.
Vor- und Nachteile von Sauerstoffbarrieren
Die Vorteile einer Sauerstoffbarriere sind offensichtlich: Produkte bleiben länger frisch und haltbar, und Verpackungen können für eine Vielzahl von Produkten verwendet werden. Ein Nachteil ist jedoch der zusätzliche Arbeits- und Materialaufwand zur Herstellung der Sauerstoffbarriere. Zudem kann es notwendig sein, spezielle Maschinen für die Herstellung der Barriere einzusetzen, was zu zusätzlichen Kosten führt. Hinzu kommen Qualitätskontrollen und Freigabeprüfungen, die Zeitbedarf und Prozessdisziplin erfordern.
Ein weiterer Vorteil einer Sauerstoffbarriere ist, dass sie die Haltbarkeit der Produkte verlängert, wodurch die Notwendigkeit von Konservierungsstoffen oft reduziert wird. So können natürlichere und unverfälschte Produkte angeboten werden. Allerdings ist zu beachten, dass eine Sauerstoffbarriere nicht bei allen Produkten notwendig oder wünschenswert ist. Bei bestimmten Produkten kann es beispielsweise notwendig sein, dass Sauerstoff in die Verpackung eindringt, etwa bei reifenden Käsesorten. Der Einsatz sollte daher produkt- und prozessspezifisch bewertet werden, inklusive Ökobilanz, Recyclingfähigkeit und Maschinengängigkeit.
- Vorteile: Schutz vor Oxidation, Stabilisierung von Aromen und Farben, geringere Ausschussquoten, potenziell längere Distributionswege; in MAP-Anwendungen kontrollierbare Atmosphären und konsistente Produktqualität.
- Grenzen: Mechanische Beanspruchung (Falten, Stauchung) kann Barrieren schwächen; bei hoher Luftfeuchte können manche Barriereschichten an Leistung verlieren, was eine angepasste Materialwahl erfordert.
- Ressourcenaspekte: Zusätzliche Schichten erhöhen Materialeinsatz und Energiebedarf; Optimierungen zielen auf minimalen Coat Weight bei ausreichender Leistung sowie auf prozessstabile, fehlerarme Herstellung.
- Recyclingaspekte: Monomaterial-orientierte Lösungen und repulpierbare Beschichtungen erleichtern das stoffliche Recycling; Verbunde können die Sortierung erschweren und sollten auf Trennbarkeit und Repulpierbarkeit geprüft werden.
Gesetzliche Regelungen zur Sauerstoffbarriere
Da Sauerstoffbarrieren in direktem Kontakt mit den verpackten Produkten stehen, müssen sie gesundheitlich unbedenklich sein. Daher gibt es in der Europäischen Union sowie in vielen anderen Ländern weltweit gesetzliche Regelungen und Standards, die eingehalten werden müssen. Themen wie Lebensmittelkontaktmaterialien und Migration sind hierbei entscheidend.
In Europa sind insbesondere die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 (Rahmenverordnung), die Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 (GMP) sowie für Kunststoffe die Verordnung (EU) Nr. 10/2011 relevant. Für Papier und Karton werden häufig nationale Leitlinien und Bewertungen (z. B. Empfehlungen) herangezogen. Konformitätsarbeit umfasst Spezifikationen, Konformitätserklärungen, Migrationsprüfungen (gesamt/spezifisch) und die Auswahl geeigneter Simulanzien unter definierten Prüfbedingungen. Darüber hinaus sollten potenzielle NIAS (nicht absichtlich zugesetzte Stoffe) und Prozesskontaminanten risikobasiert bewertet und dokumentiert werden.
- Konformitätsnachweise: Materialspezifikationen, DoC, Prüfberichte (z. B. OTR/WVTR, Sensorik, Migration) und Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferkette.
- Gute Herstellungspraxis: Prozesskontrolle bei Beschichtung/Kaschierung, Rückverfolgbarkeit, Reinigungs- und Wechselprozesse; qualifizierte Freigaben und Änderungsmanagement.
- Druckfarben/Lacke: Einsatz geeigneter Systeme für Lebensmittelkontakt und Minimierung potenzieller Übergänge; Berücksichtigung von Trocknung, Vernetzung und Geruchsemissionen.
Optimierung der Sauerstoffbarriere in Wellpappe
Die Optimierung der Sauerstoffbarriere in Wellpappe ist ein laufendes Thema in der Forschung und Entwicklung der Verpackungsindustrie. Fortschritte in der Materialwissenschaft und in der Beschichtungs- und Laminierungstechnologie führen zu immer effizienteren und kostengünstigeren Methoden zur Herstellung von Sauerstoffbarrieren.
Im Fokus stehen reproduzierbare Auftragsmengen, gleichmäßige Flächengewichte, fehlerarme Oberflächen und robuste Kanten-/Nahtkonstruktionen. Prozessseitig sind Bahnspannung, Feuchteführung, Trocknung, Aushärtung und Klebstoffauftrag zu steuern. Produktseitig werden Barrierepolymere modifiziert, um Feuchteempfindlichkeit zu verringern und Recyclingfähigkeit zu erhalten. Ergänzend unterstützen statistische Prozesskontrolle, In-line-Inspektion (Pinholes, Beschichtungsfehler) und Klimatests die Qualitätssicherung.
- Design for Barriere: Reduzierte Durchdringungen, optimierte Rillgeometrien, dichte Verschlüsse; konstruktive Details zur Vermeidung von Spannungsmaxima an Falzkanten.
- Teststrategie: Kombination aus Flachproben-OTR (ASTM/ISO) und praxisnahen Boxentests; Alterungsstudien über Temperatur-/Feuchte-Zyklen und Transportbelastungen zur Absicherung der Lebensdauer.
- Ökobilanz: Abwägung zwischen Barriereniveau und Materialeinsatz zur Minimierung des Ressourcenverbrauchs bei verlässlicher Haltbarkeit; Bewertung von Repulpierbarkeit und Sortierfähigkeit.
Zukunft der Sauerstoffbarriere in der Wellpappe
Aus der zukünftigen Perspektive steht die Verbesserung der Sauerstoffbarriere weiterhin im Fokus der Forschung und Entwicklung. Obwohl sie bereits jetzt ein hohes Niveau erreicht hat, werden weiterhin innovative Verfahren gesucht, um die Barrierewirkung zu verbessern, die Produktqualität zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten zu senken.
Entwicklungen betreffen wasserbasierte, recyclingfreundliche Beschichtungen, faserbasierte Barrierepapiere, funktionelle Schichten mit geringem Auftragsgewicht sowie additive Ansätze wie Sauerstoff-Scavenger. Parallel wird an robusten Barrieren gearbeitet, die bei variierender Luftfeuchte stabil bleiben und sich gut bedrucken, rillen und verarbeiten lassen. Zudem rücken bio-basierte Rohstoffe, optimierte Vernetzungssysteme und lösungsmittelfreie Prozesse in den Fokus, um Leistungsfähigkeit und Kreislauffähigkeit in Einklang zu bringen.
Beispiel-Anwendungen von Verpackungen mit Sauerstoffbarriere
Einige der konkreten Anwendungen von Verpackungen mit Sauerstoffbarriere sind Lebensmittelverpackungen, insbesondere für Produkte, die schnell verderben oder bei denen die Haltbarkeit durch den Kontakt mit Sauerstoff beeinträchtigt wird. Darüber hinaus werden Verpackungen mit Sauerstoffbarriere auch für pharmazeutische Produkte, für den Transport empfindlicher elektronischer Bauteile und für Kosmetikprodukte verwendet. Abhängig von Produkt, Füllgas, Lagerklima und Distributionsweg wird die erforderliche Barriereklasse festgelegt und mit geeigneten Prüfplänen verifiziert.
- Lebensmittel: Kaffee, Nüsse, Snacks, fetthaltige Backwaren, Trockenprodukte mit empfindlichen Aromen; oft in Kombination mit Innenbeuteln oder beschichteten Linern, optional mit Sauerstoffabsorbern.
- Pharma/Kosmetik: Schutz vor Wirkstoffabbau und Farbveränderung; Compliance mit regulatorischen Vorgaben ist zentral, inklusive Stabilitätsstudien und geeigneter Simulanzien.
- Elektronik/Bauteile: Vermeidung von Oxidation an empfindlichen Metalloberflächen; ggf. in Verbindung mit Trockenmitteln und korrosionshemmenden Systemen.
- Tiernahrung/Heimtierprodukte: Aromen- und Fettstabilität, Geruchskontrolle während Lagerung und Transport; robuste Konstruktionen für hohe Gewichte und längere Logistikketten.
Zusammenfassung:
- Die Sauerstoffbarriere ist ein wesentliches Merkmal von Verpackungsmaterialien, da sie den Eintritt von Sauerstoff in das Produkt verhindert und so Haltbarkeit, Qualität und sensorische Eigenschaften stabilisiert.
- In der Verpackungsindustrie, insbesondere bei Verpackungen aus Wellpappe, spielt die Sauerstoffbarriere eine entscheidende Rolle. Sie ermöglicht unter definierten Bedingungen Schutz gegen Sauerstoff und – je nach Aufbau – auch ergänzende Funktionen gegenüber Feuchtigkeit.
- Durch den Einsatz spezieller Beschichtungen und Dichtungen kann die Sauerstoffbarriere in Wellpappenverpackungen weiter verstärkt werden, wodurch ihre Leistung und Effizienz verbessert wird; die konstruktive Ausführung ist dabei maßgeblich.
- Die Barriereleistung wird über OTR definiert und hängt stark von Material, Schichtdicke, Klimaeinflüssen und der konstruktiven Ausführung des Packmittels ab; normgerechte Messungen sichern Vergleichbarkeit.
- Regulatorische Anforderungen (Kontaktmaterialien, Migration, GMP) führen zu klaren Spezifikationen und Prüfregimen; Recyclingfähigkeit und Ressourceneinsatz sind wesentliche Gestaltungsparameter entlang des gesamten Produktlebenszyklus.
- Technologiepfade reichen von wasserbasierten Dispersionen über Kaschierverbunde bis hin zu funktionellen Barrierepapieren; zukunftsorientiert sind robuste, recyclingfreundliche Lösungen mit stabiler Wirkung bei variierenden Umgebungsbedingungen.
Veröffentlicht am 04.07.2024
Letzte Überarbeitung am 18.12.2025 um 11:49 Uhr von Manuel Hofacker